Ausflug in das Rheinische Braunkohlerevier

Veröffentlicht: 08. August 2020

527 Worte- 3.1 Minuten Lesezeit- 4 Kommentare-
Ausflug in das Rheinische Braunkohlerevier

Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 08. August 2020

Aktualisiert: 10. August 2021

4 Kommentare

527 Worte- 3.1 Minuten Lesezeit- 4 Kommentare-

In unserem Urlaub haben wir einen Ausflug in das Rheinische Braunkohlerevier gemacht. Sicherlich gibt es anmutigere Ort, schönere Landschaften die man sich im Urlaub anschauen kann, keine Frage. Aber interessant ist es schon, vor Allem aus technische Sicht und gleichzeitig extrem abschreckend, wenn man sieht, was Menschen der Landschaft antun um an einen unsauberen, fossilen Brennstoff zu kommen.

Eine Rundfahrt durch das Rheinische Braunkohlerevier

Los ging es vom Ruhrpott aus am frühen Morgen. Wir hatten uns vorab die Aussichtspunkte für die Tagebaugebiete ins Navi gespeichert. So fuhren wir zuerst zum Tagebau Garzweiler, später noch nach Inden und Hambach. Auch den (hässlichen) Kraftwerken haben wir einen Besuch abgestattet.

Wer selber mal den Tagebau besuchen möchte, kann die Aussichtspunkte mit Beschreibungen auf der Seite des Betreibers finden.

Auch ein paar Orte, welche zum größten Teil inzwischen umgesiedelt sind oder schon gar nicht mehr existieren, haben wir uns angeschaut. In Lützerath gibt es noch ein paar bewohnte Häuser aber auch schon einige Ruinen. Der Ort Immerath ist, wortwörtlich, dem Erdboden gleich gemacht. Da steht nichts mehr, man findet nur noch ein Straßennetz aber keine Häuser mehr. Lediglich der alte Friedhof am Ortsrand ist noch zu erkennen.

Das Ganze ist am Ende wirklich erschreckend. Die Eingriffe in die Natur, die Umsiedlung von ganzen Städten und Dörfern und das Alles, um an einen „veralteten“, dreckigen Rohstoff für die Energiegewinnung zu bekommen. Trotzdem – oder gerade deshalb – empfehlen wir einen Besuch am Tagebau. Erst wann die ganzen Ausmaße mal in Echt gesehen hat, diese riesigen Löcher in der Erde, diese gigantischen Maschinen, kann man sich das Ausmaß der Zerstörung vorstellen. Und ja, es ist auch ein Teil der Industriekultur von Nordrhein-Westfalen – es gehört genauso dazu wie die Stahlindustrie und der Steinkohlebergbau. Hoffen wir einfach mal, dass auch die Braunkohle möglichst schnell zur Geschichte des Landes gehört und nicht mehr zur aktuellen Industrie.

Eindrücke von der Tour ins Rheinische Braunkohlerevier

Schon beim Fotografieren vor Ort war klar, das werden keine farbenfrohen, munteren Bilder. Wir haben die Fotos, zum größten Teil, in Schwarz-Weiß entwickelt, einfach um die düsteren Gedanken wiederzugeben, welche wir vor Ort empfunden haben. Hier und da ist ein Farbklecks zu sehen, wo die Natur verzweifelt gegen die Zerstörung ankämpft.

Daher sind es mal ganz andere Fotos, wie die, die ihr sonst in unseren Reiseberichten findet.

Tagebau Garzweiler

Tagebau Garzweiler

Abbaugerät Tagebau Garzweiler

Maschine im Tagebau Garzweiler

Natur kämpft am Tagebau Garzweiler

Die Natur kämpft am Tagebau Garzweiler

Hof in Lützerath

Hof in Lützerath

Felder in Lützerath mit den überall zu sehenden Grundwasserpumpen

Felder in Lützerath mit den überall zu sehenden Grundwasserpumpen

Ruine in Lützerath

Ruine in Lützerath

Friedhof Immerath

Friedhof Immerath

Tagebau Inden

Natur am Tagebau Inden

Tagebau Inden

Tagebau Inden

Neue und alte Energie

Neue und alte Energie

Tagebau Inden

Tagebau Inden

Tagebau Inden

Tagebau Inden

Tagebau Inden

Tagebau Inden

Am Tagebau Hambach

Am Tagebau Hambach

Am Tagebau Hambach

Am Tagebau Hambach

Natur Am Tagebau Hambach

Natur am Tagebau Hambach

Tagebau Hambach

Tagebau Hambach

Kraftwerk Neurath

Kraftwerk Neurath

Kraftwerk Neurath

Kraftwerk Neurath

Fazit – ein Besuch lohnt sich, auch zum abschrecken

Wenn ihr mal hier in NRW unterwegs seid, ein Besuch des Rheinischen Braunkohlereviers lohnt sich auf jeden Fall. Selbst wenn es nur zur Abschreckung dienen soll. Ohne diese gigantischen Abbaugebiete mal in Real gesehen zu haben, ist das Ausmaß der Umweltzerstörung kaum zu verstehen.

Vielen Dank für Deinen Besuch

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4 Kommentare

  1. Horst Schulte 8. August 2020 um 17:49 - Antworten

    Daran, auf ein Tässchen Kaffee vorbeizukommen, haste nicht gedacht! Tolle Fotos. Sieht doch gar nicht so schrecklich aus. Und es gibt übrigens hier viel rekultiviertes Terrain, das inzwischen einen ganz guten Erholungswert aufweist, glaub ich.

    • Thomas Jansen 8. August 2020 um 18:59 - Antworten

      Ne, hätte man mal machen können. Ok, das nächste Mal, wenn wir in der Ecke sind.

      LG Thomas

  2. Bernhard 9. August 2020 um 15:56 - Antworten

    Beeindruckende und teilweise bedrückende Bilder. S/W verstärkt diesen Eindruck noch.

    Vielen Dank.

    LG Bernhard

  3. Paul 12. November 2020 um 21:01 - Antworten

    Hallo, so kann es nach dem Tagebau ausschauen …
    https://www.my-stories.eu/deutschland-2/sachsen-anhalt-2/sachsen-anhalt/
    Gruß Paul.my-stories.eu

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