Zuletzt aktualisiert am 18. Juni 2019 um 5:56

Das Bastogne War Museum ist 2014, nach einem mehrjährigen Umbau, neu eröffnet worden. Für uns ein Grund, da endlich mal wieder hinzufahren. In dem Museum wird man von 4 Personen, bzw. ihren Stimmen, durch die Geschichte der Ardennen-Offensive und die Schlacht um Bastogne begleitet. Das Museum vermittelt dabei den Ablauf der schrecklichen Ereignisse sehr eindrücklich, ohne dabei aber in Klischees zu verfallen. Natürlich haben die Deutschen teilweise grauenhafte und nicht zu entschuldigende Gräueltaten begannen, gerade auch während der Ardennen-Offensive. Aber niemals hört man den Vorwurf, dass alle Deutschen Monster waren. Im Gegenteil wird deutlich, dass auch die meisten deutschen Soldaten nur ganz arme Hunde waren, die von ihrer Führung ins Elend gestürzt wurden. Sicherlich am Anfang mit Euphorie, später aber immer mehr ernüchtert und unter dem tödlichen Zwang des Regimes.

Das Bastogne War Museum – Vier Geschichten

Am Eingang des Bastogne War Museums wird man mit einem Audio-Guide ausgestattet. Eigentlich sind wir kein Freund von diesen Dingern. In Bastogne funktionieren die Guides aber klasse. Einmal eingestellt muss man sich um nichts mehr kümmern. Das Gerät erkennt, wo man sich gerade befindet und spiel die passenden Geschichten dazu ab.

Bastogne War Museum

Die Erzähler der Geschichte

Diese Geschichten werden von vier Zeitzeugen erzählt.

  • Emile Mostade – 13-jähriger Sohn eines Fahrradhändlers aus Bastogne. Er spielt gerne Akkordeon und träumt vom Meer.
  • Mathilde Devillers – Lehrerin in Bastogne und im Widerstand tätig.
  • Hans Wegmüller – Leutnant der 26. Volksgrenadier Division, die versucht Bastogne einzunehmen.
  • Robert Keane – Korporal der 101. Luftlandedivision, jener Einheit, die Bastogne verteidigt.

Diese vier Personen erzählen im ganzen Museum ihre Geschichten und Erlebnisse. Das passiert auf eine sehr einprägsame Art und Weise. Das hinterlässt mehr Eindruck, als irgendwelche Sprecher, die trockene historische Fakten erzählen würden. Das wird teilweise auch sehr emotional, weil man eine Beziehung zu den Personen und ihren Schicksalen aufbaut.

Am Ende laufen die vier Geschichten zusammen und treffen sich in einem Keller, wo sie gemeinsam eine Bombennacht durchstehen, bevor sich die Wege wieder trennen.

Rundgang durch das Museum

Beim Rundgang durch das Museum wird zuerst ein kleiner Rückblick auf die historischen Ereignisse geführt, die nach dem 1. Weltkrieg zum 2. Weltkrieg geführt haben. Danach folgt dann das erste Kino, wo in einem 3D-Film die Entwicklung des 2. Weltkrieges beschrieben wird, die am Ende in der Ardennen Offensive ein letztes, großes Aufbäumen der Deutschen fand. Dabei ist das Kino einer Pressekonferenz der alliierten Streitkräfte nachempfunden.

Im weiteren Verlauf wird man immer mehr an die Schlacht um Bastogne geführt. Dabei standen im alten Museum, auf der dortigen Vorführung, die Armee-taktischen Dinge im Vordergrund. Heute sind es die Menschen und ihre Geschichten. Der Besucher wird immer mehr in die Lage der Menschen versetzt, wie sie die Schlacht in der Weihnachtszeit 1944 erlebt haben.

In den Ausstellungsbereichen zwischen den Kinos findet man sehr viele Sammlungen von historischen Dokumenten und Ausstellungsstücken. Vom persönlichen Brief, über Waffen und medizinische Ausrüstung, Uniformen bis hin zu Fahrzeugen und Panzern. Rundrum gibt es viele Informationen zu den verschiedenen Zeitabschnitten des Krieges oder der Schlacht um Bastogne.

Es folgen auch zwei weitere Kinos. Im ersten Kino nimmt man auf Baumstämmen platz und sitzt mitten in den Wäldern der Ardennen und bekommt ein Gefühl für die bedrückende und gefährliche Atmosphäre. 

Im dritten Kino erlebt man die Schlacht aus Sicht der Zivilbevölkerung. Zuerst in einem Restaurant, später im Keller unter dem Restaurant, wo dann auch die vier Geschichten zusammenlaufen. 

Bilder aus dem Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

Bastogne War Museum

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Bastogne War Museum

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Bastogne War Museum

Bastogne War MuseumBastogne War Museum

Bastogne War Museum

Fazit zum Bastogne War Museum

Der Umbau des Museums hat sich gelohnt. Wegen unserer Familiengeschichte waren wir ja schon oft in Bastogne. Thomas Opa ist bei der Ardennen-Offensive gefallen. Daher kannten wir das alte Museum, welches wir sehr oft besucht haben. Das war schon beeindruckend – aber der Neubau ist um Klassen besser. Hier wird viel mehr auf die Menschen eingegangen, welche unter diesem ganzen Wahnsinn zu leiden hatten. Und zwar Zivilbevölkerung wie Soldaten gleichermaßen. Und genau das macht das Museum für uns zu einem Must-See.

Informationen zum Bastogne War Museum

  • Anschrift: Colline du Mardasson 5 – 6600 Bastogne – Belgien
  • Öffnungszeiten: Täglich von 9:30 bis 16:00 Uhr Einlass. im Juli und August bis 17 Uhr Einlass
  • Restaurant am Museum
  • Eintritt: Voller Preis: 14€ – Senioren (65+): 12€ – Personen mit einer Behinderung: 10€ – Studenten: 10€ – Kinder (6-18 Jahre): 8€ – Kinder unter 6 Jahre: gratis
  • Benötigte Zeit: Zwei Stunden Zeit sollte man nur für das Museum schon mitbringen.
  • Homepage: https://www.bastognewarmuseum.be/de/home-de

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