Das war der Februar 2020 – Rückblick und eine Bitte: Keine Panik mehr!

Published On: 02. März 2020Kategorien: Gequatsche4 Kommentare

Ein turbulenter Februar ist vorbei. Und Dank dem Schaltjahr hatte der Monat sogar einen Tag mehr um Erlebnisse, Eindrücke und Gedanken zu sammeln. Und das waren viele im abgelaufenen Monat. Blicken wir also zurück, wie es mittlerweile eine lieb gewonnene Tradition geworden ist.

Dabei geht es dieses Mal auch um den Corona-Virus und die damit zusammenhängende Panik. Warum ist so eine hysterische Stimmung in den Medien und bei den Menschen? Warum Hamsterkäufe oder geklaute Desinfektionsmittel in Krankenhäusern? Vielleicht sollten wir alle mal ein Stück runterfahren und zur Sachlichkeit zurückkehren?

Arbeiten am Blog

Natürlich haben wir im ganzen Monat fleißig am Blog gearbeitet. Dabei stand ein Fokus wieder darauf, ältere Artikel ein wenig aufzupeppen.

Alte Beiträge überarbeitet

So haben wir unseren USA-Wohnmobil-Guide mal auf den neuesten Stand gebracht. Dabei sind zwei kleinere Beiträge, die mit dem Thema zu tun hatten, mit in diesen großen Guide eingeflossen und als Einzelbeiträge auf dem Blog verschwunden.

Das Gleiche wollten wir mit den Tipps zur Planung eines USA-Roadtrips machen. Am Ende haben wir den Beitrag aber komplett neu geschrieben. Der war so alt, dass vieles nicht mehr aktuell war. Auch der Stil, wie wir den Artikel seinerzeit geschrieben haben, passte uns so gar nicht mehr.

Ebenfalls komplett neu ist der Bericht über unsere Fotoausrüstung. Der alte Beitrag war über die Jahre natürlich gewachsen und irgendwie komplett chaotisch.

Neue Beiträge auf dem Blog

Bei ganz neuen Beiträgen waren wir auch fleißig. Natürlich musste schnell die Zusammenfassung unserer Blogparade Reiseziele 2020 geschrieben werden. So viele Blogger:innen hatten sich die Mühe gemacht, dafür einen Beitrag zu schreiben. Das musste doch schnell honoriert werden.

Dazu kamen dann drei Beiträge, die mal wieder Tierfotos zeigen. Wir waren endlich mal wieder in Terra Zoo Rheinberg, kleine und auch große Tiere hinter Glas fotografieren. Und zwei Katzenshootings haben wir ebenfalls gemacht. Einmal mit unseren fünf Katzen zu Hause und dann nochmal mit den hübschen Katzen bei Freunden.

Oma Flo

Katzenshooting bei Freunden

Den wohl größten neuen Beitrag, der auch noch ständig ergänzt wird, ist unser Beitrag über das Reisen zu Zeiten von Corona. Über unser kleines Reisebüro erreichten uns in den letzten Tagen viele Fragen zu dem Thema. Auch diverse Reisegruppen sind voll mit Fragen dazu. Das war für uns Anlass, mal ein paar Informationen zum Thema zusammenzutragen. Das Ganze aber mit dem Vorsatz, nicht noch mehr Panik zu schüren, als ohnehin schon herrscht.

Social Media – Instagram

Wir haben wieder einen Instagram-Kanal. Wer uns kennt weiß, dass wir eine gepflegte Abneigung gegen diese Plattform haben. Wobei, nicht wirklich gegen das Medium selber. Die Bedenken gehen mehr in Richtung der wahnsinnigen Selbstdarstellung und die rosa-heile-Welt-Filter-Bildchen dort.

Wir haben aber beschlossen, der Plattform noch mal eine Chance zu geben. Wie wir uns das vorstellen, was wir erwarten, haben wir in einem kleinen Beitrag über unser Instagram-Comeback geschrieben.

Arbeiten im Background

Im Background und am Design des Blogs haben wir diesen Monat nicht viel gearbeitet. Klar, alle ankommenden Updates wurden regelmäßig eingespielt. Aber sonst war es eher ruhig. Ein wenig haben wir mit dem Design der Startseite rumgespielt – auf einer Testseite. Am Ende wurde das aber verworfen. Eigentlich gefällt uns die Startseite im Moment sehr gut und die Spielereien haben uns alle nicht überzeugt. Spaß machen solche Spielereien aber.

Vorwurf: Müsst ihr denn auf jeden Zug aufspringen?

Unmittelbar nach dem Veröffentlichen des Corona-Beitrages bekamen wir eine Rückmeldung, ob wir denn auf jeden Zug aufspringen müssen, der gerade aktuell ist?

Wir sagen es mal so: Wir sind Blogger, wir schreiben über Dinge, die uns bewegen. Da kann es durchaus sein, dass wir mal über aktuelle Dinge schreiben, die so in der Welt passieren. Und ja, wir erhoffen uns davon, Leser:innen auf unseren Blog zu bekommen. Das ist so eine Berufskrankheit von Blogger:innen, die ist auch nicht heilbar. Und das klappt nun mal ganz prima, wenn man über aktuelle Themen schreibt.

Dabei haben wir sehr darauf geachtet, keinen reißerischen Text zu schreiben, keine Clickbait-Überschrift zu setzen. Lieber haben wir versucht Fakten zusammenzutragen, diese rüberzubringen und mit entsprechenden Quell-Links zu versehen. Denn Panik-Artikel werden zu dem Thema im Moment mehr als genug geschrieben.

Also ja, wir müssen gelegentlich auf die thematischen Züge aufspringen, welche durch die Medien fahren.

Die Lage der Welt – irgendwie läuft gerade vieles aus dem Ruder

Krieg in Syrien, wo auf einmal nach der NATO gerufen wird. Die aktuelle Situation an der griechischen Grenze. Und nicht zuletzt die Meldungen über Corona, Panik und Hamsterkäufe. Das Alles lässt uns so langsam glauben, Bestandteil eines Films zu sein. Eines sehr schlechten Films.

Alle bekloppt geworden – aber nicht erst seit gestern

Es ist ja nicht so, dass vor den genannten Dingen die Welt rosarot gewesen wäre, friedlich mit Schäfchenwolken am blauen Himmel. Hass, Gewalt, Terror, Kriege, Anschläge hier in Deutschland, rechter Terror ist schon lange an der Tagesordnung. Dazu oft hilflos wirkende Politiker, die komplett den Bezug zur Lebensrealität im Land verloren haben, mit Posten sichern beschäftigt sind und so nebenbei über jedes von Rechts hingehaltene Stöckchen springen.

Aber seit Jahresbeginn wird es immer schlimmer. Das ist zumindest unser Eindruck, wenn wir durch die Schlagzeilen stöbern.

Und die Medien machen es nicht besser. Um Klickzahlen zu generieren werden massenhafte Überschriften erzeugt, welche die Ängste der Menschen aufbaut. Dazu kommen die Social Medias, wo Experten in allen Fachrichtungen ihre „Expertiesen“ durch die Gegend streuen. Alleine zum Thema Corona gibt es dort gefühlt 923.784 Virologen.

Ja, Ihr schreibt doch auch über das Thema – wir hören es schon. Klar, das machen wir. Wir tragen aber nur Informationen von Fachleuten zusammen und verlinken sogar die Quellen dazu. Wenn wir etwas als eigene Meinung äußern, ist das auch klar als Meinung von Laien erkennbar. Wir gehen aber nicht hin und verkaufen unsere persönliche Einschätzung, die keinerlei wissenschaftlichen Nährwert hat, über die Social Medias als von Gott gegebene Tatsache.

Corona – Warum keine sachliche Aufklärung? Warum diese Panikmache?

Wir haben die Tage mal überlegt, warum es zu Zeiten der ersten SARS-Viren (2003/2004) und der Schweinegrippe (2009) keine Massenhysterie wie heute gab? Nun, vielleicht liegt es daran, dass damals Facebook noch nicht existierte oder noch nicht so verbreitet war. Das gilt genauso für andere Social-Media Kanäle. Zeitungen waren in dieser Zeit auch noch informativer und haben aufgeklärt und berichtet. Gut, eine Zeitung mit den 4 Buchstaben vielleicht ausgenommen.

Und gerade die Schweinegrippe ist dafür ein gutes Beispiel. Sehr ansteckend, schnell verbreitend und eine höhere Todesrate als eine normale Influenza. Auch damals gab es ein Pandemie, aber es kam zu keinen Hamsterkäufen und anderen Panikreaktionen. (Quelle)

Panik in (fast) allen Medien

Warum ist das aber heute so? Hier können wir nur spekulieren.

China hat relativ schnell mit drastischen Maßnahmen reagiert. Sie haben mal eben die komplette Millionenstadt Wuhan inkl. angrenzender Region unter Quarantäne gestellt. Das haben die Medien dankbar aufgenommen. Und seitdem schaukelt sich das Thema hoch. Es müssen immer neue Schlagzeilen geschaffen werden. Dabei sieht man dann Spitzen in der Berichterstattung, bevor das Corona-Thema wieder von Seite 1 verschwindet. Der erste Erkrankte außerhalb von Wuhan, die ersten Fälle außerhalb Chinas, Quarantäne-Maßnahmen auf Kreuzfahrtschiffen und in Hotels, der erste Fall in Europa, später in Deutschland. Die nächste spektakuläre Spitze wird dann irgendwann der erste Tote in Deutschland sein.

Nicht falsch verstehen. Über solche Dinge soll und muss berichtet werden. Das dient auch zur Aufklärung der Menschen. Aber muss es direkt in Panikmache, mit riesigen Überschriften sein? Und wo bleiben die Meldungen über die vielen Menschen, die geheilt sind (die aktuelle Todeszahl findet man in jedem Medium ohne lange zu suchen), wo werden die Relationen aufgezeigt?

Nehmen wir Wuhan als Beispiel. In der Region Hubei, in der Wuhan liegt, gibt es aktuell rund 67.000 bestätigte Corona-Infektionen. Hört sich viel an, ist auch viel. In der Region Hubei leben aber 57 Millionen Einwohner. So eine Zahl soll nichts beschönigen oder beschwichtigen, sie soll das Risikobewusstsein nicht mindern aber vielleicht mal auf ein gesundes Verhältnis zurücksetzen.

Maßnahmen erzeugen zusätzliche Ängste

Natürlich schüren auch getroffene Maßnahmen die Ängste der Menschen. Da werden Gebiete unter Quarantäne gestellt, Flugverbindungen gestrichen, Mitarbeiter von großen Firmen schicken ihre Mitarbeiter alle nach Hause oder große Veranstaltungen abgesagt. Aktuelles Beispiel die größte Reisemesse in Berlin, die ITB.

Ziel der Maßnahmen ist es, laut namhaften Wissenschaftlern und Virologen, Zeit zu gewinnen. Zeit um Medikamente und Impfungen zu entwickeln. Diese Zeit kommt am Ende den Schwachen zugute, den Menschen mit einem höheren Risiko bei einer Infektion. Und mit jeder Infektion, welche durch die genannten Maßnahmen, verhindert wurde, steigt diese Zeit.

Natürlich kann man einerseits noch mehr Maßnahmen fordern. Dabei muss man aber realistisch bleiben und überlegen, was machbar ist. Man kann nicht einfach das ganze Land abschotten und still legen.

Andere Stimmen halten die getroffenen Maßnahmen für übertrieben. Das sind dann aber vermutlich die Ersten, die meckern, wenn nichts getan wird und sich die Krankheit völlig unkontrolliert verbreitet.

Hamster retten keine Leben

Und in Wuhan selber ist bis heute, trotz Quarantäne, wohl keiner verhungert. Hamsterkäufe in großem Ausmaß müssen nun wirklich nicht sein. Nichts gegen ein paar Vorräte, um vielleicht eine zweiwöchige häusliche Quarantäne zu überstehen. Aber muss man sich eindecken, also wenn man das nächste halbe Jahr im Atomschutzbunker verbringen muss?

Und wenn wir dann lesen, dass in Krankenhäusern das Desinfektionsmittel aus den Wandspendern geklaut wird, fragen wir uns schon, was stimmt mit den Menschen nicht? Alle bekloppt geworden trifft es sicherlich, wobei man dann vermutlich der vernünftigen Mehrheit vor den Kopf stößt.

Verschwörungstheorien finden auch noch Zuspruch

Dass man in den Social Medias und in einigen fragwürdigen Magazinen auch Verschwörungstheorien findet, wundert einen ja heutzutage nicht mehr. Was aber erstaunlich, ach was, erschreckend ist, wie viele dem zustimmen und darauf anspringen.

Ein Beispiel ist die Theorie, dass das Virus von den neuen Flüchtlingen ablenken soll. Das hat dann sicherlich so ausgesehen:

Deutsche Politiker so, irgendwann im Herbst 2019:

„Da kommen bald wieder viele Flüchtlinge. Lass mal schnell einen Virus in China ausbrechen. Ruf unseren Botschafter dort an, der soll einem Chinesen in Wuhan eine infizierte Fledermaus essen lassen. Dann können wir die Flüchtlinge rein lassen, während unserer Bevölkerung Hamster jagt.“

Klingt plausibel, oder?

Solche Theorien gibt es immer wieder, bei jedem Thema. Wir selber lachen drüber und denken uns unseren Teil. Was uns aber erschreckt, wie schon gesagt, ist die Tatsache, dass so viele Menschen darauf anspringen und das ernsthaft glauben.

Unser Wunsch: Mehr Sachlichkeit zum Thema

Am Ende wünschen wir uns einfach nur mehr Sachlichkeit zu dem Thema. Von den Medien, von uns allen. Wenn dann noch die Wissenschaftler einen guten Job machen, bekommen wir alle zusammen auch dieses Virus in den Griff. Panik hilft keinem, schadet am Ende den Schwachen, die vielleicht kein Geld für einen Hamstereinkauf haben. Es schwächt das Gesundheitssystem, wenn für die Arbeit dort plötzlich keine Masken oder Desinfektionsmittel mehr zur Verfügung stehen.

Gern gelesen im Februar

Zum Schluss noch was Schönes. Auch im Januar haben wir wieder viele andere Blogartikel gelesen. Hier ein paar Highlights aus unserem RSS-Reader:

Das war unser monatlicher Rückblick, der mal etwas länger wurde und einen Themenschwerpunkt hatte. Wir hoffen, ihr seid nun nicht zu sehr abgeschreckt. Aber unsere Stammleser:innen sind ja vielen von uns gewohnt. Ihr kennt das Spielchen, Teilen, Liken und Kommentieren – das erzeugt glückliche Blogger.

Vielen Dank für Deinen Besuch

Wir freuen uns riesig über Kommentare unter dem Beitrag oder über das hemmungslose Teilen auf den Social Medias.

Unsere Themenbereiche auf dem Blog:

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