Zuletzt aktualisiert am 31. Dezember 2016 um 14:47

Wie war das eigentlich früher, als Kind, in den Ferien. Wie sind wir damals gereist, wo und wie haben wir zu der Zeit Urlaub gemacht. Was hat uns das Reisen gebracht, hat es uns etwas für das Leben mit gegeben?

Ich habe den Beitrag gerade mal ein wenig aufgefrischt und ein wenig ergänzt für die tolle Blogparade von family4treavel

Die ganz frühen Jahre

Ich hatte zweifelsohne das Glück in einem Elternhaus aufzuwachsen, wo das regelmäßige Reisen ein fester Bestandteil war. Ganz früh ging es schon nach Mallorca und nach Rumänien an die Küste. Leider habe ich da weder Erinnerungen dran, noch ein Foto hier rum liegen. 

Das erste richtige Bild was ich hier gefunden habe ist von einem Ausflug in die Eifel. Da war der Kleine 3 Jahre alt.

In der Eifel - natürlich im Regen

In der Eifel – natürlich im Regen

Später ging es dann nach Holland an den Strand, ich glaube es war in Wassenaar in Südholland. Schöne mit Mama und Papa am Strand, damals war ja noch richtig Sommer. Und Quallen gab es, eine ganze Menge sogar. Wir haben die als Kinder dann in Eimern gesammelt, sehr zur Begeisterung meiner Eltern, wenn wir mit dem vollen Eimer ankamen. 

Am Strand von Wassenaar

Am Strand von Wassenaar

Und natürlich durfte auch der Urlaub auf dem Bauernhof nicht fehlen. So richtig mit Kühen, Schweinen und einem Traktor. Hier habe ich persönlich aber einen Bezug zum Landleben, den Tieren und der Natur bekommen. Als reines Großstadtkind waren Kühe ja fast so exotisch, dass man sie im Zoo erwartete.

Auf dem Bauernhof in Todtnauberg (Schwarzwald)

Auf dem Bauernhof in Todtnauberg (Schwarzwald)

 

Prägende Reisen

Etwas später folgten dann zwei Reisen, die mächtig Eindruck hinterlassen haben.

Meine Patentante stammt gebürtig aus dem Banat in Rumänien. Nach den Kriegswirren hat sich ihre Verwandtschaft in alle Himmelsrichtungen verteilt. Einige blieben in Rumänien, andere gingen nach Ungarn, ein Onkel nach Australien und meine Tante kam nach der russischen Kriegsgefangenschaft nach Deutschland.

Einmal im Jahr ging es dann auf Verwandtenbesuch – und auf zwei Reisen durfte ich dabei sein. Bei der ersten Reise ging es nach Rumänien – und das hat mächtig Eindruck hinterlassen. Gewohnt an westliche Standards kam ich damals in ein Land wo tiefster Kommunismus herrschte und gerade auf dem Land auch tiefe Armut. Wir wurden von den Verwandten dort aufgenommen und in der folgenden Woche durch das ganze Dorf gereicht. Überall Essen und Trinken – bis zum „geht nicht mehr“. Dabei hatten die Leute dort selber kaum etwas, die wenigen Haustiere wurden geschlachtet um den Besuch aus dem Westen satt zu bekommen. Elektrischer Strom – ja, den gab es, so zwei bis drei Stunden am Abend. Toilette? Ja, im Garten im Häusschen (Loch im Boden – Brett drüber – fertig).

Familienfoto mit dem reichen Onkel aus Australien

Familienfoto mit dem reichen Onkel aus Australien

Ein Jahr später ging es dann nach Ungarn, wo auch ein Teil der Verwandtschaft heimisch geworden war. 50 Kilometer südlich vom Plattensee, in einem kleinen Dorf wohnten wir eine Woche – zusammen mit dem Onkel aus Australien, der zu der Zeit auch dort war. Im Vergleich zu Ungarn war es aber schon recht luxuriös. Es gab schon eine richtige Toilette im Haus, mit Wasserspülung – wie uns ganz stolz gezeigt wurde. Das Essen war der Knaller aber besser noch war der Wein vom eigenen Anbau. Aber auch in Ungarn wurde man mal wieder geerdet. Der heimische Lebensstandard hatte plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

Diese beiden Reisen haben mir in jungen Jahren mal gezeigt, wie verdammt gut es einem zu Hause ging, in welchem privilegierten Luxus wir leben dürfen.

Die ersten Roadtrips waren Watertrips

Irgendwann kamen meine Eltern, zusammen mit ihren Freunden, auf eine tolle Idee. Man könnte doch in Holland mal ein Boot mieten und zusammen mit den Kindern dort Urlaub auf dem Schiff machen.

Ein Boot in Holland

Ein Boot in Holland – das erste war der Countryman

Es folgten ein paar Jahre, wir wir zu sechst auf den Flüssen und Sehen im holländischen Friesland unterwegs waren. Das waren wunderbare Urlaube. Den ganzen Tag mit dem Boot unterwegs, am Abend dann irgendwo an einer Wiese angelegt, Grill raus und relaxen. Schwimmen konnte man direkt im Fluß, Fußball spielen auf der Wiese, zwischen den Kühen. 

Grill an!

Grill an!

Vielleicht sind die Urlaube auf dem Schiff schuld daran, das mir das Reisen mit dem Wohnmobil heute so gut gefällt. Im Grunde ist es das gleiche, man schafft nur mehr Strecke und nachts wackelt es nicht so.

Dies ist das Thema einer Blogparade, welche auf dem Lars.Friedrich.Blog gestartet wurde. Ich finde die Idee mal so richtig klasse. Eine schöne Motivation mal durch die alten Fotos und Erinnerungen zu wühlen.

Das waren mal ein paar Eindrücke von den Reisen meiner Kindheit. Für Fragen, Anregungen einfach einen Kommentar hinterlassen!

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Wir sind es, Melanie und Thomas. Zwei Reisesüchtige in den besten Jahren, wie man das neuerdings so sagt, also das mit den Jahren. Wenn wir mal nicht reisen, verdienen wir unser Geld zum Reisen und fotografieren uns an den Wochenenden durch die nähere Umgebung. Dabei lieben wir Zoos oder andere Sehenswürdigkeiten rund um unseren schönen, geliebten Ruhrpott.

Melanie und Thomas auf Reisen