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Die Auswirkungen von Corona auf die Luftfahrt

  • Corona Auswirkungen Luftfahrt

Die aktuelle Corona-Krise hat bereits jetzt massive Auswirkungen auf die Luftfahrt. Wie sich die Situation in den nächsten Wochen weiterentwickelt, ist nur schwer abzuschätzen. Am Ende hängt vieles davon ab, wie lange die aktuelle Situation mit den Reisebeschränkungen noch andauert.

Viele Airlines stellen den Betrieb ein

Von immer mehr Airlines hört man, dass sie den Betrieb komplett einstellen. LOT, Brussels Airlines, Emirates sind nur einige Beispiele. Heute folgte dann das Grounding der kompletten easyJet-Flotte. Ab sofort stehen alle 330 Flugzeuge des Low-Cost-Carriers am Boden. Zuletzt war easyJet noch mit der Rückholung von gestrandeten Touristen unterwegs, kamen so auf immerhin 650 Flüge in den letzten Tagen. Ein fixes Datum für einen Neustart des Flugverkehrs hat easyJet nicht genannt.

Von dem Grounding der Flotten sind unfassbar viele Mitarbeiter betroffen. Allein bei easyJet sind es rund 10.000 Mitarbeiter. Diese gehen nun in Kurzarbeit oder in ähnliche nationale Regelungen. Teilweise schicken die Airlines ihre Mitarbeiter auch in unbezahlten Urlaub. Bei Lufthansa befinden sich aktuell bis zu 31.000 Mitarbeiter im Kurzarbeit.

Für einige Mitarbeiter in den technischen Abteilungen sieht es da etwas besser aus. Denn die am Boden stehenden Flotten müssen betreut und gewartet werden. So ein Flugzeug ist kein Auto, wo man einfach die Tür abschließt und ihn stehen lässt. Wobei selbst ein Auto macht irgendwann Probleme, wenn es gar nicht mehr gefahren wird.

Die Flugzeuge müssen gesichert werden, alle Öffnungen verschlossen, Triebwerke regelmäßig gestartet und die Räder bewegt werden. Das ist ein riesiger Aufwand. In der Aero ist dazu ein interessanter Bericht erschienen.

Andere Airlines setzen nun Passagierflugzeuge als Frachtflieger ein. Der steigende Bedarf, Waren und Hilfsgüter auf der ganzen Welt zu verteilen, kommt den Airlines an der Stelle ein wenig entgegen. Den kompletten Passagierverkehr kann das aber nicht ersetzen.

Aktuell sind übrigens rund 95% aller Passagierverbindungen weltweit eingestellt worden.

Keine Einnahmen – Ausgaben laufen weiter

Die Airlines haben aktuell fast keine Einnahmen mehr, die Ausgaben bleiben zum Teil aber bestehen. Personalkosten, Leasingraten für Flugzeuge, Wartungskosten uvm. Der Weltluftfahrtverband IATA hat in einer Studie festgestellt, dass ca. 75% der Mitglieder nur für 3 Monate Liquiditätsreserve haben. Daraus folgert der Verband, dass die Airlines rund 200 Milliarden Dollar Staatshilfen benötigen.

Hier bleibt es nur abzuwarten, wie lange die Einschränkungen der Luftfahrt bestehen bleiben. Nach und nach werden dann immer mehr Airlines in große finanzielle Probleme kommen.

Viele Airlines hoffen auf Umbuchungen

Viele Airlines setzen aktuell Hoffnungen darauf, dass die Kunden bestehende Buchungen auf einen späteren Zeitpunkt umbuchen. Allerdings dürfen die das aktuell nur als Option anbieten, wenn sie ihren Sitz in der EU haben oder der Flug von einem Flughafen in der EU startet. Dies hat die EU-Kommission in der letzten Woche entschieden.

Aktuell versuchen die Reiseveranstalter und die Airlines aber weiter, von der Erstattungspflicht befreit zu werden.

Um die Umbuchung für Kunden interessanter zu machen, haben einige Airlines schon die Flugpläne für den Sommer 2021 freigeschaltet.

Aus Sicht der Airlines wäre eine Umbuchung auf jeden Fall lukrativ. So bleiben die Gelder der bereits gebuchten Tickets im Unternehmen. Ein Problem bei der Umbuchung ist nur, dass aktuell keiner sagen kann, ab wann man eigentlich wohin wieder fliegen kann. Und die Kunden haben, zu Recht, Angst davor ihr Geld im Falle einer Insolvenz der Airline zu verlieren.

Verstaatlichen ein Lösung?

In einigen Ländern wird offen über eine (Teil-) Verstaatlichung der Airlines nachgedacht. So denkt beispielsweise die US-Regierung darüber nach, die größten Airlines weit über finanzielle Maßnahmen hinaus zu schützen.

Schon vor Corona-Zeiten war Alitalia ein Kandidat für eine Verstaatlichung. Die aktuelle Situation lässt diesen Schritt jetzt vermutlich näher rücken. So gibt es wohl schon konkrete Gedanken, wie eine staatliche Alitalia aussehen könnte.

Selbst hier in Deutschland wird darüber diskutiert, die Lufthansa für eine Zeit lang unter staatliche Obhut zu bringen.

Ob eine Verstaatlichung allerdings überall der richtige Weg ist?

Airports sind auch betroffen

84 Millionen Passagiere fehlen allein in Deutschland durch die Corona-Krise. Und die fehlen nicht nur den Airlines, auch die Flughäfen ächzen unter den finanziellen Einbußen. So wird aktuell offen darüber diskutiert, den Flughafen Berlin Tegel komplett zu schließen. Allerdings ist die Entscheidung erstmal auf die zweite April-Woche verschoben worden.

Aktuell werden die Flughäfen noch für Fracht- und Rückhohlflüge benötigt. Weiter muss die Infrastruktur der Flughäfen weiter instand gehalten werden, egal ob sie geschlossen oder geöffnet sind.

Fazit: Die Luftfahrtbranche wird sich verändern

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat erst heute in einem Interview gesagt, dass er nicht davon ausgehe, nach der Krise wieder mit allen 736 Flugzeugen in Betrieb zu gehen. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich der Flugreise-Markt deutlich verändern wird.

Je länger die aktuelle Corona-Krise mit seinen Einschränkungen beim Reisen andauert, desto mehr wird sich die Luftfahrtbranche in den nächsten Wochen/Monaten verändern. Machen wir uns nichts vor, viele kleinere Airlines wird es dann nicht mehr geben. Aber es wird auch die ein oder andere große Airline nicht verkraften, wenn nicht bald wieder Geld verdient werden kann.

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