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Die letzte Etappe unserer Thailandreise führte uns nach Chiang Mai in Nord-Thailand. Dort haben wir natürlich wieder tolle Tempel gesehen, auch einen mit vielen Stufen. Den Nachtmarkt haben wir besucht und mal ein paar Elefanten und Insekten angesehen. Vor dem Rückflug nach Bangkok haben wir dann noch ausreichend eingekauft, so zwei bis viele Andenken. Am Ende waren wir aber von Chiang Mai nicht wirklich begeistert.

Mit dem Zug nach Chiang Mai

Mit dem Express Zug sind wir von Phitsanulok nach Chiang Mai gefahren. Wobei, der Name Express verlor spätestens mit dem Erreichen der Berge im Norden Thailands seine ursprüngliche Bedeutung, schön langsam ging es vorwärts. So kamen wir auch erst nach fast 8 Stunden Fahrt in Chiang Mai an.

Express Bangkok - Chiang Mai - Bangkok

Express Bangkok – Chiang Mai – Bangkok

Am Bahnhof haben wir uns dann ein Taxi genommen, welches uns zu unserem Hotel brachte. Dafür musste unser Fahrer aber erst mal rum telefonieren, denn er kannte das Hotel nicht und die umstehenden Taxifahrer auch nicht. Was hatten wir denn da gebucht?

Am Ende dauerte die Fahrt vom Bahnhof zum Hotel fast eine Stunde. Das Hotel lag ein wenig Abseits, am nördlichen Rand von Chiang Mai. 

Hotelzimmer

Hotelzimmer

Am Hotel angekommen waren wir dann aber doch erleichtert. Es war richtig schön, die Zimmer saugemütlich. Es lag nur ein wenig Abseits. Das wurde in den nächsten Tagen nich zum Problem, denn die Taxifahrer in der Stadt kannten es eigentlich alle nicht. Aber mit ein oder zwei Telefonaten haben sie uns immer sicher dort abgeliefert.

Wat Phrathat Doi Suthep

Das erste Ziel am folgenden Tag war der Wat Phrathat Doi Suthep. Vom Hotel aus ging es mit dem Taxi zur „Talstation“, von wo aus die Shuttle uns zum Tempel hoch brachten.

Straße am Wat Phrathat Doi Suthep

Straße am Wat Phrathat Doi Suthep

 

Dort war die Hölle los, um das mal ganz vorsichtig zu  beschreiben. Mit uns zusammen war halb China angereist um den Tempel zu besichtigen. Und alle mit Smartphone, und alle am tickern. Ich habe ja keine Ahnung von chinesischer Schrift. Aber die haben viele Zeichen, und jedes einzelne Symbol hat einen eigenen Klang – tolle Musik gibt das *seufz*.

Wir haben uns dann mit einem Vorrat an Kaltgetänken eingedeckt, bei diesem netten Mann. Melli meinte, der sieht aus, wie der Lehrer aus Karate-Kit.

Getränkevorrat auffüllen

Getränkevorrat auffüllen

Die Kaltgetränke waren auch nötig, denn nun erwartete uns der Aufstieg zum Tempel. Über 300 Stufen ging es den Berg hinauf – aber es hat sich gelohnt.

Über 300 Stufen hinauf

Über 300 Stufen hinauf

Ist es überflüssig darauf hinzuweisen, dass es auch einen Aufzug bzw. eine Seilbahn nach oben gab? Ich denke ja, wir haben diese ja auch erst entdeckt, als wir oben waren – also lauft mal alle schön. 

Oben angekommen wurde man von dieser tollen Statue begrüßt. 

Am Eingang zur Tempelanlage

Am Eingang zur Tempelanlage

Wat Phra That Doi Suthep ist das Wahrzeichen vom Chiang Mai. Besonders bekannt ist die vergoldetete Chedi, die eine Reliquie des Buddha enthalten soll. Um zu diesem Chedi zu kommen muss man den inneren Bereich der Tempelanlage betreten – also Schuhe aus und abstellen.

Schuhe aus!

Schuhe aus!

Dann ging es die restlichen paar Stufen hinauf, in das Herzstück des Tempels. Und trotz aller Menschenmassen, all dem Trubel – man bleibt wirklich erstmal ehrfürchtig stehen und staunt beim Anblick des goldenen Chedis.

Der goldene Chedi von Chiang Mai

Der goldene Chedi von Chiang Mai

Aber auch der Rest des Wat Phra That Doi Suthep ist einfach sehenswert. So viele Motive, so viele Eindrücke und ja – auch so viele Menschen.

Rundgang um den Chedi

Rundgang um den Chedi

Kleiner Tempel im Tempel

Kleiner Tempel im Tempel

Goldene Pracht

Goldene Pracht

Wow...

Wow…

Und trotz der Menschenmassen. Überall wird gebetet, finden sich Stellen der Ruhe und Einkehr – schon faszinierend.

Segen

Segen

In dem ganzen Trubel und Lärm lief die ganze Zeit eine wunderschöne Tempelkatze herum. Und sobald sich jemand auf den Stufen niederliess, schwups lag sie auf dem Schoß und machte es sich gemütlich.

Die Tempelkatze

Die Tempelkatze

Auch außerhalb des zentralen Tempels gibt es eine Menge toller Sachen zu sehen, also unbedingt einmal außen rum laufen.

Oben auf dem Berg, da gibt es natürlich auch eine tolle Aussicht über Chiang Mai. Leider war es an dem Tag ein wenig diesig, dass möchte ich noch mal bei klarem Himmel sehen.

Blick über Chiang Mai

Blick über Chiang Mai

Dann ging es die über 300 Stufen wieder runter, nein wir haben auch hier nicht den Aufzug genommen – man hat ja seinen Stolz.

Die Fahrer des Shuttles boten uns dann an, für einen kleinen Aufpreis nicht nur bis zur Talstation zu fahren sondern uns am Rand der Altstadt von Chiang Mai abzusetzen. Das nahmen wir natürlich gerne an.

Irgendwas mit Huhn oder Hähnchen

Irgendwas mit Huhn oder Hähnchen – lecker

Also standen wir eine gute Stunde später am Nordrand der Altstadt von Chiang Mai. Unser Rezeptions-Mensch im Hotel hatte uns einen plan mit gegeben. Auf denen hatte er die wichtigsten Tempel markiert und uns erklärt, das könnte man wunderbar alles zu Fuß machen. Auf dem „Plan“ gab es in der Altstadt 6 horizontale und 8 waagerechte Straßen – prima, das ist ja einfach. Wir gingen also los und hatten nach etwa 10 Minuten hoffnungslos die Orientierung verloren. Denn die gefühlten 1000 Gassen waren in dem Plan nicht zu finden.

Also haben wir uns kurzerhand ein TukTuk geschnappt, dem Fahrer gezeigt was wir alles sehen wollen und wurden nun schön gemütlich von Tempel zu Tempel gefahren.

Der gute Mann weiß wo es lang geht

Der gute Mann weiß wo es lang geht

Die Tempel in der Altstadt von Chiang Mai

Nun kommen ein paar Bilder und Eindrücke – seht es uns nach, wir haben völlig verdaddelt zu notieren, wie eigentlich welcher Tempel hieß. Sie waren aber alle einen Besuch wert und wunderschön

Golderner Bhudda

Golderner Bhudda

Wenn es mal schnell gehen muss - ein Sehen nach Einwurf von ein paar Baht

Wenn es mal schnell gehen muss – ein Sehen nach Einwurf von ein paar Baht

Auch hier war es so, dass unser netter TukTuk Fahrer immer in einer schattigen Ecke auf uns gewartet hat. 

Unser Fahrer und sein TukTuk

Unser Fahrer und sein TukTuk

Ein Tempel, wo mal nur Männer rein durften

Ein Tempel, wo mal nur Männer rein durften

Unterricht vom Mönch für die Kinder

Unterricht vom Mönch für die Kinder

Tempel in Chiang Mai

Tempel in Chiang Mai

Dann war auch schon Nachmittag und wir waren wirklich müde. Mit dem Taxi ging es also zurück zum Hotel, die Fahrt hat wegen der Rush Hour dann mal anderthalb Stunden gedauert. Den Rest des Tages haben wir dann relaxt, uns das Essen aufs Zimmer kommen lassen – einfach mal nichts tun.

Elefanten und kleinere Tiere

Jetzt kommen wir zu einem Punkt auf unserer Reise, welche sicherlich umstritten ist. Wir selber haben lange überlegt, sollen wir ein Elefanten Camp besuchen, ist das gut für die Tiere? Wir haben uns lange vor der Reise Gedanken darüber gemacht. Klar war, reiten auf den Tieren kommt für uns nicht in Frage. Die Tiere werden dazu gezwungen, das wollen wir nicht unterstützen. 

Der Ausschlag dazu, doch mal eines der Elefantencamps zu besuchen, waren dann zwei Dinge. Zum einem schauen wir uns sowas gerne selber an und bilden uns eine Meinung. Der andere Punkt war der, dass Thailänder die hier in Deutschland leben uns eigentlich dazu gedrängt haben die Tiere zu besuchen. Denn wenn diese Farmen nicht mehr da sind, keine Touristen mehr kommen, dann sieht es sehr schlecht aus für die Zukunft der Tiere.

Also sind wir zu einem der größten Camps rund um Chiang Mai gefahren. 

Melli mit Freunden

Melli mit Freunden

Und ja, wir haben den Kontakt zu den Tieren gesucht – und auch gefunden. 

Familienbild

Familienbild

Die Tiere auf der Farm sahen, mit unseren Laienaugen gesehen, gut und gesund aus. Sie konnten sich dort recht frei bewegen, einige Tiere hatten auch keine Ketten an den Füßen. 

Ja, ich liebe dieses Bild - trotzdem!

Ja, ich liebe dieses Bild – trotzdem!

Wir hatten auch das Glück ein Jungtier zu sehen, gerade mal 6 Wochen alt. Einer der Pfleger war so nett, ein paar Bilder mit meiner Kamera zu machen, selber durfte man da natürlich nicht zu nah ran gehen – Mutti war ein wenig angespannt.

6 Wochen alt - süüüß!

6 Wochen alt – süüüß!

Nach dem Besuch waren wir auch nicht schlauer, war es nun richtig oder falsch da hin zu gehen. Es hat uns unheimlich Spaß gemacht, mal Elefanten so nah zu sehen, anfassen zu können und zu erleben. In der freien Natur würde es den Tieren eigentlich besser gehen – stimmt das aber, gerade in Bezug auf Thailand? Gäb es die Tiere dann überhaupt noch. Würden die über 70 Elefanten dieser Farm dann überhaupt noch leben? Oder würden sie als Arbeitselefanten Baumstämme aus dem Urwald ziehen? 

Zu einem Ergebnis sind wir nicht gekommen. Wir würden auch niemandem sagen, fahr da hin oder lass es sein. Die Entscheidung muss jeder für sich selber treffen.

Der Insektenzoo

Nicht weit vom Elefanten Camp entfernt findet man den Siam Insect Zoo. Klar, worum es hier geht – um alles was krabbelt und kriecht. Bereits am Eingang bekam man erst mal eine Raupe auf die Hand gesetzt. Also auch ein Streichelzoo.

Raupe

Raupe

Besonders gut haben uns die vielen Schmetterlinge gefallen. Da wir diese Tiere lieben uns auch in den USA bereits ein Schmetterlingshaus besucht haben, haben wir uns hier gerne im Schmetterlingsbereich niedergelassen – schon alleine wegen der vielen schönen Fotomotive.

Schmetterling

Schmetterling

Aber auch andere Tiere konnte man hier hautnah erleben – im wahrsten Sinne des Wortes. Bei den Scorpionen haben wir uns aber beide geweigert, diese auf die Hand zu nehmen.

Scorpion - aber nicht auf unseren Händen

Scorpion – aber nicht auf unseren Händen

Wir haben dann lieber mit verschiedenen Echsen rum geschmust, die haben wenigstens keinen Stachel.

Braune Echse mit Melli

Braune Echse mit Melli

Shoppen in Chiang Mai und der Nachtmarkt

Den Abend und den darauf folgenden Tag haben wir dann mit shoppen verbracht. Nach den tierischen Begegnungen haben wir den Nachtmarkt in Chiang Mai besucht. Dieser findet jeden Abend in der Innenstadt statt, unzählige Verkaufsstände erstrecken sich entlang der Hauptstraße und einen großen Markplatz gibt es auch. Dort bekommt man reichlich zu Essen und findet eigentlich alles, was das (Touristen-) Herz begehrt.

Am Abreisetag hat uns unser Stammfahrer – den hatten wir inzwischen – noch ein wenig zum Einkaufen durch die Gegend gefahren. Wir haben eine Seiden-Fabrik, eine Papier-Fabrik usw. besucht – natürlich alle mit angeschlossenem Geschäft.

Seidenfabrik

Seidenfabrik

Am Ende wollten wir dann aber gar nicht mehr diese Touristen-Vekaufsstellen sehen. Unser Fahrer Joe freute sich sogar darüber. Also fuhr er mit uns in einen der Vororte von Chiang Mai, wo sich nur sehr selten Touristen hin verlaufen. Hier sind wir erst mal mit ihm Essen gegangen – und zwar dort, wo er immer hin geht.

Nudeln mit Rindfleisch

Nudeln mit Rindfleisch

Und das war mal richtig lecker – ein wenig scharf und unheimlich würzig. Joe hat auch versucht, Melli das Essen mit Stäbchen beizubringen – allerdings irgendwann entnervt aufgegeben.

Das wird nix - Melli und Stäbchen

Das wird nix – Melli und Stäbchen

Danach ging es dann auf eine ganz andere Einkaufsstraße im Norden von Chiang Mai. Dort kaufen die Einheimischen ein, aus dem ganzen Umland. Hier sah man keine Touristen mehr – hier hat es uns gefallen.

Am frühen Abend hat Joe uns dann am Flughafen von Chiang Mai abgesetzt. Von hier aus ging es dann über Bangkok und Abu Dhabi zurück nach Düsseldorf.

Chiang Mai – unser Eindruck

Wir haben viel über Chiang Mai im Vorfeld gelesen und gehört. Um so mehr waren wir am Ende doch enttäuscht. Von dem Backpacker-Paradies, was es wohl mal war, haben wir dort nichts gefunden. Dies scheint sich noch mehr in die umliegenden kleinen Orte wie Phai oder hoch nach Chiang Rai verlegt zu haben. Diese konnten wir nicht besuchen, da wir ja zeitlich eingegrenzt waren. Sollten wir aber noch mal in der Ecke sein, werden wir definitiv nur kurz in Chiang Mai bleiben.

Wir fanden Chiang Mai voll, laut, groß – irgendwie hatte das was von einer Touristenhochburg am Mittelmeer, nur ohne Meer. Sogar ein Hofbräuhaus haben wir entdeckt – etwas, dass wir im Urlaub mal gar nicht brauchen, in fernen Ländern. Ayuthaya und Sukhothai haben uns auf jeden Fall tausend mal besser gefallen.

Das waren unsere Tage in Chiang Mai. Wart Ihr auch schon dort? Habt ihr andere Eindrücke sammeln können, haben wir die falschen Ecken besucht?

Vielen Dank für Deinen Besuch!

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