Radtour: Zechen und Ruhrtal

E-Bike Tour: Zechen und Ruhrtal im westlichen Ruhrgebiet

Kategorie: E-Bike Blog

Veröffentlicht: 9. August 2020

Aktualisiert: 23. Oktober 2020

Kommentare: 2 Comments

Autor: Thomas Jansen

Diese E-Bike-Tour ging zu den Zechen im westlichen Ruhrgebiet und zurück durch das wunderschöne Ruhrtal. Geplant waren 60 Kilometer, am Ende waren es 90. Wie konnte das denn passieren? Nunja, eine spontane Tourerweiterung war schuld. Am Ende war es eine sehr schöne Tour, auch wenn diese mit einem morgendlichen Defekt startete.

Sonntags, 7:00 Uhr, Zeit für eine Radtour

Vorab, ich bin die Tour allein gefahren. Daher versuch ich den Bericht mal in der Ich-Version zu schreiben. Mal schauen, wir oft ich ein „wir“ wegmachen muss.

Wieso war ich denn ohne Melli unterwegs. Nun, sie fährt gerne Rad. Aber so 30-40 Kilometer, in Ausnahmen mal 50, das ist ihr genug. Dazu kommt, dass sie sonntags gerne ausschläft, lange, sehr lange. Die Zeit habe ich sonst genutzt um am Blog zu basteln oder andere Dinge am Rechner zu machen. Nur, seit wir die E-Bikes haben, nutze ich die Zeit lieber für längere Radtouren. Und so langsam taste ich mich an das Machbare heran.

Für den heutigen Sonntag waren extrem heiße Temperaturen angesagt. Also hatte ich mir den Wecker auf 6:00 Uhr gestellt, um frühzeitig los zu kommen. Ein Kaffee vorab musste aber sein, sonst wäre ich unfallfrei nirgendwo angekommen.

Abschnitt 1 – Hexbachtal – Zauberlehrling – CentrO

Um 7 Uhr ging es dann los, auf die erste Etappe, durch das Hexbachtal, am Zauberlehrling vorbei bis zum CentrO.

Naja, genaugenommen bin ich erst mal nur bis zum Einstieg ins Hexbachtal gekommen und dort verabschiedete sich meine Tasche am Gepäckträger. Kamera, Ersatzakku fürs E-Bike, 5 Flaschen Getränke und ein wenig Kleinzeug waren wohl ein wenig zu viel für die Halterungen der Tasche. Eine davon ist gepflegt abgebrochen. Zum Glück ist die Tasche nicht runtergefallen und nichts kaputt gegangen, weder in der Tasche noch am Rad.

Ich habe die Tasche dann auf den Gepäckträger gepackt und das hielt dann auch die restliche Tour. Glück gehabt.

Hexbachtal

Hexbachtal

Zauberlehrling

Zauberlehrling

Gasometer am CentrO - EInstieg in den Olga-Radweg

Gasometer am CentrO – EInstieg in den Olga-Radweg

Am CentrO ging es dann über den Rhein-Herne-Kanal mit einem schönen Blick auf den Gasometer.

Abschnitt 2 – Olga bis Bottrop – Tetraeder und Skihalle

Der zweite Abschnitt führte dann über den Olga-Radweg, an dem Gelände der alten Landesgartenschau vorbei bis ins nördliche Bottrop. Hier hatte ich einen schönen, morgendlichen Blick auf den Tetraeder und auf die Skihalle in Bottrop. Dieser Abschnitt führte über einige Radwege, mehr oder weniger gut ausgebaut. Zwischendurch war es ein wenig eng, da aber kaum andere Menschen unterwegs waren, war es kein Problem.

Förderturm im Olga-Park

Förderturm im Olga-Park

Morgendlicher Blick auf den Tetraeder im Gegenlicht

Morgendlicher Blick auf den Tetraeder im Gegenlicht

Skihalle Bottrop - natürlich auch auf einer Halde gebaut

Skihalle Bottrop – natürlich auch auf einer Halde gebaut

Radweg Brücke am Tetraeder

Radweg Brücke am Tetraeder

Abschnitt 3 – zur Zeche Nordstern

Das nächste Ziel war der Nordsternpark in Gelsenkirchen. Rund um die ehemalige Zeche ist ein toller Park entstanden. Der Weg dahin führte zum Teil über Radwege, einige Abschnitte gingen auch über kleinere Straßen. Sonntagmorgen war hier aber fast kein Autoverkehr, das war kein Problem und stresslos fahrbar. Dabei fuhr man durch schöne alte Zechensiedlungen.

Nordsternpark

Nordsternpark

Denkmal im Nordsternpark

Denkmal im Nordsternpark

Rad-/Fußgängerbrücke im Nordsternpark

Rad-/Fußgängerbrücke im Nordsternpark

Abschnitt 4 – zur Zeche Zollverein

Wieder ging es weiter, über Radwege, durch Parks und über öffentliche Straßen. Vorbei an Zechenhäusern und Bausünden aus den 70er-Jahren, die heute eher den Eindruck von sozialen Brennpunkten machen. Aber, auch das ist Ruhrpott. Ziel war die Zeche Zollverein. Das könnt ihr glauben oder nicht, da war ich/wir noch nie. Aber nach einem kurzen Einblick war klar, da fahren wir in den nächsten Tagen noch mal hin, zum fotografieren. Im Rahmen der Radtour war nur Zeit für ein paar wenige Eindrücke, es standen ja noch ein paar Kilometer auf dem Navi.

Zeche Zollverein

Zeche Zollverein

Alte Gleise auf dem Zechengelände

Alte Gleise auf dem Zechengelände

Alte Förder- und Verladeanlage

Alte Förder- und Verladeanlage

Zeche Zollverein Schacht 3/7/10 - etwas abseit gelegen

Zeche Zollverein Schacht 3/7/10 – etwas abseit gelegen

Abschnitt 5 – auf zum Ruhrtal und zurück nach Hause

Nun ging es über den Radwanderweg Zollvereinweg bis nach Essen-Leithe (den Ortsteil hatte ich vorher noch nie gehört). Nun folgten ein paar Wege durch den Ort, Richtig Steele und ein paar Radwege, bis ich an der Ruhr ankam. Dieser Abschnitt war ein wenig bergiger, Steele halt.

Eigentlich war es ab hier geplant, den Radweg entlang der Ruhr zu fahren, dann in den Gruga-Radweg abzubiegen und dann über den Radschnellweg nach Hause zu fahren. Dann wären es rund 60 Kilometer gewesen. Nur, das Wetter war „besser“, wie es angesagt war. Statt der angekündigten Bullenhitze bei blauem Himmel war es bedeckt und einfach nur warm.

Also hatte ich die spontane Idee, nicht den Grugaweg zu fahren, sondern schön am Baldeneysee entlang und dann über Essen-Werden und Kettwig nach Hause zu radeln. Dass das am Ende 30 Kilometer mehr waren, hatte ich so nicht im Kopf. Ein Problem war es aber keineswegs. Die Strecke ist megaflach und lässt sich sehr entspannt radeln.

Baldeneysee in Essen

Baldeneysee in Essen

Blick auf die Ruhr zwischen Werden und Kettwig

Blick auf die Ruhr zwischen Werden und Kettwig

Essen-Kettwig

Essen-Kettwig

Fazit: Lang, abwechslungsreich und spannend

Am Ende war es eine sehr abwechslungsreiche, spannende und lange Tour. Zwischendurch musste ich an die Beratung im Fahrradladen denken. Der Akku würde, bei mir und meinem Gewicht, zwischen 80 und 110 Kilometer reichen, bei normalen, hügeligen Ruhrpottstrecken. „So eine weite Strecke fällt mir im Traum nicht ein“ – das war meine Reaktion. Nunja, ich kann jetzt sagen, der Akku hält exakt 82,4 Kilometer bis er komplett leer ist und ich sage niemals mehr Nie. Zum Glück hatte ich den Akku von Mellis E-Bike als Reserve eingepackt.

Mit dem Wissen, dass 90 Kilometer kein Problem sind (und ich war nicht am Ende, es hätten ruhig noch 20 Kilometer mehr sein können), öffnen sich für weitere Routenplanungen ganz neue Perspektiven.

Nachfolgend findet Ihr noch alle Daten zur Tour. Bei Fragen oder Anregungen, schreibt doch unten einfach einen Kommentar.