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Corona Homeoffice – die zweite Woche

28. März 2020|Gequatsche|1 Kommentar
  • Corona - Homeoffice Woche 2

Die zweite Woche im Corona-Homeoffice ist vorbei. Über unsere Jobs, unsere Spaziergänge, über den Blog und einiges mehr.

Im Job bei Thomas – es läuft

Bei Thomas Arbeitgeber sind nun eigentlich alle Kolleginnen und Kollegen in der Lage im Homeoffice zu arbeiten, wo es von der Arbeit her machbar ist. Das eingerichtete System für Telefonkonferenzen wird rege genutzt und auch die ersten Video-Konferenzen wurden schon abgehalten. Das läuft so weit alles.

Inzwischen hat Thomas, zusammen mit seinen Kollegen, angefangen die ganze Sache noch „hübsch“ zu machen. In den ersten zwei Wochen musste oft pragmatisch vorgegangen werden um eine schnelle Problemlösung zu finden. Jetzt ist aber der Zeitpunkt gekommen, Schwachstellen zu beseitigen. Das größte Problem dabei ist, dass es am Markt fast keine guten, bezahlbaren Notebooks mehr zu finden sind. Ein paar konnten sie noch ergattern, der Rest bekommt nun halt Desktop-Rechner.

Da nun von der Regierung zu lesen war, dass die getroffenen Maßnahmen noch mindestens bis zum 20. April anhalten werden, lohnt es sich aber, die aktuelle Lösung zu perfektionieren.

Der Reisebüro-Job – Frust pur!

Hier steigt langsam der Frustlevel an. Wir werden von Kundenanfragen zu kommenden, teilweise kurzfristigen, Reise überrannt. Und dabei fällt uns zunehmend auf, dass die Reiseveranstalter sich unmöglich verhalten. Per Hotline sind die Meisten nicht zu erreichen, per Mail wird nur sehr zeitverzögert auf Anfragen reagiert. Nicht falsch verstehen, irgendwo verstehen wir das – da brennt auch der Baum und die sind komplett überlastet.

Wenn Kunden aber direkt selber dort anfragen, wird immer auf die Reisebüros verwiesen, welche die Anfragen stellen sollen und die ganze Abwicklung übernehmen sollen. Genau die Reisebüros, die für diese Arbeit dann keinen Cent von den Veranstaltern bekommen. Wird eine Reise storniert, dann entfällt somit auch der Provisionsanspruch für diese Reise. Und eben von diesen Provisionen leben die Reisebüros. Das scheint den „Partnern“, also den Reiseveranstaltern, aber herzlich egal zu sein. Die wälzen die Arbeit, das Übermitteln von schlechten Nachrichten, auf die Reisebüros ab – die dann kostenlos mit den Kunden kommunizieren müssen und sich mit den Veranstaltern ärgern müssen.

Da werden Reiseunterlagen und Rechnungen an Kunden geschickt, für Anlagen die zum Reisezeitpunkt noch geschlossen ist. Wie sollen wir das den Kunden erklären, dass die jetzt noch eine Restzahlung von x-tausend Euro überweisen müssen? Dabei ist klar, die Reise wird nicht stattfinden, eben weil der Club geschlossen ist. Und ob es das Geld zurückgibt, steht in den Sternen. Die Veranstalter sind dabei, die Rückzahlungspflicht aussetzen zu lassen. Stattdessen sollen die Kunden umbuchen oder einen Gutschein bekommen.

Umbuchen? Ja, prima,  zu welchem Termin denn? Wann kann man wieder in Land X reisen, wann kann man überhaupt wieder ans Reisen denken?

Dazu haben wir inzwischen zahlreiche Kunden, die ihre Jobs verloren haben, verlieren werden oder in Kurzarbeit sind. Die können mit einer Umbuchung oder einem Gutschein nur wenig anfangen.

Immerhin hat die EU-Kommission der Gutschrift-Lösung der Airlines einen Riegel vorgeschoben. Die Airlines können die Wahl anbieten, zwischen Gutschrift und Stornierung (bei voller Erstattung). Sie dürfen aber nicht nur Gutschriften anbieten. Gestern haben wir bei Lufthansa unsere eigenen Athen-Flüge stornieren können und bekommen auch unser Geld dafür zurück. Das dauert zwar länger als Normal, damit können wir aber leben.

Für unsere Kunden machen wir all die Dinge gerne. Wir helfen wo wir nur können, auch ohne Bezahlung. Über das Thema „Partnerschaft“, im Zusammenspiel zwischen Reisebüros und Reiseveranstalter muss aber dringend diskutiert werden.

Ach ja, diese finanzielle Soforthilfe gibt es nun auch. Wir haben aktuell schon mehrere tausend Euro Verlust, durch die anstehenden und noch kommenden Stornierungen. Aber, Anspruch auf diese Soforthilfe haben wir nicht! Denn bei uns ist das Reisebüro nur ein Nebenerwerb, es ist nicht unser Haupterwerb. Da sagen wir doch Danke! Unsere Unkosten durch das Gewerbe laufen trotzdem weiter, auch wenn wir das nur nebenberuflich machen.

Auf dem Blog

Hier ist es arg ruhig. Letzte Woche haben wir noch unsere Fiktion darüber geschrieben, wie das Reisen nach Corona wohl aussehen könnte. Parallel haben wir unseren Corona und Reisen Beitrag täglich aktualisiert. Dabei haben wir uns auf die neuesten Nachrichten aus der Reise-Branche konzentriert, die auch für viele unserer Reisebüro-Kunden interessant sind.

Auf die Entwicklung in den einzelnen Ländern einzugehen, macht spätestens nach der weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nur noch wenig Sinn.

Für mehr fehlte einfach die Zeit.

Privates – Freunde treffen per Zoom

Diese Woche hatten wir ein erstes Zoom-Meeting mit Freunden. In der noch recht kleinen Runde haben wir uns über die aktuelle Lage ausgetauscht und dabei trotzdem viel gelacht.

Es hat einfach gut getan, mal gemütlich abends „zusammenzusitzen“ und zu quatschen. Das werden wir jetzt wohl wöchentlich wiederholen.

Privates – spazieren gehen

Unser Tages-Highlights aktuell sind unsere kleinen Spaziergänge in der Mittagspause oder nach Feierabend. Das Wetter ist so herrlich und wir haben hier immerhin noch die Erlaubnis, für Spaziergänge das Haus zu verlassen.

So waren wir diese Woche in den Feldern von Mülheim unterwegs, waren am kleinen See Entenfang und gestern auf der Südseite des Düsseldorfer Flughafens unterwegs. Einfach mal die Beine bewegen, Frische Luft tanken, kein Internet, keine Nachrichten. Ideal um zwischendurch mal runterzukommen.

Und so lange das nicht strikt verboten ist, werden wir das auch weiter machen. Abstand halten ist natürlich obere Priorität dabei. Das war aber bisher kein Problem, da wir überall fasst allein unterwegs waren.

Spazieren im Wald

Spazieren am Entenfang

Spazieren am Entenfang

Spazieren am Flughafen Düsseldorf

Privat – Einkaufen online

Einkaufen klappt auch prima zurzeit. Wir bekommen eigentlich alles, was wir brauchen, online zu kaufen. Dabei spielt es natürlich eine große Rolle, dass die örtlichen Händler hier inzwischen sehr viele Lieferdienste anbieten. Metzger, Bäcker, Getränke, Medikamente, Lebensmittelläden – alle liefern artig nach Hause. Und ist es dabei sehr wichtig, die lokalen Geschäfte zu unterstützen, daher bestellen wir mit Vorliebe dort.

Unser Postbote hasst uns aber inzwischen. *grins* Nein, das ist ein feiner Kerl, der auch weiß, dass er das Zeug einfach unten auf die Treppe stellen kann, wir holen es dann selber hoch.

Nur der Hermes-Onkel diese Woche, der war ein wenig anstrengend. Der wollte allen Ernstes noch eine Unterschrift auf dem siffigen Tablett haben. Auf der Webseite von Hermes steht allen Ernstes, man könnte dafür auch seinen eigenen Stift benutzen. Das bringt aber auch nichts, wenn einem dieses Unterschriftsteil fast unter die Nase gehalten wird und der Hermes Mann dann direkt vor Einem steht. Die haben das mit dem Abstand halten noch nicht so richtig verstanden. Bei allen Anderen Lieferdiensten klappt das inzwischen aber hervorragend.

Wir hoffen, Euch geht es und gut und wünschen Euch einfach nur „bleibt gesund“!

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