Erster Besuch im Allwetterzoo Münster

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  • Malaienbär

Erster Besuch im Allwetterzoo Münster

Endlich haben wir es auch in den Allwetterzoo nach Münster geschafft. Das Wetter war dazu passend, es war leichter Regen angesagt, welcher aber glücklicherweise erst in Münster ankam, als wir den Zoo gerade verlassen haben. Natürlich haben wir auch wieder ein paar Bilder mitgebracht. Unter anderem wohl unser Zoofoto des Jahres, einen chillenden und knautschigen Malaienbär. 

Allwetterzoo Münster – unser Erstbesuch

Pinselohrschwein

Pinselohrschwein

Der Allwetterzoo in Münster ist von uns zu Hause aus in etwas über eine Stunde Fahrt zu erreichen. Naja, zumindest an einem Samstag in den Ferien, wo nicht so viel Verkehr ist. An Wochentagen dauert das bestimmt eine halbe Stunde länger. Direkt am Zoo findet man zahlreiche Parkplätze, die bei unserer Ankunft um 10 Uhr noch erfreulich leer waren. Das lag wohl am angekündigten Sauwetter, mit anhaltendem Nieselregen. Der Regen hielt sich aber zurück, bis zum Ende unseres Besuches ein paar Stunden später.

Hätte es doch geregnet, so hätten wir Teile des Zoos wunderbar trocken geniessen können. Die zahlreichen Tierhäuser schützen vor dem Regen und etwa ein Kilometer der Wege zwischen den Tierhäusern sind überdacht. Trotzdem, ganz ohne Regenschirm kommt man auch im  Allwetterzoo nicht aus. Es gibt noch zahlreiche Tiergehege, die abseits der überdachten Wege liegen.

Der Eingangsbereich ist natürlich überdacht. Dort findet der Besucher neben einem Shop und der Zooschule auch direkt das Aquarium. Das haben wir uns dann aber für den Schluß aufbewahrt, schließlich regnete es noch nicht. Also begaben wir uns auf den Rundgang, über den äußeren Rundweg des Zoos. Leider ist dieser nirgendwo aus Rundgang ausgeschildert. Mit dem Zooplan, den es auch als Download für das Smartphone bekommt, fanden wir uns trotzdem gut zurecht.

Auf dem Rundgang in Zoo Münster

Und direkt am Anfang des Rundganges fanden wir zwei tierische Highlights. Die syrischen Braunbären hatten wir vorher noch nie gesehen.

Leckerer Apfel

Leckerer Apfel

Syrischer Braunbär

Syrischer Braunbär

Die beiden Braunbären waren sehr aktiv in ihrem Gehege und sammelten die verstreuten Äpfel ein, welche sie mit Genuss verspeisten. Im Nachbargehege ging es dagegen ein wenig relaxter zu.

Malaienbär sehr relaxt

Malaienbär sehr relaxt

Der Kollege Malaienbär liess sich durch gar nichts aus der Ruhe bringen. Wir konnten ihn wunderbar aus verschiedenen Perspektiven fotografieren, dabei hielt er uns aber immer im Auge. Klar, wir waren in dem Moment auch die einzigen Besucher auf der kleinen Plattform am Gehege. Dabei entstand dann auch unser Lieblingszoobild für dieses Jahr, wenn nicht noch was ganz besonderes passiert.

Malaienbär

Malaienbär

Dieser Blick, die Falten auf der Stirn, die hängende Pfote mit den langen Krallen. Wunderbar. Wir haben dieses Foto vorab bereits in einige Zoogruppen geteilt und dort so viele Likes und Herzchen bekommen, wie bei kaum einem anderen Foto vorher. Das bestätigt unseren eigenen Eindruck, es ist einfach schön, niedlich, was auch immer.

Tropenhaus

Am kleinen Tropenhaus, betritt der Besucher im Außenbereich eine Voliere, mit Aras und wunderschönen Sonnensittichen.

Sonnensittich

Sonnensittich

Am Eingang zum eigentlichen Tropenhaus waren leider die Warmluftgebläse defekt, mit deren Hilfe das Beschlagen von Brillen und Objektiven verhindert werden kann. Und bei dem naßkalten Wetter draußen war das Objektiv ruckzuck beschlagen. Naja, für einen Notschuss einer Schlange, mit ohne Ende, hat es aber ausgereicht.

Schlange ohne Ende

Schlange ohne Ende

Nashornleguan

Nashornleguan

Weiter im Außenbereich

Natürlich zog es uns zu den Wölfen, die in einem Gehege hinter den Pferden, über einen Seitenweg zu finden sind. Leider war kein einziger Wolf zu sehen, auf den ersten Blick. Nach ein wenig warten ließ sich dann doch einer sehen, für 2-3 Fotos, und zog dann wieder seines Weges.

Wolf

Wolf

Schon von weitem fiel uns die große Freiflugvoliere auf, welche die Optik aufgrund ihrer Größe dominiert. Zurecht kann man behaupten, sie ist nicht zu übersehen. In der Voliere leben zahlreiche Geier und Sekretäre. Besonders beeindrucken ist es, wenn die riesigen Tiere durch die Anlage fliegen. Leider ist das, aufgrund des Maschenzauns, nur sehr schwer zu fotografieren. Trotzdem sind uns ein paar nette Bilder geglückt, wenn auch eine Flugbilder.

Geier

Geier

Schöne Mönchsgeier

Schöne Mönchsgeier

Kleiner Tipp: Im angrenzenden Haus zu der Voliere könnt ihr aus der unteren Ebene durch Glasscheiben in das Gehege fotografieren. Das ist deutlich entspannter, als durch den schrägen Zaun, allerdings in das Blickfeld deutlich eingeschränkter.

Weiter ging unser Rundgang, mit einem kleinen Blick in den Robbenhaven, wo es mehrfach am Tag eine Robbenshow zu sehen gibt. Danach folgt der Teil mit den Großtieren, den Elefanten und Nashörnern. Im Elefanten/Nashornhaus gibt es zusätzlich noch zwei tolle Sachen zu sehen. Achtet mal auf die verlegten, durchsichtigen Rohre. Da könnt ihr Ameisen bei der Arbeit bewunder. Eine andere tolle Einrichtung ist das Lori-Gehege. In dieses könnt ihr rein gehen, bewaffnet mit einem Becherchen Futter und die kleinen Vögel füttern.

Lori

Lori

Schaut aber ab und zu mal nach oben. Die kleinen Kerle sitzen gerne in den oberen Bereichen, auch auf der Dachkonstruktion, und spielen das „wir kacken Besucher voll“-Spiel. *grins* Taschentücher helfen dann enorm. Und am Ausgang steht ein riesiger Papierkorb mit benutzen Taschentüchern, merkwürdig oder? Im Ernst, achtet auf euer Fotoequipment, da muss die Vogelausscheidung nicht unbedingt drauf landen, das Zeug ist relativ flüssig. Dann lieber den eigenen Kopf hinhalten oder die Schulter, wo Thomas einen Volltreffer abbekommen hat.

Weiter auf dem Weg, Richtung Affen

Pelikan

Pelikan

Der weitere Weg führt entlang einer toll angelegten Savannenlandschaft. Hier leben zahlreiche Zebras, Antilopen, Sträuße, Pelikane und weitere Arten. Der Bereich ist riesig groß gestaltet, mit leichter Hanglage, Wasserfällen, einem Fluß mit Brücke – wirklich sehr schön, ein tolles Afrikapanorama. Auch viele andere schöne Vogelarten sind hier zu entdecken.

Graureiher

Graureiher

Kronenkranich

Kronenkranich

Afrikaneum – alles affig hier

Am Ende des Rundgangs kommt dann das Afrikaneum, die Welt der Affen. Dieser Teil des Zoos hat uns mit Abstand am besten gefallen. Der wirklich große Bereich, mit mehreren Affenhäusern und Außenbereichen mit frei laufenden Affen ist toll gemacht. Leider waren weder im Guerazas Bereich, noch im Katta Bereich Tiere draußen anzutreffen. Die haben sich bei dem naßkalten Wetter lieber im Inneren der Häuser aufgehalten.

Rotscheitelmangabe

Rotscheitelmangabe

Rotscheitelmangabe - Mahlzeit

Rotscheitelmangabe – Mahlzeit

Viele der Gehege im inneren der Häuser sind nur durch Glasscheiben von den Besuchern getrennt. Das ist zum Fotografieren natürlich besser als Gitter. Das Licht war bei unserem Besuch natürlich nicht der Renner. So ist aber die Freude über jedes gelungene Bild, trotz der hohen ISO Werte und langen Belichtungszeiten, umso größer,

Ganz besonders in Herz geschlossen haben wir die kleinen goldenen Löwenäffchen.

Goldenes Löwenäffchen

Goldenes Löwenäffchen

Das sind richtig niedliche Gesellen. Leider sind die genauso schnell uns wuselig wie sie niedlich sind. Daher war es schon eine spannende Sache die zu fotografieren, im inneren, bei mäßigem Licht. Ab und zu blieb aber einer der Kollegen mal ruhig sitzen, für 2-3 Sekunden, das war dann die Chance.

Goldenes Löwenäffchen Portrait

Goldenes Löwenäffchen Portrait

Auch Kapuziner Äffchen gehören unbedingt zu unseren Favoriten. Die kleinen Kerle sind ein Garant für schöne Bilder mit netten Gesichtern. Auch wenn die immer ein wenig frech aussehen.

Kapuziner Äffchen

Kapuziner Äffchen

Bei den Orang-Utans gab es Nachwuchs zu bestaunen. Der kleine war erst ein wenig rebellisch drauf, verzog sich dann aber doch in Mamas Schutz.

Komm her Du...

Komm her Du…

...hilf mir Mama.

…hilf mir Mama.

Pinguine zwischen Affen

Zwischen den Affenhäusern und dem Orang-Utan-Haus liegt noch das richtig tolle Pinguingehege. Hier ist richtig Leben angesagt, und durch die verglasten Abgrenzungen lassen sich prima Fotos auf Augenhöhe machen. Also, je nach Gelenkigkeit und Rückenleiden des Fotografen.

Pinguinportrait

Pinguinportrait

Abtauchen

Abtauchen

Treiben lassen

Treiben lassen

Das Aquarium

Am Ende unseres Rundgangs stand dann noch der Besuch des Aquariums an. Über zwei Etagen sind dort Aquarien und Terrarien angeordnet, wo alles mögliche schwimmt, kreucht und fleucht. Hier haben wir die Sony mit dem Tele dann in den Rucksack gepackt und die Panasonic raus geholt. Diese bietet eine besseren Fokus, bei nahen und kleinen Motiven. Besonders im Makro Modus ist die Naheinstellgrenze deutlich besser als bei der Sony mit dem Tele.

Für uns war es ein Test, eine Art Trainung, für das Aquarium in Atlanta, wo wir in der kommenden Woche zu Besuch sind. Wir haben somit die Gelegenheit in Münster genutzt noch einmal verschiedene Einstellungen an der Kamera zu testen.

Natürlich sind dabei auch 2-3 Bilder entstanden, die wir gerne noch zeigen möchten. Fragt uns bitte nur nicht, wie die Fische heißen. Sagen wir mal, das Seepferdchen haben wir erkannt.

 

 

Allwetterzoo Münster Informationen

Zoo Münster

Informationen:

  • Adresse: Sentruper Straße 315, 48161 Münster
  • Parken: Parkplätze rund um den Parkeingang
  • Öffnungszeiten: April-September 8-19 Uhr – März+Oktober 9-18 Uhr – November-Februar 9-17 Uhr
  • Eintrittspreise Erwachsene 16,90 EUR, Schüler 11,90 EUR,  Kinder (3-14): 8,90 EUR (verschiedene Ermäßigungen, Gruppen- und Jahrekarten, Feierabendtickets)
  • Hunde erlaubt: ja
  • Restaurants: ja – mehrere Imbissbuden und Restaurants
  • Spielplätze: ja
  • Besonders: freies WLAN in vielen Bereich für die Zoobesucher vorhanden
  • Webseite: http://www.allwetterzoo.de/de/

Fazit Allwetterzoo Münster

Der Allwetterzoo in Münster in auf jeden Fall einen Besuch wert. Egal ob bei Regen oder Sonnenschein, es macht Spaß durch diesen schönen Zoo zu laufen. Viele Gehege entsprechen den neuen Standards und bieten den Tieren ausreichend Platz und auch Rückzugsmöglichkeiten. Natürlich gibt es noch einige ältere Gehege aber alles in Allem ist der Zoo als sehr modern zu bezeichnen.

Fast ein Kilometer der Wege, zwischen den Tierhäusern, sind überdacht. Das macht auch den Besuch bei richtig schlechtem Wetter möglich. Einen Schirm sollte trotzdem mitgeführt werden, lückenlos ist die Überdachung nicht. Und vielleicht wollen auch bei Regen einige Gehege im nicht überdachten Bereich angeschaut werden.

Wir werden Münster nun regelmäßig einen Besuch abstatten. Mit rund einer Stunde Anfahrt aus dem westlichen Ruhrgebiet haben wir damit eine tolle Alternative zu den vielen anderen Zoos hier in der Region.

Das war unser Bericht über den Besuch im Zoo Münster. Kennt ihr den Zoo, wart ihr selber schon dort? Wie hat euch der Zoo gefallen? Schreibt einfach einen Kommentar mit Euren Eindrücken oder mit Fragen zu unserem Bericht.

Malaienbär
Allwetterzoo Münster - Bewertung
Preis-/Leistungsverhältnis
Größe und Qualität der Tiergehege
Gestaltung des Zoos
Fotofreundlich
Sauberkeit
Gastronomie
4.3
Bewertung
Zoo Münster Quickfacts
- 20 ha Größe
- ca. 326 Tierarten
- ca. 3660 Tiere

Bewertungshinweise:

  • Preis-/Lesitungsverhältnis: Unsere Bewertung des Eintrittspreis im Verhältnis zu den geboten Leistungen im Zoo (Tiere, Tierarten, Thematisierung, Zusatzkosten usw).
  • Größe/Qualität der Tiergehege: Uns sind große Tiergehege, die eine artgerechte Haltung ermöglichen, wichtiger als viele Tiere im Zoo. 
  • Gestaltung des Zoos: Hat der Zoo eine Thematisierung, wirkt organisiert oder ist es nur eine Ansammlung von Gehegen?
  • Fotofreundlich: Eignet sich der Zoo für vernünftige Zoofotos. Oder versperren viele Gitter, Netze die freie Sicht auf die Tiere?
  • Sauberkeit: Unsere Gesamtbewertung über die Sauberkeit im Zoo. Das betrifft die Gehege, Wege und Grünanlagen, Sanitäranlagen usw.
  • Gastronomie: Gibt es gastronomische Angebote? Sind diese bezahlbar oder überteuert? Sind die Speisen geniessbar oder eher nicht so?

Wir bewerten hier ausdrücklich nur persönliche Eindrücke von unserem Besuch in dem Zoo. 

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6 Kommentare

  1. Sylvi 21. Oktober 2016 um 19:20 Uhr - Antworten

    Hej Thomas,

    mein letzter Besuch im Allwetterzoo ist auch schon wieder ein Weilchen her, habe aber letztens noch mit meiner besseren Hälfte darüber gesprochen, dass wir mal wieder dorthin müssen. Ich finde ja, dass allein schon der Malaienbär einen Besuch wert ist und ich glaube, ich habe diesen Bären noch nie so aus der Nähe gesehen. Warscheinlich hat er bei meinem Besuch in der hinterletzten Ecke geschlafen – falls es ihn damals schon dort gab. 😉
    Deine Fotos von ihm sind einfach grandios.

    Lieben Gruß
    Sylvi

    • Thomas Jansen 22. Oktober 2016 um 9:11 Uhr - Antworten

      Hallo Sylvi,

      jemand erzählte mir die Tage, dass es wohl recht selten ist, dass der Malaienbär dort so relaxt rum liegt. Er sei sonst viel unterwegs im Gehege. Aber fahrt mal hin, freue mich auf Fotos von Dir.

      LG Thomas

  2. Norbert 21. Oktober 2016 um 22:46 Uhr - Antworten

    Schöner Bericht ! Der Bär ist natürlich das absolute Highlight! Super !

    • Thomas Jansen 22. Oktober 2016 um 9:12 Uhr - Antworten

      Hi Norbert,

      Danke für Deinen Kommentar. Der Bär wird hier und auf meinem anderen Blog wohl in so manchen fotografischen Rückblick auftauchen. 😉

      LG Thomas

  3. Horst Schulte 6. November 2016 um 11:40 Uhr - Antworten

    Einfach wunderbare Aufnahmen. Ich glaube, da erkennt man, was mit eurem Objektiv möglich ist. Mir persönlich gefällt das Foto mit dem syrischen Braunbären und Apfel am allerbesten.

    • Thomas Jansen 7. November 2016 um 7:15 Uhr - Antworten

      Hallo Horst,

      endlich mal jemand, dem nicht der Malaienbär als Favorit ins Auge springt. Das Apfelfoto finde ich ebenfalls genau so schön.

      Das Objektiv ist der Knaller.

      LG Thomas

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