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Bloggergequatsche – Besucherzahlen

  • Bloggergequatsche - Besucherzahlen

Ab und zu muss man sich mal was von der Seele schreiben, praktisch als Selbsttherapie. Seit ein paar Wochen brechen unsere Besucherzahlen ein, vermutlich eine Folge diverser Updates bei Google. Dabei sagen schlaue SEO-Indexe eigentlich was Anderes zu unserem Blog.

Damit starten wir auch ein neues Format – das Bloggergequatsche. Hier werden wir unregelmäßig über Dinge schreiben, die unter des Bloggers Nägeln brennen. Jajaja… noch ein Thema auf dem Blog. Aber das ist unser Tagebuch und das Bloggen ist nun mal ein nicht ganz unwichtiger Teil unseres Lebens.

Was bedeutet das Konkret?

Butter bei die Fische! Noch im September hatten wir ein Jubelposting über unserer Social-Media-Kanäle abgesetzt. Da hatten wir erstmals über 100.000 Seitenaufrufe auf unserem Blog, in einem Monat. Eine für uns Hobbyblogger eine unfassbar hohe Zahl.

Und jetzt, im letzten Drittel des Novembers, ist der Wert auf 68.700 in den letzten 30 Tagen eingebrochen. So einen Wert hatten wir zuletzt irgendwann Anfang 2018.

Jaaa, das ist immer noch Jammern auf allerhöchstem Niveau. Die Besucherzahlen hätten andere Blog gerne und würden dann vermutlich ein Piccolöchen aufmachen.

Wir finden das aber irgendwie frustrierend, weil es mal wieder zeigt, wie abhängig wir Blogger von Google und Co. sind. Und es regt uns auf, weil es nicht nachvollziehbar ist. Da gibt es so tolle Tools, die einem anzeigen, wo man bei Google steht. Bei XOVI haben wir weiter Rekordwerte, die seit Monaten auf hohem Niveau rum schwanken. Bei Sistrix gab es ein Hoch vor 2, 3 Wochen aber im Ganzen dümpelt unser Blog dort auf einem gesunden Wert über längere Zeit stabil da rum.

Brauchen wir die Besucherzahlen?

Ganz klar: Nein!

Wir verdienen mit dem Blog nur ein paar Euro, über einige wenige Affiliate-Links. Wenn diese Einnahmen wegbrechen würden, würde das kein Loch in unsere Urlaubskasse reißen. Die Kosten für die Seite (Server, Lizenzen) bekommen wir damit auch weiter locker gedeckt.

Kooperationen gehen wir ja keine mehr ein. Einerseits wollen wir schreiben, wie wir Lust haben und keine Verpflichtungen eingehen. Andererseits sind 99% aller ankommenden Kooperationsanfragen nur zur Belustigung zu gebrauchen, im besten Fall, oder direkt ein Fall für die digitale Ablage Rund. Somit müssen wir auch keinem potenziellen Partner diese Zahlen nennen.

Aber unser Ego leidet, ein bisschen, oder doch nicht?

Sind wir doch mal ehrlich. Wir Blogger schreiben doch nicht, damit nur Freunde, Familie, Bekannte die Berichte lesen. Dann könnten wir das auch in einer geschlossenen Gruppe machen. Nein, wir sind schon ein wenig heiß darauf, dass unsere Beiträge durch die Welt gehen und gelesen werden.

Zu Beginn unserer Bloggerkarriere haben wir schon ein Eierlikörchen getrunken, wenn wir mal tausend Besucher im Monat auf dem Blog hatten.

Nach und nach kamen immer mehr Besucher dazu, die Statistikkurve ging in Summe immer nur nach oben. Natürlich mit Schwankungen, es gab immer schlechte Monate, wo man mal 10% weniger Besucher wie im Vormonat hatte. Es ging auch mal 2-3 Monate nacheinander runter – aber nicht so krass wie im Moment.

Und es ist nun mal so, hat man einmal so viele Besucher auf dem Blog gehabt, dann will man auf dem Level gerne weiter machen. Dabei ist das, zumindest in unserem Fall, doch Unsinn. Ob wir nun 100.000 oder 70.000 Seitenaufrufe haben – für uns dreht sich die Welt weiter, uns geht es gut, es bedeutet für uns keinen Nachteil, es hat überhaupt keine Auswirkungen. Diese Erkenntnis sollten sich andere Reiseblogger, die das als Hobby betreiben, auch mal vor Augen halten.

Wir sind so privilegiert, dass wir Zeit und Geld für ein wunderbare Hobby aufbringen können. Wir müssen nicht um unser Leben fürchten und wir müssen keine Sorgen um Essen oder Trinken für den nächsten Tag machen. Das ist viel wichtiger, als ein paar tausend Besucher auf dem Blog pro Monat. Und solange man dann Spaß am bloggen hat, solange die Lust da ist, Texte und Bilder ins Netz zu stellen – lasst Euch nicht von einer doofen Zahl frustrieren.

Kommunikation mit den Leserinnen und Lesern

Ein weiterer kleiner Frustfaktor ist die Kommunikation mit Euch Leserinnen und Lesern. Das jetzt aber bitte nicht falsch verstehen oder als Vorwurf.

Die Anzahl der Kommentare ist ordentlich eingebrochen. Das gilt ganz besonders bei unseren Reiseberichten. Da kommt fast kein Feedback. Bei Fotothemen, Reisetipps oder auch bei Themen rund um das Dampfen sieht es ein wenig anders aus.

Jetzt sind wir allerdings auch die Letzten, die sich darüber beschweren dürfen. Wir selber lesen viel auf anderen Blogs, Kommentare hinterlassen wir allerdings nur sehr selten.

Warum ist das so?

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, wo wir mit Informationen zugeballert werden. Von morgens bis abends online, Facebook, Twitter, Blogs, Nachrichtenseiten beschallen einen rund um die Uhr mit neuem Input für die Denkschüssel. Das endet darin, dass wir viele Informationen nur noch aufnehmen und nicht mehr richtig verarbeiten. In der Zeit, wo man sich über einen Kommentar für einen schönen Blogbeitrag Gedanken macht, pingt schon 8x das Smartphone mit neuen Nachrichten.

Dazu kommen die mobilen Geräte. Wir selber lesen Blogbeiträge oft am Abend, im Bett auf dem iPad. Zum Lesen ist das urgemütlich, zum schreiben eher suboptimal. Wir erwischen uns selber oft dabei zu denken „Toller Artikel, da könnte ich jetzt noch XY zu anmerken oder fragen“. Und dann will man es „morgen am Rechner“ machen – und das wird dann nichts, es geht im Alltag wieder unter.

Auch andere BloggerInnen sind frustriert

In verschiedenen Bloggergruppen liest man von ähnlichen Entwicklungen im November 2019. Einige Blogs haben massive Einbrüche bei den Besucherzahlen. Und diese sind, wie bei uns, nicht saisonal zu erklären.

Der Herbst ist bei Reiseblogs immer ein doofer Monat, ganz besonders wenn sie über Aktivitäten berichten, die eher sommerliches Wetter voraussetzen. Das bessert sich meistens zu Jahresbeginn, wenn viele potenzielle Leser ihre Reiseplanungen für das neue Jahr angehen und dann nach Tipps und Erfahrungen suchen.

Gerade, wo ich diesen Beitrag schreibe, sehe ich auf Facebook, dass ein wunderbarer Blog seine Türen schließen wird. Stefan wird seinen Blog Schwerti on Tour abschalten. Das finden wir sehr bedauerlich, da wir dort Stammleser waren.

Seine Gründe hat er aufgeschrieben. Neben der Verschiebung der Interessen ist einer der Hauptgründe, dass die Resonanz auf seine Beiträge in keinem Verhältnis zum Aufwand steht, diese zu erstellen.

In einer geschlossenen Reiseblogger-Gruppe spricht Andres (vom Blog Reisewut) dann mal aus, was einige Blogger wohl bewegt.

Besucherrückgang um über 70% in November und das, obwohl ich alles erdenkliche mache um die Seite für Google zu optimieren. Bilder alle schön klein, Seite eigentlich recht schnell, Beiträge SEO-optimiert, eingelesen in SEO-Geschichten, mich mit Keywort-Research beschäftigt etc.pp. Tausende Stunden fließen in so eine Seite … und dann kommt Google daher und macht wieder irgendein Schwachsinnsupdate und alles ist für‘n Arsch gewesen.

Das * in Arsch habe ich in diesem Artikel ausgeschrieben. Denn was gesagt werden muss, muss auch gesagt werden.

Recht hat er. Und wenn man dann noch sieht, welche Beiträge sich zu gewissen Suchbegriffen auf den vorderen Plätzen von Google rumtümmeln, dann kann man schonmal eine Glaubenskrise bekommen. „Die XY besten Tipps für Bla“, „Ultimative Geheimplätze in XY“ und andere Überschriften, denen oft nur heiße Luft folgt. Darüber hat sich letztens die gute Ilona von Wandernd noch sehr nett ausgelassen. Von Recherche, Wissen und Qualität sind diese Beiträge oft (nicht immer) meilenweit entfernt. Trotzdem funktionieren die, sonst würden die nicht in so großer Zahl geschrieben.

Mal durchatmen und nachdenken!

Warum ist das alles so, wie es ist und was bedeutet das für uns und unseren Blog.

Vorab, wir sind weit davon entfernt, unseren Blog einzustellen – sehr, sehr weit. Für uns ist dieser Blog wie ein Kind, das gibt man nicht einfach so auf.

Aber wir schrauben unserer Erwartungen an Besucherzahlen mal wieder auf ein realistisches Maß herunter. Die Entwicklung der letzten 5 Jahre wird so nicht weitergehen, dass müssen wir realistisch sehen.

Zudem hatten wir Anfang des Jahres den umgekehrten Effekt. Von Dezember 18 auf Januar 19 hatten wir plötzlich 25.000 Leser mehr auf dem Blog. Das hat uns auch in keine Krise gestürzt. Und übers Jahr gesehen haben wir erst recht keinen Grund zum Jammern. Im letzten Jahresrückblick hatten wir uns als kleines Ziel das Erreichen von 500.000 Lesern gesteckt. Und das hatten wir im September schon erreicht.

Google wird noch vieles verändern

Google ist bei uns der Besucherlieferant Nummer Eins. 79% unserer Leserinnen und Leser kommen über eine Google-Suche zu uns auf den Blog.

Andere Suchmaschinen können wir vernachlässigen, das sind keine nennenswerten Zahlen, die von dort kommen.

Also müssen wir mit Google und seinen Änderungen einfach leben. Dabei wird es immer wieder Updates geben, die einen nach oben in die Ergebnisse spülen, andere reißen den Blog dann wieder auf die unendlichen Weiten ab Seite 2 in den Suchergebnissen.

Wir werden deswegen weiter kein spammiges SEO betreiben. Das funktioniert sowieso nicht mehr. Früher was es noch möglich, den „Schlüsseldienst Kleindümpelhamm“ noch auf Platz 1 bei Google zu bekommen, wenn man einen 400-Wörter Text geschrieben hat, in dem 27 mal der Begriff „Schlüsseldienst Kleindümpelhamm“ vorkam – und zwar genau in dieser Schreibweise. Das funktioniert aber schon länger nicht mehr.

Texte, die so optimiert sind, haben wir auch damals nicht geschrieben, als das noch möglich war, das war uns wirklich zuwider.

Wir betreiben, um Gegensatz zu vielen anderen Bloggern, auch keine großartige Keyword-Recherche, bevor wir einen Text schreiben. Wir überlegen schon, wonach könnte der Leser suchen, um diesen Beitrag zu finden? Dann legen wir ein Keyword einfach so fest und schreiben unseren Beitrag dazu. Klappt das dann mit einem guten Ranking, dann ist es schön – wenn nicht, kein Weltuntergang.

Andere Dinge, die Google wichtig sein sollen, wie schnelle Ladezeiten, kleine Bildgrößen, vernünftige Gliederung der Texte, sind für uns eigentlich selbstverständlich – das würden wir alles auch machen, wenn es kein Google geben würde.

Google User suchen Lösungen, keine Unterhaltung

Wenn wir mal nachschauen, welche Artikel über einen langen Zeitraum (oft sind es Jahre) gut funktionieren, dann stellen wir schnell folgendes fest:

Die Besucher, die über Google kommen, suchen Lösungen zu Problemen oder Fragen. So sind unserer Anleitungen zu Fotokameras, unserer ESTA-Anleitung, Tipps zum Führerschein in den USA und andere Tipp-Beiträge die Renner.

Unserer Reiseberichte haben dagegen eher einen unterhaltenden oder erzählenden Charakter. Diese werden über Google so gut wie gar nicht aufgerufen. In neueren Reiseberichten packen wir zwar auch immer wieder mal ein paar Tipps rein. Offensichtlich gewichtet Google diese aber nicht stark genug, um in die Top-Suchergebnisse zu kommen.

Jo, dann ist das halt so. Wir wollen aber Reiseberichte schreiben, über unsere Eindrücke und Erlebnisse berichten. Stammleser haben wir genug, wo wir wissen, dass die das ganz gerne lesen. Kommen dann dazu keine weiteren Besucher über Google, dann ist das halt so.

Bei den Zooberichten kann man dieses Verlangen nach Antworten auch erkennen. Unsere Zooberichte bei Google werden nicht wegen der schönen Bilder oder den Texten dazu gefunden. Die üblichen Suchbegriffe lauten: „Eintrittspreis Zoo XY“, „Öffnungszeiten Zoo XY“, „Dürfen Hunde in den Zoo XY“, „Kinderspielplatz Zoo XY“ – wir denken, dass erklärt es ganz gut, was Google-User eigentlich suchen.

Die große Konkurrenz bei Google

Dazu kommt natürlich die riesige Konkurrenz bei Reiseberichten. Gebe ich „Reisebericht New York“ bei Google ein, dann bekomme ich 866.000 Ergebnisse. Auf Seite 1 findet man dabei fast nur Reiseberichte von Reisebloggern – da muss man Google auch mal loben. Aber selber, mit einem neuen Artikel da hinzukommen, ist sehr sehr schwer.

Oft findet man, gerade bei Reisezielen, auch Ergebnisse von Reiseanbietern, Reiseportalen, Links zu Bildchen bei Pinterest, Berichte auf Nachrichtenseiten und so weiter. Da wird es schwer, als kleiner Blogger in die Top-Ergebnisse zu kommen.

Und spätestens ab Seite 2 in der Google Suche bist Du mit einem Beitrag im endlosen Nichts gelandet.

Google ist wichtig – und die Wege unergründlich

Wir alle, die im Internet Seiten veröffentlichen, sind von Google abhängig. Zumindest, wenn wir Leser von außerhalb unserer eigenen Social-Media-Bubble auf den Blog bekommen wollen.

Interessant dabei ist noch eine Sache, die uns auf unserem Blog auffällt. Wir haben einige Beiträge, die seit Jahren viele Besucher über Google liefern. Die haben wir zu einer Zeit geschrieben, wo wir dachten SEO wäre was Ansteckendes. (SEO heißt Suchmaschinen-Optimierung) Da haben wir uns keine Gedanken über ein Keyword gemacht oder irgendwelche anderen Dinge, die „Google gerne sieht“. Und die funktionieren bis heute.

Daher, irgendwie sind die Wege von Google für uns unergründlich. Denn eigentlich hat sich aktuell an der Konkurrenz ja nichts verändert und die Leute suchten schon immer nach Lösungen. Aber offensichtlich hat Google wieder irgendwelche kleinen Stellschrauben gedreht. Naja, da machste nix dran – wie wir im Pott sagen.

Wir werden auch in Zukunft lieber Beiträge schreiben, die unsere Leser mögen. Und angeblich soll das ja jetzt bei Google der letzte Schrei sein – warten wir mal ab. Und ein wenig SEO werden wir auch weiter betreiben – ganz ohne geht es halt nicht. Und wenn man es als Teil des Hobbys sieht, kann es sogar Spaß machen, wenn es auch manchmal ebenso frustrierend ist.

Unterhalten und Informieren – das werden wir auch weiter machen

Wir werden auch in Zukunft weiter Reiseberichte schreiben, auch in der Gewissheit, dass diese nicht von sehr vielen Menschen gelesen werden. Für uns selber sind die eine Art Tagebuch, wo wir selber in zwei bis fünf Jahren gerne mal wieder durchstöbern. So ähnlich wie in alten Fotoalben.

Ebenso werden wir weiter Tipps zu Reisen, zur Fotografie schreiben und damit vielleicht den ein oder anderen Leser erreichen können.

An der abnehmenden Zahl der Kommentare können wir auch nichts ändern. Wir freuen uns umso mehr über jeden einzelnen Kommentar, der hier rein kommt. Denn auch dabei jammern wir, im Vergleich zu anderen Blogs, noch auf sehr hohem Niveau.

Wir müssen gedanklich davon weg kommen, den Erfolg eines Blogs an den Besucherzahlen festzumachen. Ob jetzt 30.000 Leser kommen, um eben die Öffnungszeit eines Zoos nachzuschauen oder nur 1.000 Besucher, die sich an den Fotos im Zoobericht erfreuen. Ganz ehrlich? Dann sind uns die 1.000 Besucher tausendmal lieber! Sorry,  alle Öffnungszeitennachgucker dürfen natürlich trotzdem wiederkommen.

Was wir definitiv nicht machen werden, ist auf den Zug mit den „XY ultimative Tipps für Kleindümpelhamm“ aufzuspringen. Das ist nicht unser Ding und wir würden so einen Beitrag auch nur schreiben, wenn wir längere Zeit in Kleindümpelhamm verbracht hätten. Nach nur einen Besuch, für einen Tag oder ein paar Stunden, never. Und das Wort ultimativ würden wir eh nie nutzen, das hat bei uns inzwischen einen Beigeschmack wie Guru oder 24 im Seitennamen. Und überhaupt, wo liegt eigentlich Kleindümpelhamm?

Ihr seht, wir kommen zu dem Schluss, wir machen einfach weiter wie bisher. Denn bis jetzt hat uns dass viele tolle LeserInnen auf den Blog gebracht und es wird auch wieder aufwärtsgehen. Und sollte das nicht der Fall sein, dann schreiben wir umso lieber für einen kleineren, elitären Leserkreis. Die Selbsttherapie durch das Schreiben dieses Beitrages hat also funktioniert. *grinsesmiley*

Wir haben einfach weiter Bock auf das Bloggen!

Lesenswerte Beiträge zum Thema:

Wie seht ihr das? Habt ihr auch Erfahrungen mit einbrechenden Besucherzahlen auf Euren Seiten? Schreibt doch einfach einen Kommentar hier drunter, wenn ihr Zeit und Lust habt.

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20 Kommentatoren
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Schön das ihr weitermacht auf jeden Fall! Wir haben zur Zeit eigentlich sehr stabile Werte. Im Herbst/Winter laufen die Berichte über Norwegen immer ganz gut und Nicos Anleitungen über darktable laufen super,den da gibt es nicht viele in Deutsch. Aber Zahlen sind uns auch gar nicht wirklich wichtig, schade sind wirklich eher die wenigen Kommentare.

LG aus Görlitz
Ina

Hallo Thomas,

ich lese immer öfter von frustrierten Bloggern. Einige wie Schwerti wollen sogar ganz aufhören – sehr schade! Auch ein guter Freund von mir – einst ein begeisterter Blogger – hat das Bloggen seit rund einem Jahr komplett eingestellt. Ein anderer Freund mit einem recht umfangreichen Blog und tollen Bildern steht auch kurz davor, alles einzustampfen.

Nun: Zum einen sind der November und der Dezember für die meisten Reise- und Outdoor-Blogger einfach traurig, was die Zahlen angeht. Wir hatten im August fast 130.000 Besucher – im November dürften es nur noch knapp 90.000 werden. Das kennen wir aber schon aus den Vorjahren. Kein Grund zur Panik.

Zum anderen haben wir Blogger natürlich das Problem, dass rein kommerzielle Reiseseiten massiv Geld in Inhalte und SEO (inkl Linkaufbau) stecken. Da haben wir doch keine Chance gegen. Wirklich keine Chance? Wenn ich betrachte, wie oft wir Anfragen bekommen, ob wir Links verkaufen (machen wir nicht bzw. nur No-Follow mit Werbung gekennzeichnet), haben wir vielleicht doch eine Chance.

Viele Blogger sehen sich als die größte Konkurrenz – das ist leider unsere Erfahrung – und haben einen ausgesprochenen Link-Geiz entwickelt. Aber nicht wir Blogger sind unsere größte Konkurrenz, sondern diese ganzen kommerziellen K**ck-Seiten, die Millionen in ihren Webauftritt stecken können. Und da müssen wir ran! Wir verlinken zum Beispiel in vielen unseren Artikeln andere Blogs – ob wir die nun kennen oder nicht – und auch unabhängig davon, ob wir da nun einen Back-Link bekommen.

Es muss ein Ruck durch die Blogger-Branche gehen! Nicht Blogger gegen Blogger – wir Blogger gegen die Gurus, Piraten und Advisors dieser Welt. Es wird in den kommenden Jahren nicht einfacher und wenn wir da nichts ändern, können wir wirklich bald alle zusperren.

Liebe Grüße
Flo von den Phototravellers

Wie wahr!

Oli vom weltreiseforum

Servus Flo!

Hmm, ich höre dieses Argument immer wieder, kann das aber in meinem Umfeld nicht wirklich nachvollziehen. Die meisten Blogger, mit denen ich zu tun habe (also die ich bei Barcamps, Stammtischen oder ähnlichem treffe), gönnen sich gegenseitig den Erfolg. Mit ganz wenigen Ausnahmen.

Für mich ist das Hauptproblem unsere „Zeit“. Das klingt jetzt platt und vielleicht auch zu einfach. Unsere Zeit im doppelten Sinne: unsere Zeit im Sinne von „in der Zeit in der wir leben“ (ständiges Bling-Bling am Smartphone, Berufs- und Freizeit-Stress) und der Zeit, die wir persönlich uns nehmen, um zum Beispiel bei anderen Blogs zu kommentieren.Mit einem gegenseitigen Neid bringe ich das nicht in Verbindung.

Aber ja – man merkt schon eine große Zurückhaltung, was Kommentare auch von Kollegen anbelangt. Wenn ich mir zum Beispiel die Kommentare zu meinen Artikeln zu Michaels Fotoparade ansehe, habe sich diese geviertelt (15 statt wie bisher 66/56/48/96/61 – da sind aber Ping-Backs dabei).

Have fun
Horst

Hi Horst,

also es gibt eine ganze Reihe Blogger, die sagen, nööö, ich verlinke nicht bzw. nur nofollow (auch einige der ganz großen oder vllt. sogar eher die ganz großen – Namen nenne ich keine .-)). Klar, das ist die Minderheit, aber alleine dieses Denken ist ganz gefährlich und hat mit der Blogger-Community nix mehr zu tun. Da geht’s halt rein ums Business (und frage nicht, wieviele Blogs mittlerweile alleine deswegen gegründet werden).

Viele Grüße
Florian

Da bin ich bei Euch .. ich würde mir mehr Unterstützung innerhalb der Blogger wünschen. Egal, ob Verlinkung, Kommentar, Blogparade, Gastartikel …. Mit einigen Kollegen klappt das ganz gut und es beruht (denke ich) auf Gegenseitigkeit. Aber wenn man verlinkt oder kommentiert und es kommt nach etlichen Malen nichts für das eigene Blog rüber, dann frage ich mich auch, ob ich bei demjenigen Kollegen weitermache. Es soll ja Spass machen …

Ich muss noch was zu Instagram loswerden. Viele junge Menschen wissen nicht mal mehr, was ein Blog ist. Uns ist es schon oft passiert, dass wir Leute getroffen haben, die sich selbst „Blogger“ nannten. Wo wir den Blog denn finden? Na unter XY auf Instagram… Das ist kein Witz, sondern trautige Realität.

Nun ja, Influencer werden auf Insta ist ja heute wohl der Traumberuf schlechthin. Klar, da muss man sich nicht um Technik, Datenschutz etc kümmern und kassiert schnell richtig ab. Man muss nicht mal lästige Blog-Artikel schreiben. Geil oder? Erst unlängst hat ein recht bekannter Instagrammer (mit knapp 100.000 Followern) verraten, dass er für eine Werbe-Aktion 7.000 Euro bekommen hätte. Er hat abgesagt, aber den Preis veröffentlicht. Spannend war zu sehen, wie viele Instagrammer das Angebot des großen bekannten Narungsmittel-Herstellers aus der Nähe von Augsburg angenommen hatten.

7000 Euro – WTF!!!! Also von solchen Angeboten können wir selbst als einer der größten Reiseblogs in Deutschland nur träumen.

Die Reise (zumindest der Werbetreibenden) geht klar zu Instagram. Allerdings dürfte der Traum vom unbeschwerten Influencer-Leben für 99,99 Prozent der Instagram-Nutzer ein Traum bleiben. Einen Insta-Kanal so zu betreiben, dass man solche Angebote abgreift, ist ebenfalls knallharte Arbeit (sicher ebenfalls mehr als 8 Stunden am Tag).

Etwas Hogffnung macht mir eine Studie, die ich unlängst gesehen habe. Die Aufmerksamkeitsspanne für einen Insta-Post liegt bei ein paar Sekunden – ein Blogbeitrag bleibt im Grunde ewig. Trotzdem kommt es eben drauf an: Wenn ich schnell etwas bekannt machen oder abverkaufen will, ist Instagram perfekt. Geht es mir darum, ein tieferes Interesse an einer Region zu schüren, kommst du an Blogs nicht vorbei.

So Long
Florian

Dank fürs zitieren *grins* Ich glaube, hättest Du den Artikel heute nicht geschrieben, dann hätte ich spätestens morgen eine ganz ähnlichen verfasst. Ist jetzt überflüssig, im Prinzip steht hier alles drin, was wichtig ist.

Nein, Zahlen sind nicht wichtig, das ist vollkommen richtig. Und letzten Endes ist es ja bei Euch, genau wie bei mir auch, „nur“ ein Hobby. Aber es ist halt auch ein sehr zeitaufwendiges Hobby geworden. Wenn ich es hochrechnen würde, dann stecken in dem Blog seit 2006 unter Garantie mehr Stunden Arbeit, als ich sie täglich auf meiner eigentlichen Arbeit verbringe. Dafür werde ich aber bezahlt, der Blog ist halt Hobby und der Lohn ist kein Geld, sondern Zugriffszahlen und Kommentare. DAS ist die Währung, in der es die Besucher einem auf gewisse Art und Weise „zurückzahlen“.

Wenn Zugriffszahlen um 70% einbrechen, dann tut das einfach irgendwo auch ein Stück weit weh. Zumal es in der Tat ja keinen Grund dafür gibt, da sowohl aus SEO-Sichtweise als auch aus technischer Sicht, wirklich alle Ansprüche erfüllt werden. Wenn ich bedenke, dass ich selber den ein oder anderen Artikel geschrieben habe, wie man seine Seite für Google optimiert, dann muss sich mich gerade ernsthaft fragen, wer mich denn für voll nehmen soll *hust*

Es hat Wochen, Monate, Jahre lang alles gut funktioniert. Ich bin bei 45.000 Besucher monatlich gelandet und die Tendenz war stets steigend … und jetzt plötzlich SO etwas? Und dann guckt man sich andere Seiten an, die quasi Null Inhalt haben, aber laut Ubersuggest Zugriffszahlen, die jenseits dessen sind, was man sich selber nur ansatzweise erträumen würde … und da kommt einem dann schon der Gedanke den auch Stefan (Schwerti) gerade hatte. Er macht den Blog jetzt dicht. Okay, auch wenn ich kurz drüber nachgedacht habe, das würde ich vermutlich niemals übers Herz bringen. Aber man soll ja niemals nie sagen ;-)

Flo hat auch recht mit seinem Hinweis, das viele Reiseblogs sich als Konkurrenz sehen. Das kann man leider – gerade bei Fbook – immer häufiger lesen. WAS für ein Quatsch ist das denn überhaupt frage ich mich? Anstatt an einem Strang zu ziehen, wird versucht sich das Leben schwer zu machen. Klar, das abgestumpfte Seiten wie die urlaubigen Gurus oder Piraten, die nur des Geldes wegen Ihre Seite online haben, davon dann Nutzen habe. Wenn ich mir die angeblichen „Angebote“ dort teilweise ansehe, überkommt mich Schüttelfrost, weil da so viel Augenwischerei drinsteckt … viele Leute aber vermutlich sogar darauf noch hereinfallen und so einen Quatsch buchen. Schaut man sich die Kommentare auf deren Fanpages bei Fbook & Co. an, dann wundert einen aber auch nichts mehr. Hauptsache billig, billiger am billigsten. 45 Stunden Anreise nach Hawaii sind dann auch erst einmal egal. Egal, das ist wieder ein völlig anderes Thema.

Ich glaube man kann festhalten, dass sehr viele Reiseblogs diesen November einen extremen Einbruch hatten, was die Zugriffszahlen angeht. Zwar ein schwacher Trost für einen selber, aber es ist dennoch iwie beruhigend zu wissen, dass es einem nicht nur alleine so geht. Bleibt zu hoffen, dass dies nur ein vorübergehender Effekt ist und wir uns alle bald wieder auf normalen Niveau bewegen. Es gibt dermaßen viele geniale Blogs und Autoren da draußen, das es uns allen zu wünschen wäre.

Servus Andreas!

Doch, Zahlen sind sehr wichtig! Oder warum würde viele von uns das jetzt sonst so beschäftigen? Thomas schreibt einen Blog-Artikel und wir schreiben uns wie blöd doch auch gerade irgendwie den Frust von der Seele.Sei es in FB oder hier unter diesen Artikel. Endlich einer übrigens, wo es auch wieder Kommentare regnet ;-) .

Wären uns Zahlen wirklich egal, bräuchten wir uns nicht weiter aufregen, sondern einfach weitermachen wie bisher. Zugriffszahlen sind für mich eine Art Lohn für meinen Zeiteinsatz. 674 Stunden sind das bei mir bis heute in diesem Jahr. Klar mache ich es auch, weil es mir Spaß macht – aber Spaß ist die Grundlage! Ohne an etwas Freude zu haben, wird das mit einem Blog sowieso nichts.

Also ich oute mich ganz klar: mir sind Zahlen sehr wichtig! Und nicht nur, weil ich Statistiken mag. Warum sollte ich jede Woche einen Artikel schreiben, wenn ihn gerade einmal 2 Hände voll Leute lesen? Da verginge mir sehr schnell der Spaß an der Sache. Würde ich mir nur Dinge von der Seele schreiben wollen, könnte ich das auch in ein kleines, rosa Tagebuch tun ;-) .

Have fun
Horst

Hi Andreas, ich fürchte, bei den Piraten und Co buchen seeehr viele Leute .-) Darum lohnt es sich ja auch, Unsummen in SEO zu stecken… Liebe Grüße Flo

Tjoar, ich kommentiere auch zu wenig. Das wird sich ändern. Ansonsten gilt, dass man sich zwar nicht ganz von Suchmaschinen frei machen. Aber ansonsten denke ich, dass man sich mehr austauscht.

Natürlich jammert ihr auf höchstem Niveau. Ich habe nur etwa 1/7 eurer Zugriffe. Aber ich frage mich, ob das am Ende wirklich zählt.

Seien wir froh, dass die Zeiten vom Schlüsseldienst Kleindümpelhamm vorbei sind. Aber die „Drölfzig ultimativen Ideen, Wasser zu kochen“ gibt es nach wie vor. Das darf nicht unser Anspruch sein. Und deshalb bin ich froh, dass es solche Artikel wie dieser, der mich inspiriert hatte.

Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich habe nichts deutlich verändert und seit Wochen deutlich höhere Besucherzshlen als vorher, ca. 15% mehr.

Ansonsten geht es mir ähnlich wie Euch, dass ich bei einigen alten Beiträgen immer wieder überrascht bin, wie oft die über Google, was auch mein Hauptlieferant für Klicks ist, gefunden werden.

Wenn du die Kommentare schon ansprichst, will ich auch mal meinen Senf dalassen. ;) Auch, wenn ich eigentlich nichts dazu zu sagen habe. Aber ausnahmsweise sitze ich mal am Rechner und lese nicht auf’m Handy.
Wie so oft kann ich euch einfach nur zustimmen. Gerade was das Wörtchen „ultimativ“ angeht… da bekomme ich Ausschlag. Dazu gesellen sich „perfekt“, „optimal“ und „effektiv“.
Meine Besucherzahlen sind übrigens stabil gelieben, allerdings habe ich seit Oktober plötzlich das doppelte an Seitenaufrufen. Ohne, dass ich eine Erklärung dafür finde.(Das Surfverhalten wird sich ja nicht bei allen plötzlich geändert haben…) Da bin ich froh, dass die Statistik eigentlich nur der eigenen Unterhaltung dient.
LG Lexa

Ach ja, die leidigen Klickzahlen. Bei mir geht’s auch gerade ein bisschen runter, wobei ich allerdings längst nicht in Euren Sphären schwebe was die Zahlen angeht. Ich nehme es gelassen, mal geht es auf, mal geht es ab. Trotz SEO-Tool kümmere ich mich nicht allzusehr um Optimierung. Letztlich kommt es immer aufs Thema an, was im Blog läuft und was nicht. Aus meinen Anfangszeiten, bevor ich überhaupt genau wusste, was SEO ist, habe ich ein paar Dauerläufer, die zuverlässig Klickzahlen bringen. Das freut mich.
Was Instagram angeht: Wenn die Instagramer nicht wissen, was ein Blog ist und keine lesen, warum dann nicht Blogposts bei Instagram posten samt Link und so Leute anlocken? Ich habe es noch nicht ausprobiert, werde es aber mal testen.

Hej Thomas,

hachja … wie oft, habe ich auch schon darüber nachgedacht, die Blogs einzustampfen und habe sogar mein 10jähriges Blogjubiläum verpasst. Und dann habe ich meine Blogs doch immer noch im Hintergrund weitergepflegt, sogar noch einmal in Zertifikate investiert und bei DF ein neues Hostpaket gebucht. ^_^
Und dann sehe ich, dass selbst immer noch ältere Beiträge regelmäßig aufgerufen werden, in denen sich manche Leute wohl immer noch Hilfe holen oder sie aus sonstigen unerfindlichen Gründen interessant finden und denke so „Das kannste der Menschheit doch nicht vorenthalten!“ ;-) Spaß beiseite … vielleicht bestehen meine Blogs auch nur deswegen, weil ich ihnen einfach nicht so viel Bedeutung beimesse. Ja klar schaue ich, ob meine Blogs noch besucht werden und wie viele es sind. Und jaja, ich habe dank Deiner Empfehlung jetzt auch MathRank installiert und sogar sämtliche Beiträge nachbearbeitet, frag‘ mich nicht warum. Ich habe mir sogar die Bezahl-Variante des Plugins WP Fastest Cache gegönnt. Warum eigentlich? Ich blogge doch kaum noch.
Weil ich immer noch die Blogosphäre cool finde, dadurch so nette Leute wie Dich und Mella „kennengelernt zu haben“ (vielleicht treffen wir uns ja mal zufällig in Reallife in irgendeinem Zoo ;-)) und auch weil mich die Werkeleien am Blog immer noch interessieren.

Kommentarfaul bin ich auch geworden, dabei fand ich Deinen Blogartikel „Tipps für Deutschland-Reisen – bei ausländischen Reisebloggern“ so super genial und habe mich köstlich amüsiert. Auch habe ich gedacht, „da schreibste noch was zu“ … ähm ja. Asche über mein Haupt. :-)

Schön, dass Dich Google nicht sooo sehr beeindruckt – mich noch nie so wirklich.

Lieben Gruß
Sylvi

Ich glaube, ich würde auch zumachen, wenn ich wüsste, wieviele Leute auf die Seite kommen im Monat. Diese Zahl ist toll für´s digitale Ego und vielleicht für Tourismusverbände wg. Kooperationen. Aber letztlich bringt mir diese Zahl nichts, wenn nicht mehr Kommentare – und dadurch Interaktion – stattfinden. Man will sich doch mit anderen über seine Reisen austauschen und Tipps bekommen sowie weitergeben. Das hat mir sehr gefehlt. Wie bei allen Hobbys spielen auch hier Zeit und Geld eine nicht unwichtige Rolle. Beides wird von vielen Lesern aber nicht in Erwägung gezogen, habe ich das Gefühl. Heutzutage wird einfach erwartet, dass Google einen zur Antwort auf eine Frage leitet.
Vielleicht will jemand wissen, wie lange es dauert, vom Eingang in Petra bis zum Ende bei der Monastery. Aber wie es mir dort gefallen hat oder was es interessantes über die Nabatäer zu lernen gibt – sowas scheint irgendwie unerwünscht. Zumindest kommt es mir so vor, wenn ich andere Blogberichte lese, die auf Seite 1 bei Google ranken. Dazu kommt dann auch direkt das angesprochene Thema Konkurrenz oder gar Neid gegenüber anderen Bloggern.
Ich find´s auf jeden Fall auch gut, dass Ihr das hier mal angesprochen habt. Warum auch nicht ? Auf dem eigenen Blog sollte man doch schreiben können, was man will. Ohne sich um Klickzahlen scheren zu müssen, oder ob jetzt evtl. einige Leser abspringen. Bloggen muss auf jeden Fall Spaß machen, sonst ist es bald nur noch lästig, uninspiriert und das merken dann auch andere. Tut trotzdem gut zu wissen, dass auch einige andere manchmal mit sich hadern.
Wenn ich jetzt schon so lange dabei wäre, würde ich auch mehrmals noch drüber schlafen. Aber ich habe keine so dicke Verbindung mit meiner Seite und auch wenig Probleme loszulassen. Umso begeisterter lese ich, dass Ihr euch nicht von Rückschlägen unterkriegen lasst, sondern weiter Euer Ding macht !!!
Alles gute und liebe Grüße,
Schwerti

Die Gedanken über das Aufhören solltet ihr auch ganz unbedingt unterdrücken, ansonsten gehe ich mit Streik-Schildern auf die Straße ;) Aber eure hier niedergeschriebenen Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen und finde mich vielerorts wieder. Besonders wenn man sieht, was für Schrott-Seiten auf den ersten Google-Plätzen zu finden sind, dann ist das wirklich unglaublich frustrierend.

Mit dem Kommentieren habt ihr absolut recht und da muss ich mir auch an die eigene Nase fassen. Der Beitrag ist mal wieder eine Motivation wieder mehr zu kommentieren.

Danke für die offenen Worte! Macht bitte genau so weiter wie bisher!

Liebe Grüße,
Tanja

Guten Morgen,

ja, bei mir sind die Zahlen auch übelst eingebrochen. Der Hauptschuldige dürfte bei mir aber die Umstellung auf das Cookie-Opt-In sein, die ich Anfangs Oktober nolens volens auf allen Blogs vorgenommen habe. Von einem Tag auf den anderen sind meine Statistiken da in den Keller gesackt – klar, solange die Leser nicht aktiv zustimmen, Cookies zu erlauben, wird ihr Besuch halt nicht mehr erfasst. Von daher gehe ich davon aus, dass ich ungefähr genauso viele Besucher habe wie vorher… und sie nur nicht mehr sehen kann. Frustrierend ist das tatsächlich.

Das Kommentarverhalten beobachte ich auch… und muss mir, ebenso wie ihr es selber beschreibt, da auch an die eigene Nase packen: ich bin oft auch zu müde oder zu faul, selber einen Kommentar zu hinterlassen. Ich gelobe Besserung. :o)

Liebe Grüße
Anne

Hallo Melanie, Thomas,

danke für den interessanten Beitrag! Ich finde es wichtig und richtig, genannte Veränderungen zu hinterfragen, zu analysieren, und auch zur Diskussion zu stellen. Ich möchte mir gerne paar Punkte rauspicken, zu denen mir konkret was einfällt.

-Wenige bis keine Kommentare zu euren Reiseberichten:

Ihr habt diese „Reisetagebuch“-Variante, und auch die „Reisetipps“. Wenn ich mir jeweils beispielhaft für beide Varianten den Beitrag zu den Nationalparks in Amerika anschaue, und den von Kreta, fällt mir stark auf, (Achtung: Eigenes Empfinden!) dass in beiden der informative „Wikipedia“-Touch stark dominiert. Also auch im Tagebuch, das ja Persönliches suggeriert, findet sich viel Allgemeines, viel Austauschbares. Nicht falsch verstehen, das füllt den Beitrag inhaltlich gut, aber will ich das HIER lesen? Und bitte, was kommentiere ich? Mich zum Beispiel reizen in solchen Blogs die persönlichen, und sicher auch emotionalen Geschichten. Die triggern, reizen zum Nachdenken und Kommentieren, und dazu kann ich dann auch was beisteuern. Nach der Lektüre eines MERIAN Reisejournals bin ich froh über all die Tipps, Infos, Eindrücke. Einen Kommentar dazu schreiben fiele mir nicht ein.

-Besucherzahlen:

Wenn sich Qualität und Quantität steigern, steigt die innere Akzeptanz gerne. Andersrum tun wir uns da schwerer mit. Das ist beim Erfolg so, beim Lohn sicher auch, und im Lebensstandard allemal. Nur was genau ist in einem Blog tatsächlich der Lohn, der Erfolg? Aus meiner eigenen Erfahrung mit meiner Webseite/Blog mit viel geringeren Besucherzahlen als der eure kann ich sagen, dass die Menge sichtbarer Kommentare auch kaum erwähnenswert ist, die Kontaktaufnahmen per Mail, Gästebuch oder sogar persönlich absolut herausragend sind! Die Menge juckt mich da vordergründig überhaupt nicht. Ich mache mein Ding, so ehrlich und authentisch wie möglich, mit dem Maß an Tiefgang, dass ich von mir freigeben mag, und ich baue drauf, dass das Früchte trägt. Früchte sind für mich keine Likes oder maximierte Massen, sondern Kontakte mit Austausch in jedweder Form. Und da meine Zeit sich nicht im Quadrat vermehrt, und ich klar unterscheide zwischen meinem Leben und der digitalen Kunstwelt, habe ich von vorne herein auf Accounts bei FB, Instagram & Co verzichtet. Damit lebt sich´s ganz trefflich, ich vermisse gar nichts Elementares.

-Loyalität unter Bloggern:

Unsere Zeit, die Aufmerksamkeit und auch die Aufnahmefähigkeit vermehren sich bei niemandem von uns. Von daher ist die Zahl der Blogs, wo man auch mal länger verweilen kann/mag, begrenzt. Ich für meinen Teil habe daher meine Liste derer, wo ich mit Zeit und Muse regelmäßig schaue und schreibe, ziemlich eingedampft. Das kommt den jeweiligen Blogs zugute, und mir auch ;-)) Und Blogs, die sich durch die Jahre einfach ändern und weiterentwickeln, aber dabei kontinuierlich von dem weg entwickeln, was mich anspricht, (oder verändere ich mich?) die beobachte ich noch ´ne Weile, und verabschiede mich dann auch. Ich denke, das ist legitim, ist ehrlich zu beiden Seiten, und der Lauf der Dinge.

Wer nicht von seinem Blog leben will, dem empfehle ich, mit möglichst großer Gelassenheit und Spass an der Sache dranzubleiben, denn das spiegelt sich wieder. Also, euch weiterhin viel Freude mit eurem schönen Blog!

Herzlich, Dirk

Wirklich ein toller Beitrag, bei dem ihr mir aus der Seele sprecht. Klar schiele ich als Blogger auch ständig auf die Besucherzahlen und bin happy, wenn diese weiter steigen. Aktuell ist dies leider auch bei mir nicht der Fall, was die Freude schon etwas schmälert. Wie ihr aber schon geschrieben habt, sollte das nicht Sinn und Zweck des Bloggens sein. Letztendlich zählt die Lust am Schreiben und das ganze Drumherum beim Bloggen (Kommunikation, technische Innovationen, neue Ideen,…). Ich selbst habe meinen ersten Blog vor zwölf Jahren gestartet und habe noch immer tierisch Bock darauf, meine Reiseerlebnisse und Erfahrungen zu posten und mich mit meinen Lesern und anderen Bloggern auszutauschen. Die zunehmende Abhängigkeit von Google wird daran wohl auch in den nächsten Jahren nichts ändern.

Daher auch euch weiterhin viel Spaß beim Bloggen und danke für diesen schönen Beitrag.

Beste Grüße, Daniel.

Eigentlich habt ihr doch im Artikel alles wichtige geschrieben, deshalb hier nochmal die Zusammenfassung als Ermutigung: Bleibt treu und schreibt so, wie es euch gefällt. Das hat bisher offensichtlich gut funktioniert und wird auch langfristig gut funktionieren. Also weiter so! ;-)