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Los geht es mit unserer Serie 50 Bundesstaaten. Hier erzählen Blogger über sehenswerte Dinge in den 50 Bundesstaaten der USA. Wer noch mit machen möchte, es gibt noch freie Staaten in der Liste. Nun aber zu den ersten Beiträgen. Los geht es mit Alabama, Alaska und Arizona.

Alabama

AlabamaAllgemeine Informationen

  • Abkürzung: AL
  • Spitzname: Heart of Dixie
  • Hauptstadt: Montgomery
  • Fläche: 137.767 km²
  • Einwohner: 4.779.736
  • Bevölkerungsdichte: 34,7 Einwohner/km²
  • Beitritt in die USA: 14.12.1819

Ellen und Udo

Ellen und UdoLink zum Blog: https://abenteuer66.wordpress.com/

Ellen und Udo sind seit einigen Jahren zusammen in den USA unterwegs. Sie haben den Südwesten ausführlich erkundet, in Bodie Ghost Town geheiratet und sozusagen im Vorbeifahren ihre Liebe für die Route 66 entdeckt. Momentan beschäftigen sie sich hauptsächlich mit der „Mother Road“.

Dazu haben sie vor kurzem einen Blog ins Leben gerufen, der sich ausschließlich mit der Route 66 beschäftigt. Außerdem arbeiten sie zusammen mit einem amerikanischen Freund und Route 66 Experten an Buchprojekten über die 66.


Reisetipps zu Alabama

Alabama – der kleine Staat im Süden steht wie kaum ein anderer für die Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre. Dr. Martin Luther King, Montgomery, die Haupstadt, Selma, die Stadt der berühmten Friedensmärsche von 1965.

Darüber könnte man viel schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Also wenden wir uns einem eher weniger bekannten Ort zu, der alten Hauptstadt des Staates. Ihr Name: Cahawba. Schon mal gehört? Wir wussten vor unserem Besuch dort nichts darüber, zugegeben.

Cahawba ist die erste Hauptstadt Alabamas und zwar von 1820 bis 1825. Also nur ganze fünf Jahre lang. Geplant und gebaut wird sie zwischen zwei Flüssen, dem Alabama River und dem Cahawba River und zwar in exakt quadratischen Blöcken. Was man nicht bedenkt damals: die beiden Flüsse sorgen regelmäßig für Überschwemmungen, dazu kommt das heiße und feuchte Klima. Nur 5 Jahre nach Baubeginn wird entschieden, den Regierungssitz nach Tuscaloosa zu verlegen, der Stadt bleibt nur der County Seat erhalten, aber nur bis 1866, als auch dieser verlegt wird und zwar nach Selma, gerade mal fünf Meilen entfernt. Damit beginnt der Niedergang der alten Hauptstadt. Schon zu Anfang des 19. Jahrhunderts ist nicht mehr viel übrig, die meisten Gebäude sind abgetragen oder ganz abgerissen.

ehemalige Sklavenquartier des Kirkpatrick Mansion

ehemalige Sklavenquartier des Kirkpatrick Mansion

Trotzdem ist die Stadt, die heute als eine Mischung aus Ghost Town und Parkanlage daher kommt, einen Besuch wert. Erhalten wird der Ort von der Alabama Historical Commission. Er ist leicht zu finden und touristisch erschlossen, aber nicht überlaufen. Im Gegenteil, man kann in Ruhe durch die quadratisch angelegten Straßen gehen oder auch fahren und sich die Reste der alten Gebäude ansehen. Die wunderschönen mit Spanish Moss behängten Oak Trees vermitteln echte Südstaaten-Atmosphäre. Begrüßt wird der Besucher von der St. Luke‘s Episcopal Church, die 2007 wieder in ihre ursprünglichen Heimat Cahawba zurück gebracht wurde, nachdem sie für viele Jahre im nahe gelegenen Martin‘s Station ihren Dienst getan hatte. Sehenswert sind die alten Gebäude am Zusammenfluss von Alabama und Cahawba River, der Friedhof, sowie das ehemalige Sklavenquartier des Kirkpatrick Mansion, das sich mit seinen weißen Mauern und Säulen wunderschön in Cahawba‘s Parklandschaft an der Oak Street einfügt.

Wer also in den Südstaaten unterwegs ist und Selma einen Besuch abstattet, der sollte den kurzen Abstecher nach Cahawba nicht scheuen. Es lohnt sich.

Alaska

AlaskaAllgemeine Informationen

  • Abkürzung: AK
  • Spitzname: Last Frontier 
  • Hauptstadt: Juneau
  • Fläche: 1.481.346 km²
  • Einwohner: 710.231
  • Bevölkerungsdichte: 0,5 Einwohner/km²
  • Beitritt in die USA: 30.01.1959

Ina

InaLink zum Blog: http://genussbummler.de

Meine Name ist Ina und ich schreibe auf meinem Blog Genussbummler über meine Roadtrips. Seit meiner ersten Reise 2000 in die USA bin ich vom USA-Virus infiziert und muß immer wieder dort hin. Gerade im Westen der USA fasziniert mich diese unglaubliche Natur, die manchmal unerwartete Einsamkeit und die Freundlichkeit der Menschen.


Reisetipps zu Alaska

Alaska ist mit 1.481.346 km² Landfläche der größte Bundesstaat der USA. Damit ist Alaska viermal so groß wie Deutschland, allerdings wohnen hier weniger Menschen als in Köln, nämlich ca. 700.000. Und davon wohnen ungefährt 300.000 in den Städten Anchorage und Fairbanks. Damit wird auch deutlich, was das Besondere von Alaska ist. Denn Alaska besticht durch die Einsamkeit, die wilde Natur und die beeindruckende Tierwelt. 

Die sinnvollste Art, Alaska zu bereisen, ist ein Roadtrip. Die klassische Form für Alaska ist die Fahrt mit einem Truck-Camper, also einem geländegängigen Camper. Aber auch für diejenigen, die nicht campen möchten, ist Alaska eine Reise wert. Wichtig ist auf jeden Fall, daß das gemietete Fahrzeug einen Allradantrieb hat, denn sehr viele Straßen dort sind nicht geteert, wie z.B. der landschaftlich sehr schöne Denali-Highway. Die meisten Autovermieter verbieten das Befahren von Schotterstraßen, trotz Allradfahrzeug. Daher vor dem Mieten unbedingt das Kleingedruckte lesen, wenn man sich bei der Streckenauswahl nicht stark einschränken möchte.

Eins der Highlights von Alaska ist die Tierwelt. In keinem anderen Land der Welt ist die Bärendichte so hoch wie hier. Aber nicht nur Bären, sondern auch Elche, Wale, Lachse und viele weitere Tiere kann man hier beobachten. Deshalb sollte man die Tierbeobachtung bei der Reiseplanung unbedingt berücksichtigen. Um Wale zu sehen, empfehle ich eine Bootstour in den Fjorden Alaskas zu machen. Ich habe z.B. eine Tour durch die Kenai Fjords gemacht. Natürlich gehört, wie immer bei der Tierbeobachtung, Glück dazu, ob man Wale sieht, aber hier ist die Wahrscheinlichkeit schon sehr groß welche zu sehen. Denn in den Fjorden gibt es auch Wale, die dort ganzjährig leben, also nicht weiterziehen. So konnte ich dort Buckelwale und Orcas beobachten. Es war ein tolles, unvergessliches Erlebnis.

Alaska Brooks Falls

Alaska Brooks Falls

Ein weiterer berühmter Bewohner in Alaska ist der Lachs. Besonders zur Zeit der Lachswanderung lohnt es sich immer, an einem Bach- oder Flusslauf anzuhalten und zu schauen, ob dort Lachse sind. Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie sich die völlig geschwächten Tiere gegen die Strömung den Fluß hinauf kämpfen und nicht aufgeben. Damit komme ich auch direkt zu meiner kulinarischen Empfehlung, denn in Alaska muß man Lachs essen. Hier gibt es den besten Lachs, den ich je gegessen habe. Wirklich fangfrisch. 

Um Bären richtig gut zu beobachten, sollte man einen Ausflug zum Katmai Nationalpark oder zur Kodiak Island einplanen. Hier sind die besten Spots, um mit Sicherheit Bären zu sehen, und zwar mehr als einen. Diese Ausflüge sind nicht ganz billig, aber wenn es die Urlaubskasse irgendwie erlaubt, sollte man sich das gönnen. 

Weitere Highlights in Alaska sind u.a. der Denali Nationalpark, in dem der höchste Berg Nordamerikas liegt, der Denali (ehemals Mount McKinley), der Yukon, der berühmt für seine Goldfunde und den Goldrausch ist, und die Kennicott Glacier Mine im Wrangell/St. Elias Nationalpark. Alaska hat so viel zu bieten, daß man mehr als eine Reise braucht, um alles zu sehen.

Zum Schluß noch ein Tipp: Plane nicht zu viel Zeit für Anchorage ein, das lohnt sich wirklich nicht.

Arizona

ArizonaAllgemeine Informationen

  • Abkürzung: AZ
  • Spitzname: Grand Canyon State
  • Hauptstadt: Phoenix
  • Fläche: 295.254 km²
  • Einwohner: 6.392.017
  • Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner/km²
  • Beitritt in die USA: 14.02.1912

Christina

PaleicaLink zum Blog: http://www.paleica.net

Paleica ist ein leicht abgeändertes Anagramm der griechischen Muse der epischen Dichtung, der Wissenschaft und der Philosophie und begleitet mich seit nunmehr exakt der Hälfte meines Lebens als Alter Ego im WWW. „Der Name ist Programm“ – denn bei mir gibt es (schöne) Worte und Bilder und überhaupt alles zusammengefügt zu einem epischen Ganzen.

Die Faszination für die neue Welt ist mir vermutlich in die Wege gelegt, da meine Eltern beide in jungen Jahren und unabhängig voneinander einiges von diesem wunderbaren Kontinent erkundet haben. Meine persönliche Liebe gilt der Vielfalt der Natur und der unbeschreiblichen Bandbreite an Phänomenen, die unser Planet im Laufe der Zeit dort geschaffen hat – und der Golden Gate Bridge.


Reisetipps zu Arizona

Arizona – einer von 5 US Bundesstaaten, die ich in meinem Leben bereits besuchen durfte. Ein Bundesstaat, der für mich einen ganz eigenen Sound hat. Arizona, das klingt für mich nach weit weit weg, nach Hitze, nach Wüste, nach unendlichen Weiten in sengender Sonne. Nach dem Geräusch, das Autoreifen machen, wenn sie Staub aufwirbeln. Nach dem Rauschen, das ein Fluss in Gestein verursacht, wenn er sich tiefer und tiefer in die Erde gräbt. Arizona klingt nach Steak und amerikanischen Fast Food Ketten, nach Motorrädern auf der Route 66 und vielleicht, vielleicht, ein bisschen nach dem wilden Westen.

In Arizona durfte ich 4 große To Dos meiner USA-Bucketlist abhaken, dabei das erste Reise To Do, das ich mir in frühen Teenagerjahren auf meine damals noch jungfräuliche Reiseliste gepinnt habe und eines der beiden wichtigsten und größten, die generell auf dieser Liste standen:

  • Ein Foto von mir, auf der Straße sitzend, neben einem Route66 Print (das erste)
  • Die enorme Größe des Hoover Dams mit eigenen Augen sehen und die Hitze begreifen, die die Arbeit daran in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts so beschwerlich gemacht hatte
  • Ein bisschen den alten Charme des Amerika der 50er Jahre spüren, auf der Route 66 am Weg nach Seligman
  • Mit dem Helikopter über den Grand Canyon fliegen
Der Blick aus dem Helikopter über den Grand Canyon mit dem Colorado River, der diese Schlucht einst so zerfurcht hat

Der Blick aus dem Helikopter über den Grand Canyon mit dem Colorado River, der diese Schlucht einst so zerfurcht hat

Vermutlich lehnt man sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, der Grand Canyon wäre die bekannteste Sehenswürdigkeit in Arizona. Denn wahrscheinlich kennen mehr Menschen die große Schlucht als den amerikanischen Bundesstaat. Und bei allen großen Erwartungen, die man in den ersten Blick auf dieses Naturwunder setzt, wird man nicht enttäuscht – im Gegenteil: kein Foto kann die Imposanz dieser Gesteinsformationen einfangen und spätestens, wenn man im Helikopter sitzt und der Boden unter einem aufreißt kann man nicht anders, als voll und ganz fasziniert zu sein.

Dennoch ist Arizona mehr als „nur“ der Grand Canyon. Einen Ausflug zum Hoover Dam, zum Beispiel, sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Fahrt durch den Black Canyon allein ist ein Erlebnis und am Rande der Staumauer zu stehen, die vor einem senkrecht abfällt, lässt einem kurz den Atem stocken.

Wer gern das Flair der 50er Jahre nacherleben möchte ist auf dem Nostalgie-Trip auf der Route66 gut aufgehoben. Zwischen Kingman und Seligman gibt es eine Tankstelle mit verrosteten, alten Autos, die einen Eindruck von dieser besonderen verlorenen Atmosphäre vermitteln. Man fühlt sich wie auf einer Zeitreise, die irgendwo mitten in Amerika in der Gegenwart beginnt und in Seligman 1955 endet.

Wer auf seiner Route aus Kalifornien kommt oder nach Nevada weiterfährt, erlebt auf der Strecke die Weiten der Wüste, die endlosen Felsen in rot und schwarz und braun, das wohltuende blau des Colorado River und soviel menschenleere Stille, wie man sie in Amerika kaum für möglich gehalten hätte.

Das war der erste Teil unserer Serie über die 50 Bundesstaaten der USA. Vielen Dank an Ellen und Udo, Ina und Christina für eure tollen Tipps.

Vielen Dank für Deinen Besuch!

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