Camping USA und Kanada – Begriffe erklärt

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  • Der Alkoven in einem Wohnmobil

Camping USA und Kanada – Begriffe erklärt

Bei uns auf dem Blog und auf anderen Seiten im Netz findet Ihr immer mal wieder Begriffe, rund um das Camping in den USA. Diese möchten wir euch in diesem Artikel mal zusammenfassen und erklären. Es ist am Ende ein klein wenig mehr geworden aber beim Schreiben ist uns immer mehr eingefallen.

Camping USA und Kanada – von A-Z

Abwasser

In einem Wohnmobil fällt Abwasser an. Beim Spülen in der Küche, im Bad am Waschbecken oder in der Toilette. Dieses Abwasser wird in zwei Tanks gesammel. Im Greywater-Tank landes das Wasser aus Spülbecken, Dusche und Waschbecken. Im Blackwater-Tank wird das Abwasser aus der Toilette gesammelt. Das entleeren dieser Tanks nennt man Dumpen. 

Alkoven

Der Alkoven in einem Wohnmobil

Der Alkoven in einem Wohnmobil

Schlafmöglichkeit über der Fahrerkabine des Wohnmobils. Dort ist oft Platz für eine oder zwei Personen.

Angeschlossen am Campground

Angeschlossen am Campground

Anschlüsse

Die Wohnmobile bieten folgende Anschlüsse:

  • Frischwassertank – hier kann einfach ein Schlauch zum Auffüllen rein gehalten werden
  • Wasseranschluss
  • Stromanschluss
  • Abwasserschlauch 
  • ggf. Kabelanschluss

Das Anschliessen auf dem Campground ist mit ein wenig Routine in wenigen Minuten erledigt. Das gilt auch für das Abstöpseln der Anschlüsse wenn man wieder los fährt. Kontrolliert aber vor der Abfahrt ob wirklich alle Anschlüsse getrennt sind und die Kabel und Schläuche sicher verstaut sind.

Ausstattung des Wohnmobils

Die Wohnmobile haben verschiedenen Ausstattungen. Das hängt vom Vermieter, dem gebuchten Paket und dem Fahrzeugtyp ab, welches Zubehör ihr dabei habt. Bei einigen Vermietern könnt ihr folgende Ausstattungspakete dazu buchen.

  • Convenience Kits 
  • Personal Kits  
  • Kitchen Kits
  • Camping Kits

Die Inhalte und Bezeichnungen der Kits sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Bei einem enthält das Convenience Kit neben Bettwäsche und Handtüchern auch noch alle Utensilien für die Küche, bei anderen Anbietern sind diese dann im Kitchen Kit zu finden.

Backin-Sites

Backin-Sites sind Stellplätze auf dem Campground, in die ihr rückwärts mit eurem Wohnmobil einparken müsst. Nutzt hierzu unbedingt eure Mitreisenden als Einweiser, die euch vor Gefahren auf der Rückseite des Wohnmobils warnen. Mit einem herab hängenden Ast hat man sonst schnell einen nicht unerheblichen Schaden am Wohnmobil erzeugt.

Bereitstellungsgebühren

Die Bereitsstellungsgebühr des Wohnmobils, auch Preparation Fee genannt, fällt bei der Miete immer mit an. Bei einigen Paketen ist die Gebühr bereits im Grundpreis enthalten, bei anderen muss sie extra bezahlt werden. Die Gebühren beinhalten die Bereitstellung des Wohnmobils in einem sauberen, aufgefüllten (Gas und Wasser) Zustand.

Besenrein

Besenrein soll das Wohnmobil sein, bei der Rückgabe. Das bedeutet einmal durchgefegt, ggf. grobe Verunreinigungen in der Küche beseitigt oder im Bad. Bettzeug sollte ebenfalls abgezogen sein. Wir selber wischen auch einmal über den Boden – irgendwie meinen wir, das gehört sich so.

Auf keinen Fall muss man aber das Wohnmobil von außen Reinigen oder gar durch eine Waschanlage fahren – das ist übertrieben und wird von den Vermietern auch nicht verlangt.

Blackwater

Blackwater ist das Abwasser, welches in der Toilette anfällt.

Campground

Campground ist die englische Bezeichnung für Campingplatz. Davon gibt es zahlreiche in den USA. Hierbei kann man zwischen mehreren verschiedenen Typen unterscheiden.

  • Private Campgrounds
  • Staatliche Campgrounds

Die privaten Campgrounds bieten meist sehr gut ausgestattete Stellplätze mit allen Annehmlichkeiten wie Strom- und Wasseranschluss, Abwasseranschluss und ggf. sogar eine Möglichkeit sich ans Kabelfernsehen anzuschliessen.

Die staatlichen Campgrounds, oft wunderbar in National Parks, Recreation Areas, National Monuments usw. gelegen sind oft einfach ausgestattet und bieten einfach nur einen Stellplatz. Aber auch hier gibt es Campgrounds, die mehr bieten.

Öffentliche Toiletten und Duschen findet man aber fast auf allen Campgrounds.

Eine Campgrounds bieten auch die Möglichkeit Stellplätze für einen bestimmten Zeitraum zu reservieren. Die Reservierung kann meist online oder telefonisch erledigt werden. Andere Plätze bieten diese Möglichkeit nicht. Hier gilt das First-come First-served – Prinzip.

Campground Kosten

Die Kosten für einen Campground hängen stark von der Lage und von der Ausstattung ab. So kosten einfache staatliche Campgrounds, ohne Service wie Wasser oder Strom, oft nur 8-12 US$ pro Nacht. 

Die privaten Campgrounds sind da meist sehr viel teurer. Hier können schnell 25-80 US$ pro Nacht anfallen. An besonderen Orten oder zu bestimmten Terminen kann selbst dieser Beitrag mal überstiegen werden. 

Control Panel

Control Panel

Control Panel

Auf dem Control Panel könnt ihr verschiedene Dinge im Wohnmobil kontrollieren und steuern.

So seht ihr z.B. die Füllstände für den Propangas- und den Frischwassertank, ebenso könnt ihr kontrollieren wie voll Eure Abwassertanks sind.

Sollte Euer Wohnmobil über einen Generator oder ein Slide-Out verfügen, so könnt ihr diese hier drüber steuern.

Ausserdem findet Ihr hier meist einen Verbrauchszähler für den Generator und man kann die Wasserpumpe und die Wasserheizung ein- und ausschalten.

Dinette

Als Dinette wird die Sitzecke im Wohnmobil bezeichnet. Diese besteht meist aus zwei Sitzbänken und einen Tisch. Die Dinette kann meistens auch zu einem Bett umgebaut werden. Dafür wird der Tisch abgesenkt und die Rückenkissen der Bänke auf den Tisch gelegt. Schon hat man eine Schlafmöglichkeit für ein oder zwei Personen.

Dumpen / Dumpstation

Das Ablassen des Abwassers nennt man das Dumpen. Dies geschieht an einer Dumpstation. Diese findet Ihr auf jeden Campground oder auch an vielen Tankstellen in den USA. Solltet Ihr einen Stellplatz mit Full-Hook-Up haben, dann habt ihr auch direkt am Stellplatz eine Möglichkeit zum dumpen.

Wichtiger Hinweis: Immer erst den Schwarzwassertank entleeren und erst danach den Grauwassertank. Das gibt sonst unter Umständen eine riesige Sauerei.

Dusche

Große Wohnmobile bieten euch auch eine eigene Dusche. Diese ist entweder extra abgeteilt oder das Badezimmer mit der Toilette ist auch gleichzeitig der Duschraum. Was Wasser kommt aus dem Frischwassertank, wenn ihr nicht am Wassernetz angeschlossen seid. Natürlich kann das Wasser über die Wasserheizung auch auf angenehme Temperaturen gebracht werden.

Über 6 Tonnen - ein C30 Wohnmobil

Einwegmiete

Solltet Ihr ein Wohnmobil z.B. in Los Angeles übernehmen und in Salt Lake City wieder zurück geben, so müsst ihr dafür eine Einwegmiete zahlen. Diese kann, je nach Vermieter und Entfernung zwischen den Orten, bis zu 750 US$ betragen. Achtet daher bei der Buchung darauf, welche Kosten dafür entstehen. Es gibt auch immer mal Angebote, wo die Einwegmiete weg fällt oder zumindest auf 50% reduziert ist.

Endreinigung

Die Endreinigung des Wohnmobils erzeugt normalerweise keine extra Kosten. Dafür müsst Ihr das Wohnmobil aber in einem einwandfreien Zustand zurück geben:

  • Sauber und Besenrein – wir feudeln selber auch einmal durch und reinigen Bad und Küche
  • Benzintank wie vorher vereinbart gefüllt (bei der Übernahme nachfragen!)
  • Propangastank voll
  • Abwassertanks geleert

Auch hier kann es von Vermieter zu Vermieter Unterschiede geben. Lasst Euch also bei der Übernahme des Fahrzeuges genau erklären, wie das Wohnmobil zurück gegeben werden soll. 

Bei nicht ordnungsgemäßer Rückgabe kann es zu zusätzlichen Kosten für eine Reinigung kommen. Und diese können schnell mehrere hundert Dollar betragen.

Fahrzeugeinweisung

Bei der Fahrzeugeinweisung werden Ihr bei der Übernahme in die Technik des Wohnmobils eingewiesen. Hört dabei sehr genau zu, fragt nach allen Dingen die ihr nicht versteht. Lasst euch auch Dinge zweimal zeigen oder erklären. Denn wenn ihr vom Hof der Verleihfirma fahrt, dann seid ihr auf euch alleine gestellt. Naja fast alleine – bei Problemen finden sich auf jedem Campground freundliche und hilfsbereite andere Camper.

Lasst Euch bei der Fahrzeugeinweisung vor allem folgende Punkte gut erklären:

  • Starten des Fahrzeuges bei leeren Batterien (Not-Start)
  • Wasseranschlüsse für Frischwasser und dem Wassertank
  • Anschluß für das Abwasser (inkl. der Schieber für Grau- und Schwarzwasser)
  • Klimaanlage
  • Heizung
  • Wasserpumpe
  • Wasserheizung
  • Slide-Outs
  • Rückfahrhilfen (Kamera oder Piepser) – trotzdem nie ohne Einweiser rückwärts fahren!

Neben der Erklärung, testet all diese Dinge bei der Einweisung. Achtet auf Schäden am oder im Fahrzeug und lasst diese dokumentieren. 

Grillen in der Natur

Grillen in der Natur

Feuerstelle

An fast allen Stellplätzen auf den Campgrounds in den USA findet man Feuerstellen. Das sind oft einfach Metall- oder Steinringe im Boden oder gußeiserne Grills. Hier könnt Ihr am Abend ein gemütliches Feuer anzünden oder mit Kohle grillen.

Die meisten Feuerstellen bieten auch ein Rost zum Grillen. Diese sind aber meistens recht schmutzig. Kauft euch einfach ein paar Grill- oder Alubleche, die ihr unter das Fleisch legen könnt.

Achtet, vor dem Anzünden eines Feuers, darauf ob auf dem Campground vielleicht gerade offenes Feuer verboten ist. Das kann in Zeiten und Zonen mit erhöhter Waldbrandgefahr immer wieder mal vorkommen. 

First-come – First-served

Wer zuerst kommt, der bekommt den Platz auf dem Campground. So ist das meistens auf den staatlichen Campgrounds. Dabei fährt man einfach auf so einen Campground, sucht sich einen freien Stellplatz und reserviert sich den durch das Ausfüllen eines Umschlages, welchen man meist an der Einfahrt zum Platz findet. Einen Beleg hängt man dann an einen Holzpfosten am Stellplatz und den Briefumschlag mit der Gebühr wirft man an der Einfahrt in einen Briefkasten.

Solltet ihr hier unsicher sein, einfach mal bei den Nachbarn fragen, wie man es richtig macht.

Wichtig ist, am Abreisetag müsst ihr den Stellplatz bis zu einer bestimmten Zeit frei gemacht haben. So haben nachfolgende Camper die Möglichkeit, den Platz nach First-come-First-served zu reservieren.

Flexraten

Wenn ihr ein Wohnmobil mieten wollt, werdet ihr recht oft auf den Begriff Flexraten stossen. Wenn ihr damit versucht, den Preis für ein Wohnmobil zu ermitteln, werde ihr es nicht schaffen.

Die Flexraten richten sich nach Angebot und Nachfrage und variieren je nach Mietstation, Fahrzeugtyp und Anbieter. Kurz gesagt, je mehr Wohnmobile eines Typs zu einem bestimmten Zeitraum an einem Ort noch verfügbar sind, desto günstiger ist der Preis.

Hier kann euch euer Reisebüro helfen, die aktuellen Preise zu erfahren.

Fliegengitter 

Alle Wohnmobile sind an den Fenstern und Dachluken mit Fiegengitter ausgestattet – und das ist gut so. Die kleinen Viecher will man ja nicht im Wohnmobil haben. Achtet also drauf, dass diese Gitter geschlossen sind, besonders am Abend wenn im Wohnmobil das Licht eingeschaltet ist.

Das gleiche gilt auch für die Gittertür, welche meistens als zweite Tür für den Wohnbereich montiert ist. Diese sollte immer geschlossen sein um ungewollte Mitreisende draußen zu halten.

Bisons on the road

Freimeilen

Achtet beim der Buchung eures Wohnmobils darauf, ausreichend Freimeilen mit zu buchen. Das nachträgliche bezahlen von zu viel gefahrenen Meilen kann sehr teuer sein.

Die Anbieter haben meist verschiedene Meilenpakete zur Auswahl oder ihr könnt die Meilen in 100er-Schritten dazu buchen. Es gibt auch immer wieder Angebote, die unbegrenzte Meilen beinhalten. Aber einer gewissen Meilenzahl kann es sich rechnen, auf ein Paket mit unbegrenzten Meilen umzusteigen.

Dafür müsst ihr Eure Route natürlich vorplanen. Macht dieses zumindest grob und großzügig. Wir selber rechnen immer unsere Route grob aus und schlagen dann 50% auf die berechneten Kilometer auf. Damit sind wir immer gut gefahren und hatten am Ende auch noch ein wenig Reserve.

Frischwasser

Das Frischwasser wird in einem Tank im Fahrzeug gelagert, welcher bis zu 250 Liter fassen kann. Dieses Wasser wird zum waschen, spülen, duschen und für die WC-Spülung genutzt, wenn ihr nicht am Wassernetz angeschlossen seid.

Hinweis: Das Frischwasser ist kein Trinkwasser

Führerschein

Für die Wohnmobile in den USA ist, nach amerikanischem Recht, unsere Führerscheinklasse B oder die alte Klasse 3 ausreichend. Einige deutsche Vermittler fordern seit kurzem die Klasse C, wenn man keine alte Klasse 3 besitzt. Das hat aber Gründe bei den Versicherungen hier in Deutschland. Mehr Infos dazu findet ihr in einem Beitrag über die Führerscheinklassen beim Führen eines Wohnmobils in den USA.

Goulding's Lodge Campground

Goulding’s Lodge Campground

Full-Hook-Up- / Hook-Up- / Powered-Sites

Full-Hook-Up Stellplätze bieten Euch immer folgende Einrichtungen:

  • Wasseranschluss
  • Stromanschluss
  • Abwasseranschluss

Einige Plätze bieten zusätzlich noch einen Anschluss an das Kabelfernsehen.

Es gibt auch Hook-Up-Stellplätze, welche dann nur Wasser- und Stromanschluss bieten.

Powered Sites haben dann nur noch einen Stromanschluss, aber kein Wasser- und auch einen Abwasseranschluss.

Generator

Alle größeren Wohnmobile haben einen Stromgenerator an Bord. Damit habt ihr unabhängig vom Stromnetz die Möglichkeit die 110 Volt-Steckdosen im Wohnmobil zu nutzen.

Achtet aber darauf, dass die Nutzung des Generators meistens zusätzliche Kosten verursacht, die pro Stunde Nutzung anfallen. Der Betrieb des Generator setzt übrigens vorraus, dass der Benzintank des Fahrzeugs zu 50% gefüllt ist. Sollte der Generator mal nicht anspringen, schaut mal nach, ob ihr genug Sprit im Tank habt.

Auf dem Campingplätzen solltet ihr euch schlau machen, in welchen Zeiten die Generatornutzung wegen des Lärms nicht gestattet ist. Meistens kann man die Generatoren zwischen 7 Uhr am Morgen und 10 Uhr am Abend nutzen. Das variiert aber auf jedem Campingplatz.

Gravelroad

Als Gravelroad werden unbefestigte Straßen bezeichnet, Schotterpisten halt. Bei den meisten Vermietern ist es verboten diese unbefestigten Wege mit dem Wohnmobil zu befahren. Solange alles gut geht, ist auch alles in Ordnung. Kommt es aber zu einer Beschädigung oder ihr bleibt mit dem Wohnmobil da stecken, dann habt ihr ein (teures) Problem.

Greywater

Als Greywater bezeichnet man das Abwasser aus dem Spülbecken, der Dusche oder dem Waschbecken im Wohnmobil. 

Heizung

Die meisten Wohnmobile verfügen über eine Heizung. Diese funktioniert mit Gas, kann also ohne Lärmbelästigung der Nachbarn genutzt werden. 

Küchenbereich im Wohnmobil

Küchenbereich im Wohnmobil

Küche

In der Küche findet man meistens alles was man braucht um über die Essensrunden zu kommen. Ein Kühlschrank mit Eisfach, ein 2-4-Flammen Gasherd und eine Mikrowelle sind eigentlich Standard. Bei größeren Wohnmobilen findet man zusätzlich noch einen Backofen. Schränke und eine Spüle für den Abwasch gehören natürlich auch zu einer ordentlichen Küche.

Die Ausstattung der Küche mit Geräten ist dann aber je nach Vermieter recht unterschiedlich. So sucht man einen Toaster oder eine Kaffeemaschine bei einigen Anbietern vergeblich.

Klimaanlage

Normalerweise verfügen die Wohnmobile über zwei Klimaanlagen. Einmal die normale PKW-Klimaanlage des Fahrzeugs und weiter eine große Klimaanlage für den Wohnbereich.

Die Klimaanlage benötigt 110 Volt für den Betrieb. Um die nutzen zu können muss das Wohnmobil also am Stromnetz hängen oder der Generator muss laufen. 

Solltet ihr in einer heißen Region unterwegs sein, wo es auch in der Nacht nicht abkühlt, und am Stromnetz angeschlossen sein, so spricht nichts dagegen die Klimaanlage auch über Nacht laufen zu lassen. Aus eigener Erfahrung – es machen dort einfach alle. Geht mal über den Campground, ihr werdet kein RV finden, wo die Klimaanlage nicht läuft. Ob ihr bei dem Lärm der eigenen Anlage allerdings schlafen könnt – probiert es aus.

Kühlschrank / Eisfach

Natürlich gehört ein Kühlschrank mit Eisfach zur Ausstattung eines Wohnmobils. Die Kühl- und Gefrierkombi arbeitet mit Strom und Gas. Das Umschalten zwischen den beiden Betriebsarten funktioniert dabei automatisch. Sobald ihr nicht mehr am 110 Volt Stromanschluss hängt schalten die Geräte auf Gasbetrieb um.

Camping am Koocanusa Lake

Camping am Koocanusa Lake

Licht

In den Wohnmobilen gibt es mehrere Deckenlampen, in modernen Fahrzeugen sind das LED-Lampen. Diese funktionieren auch ohne Stromanschluss mit 12 Volt und erzeugen ausreichend Licht im Fahrzeug.

Zusätzlich haben einige Fahrzeuge auch noch Außenbeleuchtungen oder beleuchtete Staufächer außen.

Propangas

Die Wohnmobile haben einen Gastank, der gefüllt werden muss wenn er leer ist oder zum Ende der Reise vor der Rückgabe. 

Das Gas wird genutzt von der Heizung, dem Kühlschrank, der Wasserheizung und dem Gasherd. Der Verbrauch ist relativ gering, wir haben es in 14 Tagen noch nicht geschafft eine Tankfüllung leer zu bekommen.

Auffüllen könnt ihr den Propangastank auf vielen Campgrounds und auch an vielen Tankstellen. Dabei dürft ihr das auf keinen Fall selber machen. Das Auffüllen darf nur von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden.

Pull-Thru Site

Pull-Thru (Richtig geschrieben eigentlich Pull Through) Sites sind Stellplätze durch die ihr auf der einen Seite rein fahren könnt und auf der anderen Seite wieder heraus. Diese sind wesentlich bequemer als die Backin-Sides und man ist meistens ohne großes Rangieren auf seinem Platz.

Rückgabe

Die Rückgabe des Wohnmobils erfolgt natürlich zum Ende des Mietzeitraums. Erkundigt Euch bei der Übernahme bis zu welcher Uhrzeit ihr das Wohnmobil wieder zurück geben müsst. Wenn ihr zu spät kommt, kann es passieren, dass euch ein kompletter zusätzlicher Tag in Rechnung gestellt wird.

RV

RV ist die Abkürzung für Recreation Vehicke – also Erhohlungsfahrzeug. In den USA und in Kanada werden so eigentlich alle Arten von Freiteitmobilen bezeichnet.

Öfters werdet Ihr auch die Bezeichnung Motorhome hören. Die verschiedenen Modell und Typen haben auch verschiedene Bezeichnungen.

A-Klasse Wohnmobil Aufteilung Tag

Slide-out

Als Slide-out bezeichnet man Bereiche des Wohnmobils, welche am Stellplatz nach außen gefahren werden können. Somit bekommt man mehr Fläche im Wohnmobil. Einige Wohnmobile haben nur ein Slide-out, dann meist im Wohnbereich. Andere haben aber auch mehrere Slide-outs, wo dann auch das Schlafzimmer oder das Bad vergrößert wird.

Hinweis: Aufpassen beim Ausfahren des Slide-out. Vorher mal nachschauen ob da nicht ein anderes Wohnmobil oder ein Baum im Weg steht, kann eine Menge Ärger ersparen.

Site

Als Site werden die Stellplätze auf den Campgrounds bezeichnet. Dabei unterscheidet man zwischen BackIn- (rückwärts rein) und Pull-Thru- (Stellplätze zum durchfahren) Sites.  In einigen seltenen Fällen gibt es auch Sites, in die man vorwärts rein fährt uns später rückwärts wieder raus.

Serviced / Unserviced Campgrounds

Es gibt Campingplätze, welche Service bieten – also Strom, Wasser, Abwasser usw. am Stellplatz. Das sind dann die Serviced Campgrounds. Dabei können dann die Sites (Stellplätze) durchaus unterschiedlich ausgestattet sein (siehe Full-Hook-Up- / Hook-Up- / Powered-Sites).

Unserviced Campgrounds bieten solche Dinge nicht an den Stellplätzen an.

Stauraum

Die Wohnmobile bieten ordentlich Stauraum für alles was man so dabei hat. Kleiderschränke, Küchenschränke, Staufächer innerhalb des Wohnmobils. Schaut auch mal unter den Sitzgelegenheiten, auch hier findet ihr oft zusätzlichen Stauraum. Je nach Größe des Wohnmobils stehen euch auch noch Staufächer außen am Wohnmobil zur Verfügung. Ideal für Grill, Kohle, Putzzeug, Paddelboot usw. 

Denkt aber daran, diese Außenfächer sind nicht unbedingt Wasserfest abgedichtet. Legt hier also nichts rein, was nicht feucht werden darf.

Strom

Die Wohnmobile haben US-Stecker für 110 Volt Steckdosen verbaut. Um diese mit unseren Steckern nutzen zu können, braucht man einen Adapter, wir überall in den USA. Die 110 Volt stehen zur Verfügung, wenn das Wohmobil auf dem Campground an das Stromnetz angeschlossen ist oder der Generator eingeschaltet ist. 

Zusätzlich findet man in den Wohnmobilen 12-Volt-Steckdosen, welche mit unseren KFZ-Steckern kompatibel sind. In modernen Wohnmobilen findet man auch vermehr USB-Anschlüsse, über die man dann Smartphone und Co. ladan kann.

Toilette

Die normalen Wohnmobile sind alle mit einer Toilette ausgestattet. Diese funktionieren unabhängig, überall wo man gerade unterwegs ein Verlangen verspürt. 

Die Wasserspülung funktioniert mit dem Wasser aus dem Frischwassertank und wird unterwegs mittels der Wasserpumpe versorgt. Das Abwasser aus der Toilette sammelt sich dann im Schwarzwassertank.

Toilettenchemie

Um Gerüche aus der Toilette zu vermeiden ist der Einsatz von Toilettenchemie unerlässlich. Diese Chemie bekommt ihr in flüssiger Form oder in Tabletten in jedem Supermarkt oder Campingzubehörladen. Nach dem Entleeren des Schwarzwassertanks muss die Chemie erneuert werden. Dazu einfach eine gewisse Menge der Flüssigkeit oder eine der Tabletten durch die Toilette spülen. Wenn ihr das mal vergessen solltet, dann riecht ihr das, besonders an warmen Tagen. In so einem Fall, schnell eine Tablette mit reichlich Wasser in den Tank spülen.

Übernahme

Die Übernahme des Wohnmobils ist ein ganz wichtiger Punkt eurer Reise. Ihr bekommt dort die Einweisung in das Fahrzeug und habt vor allem die Möglichkeit alle Funktionen zu testen und das Fahrzeug auf Vorschäden zu untersuchen. Solltet ihr einen Schaden entdecken oder ein Gerät, welches nicht funktioniert, dann meldet das unbedingt und lasst das dokumentieren. Kleinere Schäden und nicht funktionierende Dinge unbedingt vor der Abfahrt reparieren lassen.

Neben den Tests, die wir oben bei der Einweisung schon beschrieben haben, achtet vor unbedingt auf folgende Dinge direkt am Fahrzeug:

  • Ölstand
  • Kühlwasser
  • Bremsflüssigkeit
  • Zustand der Reifen
  • Reifendruck
  • Schäden an der Windschutzscheibe
  • Schäden an den Außenspiegeln
  • Schäden an Karosserie, Aufbau, Stoßstangen
  • Radkappen vorhanden
  • Beschädigungen an den Sitzen, Betten, Vorhängen
  • Schlösser auf Funktion prüfen – alle Schlüssel vorhanden
  • Alle Schubladen auf Funktion prüfen

Und noch einmal: Wenn etwas fehlt oder nicht funktioniert, sofort melden. Wenn ihr vom Hof fahrt ist es zu spät!

Camping im Valley of Fire

Camping im Valley of Fire

Vorhänge

Alle Fenster im Wohnmobil sind mit Vorhängen ausgestattet. Diese können dann am Abend zugezogen werden, wenn ihr zu Bett geht. Der Fahrerraum kann zusätzlich komplett ebenfalls mit einem Vorhang abgeteilt werden, so dass auch niemand mehr durch die Frontscheide in euer Wohnmobil schauen kann.

Denkt bitte daran, die Amis sind ein klein wenig prüde. Wenn ihr also unbedingt mit nacktem Hintern durch euer Wohnmobil wandeln wollt, macht Bitte die Vorhänge zu. Das kann sonst richtig Ärger geben.

Wasserdruck

Die Wohnmobile sind auf normalen Wasserdruck ausgelegt. Auf einigen Campingplätzen gibt es aber Anschlüsse mit Hochdruck. Diese dürft ihr so nicht am Wohnmobil anschliessen, es könnte schlimmstenfalls passieren, das euch die Leitungen kaputt gehen. Hier hilft entweder die Nutzung eines Druckminderventils, welches ihr auf solchen Campingplätzen kaufen könnt.

Solltet ihr keinen Druckminderer haben und auch keinen kaufen wollen, dann nutzt einfach das Wasser aus dem Frischwassertank.

Wasserheizung

Die Wasserheizung erzeugt einen Vorrat an warmen Wasser. Dies geschieht per Gas und das erwärmen braucht eine Zeit. Also, am Morgen aufstehen, Wasserheizung anstellen – dann erst mal einen Kaffee kochen oder eine Runde spazieren gehen (Anziehen nicht vergessen) – und dann erst in die Dusche.

Wasserpumpe

Die Wasserpumpe wird benötigt, wenn man nicht am Wassernetz hängt um das Wasser zu den Hähnen oder in die Toilette zu bekommen. Wenn man am Wassernetz angeschlossen ist, dann benötigt man die Pumpe nicht, da reicht dann der Wasserdruck aus der Leitung.

Das waren mal ein paar Begriffe rund um das Campen in den USA. Eigentlich sollte das ganze ein wenig kürzer werden aber beim Schreiben sind uns immer mehr Dinge eingefallen.

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3 Kommentare

  1. Tanja 10. Februar 2016 um 21:04 Uhr - Antworten

    Guten Abend ihr Lieben,

    das ist wirklich eine tolle Aufstellung. Ich hatte das mal im Bezug auf Campingplätze geplant. Aber hier sind ja alle Wörter drin, die irgendwie was mit dem RV zu tun haben. Sehr sinnvoll und toll beschrieben. Richtig gelungen finde ich übrigens die entsprechenden Fotos als Untermalung. Mal wieder perfekt umgesetzt, würde ich sagen.

    Liebe Grüße,
    Tanja

  2. Rainer 19. April 2016 um 9:16 Uhr - Antworten

    Hallo Thomas,
    ein Stellplatz ist eine Site, keine Side. Bei der Erklärung zu den Pull-Thru-Sites ist das auch richtig geschrieben (englisch korrekt wäre auch „through“, aber die Amis kürzen ja gern ab („Peds Xing“ usw.). Bin kein Oberlehrer und will auch nicht wie einer wirken, aber deine Seite ist einfach super und es gibt nur wenig zu verbessern.
    Eventuell hilfreich ist ist auch der Hinweis zum Einsatz von Spannungswandlern im Kfz, dazu gibt es aber auch prima Erläuterungen auf der (nichtkommerziellen) Seite womo-abenteuer.de

    Gern teile ich meine Erfahrungen zum Vorab-Reservieren von Campgrounds (ganz aktuell für den Sommer 2016) in NPs und SPs. Schicke mir doch einfach eine Email.

    Viele Grüße, Rainer

    • Thomas Jansen 19. April 2016 um 11:52 Uhr - Antworten

      Hi Rainer,

      Danke für den Hinweis mit der Site – das war ja gruselig mit den verschiedenen Schreibweisen. Da war ich wohl betriebsblind.

      Den Link zu WoMo-Abenteuer habe ich mal als Link in Deinen Kommentar gesetzt. Ich bin selber Mitglied in Deinem Forum, auch wenn ich dort viel zu wenig aktiv bin – es fehlt einfach die Zeit.

      LG Thomas

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