Brettspiele für 2 Personen
Author

Thomas Jansen

Veröffentlicht

02. Januar 2021

Kategorie
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4651 words- 19.2 min read- 12 Kommentare-

Brettspiele für zwei Personen – für lange Lockdown-Tage und Abende

Wir möchten Euch unsere aktuell liebsten Brettspiele für zwei Personen vorstellen. Durch den aktuellen Lockdown haben wir diese Leidenschaft wieder neu für uns entdeckt, Brett-, Karten und Würfelspiele – alte Klassiker, neue Genres, inzwischen haben wir eine munter gemischte Auswahl hier stehen.

Nach den Brettspielen sind wir jetzt ein paar Mal gefragt worden. Was ist Pandemic? Wie funktioniert Harry Potter. Um das jetzt nicht x-fach bei Facebook und Co. erklären zu müssen, haben wir uns überlegt, diesen Beitrag zu schreiben.

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Brettspiele für zwei Personen – für lange Lockdown-Abende

Ende November, als sich der nächste Lockdown abzeichnete, haben wir überlegt, wie wir die kommenden langen Abende und auch die Feiertage gut über die Runden bekommen. Radfahren ist bei gutem Wetter sicherlich eine tolle Sache, kann aber nicht alles sein. Lesen, Fernsehen, hier am Blog basteln, alles tolle Dinge aber auf Dauer auch nicht wirklich erfüllend.

Melli kam dann auf die tolle Idee, lass uns doch mal wieder spielen. Also so auf altmodische Art, ohne Computer, richtig am Tisch sitzend. Klasse Idee! Nur, wir hatten gar keine Spiele mehr. Vor einigen Jahren haben wir alle Spiele abgegeben. An Freunde, wohltätige Organisationen, einige haben wir auch verkauft. Diese standen damals nur rum und haben viel Platz in den Schränken weg genommen.

Die Spiele-Grundausstattung

Spielesammlung

Also musste erst mal ein Grundstock her. Eine klassische Spielesammlung zog bei uns ein. Mensch-Ärger-Dich-Nicht, Mühle, Dame, Kniffel, halt der übliche Grundstock an Spielen, welche man auch wunderbar zu zweit spielen kann.

Das war ein Einstieg, es sollten weitere Spiele folgen, zu denen kommen wir gleich. Wir bemerkten aber schnell noch ein Manko, bei unserer Ausrüstung bzw. beim Spielort. Die ersten längeren Kniffel-Partien haben wir auf der Couch und den recht niedrigen Couchtisch gespielt. Das geht zwar, aber nach 2-3 Stunden hatten wir beide Rücken. Man ist halt keine 20 mehr.

Ein Spieltisch musste her

Also war klar, wir brauchen einen höheren Spieltisch, mit vernünftigen Stühlen. Kurz vor der Feiertagen war das aber so eine Sache, dazu im Lockdown. Also haben wir mutig einen Tisch in der Größe 1,30×0,80 Meter online bestellt. Möbel kaufen wir eigentlich nur ungerne im Internet, ohne die vorher anzusehen. Naja, in der Not ging es nicht anders und das Ergebnis ist klasse. Ein stabiler hübsche Tisch bereichert nun unser Wohnzimmer. Geliefert wurde der sogar noch vor Weihnachten, da hatten wir gar nicht mit gerechnet.

Unser Spieletisch

Dazu kommen in den nächsten Tagen noch zwei vernünftige Stühle. Aktuell nutzen wir noch die Drehstühle aus dem Arbeitszimmer. Wir hoffen, dass auch die Stühle vernünftig sind, denn auch die haben wir online bestellt.

Unsere Anforderungen an ein gutes Spiel

Bei der Spielauswahl sind uns ein paar Dinge recht wichtig. Auf jeden Fall muss ein Spiel mit zwei Spielern möglich sein, das ist für einige tolle Spiele leider ein K.-o.-Kriterium. Am Ende bleibt aber noch mehr als genug Auswahl übrig.

Dazu muss ein Spiel an einem Abend/Tag spielbar sein. Es darf gerne mehrere Stunden dauern, das ist nicht das Problem. Aber am Ende des Tages müssen wir es wegräumen können. Liegen oder stehen lassen ist bei fünf Katzen einfach keine gute Idee.

Es darf gerne etwas anspruchsvoller sein. Wir spielen auch gerne mal Spiele, die einfach sind und zwischendurch einfach ein kurzes Vergnügen bereiten. Für längere Spielabende darf es aber gerne was zum Nachdenken und Diskutieren sein. Wenn man allerdings bei jedem Spielzug erst mal in der Anleitung blättern muss, um bloß keine Unter- oder Sonderregel zu verpassen, ist es auch irgendwie doof. Daher, komplex ja, aber mit einem überschaubarem Regelwerk.

Wenn das Spiel am Ende noch hochwertig und gut verarbeitet ist, dann ist es perfekt. Toll ist übrigens auch, wenn eine verständliche Anleitung dabei liegt. Das ist bei einigen Spielen ganz ehrlich nur so „naja“. Vielleicht liegt es am Alter, aber manche Dinge sind einfach nicht gut oder unmissverständlich erklärt. Zum Glück gibt es dafür aber Youtube, mit tollen Anleitungs-Videos zu den meisten Spielen.

Spoiler-Entwarnung

Wir werden hier keine zu tiefen Einblicke in die Spiele geben. Das gilt besonders für die Spiele, welche sich erst im Laufe des Spiels entwickelt um potentiellen Spielern die Spannung und die Überraschungen nicht zu vermiesen. Daher gehen wir nur auf grundsätzliche Dinge ein und verraten keine Geheimnisse der Spiele und der Erweiterungen.

Brettspiele zu zweit – unsere Favoriten

Nachfolgend möchten wir Euch unsere aktuellen Favoriten einmal kurz vorstellen. Vielleicht ist für Euch auch was passendes dabei, das würde uns freuen.

Harry Potter – Der Kampf um Hogwarts plus Monsterbox

Harry Potter Boxen

Informationen zum Spiel

Harry Potter und der Kampf um Hogwarts war unsere erste große Spielanschaffung in den letzten Wochen und direkt ein Volltreffer. Nachdem wir das Spiel endlich verstanden hatten und die ersten Partien gewagt hatten, steigerte sich die Begeisterung von Spiel zu Spiel. Für uns war es auch die erste Berührung mit einem Deck-Building-Spiel. Dabei baut man von einem Startset aus, ein Kartendeck auf und steigert somit die Fähigkeiten seines Helden. Ebenfalls neu für uns war das Spielerlebnis, kooperativ zu spielen. Man spielt also nicht gegen die Spieler am Tisch, sondern miteinander.

Spielbeschreibung

Als Spieler schlüpft man in die Rolle von Harry Potter, Hermine Granger, Ron Weasley oder Neville Longbottom. Mit der Erweiterung Monsterbox kommt noch die Rolle von Luna Lovegood hinzu. Jeder dieser Charaktere besitzt ein eigenen Start-Karten-Deck zum Einstieg und zusätzliche Fähigkeiten.

Ziel des Spiels ist es, verschiedene Orte aus den Harry Potter Filmen zu beschützen. Denn da haben es einige Bösewichte (und später auch Monster) darauf abgesehen. Diese machen einem das Leben schwer, versuchen einem Lebenspunkte zu klauen, Zauber abzuwehren und teilen ordentlich selber aus.

Das Spiel ist aufgegliedert in sieben „Runden“. Diese beschreiben die 7 Schuljahre in Hogwarts. Wobei man jedes Jahr beliebig oft spielen kann. Nur für jedes neue Jahr kommt eine Packung mit Überraschungen dazu. Neue Fähigkeiten, neue Probleme, neue Bösewichte und Orte. Zudem steigert sich der Schwierigkeitsgrad von Jahr zu Jahr. Diese sieben Boxen sind alle Bestandteil des Basisspiels und neben einem sehr schön gestalteten Spielbrett enthalten.

Schwierigkeitsgrad

Bis Schuljahr 5 haben wir nicht ein Spiel gegen die Bösewichte verloren. Ab dem 6. Jahr wurde es dann kniffelig. Je nachdem welche Bösewichte man zu Beginn der Partie gegen sich hat, wird es richtig schwer zu gewinnen. Aber am Ende haben wir alle sieben Jahre geschafft, auch wenn wir für die letzten beiden Jahre mehrere Anläufe gebraucht haben. Hier lohnt es sich auch, die verschiedenen Helden-Charaktere mal durchzuprobieren um vielleicht andere Eigenschaften einsetzen zu können.

Mit der Erweiterung der Monsterbox wird das ganze Spiel ein ganzes Stück schwerer. Hier muss man wirklich gut taktieren und überlegen, welche Monster/Bösewichte man zuerst bekämpft und welche anderen Herausforderungen man nicht aus dem Auge verlieren sollte. Und selbst wenn man sich siegessicher fühlt und glaubt gewonnen zu haben, kann der letzte Gegner, in Person von Lord Voldemord himself, das Spiel noch komplett kippen.

Dabei wird es aber nicht unmöglich das Spiel zu gewinnen. Es wird nur schwieriger und man braucht auch ein wenig Glück bei der Ziehung der Gegner.

Da wir nicht spoilern wollen, wollen wir nicht mehr Details verraten.

Harry Potter Spieltisch

Anleitung

Die Anleitung des Spiel ist, ja sagen wir mal, geht so. Ohne ein tolles YouTube Video zum Spielablauf beim Einstieg hätten wir wohl länger gebraucht um das Spiel zu verstehen und vermutlich mehr Fehler zum Anfang gemacht.

Manche Dinge sind in der Anleitung nicht klar formuliert oder vom Original schlecht übersetzt. Daher blieben nach dem Lesen einige Fragen offen. Das könnte deutlich verbessert werden.

Verarbeitung / Qualität

Auch hier müssen wir ein klein wenig meckern. Einerseits findet man ein wunderbar gestaltetes Spielbrett vor und sehr hochwertige Totenkopf-Pömpel um die Schäden in den Orten zu markieren. Andererseits lösen sich nach ein paar Spielen schon ein paar der Zauberblitze und der Spielkarten an den Rändern auf. Hier hätten wir, besonders bei dem Preis, ein wenig mehr erwartet.

Das ist zwar jammern auf hohem Niveau, trotzdem wollen wir darauf hinweisen.

Langzeitspielspaß

Wir haben jetzt rund 15 Partien gespielt und sind noch nicht am Ende der Monsterbox angekommen. Nach 3-4 Spielen stellte sich erst ein wenig Ernüchterung ein, da dass Spiel doch recht einfach zu gewinnen war. Zwar macht es Spaß in eine so detaillierte Welt von Harry Potter einzutauchen, aber ein wenig Anforderung dürfte schon sein. Das änderte sich dann aber mit dem 6. Schuljahr, seit dem jammern wir nicht mehr über dauernde Siege. Eher im Gegenteil.

Wir denken auch nach Abschluss der Monsterbox werden wir regelmäßig mal ein Spiel in einem der Level spielen. Oder wir spielen es noch mal mit anderen Charakteren nochmals komplett durch. Und vielleicht folgen auch noch weitere Erweiterungsboxen?

Hinweis zur Spielbarkeit bzw. Schwierigkeit der Monsterbox!

Hm, wir haben gerade einen massiven Frustlevel erreicht. War das Grundspiel bis Jahr 5 im Basisspiel scheinbar zu einfach, wurde es in Jahr 6 und 7 ausgewogen. Je nach Verteilung der Bösewichte und deren Reihenfolge konnte man verlieren oder gewinnen.

Das setzte sich auch im 1. Set der Monsterbox so fort. Nun haben wir 6 mal versucht, die zweite Zusatzbox zu gewinnen. Und wir sagen mal, das ist nicht möglich. Ohne jetzt großartig Spoilern zu wollen, aber die böse Seite wird immer mächtiger. Selber fängt man dagegen weiter mit den 10 Fähigkeitskarten aus dem Grundspiel an und muss sich erst mal mühsam ein kräftiges Deck aufbauen. Das wird aber pausenlos durch die böse Seite torpediert. Dazu kommen Karten, welche eine Karte auf der Hand wertlos machen bzw. selber keinen Vorteil bieten. Und die kommen, wenn man Pech mit den Dunkle-Künsten Karten haben, in rauhen Mengen. So hat man irgendwann niemals mehr die 5 Sprüche im Deck, sondern nur noch vier oder drei. Und damit soll man dann 5 Zauberblitze ausspielen können, um eine Begegnung zu bekämpfen.

Wir haben dann versucht, die Regeln ein klein wenig zu modifizieren. So haben wir diese wertlosen Karten auf vier im Spiel begrenzt. Dazu haben wir die Bösewichte nicht blind gezogen, sondern die entsprechende Zahl zu den Karten aus Erweiterungsbox 2 (Anzahl wie in den Regeln) sortiert hinzugefügt. Also erst schwache Gegener, und dann aufsteigend sortiert.

Trotzdem fliegt uns das Spiel spätestens zur Mitte irgendwann um die Ohren. Dazu kommt, dass die Ortskarten, welche man verteidigen muss um das Spiel zu gewinnen, weniger (!) Wertigkeit haben, als in Jahr 7 um Basisspiel – und das bei deutlich höheren Anforderungen.

Zusammengefasst können wir sagen, dass uns die Erweiterungsbox gerade massiv die Lust an dem Spiel nimmt. Nichts gegen schwierige Situationen, nichts gegen die ein oder andere Niederlage zwischendurch. Aber wenn man in 6 Spielen schon zur Mitte weiß, das funktioniert nicht, dann ist das Spiel nicht mehr ausgewogen.

Pandemic Legacy – Season 1

Pandemic Legacy Box

Informationen zum Spiel

Was bietet sich während eines Pandemie-Lockdowns mehr an, als ein Spiel mit Pandemie als Thema zu spielen? Ob die Entwickler des Spiels jemals gedacht hätten, dass da Menschen spielen und dabei so Dinge sagen wie „Vorsicht, da ist ein Hotspot“, „Oh, ein Cluster“ oder „Mach mir den Drosten und forsche“? Wir glauben eher, das hätten die sich nie träumen lassen.

Auslöser für den Kauf waren allerdings die vielen super Rezensionen, welche wir über das Spiel gelesen haben. Auf fast allen Spielportalen taucht die Pandemic-Serie auf Top-Platzierungen in den Empfehlungen auf. Egal ob das Basisspiel oder die Legacy-Erweiterungen, die Seasons 0, 1 und 2.

Wir haben uns für Season 1 zum Start entschieden, da dies von einigen Kennern empfohlen wird. Season 2 knüpft wohl an den Handlungsstrang von Season 1 an, auch wenn es ein eigenständiges Spiel ist. Season 0 spielt zeitlich vor den beiden anderen Ausgaben. Aber um es zu verstehen ist es wohl sinnvoll, die beiden anderen Spiele vorher gespielt zu haben. Und in der Reihenfolge 1, 2, 0 sind die Spiele auch erschienen.

Pandemic Spielbrett

Ein Schreck zum Einstieg – aber grundlos

Erst als wir das Spiel vor uns liegen hatten, haben wir uns mal um die Regeln gekümmert und um weitere Tipps zu dem Spiel. Und ein Tipp, den alle Spiele-Freaks gegeben haben (und den wir jetzt bestätigen können) war der, erst mal das Basisspiel von Pandemic (in manchen Verlagen auch unter dem Namen Pandemie erschienen) zu spielen.

Hui, jetzt haben wir ein Spiel gekauft und können es noch nicht spielen? Das war natürlich unsere erste Frage. Aber Entwarnung. Es ist mit Pandemie Legacy möglich, das Basisspiel, nach diesen Regeln, zu spielen. Das haben wir dann auch ein paar Abende gemacht und es hat sich gelohnt. Es macht wirklich keinen Sinn in die Legacy-Regelwelt einzusteigen, wenn man die Regeln des Basisspiels nicht blind beherrscht. Dann könnte man sehr schnell überfordert werden.

Spielbeschreibung

Das ist  jetzt ein wenig kniffelig das Spiel zu beschreiben, ohne zu Spoilern, also Dinge zu erzählen, welche im Spiel lange ein Geheimnis sind. Wir versuchen es aber einfach mal.

Ihr schlüpft als Spieler in die Rolle verschiedener Helden, mit unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten, und versucht die Welt zu retten. Bedroht wird diese durch mehrere fiese Krankheitserreger, die sich unbarmherzig über die schön gestaltete Weltkarte ausbreiten. Dabei stehen Euch verschiedene Aktionen zur Verfügung. Natürlich könnt ihr reisen, per Auto, Schiff oder Flugzeug. Vor Ort könnt Ihr die Krankheiten bekämpfen und, ganz wichtig, Gegenmittel zu den Krankheiten erforschen. Dabei spielen die Spieler wieder zusammen und nicht gegeneinander. Und glaubt uns, im Verlaufe des Spiels müsst ihr wirklich gemeinsam überlegen und eine Strategie entwickeln, sonst gewinnen die kleinen, fiesen Krankheitserreger.

Ziel ist es, im Basisspiel, gegen alle Krankheitserreger ein Gegenmittel zu erforschen. Später in der Legacy-Variante kommen weitere Aufgaben hinzu, die ihr in einer bestimmten Zeit erfüllen müsst.

Im Grunde war das nun die Erklärung des Basisspiels. In der Legacy-Variante kommen noch weitere Elemente ins Spiel. Diese sind geheimnisvoll in 8 Boxen verpackt. Dazu gibt es 5 geheime Dossiers mit weiteren Informationen, Regeln, Gimmicks. Diese Boxen und die Türen werden alle an einem bestimmten Zeitpunkt geöffnet, welche im Legacy-Kartenstapel definiert sind. Und genau dieser Kartenstapel ist exakt sortiert, darf nicht gemischt werden. Und vorab rein schauen ist ein absolutes No-Go.

Zum Spielablauf in der Legacy-Variante nur so viel, wie ohne Spoiler möglich ist. Es kommen neue Dinge dazu, die durchaus sehr überraschend kommen und Eure Strategie komplett auf den Kopf stellen. Denn diese Ereignisse treten nicht nur zu Beginn einer neuen Runde in Kraft. Manchmal passiert das mitten in einem laufenden Spiel. Und da passieren Dinge, wo man sich fragt, welchen Lack muss man saufen, um auf so eine Idee zu kommen. Das ist jetzt aber nicht negativ gemeint, absolut nicht. Egal was der Entwickler des Spiels intus hatte, wir wollen das Zeug auch haben.

Zurück zum Ziel des Spiels in der Legacy-Variante. Ihr spielt auf jeden Fall 12 Monate, also von Januar bis Dezember eines virtuellen Jahres. Dabei dürft ihr einen Monat, wenn ihr diesen verloren habt, ein zweites Mal spielen. Danach geht ihr aber auf jeden Fall zu nächsten Monat, auch wenn ihr den vorherigen Monat zum zweiten Mal verloren habt. Am Ende spielt Ihr also maximal 24 Runden, wovon eine durchaus zwischen 60 und 90 Minuten dauern kann.

Schwierigkeitsgrad

Das Spiel wird in die Kategorie Expertenspiel eingestuft. Das ist auch aufgrund der (wachsenden) Regelfülle sicherlich gerechtfertigt. Trotzdem ist es sicher auch für Einsteiger mit viel Freude spielbar.

Für uns als Einsteiger in das Thema Expertenspiele und in die Pandemic-Reihe ist es durchaus locker zu spielen. Wenn man das Basisspiel verstanden hat, kommt man mit den späteren Regeländerungen durchaus zurecht. Und wenn man mal einen Fehler macht, eine Karte zu wenig abwirft, ein Spielstein falsch setzt, dann zerstört das nicht das Spiel.

Wichtig ist es, nach einer abgeschlossenen Runde die dann folgenden Änderungen, wirklich in Ruhe zu studieren und sich einzuprägen. Wir denken auch, dass es keine gute Idee wäre, das Spiel wochenlang pausieren zu lassen. Wenn man sich dann wieder rein denken muss, wird es sicherlich schwer. Wir versuchen Legacy 1 nun in einem Rutsch weitestgehend durchzuspielen, ohne tagelange Pausen.

Das Spiel ist übrigens so aufgebaut, das können wir noch verraten, dass es nach einer Niederlage etwas einfacher wird. Schafft man einen Monat nicht im ersten Versuch, wird es einem beim zweiten Versuch ein klein wenig einfacher gemacht. Wir haben jetzt Januar, Februar und März gespielt. Dabei haben wir den Januar zweimal spielen müssen. Februar und März haben wir im ersten Versuch geschafft, wobei das im März kurz vor knapp war. Eine Runde weiter wären wir verloren gewesen.

Anleitung

Die Anleitung ist gut geschrieben, wenn man Pandemic in der Basisvariante bereits kennt. Sollte man aber erst mal die Basisvariante spielen wollen, so wird die Möglichkeit erwähnt und auch erklärt, welche Regeln man dabei nicht benötigt, trotzdem war es für uns verwirrend, die Regeln dort auseinanderzuklamüsern.

Wir haben uns dann die Regeln für das Basisspiel vom Herausgeber asmodee heruntergeladen. Damit hatten wir diese dann sortiert vor uns liegen. Und damit war ein Einstieg in das Basisspiel gut zu spielen. Dazu haben wir uns noch ein Erklärvideo bei YouTube angeschaut, welches oben in der Infobox verlinkt ist.

Wenn die Basisregeln dann sitzen, dann kommt man auch mit der Anleitung für die Legacy-Variante gut zurecht. Sehr spannend sind im Regelheft übrigens die vielen leeren Boxen, wo später weitere Regeln eingeklebt werden.

Pandemic Boxen Anleitung

Verarbeitung / Qualität

Hier gibt es nichts zu meckern. Alle Spielelemente sind sauber verarbeitet. Die Spielkarten sind glatt und die Ränder stabil. Das Spielbrett bieten alle Informationen, die Heldenkarten sind schön gestaltet und die Spielfiguren solide.

An dieser Stelle ein Hinweis, der auch in den öffentlichen Regeln steht. Im Laufe des Spiels werdet ihr aufgefordert, Karten zu zerreißen. Wirklich! Wir haben es bisher nicht übers Herz gebracht. Wir sammeln diese Karten in einer „Müllbox“.

Pandemic Geheimnisse

Langzeitspielspaß

Dadurch das Pandemic Legacy ein Spiel ist, welches sich immer weiter entwickelt, ist der Langzeitspaß wohl garantiert. Er ist aber dadurch auch begrenzt, nämlich auf mindestens 12 und maximal 24 Spielrunden. Danach kann das Spiel nicht nochmals gespielt werden. Karten sind zerstört, das Spielbrett mit Informationen voll geklebt, das Heft und die Heldenkarten sind mit Notizen beschriftet und mir Zusatzdingen beklebt.

Dieses Spiel endet definitiv nach 24 Runden.

Aber, das bedeutet auch maximal 24 Stunden absoluten Spielspaß. Welches andere unserer Spiele (auch von früher) stand so lange auf dem Tisch und hat ständig neue Herausforderungen gebracht?

Und das Öffnen der Boxen und der Türchen auf den geheimen Dossiers, das hat was von Adventskalender. Wir sitzen beiden mit gespannten Augen davor und schauen, welches Elend nun auf uns zukommt.

Und wenn wir Legacy 1 durchgespielt haben, dann werden wir auf jeden Fall irgendwann mit Legacy 2 weitermachen. Ob direkt im Anschluss oder doch lieber mit ein paar Wochen Pause? Schauen wir mal.

Quacksalber von Quedlinburg

Quacksalber von Quedlinburg

Informationen zum Spiel

Neben den beiden Spielen oben, wo wir zusammen spielen, wollten wir auch mal ein Spielchen haben, wo wir gegeneinander spielen und welches ein wenig einfacher gehalten ist. Und mit dem Quacksalber von Quedlinburg haben wir da einen Volltreffer gelandet. Ein witziges Spiel, mit überschaubaren Regeln und einigen Momenten, wo man sich so richtig ärgern kann. Allerdings gibt es auch diese Momente, wo man mit einer gewissen Schadenfreude beobachtet, wie der Kessel des Gegner gerade explodiert.

Spielbeschreibung

Moment, explodierende Kessel? Was ist das denn für ein Spiel?

Also, einmal im Jahr treffen sich die berühmtesten Quacksalber auf dem Markt von Quedlinburg und brauen dort ihre coolsten Tränke. Die wirken gegen alles. Fußpilz, Schlafstörungen, Knoblauchgeruch, Potenzstörungen und alles anderen möglichen Dinge.

Im Spiel seid Ihr einer dieser Quacksalber. Ihr habt einen Beutel voller Zutaten, aus dem ihr blind die verschiedenen Bestandteile Eures Trankes ziehen müsst. Je mehr Zutaten Euer Trank enthält, desto wirkungsvoller ist er und ihr bekommt mehr Siegespunkte. Dazu lösen mache Zutaten noch kleinere Ereignisse aus, entweder sofort oder später in der Auswertung des Tranks.

Dummerweise sind in dem Beutel neben den edlen Zutaten auch Knallerbsen. Und wenn davon nur eine zu viel in den Trank kommt, dann explodiert dieser. Daher ist es ab einem gewissen Punkt eine Überlegung, ob man weitere Zutaten ziehen soll oder doch lieber mit dem etwas schwächeren Trank zufrieden ist.

Gespielt werden übrigens immer genau 9 Runden. Wer dann die meisten Punkte mit seinen Tränken erbraut hat, hat gewonnen.

Quacksalber Spieltisch

Schwierigkeitsgrad

Der Quacksalber von Quedlinburg ist ein Familienspiel und daher nicht besonders schwer zu lernen. Die Regeln hat man schnell gelernt und dann geht es ans Tränke brauen. Im Spiel sind direkt mehrere Sets an Zutatenbüchern zu finden, sodass es auch nicht schnell langweilig wird.

Sehr schön finden wir die Idee, dass Spieler die hinter dem führenden liegen, zusätzliche Rattenschwänze in ihren Trank bekommen und somit auf einer stärkeren Stufe mit ihrem Trank starten.

Anleitung

Auch hier fanden wir die Anleitung eher aus der Kategorie „geht so“. Auch wenn die Regeln nicht sonderlich kompliziert sind, mussten wir die mehrfach lesen, bis wir das Spiel grundsätzlich verstanden haben. Vielleicht liegt es aber auch wirklich an uns? Aber es gibt ein sehr gutes Erklärvideo, direkt von Schmidt-Spiele auf YouTube, welches wir in der Infobox verlinkt haben.

Verarbeitung / Qualität

Nach dem Öffnen der Spielebox erwartet einen erst mal eine Ausdrück-Orgie. Unzählige Zutaten, Flaschen, Bücher und die wunderschönen Kessel müssen aus den Rahmen gedrückt werden. Dazu liegen noch ein Tütchen Rubine bei und verschiedene Spielsteine aus Holz.

Dazu liegen 4 Stoffbeutel dabei, die Eure Zutaten beinhalten und aus denen ihr dann blind die nächsten für den zu brauenden Trank ziehen müsst.

Langzeitspielspaß

Der Spaßfaktor bei unseren ersten Spielen war wirklich groß. Durch die verschiedenen Zutaten-Sets wird das Spiel auch so schnell nicht langweilig werden. Und wenn die alle mal gebraut sind, dann gibt es noch verschiedene Erweiterungen zum Grundspiel.

Zug und Zug Deutschland Ausgabe

Zug um Zug Box

Informationen zum Spiel

Und noch ein Spiel, welches wir gerne gegeneinander spielen. Wobei Melanie hier meistens gegen Thomas dominiert, egal was er versucht – das ist ein wenig verhext. Von Zug um Zug gibt es zahlreiche Varianten, die über die ganze Welt gehen oder verschiedene Regionen oder Epochen abhandeln. Am Ende haben wir uns für die Deutschland-Variante des Spiels entschieden. Der Grund war ganz banal, es war gerade im Angebot und nur halb so teuer wir normal.

Spielbeschreibung

Eigentlich ist dieses Spiel sehr schnell erklärt.

Auf einer Deutschlandkarte aus dem Jahre 1902 müsst Ihr Bahnlinien in Betrieb nehmen um verschiedene Städte oder Nachbarländer zu verbinden. Welche das sind, findet ihr auf Aufgabenkarten, die ihr jederzeit nachziehen könnt.

Dazu gibt es Karten mit Waggons und Loks, die ihr farblich passend, in der richtigen Anzahl, auf die gewünschten Strecken setzen könnt.

Am Ende gewinnt, wer die meisten Punkte gesammelt hat. Diese gibt es für jede gebaute Strecke und für jede fertig gestellte Aufgabe. Das Dumme (besonders für Thomas) nicht fertig gebaute Strecken werden wieder abgezogen. Daher achtet dringend darauf, wann sich das Spiel dem Ende zuneigt und kontrolliert zweimal, ob alle Strecken wirklich fertig sind.

Zug um Zug Spielbrett

Schwierigkeitsgrad

Zug um Zug ist nicht schwierig. Es gibt eine überschaubare Anzahl von Regeln, keine Wenn-Das-Dann-Dass-Unteregeln oder andere komplizierte Elemente.

Anleitung

Bei diesem Spiel war die Anleitung wirklich gut und verständlich. Das lag aber vielleicht auch daran, dass Thomas das Spiel schon aus der Online-Variaten kannte (und trotzdem kann er es nicht gewinnen). Für einen kurzen Einblick in das Spiel und die Regeln haben wir Euch trotzdem oben ein Video verlinkt.

Verarbeitung / Qualität

Kurz: Super. Lang: Sehr schöne farbige Zug- und Aufgabenkarten finden sich in der Verpackung. Ein hübsch gestaltetes Spielbrett und Zugelemente aus Kunststoff, die schön stabil sind. Für die Punktemarker finden sich in der Verpackung ebenso Aufnahmefächer wie für die Spielkarten und Zugelemente.

Langzeitspielspaß

Wir haben Zug um Zug jetzt ein paar Mal gespielt. Das wird so schnell nicht langweilig, da man immer neue Aufgabensets zusammenstellen kann und immer hoffen muss, dass der Gegenspieler nicht die besten Strecken klaut.

Weitere kleine Spiele für zwischendurch

Das waren die vier, mehr oder weniger, großen Spiele, welche wir aktuell sehr intensiv spielen. Aber für zwischendurch haben wir natürlich noch kleinere Spielchen hier liegen, die man spontan, mal eben spielen kann.

Kniffel Extrem (Würfelspiel)

Kniffel Extrem

Kniffel gehört bei uns beiden seit unserer Kindheit zu einem Spieleabend einfach dazu. Egal ob mit den Eltern, den Großeltern oder mit Freunden – gekniffelt wurde immer. Das Basisspiel war bei unserer Spielesammlung dabei. Inzwischen spielen wir aber lieber die Extrem-Variante mit 6 Würfeln. Dabei stehen einige Kombinationen mehr zur Verfügung. Dazu spielen wir immer über 6 Spalten parallel. Überall können dann die geworfenen Werte eingetragen werden und am Ende wird über alle 6 Spalten abgerechnet.

Uno (Kartenspiel)

Uno Kartenspiel

Ebenso wie Kniffel gehört Uno für uns zu einer vernünftigen Spiele-Grundausstattung. Eigentlich handelt es sich bei Uno um eine Erweiterung des berühmten, altehrwürdigen MauMau. Karten ziehen, aussetzen, Farbe wählen, alles bekannte Komponenten aus dem alten Spiel. Nur gibt es hier viel mehr Karten und auch noch mehr lustige (oder weniger lustige) Aktionen für die (Gegen-)Spieler.

Phase 10 (Kartenspiel)

Phase 10 Kartenspiel

Phase 10 sieht auf den ersten Blick aus wie Uno, ist aber ein ganz anderes Spiel. Die Spieler müssen hier versuchen, 10 Phasen (Bilder) mit ihren Karten zu legen. Gelingt einem Spieler eine Phase,  müssen noch alle Karten von der Hand gespielt werden. Gewonnen hat am Ende, wer zuerst alle 10 Phasen geschafft hat. Sollte das gleichzeitig passieren, kommen die Strafpunkte aus den vorherigen Runden ins Spiel.

Fazit – Spielen macht uns (wieder) richtig Spaß

Wir versuchen ja sowieso der aktuellen Situation auch die positiven Seiten abzugewinnen. Dass wir unsere Liebe für die guten alten Spiele wiederentdeckt haben, kommt auf jeden Fall auf die Haben-Seite.

Danke übrigens an Inka von Blickgewinkelt für den Tipp zu diesem Spiel (und einigen anderen, die noch auf dem Weg zu uns sind). Das war übrigens eine tolle Aktion, die wohl ohne Pandemie so nie zustande gekommen wäre. Inka hat uns einen Abend lang ihre liebsten Spiele gezeigt, einfach per Teams-Konferenz. Das war richtig cool und hat Spaß gemacht.

Auch für Reisewütige gibt es noch was zum Thema Spiele zu lesen. Anke und Torsten haben auf ihrem Blog gerade einen wunderbaren Beitrag veröffentlich, wo sie Euch zeigen, wie man mit 10 Brettspielen um die Welt reisen kann.

So, und nun seid Ihr dran. Was sind Eure liebsten Spiele für 2 Personen. Lasst uns gerne Tipps in den Kommentaren da, wir nehmen die dankbar an und probieren gerne neue Spiele aus.

Unser Spiele-Wunschliste

Die Liste mit Spielen, die wir gerne mal ausprobieren wollen, wird immer länger. Unsere Wunschliste bei Amazon könnt Ihr Euch gerne anschauen. Solltet Ihr eines dieser Spiele loswerden wollen und es ist noch in einem sehr guten Zustand, dann meldet Euch gerne bei uns.

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Kommentare zu diesem Beitrag

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12 Kommentare
Kommentare ansehen
2. Januar 2021 12:04

Wir spielen meistens zu zweit und das täglich. Gerne schnelle Spiele, damit man eine Revanche bekommen kann. Und mit wenig Glücksanteil. Kennt Ihr Targi, Splendor, Quarto, Patchwork, Noch mal!, Ausgerechnet Buxtehude/Upsalla/Honolulu (sind 3 Spiele)? Die machen uns seit Jahren Spaß.

Hans
2. Januar 2021 14:04

Eindeutig Catan – Das Duell! Und Pandemic, aber das habt ihr ja schon erwähnt.

2. Januar 2021 16:19

Eine tolle Auswahl, die meisten der Spiele kannte ich noch nicht. Ich kann euch das Ravensburger Spiel Deutschlandreise empfehlen. Das spielen wir seit Heiligabend regelmäßig mit der Familie und geht auch gut zu Zweit.

Liebe Grüße,
Tanja

2. Januar 2021 22:44

„Rücken“ vom Spielen…ich hab gut gelacht! Schöne Spiele habt ihr da (ausführlich beschrieben). Bei mir würde sich lohnen, mal ein paar „alte“ aus dem Schrank zu befreien, z.B. „Um Reifenbreite“. Ich erinnere mich da an einen sehr gelungenen Abend (allerdings zu viert), ich werde es mal suchen (grad bei Amazon geguckt: Spiel des Jahres 1992, ich bin eindeutig auch im „Rücken“- Alter!) :-D Ich spiele auch gern Schach, kann mich aber richtig ärgen, weil mein Mann immer „Räuberschach“ spielt, das hasse ich! (Ende vom Lied: ohne mich!) ;-)
Ich muss mal wühlen, was wir so alles da haben…aus 2 vor 10 Jahren zusammen geworfenen Haushalten, ich bin inspiriert. Aus neuer Zeit haben wir mehr lustige Spiele für größere Runden, z.B. „Knätsel“ und ähnlich aber besser wie „Mensch ärgere dich nicht: Malefiz.
Ich wünsche euch ein glückliches, gesundes Jahr 2021, viele Grüße Miki

3. Januar 2021 0:08

Wir spielen sehr gerne:
– Skyjo – ein einfaches Kartenspiel mit der richtigen Menge Glück und Taktik
– Nochmal – ein Würfelspiel, dass man direkt nach einer Partie „nochmal“ spielen möchte
– Qwixx – noch ein simples Würfelspiel
-Rummy – ein Klassiker, den man auch gut zu Zweit spielen kann.

3. Januar 2021 7:48

Guten Morgen & danke für diese Spieletipps!

Gerade Empfehlungen für 2 Spieler finde ch persönlich sehr hilfreich.
Normalerweise spiele ich nämlich nur mit meiner Mom, weil sich mein Mann nicht so für Brettspiele begeistern lässt. Carcassonne ist bei uns ein Klassiker, den wir mit etlichen Erweiterungen und teils eigenen Regeln modifiziert haben. Kniffel geht sowieso immer. Vor einiger Zeit haben wir – zu dritt – Monopoly gespielt, was auch mal wieder ganz nett war – halt ein Klassiker.

Alldieweil ich die Hoffnung bei meinem Mann noch nicht aufgegeben habe :D , habe ich ihm zwei Spiele geschenkt: „Spirits of the Wild“ und „Holmes“.
Ersteres ist ein recht einfaches Spiel, das aber trotzdem Spaß macht. Auch die Verarbeitung bzw. was man in Händen hält ist sehr nett gemacht. Googelt am besten mal die Beschreibung, das hier zu erklären, würde den Rahmen sprengen.
Bei Holmes hingegen hatten wir ein ziemlich hohes Frustlevel – auch nach eingehendem Studium der Anleitung war uns nämlich das Ziel / die Idee des Spiels immer noch nicht so ganz klar. Das ging uns erst beim Spielen auf, dafür muss man sich aber durch ein paar verwirrte Situationen kämpfen. Zudem gibt es zwar eine Schritt-für-Schritt-Erklärung einer Beispielrunde, die lässt aber teils wichtige Infos aus und kann nicht einfach nachgespielt werden. Am Ende des ersten Durchgangs waren wir einfach nur froh, es irgendwie kapiert zu haben – seitdem haben wir die Schachtel aber nicht nochmal rausgekramt.

Liebe Grüße & frohes Neues!
Anne