Fotografen-Interview 14: Klaus Fromm (Willkommen Fernweh)

---Fotografen-Interview 14: Klaus Fromm (Willkommen Fernweh)
  • Interview mit Klaus Fromm von Willkommen Fernweh

Fotografen-Interview 14: Klaus Fromm (Willkommen Fernweh)

Von |2018-06-29T22:35:00+00:0021.06.2018|Kategorien: Fotografen-Interview|Tags: , |4 Kommentare

Zuletzt aktualisiert am 29. Juni 2018 um 22:35

In unseren Fotografen-Interviews möchten wir Euch regelmäßig tolle Fotografinnen und Fotografen vorstellen. Die meisten werden aus den Bereichen Reise- und Tierfotografie kommen. Da wir aber auch offen für andere Genres sind, schauen wir im Laufe der Serie auch mal über den Tellerrand hinaus. Andere fotografische Bereiche schauen wir uns immer gerne an, auch wenn wir da selber fotografisch nicht unterwegs sind.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen der Interviews und beim Anschauen der tollen Bilder.

Fotografen Interview mit Klaus Fromm

Wer ist denn eigentlich Klaus von Willkommen Fernweh?

Ursprünglich komme ich aus dem IT-Bereich, für das Fotografieren (als Hobby) habe ich mich schon vor etlichen Jahren angefangen zu interessieren. Damals allerdings noch mit einer Superzoom-Kompaktkamera und ohne das Reisen, wie ich es heute mag.

2015 habe ich dann mit dem Bloggen angefangen, nachdem Kerstin und ich zusammen das Reisen und v.a. Nordamerika als Reiseziel entdeckt haben.

Wen und was möchtest Du mit Deiner Webseite erreichen?

Unser Reiseblog Willkommen Fernweh richtet sich an alle, die gerne individuell und selbst geplant reisen, insbesondere Roadtrips und Camping in Nordamerika (und Europa) mögen und Inspiration sowie Hilfe und Tipps für die eigene Reise suchen. Außerdem gibt es die Kategorie „Kulinarisch unterwegs“. Da wir inzwischen zu dritt sind, könnte in Zukunft das Reisen mit Baby hinzukommen.

Die Motivation zu bloggen liegt natürlich zum Teil auch in der bleibenden Dokumentation der Reisen für einen selbst, noch mehr allerdings darin, anderen Reiselustigen zu helfen, mit Tipps zu versorgen und Feedback zu bekommen, sich zu vernetzen. Außerdem freut es mich natürlich sehr, wenn unsere Reisefotos nicht nur uns, sondern auch anderen Menschen gefallen.

Wie und wann bist Du das erste Mal mit Fotografie in Berührung gekommen?

So genau weiß ich das gar nicht mehr, allerdings hat schon mein Opa gerne fotografiert. Ich selbst hatte zunächst noch eine analoge Kompaktkamera, mit der ich – ohne echten Anspruch – Schnappschüsse machte. Später habe ich angefangen, mich für die Technik und die Bildgestaltung zu interessieren und mir einen Ratgeber gekauft. 

Was war Deine erste Kamera und womit fotografierst Du heute?

Meine erste Kamera war wie gesagt eine einfache analoge Kompaktkamera, ich glaube eine Olympus. Als ich angefangen hatte, mich etwas mehr für Fotografie als Hobby zu interessieren, kaufte ich mir eine Panasonic Superzoom (digital) und seit 2013 fotografiere ich mit einer Mischung aus DSLR und Systemkamera, der Sony Alpha SLT-A58. Eigentlich eine relativ günstige Einsteigerkamera, aber man kann doch einiges aus ihr herausholen, wie ich finde. Mit besseren Objektiven habe ich dann noch nachgelegt.

Wie würdest Du selbst Deinen fotografischen Stil beschreiben und in welchen fotografischen Genres bist Du unterwegs?

Über meinen Stil habe ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht, ich würde ihn als möglichst nahe an dem beschreiben, was meine Augen sehen. Manchmal experimentiere ich aber auch gerne mit ND- und Polfilter.

Ich fotografiere hauptsächlich während unserer Reisen, und da wir besonders gerne in der Natur unterwegs sind, würde ich mich in erster Linie als Landschaftsfotograf bezeichnen. Außerdem macht mir die Tierfotografie Spaß!

Was ist Dein Lieblingsland oder –ort zum Fotografieren?

Ich habe mich so ein bisschen in Nordamerika verliebt, wir waren sowohl schon in den USA als auch in Kanada, wobei es uns die Weite und die Naturschönheiten des Westens besonders angetan haben.

Außerdem sind wir in Europa unterwegs, wo es natürlich auch schöne Ziele gibt. Zuletzt waren wir in Schweden und Island.

Was möchtest Du mit Deinen Fotos erreichen?

Zum einen dienen die Fotos natürlich dokumentarischen Zwecken, ich will sie für unseren Reiseblog verwenden und natürlich auch für uns selbst als Erinnerung haben.

Dann möchte ich auch, dass sich unsere Leser (hoffentlich) an den Fotos erfreuen und dass es sich um einen Prozess handelt, wodurch ich meine fotografischen Fähigkeiten und Kenntnisse weiter verbessern kann.

Was würdest du gerne an deiner Fotografie verändern?

Manchmal würde ich mir wünschen, ich hätte einen noch besseren Blick für gute Motive, den richtigen Bildausschnitt und die Bildkomposition. Manchmal sehe ich andere Fotos und versuche sie als Inspiration für die eigene Fotografie zu verwenden. Und v.a. bei der Tierfotografie ärgere ich mich manchmal, wenn der Fokus nicht richtig sitzt oder der Moment zu kurz war, um ein brauchbares Bild zu machen.

Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Die Fotografie soll für mich ja auch in erster Linie Spaß machen, ist ein Hobby.

Was zeichnet für Dich ein wirklich herausragendes Foto aus?

Auf die Landschafts- und Tierfotografie bezogen wäre das ein Foto, das nicht nur technisch und fotografisch-kreativ hohen Ansprüchen genügt, sondern bei dem der Fotograf auch noch das richtige Gespür und ein Quentchen Glück hatte, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Wenn dann sogar noch die Stimmung des Augenblicks im Foto transportiert werden kann, dann ist es wahrlich herausragend.

Welcher Fotograf oder Künstler inspiriert dich?

Ich kann hier nicht explizit Namen nennen, dafür bin ich auch zu wenig in der Fotografenszene bewandert. Ich lasse mich von allen Fotos inspirieren, die ich auf ihre Art herausragend oder besonders finde, egal um welchen Fotografen es sich handelt.

Gibt es ein Bild, dass Dir besonders am Herzen liegt? Warum?

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Die Entscheidung ist mir gar nicht so leicht gefallen, aber letztlich habe ich mich für das Foto von der Grand Prismatic Spring im Yellowstone Nationalpark entschieden. Wir hatten fünf Übernachtungen im Yellowstone und es war eigentlich immer kühl und bedeckter Himmel, erst am letzten Tag ist die Sonne rausgekommen. Nur so fangen die Farben dieser surreal aussehenden heißen Quelle regelrecht an zu leuchten und ich war sehr glücklich über das Foto. Außerdem war es ein besonderer Moment für Kerstin und ich, als wir auf den Hügel kletterten und dieses Naturwunder bestaunten.

5 Lieblingsbilder von Klaus Fromm

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Das Foto vom Peyto Lake hätte ebenso das Zeug dazu, ein Herzensbild zu werden. Nicht nur dass ich gutes Licht hatte und mir (inklusive Polfilter) eine gute Aufnahme dieses erstaunlichen Bergsees in den kanadischen Rockies gelungen ist, auch hier hatten Kerstin und ich einen „magischen“ Moment. Trotz Hochsommers waren einige Zeit nur wir beide an diesem Aussichtspunkt und und genossen den Anblick, den Ausblick und unsere Zweisamkeit in vollen Zügen.

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Island haben wir im April entdeckt, als die Gletscherlagune Jökulsarlon noch voller Eisschollen war. Mir war es wichtig, die bläulichen Reflexionen des Gletschereises einzufangen und wiederzugeben.

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Manchmal lohnt es sich, früh aufzustehen und bei einer Nordamerika-Reise kann einem der Jetlag dabei helfen. Trotzdem musste ich mich aufraffen, um den noch im morgendlichen Dunst wabernden Two Jack Lake und die Berge in den ersten Sonnenstrahlen im Banff Nationalpark aufnehmen zu können.

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Das ist mein Beitrag zur Tierfotografie: Auch kleine Tiere können mich begeistern und sind trotzdem nicht leicht abzulichten. Ich hatte nicht viel Zeit, bevor das Ground Squirrel wieder losrannte und durfte nicht zu nah heran, also eine längere Brennweite verwenden.

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Das ist für mich eine klassisch schöne Landschaftsaufnahme, außerdem enthält sie eine Andeutung auf unsere Vorliebe für Roadtrips. Entstanden am Washington Pass Overlook, North Cascades.

Alle gezeigten Fotos sind hier mit freundlicher Genehmigung von Klaus Fromm eingestellt. 

Klaus Fromm von Willkommen Fernweh

Ihr möchtet Klaus, seine Frau Kerstin und die kleine Tochter auf ihren Reisen und ihren fotografischen Arbeiten im Netz zu folgen? Dann findet Ihr die Drei unter folgenden Links:

Kerstin und Klaus von Willkommen Fernweh

Wir bedanken uns sehr bei Klaus für das Interview, die tollen Fotos und dass er sich für uns ein wenig Zeit genommen hat. 

Über Kommentare oder Fragen würden nicht nur wir uns freuen, auch Klaus ist neugierig auf Feedback von unserer Lesern.

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4 Comments

  1. Yvette 21. Juni 2018 um 13:04 Uhr - Antworten

    Danke an Klaus Fromm für die sagenhaften Bilder. Besonders das Foto vom Peyto Lake ist perfekt gelungen und verursacht sofort Fernweh.

  2. Klaus | Willkommen Fernweh 29. Juni 2018 um 16:21 Uhr - Antworten

    Hallo ihr beiden,
    vielen Dank auch an dieser Stelle nochmal für die Möglichkeit, mich von euch interviewen zu lassen. Als Reiseblogger, für den die Fotografie nur ein zusätzliches Hobby ist, hätte ich gar nicht mit eurem Angebot gerechnet. Umso schöner, nun Teil dieser Serie zu sein!
    Liebe Grüße

    • Thomas Jansen 29. Juni 2018 um 19:16 Uhr - Antworten

      Hallo Klaus,

      wir sagen Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Wo treibt Ihr Euch eigentlich gerade herum?

      LG Thomas

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