#Blogvent2020 – Vorfreude (auf 2021)

#Blogvent2020 – Vorfreude (auf 2021)

Veröffentlicht: 04. Dezember 2020

1003 Worte- 4 Minuten Lesezeit- 2 Kommentare-
Vorfeude auf 2021

Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 04. Dezember 2020

Aktualisiert: 17. Januar 2021

2 Kommentare

1003 Worte- 4 Minuten Lesezeit- 2 Kommentare-

Wir nehmen tatsächlich an einer Blogger:innen-Adventsaktion teil. Dabei geht es heute um das Thema Vorfreude. Jetzt hält sich die Vorfreude auf das kommende Weihnachtsfest in eng gesteckten Grenzen. Familientreffen ist nicht, Reisen ist nicht. Trotzdem haben wir eine Menge Vorfreude in uns, auf das kommende Jahr.

Vorfreude auf 2021 –  es kann nur besser werden

Vor der Vorfreude ein Rückblick

Wir freuen uns auf 2021 – denn schlimmer als 2020 kann es kaum werden. Ein Todesfall in der engsten Familie, Jobverlust bei Melli, diese ganze Pandemie-Geschichte. Das Jahr fing schon mit dem Brand im Krefelder Zoo fürchterlich an. Das hat an den Nerven und auch an der Gesundheit gezehrt. Unsere Reisen sind auch ins Wasser gefallen, geschenkt, First-World-Problem.

Dazu kamen noch einige Entwicklungen in der Gesellschaft, die uns sehr erschrocken haben. Im Laufe der Monate haben wir feststellen müssen, dass wir in einer egoistischen Gesellschaft leben, wo nicht wenige Menschen nur ihre eigenen Interessen im Kopf haben. Selbst Menschen, die wir mal zu unseren engeren Freunden zählten, sind im Laufe des Jahre komplett falsch abgebogen und huldigen nun irgendwelche Schwurbler im Netz. Und nein, das sind keine dummen, ungebildeten Menschen, ganz im Gegenteil.

Andere Menschen haben wir „verloren“, obwohl man auf der gleichen Seite stand. Aber ein falsches Wort, eine falsche Formulierung reichte aus, um Diskussionen komplett eskalieren zu lassen. Das hat uns mehr geschockt, als das Abdriften der anderen Menschen in die Schwurbelecke. Am Ende liegt es wohl daran, dass bei vielen Menschen die Nerven blank liegen. Da schließen wir uns gar nicht aus und wir haben sicherlich im Laufe des Jahre Dinge gesagt oder geschrieben, welche uns im Nachhinein leidtun. Vieles wurde aber auch in unsere Worte hinein interpretiert. Naja, man lernt fürs Leben, auch in so einer Situation.

Trotzdem sind wir froh über die echte Familie und die echten Freunde, wo man auch mal streiten kann und trotzdem anschließend eine Einheit bleibt. Das ist wertvoller, gerade in einer solchen Zeit.

Jetzt aber zur Vorfreude

Nun heißt es aber nach Vorne zu schauen. In Sachen Pandemie gibt es mit den Impfstoffen einen Lichtstreifen am Horizont. Diese retten uns das kommende Weihnachtsfest noch nicht, macht aber große Hoffnung für das kommende Jahr.

Vielleicht ist es ab dem Sommer wieder möglich, ein normales Leben zu führen. Menschen die man liebt in den Arm zu nehmen, zu verreisen ohne Angst zu haben, auf ein Konzert zu gehen – alle diese Dinge, welche für uns immer selbstverständlich waren.

Wir sehen daher die ganze Pandemie-Geschichte gar nicht so negativ. Ganz ehrlich, sie hat uns geerdet.

Jedes Jahr zwei Fernreisen? Muss das wirklich sein? Ganz ehrlich, nein! Wir freuen uns riesig auf unsere nächste Reise, die Vorfreude darauf ist inzwischen doch groß. Und wenn es dann nur in das Sauerland oder nach Holland geht, dann ist das eine prima Sache.

Es sind auch die kleinen Dinge, worauf wir uns inzwischen freuen können. Wir denken da noch an den ersten Lockdown zurück. Stammleser kennen die Geschichte, wie wir (besonders Thomas) sich nach 4 Wochen wie ein kleines Kind über ein Frikadellen-Brötchen, vom Metzger geliefert, gefreut hat. Eine banale Sache, die sonst so selbstverständlich war.

Oder einfach mal wieder in einen Zoo gehen, ohne darüber nachzudenken, ob es da zu voll ist und wie die Wartezeiten aussehen. Ohne darauf achten zu müssen, ob sich gerade wildfremde Menschen neben einen stellen und sich einen Dreck um Abstände kümmern.

Wir haben auch Vorfreude mal wieder in einen Supermarkt zum Einkaufen zu gehen. Wir lassen seit März konsequent liefern, vom lokalen Händler. Das klappt auch prima, da müssen wir uns den Stress mit den Maskenmuffeln nicht antun. Trotzdem ist die Vorfreude, einfach mit dem Einkaufswagen in Ruhe durch den Laden zu schlendern, sehr groß.

Wir hoffen auch, dass die Menschen im Land mal wieder zur Besinnung kommen. Allerdings befürchten wir, dass das nur ein frommer Wunsch ist.

Denn bei all unseren Problemen, leben wir hier doch immer noch in einem riesigen Wohlstand. Wenn wir da unseren Freund Bora in Kambodscha sehen. Er ist TukTuk-Fahrer und lebt ausschließlich vom Tourismus. Nur, diesen gibt es aktuell dort nicht, also hat er kein Einkommen. Wirklich, nichts, keinen Cent. Vom Staat gibt es dort keine Hilfe. Dazu hat er aber zwei Kinder, wo Schulgebühren anfallen, ein Kind ist auch chronisch krank und seine Frau war zu Beginn der Pandemiezeit auch noch schwer erkrankt. Krankenversicherung gibt es dort auch nicht. Wenn nicht viele seiner ehemaligen Kunden wie wir, die über die Jahre Kontakt mit ihm gehalten haben, ihm finanziell nicht geholfen hätten, wäre das ganz erbärmlich geendet. Inzwischen hat er einen Job gefunden, was dort schon eine Kunst und ein riesiger Glücksfall ist. Er macht jetzt Hilfsarbeiten auf dem Bau. 9-10 Stunden pro Tag, für 9 US-Dollar. Nein, nicht pro Stunde, pro Tag.

Daher erstreckt sich unsere Vorfreude auch auf einen wieder anlaufenden Tourismus. Denn dann hat unser Freund Bora wieder ein gutes Einkommen, für sich und seine Familie. Dann das ist die andere Seite des „bösen“ Tourismus, wenn der ausfällt, werden weltweit Existenzen vernichtet. Bora ist nur ein Beispiel von Millionen betroffenen.

Somit gehen wir mit einer Menge Vorfreude und Hoffnung in ein neues Jahr. Jedem unserer Leser:innen wünschen wir für das kommende Jahr nur das Allerbeste. Bleibt bitte gesund, vernünftig, emphatisch und voller optimistischer Vorfreude. Es wird alles gut werden!

#Blogvent2020

Wir mögen eigentlich keine Adventsaktionen auf dem Blog. Bei dieser Aktion von Lexa mussten wir aber mitmachen. Zum einem lesen wir den Blog von Lexa unheimlich gerne und wollten die schöne Aktion unterstützen. Sie hat zudem die Wahl gelassen, zu welchen Themen man einen Beitrag schreibt. Denn viele der Tagesthemen wären nicht unser gewesen. So konnten wir uns aber aussuchen, wozu wir ein paar Worte schreiben, das hat uns gefallen.

Weitere Beiträge zum #Blogvent2020 findet ihr auf Lexas Blog Meergedanken.

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Kommentare zu diesem Beitrag

2 Kommentare

  1. Lexa 4. Dezember 2020 um 13:47 - Antworten

    Und mir gefällt es sehr, dass ihr tatsächlich dabei seid. Auch, wenn Adventsaktionen eigentlich nichts für euch sind. :)
    Eure Vorfreude kann ich sehr gut nachvollziehen: mit einem gutem Gefühl im Supermarkt sein, einfach so irgendwo hinfahren ohne sich über mögliche Engpässe Gedanken machen zu müssen. Das wird toll! Es sind wirklich die „normalen“ Dinge, die momentan fehlen, die den Alltag so anstrengend machen.
    Die Erfahrungen mit eigentlich intelligenten Freunden musste ich dieses Jahr leider auch machen. Das einzig gute an dieser Pandemie: Es hat sich mal ganz deutlich gezeigt, mit wem man wirklich gerne Zeit verbringen möchte und mit wem nicht. Und mit diesen wichtigen Menschen kann man 2021 dann auch wieder schöne Dinge unternehmen und sich in echt treffen. Da freu ich mich schon drauf.
    LG Lexa

  2. Rainer 6. Dezember 2020 um 17:18 - Antworten

    Hallo ihr zwei,

    ich bin auch sehr gespannt was das Jahr 2021 so alles bringen wird.

    Bis Anfang 2021 haben wir jetzt erst einmal den Katastrophenfall. Das war bei den Zahlen in Bayern nicht anders zu erwarten und ist in meinen Augen auch die richtige Entscheidung. Wenn man sieht was in den Einkaufszentren an den letzten zwei Wochenenden los war, geht mir das allerdings nicht weit genug. Stand heute stirbt in Bayern alle 20 Minuten ein Mensch an Corona! Das kann so nicht weitergehen.

    Der Urlaub für 2021 steht auch schon grob. Also zumindest mal der Zeitraum. Wo und ob es überhaupt irgendwo hingeht, das werde nicht ich entscheiden sondern das Virus, der mögliche Impfstoff, das RKI und das Auswärtige Amt.

    Ich gehe jedoch davon aus, dass man im Frühjahr halbwegs reisen kann. Ich hoffe auf England um nach über einem Jahr mal wieder Freunde und Bekannte zu sehen!

    Man darf gespannt sein.

    Grüße aus MUC
    Rainer

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