2013 USA RV-Tour – Übernahme Wohnmobil im Schnee und Fahrt nach Colorado Springs

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  • USA Reisebericht

2013 USA RV-Tour – Übernahme Wohnmobil im Schnee und Fahrt nach Colorado Springs

Dann war es dann endlich so weit, wir sollten an diesem Tag unser Recreation Vehicle (RV) bekommen. Ich war bereits um 6 Uhr wach und als ich aus dem Fenster schaute traf mich bald der Schlag. Es hatte wirklich angefangen zu schneien und ein Blick auf das iPhone zeigte einen Temperatursturz von 30° im Vergleich zum letzten Mittag an – unglaublich.

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Wir hatten am Tag vorher mit Cruise America telefonisch unseren Transfer besprochen und vereinbart, das wir zwischen 8 und 9 Uhr am Hotel abgeholt werden. Also um 7 Uhr zum Frühstück und dort vor allem die Verkehrssendungen im TV bestaunt – Schneechaos in ganz Colorado. Egal, da mussten wir nun durch.

Als wir um fünf Minuten nach 8 mit den Koffern zur Rezeption kamen wurden wir vom Shuttle-Fahrer von Cruise America bereits erwartet. Nunja, Shuttle, wir dachten da kommt einer mit einem Kleinbus und klappert dann noch ein paar Hotels ab. Aber nix da, eine schöne Lincoln-Limousine stand vor dem Hotel und es passen wirklich drei große Koffer da in den Kofferraum.

Der nette Mensch kutschierte uns dann 30 Minuten durch Denver bis wir dann bei Cruise America ankamen. Und dort standen sie dann, die RVs:

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Der Schriftkram war relativ schnell erledigt. Wir hatten bereits vorher online alle nötigen Daten übermittelt und so reichte es nur noch mal den Pass und den Führerschein vorzuzeigen und natürlich die Kreditkarte. Diese wurde dann mit der Kaution und einem Prepaid-Betrag für das Auffüllen des Gastanks und das Entleeren der Abwassertanks belastet, wenn wir dieses nicht vor der Rückgabe selber erledigen. Da wir noch keine Ahnung hatten, haben wir das natürlich gemacht. Am Ende bekamen wir dieses Geld aber anstandslos zurück, da wir die beiden Dinge selber erledigt hatten und das deutlich günstiger war als das von Cruise America machen zu lassen.

Wir bekamen dann noch einen Korb mit der Küchenausstattung (das war in unserem gebuchten Paket inklusive) und uns wurde noch ein Bettwäsche-Set angeboten, für 50$ pro Person. Das haben wir dann aber abgelehnt, da kann man sich besser im Warmart selber was kaufen – ist günstiger und vor allem neu.

Das Einführungsvideo mussten wir uns nicht ansehen, da wir das bereits zu Hause gemacht hatten. Dann ging es raus zur Einweisung in das RV. Mit uns zusammen übernahm noch ein amerikanisches Pärchen ein typgleiches RV, so wurde die Einweisung zusammen erledigt, was auch OK war.

Aufgrund des Wetters wurde uns das RV winterfest übergeben. D.h. der Wassertank war leer und alle Wasserleitungen am Mobil waren ebenfalls leer gemacht. Bei der ersten Inbetriebnahme sollten wir dann das System einmal entlüften. Dies wurde gut erklärt und klappte später auch einwandfrei.

Die Einweisung in den Innenraum war dann aber ein wenig knapp. Gut, wie ein Auto funktioniert weiß ich, aber so ein Wohnmobil hat ja nun noch einige andere Einrichtungen. Besonders die Einweisung in das Heiz- Kühlsystem war – man muss es so sagen – grottenschlecht. Nach unserer Frage wie denn die Heizung funktioniert, klickerte die gute Dame etwas auf dem Bedienpaneel rum und danach blies es überall und sie meinte das wäre jetzt alles richtig eingestellt. Nun gut, später mehr dazu.

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Nach der Einweisung haben wir dann nur unsere Koffer in das RV geworfen und sind dann erstmal los gefahren. Ziel war erst mal der nahe gelegene Warmart, ein klein wenig shoppen.

Knapp drei Stunden später waren wir dann fertig mit dem Einkaufen. Mannomann, man kam sich vor wie ein „Ossi“ nach der Grenzöffnung. Natürlich haben wir in den letzten Jahren schon viele WalMarts von innen gesehen. Aber wir mussten ja noch nie den kompletten Hausstand und Lebensmittel für 2 Wochen kaufen. Hat aber Spaß gemacht, nur das Einräumen der Einkäufe in das RV bei Schneesturm, das muss ich nicht nochmal haben. Naja, vorher haben wir uns bei Maces erst mal ein wenig gestärkt.

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Nach dem Einräumen der Einkäufe haben wir uns dann auf die Interstate 25 begeben, Richtung Süden nach Colorado Springs. Dort hatten wir einen KOA-Campground für die ersten zwei Nächte vorgebucht. Es war ja Neuland für uns und wir wussten nicht wie das mit dem Campgrouds funktioniert, wie voll die sind usw.

Der Weg war dann recht spannend. Das erste mal so ein RV fahren, im Schneesturm – das hatte was. Wobei die Länge von 10 Metern eigentlich nicht weiter schlimm war, ich brauchte nur so 2-3 Tage um mich an die Breite zu gewöhnen. Ständig hingen meine Augen im Rückspiegel ob es denn rechts und links passt.

Der Schnee der vom Himmel kam war übrigens recht eisig, was zu netten Effekten am Auto führte:

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Auf der I25 war dann auch teilweise ein wenig Stau. Der ein oder andere ist dann auch ausgeschieden, so wie an dieser Stelle ein Truck der dann so auf der Autobahn rum lag.

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Nun, nach zwei Stunden Fahrt kamen wir dann gut in Colorado Springs an. Der Campground war auch schnell gefunden und dann der erste Schreck. Das Office ist geschlossen, wir haben aber doch vorgebucht. Panik? Panik!

Gott sei Dank kam gerade ein anderer Camper an der uns dann so hilflos wie wir waren da rum stehen sah. Er kam sofort zu uns und zeigte uns das kleine Häuschen mit dem riesigen Schild „Self-Checkin“ und den dortigen Briefkasten wo alle unsere Unterlagen drinnen lagen. Ohje, wir mussten noch viel lernen.

Am reservieren Stellplatz angekommen dann zum ersten mal Strom angeschlossen und auch die Wasserleitung. Wir hatten extra gefragt ob wir die Wasserversorgung der Campgrounds auch bei dem Wetter nutzen können. Ja, hieß es, kein Problem, die Wasserleitungen dort sind beheizt und das könne man bedenkenlos anschließen.

Danach dann das Heizungssystem am RV entlüftet und schon hatten wir auch Wasser – perfekt!

Nun ging es ans Koffer auspacken, Bett mit dem neu gekauften Bettzeug beziehen usw. – nach einer weiteren Stunde waren wir dann komplett eingerichtet und es gab den ersten Kaffee aus unserer neu gekauften Kaffeemaschine. Und siehe da, man kann auch in Amerika leckeren Kaffee trinken.

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Soweit hatte alles prima geklappt. Nur die Heizung machte uns noch ein wenig stutzig, das war doch recht laut. Aber unten aus den Öffnungen, die überall im Wohnmobil waren, kam schöne warme Luft. Nur warum läuft die ganze Zeit der Ventilator der Klimaanlage? Naja, die gute Dame hat das so eingestellt, dann stimmt das schon. In der RV-Anleitung war natürlich ein ganz anderes Klima- Heizungssystem beschrieben, da wir ein recht neues Modell hatten.

Also, ab in die Falle und erst mal schön schlafen. Naja, der Lärm der Heizung nervte ein wenig. Dazu wurde die Luft im RV immer trockener, man konnte kaum noch schlucken. Aber nach dem anstrengenden Tag ist man doch irgendwann eingemummelt und wir haben dann auch prima geschlafen, trotz Außentemperaturen von -10°.

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Gefahrene Kilometer:120
Durchschnittsgeschwindigkeit:29 km/h
Maximale Geschwindigkeit102 km/h
minimale Höhenmeter:1704 Meter ü.N.
maximale Höhenmeter:2116 Meter ü.N.

 

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Ein Kommentar

  1. […] Den gesamten Reisebericht von dem Roadtrip gibt es hier. […]

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