Rückblick Dezember 2020
Author

Thomas Jansen

Veröffentlicht

24. Dezember 2020

Kategorie
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2213 words- 9 min read- 3 Kommentare-

Das war der Dezember 2020 – ein persönlicher Rückblick

Das Jahr geht zu Ende und damit auch der Dezember. Zeit für einen Rückblick auf den letzten Monat eines verrückten Jahres und auch ein kurzer Rückblick auf 2020 sei uns gestattet. In dem Zusammengang ziehen wir auch ein sehr persönliches Fazit des letzten Jahres.

Achja, der Rückblick kommt sehr früh. Das hat auch seinen Grund. Über die Feiertage wollen wir den Blog mal Blog sein lassen und Pause machen. Sollte noch was dramatisches passieren, was wir nun gerade wirklich nicht hoffen, dann können wir den Beitrag noch ergänzen.

Internetpause über die Feiertage

Wir machen über die Feiertage mal ein wenig Internetpause. Zumindest werden wir die Social-Media-Kanäle und die Kommentarspalten meiden.

Denn all der Hass der dort tobt, all die Hetze, all die Lügen, das Geschwurbel und, ja man muss es so deutlich sagen, die offen zur Schau getragene Dummheit, zehren an den Nerven. Wir blocken die größten Leerdenker dort zwar weg, dummerweise wachsen diese Mitmenschen aber offensichtlich auf Bäumen, es kommen ständig neue daher. Wobei wir glauben, dass es gar nicht wirklich neue Menschen sind, sondern nur deren drölfzehnter Account.

Und bevor wir blocken können wir uns oft einen Kommentar nicht verkneifen. Dabei geht es gar nicht darum, mit diesen Fake-News-Verbreitern in eine Diskussion zu treten. Das bringt bei den meisten von denen nichts, die sind in ihrem Schwurbel-Sumpf verloren. Aber, dort lesen auch normale Menschen mit, die vielleicht verunsichert sind, wegen dieser Diskussionen. Wenn man einen von denen erreicht, und vor dem Abdriften in das Parallel-Universum der alternativen Fakten bewahrt, dann lohnt sich der Aufwand. Es gibt noch genug Menschen, die sich wirklich eine eigene Meinung bilden, für Argumente empfänglich sind. Im Gegensatz zu den erwachten Selbstdenkern rennen die nicht nur einer Parade von Schwurbel-Fürsten hinterher und plappern wie Papageien deren Lügen und Falschaussagen nach, auch wenn diese schon x-fach widerlegt sind.

Allerdings ist das wirklich anstrengend, damit machen wir jetzt mal Pause.

So, nun aber zum Rückblick auf den Dezember und das Jahr 2020.

Arbeiten am Blog

Am Blog standen einige Updates an. So hat WordPress eine neue Version veröffentlicht, mit der auch eine neuen Version von jquery eingeführt wurde, endlich mal. Das hat bei einigen Blogs zu großen Problemen geführt, hier bei uns lief das sauber durch. Wir hatten aber vorher bereits eine neuere jquery-Version im Einsatz, welche wir manuell eingebunden hatten.

Auch unser Theme hat ein größeres Update bekommen, welches ebenfalls problemlos installiert war. Das Update hat die Performance der Seite deutlich verbessert. Das wurde von Themefusion auch angekündigt. Trotzdem ist es immer wieder spannend, so ein mächtiges Multifunktions-Theme wirklich schnell zu bekommen. Mit ein wenig Geduld und den richtig gesetzten Einstellungen klappt das aber.

Am Layout haben wir auch wieder ein wenig gebastelt. Hauptsächlich war davon der Header der Beiträge betroffen. Uns störte es, dass die Überschrift des Artikels auf dem Bild stand und dann nochmals direkt neben dem Titelbild in der Infobox. Das haben wir nun geändert und dafür die neuen Meta-Angaben der Lesezeit und der Wortzahl in die Infobox aufgenommen. Jetzt suchen wir, seit Tagen, noch die Stelle, wo diese Angaben übersetzt werden.

Berufliches bei Thomas

Zum Beginn des Shutdowns war es mal wieder ein wenig hektisch. Es mussten wieder alle Kolleg:innen ins Homeoffice geschickt werden, wo es machbar war. Dieses Mal sogar einige mehr, dafür mit noch besseren technischen Rahmenbedingungen. Zum Glück wurde die entspannte Zeit über den Sommer genutzt, einige Optimierungen vorzunehmen, weitere Hardware anzuschaffen und auch einige smarte Software-Lösungen zu installieren.

Jetzt über die Feiertage ist es ein wenig ruhiger und die Zeit wird zum Durchatmen genutzt.

Das Kapitel „Berufliches bei Melanie“ lassen wir erst mal außen vor. Da noch kein neuer Job in Sicht ist, gibt es hier auch nichts zu berichten.

Reise Blogger Barcamp 2020 Online

Am zweiten Dezember-Wochenende stand das virtuelle Reiseblogger Camp unter dem Hashtag #RBCamp20 auf dem Programm. Rund 30 Reiseblogger:innen trafen sich virtuell, um über aktuelle Themen zu sprechen, um über verschiedene Entwicklungen zu diskutieren, technische Fragen zu klären oder kleinere Seminare durchzuführen.

Die Session-Planung wurde vorab über eine Facebook-Gruppe vorbereitet, sodass der Tag nach einer kurzen gemeinsamen Runde in der Lobby starten konnte.

Danach ging es dann in die einzelnen, virtuellen Session-Räume. Anfangs war das noch mit kleineren technischen Problemen verbunden, die aber schnell beseitigt wurden. Sowas ist aber beim ersten Mal vollkommen normal und Romy und ihre Helfer:innen haben das schnell in den Griff bekommen.

#rbcamp20Thomas hat an dem Barcamp teilgenommen und folgende Sessions besucht:

  • Mit allen Sinnen schreiben (von Sabine – Ferngeweht)
  • Pinterest: Pinnen ohne zusätzliche Tools, Pins strategisch gestalten (von Gina – 2onthego)
  • Geändertes Reiseverhalten nach Corona (von André – Reise Blögle)
  • Reisepodcast (von André – Reise Blögle)
  • Offener lockerer Austausch zur Monetarisierung von Blogs (von Hubert – travellerblog.eu)
  • Diskussion, offener Austausch: Wie motiviere ich mich zum Schreiben oder finde Themen während der Pandemie? (da hat Thomas selber die Moderation übernommen)

Ihr seht schon an den Themen, das war ein kurzweiliger und abwechslungsreicher Tag. Am Ende haben wir viele gute Ideen und Inspirationen mitgenommen. Noch wichtiger aber ist es, dass wir einige für uns neue Reiseblogger:innen mal in „echt“ kennenlernen durften. Wenn schon nicht im realen Leben, dann doch wenigstens als bewegte Bildchen im Netz.

Wir freuen uns schon riesig auf das kommende #RBCamp21, welches direkt im Januar stattfinden wird. Wer selber einen Reiseblog hat und Interesse daran hat, schaut mal auf der Webseite vom Reiseblogger Camp vorbei.

Puzzle, Kniffel und Co.

Wir haben unsere Liebe für die guten alten Würfel-, Karten- und Brettspiele wieder entdeckt. Früher haben wir lange Abende gezockt, hatten einen ganzen Schrank voller Spiele. Irgendwann ist das aber eingeschlafen. Warum, das können wir gar nicht mal sagen, irgendwie fehlte irgendwann die Lust.

Jetzt haben wir überlegt, wie wir denn die langen Winterabende mit ein bisschen Leben füllen können. Nur vor dem Fernseher oder dem Rechner zu sitzen, nur Lesen – das kann es doch auch nicht sein.

Irgendwie kam Melli dann auf die Idee, lass uns doch mal wieder Kniffel spielen. Prima Idee, die allerdings direkt am nicht vorhandenen Würfelbecher scheiterte. Wir haben bei einer Wohnungs-Aufräum-und-Entrümpelungs-Aktion vor einigen Jahren mal alle Spiele abgegeben. Tja, dumm gelaufen.

Also haben wir uns erst mal mit dem Notwendigsten eingedeckt. Eine Spielesammlung mit Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, Mühle, Halma und eben Kniffel. Und zwei Puzzle sind im Warenkorb gelandet. Ob das aber so eine gute Idee ist, mit 5 Katzen im Haus, wird sich noch zeigen.

Kniffeln macht auf jeden Fall Spaß wie in alten Zeiten. Besonders die Extrem-Variante mit 6 Würfeln und einigen neuen Kombinationen, quer über ein Blatt gespielt.

Harry Potter Spiel

Dazu haben wir uns noch das Spiel „Harry Potter und der Kampf um Hogwarts“ gegönnt. Ein sogenanntes Deck-Building-Spiel, so was haben wir vorher noch nie gespielt. Es macht aber riesig Spaß. Ganz besonders, weil wir nicht gegeneinander spielen, sondern miteinander gegen die Bösewichte aus der Harry-Potter-Welt bestehen müssen.

Bisher schlagen wir uns ganz gut. Allerdings sind wir erst in Level 5 und ab dort wird es spürbar schwieriger, die Orte gegen die Bösewichte zu verteidigen. Ein Zusatz-Paket, mit den Monstern und bösen magischen Wesen, ist auch schon bei uns eingetroffen. So ist noch lange für Spielspaß gesorgt.

Ein weiteres Standard-Spiel haben wir uns noch gegönnt. Monopoly – aber in der Star Wars Variante.

Radfahren im Dezember

Bisher sind wir nur rund 138 Kilometer unterwegs gewesen. An dieser Stelle hoffen wir, dass da über die kommenden Feiertage noch ein paar Kilometer dazu kommen. Wenn es nicht Hunde und Katzen regnet, wollen wir noch die ein oder andere Tour in diesem Monat machen.

Shutdown, der Zweite

Ach ja, einen Shutdown haben wir auch wieder, einen strengeren. Wir weigern uns immer noch von einem Lockdown zu sprechen, das hatten vielleicht die Spanier, die Franzosen oder die Italiener, so richtig mit Ausgangssperren rund um die Uhr und anderen Maßnahmen.

Für diesen zweiten, strengeren Shutdown, wurde es zum 16. Dezember allerhöchste Zeit. In unseren Augen war dieser Wellenbrecher-Light-Shutdown vorab vollkommene Zeitverschwendung. Zwar gut gemeint, es nicht direkt mit harten Methoden zu versuchen, aber es war eigentlich schnell klar, dass das nicht reichen wird. Es wurde zu viel auf die Eigenverantwortung der Menschen gesetzt, ein Experiment, welches krachend gescheitert ist. Hätte man direkt den härteren Shutdown genommen, wäre viel Zeit gewonnen und Menschenleben gerettet worden. Aber Hätte, Hätte, Fahrradkette. Trotzdem ist das einer der wenigen Punkte, wo wir mal Kritik üben müssen, an den Maßnahmen. Weniger in Richtung der Bundespolitik, mehr in Richtung der Landesfürsten, welche härtere Maßnahmen blockiert haben.

Na ja, es ist wie es ist. Jetzt haben wir einen Shutdown und nein, wir fühlen uns nicht in unserer Freiheit eingeschränkt. Nein, wir haben keine Angst in einer Diktatur zu leben und wir bibbern auch nicht vor dem Gedanken, dass diese Maßnahmen nach Corona nicht wieder aufgehoben werden. Denn für uns steht das in der Verfassung verankerte Recht auf körperliche Unversehrtheit über vielen anderen Rechten. Ja, es schadet der Wirtschaft, ja es bedroht Existenzen. Alles richtig und für die Betroffenen auch dramatisch, keine Frage. Aber was wäre die Alternative? Nichts machen, tausende von Menschenleben opfern und dann doch irgendwann die Notbremse ziehen. Das wäre für die Wirtschaft ebenso schädlich, wie weiter von einem Mini-Shutdown in den nächsten Light-Shutdown zu rutschen.

Nun hoffen wir nur, dass die Maßnahmen Erfolg haben werden und die Inzidenzen in den nächsten Tagen runter gehen, schön stabil unter 50 oder noch weiter. Wir glauben aber nicht, dass dieses Ziel bis zum 10. Januar erreicht sein wird. Da kommen noch ein paar Wochen dazu. Ganz besonders manifestiert sich dieser Gedanke, wenn man so durch die Kommentarspalten scrollt und dabei zusieht, wie kreativ einige Menschen sind, Regeln zu dehnen, Schlupflöcher zu suchen oder direkt komplett zu ignorieren. Daher befürchten wir eher, dass zum 10. Januar die Zahlen steigen werden anstatt zu fallen. Allerdings hoffen wir sehr, dass wir uns irren.

Und wenn die Mitbürger:innen in unserem Land, nach kommenden Lockerungen nicht am Riemen reißen, werden wir später auch noch einen dritten Shutdown erleben. Wir hoffen dann nur, dass dieser schnell und heftig kommt und nicht vorab wieder ein wochenlanger Eiertanz aufgeführt wird.

Am Ende kommen wir aus diesem Teufelskreis erst raus, wenn die Impfungen in großer Zahl verteilt werden können und möglichst viele Menschen sich impfen lassen. Wir sind übrigens sofort bereit, wenn wir dann an der Reihe sind. Um uns selbst zu schützen und um unsere Mitmenschen zu schützen.

Für uns hat sich durch den Shutdown nicht viel verändert. Wir können unsere sozialen Kontakte nicht noch weiter verringern.

Bevor jetzt übrigens jemand Luftnot bekommt und hier in den Kommentaren am Rad drehen will: Ja, wir sind linksgrünversiffte, schlafende Lemming-Schafe, die treu der seriösen Wissenschaft und der Politik in den gesteuerten Abgrund folgen. Uns ist das bewusst und es fühlt sich gut an.

Jahresrückblick in Stichworten

Auf einen eigenen Jahresrückblick verzichten wir dieses Jahr. Wir haben Euch ja unsere Monatsrückblicke geliefert, da wäre dann vieles doppelt in einem Rückblick auf das Jahr. Daher nur ein paar Stichworte, und wenige Worte über das abgelaufene Jahr.

  • Trauer
  • Jobverlust
  • Augen-OP bei Claire
  • Pandemie
  • Besucher auf dem Blog um 50% eingebrochen.
  • Reisen ausgefallen
  • Urlaub zu Hause
  • Reisebüro Umsätze um 80% eingebrochen
  • E-Bikes gekauft

All diese Dinge haben unser persönliches Jahr beherrscht, ganz besonders natürlich der Verlust eines sehr geliebten Menschen aus der Familie und diese ganze Corona-Pandemie mit ihren Folgen.

Aber am Ende des Jahres, müssen wir sagen, wir haben es zusammen gestemmt, wir haben auch viele positive Dinge für uns mitgenommen. Wir sind ein wenig geerdet worden und haben gemerkt, wie gut es uns eigentlich geht. Und das trotz aller Einschränkungen und Verlusten, um die uns aber viele Menschen auf der Welt beneiden.

Jetzt wird es mal ein bisschen sehr persönlich:

Das Allerwichtigste ist, dass wir noch mehr zusammengewachsen sind, als Team, als Paar. Jeder von uns hatte in diesem Jahr seinen Durchhänger. Melli nach dem Verlust ihres Papas und nach ihrer Kündigung. Bei Thomas war es teilweise sehr stressig auf der Arbeit, daneben dann eine Wohnung ausräumen, die ganze Corona-Lage, die Ungewissheit wie es weitergeht.

Wir haben in diesem Jahr viel und oft zusammen geweint, wir haben aber ebenso oft zusammen gelacht, neue Ideen entwickelt, teilweise zusammen unser Leben neu organisiert.

Unter dem Strich gesehen war es somit eine sehr wertvolle Erfahrung, die wir nicht missen möchten, zumal wir sie eh nicht rückgängig machen können.

Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch

So, nun wünschen wir Euch ein wunderbares, ruhiges Weihnachtsfest und einen ebenso ruhigen und besinnlichen Rutsch in ein hoffentlich besseres neues Jahr. Bleibt Gesund, bleibt empathisch, haltet die Ohren steif. Es werden noch harte Monate, bis diese ganze Pandemie-Sache vorbei ist. Aber das Leben geht weiter und es kommen bessere Zeiten, davon sind wir überzeugt.

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Kommentare zu diesem Beitrag

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3 Kommentare
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24. Dezember 2020 11:04

Hallo Thomas, ein ganz wunderbarer Artikel. Du sprichst mir mit ganz vielem aus dem Herzen. Ich bin auch eines jener Schlafschafe, die zu blöd ist, die großen Zusammenhänge zu erkennen. Das war ein ziemlich bescheidenes Jahr, aber seien wir mal ehrlich. Geht es uns nicht gut? Wir haben was zu essen, ein Dach über dem Kopf, notfalls sogar Unterstützung vom Staat. Ich habe vor Weihnachten Kontakt mit Helfern der Organisation Mercy Ships gebracht, die in Afrika Menschen ärztlich behandeln. Und wenn man diese Geschichten hört, kommt einem das Gejammere hier doppelt schlimm vor. Ich wünsche euch beiden ein frohes Fest und ein gutes Neues Jahr.

Erwin Brandl
24. Dezember 2020 12:03

Ebenso schönes Fest und ein gutes neues Jahr.

25. Dezember 2020 10:57

Hallo Ihr Beiden,
ich wünsche Euch von Herzen alles Gute und dass das nächste Jahr besser wird als 2020.
Liebe Grüße