Unsere vergangene USA-Reise war unsere erste Reise als Dampfer. Dabei mussten wir einige Dinge beachten, die uns als Raucher nicht betroffen haben. Wie verhält es sich mit den E-Zigaretten im Flugzeug, wie und wo bekommen wir unterwegs ausreichend Akkus geladen und weitere Dinge. Unserer Erfahrungen fassen wir mal hier zusammen.

Vorbereitung der Reise mit der E-Zigarette

Informiert Euch über das Dampfen im Zielland

Viele Länder, viele Gesetze und Vorschriften. Das gilt leider auch für die E-Zigarette. Von sehr liberalen Regelungen bis zum Totalverbot von E-Zigaretten ist alles dabei und das ändert sich auch noch ständig in den einzelnen Ländern. Auch innerhalb der EU, wo es eigentlich das Ziel war eine einheitliche Regelung zu treffen, gibt es unterschiedliche Vorschriften. Hier mal ein paar Beispiele, für die beliebtesten Urlaubsländer:

Ein paar Regelungen aus Europa:

  • Deutschland: E-Zigaretten unterliegen zwar nicht dem Nichtraucherschutzgesetz, trotzdem werden die E-Zigaretten meist wie normale Zigaretten behandelt. Da wo das Rauchen erlaubt ist, kann auch gedampft werden. Der Verkauf von Liquids und besonders von Nikotin ist zwar gesetzlich reglementiert aber man bekommst alles was man brauch in den vielen Dampfershops oder in Onlineshops.
  • England: Das Dampferparadies schlechthin. Da das Dampfen auch von der britischen Regierung als Ausstieg vom Rauchen gefördert wird, gibt es hier keinerlei Einschränkungen. 
  • Italien: Das Dampfen ist grundsätzlich überall erlaubt, es sei denn, Kinder sind anwesend. Dann droht Dampfern ein empfindliches Bußgeld.
  • Spanien: E-Zigaretten können frei genutzt werden, an Orten wo das Rauchen verboten ist, ist meistens auch das Dampfen verboten.
  • Türkei: Das Dampfen von E-Zigaretten ist erlaubt. Der Verkauf von Liquids ist allerdings verboten.

Regelungen weltweit:

  • Dominikanische Republik: Das Dampfen ist grundsätzlich erlaubt, auch der Import von Geräten und Liquids. Der Verkauf von nikotinhaltigen Liquids ist verboten.
  • Japan: Dampfen ist erlaubt. Der Import, Verkauf und Besitz von nikotinhaltigen Liquids ist aber verboten.
  • Kanada: Generell ist das Dampfen in ganz Kanada erlaubt. In einigen Provinzen ist es aber stark eingeschränkt bzw. der Verkauf von Liquids und Nikotin.
  • Thailand: Das Benutzen von E-Zigaretten ist in Thailand verboten, ebenso der Import von Geräten und Liquids.
  • USA: Das Dampfen ist in den meisten Bundesstaaten erlaubt, in einigen wenigen aber verboten oder stark reglementiert.
  • Vereinigte Arabische Emirate: E-Zigaretten sind hier generell verboten. (Das soll 2019 aber geändert werden.)

Das sind nur ein paar Beispiele, die zeigen sollen, wie unterschiedlich die Regelungen zum Dampfen in den verschiedenen Ländern sind. Informiert Euch also vorher, wie das im Urlaubsland aussieht um unnötigen Ärger zu vermeiden. Denkt auch daran, dass ihr vielleicht in ein Zielland reist wo das Dampfen erlaubt ist ihr aber einen Zwischenstopp in einem Land macht, wo es komplett verboten ist. Auch hier droht dann die Gefahr, Ärger zu bekommen.

Eine tolle Übersicht über viele Länder und das Dampfen findet Ihr bei Artajo.

Hinweis für alle Dampf- und Rauchgegner

Da es ja immer wieder zu Kommentaren kommt, die beste Lösung wäre es weder zu dampfen noch zu rauchen… Jaaa, das wissen wir! Es gibt aber viele Menschen, die können oder wollen nicht komplett auf ein Genussmittel verzichten. Und für diese Menschen berichten wir über das Thema Dampfen. 

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Auswahl des Reiselandes

Mit den Informationen könnt ihr dann überlegen, ob ein Urlaub in dem entsprechenden Land für Euch sinnvoll ist. Für uns ist im Moment Thailand kein Option. Wir gewöhnen uns doch nicht das Rauchen ab, sind glücklich mit dem Dampfen als Genussmittel und fahren dann in ein Land, was uns wieder zur Zigarette zwingt oder wir in den Knast kommen können, wenn man doch dampft.

Und nein, wir hören es schon, ganz aufhören wollen wir nicht und schon gar nicht erzwungen um Urlaub.

Welche E-Zigarette(n) auf die Reise mitnehmen?

Vor der Reise in die USA standen wir dann vor der Frage, welche E-Zigaretten nehmen wir eigentlich mit? Am Ende hat uns folgendes Setup begleitet:

Haben wir das alles gebraucht? Nö! 

Im Urlaub hat Thomas nur einen Pico Akkuträger und einen Crown 4 Verdampfer genutzt. Die beiden anderen Geräte dienten nur zum Ersatz, falls mal was kaputten gegangen wäre. Die Ersatzcoils haben wir auch nicht benötigt. Vor der Reise hat Thomas noch neue Coils in die Verdampfer gesetzt und die halten ja locker zwei Wochen durch.

In dem Crown 4 wurde dann auch nur das Cappuccinoeis-Liquid gedampft. Das ist sowieso das All-Day-Liquid von Thomas. 

Im Nautilus kam das Tabak Nikotinsalz mit der höhere Nikotin-Dosierung zum Einsatz. Das kam bei starkem Schmacht zum Einsatz oder wenn mal ein anderer Geschmack benötigt wurde. Vorteil beim Nautilus ist, dass er weniger Liquid verbraucht, da er Mouth-to-Lung gedampft wird. Auch die Wolken sind deutlich dezenter als beim Crown-Verdampfer. Mit ein wenig Geschick schafft man es auch, fast keine Wolken zu produzieren und trotzdem zu dampfen.

Das Ladegerät war natürlich über Nacht immer im Dauereinsatz. Der iStick Pico mit dem Crown 4 zieht sich über einen ganzen Tag schon mal zwei 21700er Akkus durch. Diese konnten wir problemlos über Nacht im Hotelzimmer wieder aufladen. Zur Not hätten wir die Akkus über Tag auch im Auto, am USB-Anschluss mit dem Ladegerät wieder aufladen können.

Für die nächste anstehende Reise, nach Namibia, werden wir wohl ein ähnliches Setup mitnehmen. Die Anzahl der Ersatzcoils werden wir wohl verringern. Ebenso werden wir das zweite Liquid wohl zu Hause lassen. Mengenmäßig ist Thomas mit den 120ml gut über die 8 Tage gekommen, der Verbrauch lag etwa bei 80-90 Millilitern plus ca. 20 Milliliter vom Nikotinsalz.

Flugreisen mit der E-Zigarette

Vor einer Flugreise mit E-Zigaretten gibt es ein paar Dinge zu beachten. Ganz besonders geht es hier um die Vorschriften, was ins Handgepäck darf und was nicht.

Was kommt ins Handgepäck?

In das Handgepäck müssen unbedingt die Akkus und Akkuträger, die einen fest verbauten Akku haben, wie die Nautilus AIO. Geräte und Akkus auf LI-IO-Basis dürfen auf keinen Fall im Koffer transportiert werden. Legt die Akkus aber auf keinen Fall lose ins Handgepäck. Schnell kann es dann zu einem Kurzschluss kommen, ausgelöst durch andere Metallteile im Handgepäck, und die Akkus können entgasen. Das wird sehr warm und riecht ganz übel – das möchte man im Flugzeug nicht erleben. Es gibt sehr günstige Transportboxen für die Akkus, diese sollte man generell für den Transport von Akkus nutzen.

Für unterwegs hatten wir uns zwei 10ml-Fläschen fertig gemacht. Eines mit dem Cappuccinoeis- und eines mit dem Nikotonsalz-Liquid. Diese beiden Fläschchen haben wir dann in dem vorgeschriebenen ZIP-Beutel für Flüssigkeiten im Handgepäck transportiert.

Was kommt in den Koffer?

Im Koffer hatten wir die Liquidvorräte, die Ersatzakkuträger (ohne Akkus), die Ersatzcoils, das Ladegerät und den Ersatzverdampfer.

Die Liquid-Vorräte in 120ml Flaschen haben wir in einer geschlossenen Box transportiert und die Flaschen noch in Küchenrolle eingerollt, falls mal was auslaufen sollte. Das ist aber nicht passiert und da die Box gut zwischen den Anziehsachen gepolstert war, sind die Liquids unbeschadet angekommen.

Dampfen am Flughafen

Generell ist es so, dass das Dampfen am Flughafen nur in den Raucherbereichen erlaubt ist. Wir kennen zumindest keinen Airport, wo das anders geregelt ist. So waren wir in Frankfurt am Airport in den Raucherräumen, welche auch nach der Sicherheitskontrolle noch überall zu finden sind und konnten da in Ruhe dampfen.

Beim Rückflug ab Newark war das ein wenig schwieriger. An dem New Yorker Flughafen gibt es nach der Sicherheitskontrolle keine Raucherbereiche. Hier haben wir dann den letzten Gang in den Restroom genutzt, um noch einmal die Sucht zu stillen. Ja, das ist verboten – keine Frage. Aber hier hat die Nautilus AIO aufgetrumpft – fast kein Dampf und somit auch kein Geruch. Achtet trotzdem darauf, dass nicht gerade über Eurer Kabine ein Rauchmelder hängt. 

Wir haben in New York einige Dampfer gesehen, die „heimlich“ im normalen Wartebereich an ihren E-Zigaretten genuckelt haben. Davon würden wir dringend abraten. Wenn sich da ein anderer Passagier (zurecht) durch gestört fühlt, dann gibt es, ebenfalls zurecht, richtig Ärger.

E-Zigaretten im Flugzeug

Im Flugzeug wird weder geraucht noch gedampft. Punkt!

Wir lesen immer wieder im Netz, wie einige Helden meinen, och das merkt doch keiner, wenn ich im Flieger mit wenig Dampf vor mich hin dampfe. Stimmt, kann man machen – aber wehe es merkt doch einer. Dann gibt es richtig Ärger und teuer wird es auch noch. Daher, lasst es einfach. Auch Thomas fällt das nicht leicht, 8-12 Stunden ohne Dampfe/Zigarette sind wirklich eine Herausforderung. Aber nichts, wirklich gar nichts kann das Dampfen im Flieger rechtfertigen. Es ist halt einfach verboten!

Noch ein Tipp: Leert entweder die Tanks Eurer E-Zigaretten vor einem Flug komplett oder befüllt die randvoll, sodass keine Luft mehr im Tank ist. Denn diese Luft dehnt sich durch die Druckunterschiede im Flieger aus und die E-Zigaretten können auslaufen. Das ist dann eine riesige Sauerei im Handgepäck. Wir hatten unsere E-Zigaretten am Airport komplett geleert und danach noch in eine Stück Küchenrolle eingewickelt. Das war dann kein Problem. In New York angekommen, haben wir die dann neu befüllt und konnten direkt los dampfen.

Dampfen im Urlaubsland

Dampfen in der Öffentlichkeit

Wir haben es in den USA und Kanada so gehalten, wie wir es auch beim Rauchen schon gemacht haben. Wo andere geraucht/gedampft haben, da haben wir es auch gemacht. Und das hat prima funktioniert, Ärger oder doofe Sprüche haben wir nicht bekommen. Wo das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten war, haben wir auch nicht gedampft. 

Vorweg: Die nachfolgenden Punkte sollen keine Aufforderung sein, in Hotels oder Mietwagen zu dampfen. Beides ist schlicht und ergreifend verboten. Wir beschreiben nur, wie wir es machen – im vollen Bewusstsein ggf. eine Strafzahlung oder eine Reinigungsgebühr zu bezahlen.

Dampfen im Hotel

Beim Dampfen im Hotel sind wir ein wenig liberaler als beim Flugzeug. Natürlich unterschreibt man, gerade in den USA, dass es ein Nichtraucherzimmer ist und man viel Strafe zahlen muss, wenn man trotzdem in dem Zimmer raucht. Nur, vom „vaping“ stand da nichts – und das wird in den USA oft als zusätzliches Verbot in der Öffentlichkeit genannt. Wenn das beim Hotel also nicht explizit dabei steht… ;-)

Trotzdem sollte man es nicht übertreiben. Fenster auf und auf den Rauchmelder aufpassen, sollte selbstverständlich sein. Einen Feuerwehreinsatz, den man durch das Dampfen ausgelöst hat, möchte man nicht bezahlen. Kleiner Tipp: Im Badezimmer gibt es meistens keinen Rauchmelder.

Und wenn man da dampft, dann nehmt ein fruchtiges Liquid, etwas gut riechendes. Dann kann man zur Not auch sagen, das ist mein Duschgel, Deo oder sonst was. Ein Tabak-Liquid in einem Nichtraucherbereich zu dampfen ist irgendwie, sagen wir mal, dumm.

Dampfen im Mietwagen

Wir hören schon den nächsten Aufschrei – ja wir sind schlechte Menschen – wenn wir sagen, Fenster auf und VapeOn!

Ne, mal ganz ehrlich, wir haben auch immer in unseren Mietwagen geraucht, wenn Not am Mann war. Bei Regen draußen rauchen, ochnööö. Daher zierte unsere Mietwagen immer ein hübschen Duftbäumchen, spätestens drei Tage vor der Rückgabe, und auch eine Dose Waldluft war schon im Einsatz. Und Ärger haben wir deswegen, in mehr als 30 Reisen, nie bekommen. Ganz besonders nicht, wenn die Mitarbeiter bei der Rückgabe sich mit brennender Fluppe in den Wagen gesetzt haben um den Kilometerstand abzulesen. Und ja, das haben wir mehr als einmal gesehen.

Und beim Dampfen haben wir nun auf die Waldluft und den Duftbaum verzichtet. Das war auch nicht notwendig, im Auto roch es nicht nach Qualm, totem Esel oder anderen unangenehmen Dingen. Und auch hier war es kein Problem bei der Rückgabe.

Liquids ohne Aroma

Wir haben im Netz öfters den Tipp gefunden, in Hotels, Mietwagen usw. Liquids ohne Aroma zu dampfen. Einerseits ist das logisch, keine Aroma, keinerlei Geruch. Das wird also niemals jemand merken, am Ende produziert man nur Wasserdampf. Wir selber haben so ein Liquid ohne Aroma mal getestet – neee, das ist nichts. Irgendwie gehört das Geschmackserlebnis ja zum Sinn des Dampfens. 

Dampfzubehör im Urlaubsland kaufen

Wir waren in den USA in zwei Dampfershops und haben uns da mal umgesehen. Und bei den Preisen haben wir uns auf den Hintern gesetzt. Beispiel: Ein Crown 3 Verdampfer sollte da schlanke 69 US$ (ca. 61 EUR) kosten – hier kostet der irgendwas um 35 EUR. Auch die Pods für die MyBlu, 18 US$ (ca. 16 EUR) für ein Zweierpack, welches bei uns 6,99 EUR kommt. Da war uns schnell klar, hier kaufen wir nix.

Das ist jetzt natürlich nur ein kleiner Eindruck, mitten aus New York. Es kann sein, dass es in anderen Teilen der USA preislich besser aussieht. 

Wenn es Dampfershops im Urlaubsland gibt, lohnt es sich aber immer mal da reinzuschauen. Vielleicht entdeckt man Aromen oder Liquids, die es bei uns nicht gibt, günstige Geräte oder anderes Zubehör. Bedenkt aber bei den Liquids, dass diese im Ausland nicht unbedingt den hohen deutschen Anforderungen entsprechen müssen, was die Inhalte und die Zusammensetzung angeht. Bei der Hardware achtet darauf, ob es sich wirklich im originale Geräte oder „billige“ Kopien handelt. Ganz besondere Vorsicht lasst bei Akkus walten, kauft diese nur von vertrauensvollen Händlern.

Ein wenig neidisch waren wir auf die 1-Literflaschen Basis, mit sehr hohen Nikotindosen zum Mischen. Leider ist bei uns in Deutschland auch die Einfuhr dieser Basen verboten, sonst wären wir dabei wohl schwach geworden.

Das waren unsere Erfahrungen und Tipps nach dem ersten Urlaub als Dampfer. Habt ihr noch Anmerkungen oder Fragen zu dem Thema? Dann schreibt uns gerne einen Kommentar.

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