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Ein Langstreckenflug in der Economy Class. Ihr kennt das alle, nach 3 Stunden fangen die Beine an zu schmerzen, nach 6 Stunden der Rücken. Kurz darauf fragt man sich schon mal „Warum tue ich mir das an?“. Gut, am Zielort angekommen sind diese Gedanken meist vergessen und man wird mit einem wunderbaren Urlaub belohnt.

Nachfolgend ein paar Tipps, wie der Flug ein wenig angenehmer gestaltet werden kann. Natürlich machen diese Tipps aus dem Economy Sitz keine First Class Herberge, aber vielleicht knacken die Kochen ein bisschen weniger nach der Landung.

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Flug mit mehr als 6 Stunden Flugzeit ist ein Langstreckenflug

Flüge werden in sogenannte Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge unterteilt. Reisen mit 6 oder mehr Stunden Flugzeit, werden dabei als Langstreckenflüge bezeichnet. Bis zu 6 Stunden spricht man von Mittelstreckenflügen und bis zu 2 Stunden Flugzeit von Kurzstreckenflügen. Natürlich können die genannten Tipps auch auf der Mittel- und Kurzstrecke angewendet werde und das Erlebnis Fliegen ein wenig angenehmer gestaltet werden.

Tipps für einen Langstreckenflug

1. Online- oder Vorabend-Checkin nutzen

Nutzt, wenn es möglich ist, den Online-Checkin. Dieser steht bei den meisten Airlines 24 Stunden vor dem Abflug zur Verfügung. Das ermöglicht Euch am Abreisetag eine Stunde später am Flughafen zu sein. Ihr braucht nur noch Euer Gepäck abgeben und es kann los gehen.

Bei vielen Flügen wird auch ein Vorabend-Checkin angeboten. Wenn ihr diesen nutzen könnt, so habt Ihr am Reisetag nur noch Euer Handgepäck dabei und könnt den Tag entspannt beginnen ohne Koffer durch die Gegend zu schleppen.

2. Sitzplatzwahl

Schaut vor dem Einchecken mal mit welchen Flugzeugtyp ihr fliegt. Auf Seat Guru könnt ihr dann nachschauen, wo es welche Plätze im Flugzeug gibt und ob da Besonderheiten angegeben sind. So sind oftmals in den letzten Reihen in einer Kabine die Rückenlehnen nicht oder nur sehr wenig zu verstellen. Notausgangsplätze sind immer ein Garant für viel Beinfreiheit. Das Gleiche gilt oft für die erste Reihe einer Kabine.

Einige Fluggesellschaften bieten auch eine Economy Plus Klasse an. Diese ist oft für relativ kleines Geld zu buchen und bietet meist mehr Platz für den eigenen Körper.

Leider kostet es mittlerweile bei vielen Fluggesellschaften, selbst bei Langstreckenflügen, eine zusätzliche Gebühr, wenn man bereits bei der Buchung seinen Sitzplatz aussuchen will. Uns ist es das aber immer wert und wie kalkulieren diese Gebühren einfach mit ein. Ein Flug auf den mittleren Plätzen einer 4er Reihe wäre unser persönlicher Albtraum.

Der Blick vor dem Checkin macht übrigens auch Sinn, wenn man seine Plätze bei der Buchung bereits reserviert hat. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir oft nur eine begrenzte Auswahl an Sitzplätzen. Beim Online-Checkin waren dann aber plötzlich noch eine Menge anderer Plätze frei, so dass wir dann noch die Sitze geändert haben.

3. Essen vor dem Flug

Ganz wichtig, was leichtes essen. Keine opulenten Mahlzeiten und schon gar keine Hülsenfrüchte. Nicht nur Euer Sitznachbar wird es euch danken. Durch die Druckverhältnisse in einem fliegenden Flugzeug kommt es sowieso schon zu einer Luftansammlung im Bauchraum, da braucht es nicht auch noch zusätzlichen Zündstoff.

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Der Start in den Urlaub – bei hoffentlich besserem Wetter

4. Kleidung

Tragt lockere, gemütliche Kleidung im Flugzeug. Ihr müsst ja nicht im Schlafanzug oder Trainingsanzug da sitzen, das wäre ein wenig übertrieben. Aber achtet darauf, dass es nicht zwickt und zwackt.

Schuhe ausziehen ist auch eine gute Idee. Dann noch ein paar dicke Socken anziehen, die schön warm halten…*hach*.

5. Schlafen

Wer im Flugzeug schlafen kann, der ist mit einer Gabe belohnt, die beneidenswert ist. Wir bewundern die Menschen, welche kaum in ihrem Sitz gelandet sind und schon selig zu schlummern beginnen. Warum diese oft einen Fensterplatz haben… ach, lassen wir das.

Wer es nicht so leicht hat mit dem Einschlafen kann es mit einer gemütlichen Sitzhaltung versuchen, ein Kindle (* Amazon) dabei anlegen, vielleicht noch eine Schlafmaske (* Amazon) aufziehen und es versuchen. Uns gelingt es einfach nicht, es ist einfach zu laut, zu wackelig und zu überhaupt. Nein, Angst spielt keine Rolle, aber irgendwas nervt immer…

Eng, laut, voll - aber die schnellste Möglichkeit um von A nach B zu kommen

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6. Unterhaltung

Wer auf einem Langstreckenflug nicht schlafen kann, vertreibt sich die Zeit halt mit anderen Dingen. Achtet darauf, das euer Tablett oder Smartphone voll geladen ist. Ladet Euch Bücher, Spiele, Reiseführer für die Zielregion da drauf und nutzt die Zeit des Fluges für angenehme Dinge. Ihr könnt natürlich auch einfach ein Buch mit nehmen oder ein Kindle (* Amazon) für eBooks.

Viele Airlines bieten mittlerweile Inseat-Entertaiment-Systeme an. Auf diesen könnt Ihr meist sehr aktuelle Filme schauen, Informationen über das Reiseland bekommen usw. – auf jeden Fall eine tolle Sache um sich die Zeit zu vertreiben.

Eigene Kopfhörer sind aber auf jeden Fall eine gute Idee. Die Kopfhörer der Airlines sind ein wenig sehr einfach gehalten. Lieber ein paar vernünftige eigene, hochwertige mit bringen. Wir haben ein Modell mit Noise-Reduction (* Amazon) – dieses blendet die Umgebungsgeräusche aus – das ist sehr zu empfehlen. Bei solchen Hightech-Teilen sollte man aber immer Ersatzbatterien mit im Handgepäck haben.

7. Druck auf den Ohren

Beim Start und erst recht bei der Landung kann es zu einem Druck auf den Ohren kommen. Dagegen helfen Lutsch Bonbons sehr gut, da durch das regelmäßige Schlucken die Ohren wieder „aufknacken“.

Wer eine Erkältung hat, bekommt aber mit diesem Mittel die Ohren kaum frei. Hier empfiehlt es sich, zum Beginn des Starts oder der Landung ein wenig Nasenspray zu benutzen. Dadurch werden die Schleimhäute abgeschwollen und der Druckausgleich geht leichter.

8. Thrombose-Prophylaxe

Durch das lange Sitzen kann es zu einer Thrombose kommen. Dagegen kann man sich aber mit recht einfachen Mitteln schützen.

Einerseits kann man sich Kompressionsstrümpfe (* Amazon) anziehen. Das spricht zwar gegen den Tipp mit der bequemen Kleidung, Risikopersonen (ältere Menschen, Diabetiker, Raucher, Frauen welche die Pille nehmen, usw.) sollten sich das aber überlegen.

Ein weiteres Mittel gegen Thrombose sind ein paar Bewegungsübungen.

  • Rollt einfach ab und zu die Füße abwechselnd über Fersen und Zehen ab… so 1-2 Minuten lang. Dadurch wird die Durchblutung der Beine gefördert.
  • Dann die Beine unter den eigenen Sitz ziehen und danach wieder unter den Vordersitz. Dadurch lockert Ihr verspannte Muskeln in den Beinen.
  • Abwechselnd die Schultern nach vorne heben und wieder nach unten senken.

Bei Fliegern mit Inseat-Monitoren findet ihr oft auch Anleitungen zu diesen Übungen. Macht das ruhig alle zwei Stunden mal. Sieht teilweise ein wenig urig aus, hilft aber – und wir alle wollen doch Gesund am Ziel ankommen.

9. Trinken

An Board eines Flugzeuges sollte man viel trinken.  Stopp! Halt!

Jetzt nicht die Bar plündern – ohne Alkohol ist besser. Nichts gegen einen Wein oder ein Bier zum Essen, aber bitte nicht Druckbetanken.

Die Luft in einem Flugzeug ist durch die Klimaanlage sehr trocken. Durch das regelmäßige Trinken feuchtet ihr eure Schleimhäute an.

Ihr bekommt die Getränke in den regelmäßigen Getränkerunden des Bordpersonals. Dazwischen bekommt man, bei den meisten Fluggesellschaften, auch immer was in den Küchen des Fliegers, wenn man nett fragt. Wir nehmen immer noch 1-2 Flaschen selber mit in den Flieger. Kauft diese aber bitte erst nach der Sicherheitskontrolle

10. Raucher und der Langstreckenflug

Wir sind Raucher, daher ist ein Langstreckenflug für uns noch eine zusätzliche Herausforderung. Nichtraucher können das nicht nachvollziehen aber die Sucht macht den langen Aufenthalt an Bord einen Flugzeuges nicht einfacher. Allerdings wirkt sich der erzwungene Entzug für jeden Raucher anders aus.

Melanie kommt problemlos über einen Langstreckenflug ihre Zigaretten. Als Gelegenheitsraucherin ist sie es aber gewohnt, lange Zeitabschnitte ohne Kippe auszukommen.

Thomas, als starker Raucher (inzwischen Dampfer), hat da mehr Probleme. Daher schwört er bei Flügen über 4 Stunden auf Nikotinpflaster. Diese geben dem Körper sein Nikotin und der Drang eine zu rauchen oder zu dampfen wird unterdrückt. Trotzdem kommt ab und zu während des Fluges natürlich der Gedanke, „Boah, jetzt eine rauchen…“. Besonders nach dem Essen ist das wirklich schlimm. Aber, mit dem Bewusstsein, es geht hier einfach nicht, vergeht der Schmacht auch schnell wieder.

Heimlich an Bord zu rauchen oder eine E-Zigarette zu nutzen, ist keine Option. Das kann zu sehr viel Ärger führen, zu hohen Geldstrafen und das auch völlig zurecht.

Die schlimmste Zeit ist übrigens der Zeitraum zwischen Landung und endlich vor dem Terminal stehen und eine anzuzünden. Gerade bei Ländern mit längeren Einwanderungs-Prozeduren zieht sich diese Zeitspanne gefühlt oft ins Unendliche. Das Ziel (die Zigarette) vor Augen und es geht nicht vorwärts, schlimm! Einige wenige Airports haben aber Raucherbereiche auch im Ankunftsbereich, diese verkürzen die Wartezeit auf eine erste Zigarette und wir lieben diese Flughäfen.

11. Zusatztipp für mollige Menschen auf Langstreckenflügen

Thomas gehört ja eher in die Kategorie mollige Menschen, mache sagen auch dick – das ist natürlich Verleumdung.

Auf jeden Fall spielt dann der Punkt lockere Kleidung, die nicht zwickt und zwackt eine wichtige Rolle. Wie oben geschrieben, nutzt einfach bequeme Kleidung.

Ein weiterer Punkt spielt bei uns dickeren Menschen aber auch eine Rolle: Die Sitzbreite.

Achtet bei der Flugbuchung ein wenig auf die Breite der Sitze, es kann sonst schnell seitlich unangenehm werden. Das gilt ganz besonders für die Plätze in den ersten Reihen. Diese haben oft die Monitore und Tische in der Armlehne. Das bedeutet dann, die Armlehnen sind geschlossen und können nicht hochgeklappt werden. Thomas hat auf einem Flug mal so einen Platz verflucht. Es fühlte sich an, wie eine Presswurst. Links und rechts diese geschlossene Armlehne und keinen Millimeter Platz um sich zu bewegen. Da war die zusätzliche Beinfreiheit, durch den Platz in der ersten Reihe, auch kein Trost.

Bei normalen Sitzen könnt ihr die Armlehnen meistens hochklappen. Wenn ihr mit einem bekannten Sitznachbarn fliegt, kann das ein wenig mehr Platz schaffen. Aber auch bei Fremden lohnt es sich zu fragen, ob es stören würde, die Armlehne hochzuklappen.

12. Premium- oder Comfort-Economy

Immer mehr Fluggesellschaften bieten eine Premium- oder Comfort-Economy Klasse an. Wir nutzen diese inzwischen sehr gerne.

Bei einer Comfort-Economy hat man meistens mehr Beinfreiheit, sprich die Sitzabstände sind größer. Bei manchen Airlines kommt dann noch eine bessere Auswahl an Getränken und Essen dazu. Andere bieten das Unterhaltungspaket kostenlos zu den Sitzplätzen an, welches in der normalen Economy kostenpflichtig ist.

Eine etwas bessere Ausstattung findet man dann in der Premium Economy. Hier ist dann nicht  nur der Sitzabstand größer, die Sitze sind auch breiter, komfortabler und mit einigen Zusatz-Features verbunden. So gibt es Getränkehalter, doppelte Armlehnen zwischen den Sitzen, Fußstützen, bei manchen Airlines auch ausfahrbare Wadenstützen, sodass man fast liegen kann.

Die Unterschiede zwischen Premium- und Comfort-Economy erkennt man leider auch am Preis. Während eine Comfort-Buchung (bei der Langstrecke) zwischen 50 und 150 EUR pro Platz und Strecke mehr kostet, legt man bei der Premium-Economy auch mal bis zu 400 EUR pro Platz und Strecke auf den Ticketschalter.

Für uns ist das aber inzwischen ein „Luxus“ geworden, den wir auch Langstreckenflügen nicht mehr missen wollen.

Weitere Tipps

Eine Folge von langen Flügen, welche in Ost- oder Westrichtung gehen ist noch der Jetlag. Durch die Zeitverschiebung kommt im Körper einiges aus dem gewohnten Takt. Tipps gegen den Jetlag haben wir auf einer eigenen Seite zusammen gefasst.

Ein paar sehr gute und humorvolle Tipps bekommt Ihr auch noch auf der Seite von Lilie, welche einen 22 Stunden Flug nach Neuseeland zu überstehen hatte.

Ein weiteres Problem kann auch Flugangst sein. Melanie hatte da mal ein paar Jahre Probleme mit. Dagegen kann man Seminare besuchen, Bücher lesen oder einen guten Film über das Thema schauen. Diese Dinge sollen einem die Angst ein wenig nehmen. Melanie hat dabei sehr gute Erfahrungen mit einem Film aus der Serie PilotsEye (* Amazon) gemacht. Die Angst war danach natürlich nicht komplett verschwunden. Aber sie wusste nun, das viele Dinge wie Geräusche der Bewegungen völlig normal sind. Und im Laufe der Zeit wurde es immer weniger mit der Angst.

So, das waren mal ein paar Tipps von uns für euch. Vielleicht wird dadurch Euer nächste Flug ein wenig entspannter. Weitere Anregungen von Euch nehmen wir gerne entgegen.

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