Corona - Homeoffice Woche 7
Author

Thomas Jansen

Veröffentlicht

03. Mai 2020

Kategorie
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1750 words- 7 min read- 1 Kommentar-

Corona Homeoffice – die siebte Woche

Die siebte Woche im Homeoffice ist rum. Wir waren mal wieder in einem Supermarkt, haben tatsächlich Angebote für Reisen erstellt und eine Menge am Blog gebastelt.

IT-Job und Reisebüro

Im IT Job heißt es weiter, im Westen nichts Neues. Es läuft.

Im Reisebüro haben wir diese Woche tatsächlich mal Angebote für Reisen erstellt. Kunden, deren Reisen nun abgesagt wurden, wollen auf andere Reisetermine (in 2021) oder auf andere Reiseziele umbuchen. Bei den Reisezielen geht es ausnahmslos um Orte in Deutschland. Hier wird auch als Erstes ein Reisen wieder möglich sein.

Das freut uns natürlich, besonders für unsere Kunden. Aber auch uns macht es Spaß, mal wieder nach schönen Hotels und Reisezielen zu suchen. Allerdings muss man das auch wirtschaftlich betrachten. Wir machen jetzt für die Kunden eine neue Reiseplanung. Unterm Strich bekommen wir dafür aber nichts. Die hatten ja bereits eine Reise gebucht, dafür hätten wir eine Provision bekommen. Diese Provision bekommen wir nun auch, wenn die umbuchen. Allerdings ist die deutlich geringer, denn ein Urlaub in Deutschland ist deutlich günstiger als eine Mittel- oder Langstreckenflugreise. Trotzdem haben wir doppelte Arbeit. Die erste Reise musste ja bereits rausgesucht und angeboten werden, das Gleiche muss nun bei der Alternativreise gemacht werden. Am Ende haben wir doppelte Arbeit für weniger Geld.

Und die Reiseveranstalter? Nun, die freuen sich, wenn sie Gelder nicht wieder zurückzahlen müssen und lassen uns schön die doppelte Arbeit erledigen. Nur sehr wenige Veranstalter kommen auf die Idee, diesen  Mehraufwand auch zu vergüten. Aber die reden immer noch von einer tollen Partnerschaft und das wir „gemeinsam“ durch die Krise kommen. Die stecken sich Milliardenhilfen vom Staat ein und die Reisebüros, na die können doch gerne doppelte Arbeit machen.

Für uns ist das Vertrauen in diese „Partnerschaft“ nachhaltig gestört. Nun machen wir das nur als Nebenjob, da merken wir das wohl im Geldbeutel, aber es stürzt uns nicht in finanzielle Not. Die ganzen stationären Reisebüros dagegen tun uns wirklich leid. Die dürfen ja auch wieder öffnen, tolle Sache. Nur, was sollen die denn verkaufen?

Arbeiten am Blog

Hier waren wir diese Woche sehr fleißig. Wir hatten ja begonnen, das Design der Start- und Themenseiten ein wenig aufzuhübschen. Das zog sich noch durch die ganze Woche. Dabei haben wir uns die verschiedenen Demos unseres Themes angeschaut und eine Menge guter Ideen gefunden. Diese haben wir dann hier auf dem Blog ausprobiert. Einige haben wir auch wieder verworfen, andere mit Begeisterung eingebaut.

Oft sind das nur Kleinigkeiten. Überlappende Boxen, Gestaltung von Bannern und Überschriften, kleine Design-Schnipsel.

Für unsere laufende Fotobearbeitungs-Challenge sind weitere Beiträge eingegangen. Wir sind jetzt schon ganz begeistert über die Vielfalt und die Kreativität der Bearbeitungen.

Am Anfang der Woche erreichte uns ein Hilferuf, eine Spendenaktion vom Terra Zoo in Rheinberg. Diesen mussten wir unbedingt teilen und haben dazu einen eigenen Beitrag geschrieben, den wir hier nochmals gerne verlinken. Dieser kleine Zoo am Niederrhein ist viel mehr als ein Zoo und liegt uns extrem am Herzen. Daher, solltet Ihr ein paar Euro über haben, dann schaut mal in den Beitrag über den Spendenaufruf des Terra Zoos rein.

Projekt Wohnung leeren

In der abgelaufenen Woche war nun endlich die Beerdigung von Melanies Stiefpapa. Diese fand, wegen der aktuellen Corona-Lage, im allerkleinsten Kreis statt. Wir waren lediglich zu viert dort, das war nicht wirklich schön. Wir sind zwar keine Freunde von riesigen Trauerfeiern oder anschließenden Rauen, aber nur zu viert am Grab zu stehen, das ist schon ein merkwürdiges Gefühl.

Für die Wohnung haben wir nun eine Firma beauftragt, welche diese leeren und besenrein machen wird. Damit haben wir einen Abschluss in der Sache erreicht.

Spazieren und radeln diese Woche

Auch diese Woche waren wir ein wenig unterwegs. Dabei haben wir nur eine kurze Radtour gemacht, welche nicht weiter der Rede wert ist. Dazu kamen kleinere Spaziergänge. Wir hoffen nächste Woche wieder ein wenig mehr draußen zu sein. Allerdings wird unser neues Bett geliefert, das muss dann aufgebaut werden, das Alte abgebaut und raus gebracht werden. Das ist dann auch eine Form von Sport.

Am Samstag waren wir zum ersten Mal seit vielen Wochen wieder in einem Supermarkt. Haben wir uns bisher gut mit Online-Einkäufen über Wasser gehalten, brauchten wir nun ein paar wichtige Dinge, die per Lieferung nicht zu bekommen sind. Eis zum Beispiel. Also haben wir in einem Supermark online vorbestellt, sodass wir die Waren nur abholen brauchten. Das hat auch wirklich gut funktioniert.

Corona – Erfahrung mit der Maskenpflicht

Wir haben jetzt auch die ersten Erfahrungen mit der Maskenpflicht gemacht. Wobei wir bereits vor der Pflicht Masken in öffentlichen Gebäuden getragen haben. Der Unterschied ist nun, man wird nicht mehr angeschaut, als wäre man total bescheuert.

Wir haben dabei einen massiven Unterschied bei den Masken festgestellt. Man liest ja immer wieder, dass man durch die Masken nicht mehr richtig Luft bekommt. Nun, das ist extrem von der Maske abhängig. Wir haben recht viele Masken, selbst genähte aus verschiedenen Quellen (Freunde und Internet) und auch medizinische Masken. Gerade bei den selbst genähten Masken gibt es welche, durch die man wirklich nur schwer Luft bekommt. Solltet ihr diese Probleme haben, versucht einfach mal eine andere Maske.

Masken werden jetzt überall getragen

Sehr positiv fällt uns auf, dass nun wirklich fast alle mit Masken rumlaufen. Negativ ist dagegen, dass einige Zeitgenossen denken, mit der Maske braucht man keinen Abstand mehr einhalten. Kinders, es kann doch nicht so schwer zu kapieren sein, Abstand halten und (!) Maske. Diese Anforderung ist doch wirklich einfach zu verstehen, oder?

Aber wenn man sich so durch die Kommentarspalten liest, meint man, die Menschen müssten keine Masken tragen, sondern sie müssten sich beide Hände abhacken. Dabei ist das Geschreie so groß, als wenn die Axt schon über den Handgelenken schweben würde. Aber darüber haben wir uns ja schon in einem Beitrag über die Maskenpflicht ausgelassen.

Wir werden uns aber an die Masken gewöhnen müssen. Die werden uns noch Wochen oder sogar Monate begleiten. Wenn das aber der Preis ist, gewisse Lockerungen zu bekommen, dann sind wir gerne bereit den zu bezahlen.

Lockdown Light – trotzdem genervt

Denn bei den Lockdown-Maßnahmen verspüren wir eine zunehmende Müdigkeit im Umfeld. Dabei hatten wir doch nur einen Lockdown Light. Schaut mal nach Italien oder Spanien, das war ein Lockdown. Die Spanier dürfen nun, nach sieben Wochen, mal wieder ihre Wohnung verlassen. Dabei sind die Regelungen nach der Lockerung in Spanien immer noch strenger, als sie hier in Deutschland jemals waren.

Wir hoffen, dass uns die aktuellen Lockerungen in Deutschland nicht auf die Füße fallen. Natürlich wollen auch wir wieder anfangen, ein normales Leben zu führen. Aber um welchen Preis soll das gelingen?

Interessant ist übrigens, dass hier in Deutschland nur Genöle zu lesen ist. Alles schlecht, alle Politiker doof, Maßnahmen doof, alles Mist. Die Wahrnehmung ist im Ausland offensichtlich eine andere. Es gibt inzwischen zahlreiche Presseartikel, von renommierten Zeitschriften aus der ganzen Welt, wo der deutsche Weg als Paradebeispiel benannt wird. Relativ moderate Lockdown-Maßnahmen, trotzdem sinkende Fallzahlen und, ganz wichtig, eine sehr geringe Anzahl an Todesopfern.

Aber es ist ja wie immer, Präventionsmaßnahmen werden nicht gefeiert, wenn sie erfolgreich sind. Denn sie haben ja den schlimmsten Fall verhindert, also „war es ja alles nicht so schlimm“. Man kann auch den guten Brandschutz in Deutschland kritisieren, denn es brennt ja so selten, da ist er ja überflüssig.

Politiker und wann man besser die Klappe halten sollte

Wir sind auf jeden Fall froh, nicht in Italien zu leben, wo am Anfang wirklich alles falsch gemacht wurde. Von den USA wollen wir gar nicht reden. Wir haben lieber eine Wissenschaftlerin als Kanzlerin, als einen „Spritzen wir doch Desinfektionsmittel“-Trump. Aber was will man von einem Menschen erwarten, der Stürme mit Atombomben bekämpfen wollte?

Aber hier in Deutschland haben wir auch „tolle“ Politiker. So äußerte sich Herr Kemmerich (FDP) diese Tage bei Twitter. Ihr überlegt gerade, wer Herr Kemmerich ist? Er ist Fraktionsvorsitzender der FDP Thüringen und war für wenige Tage dort Ministerpräsident, von Höckes Gnaden. Ihr erinnert Euch vielleicht?

Also, eben Herr Kemmerich twitterte: „Wenn Virologen alle paar Tage ihre Meinung ändern, müssen wir in der Politik dagegenhalten.“

Wie wenig kann man Wissenschaft verstanden haben und sich öffentlich komplett zum Kasper machen? Wissenschaft beruht auf Forschung, wodurch es immer wieder zu neuen Erkenntnissen kommt. Und am Ende muss man vielleicht seine Meinung an die neuen Erkenntnisse anpassen. Das gilt besonders, bei neuen Krankheitserregern, wo die Wissenschaft fast täglich neue Erkenntnisse gewinnt.

Und dann ändern Wissenschaftler ihre Meinung, im Gegensatz zu so manchem Politiker, welche oft den größten Unsinn durchziehen, auch wenn alle Fakten dagegen sprechen. Aber man will ja seine Meinung nicht ändern und es durchziehen. Ausgenommen davon sind natürlich Wahlversprechen und Koalitionsverträge, aber wir schweifen so langsam ab.

Froh der aktuelle Zeit zu leben

Apropos Wissenschaft. Wir sind froh, in der aktuellen Zeit zu leben, mit diesen fantastischen Wissenschaftlern an unserer Seite. Wissenschaftler, die versuchen die Krankheit und das Virus zu verstehen, die an Medikamenten und Impfstoffen forschen, die Therapien für erkrankte Menschen entwickeln und verbessern. Und das Alles in einer Zeit, wo Wissen in Sekunden über den ganzen Globus geteilt werden kann.

Natürlich können die nicht zaubern und in wenigen Tagen die Krankheit besiegen. Und natürlich wird zwischen den Wissenschaftlern auch debattiert und verschiedene Meinungen vertreten. Aber genau das ist Wissenschaft – viele verschiedene Erfahrungen und Studien zu einem großen Ganzen zusammenzutragen.

Und uns sind diese Wissenschaftler alle Male lieber, wie die ganzen YouTube-Professoren die vielleicht mal im Buchladen an einem medizinischen Fachbuch vorbeigelaufen sind.

Aber wie sagte es Ranga Yogeshwar diese Tage so schön: „Statt die Maßnahmen als Erfolg zu feiern und sich über den bislang glimpflichen Verlauf zu freuen, wächst die Kritik an den Experten.“

Aber viele „Experten“ wussten ja vorher alles besser. Ich frage mich allerdings, warum die alle nicht in der Politik sind. Wir leben in einem freien Land. Sucht Euch eine passende Partei, tretet dort ein und macht es besser.

So, das war mal ein wenig länger. Aber einige Eindrücke mussten mal raus. Wir hoffen, ihr hattet auch eine gute Woche. Bleibt gesund und haltet die Ohren steif.

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Kommentare zu diesem Beitrag

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1 Kommentar
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4. Mai 2020 15:22

Hallo Ihr Beiden,
ich bin im Moment auch so was von froh, in Deutschland zu leben und nicht woanders. Wir haben in diesen Zeiten wirklich großes Glück! Es geht uns recht gut, wir sind krankenversichert und hören auf Wissenschaftler. Die Regierung geht unaufgeregt und sachlich mit dem Thema um. Die Regelungen waren nicht zu streng. Wir mussten nicht komplett zu Hause bleiben.

Ich muss bei meinen Masken oben noch eine Metalllasche einbauen. Als Brillenträgerin ist sonst die Brille immer beschlagen. Vor Kurzem habe ich spontan einen Beitrag über einen Tierpark geschrieben, der in meiner Nähe liegt und jetzt wieder öffnen durte. Er ist privat und lebt komplett von den Einnahmen. Allein, was das Futter für die Tiere kostet, ist schon eine Menge. Wenn alles gut geht, geht es langsam in kleinen Schritten etwas aufwärts. Leider noch nicht für alle. Unsere Restaurants unterstützen wir, in dem wir Essen bestellen und es abholen oder bringen lassen.

Still hoffe ich, dass ein Medikament und/oder eine Impfung doch früher kommt, als erwartet. Träumen darf man ja. An Urlaub denke ich nicht vor nächstes Jahr und dann wohl eher in der Umgebung.

Bleibt wie ihr seid und vor allem gesund
Liebe Grüße
Renate