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Ein NASCAR-Rennen in den USA besuchen

Nascar Rennen in den USA

Nach unserer zurück liegenden NASCAR Tour bekamen wir einige Anfragen, was denn alles bei einem Besuch eines NASCAR-Rennens zu beachten ist. Wo bekommt  man Eintrittskarten, welche Rennstrecken gibt es, wann sind die Rennen, wie läuft so ein Renntag eigentlich ab, was darf man mit zu Rennstrecke bringen und noch viele Fragen mehr. Es ist also Zeit, für einen etwas längeren Beitrag, um all diese Fragen zu beantworten.

Was ist Nascar eigentlich?

Der Begriff NASCAR steht wörtlich für die National Association for Stock Car Auto Racing, also ein amerikanischer Motorsportverband. Stock Cars sind einfache Serienautos, mit denen Rennen gefahren werden. Ursprünglich wurden die Rennen tatsächlich mit ganz normalen, getunten Autos gefahren, welche dann am Montag nach dem Rennen im Laden gekauft werden konnten. Daher kommt auch der Spruch „Win on sunday, buy on monday“, den die Fahrzeughersteller in den frühen Jahren der Rennserie kreierten, als diese anfingen mit eigenen Werksteams in diesen Motorsport zu investieren.

Heute sehen die Fahrzeuge immer noch aus, wie aufgemotzte Serienfahrzeuge. Das ist aber nur der äußere Eindruck. In Wahrheit ist es nur eine Tourenwagen-Silhouetten über einen Gitterrohrrahmen, der da zum Einsatz kommt. Diese Fahrzeuge und die eingesetzte Technik ist sehr stark reglementiert, allerdings auf recht einfachem Niveau. Somit sind die Fahrzeuge bei einem Rennen leistungstechnisch sehr dicht beieinander, was die Sache sehr spannend macht.

Und eben diese Spannung macht den Reiz eines Nascar Rennens aus. Sehr oft weiß man eine Runde vor dem Rennende nicht, wer jetzt gewinnen wird.

Entstanden ist der Nascar-Sport übrigens während der Prohibition in den Vereinigten Staaten. Damals lieferten sich Alkoholschmuggler (Bootlegger), mit aufgemotzten Fahrzeugen, nachts wilde Jagden mit der Polizei. Und nur die schnellsten landeten nicht im Knast, sondern kamen bei ihren Kunden an. Wenn mal nicht geschmuggelt wurde, haben diese Bootlegger an den Wochenenden Rennen untereinander gefahren. 1938 kam man auf die Idee, so ein Rennen am Strand von Daytona zu fahren. Aus dieser Idee wuchs dann nach dem zweiten Weltkrieg die Szene und am Ende wurde die National Association for Stock Car Auto Racing gegründet – NASCAR. Das erste offizielle Rennen wurde dann am 19. Juni 1949 auf dem Charlotte Speedway in North Carolina gefahren.

Nascar Hall of Fame
Nascar Hall of Fame

Heute zählt die NASCAR Rennserie zu einer der erfolgreichsten der Welt. In den USA ist die Rennserie sowieso die wichtigste Motorsportveranstaltung aber auch in der restlichen Welt erfreut sich das einfache Konzept immer größerer Beliebtheit.

Das war jetzt eine Kurzfassung der NASCAR-Geschichte. Wer mehr über die Geschichte und die Entwicklung wissen möchte, dem empfehlen wir das Buch Das Phänomen NASCAR* von Pete Fink.

Welche Rennserien gibt es beim NASCAR?

Es gibt viel mehr NASCAR-Serien auf der Welt, als nur die drei Topligen in den USA. Es gibt eine kanadische Serie, eine sehr große mexikanische Serie, in Australien wird NASCAR gefahren und auch in Europa. Bei uns hier ist es die NASCAR Wheelen Euro Series, welche seit 2012 offiziell zur NASCAR-Familie gehört. Wer also mal ein Rennen hier in Europa sehen will, auch das ist möglich. Wir empfehlen dafür die Rennstrecke im niederländischen Venray, die ein kleines Oval nach amerikanischem Vorbild ist und wirklich NASCAR-Feeling ermöglicht.

Autos gucken in der Fanzone
Fahrzeug der Truck Serie

Für unseren Bericht hier möchten wir uns aber auf die amerikanischen Top-Serien beschränken. Wenn Ihr ein Rennwochenende in den USA besucht, werdet ihr dort bis zu 3 Serien an der Rennstrecke erleben.

  • Monster Energy NASCAR Cup Series (Sprint Cup Series bis 2016)
  • Xfinity Series
  • Camping World Truck Series

Die Camping World Truck Series ist die 3. Liga beim NASCAR. Hier fahren viele Nachwuchsfahrer aber auch alte Hasen mit Pickups über die Rennstrecken. Die zweite Liga ist die Xfinity Series, die etwas andere Fahrzeuge und etwas geringere Leistung bietet, als die Fahrzeuge der Elite-Liga. Auch diese Serie dient jungen Nachwuchsfahrern als Sprungbrett in die erste Liga, der Monster Energy NASCAR Cup Series. Hier trifft sich dann die Elite der NASCAR Piloten. Die Serie hieß übrigens bis zum 31.12.2016 Sprint Cup Series. Zum Jahrenbeginn 2017 wurde nun der Namenssponsor der Serie geändert.

Wenn ihr ein Rennwochenende beim NASCAR besucht, könnt ihr unter Umständen alle 3 Serien an einem Wochenende erleben. Das hängt aber vom Rennkalender ab. Bei einigen Rennen sehr ihr nur 2 der Serien, also die Cup Serie und eine der beiden Nachwuchsserien. An wenigen Rennwochenende ist die  Monster Energy NASCAR Cup Series auch nur alleine auf einer Rennstrecke zu sehen.

Welche Rennstrecken gibt es?

Martinsville Speedway
Short Track Martinsville Speedway

Typisch für den NASCAR-Sport sind natürlich die ovalen Rennstrecken. Aber auch hierbei gibt es unterschiedliche Typen und es gibt auch Rundkurse, wo die Fahrer auch mal nach rechts lenken müssen. Generell kann man folgende Streckenarten unterscheiden.

  • Rundkurse
  • Short Tracks
  • Speedway
  • Super Speedway

Rundkurse

Rundkurse sind Rennstrecken, wie wir sie hier in Europa auch kennen. Rechts- und Linkskurven, Curbs, mehr oder weniger große Auslaufzonen. Für Action ist hier beim Nascar auf jeden Fall gesorgt. Nachteil ist sicherlich, dass man als Zuschauer nicht die komplette Rennstrecke sehen kann.

Die Monster Energy NASCAR Cup Series fährt in einer Saison auf folgenden Rundkursen:

  • Sonoma Raceway (Sonoma – Kalifornien – 1 Rennen pro Saison – 102.000 Zuschauer)
  • Watkins Glenn (Watkins Glenn – New York – 1 Rennen pro Saison – 41.000 Zuschauer)

Short Tracks

Short Tracks sind extrem kurze Ovalrennstrecken, die kürzer als eine Meile sind. Auch hier ist oft eine Menge Blechschaden vorprogrammiert, wenn 40 irre Fahrer ihre 760-PS-Boliden über die Strecke heizen. Für die Zuschauen sind die Strecken, wie eigentlich alle Ovalrennstrecken, wunderbar geeignet. Ab einer gewissen Sitzhöhe auf den Tribünen kann die komplette Strecke gesehen werden.

Die Monster Energy NASCAR Cup Series fährt in einer Saison auf folgenden Short-Tracks:

Wie bei allen anderen Streckentypen gilt auch hier, jede Strecke ist anders, auch wenn es alles Short Tracks sind. Unterschiedliche Überhöhungen der Kurven, Radius der Kurven und die Breite der Rennstrecke sind ja überall unterschiedlich.

Speedway

Speedways sind die „Standard“-Rennstrecken bei der NASCAR. Zwischen einer und zwei Meilen lang, haben die Rennstrecken trotzdem alle einen unterschiedlichen Charakter. Auch hier kann die komplette Rennstrecke von den Zuschauern gesehen werden.

Die Monster Energy NASCAR Cup Series fährt in einer Saison auf folgenden Speedways:

Super Speedways

Die Super Speedways sind nochmal eine Klasse für sich und mindestens 2 Meilen lang. Aufgrund der Größe der Rennstrecken muss man schon recht weit oben auf den Tribünen sitzen um noch eine komplette Übersicht über die Strecke zu haben.

Die Monster Energy NASCAR Cup Series fährt in einer Saison auf folgenden Super Speedways:

Talladega und Daytona nehmen unter den Super Speedways nochmal eine Sonderstellung ein. Hier sieht man sogenannte Pulkrennen, wo alle 40 Fahrtzeuge versuchen im geschlossen Feld zu fahren, teilweise in 2 oder 3 Spuren parallel. Und das, ohne in den Kurven die Bremse auch nur zu berühren. Wer den Anschluss und somit dem Windschatten verliert, fällt gnadenlos zurück. Das Risiko bei dem Pulk ist aber, dass ein kleiner Fahrfehler einen Big One auslösen kann, also eine Massenkarambolage. Gerade zum Rennende, wenn jeder gewinnen will, passiert das nicht selten. Trotz der wahnsinnigen Geschwindigkeiten gehen diese oft sehr spektakulären Unfälle in den letzten Jahren meist sehr glimpflich aus. 

In Talladega und Daytona werden die Leistungen der Motoren bei den Rennen gedrosselt, da sonst Geschwindigkeiten erreicht würden, die aus Sicherheitsgründen keiner sehen will. Aber selbst mit den gedrosselten Maschinen werden noch Spitzengeschwindigkeiten von über 330 km/h erreicht, der Rundenschnitt liegt dabei bei fast 300 km/h!

Welche Rennstrecke ist die Richtige für einen Besuch?

Die Frage ist, wie so oft im Leben, nicht einfach zu beantworten. Wir selber haben Dover, also einen normalen Speedway und Martinsville, einen Short Track besucht. Beides hat uns gut gefallen, wobei Martinsville schon eine Klasse besser war. Auf dem Short Track ist immer Action angesagt und man ist nah dran am Geschehen. Dafür waren in Dover die Geschwindigkeiten höher und das Rennen nicht weniger spannend.

Bei den Short Track sind Martinsville und Bristol mit Sicherheit die spektakulären Rennstrecken. Besonders Bristol, mit einen rundum geschlossenen, steilen Tribünen ist auf jeden Fall eine Reise wert. 

Wir sagen es mal so, wer auf hohe Geschwindigkeiten steht, auf taktisches Fahren, der ist auf einem Super Speedway sicherlich gut aufgehoben. Wer etwas mehr Action mag, mit Rempeleien zwischen den Fahrzeugen, engen Kurven, dem wird es auf einem Short Track sehr gut gefallen. Die normalen Speedways liegen dann in der Mitte, zwischen den beiden anderen Varianten.

Für Freunde von Rennen, wo die Fahrer in beide Richtungen lenken müssen, der wird sich auf einem der beiden Rundkurse sehr wohl fühlen.

Terminplanung mit dem Rennkalender

NASCAR macht einem die Terminplanung für eine Reise zu einem Rennen recht einfach. Der Rennkalender für das folgende Jahr steht meistens schon im Herbst des Vorjahres fest. Dazu kommt, dass am Ablauf der Termine und an den Rennstrecken oft über Jahre nichts geändert wird. So kann ein Rennbesuch recht frühzeitig geplant werden. 

Bei der Monster Energy NASCAR Cup Series werden pro Saison 36 Meisterschaftsrennen gefahren. Bei den Rennstrecken, wo zwei Rennen im Jahr gefahren werden, ist meistens eines im Frühjahr und eines im Herbst.

Die letzten 10 Rennen sind der so genannte Chase. Die Amerikaner stehen ja auf Meisterschaften, welche durch ein Playoff-System entschieden werden. Die 12 besten Fahrer qualifizieren sich nach 26 Rennen für den Chase. Nur diese 10 können nun noch Meister werden. Nach jeweils 3 Rennen werden dann die schlechtesten 4 aus dem Chase geworfen. Am Ende, beim Finale in Homestead, stehen dann nur noch 4 Fahrer am Start, die in diesem Rennen die Meisterschauft ausfahren können. Meister ist dann am Ende des Rennens der von den 4 Fahrern, der als erstes über die Ziellinie kommt.

Die restlichen 36 Fahrer fahren natürlich auch alle Chase Rennen mit und wollen ebenfalls gewinnen (schon alleine wegen dem Preisgeld oder um die Meisterkandidaten zu ärgern). 

Dieses Chase System wurde bei seiner Einführung sehr kontrovers diskutiert. Inzwischen muss man sagen, der Erfolg gibt dem System recht. Vor der Einführung waren die letzten Rennen in einer Saison oft langweilig, weil ein Meister aufgrund seiner Punktzahlen frühzeitig fest stand. Das gibt es heute nicht mehr, es ist spannend bis zur letzten Runde der Saison.

Den aktuellen Rennkalender findet Ihr auf der offiziellen Nascar-Seite.

Bei der Planung eines Besuchs schaut einfach im Terminplan nach, wo in eurer geplanten Reisezeit welches Rennen ist. Für die Spannung empfehlen wir einen Besuch der letzten 10 Playoff Rennen. Da ist meistens noch ein wenig mehr Action als in den „normalen“ Rennen in der laufenden Saison.

Eintrittskarten und Preise

Rennstart
Blick aus Reihe 35 auf das Rennen

Eintrittskarten für die Rennen könnt ihr einfach über die Internetseiten der Rennstrecken bestellen. Die Preise für den Besuch eines NASCAR-Rennens sind durchaus moderat. Die Preise für ein komplettes Rennwochenende liegen dabei zwischen 70 und 150 US-Dollar für einen normalen Tribünenplatz. Natürlich sind nach oben kaum Grenzen gesetzt, wenn man Wert auf eine Loge mit Bewirtung und anderen Zusatzleistungen steht. Aber davon gegen wir jetzt mal nicht aus.

Solltet Ihr nur zum Freitagsrennen/-training oder zum Samstagsrennen wollen, dann bekommt man bereits Tickets zwischen 10 und 25 Dollar. 

Mittlerweile ist es auch in den USA so, dass die Kaufkraft nicht mehr das ist, was sie vor ein paar Jahren noch war. Daraus resultiert, dass eigentlich keines der Rennen mehr ausverkauft ist. Für die Freitags- und Samstagssessions bekommt man sowieso die Karten problemlos an der Tageskasse. Und auch bei den meisten Hauptrennen sind die Kassen geöffnet und es gibt zahlreiche Tickets im Angebot. Ausnahmen sind hierbei noch das erste Saisonrennen, die Daytona 500 und das Finale in Homestead. Für beide Renen würden wir auf jeden Fall empfehlen Tickets vorher zu kaufen. Die Ticket sind übrigens 6-12 Monate vorher zu bekommen. Das ist von Rennstrecke zu Rennstrecke verschieden.

Ein Vorteil hat der Online Kauf aber noch, man kann sich den Sitzplatz gezielt auswählen. Einige Rennstrecken bieten sogar eine virtuelle Simulation, in der man nachschauen kann, wie die Sicht von seinem Sitzplatz ist. Schaut bei der Ticketauswahl darauf, nicht zu tief zu sitzen. Denn dann könnt ihr ggf. nicht mehr die komplette Stecke sehen. So ab Reihe 30 (von unten) ist man aber auf der sicheren Seite und hat einen tollen Blick.

Auch die Tribüne kann sich beim Vorverkauf im Netz ausgesucht werden. Eher langweilig sind Plätze auf den Gegengraden der Strecken. Daher gibt es auf vielen Rennstrecken gar keine Sitzplätze dort. Wir nehmen gerne Plätze auf den Tribünen am Anfang oder Ende der Start- und Zielgeraden. Hier hat man einen sehr nahen Blick auf die erste bzw. die letzte Kurve der Strecke und auf die Einfahrt oder die Ausfahrt in die Boxengasse. Denn gerade die Action bei einem Boxenstop ist durchaus ein Hingucker.

Übernachtung am Rennwochenende

Eintrittskarten für ein Rennwochenende bekommt man, wie oben geschrieben, meistens noch kurzfristig oder sogar an der Tageskasse. Ganz anders sieht das aber mit Übernachtungsmöglichkeiten aus. Diese sind in den Orten, wo wie Rennen stattfinden, oft schon Monate im Voraus komplett ausgebucht oder nur noch zu utopischen Preisen zu bekommen.

Daher schaut euch ein wenig in der weiteren Region nach Übernachtungsplätzen um. In Dover waren wir 40 Meilen von der Rennstrecke entfernt in einem Hotel, zuletzt in Martinsville auch rund 30 Meilen entfernt. Dort haben wir ca, 10 Monate vor dem Rennen noch gute und bezahlbare Unterkünfte gefunden. Gerade bei kleineren Rennorten solltet ihr sehr frühzeitig nach Unterkünften schauen. In großen Städten wie Las Vegas oder Atlanta ist das Problem natürlich nicht so groß.

Da ihr vermutlich sowieso mit dem Mietwagen unterwegs seid, ist eine etwas weiter entfernte Unterkunft kein Problem. Und die An- / Abreise ist an den Rennstrecken sehr gut organisiert. Ebenso stehen ausreichend Parkplätze an den Strecken zur Verfügung. Fallt dabei nicht auf die kostenpflichtigen Privatparkplätze herein, die oft auf der Anreisestrecke angeboten werden. An den Rennstrecken ist es meistens billiger und man ist auch noch näher an der Strecke.

Eine Alternative ist das Campen an der Rennstrecken, wenn ihr mit einem Wohnmobil unterwegs seid. Alle Rennstrecken bieten eigene Campgrounds an, die teilweise sogar im Infield der Rennstrecke liegen. Diese können ebenfalls über die Webseiten der Rennstrecken vorab reserviert werden. Die Ort an denen die Rennen stattfinden bieten zusätzlich noch zahlreiche Campgrounds an.

An der Rennstrecke 

Flohmarkt an der Rennstrecke
Flohmarkt an der Rennstrecke

Wenn ihr dann an der Rennstrecke seid, werdet ihr an einem Wochenende folgendes Programm erleben:

  • Freitags: Qualifikation, Training, Rennen (wenn 3 Serien am Wochenende starten)
  • Samstags: Trainings und Rennen der zweiten Serie
  • Sonntags: Training und Rennen der Cup Serie

Dieser Ablauf passt, bis auf wenige Ausnahmen, wo das Rennen ggf. schon am Samstag Abend stattfindet, unter Flutlicht als Nachtrennen.

Fanzone außerhalb der Rennstrecke

Außerhalb der Rennstrecke findet Ihr eine Fanzone. Dort stellen verschiedene Sponsoren ihre Angebote vor (Authersteller, Baumaschinen, Army, usw. ), es gibt eine Livebühne mit Musik und natürlich Merchandising bis zum Abwinken. Fast jeder Fahrer hat dort seinen Stand, wo ihr euch mit Fanartikeln eindecken könnt. Wir warnen vor, das kann ein einkaufsintensives Erlebnis werden. *seufz*

Zusätzlich gibt es an vielen Rennen noch einen Flohmarkt, wo freie Anbieter ihre Fanartikel anbieten.

Rund um die Rennstrecke könnt ihr auch Kopfhörer mit Funkfunktion leihen. Damit könnt ihr dann live im Rennen den Boxenfunk eures Lieblingsfahrers mithören.

Essen und Trinken

Überall in der Fanzone und auch in den Tribünenbereichen werdet ihr eine große Auswahl an Getränken und Essen angeboten bekommen. Das allerdings zu oft saftigen Preisen. Das Tolle in Amerika ist es aber, dass es erlaubt ist, seine eigene Verpflegung mit auf die Plätze nehmen zu dürfen. Dies ist auch in Kühltaschen erlaubt. Wir haben uns dafür eine kleine Kühltasche gekauft und in dieser kalte Getränke mit zum Rennen genommen. Das hat uns zahlreiche Dollar gespart. 

Unbedingt mitnehmen, was für die Ohren und für den Popo

Unbedingt solltet Ihr Ohrstöpsel mitnehmen oder vor Ort kaufen. Diese bekommt man recht günstig überall an den Rennstrecken. Wir sind wirklich nicht lärmempfindlich. Aber der Lärm von 40 hochgezüchteten V8-Motoren im Rennmodus haben auch wir nie länger als 3 Runden ohne Gehörschutz überstanden. Das ist wirklich verdammt laut.

Ein Sitzkissen, die man ebenfalls an der Rennstrecke bekommt, ist ebenfalls eine tolle Idee. Die Tribünenplätze sind meist nur lange Aluminium Bänke, die ohne Sitzkissen nicht wirklich bequem sind. 

Ablauf eines Rennens

So ein Rennen läuft immer nach dem gleichen Schema ab:

Prerace-Show

Bei der Prerace Show werden vor dem Rennen die Fahrer vorgestellt, ggf. mit einzelnen noch Interviews geführt. Danach gibt es dann ein gemeinsames Gebet (!) vom Streckengeistlichen und dann wird die Nationalhymne gesungen, wie bei allen Sportveranstaltungen in den USA. Für uns ist das ein wenig gewöhnungsbedürftig aber in Amerika gehört das einfach dazu.

Nach der Show folgen dann die magischen Worte „Drivers, start your engines“. Nach diesem Kommando heulen endlich die 40 V8 Motoren auf und das Feld setzt sich aus der Boxengasse in Bewegung. Es werden dann einige Runden hinter dem Safety Car zur Einführung gefahren, bevor das Rennen gestartet wird.

Rennablauf

Boxenstopps bei den Teams
Boxenstopp

Der Start erfolgt fliegend, nachdem das Safety Car von der Strecke abgebogen ist. Und das ist der Gänsehaut Moment, wo alle Menschen auf den Tribünen stehen und die V8 Motoren ihr Lied spielen.

Die Rennen gehen immer über eine bestimmte Rundenzahl. Dabei solltet Ihr bedenken, ein NASCAR Rennen ist immer ein Langstreckenrennen. Unter 2 Stunden, eher 3 bis 3,5 Stunden ist kein Cup-Rennen beendet. Das hängt natürlich stark von der Anzahl der Rennunterbrechungen ab. Bei jedem Crash oder bei Dreck auf der Fahrbahn wird das Rennen unterbrochen und das Safety Car fängt das Feld wieder ein. So zwischen 5 und 10 Gelbphasen im Rennen sind durchaus normal. Es gibt wenige Rennen mit weniger Unterbrechungen und schon mehr mit häufigeren Gelbphasen. 

Die Rennunterbrechungen werden von den meisten Teams dann auch für einen Boxenstop zum Tanken und Reifen wechseln genutzt. Der Restart des Rennens erfolgt dann, wie auch der Rennstart, fliegend. 

Bei größeren Unfällen kann es auch vorkommen, dass keine Gelbphase kommt sonders das Rennen mit Rotlicht komplett unterbrochen wird. Die Fahrzeuge bleiben dann irgendwo auf der Strecke stehen und die Bergungsteams bemühen sich dann die Strecke so schnell wie möglich wieder befahrbar zu machen.

Nach dem Rennen gibt es dann noch eine Ehrenrunde mit einer Menge Burnout-Qualm des Siegers und danach natürlich noch die Siegerehrung.

Abreise nach dem Rennen

Die Abreise vom Parkplatz, nach dem Rennen kann schonmal etwas mühsam sein. In Dover haben wir damals rund 1,5 Stunden gebrauch um vom Parkplatz runter zu kommen. Jetzt in Martinsville waren wir nach 30 Minuten auf dem Highway. Das hängt alles von der Besucherzahl und der Infrastruktur an der Rennstrecke ab. Die Polizei bemüht sich aber, den abreisenden Verkehr zügig zu organisieren.

Die Amerikaner gehen das, wie so oft, recht pragmatisch an. Dann wird halt nach dem Rennen der Grill auf dem Parkplatz aufgebaut. Wenn es mal wieder ein wenig länger dauert, dann wenigstens bei einem leckeren Steak.

Regen? Dumm gelaufen!

NASCAR Rennen sind faszinierend, nur eines geht nicht – NASCAR Rennen bei Regen. Nicht, dass die Autos das mit Regenreifen nicht irgendwie hinbekommen würden. Es ist schlicht und ergreifend viel zu gefährlich, bei Regen ein Ovalrennen zu fahren. Die Strecke wird rutschig und durch die Gischt der Fahrzeuge sinkt die Sicht schnell auf Null. Das ist aber nichts, was man als Fahrer haben möchte, wenn man mit fast 300 km/h unterwegs ist.

Daher werden die NASCAR Rennen bei Regen nicht gestartet oder auch unterbrochen, wenn im Rennen Regen einsetzt. Plant das bei Eurer Planung unbedingt mit ein. Die Veranstalter versuchen mit allen Mitteln die Strecke nach dem Regen trocken zu bekommen und das Rennen am geplanten Tag durchzuziehen. Der NASCAR Terminkalender ist so eng, dass Verschiebungen mit allen Mitteln verhindert werden sollen. Aber ab und zu, bei länger anhaltendem Regen, muss ein Rennen auch mal auf den Montag verschoben werden.

Planung einer NACAR Reise – Zusammenfassung

Zusammenfassend noch mal ein paar Stichpunkte, die ihr beachten solltet, wenn ihr einen NASCAR Rennbesuch plant:

  • Rennstrecke und Rennen nach passendem Termin und Streckenart auswählen
  • Tickets für das Hauptrennen am Sonntag online im Vorverkauf kaufen
  • Sitze am Anfang oder am Ende der Start-/Zielgerade wählen, mindestens in Reihe 30
  • Hotel oder Campground buchen – dabei auf die Region im Umfeld ausweichen, falls am Rennort alles ausgebucht oder zu teuer ist.
  • Am Renntag genug *hüstel* Kleingeld für Fanartikel einstecken
  • Getränke und ggf. Essen von außen mit an die Rennstrecke nehmen (preiswerter)
  • Ohrenschutz und Sitzkissen nicht vergessen

Für weitere Fragen zu dem Thema stehen wir Euch natürlich gerne zur Verfügung. Stellt sie einfach hier in den Kommentaren, wir werden diese gerne beantworten. Solltet ihr konkret eine Reise zum Nascar-Rennen pllanen und Hilfe bei der Buchung brauchen, so schaut gerne mal auf unserer Reisebüro-Seite vorbei. Darüber helfen wir euch ebenfalls gerne bei der Planung der einzelnen Bausteine.

Wart ihr selber schon bei einem NASCAR Rennen in den USA? Habt ihr noch Fragen zu dem Thema? Dann lasst uns einfach einen Kommentar hier!

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2 Kommentare

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  • Wow sehr faszinierend so ein Nascar Rennen. Ihr habt mir richtig Lust gemacht bei meinem nächsten Besuch in den USA ein Rennen anzusehen 😉

    Auch wenn ich eine zügige Abreise bevorzuge so finde ich den Gedanken des Grills am Parkplatz recht reizvoll. So ein Steak zwischendurch wenn schon am Parkplatz nichts vorwärts geht hat doch auch was 🙂

    LG Fernando

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Hier schreiben Melanie und Thomas - zwei reisesüchtige Menschen aus dem Ruhrpott. Mehr Informationen findet Ihr auf der Über uns Seite.

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