----50 Bundesstaaten – Missouri, Oregon, Texas
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50 Bundesstaaten – Missouri, Oregon, Texas

Von |2018-12-03T09:57:04+00:0011.08.2016|50 Bundesstaaten in den USA|4 Kommentare

Zuletzt aktualisiert am 3. Dezember 2018 um 9:57

Auf zum nächsten Teil unserer Serie 50 Bundesstaaten weiter. Verschiedene Blogger berichten über sehenswerte Dinge in den 50 Bundesstaaten der USA. Wer noch mit machen möchte, es gibt noch freie Staaten in der Liste. Heute gibt es viele Tipps zu Missouri, Oregon und Texas

Missouri

MissouriAllgemeine Informationen

  • Abkürzung: MO
  • Spitzname: Show Me State
  • Hauptstadt: Jefferson City
  • Fläche: 180.540 km²
  • Einwohner: 5.988.927
  • Bevölkerungsdichte: 33,0 Einwohner/km²
  • Beitritt in die USA: 10.08.1821

Angela und Klaus

Angela und KlausLink zum Blog: https://akweltenbummler.com

Reisen ist unser liebstes Hobby.

Bald werden wir mit einem Wohnmobil erneut auf eine hoffentlich endlose Tour durch die schöne Welt gehen. Die eineinhalbjährige Rundreise durch die USA war bis jetzt der Höhepunkt unserer Reisegeschichte.


Die heimliche Hauptstadt des Bundesstaates Missouri heißt St. Louis, östlich der offiziellen Hauptstadt Jefferson City gelegen. St. Louis liegt direkt unterhalb der Mündung des Missouri River, Namensgeber des Staates Missouri, in den Mississippi. St. Louis wurde 1763 als Handelsposten gegründet und erlangte Anfang des 19. Jahrhunderts als Gateway to the West Bekanntheit, denn von hier brachen viele Entdecker und Siedler in den unbekannten Westen auf. Schon von Weitem ist der 192 Meter hohe Gateway Arch, ein Bogen aus Karbonstahl und Edelstahlbeplankung, zu sehen. Er wurde zwischen 1963 und 1965 gebaut und erinnert an die Expansion der Vereinigten Staaten Richtung Westen, die über neunzig Jahre anhielt. Mit Hilfe von Aufzügen, die sich in beiden Seiten bewegen, gelangt man ganz nach oben, zur Aussichtsplattform. Die Fenster dafür sind von unten kaum zu sehen. Der Bogen ist wirklich riesig und für die damalige Zeit eine Meisterleistung.

Gateway Arch in St. Louis - das Tor zum Westen

Gateway Arch in St. Louis – das Tor zum Westen

In den unterirdischen Räumen befinden sich die Aufzugsstationen, Shops, Kinos und das wirklich gut und unterhaltsam gemachte Museum über die Ausdehnung des Landes nach Westen. Über den Bau des Arch wird ebenso informiert.

Am Fuße des Bogens, vom Ufer des Mississippi, legen Raddampfer aus dem 19. Jahrhundert zu Rundfahrten, Abendfahrten oder speziellen Fahrten ab.
Auf der anderen Seite des Mississpppi, der östlichen Seite, liegt die Cahokia Mounds State Historic Site. Auf dem riesigen Gelände am Cahokia River befand sich seit etwa 700 n.Chr. die größte prähistorische indianische Siedlung nördlich von Mexico. Sie ist zugleich die früheste Siedlung an der Route 66 und gilt als die Hauptstadt der Mississippi-Kultur. Die Cahokia Mounds sind etwa einhundertzwanzig Hügel, allesamt künstlich aufgeschichtet. Der größte von ihnen ist dreißig Meter hoch und hat zwei Stufen. Auf diesen Hügeln errichteten die Bewohner gesellschaftlich wichtige Gebäude. Teile der Siedlung waren gegen einen unbekannten Feind mit Palisadenzäunen geschützt. Die Siedlung bestand aus Wohnhäusern, einem Observatorium und einem zentralen Platz. Ihre Felder hatten die Bewohner um die „Stadt“ herum angelegt.

Weitere Sehenswürdigkeiten in St. Louis sind neben vielen anderen die Anheuser-Busch-Brauerei, von denen es neun Stück in den USA gibt, das Haus von Ulysses S. Grant, seine Farm, die heute der besagten Brauerei gehört und auf der seit Grant spezielle irische Pferde (Clydesdales) gezüchtet werden. Desweiteren lebte knapp westlich von St. Louis der legendäre Held Daniel Boone.

Missouri wird von der Route 66 durchkreuzt, die auch durch St. Louis führt. Die Old Chain of Rocks Bridge bei Granite City ist ein Relikt der Route 66. Sie ist eine Fachwerkbrücke aus Stahl, über eine Meile lang und führte den Verkehr über den großen Mississippi. Heute ist sie Teil verschiedener Trails und die längste Fußgänger- und Radfahrerbrücke der Welt.
In Stanton findet sich das wohl schönste Höhlensystem in Amerika. Die Meramec Caverns waren die erste Attraktion an der Route 66. Der berühmte Jessie James soll sich mit seiner Gang hier nach seinem spektakulären Zugüberfall 1874 in Gadshill versteckt haben.

Cuba ist als die „Route 66 Gemäldestadt“ bekannt und das Tor zu den Ozark-Bergen. Zwölf große Wandgemälde an historischen Gebäuden entlang der Route 66 verschönern die Stadt.
Vier Meilen westlich von Cuba steht der mit knapp dreizehn Metern Höhe größte Schaukelstuhl der Welt. Er wurde 2008 in das Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen.
Ein Geheimtipp für Route 66-Fans ist die Elbow Inn Bar & BBQ in Devil´s Elbow. Leider kann man die großartige Atmosphäre für die Route 66-Reisenden nur noch montags nachmittags erleben.

Nördlich von Springfield, Missouri, befinden sich die Fantastic Caverns, das einzige Höhlensystem in Nordamerika, das mit einem Jeep mit Anhänger befahren werden kann. Die Führung durch die Kalksteinhöhle dauert eine knappe Stunde.

Oregon

OregonAllgemeine Informationen

  • Abkürzung: OR
  • Spitzname: Beaver State
  • Hauptstadt: Salem
  • Fläche: 254.799 km²
  • Einwohner: 3.831.074
  • Bevölkerungsdichte: 15,0 Einwohner/km²
  • Beitritt in die USA: 14.02.1859

Tanja

Tanja - Takly on Tour

Link zum Blog: https://www.taklyontour.de

Tanja führt mit viel Herz ihren Blog für Reise- und Campingbegeisterte Takly in Tour.

Neben vielen tollen Reiseberichte mit wunderschönen Fotos findet Ihr dort auch eine Menge nützlicher Tipps rund um das Thema Reisen und den Roadtrip mit dem Wohnmobil.


Mit den Worten „You will love the beautiful Oregon Coast“ wurden wir auf unserer Fahrt von San Diego hinauf nach Kanada kurz hinter der Grenze zu Oregon begrüßt. Wie Recht die Dame behalten sollte, bemerkten wir bereits kurze Zeit später.

Kurz hinter der Grenze bei Brookings befindet sich das erste große Highlight – der Samuel Boardman Scenic Corridor. Dies ist ein 19 Kilometer langer Küstenstreifen, der überwiegend schroff und bewaldet ist, aber immer wieder zwischendrin befinden sich malerische kleine, teils menschenleere Strandabschnitte. Zahlreiche Aussichtspunkte machen die 12 Meilen zu einer abenteuerlichen Fahrt durch die Natur. Zusätzlich laden viele Picknickplätze und Wanderwege zum Verweilen ein.

Leuchtturm in Oregon.

Leuchtturm in Oregon.

Wenn man sich nach einigen Stunden von dem bezaubernden Küstenabschnitt losreißen kann, gibt es das nächste einzigartige Highlight bereits einige Kilometer weiter nördlich. Zwischen Coos Bay und Florence befindet sich ein riesiges Dünengebiet, welches sage und schreibe 50 Kilometer an der Küste entlang verläuft. Hier gibt es zum Teil Sandhügel von beeindruckender Höhe. In der am Highway ausgeschilderten Oregon Dunes National Recreation Area (nahe Reedsport) gibt es eine Day Use Area, wo Fahrten mit Quads oder Dünen-Buggies angeboten werden. Ansonsten ist auch ein Spaziergang durch die Sanddünen empfehlenswert.

Auf dem Oregon Coast Highway geht es mit einem der schönsten Aussichtspunkte der West Coast weiter. Dieser liegt etwa 17 Kilometer nördlich von Florence (GPS: 44.125580, -124.125747). Eine Haltepunkt, direkt am Highway bietet einen wunderschönen Blick über eine Bucht und auf den Heceta Head Leuchtturm. Mit etwas Glück liegen sogar einige Seelöwen unterhalb des Aussichtspunktes auf den Steinen.

Eine nette strandnahe Übernachtungsmöglichkeit für Camper ist der große South Beach State Park, kurz vor Newport. Um das kleine Städtchen herum gibt es einige weitere tolle (kostenlose) Attraktionen.

Zum einen gibt es in Newport auf dem Southwest Bay Boulevard eine sehenswerte Plattform, wo (ähnlich wie in San Francisco) Seelöwen liegen. Hier kann man beobachten, wie die Seelöwen schlafen, schwimmen und herumtollen. (GPS: 44.630245, -124.052225)

Nur wenige Kilometer weiter nördlich liegt die Yaquina Head Natural Area. Hier erwartet einen ein kurzer Spaziergang zu meinem Lieblingsmotiv in Oregon – dem Yaquina Head Leuchtturm. Außerdem besteht hier die Möglichkeit Tide Pools zu besuchen. Hinter dem Begriff versteckt sich ein Gezeitentümpel, wo man beeindruckende Muscheln, Seesterne, Seegurken und andere kleine Meeresbewohner hautnah erleben kann.

Wie man sieht, steht Oregon seinem touristisch beliebterem Nachbarn Kalifornien landschaftlich in Nichts nach. Ein Besuch vor allem der wunderschönen Oregon Coast kann ich nur empfehlen. Hier kann man durchaus einige Tage oder sogar Wochen verbringen. Ich bin mir sicher: „You will love the beautiful Oregon Coast”.

Texas

TexasAllgemeine Informationen

  • Abkürzung: TX
  • Spitzname: Lone Star State
  • Hauptstadt: Austin
  • Fläche: 695.662 km²
  • Einwohner: 25.145.561
  • Bevölkerungsdichte: 36,0 Einwohner/km²
  • Beitritt in die USA: 29.12.1845

Ellen und Udo

Ellen und UdoLink zum Blog: https://abenteuer66.wordpress.com/

Ellen und Udo sind seit einigen Jahren zusammen in den USA unterwegs. Sie haben den Südwesten ausführlich erkundet, in Bodie Ghost Town geheiratet und sozusagen im Vorbeifahren ihre Liebe für die Route 66 entdeckt. Momentan beschäftigen sie sich hauptsächlich mit der „Mother Road“.

Dazu haben sie vor kurzem einen Blog ins Leben gerufen, der sich ausschließlich mit der Route 66 beschäftigt. Außerdem arbeiten sie zusammen mit einem amerikanischen Freund und Route 66 Experten an Buchprojekten über die 66.


Texas ist nach Alaska der flächenmäßig zweitgrößte US Bundesstaat. Man könnte viel schreiben über den „Lone Star State“, aber wir beschränken uns mal auf ein Thema. Die Route 66 kreuzt den sogenannten „Panhandle“ auf einer Länge von gut 180 Meilen. Nicht viel, aber es gibt entgegen so mancher Meinung, dass es dort langweilig sei, eine Menge zu sehen. Nachdem man den fast ausgestorbenen Grenzort Texola (der noch in Oklahoma liegt) hinter sich gelassen hat und der Route 66 folgt, erreicht man Shamrock. Früher mal ein boomendes Route 66 Städtchen mit einer Menge Motels, deren Neons die Nächte an der Main Street erhellten, ist heute nicht mehr viel davon zu sehen. Doch das vor einigen Jahren neu renovierte U Drop Inn fällt sofort ins Auge und ist unbedingt einen Stopp wert.

Es handelt sich um eine ehemalige Tankstelle mit angeschlossenem Restaurant, erbaut im Art Deco Stil im Jahr 1935 und eröffnet am 1. April 1936. Es würde zu weit führen, die ganze Geschichte zu erzählen, wir müssen ja weiter durch den „Panhandle“. Es sei denn, wir übernachten in der Nähe von Shamrock und da bietet sich das kleine, aber originale und preiswerte Cactus Inn in McLean an. Wir waren dort, es war sauber und hatte den Route 66 Charme der alten Zeit.

Weiter geht‘s von McLean, wo es noch eine schön restaurierte Tankstelle zu besichtigen gibt und Alanreed nach Groom. Hier fällt der schiefe Wasserturm auf der rechten Seite der Straße auf, der heute nur noch als Dekoration in der Landschaft herum steht. Seine Funktion hat er schon vor Jahren verloren. Vorbei an einem der größten „Kreuze der westlichen Hemisphäre“ geht es nach Conway, wo man sich die „Bug Ranch“ anschauen kann, eine Reihe von mit der Nase zuerst in den Boden gerammter VW Käfer, über und über mit Graffiti überzogen. Jetzt nähern wir uns Amarillo, der größten Stadt im „Panhandle“. Berühmt ist das „Big Texan Steakhouse, wo jeder, der sich für fähig dazu hält ein Riesensteak von 72 OZ vor versammelter Mannschaft verdrücken kann und es nicht bezahlen muss, wenn er oder sie erfolgreich ist. Man hat eine volle Stunde Zeit dazu, die wenigsten schaffen es.

Midpoint Sign

Midpoint Sign in Adrian

Über Wildorado und Vega fahren wir weiter nach Adrian, ein kleines Kaff, aber ziemlich bekannt unter den Route 66 Reisenden. Weshalb? Ganz einfach, der Ort liegt genau auf der Hälfte der Strecke von Chicago nach Los Angeles bzw. Santa Monica und ist als „Midpoint“ der 66 bekannt geworden. Das gleichnamige Cafe direkt am Midpoint Marker ist unbedingt einen Besuch wert. Man sagt, es gibt dort den besten Kuchen weit und breit. Und einen schönen Gift Shop haben sie auch.

Wir nähern uns der Grenze zu New Mexico. Hier sollte man einen kleinen Abstecher zur kleinen Ghost Town Glenrio machen. Allerdings gibt es nur noch Ruinen zu sehen, wie es sich für eine Ghost Town gehört. Das erste und letzte Motel in Texas, zum Beispiel. Ein Besuch in Russell‘s Truck & Travel Center, das ein wunderschönes Automuseum vorzuweisen hat, rundet unseren kurzen Trip durch den texanischen Panhandle ab. Es gäbe noch viel zu sagen zu den kleinen und großen Sehenswürdigkeiten auf diesem Abschnitt der Route 66, doch wir haben unser Wortkontingent schon überzogen. In unserem Blog gibt‘s mehr dazu.

Das war der nächste Teil unserer Serie über die 50 Bundesstaaten der USA. Vielen Dank dieses mal an Tanja, Angela und Klaus und an Ellen und Udo für die tollen Berichte.

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4 Kommentare

  1. Tanja 11. August 2016 um 20:56 Uhr - Antworten

    Ach was eine tolle Zusammenfassung. Da schreit das Fernweh in mir wieder auf. Danke, dass ich dabei sein darf. Die Reihe ist wirklich toll. So lernt man mal Bundesstaaten kennen, von denen man bisher nur mal irgendwo gehört hat, z.B. Missouri. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht.

    Liebe Grüße,
    Tanja

    • Thomas Jansen 12. August 2016 um 9:04 Uhr - Antworten

      Moin Tanja,

      jo, stimmt – Missouri hatte ich z.B. bis jetzt auch nicht auf der Reisewunschliste. Hat sich auch geändert.

      LG Thomas

  2. Alex 11. August 2016 um 21:57 Uhr - Antworten

    Manchmal wünsche ich mir die Zeit, noch mehr Bundesstaaten zu entdecken, während ich hier bin. Obwohl drei ja erstmal auch gar nicht so schlecht sind, wenn man bedenkt, wie viel Zeit ich hoffentlich noch habe :) Aber wenn ich im Oktober vorläufig nach Europa zurückkomme, wird das erstmal warten müssen…

    Liebe Grüße aus New York,
    Alex

    • Thomas Jansen 12. August 2016 um 9:06 Uhr - Antworten

      Moin Alex,

      wir haben ja selber jetzt 25 Bundesstaaten besucht – und der Wunsch den Rest auch noch kennenzulernen ist ungebrochen.

      LG Thomas

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