Ayutthaya Tempel Tour – 3 Tage Kultur pur

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Ayutthaya Tempel Tour – 3 Tage Kultur pur

Ayutthaya – die alte thailändische Hauptstadt – hat uns in ihren Bann gezogen. Bei der Nachbearbeitung der Reise vom letzten Jahr haben wir erst gesehen, wieviele Tempel wir nicht gesehen haben. Also stand fest, da müssen wir nochmal hin.

Dieses Jahr haben wir uns dann auf eine 3-tägige Tempel Tour begeben. Dabei haben wir einige Tempel vom letzten Jahr nochmals besucht aber auch viele neue, wunderschöne Wats besichtigt. Wer jetzt glaubt, wir hätten dort alle gesehen, der irrt. Vermutlich kann man dort auch zwei Wochen unterwegs sein und hat immer noch nicht alle sehenswerten Orte der Stadt gesehen.

Ausgangsbasis war ein saugemütliches Guesthouse, im Herzen von Ayutthaya. Und eine Bootsfahrt haben wir in diesem Jahr auch endlich gemacht. Aber lest selber…

Unsere Basisstation – das Baan Luang Harn Guesthouse

Rezeption und Frühstücksraum des Baan Luang Haarn

Rezeption und Frühstücksraum des Baan Luang Haarn

Im Baan Luang Haarn Guesthouse (** Booking) hatten wir uns ein kleines Gästehaus gemietet. Das Guesthouse liegt nur 10 Minuten Fußweg vom Wat Mahathat entfernt, also recht zentral in Ayutthaya. Einige Geschäfte und Restaurants sind ebenfalls nach ein paar Minuten Fußweg zu erreichen.

Unser Haus im Baan Luang Haarn Guesthouse

Unser Haus im Baan Luang Haarn Guesthouse

Die 11 Häuser in der Anlage sind klein, einfach aber saugemütlich. Jedes Haus hat eine kleine Terrasse mit Liegestühlen und einem Tischchen. Ein einfaches aber leckeres Frühstück gibt es morgens im zentralen Haus, welches in einem kleinen Seerosenteich liegt.

Der Inhaber des Guesthouse ist gleichzeitig auch Koch (super leckeres Rührei beim Frühstück), Hausmeister und Mädchen für alles. Ganz unkompliziert und super hilfsbereit kümmert er sich um alle Wünsche der Gäste. Er bestellt zuverlässige TukTuks für die Touren, organisiert Fahrräder, Bootsfahrten und alles andere was sich die Gäste wünschen. Dazu gibt er viele tolle Tipps für Sehenswerte Orte in der Stadt und gute Restaurant Tipps.

Kurz, die drei Nächte in der Anlage haben wir mehr als genossen. Daher können wir das auch guten Gewissens weiterempfehlen. Wer eine hübsche, bezahlbare, zentral gelegene Unterkunft in Ayutthaya sucht, wird hier fündig. 

Ayutthaya – Wat Mahathat

Unsere Tempel Tour startete im Wat Mahathat. Dort waren wir im letzten Jahr bereits aber den wollten wir nochmal sehen. Wir hatten die Hoffnung, dass es dieses Mal ein wenig leerer sein würde. Das war aber nur ein Wunschtraum. Es war halt Hauptreisezeit und dazu noch ein langes Wochenende in Thailand, wegen eines Feiertages am Montag.

Wat Mahathat - Buddakopf im Baum

Wat Mahathat – Buddakopf im Baum

Dazu kam, dass die Prinzessin von Thailand in Ayutthaya unterwegs war, um Tempel zu besuchen. So wurden spontan immer wieder einzelne Tempel gesperrt – und nebenbei auch ganze Routen in der Stadt – damit die Prinzessin dort in Ruhe besten konnte. Zum Glück waren die TukTuk-Fahrer gut vernetzt. So wußte unser Fahrer immer, wo er im Moment besser nicht hinfährt.

Der Wat Mahathat wurde ab 1374 gebaut und gehört wohl zu einem der berühmtesten antiken Tempelanlagen in Thailand. Berühmt ist natürlich der oben gezeigte Buddakopf, der in einer Baumwurzel eingewachsen ist.

Ansturm auf den Buddakopf

Ansturm auf den Buddakopf

Dementsprechend stapeln sich davor die Touristen mit ihren Kameras. Wir haben uns da nicht lange aufgehalten, die riesige Anlage des Wat Mahathat hat so viel mehr zu bieten. Insgesamt sind wir über anderthalb Stunden durch die Anlage gelaufen, mit ein paar Trinkpausen in schattigen Ecken.

Ayutthaya – Wat Phra Si Sanphet

Der Wat Phra Si Sanphet war einst der königliche Tempel, der sich auf dem Gelände des Königspalastes von Ayutthaya befand. 1767 wurde die Stadt dann vollständig von den Birmanesen zerstört. 

Die drei riesigen Chedis sind die einzigen Gebäude, welche restauriert wurden. Von allen anderen Gebäuden existieren nur noch die Grundmauern.

Wat Phra Si Sanphet

Wat Phra Si Sanphet

Ayutthaya – Wat Chai Watthanaram

Die zentrale Plattform des 1630 gebauten Tempels ist von acht kleine Kapellen in Form von kleinen Chedis umgeben. In der Mitte dominiert der zentrale Prang, der im Khmer-Stil gebaut wurde. In den kleinen Außenchedis befinden sich Buddastatuen, welche halbwegs erhalten sind.

Wat Chai Watthanaram

Wat Chai Watthanaram

In einem der kleinen Chedis wurden wir von einer Gruppe Schülerinnen angesprochen. Die lernten gerade Englisch und hatten die Aufgabe, den Touristen vor Ort etwas über die Geschichte des Tempels zu erzählen. Das haben die jungen Damen richtig gut gemacht, auch wenn sie super aufgeregt waren. Das obligatorische Foto mit uns Farangs durfte am Ende nicht fehlen. Macht aber nichts, wir wollten ja auch eines mit den jungen Damen.

Ayutthaya – Phra Buddha Sai Yat (The reclining Buddha)

Diese riesige liegende Buddha Statue wurde Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut. 1954 wurde die Statue dann neu restauriert. Der Buddha liegt dort mit geschlossenen Augen und viele Gläubige legen mit viel Ehrfurcht ihre Blumen vor der Statue ab.

Phra Buddha Sai Yat

Phra Buddha Sai Yat

Ayutthaya – Wat Phra Ram

Der Wat Phra Ram liegt unmittelbar gegenüber dem Wat Phra Si Sanphet und wird von den meisten Touristen komplett ignoriert. Es war der erste Tempel unserer Tour, die wir im letzten Jahr noch nicht gesehen haben. Und es war auch der erste Tempel, der nicht im Standard-Programm unseres TukTuk-Fahrers lag. Er hat diesen und die folgenden auf unseren Wunsch hin angefahren.

Die Gründung dieses Wat liegt etwa im Jahr 1369, also lange vor vielen anderen Wats in Ayutthaya. Der Haupt-Prang hat eine Form, die mit einem Maiskolben zu vergleichen ist. Von den vielen kleineren Prangs sind leider nur noch die Grundmauern erhalten. Dafür sind aber einige der 40 Chedis  gut erhalten bzw. restauriert worden.

Wat Phra Ram

Wat Phra Ram

Auf den zentralen Prang darf man auch hinauf klettern. Von dort oben hat man eine wunderbare Aussicht über das historische Ayutthaya.

Ayutthaya – Wat Thammikarat

Wat Thammikarat ist noch als Tempel in Betrieb. Umgeben von historischen Gebäuden kann man sich im aktiven Teil der Anlage auch heute noch seinen Segen abholen. Das haben wir natürlich auch gemacht und sind mit zwei Glücksbändchen am Arm aus der Anlage gekommen.

Mönch im Wat Thammikarat

Mönch im Wat Thammikarat

Besonders beeindruckend ist im aktiven Teil der Anlage die riesige liegende Buddha-Statue. Außen, im historischen Teil der Anlage, wunderten wir uns über eine Statue, die von eine Unzahl an Hahn-Figuren umstellt war.

Hähne, unzählige Hähne

Hähne, unzählige Hähne

Die Statue stellt König Naresuan dar, der von 1555-1605 lebte. Einer Legende nach, hat er den burmesischen Prinzen zu einem Hahnenkamp heraus gefordert. Dieses Kamp hat der Hahn des thailändischen Königs gewonnen. Dies wurde dann als Omen angesehen, um sich von der burmanesichen Herrschaft zu befreien. Daher wird der König noch heute verehrt und in der Nähe seiner Statuen werden massenweise Hahn Statuen aufgestellt. Wieder was gelernt!

Ayutthaya – Wat Yai Chai Mongkon

1357 wurde Wat Yai Chai Mongkon gebaut, auf Befehl des damaligen Herrschers König Ramathibodi I.

Im Jahr 1592 wurde dann der zentrale Chedi errichtet, der 80 Meter über dem Wat aufragt. Umgeben wird der Chedi von einer Umrandung mit unzähligen sitzenden Buddhas, die aber aus der modernen Zeit stammen.

Auch im Wat Yai Chai Mongkon findet  man einen liegenden Buddha, an den wir aber kaum heran gekommen sind. Das lange Wochenende hat halt viele Touristen nach Ayutthaya gespült, aus ganz Thailand und natürlich aus dem nahe gelegenen Bangkok.

Wat Yai Chai Mongkon

Wat Yai Chai Mongkon

Ayutthaya – Wat Phanan Choeng

Auf einer abendlichen Bootsfahrt sind wir dann am Wat Phanan Choeng gelandet. Hier gibt es eine riesige sitzende Buddha-Statue zu sehen. Aber, uns war der Andrang vor dem Raum mit dem Buddha beim besten Willen zu groß, das wollten wir uns nicht antun.

Vor der Tür zum sitzenden Buddha

Vor der Tür zum sitzenden Buddha

Wir haben uns dann abseits des Massenstroms zu dem sitzenden Buddha mal ein wenig in der Tempelanlage umgesehen. Und hierbei haben wir nette Eindrücke sammeln können, welche von den anderen Anwesenden dort irgendwie ignoriert wurden. Der Tempel hat viel mehr zu bieten als den riesigen Buddha.

Ayutthaya – Abendliche Bootsfahrt

Überhaupt ist die abendliche Bootsfahrt rund um Ayutthaya durchaus ein Tipp. Mit einem Langboot wird man einmal um die historische Innenstadt gefahren, die ja komplett von Flüssen umschlossen ist. Dabei hat unsere Tour an drei Tempeln gehalten. Ok, Nachteil bei so einer Tour ist, dass der Aufenthalt mit 20 Minuten pro Tempel ein klein wenig in Stress ausartet. Aber trotzdem hat die Tour Spaß gemacht und wir haben ein paar schöne Eindrücke einfangen können.

Abendliche Bootsfahrt in Ayutthaya

Abendliche Bootsfahrt in Ayutthaya

Ayutthaya ist weit mehr als einen Besuch wert

Das waren jetzt drei Tage Ayutthaya im Schnelldurchlauf. Und, haben wir nun alle Tempel gesehen? Vergesst es – vielleicht haben wir jetzt die Hälfte der sehenswerte Orte in Ayutthaya gesehen.

Nach unseren Naturerlebnissen in Kanchanuburi war es für uns der Einstieg in die Kultur Süd-Ost-Asiens auf dieser Reise. Diese sollte uns in den kommenden Tagen in Angkor Wat und Bangkok noch mehr beschäftigen. Aber das sind eigene Berichte, die noch folgen werden.

Für uns ist Ayutthaya ein Ort geworden, den wir in unser Herz geschlossen haben. Dass es in diesem Jahr so voll war, war an den bekannten Tempeln gelegentlich nervig. Aber die Anlagen, abseits der üblichen TukTuk Routen waren wirklich ruhig und man konnte sie in Ruhe geniessen. Trotzdem würden wir jederzeit wieder nach Ayutthaya fahren, auch wenn wir nächstes Mal den Feiertagsplaner von Thailand bei der Planung zu Rate ziehen würden.

Wir hoffen, der (lange) Bericht und die (vielen) Bilder haben Euch ein wenig gefallen. Wenn Ihr noch Fragen zu Ayutthaya habt, dann raus damit, wir beantworten diese sehr gerne. Natürlich freuen wir uns wieder auf viele Kommentare von Euch.

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4 Kommentare

  1. Annette 17. April 2017 um 12:07 Uhr - Antworten

    Hallo,
    das ist wirklich ein toller Beitrag geworden! Die Tempel sind wirklich sehr beeindruckend, deine Fotos sind Klasse und haben das noch einmal heraus gestellt.
    Gibt es in diesen Tempeln besondere Regeln? Also das man sich da anständig verhalten sollte ist ja klar, aber irgendwelche Traditionen oder ähnliches?
    Liebe Grüße
    Annette

    • Thomas Jansen 17. April 2017 um 14:38 Uhr - Antworten

      Hi Anette,

      eigentlich nur die normalen Regeln, die in allen aktiven und alten Tempeln gelten. Ruhig sein, nicht mit nackten Füße richtig Buddha-Statuen zeigen usw. Über diese Regeln, die man als Tourist beachten sollte, wollen wir noch einen eigenen Bericht schreiben – steht auf unserer ToDo-Liste.

      LG Thomas

  2. Weltmeise 6. Mai 2017 um 20:28 Uhr - Antworten

    Hey ihr beiden,

    ein wirklich sehr guter und informativer Beitrag! 🙂 Vor circa zwei Monaten haben wir einen Tag in Ayutthaya verbracht als wir auf dem Weg von Bangkok nach Chiang Mai waren. Wir schnappten uns am Pier zwei Fahrräder und radelten bei bestem Wetter von Tempel zu Tempel. Es es wirklich ein sehr beeindruckender Ort und als dann noch die Sonne unterging, ergab das ein traumhaftes Bild!

    Das nächste Mal halten wir dann auch mal Ausschau nach Schülern, die uns ein bisschen mehr über den Ort erzählen können 😀 Sehr praktisch!

    Viele Grüße aus Malaysia,
    Tina & Patrik

    • Thomas Jansen 7. Mai 2017 um 11:33 Uhr - Antworten

      Hallo Ihr Beiden,

      macht das, die liefen da überall in den Tempeln rum. War vielleicht ein Aktionstag der Schule. 🙂

      LG Thomas

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