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Die Nachrichten den heutigen Tages lassen einen sprachlos werden. Der Co-Pilot soll die Maschine des Fluges 4U9525 absichtlich zum Absturz gebracht haben. Er soll den Sinkflug eingeleitet haben als der Pilot kurz aus dem Cockpit gegangen ist. Danach hat er dem Piloten den Zutritt zum Cockpit verweigert und die Maschine abstürzen lassen. Und diesen Zutritt muss der Co-Pilot aktiv verweigert haben! Es wäre dem Piloten sehr wohl möglich gewesen, das Cockpit zu betreten, wenn der Co-Pilot z.b. bewusstlos gewesen werden. Das Öffnen der Tür, über den Sicherheitscode, kann nur aus dem Cockpit aktiv verhindert werden.

Dies erklärten heute erst Vertreter der Staatsanwaltschaften aus Deutschland und aus Frankreich. Bestätigt wurde dies gerade durch eine Pressekonferenz der Lufthansa. Für mich ist das auch Zeichen dafür, dass dieser Vorfall wirklich so abgelaufen ist. Denn kein Konzernchef der Welt stellt sich in die Öffentlichkeit und bekennt das einer seiner Mitarbeiter für den Tod von 149 Menschen verantwortlich ist, wenn da noch massive Restzweifel bestehen würden.

Nun war es also ein Suizid des Co-Piloten. Nun, meine Meinung zum Suizid ist der, dass Selbstmord gefährdeten Menschen alle Hilfe zukommen muss, um ihnen zu helfen.

Zieht er diesen Weg dann aber durch, soll dabei keine Mitmenschen schädigen. Das gilt für absichtliche Geisterfahrer ebenso oder für Menschen, welche sich vor einen Zug werfen. Es gibt genügend Wege aus dem Leben zu scheiden ohne dabei Unschuldige Mitmenschen zu schädigen oder zu traumatisieren.

Dieser Fall ist dann aber eine neue Dimension, wo es schwer fällt diesen als Selbstmord anzusehen. Aber, hier sollte noch der Abschluss der Untersuchungen abgewartet werden. Auch wenn im Moment vieles für diesen Suizid spricht, vielleicht gibt es noch Erkenntnisse, die das relativieren bzw. widerlegen.

Die Familie schützen

Deshalb sollte man nun die Familie des Co-Piloten schützen. Und zwar vor den Pressegeiern und vor Anfeindungen aus der Öffentlichkeit. Keiner von uns kann sich vermutlich vorstellen, was in den Köpfen der Angehörigen des Co-Piloten nun vorgeht. Vermutlich bricht für die eine Welt zusammen.

Nur, sie können doch nichts dafür, sie sind an dem Vorfall nicht schuld, selbst wenn es wirklich ein Suizid war.

Aber es sind ja bereits die ersten Bilder des Elternhauses auf den Newsseiten im Netz zu sehen, eine Reporterin von WDR2 berichtet live aus der Heimatstadt um uns zu sagen, wie betroffen die Menschen dort sind. Ja, achwas? Für diese Erkenntnis, hätte man vermutlich nicht extra dahin fahren müssen. Aber sie musste ja betonen, das sie in „dem Viertel“ steht, wo auch das Wohnhaus des Co-Piloten liegt. Macht das nun den Bericht authentischer?

Im Fernsehen (ARD) ist gerade ein Reporter zu sehen mit den Worten: „Auf dem Marktplatz in xxx haben wir gerade keine neuen Erkenntnisse…“

Was, um alles in der Welt, will der auf dem Marktplatz dort für neue Erkenntnisse sammeln? Und das alles von unseren TV-Gebühren.

Aber, über die Medien habe ich mich ja schon ausgelassen.

Sicherheit bei Lufthansa / Germanwings

Jetzt von Seiten der Presse hin zu gehen und das Sicherheitskonzept der Lufthansa bzw. Germanwings in Frage zu stellen, ist auch unangebracht. Die Sicherheitsbestimmungen zum Cockpit-Zutritt entsprechen dem internationalen Standard. Dieser ist nach 9/11 entsprechend erstellt worden, wie er heute ist. Und machen wir uns doch alle nichts vor, eine 1000% Sicherheit wird es nie geben. Vor allen, wenn es um solche Einzelfälle geht.

Und die Auswahl und die Ausbildung der Piloten? Diese ist seit Jahrzehnten und bei über 10.000 Piloten bei der Lufthansa auf sehr hohem Niveau im Einsatz und wird ständig weiter entwickelt. An diesem Konzept nun, wegen einem Einzelfall, zu rütteln – das kann es doch nicht sein.

Bestimmt werden die Verantwortlichen für die Ausbildung und für die Sicherheit aus diesem Fall ihre Schlüsse und Lehren ziehen.

Danach aber direkt auf der Pressekonferenz zu fragen, wo ein sichtlich angeschlagener Carsten Spohr sich den Fragen stellte, war genau so daneben wir die Frage nach den jetzt anfallenden Entschädigungszahlungen.

Ich bin immer noch sprachlos, so ein Szenario hätte ich mir niemals vorstellen können. Ich suche auch immer noch den Haken an der Sache, der Punkt der hoffen lässt, dass das so nicht passiert ist. 

Wie schlimm mag das nun für die Angehörigen und Freunde der Opfer sein, für die Eltern und Angehörigen des Co-Piloten.

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