Calico Ghost Town in Kalifornien

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  • Calico Main Street

Calico Ghost Town in Kalifornien

Wer über die Interstate 15 von Los Angeles nach Las Vegas, oder umgekehrt, fährt, der kommt in der Nähe von Barstow an der Calico Ghost Town vorbei. Verpassen kann man sie eigentlich nicht, da die Geisterstadt auf der Interstate ausgeschildert ist.

Vorab ein Hinweis, wer hier eine einsame, menschenleere Geisterstadt erwartet, der wird enttäuscht werden. Durch die Lage unmittelbar am Highway verlaufen sich regelmäßig sehr viele Menschen in das kleine Örtchen.

Aber, für einen Stopp auf der Fahrt zwischen den beiden Metropolen ist Calico wunderbar geeignet. Man kann sich hier wunderbar ein wenig die Beine vertreten und dabei ein paar interessante Eindrücke gewinnen.

In Calico angekommen fährt man auf den riesigen Parkplatz, wobei man am Kassenhaus den Eintritt von 8 $ für Erwachsene und 5 $ für Kinder zwischen 6 und 15 Jahre bezahlt. Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Vom Parkplatz aus kommt man dann auf die Mainstreet von Calico.

Calico Main Street

Calico Main Street

Auf der Mainstreet findet ihr zahlreiche alte Gebäude, Geschäfte und auch drei Restaurants. Am Ende der Mainstreet könnt ihr eine alte Silbermine besichtigen oder mit einem Zug durch die Landschaft fahren, wo noch einige alte Silberminen zu sehen sind.

Wasserspeicher in Calcio

Wasserspeicher in Calcio

Geschichte von Calico

1881 wurde Calico gegründet, in einer Zeit, wo in der Gegend der Silberbergbau blühte. Rund um die Stadt entstanden rund 500 Silberminen aus denen innerhalb von nur 12 Jahren Silber im Wert von 20 Millionen Dollar abgebaut wurde. Danach rutschte der Silberpreis dermaßen in den Keller, das die Minen aufgegeben wurden und auch die Stadt wurde von fast allen Anwohnern verlassen.

1950 wurde die Stadt dann restauriert. Fünf halbwegs erhaltene Gebäude wurden dabei wieder hergestellt und die anderen Häuser stilecht nachgebaut. Calico wurde somit zum State Historical Landmark und von Gouverneur Arnold Schwarzenegger 2005 zur California’s Silver Rush Ghost Town ernannt.

In der Hochphase der Stadt lebten dort 1200 Menschen. Nun sind es noch 15, die sich um den Erhalt und den Betrieb der Geisterstadt kümmern und dauerhaft dort leben.

Aktivitäten in Calico

Die meisten Besucher kommen nur auf einen kurzen Stopp nach Calico. Dennoch hat der Ort noch mehr zu bieten. Direkt am Parkplatz findet man einen Campground, wenn man doch ein wenig länger bleiben möchte. Weiter wird eine zweistündige Silberminen Tour angeboten, eine dreistündige Offroad Tour auf  Mulis oder eine Geistertour nach Einbruch der Dunkelheit.

Informationen dazu findet ihr auf der Homepage der Calico Ghost Town.

Eindrücke aus Calico

Für Hobbyfotografen ist Calico eine unglaublich schöne Kulisse, wo man das ein oder andere nette Foto machen kann. Hier mal ein paar Eindrücke aus dem Ort:

Altes Fuhrwerk

Altes Fuhrwerk

Calico Restaurant

Calico Restaurant

Hütte eines chinesischen Einwohners

Hütte eines chinesischen Einwohners

Büro für den Silberankauf

Büro für den Silberankauf

Calico Railway

Calico Railway

Silbermine

Silbermine

Schule

Schule

Schwarzes Brett

Schwarzes Brett

Ghost Town...

Ghost Town…

Kennt ihr Calico oder andere tolle Geisterstädte in den USA? Gefällt euch der Bericht oder habt ihr was zu nörgeln? Dann einfach einen Kommentar hinterlassen.

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5 Kommentare

  1. Rainer 10. Dezember 2014 um 21:08 Uhr - Antworten

    Servus Thomas,

    ich selbst bin ja kein großer Freund dieser Geisterstädte. Dieses Jahr bin ich von Los Angeles nach Las Vegas gefahren. Überwiegend war ich auf Nebenstraßen unterwegs. Bei Barstow stellte sich dann die Frage ob ich nach Calico hochfahre. Als dann vier Reisebusse vor mir auftauchten habe ich es bleiben lassen.

    Letztes Jahr in Oatman war es ähnlich. Völlig überlaufen!

    Ich mag ja verlassene Orte, egal ob sogenannte Ghost Towns, Industrieanlagen, Tankstellen usw. Ich mag diese Orte aber wirklich nur, wenn man dort nahezu alleine ist und daran nichts gemacht wurde. Gerade bei den Ghost Towns ist aber meistens einiges renoviert, umgebaut oder neu gebaut worden. Dann gibt es den üblichen Laden für irgendwelche Mitbringsel. Das alles ist nichts für mich.

    Im Death Valley gibt es beispielsweise einen Ort Namens Ashford Mills Ruins. Wenn man von dort aus ca. 45 Minuten in Richtung Westen läuft kommt man zu einer Ghost Town. Die Stadt, naja das was davon noch übrig ist, hat noch nicht mal einen Namen. Irgendwann habe die Leute diesen Ort verlassen und seit dieser Zeit ist dort nichts mehr passiert.

    Schweifen wir mal kurz ab. Wer jedoch auch auf alte verlassene Tankstellen, Diners usw. steht ist aber in der Gegend um Calico bestens aufgehoben. Die Ausfahrt 189 an der Interstate rausfahren und über die Yermo Road in Richtung Barstow fahren. Man kommt da an zwei alten Tankstellen vorbei. Interessant ist ebenfalls das alte Jenny Rose Restaurant. Barstow selbst hat an so alten Gebäuden nicht viel zu bieten. Fährt aber weiter nach Yermo kommt man vor Yermo und in Yermo noch an ein paar coolen alten Tankstellen und Gebäuden vorbei.

    Mein persönlicher Tip in dieser Gegend ist der Lake Dolores Waterpark. Der Park ist nicht mehr in Betrieb und geschlossen. Man kann ihn aber betreten, wobei das laut Hinweisschilder verboten ist! Ein geiler Ort, allerdings mehr für Urbexer.

    Jetzt schweife ich aber ab.

    Schöne Grüße aus MUC
    Rainer

    • Thomas Jansen 10. Dezember 2014 um 22:42 Uhr - Antworten

      Was heißt abschweifen… ich schreibe mit, für den Fall, das wir wieder in der Gegend unterwegs sind… 😉

      LG Thomas

      • Ellen & Udo Klinkel 12. Oktober 2015 um 16:40 Uhr

        Man kann zu Calico tatsächlich geteilter Meinung sein. Sind wir auch, irgendwie. Klar, das alte Städtchen ist für den USA Touristen sicher interessant zu sehen. Auch wenn die Ursprünglichkeit inzwischen völlig abhanden gekommen ist. Klar, das Ganze ist inzwischen darauf angelegt, den Touris aus aller Welt das Geld aus der Tasche zu ziehen. Trotzdem haben wir uns das auch angeschaut. Aber das war’s dann auch. Als Ghost Town kann man Calico wahrhaftig nicht bezeichnen. Praktisch jedes Gebäude (Ausnahme ist z.B. das Schulhaus) ist in einen Laden oder ein Restaurant oder beides umgewandelt worden. Man kann so ziemlich alles an Souvenirs kaufen, was man sich vorstellen kann. Besonders beliebt scheint der Ort bei japanischen Touristen zu sein, die gleich busseweise einfallen, Bilder knipsen und nen „originalen“ Sheriffstern made in Taiwan oder sonstwas kaufen. Dann wieder rein in den Bus – Las Vegas wartet. Nichts gegen Las Vegas – die Stadt hat was. Wir haben uns darauf beschränkt, einige hübsche Detailaufnahmen zu machen – kein Tourist ist drauf. Und dann sind wir zu Peggy Sue’s 50ies Diner gleich unten an der Yermo Ausfahrt gefahren. DORT halten wir eigentlich immer an. Kann man mögen oder auch nicht, uns gefällt die Diner-Atmosphäre der 50er dort. Und das Essen ist bestens. Na ja, und nen Gift Shop haben die natürlich auch… 🙂 – Gleich um die Ecke gibt’s dort auch noch Penny’s Diner – sehr viel kleiner und leerer. Nette Crew, gutes Essen.

        Oben wurde Oatman erwähnt – auch so was. Eigentlich ein historischer Ort an der Route 66, heute von Touristen überlaufen, Shops wohin man schaut und ab und zu ne Revolver Show. Die Esel, für die Oatman berühmt ist, nicht zu vergessen. Es gibt noch mehr Beispiele: Tombstone, Goldfield, Virginia City …
        Aber es gibt noch „echte“ Ghosts … und DIE zu entdecken, macht richtig Spaß. Aber das ist ein anderes Kapitel 🙂

        LG Ellen & Udo

        https://abenteuer66.wordpress.com/

        PS: Ach ja, wer in der Gegend um Barstow unterwegs ist: es ist nicht weit nach Newberry Springs an der 66 – dort wurde „Bagdad Cafe – Out of Rosenheim“ gedreht. Der Ort ist einen Stopp wert, das Cafe ist noch ziemlich original, auch wenn die Besitzer manchmal etwas abweisend sind. Ein Bier trinken kann man allemal. (halt … eine Cola bitte.. wir müssen ja noch fahren). Und drinnen sieht’s noch aus, wie damals …

  2. Lost Placer 24. April 2017 um 18:26 Uhr - Antworten

    Super cool! Würde ich mir auch gerne mal anschauen und fotografieren. Aber – falls es überhaupt mal dazu kommt – dauert es wohl noch etwas, bis ich in die USA komme. Nicht, weil ich sie nicht mag, sondern weil vorher erst noch ein paar andere Reiseziele auf der Liste stehen – wenn das Geld mal da ist.

    An sich fänd ich es noch interessanter, wenn der der Ort tatsächlich „verlassen gelassen“ worden wäre, sprich nicht restauriert worden wäre. Aber gut, wer weiß ob dann heute überhaupt noch etwas davon stehen würde. Von daher schon okay so. Auf jeden Fall mal ein anderer „Lost Place“, als die, die man hier so üblicherweise vor die Kamera bekommt.

    Viele Grüße!

    • Thomas Jansen 26. April 2017 um 8:16 Uhr - Antworten

      Moin,

      naja, für einen richtigen Lost Place liegt Calico einfach zu nah am Highway zwischen LA und Las Vegas. Daher bot es sich wohl an, daraus einen Spot für vorbeifahrende Touris zu machen. Aber, in den USA gibt es noch zahlreiche Ghost-Towns, die wirklich verfallen und verlassen sind.

      LG Thomas

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