Bangkok - Liebe auf dem zweiten Blick?

Bangkok – Liebe auf den zweiten Blick?

Kategorie: Reiseziele Asien

Veröffentlicht: 1. Juli 2017

Aktualisiert: 11. November 2020

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Autor: Thomas Jansen

Bangkok – was haben wir mit dieser riesigen Stadt gefremdelt. Auf unseren letzten Reisen hat es uns nur zum Flughafen und einzelnen Hotels für eine Nacht vor der Abreise oder nach der Einreise in die Stadt gebracht. Unsere Eindrücke waren da eher mäßig. Voll, laut, stickige Luft, irgendwie nicht unser Ding. Auch unser diesjähriger Trip startete mit einer einzelnen Übernachtung in Bangkok. In einem zentral gelegenen Hotel haben wir eine Nacht verbracht, bevor uns mehrere Taxifahrer zum Bahnhof brachte, einer alleine schaffte die Herausforderung nicht, um nach Kanchanaburi zu flüchten.

Die Eindrücke von Bangkok waren auch bei diesem Kurzaufenthalt nicht dazu angetan, uns auf die Stadt zu freuen. So überlegten wir auf unserer Reise ständig, ob wir uns Bangkok wirklich antun wollen, am Ende der Reise. Wir schmiedeten schon Pläne zur Küste zu fahren, statt in die riesige Metropole. Am Ende war das aber alles nur halbgar – und wir beschlossen uns einfach mal offenen Herzens auf die Stadt einzulassen und ihr eine faire Chance zu geben. Und am Ende haben wir es nicht bereut. Bangkok wird wohl niemals unsere Lieblingsstadt werden, aber so schlimm wie wir es befürchtet haben, war es dann nicht.

Ein gutes Hotel ist eine Grundlage

Freunde von uns hatten uns den Tipp gegeben, ein Hotel direkt am Fluß, dem Chao Phraya, zu nehmen. Auf diesem kann man mit Booten viele der wichtigen Punkte in der Stadt ganz unkompliziert erreichen. Wir hatten uns somit vor der Reise für das Baan Wanglang Riverside Hotel (** Booking) entschieden.

Baan Wanglang Riverside Hotel

Baan Wanglang Riverside Hotel

In dem schönen Hotel hatten wir eines der drei Zimmer, mit Balkon und Blick direkt auf den Fluss. Das Hotel liegt am westlichen Ufer des Chao Phraya, eingebettet in den riesigen Baan Wanglang Markt und nur 5 Gehminuten von gleichnamigen Anleger der Schnellboote entfernt. Der Königspalast liegt schräg gegenüber und kann mit einer Fähre erreicht werden. Wie sind am frühen Nachmittag angekommen, angereist per Flieger und Taxi aus Kambodscha, und haben erstmal einen Streifzug über den riesigen Markt gemacht und dabei die vielen Eindrücke (und leckeren Gerüche) genossen.

Nach dem Streifzug über den tollen Markt waren wir aber platt und haben den restlichen Nachmittag einfach auf unserem Balkon genossen. Dabei war es wirklich spannend, das wahnsinnige Treiben auf dem Chao Phraya River zu beobachten. Nach dem Abendessen im hoteleigenen, sehr guten Restaurant haben wir den Tag dann in der hoteleigenen kleinen Rooftop-Bar ausklingen lassen

Das Hotel war schon eine sehr gute Wahl. Die Lage war ideal um mit den Schnellbooten überall hin zu kommen, der Markt sorgte tagsüber für richtig viel Leben rund um das Hotel. Umso ruhiger wurde es am Abend, wenn der Markt geschlossen wurde. Fußläufig waren außerdem noch einige sehr gute Restaurants zu erreichen. Also, von uns einen Daumen nach oben für das Baan Wanglang Resort. Wenn ihr dort wohnen wollt, dann schaut eines der drei Balkon-Zimmer zu bekommen – der Ausblick ist den Mehrpreis wert.

Der erste Tag – das traditionelle Touristenprogramm

Für den ersten Tag in Bangkok haben wir uns für das traditionelle Touristenprogramm entschieden. Königspalast mit dem Wat Phra Kaeo Tempel, Wat Arun und natürlich den riesigen liegenden Buddha am Wat Pho.

Mit der Fähre ging es also rüber zum Wat Phra Kaeo Tempel, der zum Komplex des großes Palastes gehört. Der große Palast selber war wegen der anhaltenden Trauerfeiern um den verstorbenen König für Besucher gesperrt. Aber alleine die riesige Tempelanlage ist mehr als einen Besuch wert.

Wat Phra Kaeo Tempel und der Große Palast

Auf dem Weg vom Anleger haben wir dann auch Bekanntschaft mit den TukTuk-Fahrern gemacht, die uns erzählen wollten, dass der Palast und der Tempel geschlossen sind und wir doch lieber mit ihnen (oder einem Verwandten) eine „tolle Tour nur für Euch“ machen sollen. Gut, dass wir vorab über solche Tricks gelesen hatten, also haben wir freundlich Danke gesagt und sind weiter zum Wat Phra Kaeo Tempel gegangen – der natürlich geöffnet hatte.

Nicht nur Touristen marschieren zum Großen Palast

Nicht nur Touristen marschieren zum Großen Palast

Wer keine Menschemassen mag, der ist da aber falsch aufgehoben. Abertausende Touristen aus der ganzen Welt, gepaart mit vielen Einheimischen strömen ab dem frühen Morgen zum Großen Palast. In der Anlage verlaufen sich die Massen ein wenig. Trotzdem war es teilweise wirklich schwierig in Ruhe Fotos zu machen. Wir haben uns teilweise in etwas abgelegenere Bereiche der Anlage geflüchtet und haben uns viele kleine Details angeschaut, an denen die vielen Gruppen einfach vorbei marschierten.

Vom Großen Palast konnten wir nur ein Foto von außen machen. Nach dem Tod des Königs Bhumibol dauerten die Trauerfeierlichkeiten ab. Nur Trauergruppen konnten bestimmte Bereiche des Großen Palastes betreten und da wollten wir als  Touristen nun wirklich nicht störend rein platzen. Einige Touris hatten da weniger ein Problem mit und versuchten dreist in die Feierlichkeiten zu marschieren um dort auch noch Fotos zu machen.

Der Große Palast

Der Große Palast

Die Anlage rund um den Tempel und den Palast war wirklich sehr beeindruckend. Die Menschenmassen muss man einfach ausblenden, auch das Verhalten von vielen anderen Touristen, sonst wird es mit dem Geniessen wirklich schwierig.

Wat Arun

Mit dem Schnellboot ging es nur eine Haltestelle weiter zum Wat Arun. Und hier hatten wir richtig Glück. Der zentrale Turm war wunderschön in ein Baugerüst verpackt. *grummel* Nunja, dann müssen wir da halt nochmal wiederkommen, es hilft ja nichts. Die kleinen Nebentürme und die kleinen Gebetshäuser rund um den Wat Arun waren aber umso schöner anzusehen.