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Das Road Trip Video unserer Yellowstone und Glacier Reise

Road Trip Video

Nun ist der große Moment endlich da, wir präsentieren unser erstes, selbst erstelltes Road Trip Video von unserer letzten Rundreise durch den Nordwesten der USA.

Inspiriert wurden wir zu diesem Video durch das Reisevideo Kanada und Amerika Westküste von Takly on Tour. Nachdem wir das an einem Abend mal in Ruhe geschaut haben, war uns klar, das wollen wir auch mal ausprobieren.

Wie wir das umgesetzt haben, was wir mit dem Video zeigen möchten, was wir nicht zeigen wollen und weitere Details findet ihr weiter unten in dem Beitrag.

Road Trip Video – Yellowstone – Glacier – Montana

Ihr könnt euch das Video in verschiedenen Auflösungen (von 144 Pixel bis zu Full-HD in 1080 Pixel) ansehen, je nach Geschwindigkeit eurer Internetverbindung. Zur Auswahl der Einstellung im Player einfach unten auf das Zahnrad klickern. Wir empfehlen natürlich das Video im Vollbildmodus bei und mit 1080 Pixel in Full-HD zu schauen.

Was wollen wir mit dem Video zeigen?

Wir möchten Euch unsere Art Urlaub zu machen in diesem Film präsentieren. Ein Road Trip, immer wieder unterbrochen von schönen Momenten, die wir dann fotografisch festgehalten haben.

Dabei sind die Fahrtvideos nur kleine Ausschnitte. Wenn wir von einem Tag 2-3 Minuten zeigen, dann sind das besonders schöne Abschnitte oder verschiedene Landschaften welche wir an dem Tag gesehen haben – das ganze dann noch im Zeitraffer. In der Realität waren wir an manchen Tagen 6-8 Stunden on the Road – aber das wollt ihr bestimmt nicht in voller Länge sehen. Das Video soll wirklich nur ein Reinschnuppern in einen Road Trip sein.

Was wollen wir nicht erreichen?

Uns ist klar, das so ein erstes Video nicht perfekt sein kann. Erwartet bitte keine schauspielerischen Leistungen (ok, Melanie beim Fenster putzen, filmen wir nicht jeden Tag) und ab und zu sind die Aufnahmen auch mal ein wenig verwackelt.

Umsetzung des Videos

Durch die Videos von Takly on Tour motiviert war uns klar, wir wollen ein paar schöne Fahrstrecken zeigen und diese immer wieder mit Bildern von den schönsten Stellen der Reise aufpeppen. Das ganze sollte dann am Ende zwischen 45 und 60 Minuten lang werden – so dass man das Video mal in Ruhe an einem Abend anschauen kann, zwischen der Tagesschau und den Tagesthemen.

Videoaufnahmen

Kamera auf dem Dach

Kamera auf dem Dach

Die Videos von der Fahrt sind alle mit der günstigen GoPro Hero* aufgenommen, die der Markt hergibt. Uns war noch nicht klar, ob wir Spaß an der Sache haben werden, daher haben wir uns erst mal für das einfachste Modell entschieden. Dazu haben wir uns dann die Autohalterung* von GoPro gegönnt, eine Investition die sich bezahlt gemacht hat. Mit dieser Halterung konnten wir die Kamera von innen an die Windschutzscheibe montieren und später haben wir dann den Mut gefunden, die Kamera außen auf die Motorhaube unseres Wohnmobils zu packen bzw. auf das Dach unseres Leihwagens im Glacier National Park. Und das System hält bombenfest – es hat sich nicht einmal gelöst.

Zur Stromversorgung hatten wir ein 2,5 Meter langes USB Kabel dabei, so war die Akkulaufzeit kein Thema. Speicherkarten waren da schon eher ein Thema. Rund 4 Stunden Film (in 1080 HD) passen auf die 32 GB Micro-SD Karte. Davon hatten wir 4 Stück dabei, welche Abends auf externe SDD-Platten geleert wurden.

Zusätzlich haben wir noch einige Filmabschnitte mit unserer Sony Alpha 6000 gedreht. Vor allem bei den Geysiren im Yellowstone haben wir da oft dran gedacht, später haben wir das leider ein wenig vernachlässigt.

Verbesserungen für zukünftige Videos:

  • Wir werden uns vor der nächsten Reise eine bessere GoPro kaufen. Die Filmqualität war absolut ausreichend, nur die Steuerung war manchmal ein wenig kompliziert. Alle Einstellungen müssen über das Minidisplay der Kamera vorgenommen werden, auch das Ein- und Ausschalten geht nur über die Schalter an der Kamera. Das war besonders hinderlich, wenn die Kamera außen am Fahrzeug montiert war. Die besseren Modelle der Kamera bieten die Möglichkeit, die Kamera über eine Smartphone App zu steuern.
  • Mehr Videos mit der Alpha 6000 außerhalb des Wagens machen. Da fehlen uns doch einige Eindrücke, welche wir nur in Bildern haben. So ein Schwenk über das Bergpanorama im Glacier National Park wäre aber noch eine gute Idee gewesen.
  • Ein Einbeinstativ für die Alpha 6000. Es ist verdammt schwierig, die Kamera für Videos ruhig zu halten.
  • 512 GB SSD-Speicher können bei 14 Tagen filmen verdammt eng werden.
  • Die Windschutzscheibe noch öfter putzen.
  • Wenn die GoPro draußen montiert ist, diese noch viel öfter reinigen. Vielleicht machen wir noch ein Extra-Video mit den schönsten zerplatzten Insekten.

Musik für den Film

Unsere größte Sorge war die Musik für den Film. Ursprünglich hatten wir zwei Versionen geplant. Eine mit toller Musik aus unserer privaten Musiksammlung für die Vorführung zu Hause oder bei Freunden und eine zweite Version mit GEMA-freier Musik für Youtube.

Die Lösung war dann aber einfach Glück. In Jackson Hole waren wir bei einem Western-Abendessen, wo nach dem Essen die Band Bar J Wranglers spielte. Von denen haben wir dann eine CD gekauft und am Ende des Abends die Band gefragt, ob wir diese Musik für unser Video und die Veröffentlichung im Netz bei Youtube nutzen dürfen. Und zu unserer Freude haben wir die Erlaubnis bekommen. Einzige Bedingung, im Abspann des Videos die Band und ihre Facebook Seite erwähnen.

Verbesserungen für zukünftige Videos:

  • Plan A: Einfach noch mal so ein Glück haben.
  • Plan B: Die Musik aus diesem Film noch mal verwenden (passt die zu Thailand?)

Bilder, Videos, Texte zusammen tüddeln – Der Schnitt

Vorweg, wir haben uns mit dem Thema Video und die Bearbeitung von Videos vor dieser Reise fast gar nicht beschäftigt. Kleine Filmchen haben wir mal mit iMovie von Apple zusammen gedengelt aber es war klar, bei einem großen Videoprojekt müssen wir eine andere Software nutzen.

Jetzt haben wir ja in unserem Adobe Paket das Programm Premiere Pro dabei. Das ist eine professionelle Videoschnitt Software – und leider auch entsprechend kompliziert zu bedienen. Aber auch kam mit ein wenig Glück Hilfe zur rechten Zeit. Auf der Photo-Adventure Messe gab es einen kleinen Workshop des von mir sehr verehrten Pavel Kaplun zum Thema Reisevideos. Und in diesen 1,5 Stunden wurde die wichtigsten Punkte zum Einstieg in die Software erklärt.

  • Organisation eines Projektes
  • Anforderungen an die Dateien
  • Auswahl von Videosequenzen
  • Übergänge/Überblendungen
  • Beschriftungen
  • Einfügen von Bildern
  • Export

Also genau die Punkte, welche wir auch für unser Video brauchen würden.

Adobe Premiere Pro in Action

Adobe Premiere Pro in Action

Nun saßen wir nach dem Urlaub da, mit 42 Stunden Filmmaterial aus der GoPro und noch weitere 60 Minuten von der Alpha 6000. Ziel war es nun, daraus ein kurzweiliges Video zu machen, mit maximal 45-60 Minuten Länge. Kurz und knapp, wir haben es hin bekommen – es hat aber einige Abende gedauert, über 3 Wochen.

Es gab eine erste Variante des Film, mit 88 Minuten Spieldauer, das war dann aber in einigen Abschnitten zu langatmig. Natürlich nimmt die Fahrerei bei einem Road Trip schon eine zentrale Rolle ein. Aber lange Streckenabschnitte kann man in dem Video einfach nicht zeigen, das interessiert vermutlich nur die wenigsten Leute. Also haben wir das ganze noch mal überarbeitet und sind dann auf die jetzige Version mit 46 Minuten gekommen.

Verbesserungen für zukünftige Videos:

  • Direkt eine strengere Auswahl des Videomaterials treffen
  • Durch Routine mit der Software geht es nächstes Mal hoffentlich ein wenig flüssiger von der Hand
  • Der Export des 46 Minuten Videos dauert bis zu 3 Stunden – das geht nicht mal eben zwischendurch.
  • Der Upload nach Youtube benötigt auch einige Stunden Zeit. Einfach mal über Nacht laufen lassen.

Wird es weitere Videos von der Reise geben?

Ja, wir planen noch Einzelvideos von besonders schönen Streckenabschnitten. Sei es der Logan Pass im Glacier National Park, die Interstate 90 (vielleicht eine der landschaftlich schönsten Interstates der USA),der Teton Pass bei Jackson oder einige besonders schöne Streckenabschnitte aus dem Yellowstone – da werden wir noch Videos erstellen, die dann einen kompletten Streckenabschnitt zeigen werden. Es gibt bestimmt Liebhaber solcher Videos, die da Spaß dran haben werden. Wir können uns solche Aufnahmen übrigens stundenlang ansehen.

So, und nun Feuer frei! Uns interessiert brennen, wie euch so ein Video gefällt. Sollte es länger oder kürzer sein, was fandet ihr besonders toll, was kann man besser machen? Für uns war es ja die Premiere mit so einem Video und uns selber sind bereits einige Dinge aufgefallen, die wir beim nächsten Mal bestimmt besser machen werden. Aber gerade bei so neuen Dingen helfen auch oft andere Meinungen, weil man selber ja ein wenig betriebsblind ist.

Lasst doch einfach eure Wünsche, Anregungen, Verbesserungsvorschläge, Lobpreisungen per Kommentar hier.

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Über den Autor

Thomas Jansen

Thomas, 68er Jahrgang, aus dem schönen Mülheim an der Ruhr im Ruhrpott. Zusammen mit der besten Ehefrau der Welt auf Reisen. Und sonst?
Arbeiten // Fotografieren // Bloggen // Spotten // Slotten // Lesen

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14 Kommentare

  • Huhu,
    der Teil, den ich mir heute angesehen habe, lässt erahnen, wie beeindruckend es gewesen sein muss. Tolles Video. Thanks fürs zeigen.
    HG Hans

  • Hey Thomas & Melanie,

    vielen lieben Dank für die Erwähnungen und ich freue mich sehr, dass wir euch inspiriert haben. Jetzt habt ihr uns mit dem grandiosen Video (und das für das erste Mal – Respekt!) vor eine Herausforderung gestellt 😉 Das Video ist wirklich großartig geworden. Wie ich finde die perfekte Videodauer – Interessierte schauen es komplett, andere können Abschnitte einfach vorspulen. Danke auch für die vielen tollen Hintergrundinformationen. Die Stunden, die ihr an der Bearbeitung gesessen habt haben sich wirklich gelohnt! Danke, dass wir auf diese Weise ein Stück mit euch fahren durften, unsere Vorfreude ist jetzt noch größer.

    Liebe Grüße,
    Tanja & Christian

    • Hi Tanja,

      dann sind wir jetzt natürlich sehr gespannt auf die Videos von eurer kommenden Reisen. Ich bin mir sehr sicher, das ihr ebenfalls wieder was Tolles zeigen werdet. Das wird dann aber bestimmt ein Mehrteiler, oder?

      LG Thomas

      • Ja das wird ganz sicher ein Mehrteiler, ich kann euch ja nicht zumuten ein ganzes Wochenende vor Youtube zu sitzen 😉 Eure Länge finde ich tatsächlich perfekt, um es gemütlich nach dem Abendessen mal anzuschauen. Daher werden wir mal schauen.

        Liebe Grüße,
        Tanja

  • Hey ein Video *freu* – 49 Minuten? Oha 😀
    Das muss ich mir in Etappen einteilen. Bisher kenne ich so vlogs nur in maximal 15 Minuten Abschnitten über mehrere Tage verteilt. Sozusagen als Serie. Mich hat die Zahl gleich erschlagen. Trotzdem bin ich auch sehr gespannt auf die ganzen Eindrücke!

    Grüße aus Essen
    Annie

    • Hi Annie,

      ich hatte auch erst überlegt, das aufzuteilen. Aber da bin ich mal von meinen eigenen Interessen ausgegangen – ich schaue solche Filme gerne mal als Ganzes in voller Länge. Wenn ich die dann erst aus x Einzelfilmen zusammen suchen muss, dann verliere ich schnell die Lust. So hat man alles in einem Film und kann die Stellen, die einen nicht so sehr interessieren ja einfach überspringen.

      LG Thomas

      • Ich will ein gefällt mir hinterlassen können 🙂
        Jeder ist ja unterschiedlich und ich werde es für mich in Einzelteile aufteilen. Das passt schon!

  • Boar ist das lang. Ich habs noch nicht ganz geguckt, aber immerhin intensiv reingeschnuppert.
    Mir gefallen generell keine Fotos in Videos. Besser wäre es, das gleiche Motiv als Film zu zeigen. Also einfach statt ein paar Sek ein Foto ein paar Sek die Stelle gefilmt. Musst eben 2 Aufnahmen machen, einmal Foto und einmal Film.
    Fotos guck ich mir lieber im Blog an. Ansonsten ist der erste Eindruck richtig gut!
    Weiter so, aber die Blogbeiträge nicht vergessen, ich bin eher der Leser als der Videogucker 🙂

    Liebe Grüße,
    Marc

    • Hi Marc,

      keine Bange, unser Schwerpunkt wird immer bei den Bildern und dem Blog bleiben. Wir werden definitiv nicht ins Vlogger-Lager wechseln. Dafür ist mir das auch einfach zu viel Arbeit. In der Zeit, wo wir den Film gebastelt haben, hätten wir locker mehrere tausend Bilder bearbeiten können, aber inkl. HDR und anderer Sondereffekte.

      Wenn wir aber noch mal so ein Reisevideo machen (da finde ich das interessant) wird der Fotoanteil deutlich geringer ausfallen. Nur, ich habe das schlicht und ergreifend vergessen, als ich mit der Sony da rum gelaufen bin. Ich war extrem aufs Fotografieren fokussiert – das will ich beim nächsten mal auf jeden Fall besser machen.

      LG Thomas

  • Was macht man an einem Montag Nachmittag mit Dauerregen? Sich gemütlich auf das Sofa setzen und Euer Video anschauen. Und das ist wirklich ganz toll geworden, die beeindruckende Lanschaft und Tierwelt, besonders lustig fand ich die Bisoms auf dem Mittelstreifen, dazu die super Musik. Einfach toll!!!!!
    LG
    Elke

  • Servus,

    erstmal Respekt für die Arbeit. Vom Prinzip her finde ich es auch gut gemacht.

    Aber…. ich persönlich finde es zu lang! Ich konsumiere gerne und auch häufig Videos auf den einschlägigen Kanälen. Aber wenn es länger wie 30 Minuten wird, dann schaue ich es meistens nicht an!

    Ich selber mache es immer so, dass es zwei Versionen von meinen Urlaubsvideos gibt. Eine Version von 1-2 Stunden nur für mich persönlich als Erinnerung. Die zweite Version ist dann deutlich kürzer, meistens so um die 20 Minuten. Diese Version ist dann für die Familie, Freunde und Bekannten. Einen Monumentalfilm will ich denen nicht zumuten. Zweites Problem ist immer die Musik. Da verwende ich Musik aus meiner CD-Sammlung. Um rechtliche Probleme zu vermeiden, lade ich diese Videos auch nicht auf den einschlägigen Plattformen hoch.

    Nix für unguad!

    Rainer

    • Hi Rainer,

      das ist schon die kurze Version 😉

      Nein, Danke für den Hinweis. Beim nächsten werde ich mal versuchen, es noch mehr zu straffen. Irgendwie hat mir aber bei der jetzigen Variante schon das Herz geblutet – da vieles raus geworfen wurde. *seufz*

      LG Thomas

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