Bloggen und Technik

Blogger Burnout? Nicht bei uns!

Bloggen

Ein Blogger Burnout? Was ist das denn nun wieder?

Zur Zeit liest man recht oft von Bloggern, die mit sich selber und ihren Blogs hadern, welche über die Oberflächlichkeit in der Bloggerszene schreiben. Vermehrt scheint dieses Phänomen im Bereich der Mode- und Beautyblogger aufzutreten – warum auch immer.

Da gibt es BloggerInnen, bei denen scheint die Luft raus zu sein, ihnen fehlt die Motivation und vielleicht auch die Inspiration.

Und dann gibt es BloggerInnen, die sich genau zu dem Thema äußern. In einem tollen Beitrag von Ariane auf ihrem Blog Heldenwetter habe ich den Begriff Blogger Burnout gelesen, der mir so gut gefallen hat, das ich ihn hier zur Überschrift gemacht habe. Auch Anne von Neontrauma versucht den Grund für diese Phänomen zu ergründen und kommt zu dem Schluss, das viele sich einfach zu sehr unter Druck setzen mit ihren Blogs und schließt mit dem Rat, auch mal nicht auf den Monitor zu schauen. Das wiederum ist auch ein gutes Mittel gegen den Blogger Burnout – den Blog einfach mal Blog sein lassen.

Wir selber lassen uns beim Bloggen nicht unter Druck setzen. Weder von angeblichen Trends, noch von den Ratschlägen irgendwelcher Superblogger noch von Partnern – und sind somit weit vom Blogger Burnout entfernt.

Individualität – ist das eigentlich verboten?

Für den Bereich Mode- und Beauty kann ich das ganze eigentlich nicht beurteilen. Ich habe von dem Thema und der Szene dort viel zu wenig bis gar keine Ahnung. Aber vielleicht ist gerade der Abstand zu dem Thema die beste Voraussetzung um mal eine Beobachtung los zu werden.

Beim gelegentlichen Besuch solcher Blogs fällt mir auf, die sehen fast alle gleich aus. Sie erscheinen mir austauschbar zu sein, überall die gleichen Themen, verschiedene Outfits von netten Damen präsentiert. Aber auch diese Bilder sind immer die Gleichen. Nette Frauen, die offensichtlich auf den Bildern weder lachen noch lächeln dürfen und oft schräg auf den Boden schauen (was suchen die da eigentlich?). Aufgenommen auf der Straße der Reihenhaussiedlung oder im Kleingarten, sehen diese doch oft immer gleich aus. Es gibt natürlich auch Ausnahmen davon und das sind dann die Blogs, wo selbst ich mal ein paar Sekunden länger verweile.

Und das ist doch ein Hinweis… die mangelnde Individualität der Blogs. Offensichtlich werden da einige erfolgreiche Blogs nachgebildet – das muss doch dann im eigenen Blog auch funktionieren (man haue auf mich ein, wenn das nicht so sein sollte). Und mit diesem Weg gibt man doch seinen eigenen Stil auf, der Blog verliert seine Individualität.

Ich habe übrigens absolut und generell keinen Groll oder gar eine Abneigung gegen Beauty- und Modeblogs – warum auch. Nur weil mich das Thema jetzt nicht sonderlich interessiert, heißt es doch nicht, das es nicht eine breite Leserschaft gibt. Und außerdem gibt es in dem Bereich auch viele Blogs, wo man richtig tolle Texte lesen kann. Ein Beispiel ist übrigens Tara von Fashionluch, welche oft tolle Texte über ihren Weg zu bloggen schreibt, dabei kritisch ist. „Leider“ kann sie trotzdem immer noch lachen, was aber auch wieder nicht richtig ist.

Aber auch in anderen Blogsparten fällt das auf. Viele Blogs ähneln sich wie ein Ei dem anderen. Warum macht man das?

Wir lassen uns gerne inspirieren – bleiben uns aber selbst treu

Wir schauen natürlich auch regelmäßig in andere Blogs, lesen dort Berichte, schauen uns an was die Blogs zu bieten haben. Hier und da entdeckt man dann immer wieder mal Sachen wo man sich denkt, das wäre auch hier im Blog eine tolle Sache. So inspiriert probiert man dann verschiedene Dinge auch mal aus. Das finde ich selber auch vollkommen in Ordnung. Aber, ich würde nie auf die Idee kommen zu sagen Reiseblog X hat viel mehr Likes, Klicks, Kommentare usw – den mache ich jetzt nach, den nehme ich mir als Vorbild und versuche genau so zu sein.

Denn, ich bin nicht genau so. Ich habe ganz andere Vorstellungen, wie ich so einen Blog führen möchte, welche Beiträge ich schreiben will und meine Schreibe ist sowieso eine andere. Und,  ist mein Blog deswegen schlechter (oder besser) – nein, ist er nicht.

Wir ziehen hier unser Ding einfach so durch, wie es uns Spaß macht. Und das ist ein erster Schritt, sich eben nicht unter Druck zu setzen. Ich will gar nicht so sein wie Blog XY, ich will hier meinen eigenen Stil haben und kann somit ganz locker mein Ding machen, ohne Druck zu haben.

Superblogger und ihre Ratschläge

Ein weiterer Weg sich selber beim Bloggen unter Druck zu setzen, sind die vielen „1000-Wege-Deinen-Blog-Erfolgreich-zu-machen“-Seiten, welche irgendwie wie Pilze aus dem Boden schießen.

Klar, den ein oder anderen guten Tipp kann man sicherlich dort finden. Aber, um Gottes Willen, nicht alles was dort geschrieben ist muss man umsetzen und es ist vor allem keine Religion und kein Gesetz.

Stellt euch mal vor, alle BloggerInnen würden nur noch Blogs führen, die nach diesen beschriebenen Wegen arbeiten würde. Es gäbe nur noch Blogs mit Überschriften wie:

  • „Die drölfzehn besten Tipps für bla“
  • „Die 236 ultimativen Möglichkeiten um blub“
  • „Der ultimative Guide für blob“
  • „Du glaubst nicht, was dieses Eichhörnchen gerade…“

Diese Informationen bekommt man aber natürlich nur, wenn man eine dieser 24 Newsletter-Anmelde-Boxen auf dem Blog ausfüllt. An die kommt man aber erst nach einiger Verzögerung, da man sich erst durch die Schar der Bettel-PopUps gekämpft hat „Like mich hier“ – „Follow me da“ – „Abonniere jetzt den geilsten Newsletter – sofort“…

Mal ehrlich, will man das? Es mag Bereiche geben, wo man mit dem Newsletter Geld verdienen will, wo man Produkte verkaufen will, da kann das Sinn machen. Aber auf einem normalen Blog, den man aus Spaß an der Freude führt? Neee, lieber nicht. Außerdem meine ich in letzter Zeit einen gewissen Unmut über diese Form der Text- und Überschriftgestaltung und vor allem über diese Bettel-PopUps wahrzunehmen. Auch dieser „Trend“ scheint sich wohl abzunutzen, weil ihn zu viele einsetzen und dieser Stil irgendwann nervt.

Das Schöne ist  ja, das man an vielen dieser „Experten Blogs“ schon erkennen kann, wie das enden würde. Die sehen alle gleich aus (einige nutzen gar das selbe Theme oder zumindest die gleichen Farben), fühlen sich gleich an, die Texte sind zwischen den Seiten portierbar. Das geht so weit, das ich mal einen Text auf Experten Blog A gelesen habe und gar nicht bemerkt habe, das ich auf Experten Blog B bin. Individualität = Null!

Ganz ehrlich, ich schaue mir diese Ultimativen-Tipps Blogs kaum noch an, außer um mich mal zu amüsieren. Zu Beginn unseres Blogs habe ich mich zu manchen dieser Tipps verleiten lassen. Aber schnell kam die Erkenntnis, ich verbiege mich gerade, hier schreibe ich nicht mehr wie ich will, ich schreibe so wie ein anderer es für richtig hält. Ich habe Überschriften produziert, die zwar toll und reißerisch daher kommen – aber irgendwie lächerlich und unseriös wirken, auf den normalen Leser.

Daher habe ich es schnell wieder sein gelassen. Vielleicht sind unserer Artikelüberschriften jetzt nicht smart oder geil, gelesen werden die Beiträge trotzdem. Und sind wir doch mal ehrlich, wenn ich einen Bericht über die Geysire im Yellowstone schreibe, soll ich den mit „Die ultimativen 10 Geysire im Yellowstone“ überschreiben – die Bilder aber erst nach dem Einsammeln der Mailadresse in einer pdf zum exklusiven Download zeige? Ich müsste ja selber dabei lachen und könnte meinen eigenen Artikel nicht ernst nehmen.

Daher, ich nehme diese ultimativen Tipps, wenn überhaupt, nur noch am Rande wahr. Hier und da ist vielleicht mal eine gute Idee dabei. Aber im Grunde, bleibe ich lieber so wie ich bin, schreibe langweilige Überschriften, bettel nicht nach Followern indem ich sie in ihrem Lesefluss störe und bleibe dabei authentisch. Auch das ist ein Weg, den Druck beim Bloggen extrem zu minimieren – so zu schreiben, wie es einem selber gefällt und nicht irgendwelchen Experten.

Geld, das liebe Geld…

Geld oder das unbändige Verlangen danach erzeugt auch Druck. Vorab der Hinweis, ich habe gar nichts dagegen, wenn man mit dem Blog ein paar Euros nebenbei verdient. Auch ein(e) BloggerIn, welche das nur als Hobby macht, soll gerne ein paar Kooperationen haben, Produkte testen und Werbebanner schalten. So lange es mich beim Lesen nicht stört, sei jeder Cent gegönnt. Wir selber machen das ja auch.

Es gibt auch Blogs, die von ihren Einnahmen leben wollen/können/müssen – da sieht die Sache mit dem Druck anders aus, die müssen verkaufen und werben um im Monat über die Runden zu kommen. Aber, die haben es ja selber so gewählt – die müssen da durch – mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Als „normale“ Blogger, wie wir es sind, würden wir uns aber niemals deswegen unter Druck setzen (lassen). Wir bekommen im Moment mehrfach in der Woche Kooperationsanfragen für diesen Blog. 85% davon landen direkt im Müll (über die Qualität mancher Anfrage könnte man auch recht kurzweilige Beiträge schreiben – vor allen über die Anfrage für einen Gastartikel über BHs in einem Reiseblog könnte ich mich stundenlang auslassen), mit den letzten 15% beschäftigt man sich ein wenig intensiver, da diese interessant werden können. Und nur 1-2 pro Monat schaffen es wirklich auf diesen Blog.

Dabei bestimmen wir unsere Spielregeln, die auch im Media Kit eindeutig beschrieben sind. Abweichungen davon sind normalerweise nicht möglich. Wir haben aber auch keinen Druck, Kooperationen eingehen zu müssen. Wenn es klappt, dann ist das prima – die Urlaubskasse freut sich, wenn nicht, dann eben nicht. Wir sind soweit finanziell unabhängig, das wir dieses Geld nicht unbedingt brauchen.

Vor allem, wir würden uns niemals von einem Kooperationspartner vorschreiben lassen, was wir zu schreiben haben, wie wir etwas bewerten oder wir in Zukunft daran denken müssten, was wir auf dem Blog schreiben. Diese Tatsachen werden auch von Beginn an klar kommuniziert. Jetzt sehen wir natürlich, wie zum Teil die Firmen darauf reagieren, welche Forderungen und Vorstellungen die haben. Und Tage oder Wochen später sehen wir dann die Projekte auf anderen Blogs – und können nur mit dem Kopf schütteln.

Wir lassen uns nicht verbiegen – ziehen unser Ding durch – ohne Blogger Burnout

Sehr viel Druck, der dann zum Blogger Burnout führen kann, entsteht unserer Meinung nach dadurch, das viele Blogs nicht mehr ihr Ding machen. Sie verbiegen sich zwischen Kooperationspartnern, klugen Ratschlägen von anderen, hecheln Trends in der Bloggerszene nach, wollen so erfolgreich wie Blog XY, die Followerzahlen in allen Social Medias müssen gigantische Höhen erreichen und lassen so ihre Authentizität und ihren Individualismus auf dem Weg liegen.Vielleicht mal darüber nachdenken, warum Blog XY so erfolgreich ist… vielleicht weil er einen neuen, einmaligen Weg genommen hat – seinen eigenen Weg!

Einige Blogs werden zu Plakatwänden von Firmen, sie müssen unbedingt 3 Beiträge pro Woche schreiben, die Texte müssen mindestens 2000 Wörter haben, die Bilder müssen aussehen als ob sie von einem Künstler gemacht wurden, sie müssen, müssen, müssen…

Wir müssen hier gar nichts. Wenn wir mal keinen Bock haben, das Wetter zu schön ist, wir Ausflüge ins Grüne machen – ja dann ist hier halt mal Ruhe auf dem Blog. Wir haben bisher auch immer live von unseren Reisen berichtet. Dieses Jahr haben wir das zum ersten mal nicht getan. Und? Es hat a) überhaupt nicht geschadet b) zu keinem Einbruch der Besucherzahlen geführt und c) sind die Berichte nach unserem Urlaub von der Qualität her viel besser, als die Berichte, welche wir sonst in die Restspuren von vorhandenem Internet gequetscht haben. Und der Erholungswert war auch noch um einiges höher, da man am Abend nicht mit dem Notebook über den Campground gewandert ist um die beste WiFi Verbindung zu finden.

Wenn mir dieser moderne Trend des Flat-Designs des Blog nicht mehr gefällt, dann baue ich halt 3D-Effekte ein – wenn ich meine ein rosa Hintergrund würde nun am besten zu meinem Blog passen, dann mache ich ihn Rosa. Vielleicht definiere ich ja dann einen neuen Trend, dem alle anderen hinterher hecheln. Nur, wenn keiner mehr andere Wege geht, dann wird es auch keine neuen Trends mehr geben, dann wird die Bloggerlandschaft zu einem Einheitsbrei verkommen. Und dann wundert es nicht, wenn viele die Lust daran verlieren – nicht nur die BloggerInnen auch die LeserInnen.

Wir ziehen hier unser Ding durch, wie es uns gefällt und vor allem, wie es uns Spaß macht. Offensichtlich kommt das auch bei unseren Lesern ganz gut an, wie die stetig steigenden Zahlen und die vielen, tollen Stammleser beweisen. Somit haben wir aber auch keinerlei Druck mit unserem Blog. Es ist und bleibt unser Hobby, welches wir nach unseren Vorstellungen betreiben.

Weitere Blogs und Beiträge zu dem Thema:

Jenni vom Blog KuneCoco stellt die Frage „Wann ist Bloggen eigentlich zur Last geworden?

Und nun? Feuer frei würde ich sagen. Raus mit euren Kommentare zu diesem Thema, euren Meinungen, eurem Senf dazu!

 

Wir zwei beiden im Arches NationalparkNeu hier im Blog? Dann schau doch mal wer wir sind oder was wir auf diesem Blog anbieten.

Ganz besonders ans Herz legen möchte wir die Reiseberichte unserer Rundreisen, unsere Reisetipps und die Fototipps für schönere Urlaubsbilder. 

Über Kommentare freuen wir uns ebenso, wie über Likes und Shares auf den Sozialen Medien.

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70 Kommentare

  • Hallo Thomas,

    mal wieder ein sehr erfrisschender, ehrlicher Artikel von dir. Gerade als Bloganfängerin finde ich solche Artikel sehr hilfreich. Ich lese noch sehr viele Artikel von diesen selbsternannten Bloggergurus, konnte auch einige Tipps für mich übernehmen. Aber viele Dinge habe ich auch wieder eingestellt, weil sie nicht zu mir passen, ich mich nicht wohlfühle. Ich suche noch nach meiner Blogstimme, lerne aber mehr und mehr auf mich zu hören, und nicht auf andere. Das bloggen mach einfach Spaß und das sollte es bleiben, und nicht irgendwann zur lästigen Pflicht werden (wo wir schon fast bei deinem Lieblingswort „Hamsterrad“ sind 😉 ) Daher sind solche Artikel von erfahrenen Bloggern für mich eine Bereicherung in der Bloggerlandschaft. Danke!

    Lieben Gruß
    Ina

    • Hallo Ina,

      oder besser gesagt Mönsch Ina. Ich habe es geschafft, den ganzen Artikel da oben ohne einen Seitenstich auf das Hamsterrad zu schreiben – und Du kommst direkt hier an und… och Menno… 😉

      Dein Begriff der Blogstimme gefällt mir sehr gut – und wenn eben viele Blogs mit ihrer eigenen Stimme sprechen würden, dann wäre die Szene auch sehr vielseitig.

      LG Thomas

    • Das Overlay für die Facebook-Freunde würde ich wieder herausnehmen.

      Das stört erstens beim Lesen, verleitet die Leute vermutlich schnell wieder zu gehen, und hilft meines Wissens nach nicht, die Zahl der FB-Freunde in dem Maße in die Höhe zu treiben, das es die Einblendung und den überflüssigen Klick zum Schließen rechtfertigen würde.

  • Hallo Thomas und Melanie,,

    absolut richtig gesprochen bzw. geschrieben und ich stehe da voll und ganz auf deiner Meinungsseite. Überall sieht man Gleiches. Egal ob im Fashionbereich oder auch was die Möbel & Co angeht. So ist alles irgendwie gleich und hat absolut keinen persönlichen Charakter mehr. Blogger Burnout folgt vom selbst aufgelegten Druck und den, den man sich machen lässt. Es soll doch auch Spaß machen zu bloggen, ist das denn nicht mehr das Oberste für die Meisten daran?! Schade, man versäumt dadurch wirklich sehr viel. Immer öfter merke ich es auch, wenn ich den Newsletter der Blogs erhalte denen ich folge und im jeden 3.ten fast das Selbe steht oder die Fotos aussehen als ob sie untereinander herumgereicht wurden. Wochenlang jeder das Selbe vorstellt und vielleicht auch noch vor lauter Druck oder Demotivation Sätze klaut (alles schon gehört und gesehen).
    Ihr müsst auf jeden fall so weitermachen wie jetzt, denn so lieben wir euch 😉 weshalb wir auch immer wieder kommen *gg*
    lg Tanja

    • Hi Tanja,

      wir machen bestimmt so weiter wie bisher – versprochen. Es sind ja nicht nur die Zahlen, welche unser Tun bestätigen. Es sind auf die vielen schönen Kommentare, wie der Deinige hier, die uns runter gehen wie Öl und uns richtig freuen.

      Natürlich, auch wir entwickeln uns weiter, wir gehen Kooperationen ein, wir testen mal neue Dinge. Wir sind dabei aber auch so selbstkritisch, das wir etwas bleiben lassen können, wenn wir merken, dass das nicht gut ankommt.

      LG Thomas

      • Gut zu hören Thomas 😉 denn genau so soll es ja sein. Es soll Spaß machen man soll Spaß an der Sache haben, seinen eigenen Stil finden und sich nicht verbiegen nur weil Blogger XY und ZV und alle vermeintlich „Großen“ es auch so haben und gerade machen.

  • Prinzipiell hast Du mit dem geschriebenen natürlich Recht, niemand sollte sich verbiegen beim Bloggen.

    Aber andererseits sind die wenigsten Blogs ein öffentliches Tagebuch, welches man nur für sich schreibt und vielleicht der eine oder andere liest. Ergo, man möchte mit dem was man schreibt ja auch ein paar Leute erreichen.

    In manchem aus dem Text hab ich mich durchaus wiedergefunden.

    Sowohl bei meinem alten Blog themenfreund.de als auch bei meinem neuen Magazin halten sich die Besucherzahlen in sehr begrenztem Rahmen, was mich durchaus nicht unbedingt zufrieden sein lässt.

    Gut, beim Magazin ist es klar: räumlich begrenztes Interesse – es sei denn, ein Bayer interessiert sich dafür, was südlich von Hamburg passiert.

    Aber bei meinem mittlerweile 5 Jahre alten Blog dümpeln die Zahlen seit jeher auf ‚erbärmlichen‘ Niveau herum. Und das ärgert mich durchaus schon – zumal ich nicht weiß, warum der Blog keinen Zulauf erfährt.

    • Hi Marcus,

      natürlich ist ein Blog von seiner Zielgruppe und von seinen Lesern abhängig. Ein öffentliches Tagebuch wird dabei eine ganz andere Leserschaft haben, wie ein Reiseblog oder in Deinem Fall ein regionales Magazin.

      Bei Deinem Themenfreund kann/konnte ich das eigentlich nie nachvollziehen, ich habe da immer sehr gerne gelesen, fühlte mich dabei informiert und unterhalten. Vielleicht zu wenig die Werbetrommel gerührt? Von außen ist das natürlich nur sehr schwer zu sagen.

      LG Thomas

      • Naja, es kann schon sein, das ich zuwenig die Werbetrommel gerührt habe. Obwohl ich in diversen dieser Blogkataloge vertreten war und auf vielen Seiten kommentiert habe.

        Vielleicht habe ich aber auch die ‚besten‘ Möglichkeiten den Blog bekannt zu machen nicht genutzt, weil ich sie entweder nicht kannte oder verstanden habe.

        Ansonsten Danke für das Lob. Leider liegt er jetzt etwas brach.

      • Ja, da passiert gar nichts mehr *mecker* 😉

        Aus meiner Erfahung, Blogkataloge bringen wenig bis nichts, eher noch so Communities wie Bloglovin. Was bei uns einfach gut funktioniert sind die Social Medias. Weit voran Facebook, gefolgt von Twitter und Google+ – auch wenn diese Medien manchmal nerven – die Besucher kommen darüber.

        LG Thomas

  • Noch so ein Beitrag, der sich vom „Mainstream“ distanziert. Aber recht hast Du! Und da ich Deinen Blog sehr schätze, geb ich hier auch mal meinen Senf dazu. Ich hab am Anfang auch immer geschaut, wo ich Tipps für meinen Blog finde, meine Schreibe und meine Überschriften verbessere. Das ist ein Stadium, das viele durchmachen, vielleicht sogar durchmachen müssen. Aber irgendwann sollte man sich emanzipieren, sich unabhängig vom „musst dies… Du musst das ….“ machen. Das bedeutet die Rückkehr zur Individualität. Ich lese nur noch Blogs, die sich abheben, die persönliche und unterhaltsame Artikel schreiben und auf denen man nur selten diese „ultimativen“ Überschriften und endlosen Listen findet. Leider interessieren mich die USA so gar nicht. Aber Du schreibst meist sehr ausgewogen und sachlich über’s Bloggen und anderes. Da komme ich gerne wieder! Hihi: und Popups hast Du auch nicht. Sowas vertreibt mich sofort…
    Mach weiter so!
    Beste Grüße
    Ulrike

    • Ach, und dann wollte ich noch was schreiben: Ich fühle mich von meinem Blog manchmal auch unter Druck gesetzt. 😉 Und zwar von der langen Liste an Ideen und halbfertigen Artikeln, die in mir stecken und die gepostet werden wollen. Da muss ich mich bremsen, um nicht jeden Tag einen Artikel zu posten oder gar zwei, drei an einem Tag. Das nervt die Leser, ich weiß. Deshalb übe ich manchmal Enthaltsamkeit vom Schreiben.

      • Willst Du mal einen Blick auf unsere ToDo-Liste werfen? Aber, wir können diese auch prima ignorieren und liegen lassen. Die Bremse muss ich dabei auch regelmäßig mal treten, wobei ich das als positiven Druck empfinde.

        LG Thomas

    • Hallo Ulrike,

      Danke, Deine Worte lese ich sehr gerne. Ich habe übrigens in meinem RSS Reader auch Blogs, die hauptsächlich über Themen schreiben, die mich jetzt so nicht interessieren – eben z.B. der genannte Beauty Blog von Tara. Aber die schreiben eben auch ab und zu mal über Dinge, die ich toll finde oder ich mag einfach ihre Art. Da lese ich dann auch gerne mal mit.

      Und vielleicht hast Du Recht, jeder muss wohl mal eine Findungsphase für seinen Blog durchmachen um dadurch zu seinem eigenen Stil zu finden. Und dieser ändert sich ja auch noch laufend, weil man sich selber weiter entwickelt. Wenn ich heute unsere Reiseberichte und die Artikel von vor 6 Jahren durchlese, muss ich schon oft über mich selber und meine Schreibe von damals schmunzeln. So nach und nach werden wir die auch mal aufpeppen und schöner machen. Andererseits, sie gehören auch irgendwie zur Geschichte dieses Blogs.

      LG Thomas

  • Hallo liebe Nachbarn (bin ja gebürtig aus der Heimaterde!),

    erstens finde ich euren Blog wirklich super und zweitens habt ihr recht! Ich lese nur sehr wenige Blogs, die meistens sind ja leider wirklich sehr austauschbar. Mein Blog ist noch sehr klein und auch nach fast einem Jahr zähle ich mich eher zu den Anfängern. Ich schreibe nur 1-2 Berichte in der Woche, selten mal etwas mehr, aber ich mache es, weils Spaß macht, nicht weil ichmuss. Bei manchen frage ich mich eh, wie sie Blog, Job, Familie und Freunde unter einen Hut bringen, haben ihre Tage mehr Stunden als meine oder haben sie tatsächlich außer dem Blog kein Hobby mehr? Jedem wie er will, aber ich habe für mich entschieden, es ähnlich zu handhaben wie ihr und einfach so zu schreiben, wie es mir gefällt und vor allem, WANN es mir gefällt!

  • Ich hätte zum großen Teil den Beitrag auch nur unterschreiben müssen und war auch schon versucht den Ball aufzunehmen. Zustimmung vor allem auch, was diese so genannten Blogexperten angeht.

    Warum du 12 mal um den Pudding laufen musst. Hach, ab und zu krieg ich da die Blog“Krätze“ wenn ich das lese. Selbst seriöse Blogger, die bisher durch Sachlichkeit und Freundlichkeit auffielen und sich empfahlen, fangen plötzlich mit der Provokationstour an. Ansonsten wird man nienienich ein smarter Blogger.

    Solange ich der Hans bleibe und guten Gewissens meine Beiträge abschicken kann, ist alles juut.

    • Ja Hans,

      das mit dem smarten Blogger scheint im Moment ja wieder der größte Hype zu sein. Und alle Gurus springen drauf an. Naja, sollen sie machen, ist ihr gutes Recht. Mein gutes Recht ist es, nicht alle Trends gut zu finden und schon gar nicht, diese mit zu machen.

      LG Thomas

  • Das hast du sehr schön thematisiert, Thomas. Generell ist die Beauty-Blogger-Szene eine ganz eigene Welt. Ich schrieb ja mal einen…. Es ist thematisch sehr eng gesteckt un die Konkurrenz ist groß, fast alle streben nach den Großen der Szene. Ich empfand Beauty Blogger als Ich-Menschen, es wird sehr wenig verlinkt, Kommentare kommen auch eher selten auf einem kleinen Blog. Kommentiert wird fast nur bei den Großen. Mir hat es keinen Spaß gemacht.

    Ich habe auch in den letzten 3 Wochen nichts geschrieben, ich hatte Urlaub. Ich habe mal bei Twitter geschaut und das war es. Das soll auch so sein. Meine Zahlen sind eingebrochen, ist dann halt so. Ich habe auch nichts anderes erwartet, dafür ist mein Blog zu klein.

    Gute Überschriften müssen nicht reißerisch sein. Sie sollen Interesse wecken weiterzulesen. Und ich hasse sie die 1000 Tipps für irgendwas. Ich bin da anfangs schon drauf reingefallen, aber man lernt ja.

  • Lieber Thomas
    ich kann dir eigentlich in allen Punkten voll und ganz zustimmen. Als ich vor zwei Monaten in die Blogosphäre gewagt habe, bin ich auch auf vielen „Experten“blogs hängen geblieben. Das erste, was mich dort abgeschreckt hat, war die permanente Aufforderung hier was zu klicken, da was zu abonnieren, dort was zu kaufen. Nicht nur auf einer einzigen Seite, nein auf fast allen! Zusätzlich wiederholte sich alles in Dauerschleife. Was ist daran noch innovativ, smart oder mehrwertbietend? Ich kann es doch in 100 anderen Varianten genauso auch nachlesen. Ich habe für mich entschieden, ich mach mein Ding, ich bleib wie ich bin und wenn es eine Zeit mit weniger Artikel gibt, dann ist es einfach so. Genau wie ihr! Hier bin ich übrigens sehr gerne unterwegs!
    Annie aus der Nachbarstadt 🙂

    • Hallo Annie,

      genau, diese „Klick-jetzt-hier“-Wüsten sind fürchterlich – aber wenn man den Betreibern glauben darf auch erfolgreich und der letzte Schrei. Naja – man muss da nicht lesen.

      Gerade als neue Blogger sucht man ja nach Informationen und Tipps, das ging uns selber vor 2 Jahren auch so. Es gibt aber auch viele, sehr gute Seiten, die Tipps geben und den ganzen Müll nicht einsetzen, man muss nur ein wenig suchen.

      LG Thomas

  • Hallo Thomas

    Bin ich froh, sehe ich es nicht allein so!
    Gigi hat sich vor einiger Zeit auch einmal genau zu diesem Thema Gedanken gemacht. Wenn ich mich manchmal so durch die Beiträge lese und dem gefühlten 1000sten Glitzernagellack begegne, bekomme ich negative Gefühle.
    Wie gern würde ich auf diesen Artikel verlinken, aber Du weisst ja, Blog down – danke, lieber Hacker! Ich wollte über den Sommer eh etwas kürzer treten. Ihr hättet nicht nachhelfen müssen!
    Kooperationsanfragen hatte ich auch schon einige sinnige und viele unsinnige. Ich muss gestehen, Deine BH-Anfrage hat mich amüsiert und fast ein wenig neidisch gemacht. Ich denke Reiseblog hin oder her, Gigi hätte dieses Thema aufgegriffen und auf ihre charmant-naive Art mit ein paar Fragezeichen um sich geworfen.

    Ich denke, man muss beim Bloggen/Schreiben sich und seinem Stil treu bleiben. Alles andere spürt der Leser. Ich für meinen Teil werde – sobald ich den Blog aus seinem auferzwungenen Hacker-Schlaf wiedererweckt habe – weiterhin aus Gigis Sicht über unsere Reisen berichten.

    Ich lese Deinen/Euren Blog gern, weil er so ist, wie er ist. Weiter so!

    Liebe Grüsse
    Kati

    • Moin Kati,

      was ich von dem Angriff auf Deine Seite halte, das habe ich je schon per Mail gesagt.

      Ums so schöner, wenn wir nach dem Sommer wieder von Gigi lesen können.

      LG Thomas

  • Danke danke danke! Selten sprach mir ein Artikel so sehr aus der Seele wir dieser hier. Ich haben einen (sehr) kleinen Foodblock, den ich hauptsächlich begonnen habe, um all die schönen Rezepte nicht zu vergessen, wenn es nach einen leckerem Essen mal wieder hieß: das müssen wir wieder mal machen. Und da ich diese Rezepte auch gern mit Familie und Freunden Teile, war und ist das der ideale Weg. Natürlich freue ich mich über jeden Leser und jeden Kommentar. Aber wenn ich keine Lust zum bloggen habe, dann ist das eben so und es bleibt still auf den Blog. Ich will mich nicht drängen lassen, stress gibt es im Job schon genug.
    Aber die Tipps des Eichhörnchens setzte ich trotzdem sofort alle um… 🙂

    Liebe grüße
    Nadi

  • Hallo ihr beiden,

    wieder einmal großartig, ehrlich und mir aus der Seele geschrieben.
    Manchmal muss man sich einfach mal selbst beobachten, das habe ich in der letzten Zeit auch getan und anhand dessen so einiges geändert. Zunächst einmal das „ich muss“ – wieso muss ich eigentlich? Ihr bringt es mal wieder auf den Punkt – auch ich schreibe wie es mir gefällt – die einen bezeichnen es ein bisschen zu durcheinander, ich bezeichne es als abwechslungsreich. Das wichtigste finde ich, dass man Spaß an der Sache hat, denn das spiegelt sich in den Berichten und Fotos wieder und der Leser merkt es und hat Freude dran.

    Ein dickes Dankeschön mal wieder für den tollen, auf den Punkt gebrachten Artikel.
    Liebe Grüße, Tanja

    • Moin Tanja,

      wir sind ja auch schon drauf angesprochen worden, warum wir hier über Themen schreiben, die nichts mit Reisen und/oder Fotografie zu tun haben. Dabei ist es ganz einfach: Weil wir es können. 🙂

      LG Thomas

  • Also einen Blogger-Burnout bekomme ich wohl auch eher nicht, eher schon einen Burnout wg meiner Arbeit. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich habe auch mal überlegt und rumexperimentiert wie ich mehr Leser bekommen könnte und habe auch die Überschriften nach den Tipps der einschlägigen selbsternannten Gurus gewählt. Hm, ich habe keine große Veränderung gemerkt. Dann habe ich meine Social Media Aktivitäten gesteigert etc. Ich bin aber schnell zu dem Ergebnis gekommen, dass bei Arbeit, Studium und Blog nicht für alles drei gleich viel Zeit ist. Also muss leider manchmal (eigentlich viel zu oft) der Blog hinten an stehen. Wer mit seinem Blog erfolgreich sein will und damit sein Geld verdienen möchte, muss sehr viel Zeit darin investieren und die habe ich einfach (noch) nicht. Das wird wohl schon das ganze Geheimnis sein, oder? Ich glaube auch, dass die Bloggerszene sich stark selbst unter Druck setzt und leider ein Konkurrenzdenken aufbaut. Einige wollen da eine Unterscheidung zwischen Hobbyblogger und „smarte Blogger“, andere tun alles, um egal wie möglichst viele Follower zu bekommen, um für Kooperationspartner interessant zu werden. Und andere schreiben eine Packliste nach der anderen – den Sinn dahiner habe ich bis heute noch nicht verstanden … ja klar man viele Amazon Links platzieren. Aber brauchen Leute wirklich Tipps wie viele T-shirts sie einpacken sollen?
    Mittlerweile bekomme ich auch Kooperationsanfragen worüber ich mich sehr freue. Manche kann ich leider nicht einordnen, letztens sollte ich etwas über selbstgestaltete Urnen schreiben. Ich will lieber nicht wissen wie das mit einem Reiseblog zusammen passen soll. ^^

    LG Myriam

    • Moin Myriam,

      Danke für Deinen Kommentar. Und das Geheimnis der Packlisten hast Du schon gelüftet – wir haben ja auch eine. Und, es funktioniert tatsächlich mit den Amazon Links.

      Und das mit der Zeit, das ist wirklich oft ein Problem. Wir schreiben ja alle Beiträge Sonntags oder an den Abenden. Wir haben noch so viele Ideen, wir könnten noch viel mehr machen aber es fehlt einfach die liebe Zeit. Und bei dem schönen Wetter gibt es ja auch noch andere schöne Dinge, die man machen möchte.

      LG Thomas

  • Ihr hört mich klatschen!
    Ach halt… doch nicht mehr, bei ROSA habe ich damit aufgehört 😀
    Nee im Ernst, mal wieder in toller Beitrag. Bis auf den Beitrag auf neomtrauma habe ich übrigens noch nix vom Blogger Burnout gehört. Liegt vielleicht auch daran, dass ich in meinem Kämmerlein mein Ding durchziehe. Und mir macht es Spaß so wie ich es mache!
    Klar gibt es immer mal Sachen die grad nicht so laufen, wie ich es gerne hätte – that’s life. Das gibt es auch beim Bloggen. Aber so lange unterm Strich jede Menge Spaß dabei rauskommt, macht das nichts.
    Macht weiter so, lasst den Hintergrund weiß und alles ist und bleibt gut! 🙂

    Liebe Grüße,
    Marc

  • Hallo Thomas.

    Das was Du schreibst hat derzeitig dringende Allgemeingültigkeit. Jeder (nicht nur die Blogger) sollte darauf achten – bei sich zu bleiben und sich von diesem Übermaß an Informationen und vermeintlichen Anforderungen auf keinen Fall bis zur Erschöpfung anstecken lassen. Burnout gibt es ja nun leider nicht nur in der Bloggerszene und dank meines „echten“ Berufes in der alternativen Medizin, kann ich quasi ein Lied davon singen. Minimum einer pro Tag, der mit Burnout und damit einhergehender temporärer Berufsunfähigkeit kämpft und meine Praxis aufsucht. Danke für den Bericht – ehrlich, klar und auf den Punkt gebracht. Lg Sandra

    • Moin Sandra,

      Danke für Deinen Kommentar. So weit, bis zum Burnout, darf man sich aber doch nicht von einem Hobby treiben lassen – dann läuft doch richtig was falsch.

      LG Thomas

  • Wieder ein Artikel wo ich fast jedes Wort unterschreibe.

    Tu dies nicht, Tu das nicht, sonst blablabla..

    Und plötzlich liest du in jedem Blog dasselbe..gerade bei Foodblogs bin ich immer wieder überrascht wie plötzlich alle dasselbe kochen oder backen,..

    Da vergeht mir der Spaß, wenn ich immer dasselbe habe wie andere.

    Und DAS ist das Wichtigste, dass der Spaß beim Bloggen anhält.

    Liebe Grüße Sina

    • Moin Sina,

      und genau den Spaß kann man bei einigen Blogs nicht spüren, als Leser. Man hat eher das Gefühl, da müssen mit aller Gewalt Beiträge produziert werden damit die Quote stimmt usw.

      LG Thomas

  • Schön, wie man immer wieder die Wellen in der Blogosphäre beobachten kann. Eine zeitlang hatten alle verspielte VintageTemplates, dann waren Lifestyle und FashionBloggerInnen auf einmal fast unsichtbar mit hellgrauem Text auf weißem Grund und völlig überbelichteten Fotos und jetzt, nachdem die meisten auf cleane Templates umgestiegen sind, bloggt man übers Bloggen, den Bloggerburnout und die ultimativsten Tipps – egal zu welchem Thema…

    Bislang konnte mir keine dieser Mödelchen groß etwas anhaben und ich blieb meinem Stil treu – glaube ich zumindest. Es ist wie du schreibst, die meisten Blogs sind so austauschbar, dass man sie schon mal leicht verwechseln könnte. Aber vielleicht liegt diese fehlende Handschrift, dieser noch nicht ausgearbeitete Stil und das mitsurfen auf den großen Wellen einfach auch daran, dass die meisten BloggerInnen, auf die das zutrifft, noch sehr jung sind und im Grunde unbeschriebene Blätter. Die Individualität kristallisiert sich oft erst später heraus…

    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

    • Moin Salvia,

      das mit dem Alter kann vielleicht mit ein Grund sein. Ich weiß ja selber, wie ich in jungen Jahren war. Hätte es da schon Blogs (bzw. das Internet) gegeben, dann wäre ich vermutlich auch nicht so gelassen an die Sache ran gegangen, wie ich es heute mache. Und meinen Stil hätte ich wohl alle 5 Minuten geändert, je nachdem welche tolle Seite ich gerade besucht hätte.

      Die Einstellung, einfach sein eigenes Ding durchzuziehen kam auch erst recht spät, auch bei anderen Dingen im Leben.

      LG Thomas

  • Hallo, find ich super, die Einstellung! Ich sage auch immer, das ist MEIN Blog, da kann ich mir ja wohl selbst aussuchen, worüber ich berichten möchte und worüber nicht. Und wenn ich mal innerhalb drei Tage fünf Artikel schreiben muss, weil mir das gerade so unter den Nägeln brennt und dann mal zwei Woche dazwischen liegen, dann ist das auch eben so.

  • Hallo 🙂

    Wirklich ein sehr lesenswerter Artikel von Euch! Ich kann zwar nachvollziehen, dass man durchaus unter Druck steht, wenn man mit seinem Blog Geld verdient / verdienen muss. Bei Hobbybloggern denke ich mir aber immer so „selbst schuld“, denn es ist ein Hobby und sollte Entspannung und Erholung vom Alltag bedeuten und nicht noch mehr Stress.

    Ich persönlich blogge dann, wenn ich Zeit dazu finde und setze mich da kein bißchen unter Druck. Eher finde ich es schade, wenn ich so wie momentan wenig Zeit dafür finde, aber manchmal muss man halt Prioritäten setzen und da geht z.B. die Familie immer vor. Bei manchen Bloggern frage ich mich eh, wie sie bei der Taktzahl an Beiträgen und scheinbar 24 Stunden-Onlineaktivität überhaupt noch ein Leben neben dem Blog auf die Reihe bekommen 😉

    Man merkt in Euren Beiträgen auch sehr schön, dass Ihr die Sache locker angeht, denn sonst würdet Ihr glaube ich nicht so flüssig schreiben, wenn da in irgendeiner Form Druck dahinter wäre 🙂

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Hi Sarah,

      das hoffe ich doch, dass man das merkt. 😉

      Im Ernst, ich hatte gerade am Anfang auch Phasen, wo ich dachte – Du musst nun noch was für morgen schreiben…

      Wenn mir das jetzt passiert, mache ich meistens sofort den Rechner aus, damit ich gar nicht in Versuchung kommen. Allerdings ist unsere ToDo Liste inzwischen so lang, das wir eh keine Not haben. Und da ich die meisten Artikel am Wochenende schreibe, muss ich mich in der Woche nicht unbedingt auch noch am Abend hinsetzen. Schon gar nicht, bei dem aktuellen Wetter.

      LG Thomas

  • Ich habe es gerade auch in einem anderen Blog schon geschrieben: bei mir gibt es weder Einheitsbrei, noch Stress. Keinen Redaktionsplan und keinen Burnout. Ganz einfach, weil mein Blog mein Hobby bleibt, in das ich so viel Zeit (und Geld) investiere, wie ich will. Und wann ich will.

    Sobald man nicht mehr aus Leidenschaft bloggt, sondern um „erfolgreich“ zu sein, hört der Spaß auf und fängt die Arbeit an. Und dann hat das für mich nicht mehr viel mit dem „echten Bloggen“ gemeinsam, weil sich Ziele und Motivation grundsätzlich voneinander unterscheiden.

    Das Thema ist zu Recht in aller Munde – wie auch die vielen Kommentare hier zeigen (die ich mir noch durchlesen muss) – denn ich finde, es wird Zeit, die „Blogger aus Leidenschaft“ von den „Experten Blogs“ zu unterscheiden. Danke für Dein Statement dazu – das unterstreiche ich komplett 🙂

    • Moin Eddy,

      naja, man kann auch einen Blog aus Leidenschaft erfolgreich betreiben – ohne dabei in Arbeit zu verfallen. Und kein Mensch hat was gegen Experten Blogs, ich lese einige davon sehr gerne. Aber wenn die mir das Leben und die Welt mit ihren dauernden „Du muss dies tun, Du musst das Tun“ – dann disqualifizieren diese sich in meinen Augen als Experten. Denn als richtige Experten wüssten sie, das es immer mehrere Wege zum Ziel gibt und nicht nur dein einzig Richtigen.

      LG Thomas

      • OK, ich sehe, ich hab mich nicht richtig ausgedrückt. Was ich meine:

        Ich finde „Bloggen aus Leidenschaft“ ist etwas anderes als „Bloggen zum Geld verdienen“. Letzteres ist aus meiner Sicht nicht „Bloggen“ sondern bestenfalls „Verkaufen“.

        Dabei schließt Bloggen aus Leidenschaft niemals Erfolg oder Einkommen aus. Aber die Motive und die Ziele sind halt grundverschieden, wenn ich aus Spaß blogge, oder wenn ich aus monetären Gesichtspunkten schreibe.

  • Wow, Thomas, Respekt für diesen Artikel, der ja so vielem widerspricht was man in der Branche hört und liest. Ich fand ihn wirklich sehr inspirierend.
    Da ich mit dem Bloggen oder soll man sagen Angebotserstellen erst begonnen habe, habe ich in letzter Zeit viel gelesen über „mehr Besucher für Deinen Blog“, „erfolgreich bloggen“ oder ähnliches.
    Bei unserer Seite stehen die Urlaubsangebote im Vordergrund, auch wenn wir versuchen, insbesondere auf Facebook immer wieder informative Artikel zu posten. Diese sind jedoch nicht so sehr gefragt. Unsere Besucher kommen weil sie auf der Suche nach angeboten sind.
    Dies funktioniert auch gut wenn wir entsprechende Besucher haben. Diese zu bekommen habe ich aber bisher noch nicht den Traumweg gefunden.
    Ich freue mich daher zu lesen was bei Euch gut funktioniert.
    Grüße aus dem sonnigen Würzburg
    Steffi

  • Sehr schöner Kommentar. 🙂
    Ich steige gerade erst in die Thematik ein mit einem Blog Geld verdienen zu können bzw. zu wollen. Da lese ich gerade sehr viele Blogs zum Thema „How to…“ und ja, schon nach kurzer Zeit geht es mir einfach nur auf die Nerven dieses „liken“ sie mich hier, „abonnieren“ mich dort. So soll es bei mir jedenfalls nicht werden. Blogs, die ich immer wieder gerne lese und die dann auch wirklich erfolgreich sind/werden, haben eines gemeinsam: sie haben eine eigene Handschrift! Sie stechen in der Masse hervor. Sie spiegeln nicht immer meine Meinung wieder, aber sie regen mich (fasst) immer zum nachdenken an.

    Viele Grüße
    Alex

  • Ich bin ganz klar bei dir: Man soll sein eigenes Ding durchziehen, seine eigene Stimme finden und sich von Kooperationspartnern nicht unter Druck setzen lassen. Ich seh das wie Du: Da ich genügend Anfragen bekomme, setzte ich einfach den Preis höher und mache nur noch, was mir passt.

    Mit den Listen bin ich aber nicht einverstanden. Listenposts laufen ganz einfach sehr viel besser als gewöhnliche Fliesstexte. Das kann ich auf Grund der Statistiken recht gut erkennen. Letztlich ist aus meiner Sicht auch nichts gegen Listen einzuwenden, da sie den Text auf eine relativ leichte Weise gliedern und (noch wichtiger!) überfliegbar machen.

    Ich denke, als Blogger sollte man den Leser immer im Auge behalten und für ihn schreiben. Aber gleichzeitig ist es auch wichtig, sich selber zu bleiben und sich treu zu sein.

    • Hi Oli,

      das mit den Listen ist noch das am wenigsten Störende. Einige habe ich ja auch, es werden auch noch weitere kommen, aber so richtig rennen wollen die hier nicht. Naja, vielleicht mache ich die Nächste einfach noch besser. 😉

      LG Thomas

  • Hallo ihr beiden,

    ich bin zufällig über „Heldenwetter“ auf euren tollen Blog gestoßen. Danke für euren Beitrag. Ich bin noch recht neu in der Bloggerwelt, aber hab mich auch ziemlich unter Druck gesetzt. Aber vor einigen Monaten hab ich mich dann bewusst hingesetzt und nachgedacht, warum ich mit dem Bloggen angefangen habe: weil´s Spaß macht. Das führt vielleicht dazu, das nicht alles perfekt ist, besonders was die Technik angeht, weil ich davon überhaupt keinen Plan hab. Oder dass meine Fotos nicht großartig sind, weil ich mal keine Zeit hatte ein großes Set aufzubauen und das Essen nur kurz mit dem Handy fotografiert. Aber das ist dann halt so.

    Gerade für neue Blogger sind solche Beiträge wie eure wirklich goldwert. Daher danke!

    Habt ein schönes Wochenende,
    liebe Grüße vom Bodensee schickt euch Ines

    • Moin Ines,

      gerade für Neueinsteiger ist es oft schwierig den richtigen Weg zwischen Perfekt und Zeitaufwand zu finden. Viele sind dann abgeschreckt und hören nach einer Zeit wieder mit dem Bloggen auf, wenn es ihnen über den Kopf wächst und das ist Schade. Du hast offensichtlich schnell den richtigen Mittelweg gefunden, der für Dich richtig ist. Perfekt.

      LG Thomas

  • So viele wahre Worte. (Und vielen Dank auch für die Verlinkung!)
    Du hast so Recht: Wir müssen erstmal gar nichts!

    Ich habe in letzter Zeit so viele Blogs aus meiner Leseliste entfernt, weil sie so austauschbar waren. Oder weil die Texte vor lauter SEO-Optimierung einfach nur grauenhaft zu lesen waren.
    Tut mir Leid, aber ich schreibe lieber für einen schönen Text, als für nen tollen Rank bei Google.

    Ich will auch niemals von meinem Blog finanziell abhängig sein. Das würde mir so viel Spaß nehmen. Und ich bin mir sicher, auch die Qualität meines Blogs würde leiden. Ja, vielleicht könnte ich dann 5-6x pro Woche bloggen, statt wie bisher 1-2 x. Allerdings schreibe ich lieber weniger Posts, dafür mit Spaß und Bloggerherzblut, als 5 Kooperationen und abgewandelte Pressetexte, damit ich meine Miete zahlen kann. Nein danke!

    • Moin Jenni,

      meinen RSS-Reader habe ich letzten nach ähnlichen Kriterien bereinigt. Zusätzlich sind noch alle Blogs da raus geflogen, die mir das Bloggen in penetranter Form erklären wollten. Du musst dieses, Du musst das, Eintausenddrölf Wege erfolgreich zu sein… blablabla.

      Und die Unabhängigkeit ist ein weiterer wichtiger Punkt. Wir haben hier auf dem Blog nur wenige Kooperationen. Diese sind entstanden mit wirklich sehr netten Partnern, die auch keinen Druck machen. Die meisten Anfragen, welche wir bekommen, lehnen wir ab – die passen einfach nicht zu uns.

      LG Thomas

  • […] viele zur Last geworden ist. Auch Melanie und Thomas setzen den Blogger-Burnout etwas entgegen und schreiben darüber, dass sie einfach ihr Ding durchziehen werden. Anna Nikabu fasst in einem Beitrag viele Artikel […]

  • Hallo,
    ich werde per Email über neue Kommentare benachrichtigt. Das kommt dann immer mit den Worten „XY plapperte gerade“. Ich finde, dass das Wort „plappern“ den Kommentar herabwürdigt und das, was der Kommentierende zu sagen hat, als „unwichtiges Geplapper“ bezeichnet wird. Das ist nicht schön. Kannst du das ändern? Ich mag gar nicht mehr kommentieren, wenn mein Kommentar sowieso nur Geplapper ist.
    Beste Grüße
    Ulrike

  • Ja, ja und nochmals ja!

    Hallo Melanie und Thomas,

    ihr sprecht mir so dermaßen aus dem Herzen! Bis vor einigen Monaten habe ich nämlich auch einen dieser austauschbaren Beauty-Blogs betrieben und mich damit selbst blockiert!

    Du musst diese Woche noch 2 Beiträge schreiben!
    Du musst bessere Fotos machen!
    Du musst neuere/bessere Produkte reviewen!
    Du musst… du musst… du musst…

    Warum eigentlich? Das kann ich heute nicht mehr sagen.

    Letzten Monat fing ich einen neuen kleinen Blog an. Er handelt diesmal nicht mehr von dem Mainstream-Thema Beauty, sondern von einem Hobby, das außer mir nicht viele Menschen teilen. Das heißt natürlich auch, dass nicht viele ihn lesen werden.

    Genau das lässt mich jetzt entspannt bloggen. Ich freue mich endlich wieder, wenn ich mir meinen Blog ansehe und bin nicht im geringsten gestresst!

    Jetzt heißt es:

    Du kannst heute bloggen, wenn du möchtest. Wenn nicht, dann nicht!

    Liebe Grüße

    Die entspannte Dana 🙂

    • Hi Dana,

      coooool – Du hast einen Puzzelblog – ich liebe das Puzzeln. Allerdings mache ich das gerade nur online – wir haben vier Katzen, versuche da mal ein Puzzel zu machen, da wirst Du wahnsinnig. Auf jeden fall bist Du bei mir im RSS-Reader gelandet – also schon einen entspannten Leser mehr!

      LG Thomas

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