Zuletzt aktualisiert am 26. November 2018 um 17:16

Ein Langstreckenflug in der Economy Class… Ihr kennt das alle, nach 3 Stunden fangen die Beine an zu schmerzen, nach 6 Stunden der Rücken. Kurz darauf fragt man sich schon mal „Warum tue ich mir das an?“. Gut, am Zielort angekommen sind diese Gedanken meist vergessen und man wird mit einem wunderbaren Urlaub belohnt.

Nachfolgend ein paar Tipps, wie der Flug ein wenig angenehmer gestaltet werden kann. Natürlich machen diese Tipps aus dem Economy Sitz keine First Class Herberge, aber vielleicht knacken die Kochen ein bisschen weniger nach der Landung.

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Flug mit mehr als 6 Stunden Flugzeit ist ein Langstreckenflug

Man unterscheidet bei Flügen so genannte Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge. Reisen mit 6 oder mehr Stunden Flugzeit, werden dabei als Langstreckenflüge bezeichnet. Bis zu 6 Stunden spricht man von Mittelstreckenflügen und bis zu 2 Stunden Flugzeit von Kurzstreckenflügen. Natürlich können die genannten Tipps auch auf der Mittel- und Kurzstrecke angewendet werde und das Erlebnis Fliegen ein wenig angenehmer gestaltet werden. 

Langstreckenflug

1. Online- oder Vorabend-Checkin nutzen

Nutzt, wenn es möglich ist, den Online-Checkin. Dieser steht bei den meisten Airlines 24 Stunden vor dem Abflug zur Verfügung. Das ermöglicht Euch am Abreisetag eine Stunde später am Flughafen zu sein. Ihr braucht nur noch Euer Gepäck abgeben und es kann los gehen.

Bei vielen Flügen wird auch ein Vorabend-Checkin angeboten. Wenn ihr diesen nutzen könnt, so habt Ihr am Reisetag nur noch Euer Handgepäck dabei und könnt den Tag entspannt beginnen ohne Koffer durch die Gegend zu schleppen.

2. Sitzplatzwahl

Schaut vor dem Ceckin mal mit welchen Flugzeugtyp ihr fliegt. Auf Seatguru könnt ihr dann nachschauen, wo es welche Plätze im Flugzeug gibt und ob da Besonderheiten angegeben sind. So sind oftmals in den letzten Reihen in einer Kabine die Rückenlehnen nicht oder nur sehr wenig zu verstellen. Notausgangsplätze sind immer ein Garant für viel Beinfreiheit. Das gleiche gilt oft für die erste Reihe einer Kabine.

Einige Fluggesellschaften bieten auch eine Economy Plus Klasse an. Diese ist oft für relativ kleines Geld zu buchen und bietet meist mehr Platz für den eigenen Körper.

Leider kostet es mittlerweile bei vielen Fluggesellschaften, selbst bei Langstreckenflügen, eine zusätzliche Gebühr, wenn man bereits bei der Buchung seine Sitzplätze aussuchen will. Uns ist es das aber immer wert, und wie kalkulieren diese Gebühren einfach mit ein. Ein Flug auf den mittleren Plätzen einer 4er Reihe wäre unser persönlicher Alptraum.

Der Blick vor dem Checkin macht übrigens auch Sinn, wenn man seine Plätze bei der Buchung bereits reserviert hat. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir oft nur eine begrenzte Auswahl an Sitzplätzen. Beim Online-Checkin waren dann aber plötzlich noch eine Menge anderer Plätze frei, so das wir dann noch die Sitze geändert haben.

3. Essen vor dem Flug

Ganz wichtig, was leichtes essen. Keine opulenten Mahlzeiten und schon mal gar keine Hülsenfrüchte. Nicht nur Euer Sitznachbar wird es euch danken. Durch die Druckverhältnisse in einem fliegenden Flugzeug kommt es sowieso schon zu einer Luftansammlung im Bauchraum, da braucht es nicht auch noch zusätzlichen Zündstoff.

Zürich Spotten

Der Start in den Urlaub – bei hoffentlich besserem Wetter

4. Kleidung

Tragt lockere, gemütliche Kleidung im Flugzeug. Ihr müsst ja nicht im Schlafanzug oder Trainingsanzug da sitzen, das wäre ein wenig übertrieben. Aber achtet darauf, dass es nicht zwickt und zwackt.

Schuhe ausziehen ist auch eine gute Idee. Dann noch ein paar dicke Socken anziehen, die schön warm halten…*hach*.

5. Schlafen

Wer im Flugzeug schlafen kann, der ist mit einer Gabe belohnt die beneidenswert ist. Ich bewundern die Menschen, welche kaum in ihrem Sitz gelandet sind und schon selig zu schlummern beginnen. Warum diese oft einen Fensterplatz haben… ach, lassen wir das.

Wer es nicht so leicht hat mit dem Einschlafen kann es mit einer gemütlichen Sitzhaltung versuchen, ein Kindle (* Amazon) dabei anlegen, vielleicht noch eine Schlafmaske (* Amazon) aufziehen und es versuchen. Mir gelingt es einfach nicht, es ist einfach zu laut, zu wackelig und zu überhaupt. Nein, Angst spielt keine Rolle, aber irgendwas nervt immer…

Eng, laut, voll - aber die schnellste Möglichkeit um von A nach B zu kommen

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6. Unterhaltung

Wer auf einem Langstreckenflug nicht schlafen kann, vertreibt sich die Zeit halt mit anderen Dingen. Achtet darauf, das euer Tablett oder Smartphone voll geladen ist. Ladet Euch Bücher, Spiele, Reiseführer für die Zielregion da drauf und nutzt die Zeit des Fluges für angenehme Dinge. Ihr könnt natürlich auch einfach ein Buch mit nehmen oder ein Kindle (* Amazon) für eBooks.

Viele Airlines bieten mittlerweile Inseat-Entertaiment-Systeme an. Auf diesen könnt Ihr meist sehr aktuelle Filme schauen, Infos über das Reiseland bekommen usw. – auf jeden Fall eine tolle Sache um sich die Zeit zu vertreiben.

Eigene Kopfhörer sind aber auf jeden Fall eine gute Idee. Die Kopfhörer der Airlines sind ein wenig sehr einfach gehalten. Lieber ein paar vernünftige eigene, hochwertige mit bringen. Wir haben ein Modell mit Noise-Reduction (* Amazon) – dieses blendet die Umgebungsgeräusche aus – das ist sehr zu empfehlen. Bei solchen HighTech-Teilen sollte man aber immer Ersatzbatterien mit im Handgepäck haben.

7. Druck auf den Ohren

Beim Start und erst recht bei der Landung kann es zu einem Druck auf den Ohren kommen. Dagegen helfen Lutschbonbons sehr gut, da durch das regelmäßige Schlucken die Ohren wieder „aufknacken“.

Wer eine Erkältung hat, bekommt aber mit diesem Mittel die Ohren kaum frei. Hier empfiehlt es sich, zum Beginn des Starts oder der Landung ein wenig Nasenspray zu benutzen. Dadurch werden die Schleimhäute abgeschwollen und der Druckausgleich geht leichter.

8. Thrombose-Prophylaxe

Durch das lange Sitzen kann es zu einer Thrombose kommen. Dagegen kann man sich aber mit recht einfachen Mitteln schützen.

Zum einem kann man sich Kompessionsstrümpfe (* Amazon) anziehen. Das spricht zwar gegen den Tipp mit der bequemen Kleidung, Risikopersonen (ältere Menschen, Diabetiker, Raucher, Frauen welche die Pille nehmen, usw.) sollten sich das aber überlegen.

Ein weiteres Mittel gegen Thrombose sind ein paar Bewegungsübungen.

  • Rollt einfach ab und zu die Füße abwechselnd über Fersen und Zehen ab… so 1-2 Minuten lang. Dadurch wird die Durchblutung der Beine gefördert.
  • Dann die Beine unter den eigenen Sitz ziehen und danach wieder unter den Vordersitz. Dadurch lockert Ihr verspannte Muskeln in den Beinen.
  • Abwechselnd die Schultern nach vorne heben und wieder nach unten senken.

Bei Fliegern mit Inseat-Monitoren findet ihr oft auch Anleitungen zu diesen Übungen. Macht das ruhig alle zwei Stunden mal. Sieht teilweise ein wenig urig aus, hilft aber – und wir alle wollen doch Gesund am Ziel ankommen.

9. Trinken

An Board eines Flugzeuges sollte man viel trinken.  Stop! Halt! 

Jetzt nicht die Bar plündern – ohne Alkohol ist besser. Nix gegen einen Wein oder ein Bier zum Essen, aber bitte nicht druckbetanken.

Die Luft in einem Flugzeug ist durch die Klimaanlage sehr trocken. Durch das regelmäßige Trinken feuchtet ihr eure Schleimhäute an.

Ihr bekommt die Getränke in den regelmäßigen Getränkerunden des Bordpersonals. Dazwischen bekommt man, bei den meisten Fluggesellschaften, auch immer was in den Küchen des Fliegers, wenn man nett fragt. Wir nehmen immer noch 1-2 Flaschen selber mit in den Flieger. Kauft diese aber bitte erst nach der Sicherheitskontrolle

Weitere Tipps

Eine Folge von langen Flügen, welche in Ost- oder Westrichtung gehen ist noch der Jetlag. Durch die Zeitverschiebung kommt im Körper einiges aus dem gewohnten Takt. Tipps gegen den Jetlag haben wir auf einer eigenen Seite zusammen gefasst.

Ein paar sehr gute und humorvolle Tipps bekommt Ihr auch noch auf der Seite von Lilie, welche einen 22 Stunden Flug nach Neuseeland zu überstehen hatte.

Ein weiteres Problem kann auch Flugangst sein. Melanie hatte da mal ein paar Jahre Probleme mit. Dagegen kann man Seminare besuchen, Bücher lesen oder einen guten Film über das Thema schauen. Diese Dinge sollen einem die Angst ein wenig nehmen. Melanie hat dabei sehr gute Erfahrungen mit einem Film aus der Serie PilotsEye (* Amazon) gemacht. Die Angst war danach natürlich nicht komplett verschwunden. Aber sie wusste nun, das viele Dinge wie Geräusche der Bewegungen völlig normal sind. Und im Laufe der Zeit wurde es immer weniger mit der Angst.

So, das waren mal ein paar Tipps von uns für euch. Vielleicht wird dadurch Euer nächste Flug ein wenig entspannter. Weitere Anregungen von Euch nehmen wir gerne entgegen.

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Wir sind es, Melanie und Thomas. Zwei Reisesüchtige in den besten Jahren, wie man das neuerdings so sagt, also das mit den Jahren. Wenn wir mal nicht reisen, verdienen wir unser Geld zum Reisen und fotografieren uns an den Wochenenden durch die nähere Umgebung. Dabei lieben wir Zoos oder andere Sehenswürdigkeiten rund um unseren schönen, geliebten Ruhrpott.

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