---Fotografen-Interview 18: Thomas Wester (Trekkinglife)
  • Interview mit Thomas Wester

Fotografen-Interview 18: Thomas Wester (Trekkinglife)

Von |2018-11-26T17:00:55+00:0002.08.2018|Fotografen-Interview|1 Kommentar

Zuletzt aktualisiert am 26. November 2018 um 17:00

In unseren Fotografen-Interviews möchten wir Euch regelmäßig tolle Fotografinnen und Fotografen vorstellen. Die meisten werden aus den Bereichen Reise- und Tierfotografie kommen. Da wir aber auch offen für andere Genres sind, schauen wir im Laufe der Serie auch mal über den Tellerrand hinaus. Andere fotografische Bereiche schauen wir uns immer gerne an, auch wenn wir da selber fotografisch nicht unterwegs sind.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen der Interviews und beim Anschauen der tollen Bilder.

Fotografen Interview mit Thomas Wester

Wer ist denn eigentlich Thomas Wester?

Student, technikbegeistert, Outdoor-„Freak“, Blogger und bestimmt noch vieles mehr. 

Ich bin aktuell 24 (gehe also auf die 30 zu), studiere in Aachen Wirtschaftsingenieurwesen und habe in den letzten zwei Jahren aber auch in Hamburg und Lissabon gelebt. Auf der einen Seite also ein technisches Studium, auf der anderen Seite sind die Fotografie und der Blog der kreative Teil meines Lebens.

Wen und was möchtest Du mit Deinem Blog Trekkinglife erreichen?

Zusammen mit einem meiner besten Freunde Jannik habe ich den Outdoor- und Wanderblog 2017 gestartet. Ganz plakativ ausgedrückt wollen wir unsere Leidenschaft mit unseren Lesern teilen und sie zu Abenteuern in der Natur inspirieren. Vor allem aber wollen wir unsere Leser auch ein wenig sensibilisieren, was wir alle an unserer Natur schätzen sollten.

Wie und wann bist Du das erste Mal mit Fotografie in Berührung gekommen?

Ich hatte mal in meiner ganz frühen Kindheit die analoge Kamera meines Vaters in der Hand, ich glaube er hat mich verflucht, dass der Film danach nicht mehr zu gebrauchen war. Aber an den genauen Zeitpunkt kann ich mich nicht mehr erinnern – irgendwann in den 90ern. Von da an hat es aber recht lange gedauert, bis ich mich intensiv mit der Fotografie auseinandergesetzt habe. 

Was war Deine erste Kamera und womit fotografierst Du heute?

Abgesehen von meiner kleinen Digitalkamera – damals noch mit Film – war meine erste nennenswerte Kamera war eine Nikon D70s. Die hat mir damals mein Onkel geschenkt. Das war vor knapp 15 Jahren.

Mittlerweile bin ich zu Fujifilm gewechselt und fotografiere mit der XT-2. Im Vergleich zu meiner vorigen Nikon-Kamera ist dies natürlich eine deutliche Gewichtsersparnis, was mir natürlich beim Wandern und Trekking entgegen kommt und was auch der Hauptgrund war, komplett auf das spiegellose System zu wechseln. Bereut habe ich es bisher auf keinen Fall. Ich habe mich vor allem in das in das Retro-Design und mein 56mm-Objektiv verliebt, damit macht es wirklich Spaß zu fotografieren.

Wie würdest Du selbst Deinen fotografischen Stil beschreiben und in welchen fotografischen Genres bist Du unterwegs?

Für den Blog bin ich natürlich hauptsächlich in der Landschaftsfotografie unterwegs. Aber ich habe in den letzten Jahren verstärkt auch Portraitfotografie gemacht. In meiner Zeit in Portugal habe ich tatsächlich auch die Street-Fotografie für mich entdeckt. Also recht weit gefächert, aber der Fokus liegt auf der Landschaftsfotografie. Hier arbeite ich auch gerne mit Langzeitbelichtungen und Filtern. Ich versuche schon bei der Aufnahme das Bild „perfekt“ abzulichten, denn eine tiergehende Nachbearbeitung muss nicht immer sein. „Perfekt“ ist hier vielleicht das falsche Wort, denn das eine perfekte Bild gibt es wohl kaum. 

Was ist Dein Lieblingsland oder –ort zum Fotografieren?

Aktuell ist es Portugal, aber vermutlich dem Fakt geschuldet, dass ich hier lebe. In Lissabon oder auch Porto findet man in jeder kleinen Gasse wunderschöne Motive, farbenfroh und lebhaft. Gleichzeitig zeigen die beiden Städte aber auch ihr hässliches Gesicht mit Spuren der schwierigen Zeiten für das Land in den letzten Jahren. Dadurch gibt es einfach unglaublich viel mit der Kamera zu entdecken!

Für die Landschaftsfotografie ist es Norwegen, wo es vermutlich leider erst nächstes Jahr wieder hingeht. 2017 war ich das erstes Mal in Norwegen und die Landschaft hat mich fasziniert. 

Was möchtest Du mit Deinen Fotos erreichen?

Ich habe keine wirkliche Mission, was meine Fotos alles erreichen könnten. Wenn sich Menschen meine Fotos anschauen, bin ich schon zufrieden und glücklich.

Was würdest du gerne an deiner Fotografie verändern?

Ich würde prinzipiell gerne einfach mehr fotografieren, dafür fehlt aber hier und da die Zeit. Vor allem auf unseren Fernwanderungen bleibt meist nicht so viel Zeit. Ich weiß aber nicht so recht, was ich an meiner Fotografie verändern würde, auch wenn es zu 100 Prozent sehr viel gibt. Learning by doing. 

Wenn ich Spaß bei der Fotografie habe, habe ich schon viel gewonnen.

Was zeichnet für Dich ein wirklich herausragendes Foto aus?

Ich glaube, wenn das Foto, das ausrückt, was der/die Fotograf/in in dem Moment zeigen wollte, ist schon viel erreicht. Es meines Erachtens muss nicht das technische perfekte Foto sein, viel wichtiger ist die Geschichte oder der Moment hinter dem Foto.

Welcher Fotograf oder Künstler inspiriert dich?

Ich war letztens in Porto und bin in einer kleinen Gasse auf einen Fotografen gestoßen, der dort seine Bilder an einer Hauswand präsentierte und zum Verkauf anbot. Es waren faszinierende Bilder der Stadt, die mich beeindruckt und inspiriert haben. Das zeigt mir, dass es nicht immer das eine große Vorbild gibt oder sein muss. Es gibt so viele tolle Künstler, die man sich zum Vorbild nehmen kann. 

Gibt es ein Bild, dass Dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Bild der Herzen

 

Ganz spontan ist es dieses hier. Einfach, weil es zeigt, dass die Menschen in Portugal trotz der extrem schweren Zeit während der Wirtschaftskrise ihre Lebensfreude und Mentalität nicht verloren haben.

5 Lieblingsbilder von Thomas Wester

Thomas Wester Obersee

Auch in Deutschland gibt es so viele schöne Ecken zum Fotografieren, vor allem im Berchtesgadener Land. Das Bild hier ist natürlich ein Klassiker, und ich glaube jeder, der zum Obersee fährt und wandert, wird dieses Motiv ablichten.

Thomas Wester Wasserschloss

Es ist tatsächlich eines der am meisten fotografierten Motive Deutschlands – das Wasserschloss in Hamburg. Und dennoch finde ich es nicht langweilig, das Bild selbst einmal zu machen. Im Sonnenuntergang bzw. in der blauen Stunde noch etwas spektakulärer. 

Thomas Wester Portrait

Eines meiner Lieblingsportraits, entstanden in Aachen. Ich find’s cool!

Thomas Wester Portugal

An der Algarve in Portugal ist dieses Bild entstanden. Was man mit Filtern alles erreichen kann, ist schon ziemlich cool.

Thomas Wester Eiskapelle

Hier hatte ich aus Versehen den Weißabgleich vergessen einzustellen. Aber ich fand das „blau“ so cool, dass ich es in der Nachbearbeitung einfach nicht korrigiert habe. Die Eiskapelle im Nationalpark Berchtesgaden lohnt sich für eine Fototour, ist aber auch sehr gefährlich!

Alle gezeigten Fotos sind hier mit freundlicher Genehmigung von Thomas Wester eingestellt. 

Thomas Wester von Treckinglife

Ihr möchtet Thomas, auf seinen Reisen und seinen fotografischen Arbeiten im Netz zu folgen? Dann findet Ihr Thomas unter folgenden Links:

Thomas Wester

Wir bedanken uns sehr bei Thomas für das Interview, die tollen Fotos und dass er sich ein wenig Zeit dafür genommen hat. 

Über Kommentare oder Fragen würden nicht nur wir uns freuen, auch Thomas ist neugierig auf Feedback von unserer Lesern.

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Ein Kommentar

  1. Sabine 2. August 2018 um 22:48 Uhr - Antworten

    Das Titelbild aus Portugal ist ganz ganz toll! Ich bin ja sehr schlecht darin, Menschen zu fotografieren und bewundere solche Bilder immer. Das Bild hat sehr viel Ausdruckskraft und man kann die Stimmung fast fühlen – wirklich großartig!

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