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Wir kennen das alle aus unserem Urlaub, man besichtigt eine Sehenswürdigkeit und will dort ein paar Bilder machen. Natürlich will man so viel wie möglich sehen und neigt dazu, schnell ein paar Schnappschüsse zu machen um „was geschafft zu kriegen“.

Leider hat man am Ende dann viele Schnappschüsse, von denen nur wenige den eigenen Ansprüchen genügen.

Daher der Tipp, vielleicht eine Sehenswürdigkeit weniger pro Tag besuchen und beim Fotografieren mehr Zeit nehmen. Wenn man dann vor dem Auslösen eine kleine Checkliste abarbeitet, bekommt man in der Summe weniger Bilder, dafür viel mehr schöne Fotos, an denen man sich erfreuen kann.

Las Vegas Strip

Las Vegas Strip – Die blaue Stunde nutzen

1. Nehmt euch Zeit, schaut euch um, setzt das Motiv in Szene

Wenn ihr ein Motiv entdeckt habt, schaut es euch in Ruhe an. Überlegt dabei, was ist euch an dem Motiv wichtig, was gefällt euch besonders. Geht ein wenig um das Motiv herum, vielleicht bietet eine andere Position einen besseren Blick oder schönere Lichtbedingungen für das Motiv.

Geht auch mal näher an das Motiv ran. Oft ist die Darstellung aus der Nähe viel spannender als aus der Ferne mit dem Teleobjektiv fotografiert.

Seid ihr vielleicht in zwei Stunden noch an dem Ort? Ist dann vielleicht besseres Licht auf dem Motiv? Dann wartet und schaut in der Zwischenzeit nach anderen Motiven, die mit den aktuellen Lichtbedingungen besser in Szene zu setzen sind.

2. Stellt die Kamera ein

Überlegt, welche Einstellung an der Kamera für ein Motiv Sinn macht. Kleine Blende um eine Hintergrundunschärfe ins Bild zu bekommen, vielleicht ein Graufilter um die Belichtungszeit zu verlängern. Gibt es Reflexionen oder Spiegelungen, die vielleicht einen Pol-Filter verlangen. Wollt ihr Bewegung im Bild zeige, so nehmt eher eine etwas längere Belichtungszeit.

Schaut vor allem, ob die Einstellungen von Blende, Belichtungszeit und ISO für die Aufnahme Sinn machen. Steht die ISO Zahl vielleicht noch zu hoch, weil ihr kurz vorher in einer dunklen Kirche fotografiert habt?

3. Letzter Check der Szene

Schaut noch einmal über die Szene. Dabei achtet besonders auf die Ränder des Bildes. Gibt es dort störende Dinge, die Zäune, Mülleimer oder ähnliche Sachen, welche das Bild kaputt machen. Mir ist es schon sehr oft passiert, das ein eigentlich tolles Bild durch solche Dinge ruiniert war. Oft bemerkt man das erst später, in der großen Ansicht am Rechner, nur ist es dann zu spät um es zu korrigieren.

Dazu könnt ihr auch eine Probeaufnahme machen und diese am Kamerabildschirm ansehen. Die modernen Monitore an den Kameras sind qualitativ so gut, das einem dort schon störende Dinge auffallen können.

4. Macht Bilder mit verschiedenen Einstellungen

Macht ruhig von einem Motiv mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen. Gerade Veränderungen an der Blende können hier interessante Ergebnisse liefern. Oder fotografiert einen Wasserfall einmal mit kurzer und einmal mit längerer Belichtungszeit, das Ergebnis sind dann zwei völlig unterschiedliche Bilder.

Wechselt auch noch mal die Position, vielleicht wirkt das Motiv aus einem anderen Blickwinkel doch noch besser.

Valley of Fire - Kakteen

Valley of Fire – Kakteen – Arbeiten mit der Blende für eine gezielte Unschärfe des Hintergrundes

Wie bereits am Anfang geschrieben, diese Dinge kann man machen, wenn man die Zeit dafür hat. Diese kann man sich aber, selbst im Urlaub, nicht immer nehmen. Sei es, das der Reiseleiter drängelt oder man einen Zug bekommen möchte. In so einem Fall muss man dann doch eher zum Schnappschuss übergehen. Diese Bilder sind ja auch nicht zwangsläufig schlecht, aber vielleicht ein wenig – ich sag mal – anders.

Habt ihr noch weitere Tipps für schöne Urlaubsbilder oder Anregungen? Dann schreibt doch einfach unten einen Kommentar.

Fotoschule

Dieser Beitrag ist Teil unserer Fotoschule – Tipps und Tricks für schönere Urlaubsfotos. Wenn ihr mehr zu dem Thema lesen wollt, so schaut mal auf der Startseite unserer Fotografie Schule vorbei.

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