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Fotografie für Einsteiger – Tipps für die ersten Schritte

Fotografie für Einsteiger
Du bist Fotografie Einsteiger? Du hast eine neue Kamera bekommen oder willst Dich mit einer vorhandenen Kamera intensiver beschäftigen? Du willst aber keine wochenlangen Fotokurse besuchen, seitenlange Beiträge über die Technik bei der Fotografie lesen? Dann haben wir jetzt den kompakten Schnelleinstieg für Dich. Auf einer Seite, ganz kompakt, erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um die Fotografie, die wichtigsten Einstellungen Deiner Kamera und Tipps zum Bildaufbau und zur Fotobearbeitung. Für viele Themen haben wir weiterführende Anleitungen, die ihr natürlich bei Interesse lesen könnt. Diese sind in den einzelnen Abschnitten natürlich verlinkt. 

Bei diesem Schnelleinstieg in die Fotografie beschäftigen wir uns themenübergreifend mit den Einstellungen. Es ist also egal ob Du Reisefotos, Tierbilder, Flugzeugbilder, Blümchen oder was auch immer fotografieren möchtest. In den Beispielen und Einstellungen geben wir Tipps für viele Situationen. Natürlich hat jedes Themengebiet seine speziellen Kniffe aber für den Einstieg beschränken wir uns mal auf die einfachen Dinge, für Dich als Einsteiger.

Die Themen und Fragen, die wir hier in dem Beitrag besprechen, sind ein Streifzug durch häufig an uns gestellte Fragen in Kommentaren hier auf dem Blog, Mails oder bei Facebook. Ein paar weitere Themen sind durch eine Fragerund zu diesem Beitrag auf unserer Facebook-Gruppe zusammen gekommen. Gerne nehmen wir weitere Punkte in den Beitrag auf, stellt gerne weitere Fragen in den Kommentaren am Ende des Beitrages.

Dieser Beitrag richtet sich ausdrücklich an Einsteiger in das Thema Fotografie. Klar ist, über jeden einzelnen Punkt könnte man einen eigenen Artikel schreiben. Das haben wir zum großen Teil auch gemacht, die sind dann entsprechend verlinkt und bieten dann weiterführende Infos.

Was ist die richtige Kamera?

Das ist eine der häufigsten Fragen, die wir gestellt bekommen. Gerade Fotografie Einsteiger stehen vor einem unendlich großen Angebot an Kameras und verzweifeln. Eine Antwort darauf könnte Bücher füllen oder eigene Artikel hier auf dem Blog. 

Kurz gesagt, ihr braucht eine Kamera, die Euren Ansprüchen an die Fotografie genügt. Wollt ihr mehr Landschaften fotografieren oder doch lieber Tiere? Fotografiert ihr nur bei bestem Licht oder auch mal in dunklen Räumen? Bei der Entscheidung zur richtigen Kamera spielen viele Faktoren eine Rolle. 

Sony FE 2870

 

Ein ganz wichtige Frage ist, wie viel Geld steht Euch zur Verfügung und wie viel wollt ihr schleppen. Die größte Flexibilität bieten Euch sicher digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) oder Systemkameras (DSLM). Diese können mit Wechselobjektiven an verschiedene Ansprüche angepasst werden. Diese Flexibilität hat aber ihren Preis. Objektive kosten oft noch mehr, wie die eigentliche Kamera. Das gilt besonders, wenn man vernünftige Objektive haben möchte.

Überlegt Euch auch gut, welche Motive ihr gerne fotografieren wollt. Das spielt eine Rolle bei der Auswahl der Brennweite (des Zooms), den eine Kamera Euch bieten soll. Fotografiert ihr nur Landschaften und ein paar Gebäude, dann seid ihr mit Weitwinkel-Brennweiten bestimmt zufrieden. Wollt ihr aber Portraits, Tiere usw. fotografieren, dann braucht ihr viel mehr Brennweite, also Teleobjektive.

Kleiner und leichter sind Bridge- oder Kompaktkameras. Auch mit diesen „einfachen“ Kameras können erstklassige Fotos geschossen werden. Gute Modelle, die Profiqualität haben, sind dann aber auch nicht mehr preiswerter als DLSR oder DSLM-Kameras. Trotzdem spart man Geld, da keine Objektive zusätzlich gekauft werden müssen. Damit geht natürlich die Möglichkeit verloren, die eingesetzte Optik ideal an die Anforderungen anzupassen. 

Die Frage zu beantworten, würde hier den Rahmen sprengen. Für das Thema haben wir aber einige Beiträge hier auf dem Blog, die Euch vielleicht ein wenig bei der Entscheidung helfen:

Wichtig ist, egal was ihr kaufen wollt: Geht in ein Fachgeschäft und schaut Euch die Kamera vorher an. Spielt mit ihr rum, lasst Euch mal das Menü zeigen, die Einstellungsmöglichkeiten. Vielleicht könnt ihr auch mal ein paar Probebilder machen und diese dann am Rechner ansehen. Scheut nicht, Euch vernünftig beraten zu lassen. 

Ihr könnt Euch auch Fotos im Netz ansehen, die mit der Kamera Eurer Wahl fotografiert wurden. Bei Flickr gibt es die Möglichkeit, nach Fotos zu suchen, die mit bestimmten Kameramodellen oder Objektiven geschossen wurden. Uns hat das als Kaufentscheidung schon oft geholfen.

Wichtige Einstellungen an der Kamera

Fotografie Einsteiger: Einstellung auf dem Monitor
Einstellung auf dem Monitor

 

Egal für welche Kamera ihr Euch nun entschieden habt, herzlichen Glückwunsch zum Kauf.

Nun sitzt ihr mit der neuen Kamera zu Hause, blättert vielleicht durch das Handbuch oder die vielen Einstellungsmenüs Eurer Kamera und versteht nur Bahnhof. Sagen wir mal so, die meisten Kameras sind so eingestellt, dass ein Hobbyfotograf sofort loslegen kann und schöne Fotos machen. Es gibt am Anfang nur wenige Einstellungen, denen ihr in den Menüs Beachtung schenken solltet – später ergeben sich von alleine mehr und mehr Fragen und Ansprüche.

Am Anfang stellt aber unbedingt zwei Dinge ein:

Dateiformat RAW oder JPG

Die meisten modernen Kameras bieten Euch die Möglichkeit, die Bilder im RAW- oder im JPG-Format zu speichern. Das sind zwei völlig unterschiedliche Datenformate:

  • jpg-Format: In diesem Format werden die Bilder als fertige Fotos gespeichert. Die Entwicklung Eurer Bilder, von den Sensorsignalen zum fertigen Foto, übernimmt die Software in der Kamera. Ihr habt also am Ende ein fertiges Foto, welches ihr von der Speicherkarte auf den Rechner kopieren könnt. 
  • RAW-Format: In einer RAW-Datei werden alle Lichtinformationen gespeichert, die vom Sensor im Moment der Aufnahme aufgezeichnet wurden. Diese RAW-Datei ist keine Bilddatei. Sie beinhaltet einfach nur die Daten, die der Sensor empfangen hat, also die Rohdaten. Diese Rohdaten müssen am Rechner erst, von einer Software, in Bilder umgewandelt werden. Dafür bieten die RAW-Dateien sehr viel mehr Daten, um das Bild zu entwickeln als eine jpg-Datei. Die Möglichkeiten zur Bearbeitung sind viel größer. Das gilt aber auch für die Dateigröße, welche um ein Vielfaches größer ist, als bei einer jpg-Datei.

Kurz gesagt, wenn ihr keine Lust darauf habt, jedes Bild am Rechner zu bearbeiten (zu entwickeln), dann nehmt das jpg-Format. Ihr werdet sonst schnell die Lust am Fotografieren verlieren.

Sollte die Fotobearbeitung für Euch Teils des Hobbys Fotografie sein und ihr gerne das letzte Quentchen aus den Fotos raus kitzeln wollen, dann ist das RAW-Format für Euch die bessere Wahl.

Seid ihr unentschlossen? Dann könnt ihr oft auch beide Dateiformate speichern. Also eine fertig entwickelte jpg-Datei und die RAW-Datei zusätzlich. Das verbraucht dann aber am meisten Platz auf der Speicherkarte aber ihr habt fertige Bilder im jpg-Format und doch die Möglichkeit, einzelne Bilder später intensiver mit den RAW-Daten zu bearbeiten.

Weitere Infos zum RAW-Format findet ihr in unserem Beitrag, warum wir auf Reisen nur das RAW-Format nutzen.

Maximaler ISO-Wert

Eine zweite Einstellung, die wir euch für den Anfang ans Herz legen möchten, ist die Begrenzung der maximal eingesetzten ISO-Zahl. Mit der ISO-Zahl wird die Lichtempfindlichkeit des Sensors festgelegt. Nur, je höher die ISO eingestellt ist, desto mehr kommt es zum Bildrauschen. 

Macht am Anfang ein paar Testbilder, in einer dunklen Umgebung, mit verschiedenen ISO-Werten. Schaut Euch die Bilder anschliessend am Rechner an, so könnt ihr feststellen, ab welchem ISO-Wert das Rauschen im Foto störend wird.

Das variiert von Kamera zu Kamera und ist am Ende von der Größe des verbauten Sensors abhängig. Je größer der Sensor ist, desto weniger Rauschempfindlich ist dieser. 

Bei unseren Kameras haben wir folgende Obergrenzen bei der ISO-Zahl eingestellt:

  • Sony Alpha 7 II: ISO1600 (in Ausnahmefällen gehen auch mal ISO3200)
  • Sony Alpha 6000: ISO800
  • Panasonic Lumix FZ1000: ISO800
  • Panasonic Lumix FZ300: ISO640

Gitternetz im Sucher einblenden

Lasst Euch im Sucher ein Gitternetz einblenden. Das gibt es meistens als Unterteilung nach der Drittelregel oder dem goldenen Schnitt (siehe unten bei Bildgestaltung). Damit habt ihr bereits beim fotografieren einen Blick für den Bildaufbau, um Motive nach der Drittelregel ins Foto zu platzieren. Zusätzlich helfen Euch die Linien, das Bild gerade zu fotografieren. 

Weitere Grundeinstellungen an der Kamera

Es gibt, wie gesagt, noch zahlreiche weitere Einstellungen, die ihr an Euren Kameras verstellen könnt. Diese werdet ihr sicherlich, nach und nach kennenlernen (müssen), je weiter ihr Euch mit dem Thema Fotografie beschäftigt. Wer dazu weitere Fragen hat, kann gerne in die folgenden Artikel schauen:

Grundlagen der Belichtung

Fotografie Einsteiger: RAW Format: Links RAW Daten - rechts Entwicklung

 

Ein gut belichtetes Bild hat dunkle und helle Stellen, die aber weder ins weiße oder schwarze abdriften. Dazwischen sind alle Farbtöne und Helligkeitsstufen verteilt und ergeben ein kontrastreiches Foto. Soweit die Theorie und das Wunschdenken. Dummerweise bieten viele Motive gar keine hellen oder dunklen Stellen. Oder sie bieten direkt beides, z.B. ein dunkler Wald, wo oben der extrem helle Himmel zu sehen ist. Das ist dann für die meisten Kameras nicht mehr darzustellen und es kommt zu Fehlbelichtungen. Entweder ist der Wald unterbelichtet, dafür der Himmel schön zu erkennen. Oder, der Wald ist toll belichtet und der Himmel dafür gnadenlos überbelichtet.

Worauf wir hinaus wollen ist die Frage, welche Faktoren bestimmen eigentlich die Belichtung eines Fotos. Genau genommen, sind es drei Parameter, die im Zusammenspiel die Belichtung bestimmen:

  • Die Belichtungszeit
  • Die Blendenöffnung
  • Die ISO-Zahl als Hinweis für die Lichtempfindlichkeit des Sensors

Diese drei Parameter bilden das sogenannte Belichtungsdreieck bei der Fotografie.

Blende

Die Blende ist eine Art Ring im Objektiv der Kamera, welcher sich öffnen und schliessen lässt. Je weiter der Ring geschlossen wird, desto länger braucht eine Lichtmenge, um bis zum Sensor zu kommen. Eigentlich funktioniert die Blende wir ein Wasserhahn, wobei das Licht das fliessende Wasser ist.

Offene und geschlossene Blende - Schema

Von einer Offenblende spricht man, je kleiner die Zahl ist. Eine Blende 2,8 ist also viel weiter geöffnet, als eine Blende 22. Das ist oft ein wenig verwirrend für Einsteiger. 

Neben dem Einfluss auf die Belichtung, lässt sich mit der Blende noch die Schärfe im Bild beeinflussen. Und zwar die sogenannte Schärfentiefe, also der Bereich im Foto, der Scharf dargestellt wird. Das lässt sich am besten  an einer kleinen Skizze erklären:

Fotografie Einsteiger: Einfluss der Blende auf die Schärfeebene

Bei diesem Beispiel seht ihr am grünen Balken, welcher Bereich im Foto scharf sein wird. Der Rest, davor und dahinter, wird unscharf dargestellt. Je weiter die Blende nun geöffnet ist (kleine Blendenzahl), desto geringer wird der Bereich im Foto, der scharf sein wird.

Daher wird die Blende gerne eingesetzt, um gezielt Motive vom Hintergrund freizustellen. Das Motiv ist dabei scharf abgebildet, der Hintergrund ist nur noch verschwommen zu sehen. Diesen unscharfen Bereich nennt man dann Bokeh. Und es gibt viele Fotografen, die stehen maximal auf solch ein Bokeh – wir gehören auch dazu. Besonders bei Portraits oder Tieraufnahmen wird dieser Effekt gerne eingesetzt.

Fotografie Einsteiger: Zoofoto

Bei diesem Bild könnt ihr das sehr gut erkennen. Der Kopf, also das Hauptmotiv bei einem Tierfoto, ist scharf. Der Körper des Leoparden ist bereits unscharf und der Hintergrund besteht nur noch aus einem verschwommenen Grün.

Also könnt ihr Euch schonmal merken, bei Portraits, Tierfotos, Motive die ihr im Vordergrund hervor heben wollt, wählt eine kleine Blendenzahl um diesen Effekt zu erreichen.

Ganz anders sieht das in der Landschaftsfotografie aus. Dort will man ein Bild haben, welches von vorne bis hinten scharf ist. Also wählt man hier eher eine geschlossenere Blende. Werte zwischen Blende 8 und 11 sind gerne genommene Einstellungen.

Einen weiteren Einfluss auf die Schärfeebene hat, im Zusammenspiel mit der Blende, aber noch die Brennweite und die Entfernung zum Motiv. Das würde jetzt hier deutlich den Rahmen sprengen, ihr könnt aber unseren Artikel über das Zusammenspiel von Blende, Brennweite und Entfernung zum Motiv gerne nachlesen, wenn Euch das interessiert.

Belichtungszeit

Mit der Belichtungszeit könnt ihr bestimmen, wir lange Licht auf euren Sensor fällt. Das kann von einer tausendstel Sekunde (oder noch kürzer) bis zu mehreren Minuten geschehen. Letzteres kommt aber nur in Ausnahmesituationen vor, z.B. beider Milchstraßenfotografie, einen Themenbereich, den Ihr als Anfänger erstmal umschiffen solltet.

Die Belichtungszeit dient aber auch zur Bildgestaltung. So ist es bei sehr kurzen Belichtungszeiten möglich, Bewegungen im Foto einzufrieren. Wir nutzen kurze Belichtungszeiten gerne um Tiere im Zoo zu fotografieren, die sich  nunmal bewegen.

Längere Belichtungszeiten lassen Bilder oft dynamischer erscheinen. Wenn ihr einen Wasserfall fotografiert, dann wirkt das Wasser bei kurzen Belichtungszeiten wie eingefroren. Bei längeren Belichtungszeiten verschwimmt das Wasser im Foto und man kann das „fliessen“ förmlich sehen.

Längere Belichtungszeiten werden auch notwendig, wenn das Licht schlechter wird. Dann gehen die Werte schnell in Bereiche, wo man ein Problem bekommt.

Technisch gesehen, sind auch lange Belichtungszeiten kein Problem oder eine Herausforderung an die Kamera. Das Problem liegt dann eher beim Fotografen. Bei langen Belichtungszeiten lässt sich die Kamera nicht mehr ruhig halten, es kommt zu unscharfen Fotos, weil die Bilder verwackelt sind. Als Faustregel kann man sagen, dass alle Belichtungszeiten aus der Hand zu fotografieren sind, die der Brennweite entsprechen.

  • Bei Brennweite 200mm sind Belichtungszeiten bis 1/200 Sekunde aus der Hand zu fotografieren.
  • Bei einer Brennweite von 50mm kann dagegen bis 1/50 Sekunde aus der Hand fotografiert werden.

Das sind natürlich nur grobe Richtwerte, die aber aus der Erfahrung recht gut passen. Mit ein wenig Übung, gehen auch etwas kürzere Belichtungszeiten. Ebenso helfen Euch Bildstabilisatoren, die Eure Kamera oder die Objektive besitzen, die Belichtungszeit zu verlängern. 

Am Ende sind aber Grenzen gesetzt und dann braucht ihr ein Stativ, um die langen Belichtungszeiten ohne Verwackelung aufs Bild zu bekommen.

ISO

Der ISO-Wert bestimmt die Lichtempfindlichkeit des Sensors. So, dass ist jetzt technisch nicht sauber erklärt, ist aber verständlich. Die wirkliche technische Erklärung wollt ihr nicht lesen.

Merkt Euch einfach, je höher die ISO-Zahl ist, desto mehr Lichtinformationen werden vom Sensor aufgezeichnet. Die Blende könnte also geschlossen werden oder die Belichtungszeit verkürzt werden.

Dummerweise hat der ISO -Wert keinerlei künstlerischen Effekt, den man damit beeinflussen kann. Er hat nur eine recht häßliche Nebenwirkung – das Bildrauschen. Je höher der ISO-Wert eingestellt ist, desto mehr wird am Ende ein Rauschen im Bild zu sehen sein. Besonders betroffen sind davon dunkle Stellen im Foto. Bis zu einem gewissen Punkt stört das nicht weiter. Auch sind die modernen Kameras recht gut darin, dieses Rauschen aus den Bildern zu entfernen (bei jpg-Aufnahmen). Dummerweise geht dieses Entfernen aber immer auf kosten der Schärfe im Bild, die Fotos wirken leicht verschwommen.

Wo die Grenze bei Eurer Kamera liegt, an der die Fotos unansehnlich werden, müsst ihr selber heraus finden. Wie oben bei den Kameraeinstellungen schon erklärt, spielt hierbei auch die Größe des Sensors eine Rolle. Je größer der Sensor ist, desto später tritt dieses Rauschen auf. Dummerweise werden die Kameras auch proportional zur Sensorgröße teurer.

Belichtungsdreieck

Diese drei Parameter – die Blende, die Belichtungszeit und die ISO-Zahl – bilden nun das Belichtungsdreieck.

Fotografie Einsteiger: Infografik Belichtungsdreieck - kleine Version

Um dieses Belichtungsdreieck zu verstehen, kann man sich folgende Situation vorstellen.

Ein Beispielmotiv wäre mit folgenden Werten perfekt belichtet:

  • ISO 100
  • Belichtungszeit 1/100 Sekunde
  • Blende 8

Ändert man nun bei den Einstellungen einen dieser Werte um einen Schritt, z.B. die Blende auf 11, so müsste man einen der beiden anderen Werte ebenfalls um einen Schritt verändern um ein identisch belichtetes Bild zu  bekommen. In dem Beispiel z.B. die Belichtungszeit auf 1/160 Sekunde. 

Schaut generell, dass Ihr im Zweifelsfall ein Foto lieber ein wenig unter- als überbelichtet. Dunkle Stellen kann man meistens in der Fotobearbeitung noch ein wenig aufhellen. Überstrahlte, weiße Flecken sind dagegen hoffnungslos verloren und lassen sich nicht mehr retten.

Wichtig zu verstehen ist, dass diese drei Werte immer in Abhängigkeit stehen um ein richtig belichtetes Bild zu bekommen. 

Programmautomatiken an der Kamera richtig nutzen

Das Wissen, wie das Belichtungsdreieck funktioniert, hilft Euch nun dabei, die Programme an der Kamera richtig einzusetzen. Für verschiedene Anwendungen machen die verschiedenen Grundprogramme, die Blenden- oder Zeitautomatik, durchaus Sinn. Wir machen fast alle unsere Fotos in einem der beiden Programme. Die Vollautomatik nutzen wir nur sehr selten, da wir dabei zu wenig Einfluss auf die Bildgestaltung mit der Blende haben. Ebensowenig nuten wir die Motivprogramme, die unsere Kameras anbieten.

ISO-Einstellungen

Bei allen der folgenden Automatiken spielt auch der ISO-Wert eine Rolle. Mittlerweile sind wir dazu übergegangen, den ISO Wert auf Automatik zu setzen und dabei den maximalen ISO-Wert zu beschränken.

Zeitpriorität (auch Blendenautomatik genannt)

Einstellung an der Kamera: S oder Av (Shutter/Time Priority)

Bei der Zeitrpiorität wählt ihr die Belichtungszeit, mit der ihr fotografieren wollt. Die Kamera wählt dann dazu eine passende Blendenzahl und einen minimal möglichen ISO-Wert.

Wir nutzen diese Automatik, wenn wir bewusst die Belichtungszeit vorgeben wollen. Das kann z.B. bei Tieraufnahmen der Fall sein, wo wir mit sehr kurzen Belichtungszeiten die Bewegungen einfrieren wollen. 

Blendenpriorität (auch Zeitautomatik genannt)

Einstellung an der Kamera: A oder Av (Aparture Priority)

Bei der Zeitautomatik wählt ihr die Blende an der Kamera und diese berechnet dann die passende Belichtungszeit bei einem minimal möglichen ISO-Wert dazu.

Diesen Modus nutzen wir sehr gerne, wenn wir mit Unschärfen im Foto arbeiten möchten oder diese vermeiden wollen. Bei Landschaftsaufnahmen wählen wir dabei Blendenwerte zwischen 8 und 11 um ein gestochen scharfes Bild von vorne bis hinten zu haben.

Bei Portrait- oder Makroaufnahen, wo wir ein Motiv vom (unscharfen) Hintergrund abheben wollen, arbeiten wir gerne mit offener Blende – also Werten von 2,8 bis 4. 

Manuelle Modus

Einstellung an der Kamera: M

Der manuelle Modus bietet die Möglichkeit, die Belichtung der Kamera komplett von Hand zu steuern. Blende, Belichtungszeit, ISO – alles kann manuell vorgegeben werden. Wir nutzen diesen Modus gerne bei Nachtaufnahmen, bei Feuerwerken – Situationen, wo wir gerne verschiedene Einstellungen einfach mal ausprobieren. 

Zum lernen ist dieser Modus auch wunderbar geeignet. Einfach mal ein paar Fotos, mit verschiedenen Einstellungen, von einem Motiv machen und sich anschliessend am Rechner die Unterschiede bei den Bildern ansehen. 

Programmautomatik

Einstellung an der Kamera: P

Beim Vollautomatik-Modus übernimmt die Kamera komplett die Belichtungseinstellungen. Das ist natürlich die einfachste Möglichkeit um schnell Bilder zu machen, die sogar oft gut aussehen. Trotzdem misst die Kamera halt nur die Belichtung, stellt die Parameter dann auch optimal ein. Aber gestalterische Dinge, wie das einfrieren von schnell Motiven oder das Spielen mit Schärfeverläufen, sind viel einfacher und besser in den oben genannten Halbautomatiken möglich.

Motivprogramme

Viele Kameras bieten noch verschiedene Motivprogamme an. Da gibt es Einstellungen für Sportaufnahmen, Feuerwerk, Sonnenuntergang, Fotos im Schnee, Portraits im Abendlicht und noch viele andere Dinge. Um schnell zum Ziel zu kommen, sind diese Programme gar nicht sooo übel. 

Diese Motivprogramme können auch beim lernen helfen. Stellt die einfach mal ein und schaut mal, was die Kamera dann mit den Belichtungsparametern anstellt. In Sportprogramm wird die Kamera immer versuchen, eine extrem kurze Belichtungszeit zu erreichen, um die Bewegungen der Sportler einzufrieren. Das könnt ihr dann dort abschauen und mit der Blendenautomatik dann auch selber einstellen.

Scharfe Bilder machen

Ziel beim Fotografieren ist es meistens, also fast immer, ein Foto zu machen, was an der gewünschten Stelle im Bild gestochen scharf ist. Landschaftsfotos am besten von vorne bis hinten, bei Detailaufnahmen das gewünschte Motiv im Foto und bei Tieraufnahmen sind es die Augen und das Gesicht, das scharf sein sollte. 

Ein Hinweis noch zur Kontrolle der Bildschärfe. Verlasst Euch nicht, auf die Ansicht am Kameramonitor. Diese ist recht klein, so dass leichte Unschärfen nicht unbedingt auffallen und die Darstellung ist von der Kamerasoftware optimiert. Wir haben selber oft die Ernüchterung erlebt, wenn ein vermeintlich scharfes Bild zu Hause am Rechner unbrauchbar war.

Eine Voraussetzung für scharfe Fotos ist die richtige Fokussierung auf das gewünschte Motiv. Aber es gibt weitere Gründe, warum Bilder unscharf werden können.

Die richtige Fokussierung

Bei der Fokussierung sagt ihr der Kamera, welche Stelle im Foto scharf sein soll. Daher sind wir keine Freunde, von irgendwelchen automatischen Fokuseinstellungen an der Kamera. Eine Gesichtserkennung ist nicht hilfreich, wenn ihr ein Foto machen wollt, wo Menschen drauf sind, diese aber gar nicht das Hauptmotiv sein sollen. Dann fokussiert die Kamera auf irgendwelche Gesichter, z.B. in einer Kirche, dabei möchtet ihr lieber den Altar fotografieren.

Fotografie Einsteiger: Fokussierung
Fokus auf das Auge der Katze

Daher empfehlen wir, einen einzelnen Punkt als Fokus zu setzen, den ihr selber bestimmen könnt. In den Einstellungen wird das oft als Einzel-AF angeboten. Dann erscheint im Sucher Eurer Kamera ein Rechteck, mit dem ihr den Fokus bestimmen könnt. Und dieser Punkt kann oft noch über die gesamte Fläche des Bildes verschoben werden, so dass der Fokuspunkt nicht immer in der Mitte des Bildes liegen muss.

Bei dem Foto oben wurde der Fokus auf das Auge des Leoparden gesetzt. Durch die eingestellte Blende (f5,6) war ausreichend Tiefenschärfe vorhanden, so dass der ganze Kopf scharf ist.

Fokussierung falsch
Hier sitzt der Fokus komplett falsch

Ein falsch gesetzter Fokus sieht dann aus, wie auf diesem Foto. Die Schärfe sitzt an der falschen Stelle – dem Eimer – und nicht auf dem Kopf des Papageis. Solche Bilder kann man dann nur noch löschen, die sind auch in der Bildbearbeitung nicht zu retten. Oder man bewahrt sie auf, um sie in so einem Beitrag hier zu zeigen.

Gründe für unscharfe Bilder

Der häufigste Grund für unscharfe Bilder, nach dem falschen fokussieren, sind Verwacklungen durch zu lange Belichtungszeiten. Gerade in geschlossenen Räumen wird es oft schwierig. Solange man dort nur Gegenstände fotografiert, bekommt man das mit ein wenig Übung noch hin oder man nutzt ein Stativ, um längere Belichtungszeiten zu ermöglichen.

Schwierig wird es aber, sobald Menschen im Raum sind und diese sich auch noch bewegen. Dann hilft es nur noch, die Belichtungszeit zu verringern, also Blende auf und die ISO so weit wie möglich und vertretbar nach oben. Lieber ein wenig Rauschen in einem scharfen Bild als ein verwackeltes Bild ohne Rauschen.

Fotografie Einsteiger: Unscharf durch Bewegung
Unscharf durch Bewegung

Schwierig ist es auch, weit entfernte Motive, die in Bewegung sind scharf zu fotografieren – besonders wenn diese dann noch im Schatten laufen. An dieser Stelle hilft einem auch kein Stativ, da man die Bewegung des Tieres (in diesem Fall) mitziehen muss. Hier hilft nur eines – Üben, üben und noch ein wenig üben. Und dann, mit Hilfe einer Serienaufnahmen, gelingt einem vielleicht das eine schöne Foto.

Gepard im Zoo Amneville
Gepard in scharf – eines von 20 Fotos ist dann gelungen.

Generell sind lange Belichtungszeiten ein Problem, wenn ihr scharfe Bilder bei dunklen Lichtverhältnissen machen wollt. Das gilt nicht nur in geschlossenen Räumen, auch in der freien Natur ist das Licht nicht immer ideal. Wolken verdunkeln schonmal die Situation, Sonnenuntergänge oder -aufgänge sind auch mit langen Belichtungszeiten verbunden.

Daher denkt beim Kauf einer Kamera direkt auch an die Anschaffung eines Statives. Das muss für den Anfang kein Profi-Stativ sein. 

Natürlich findet Ihr hier im Blog auch noch mehr Tipps für schärfere Fotos.

Bildaufbau und Bildgestaltung

Kurz ein paar Worte zur Bildgestaltung. Nichts ist langweiliger, als ein mittig fotografiertes Fotos. Typische Beispiele sind das übliche Urlaubsfotos – mit mittigem Ehemann am Strand vor einem mittigen Horizont. Es gibt viele „Regeln“ für einen ansprechenden Bildaufbau, die teilweise so alt sind, dass schon die alten Meister der Malerei damit gearbeitet haben. 

Bildaufbau – Drittel Regel

Boathouse am Maligne Lake

Sehr beliebt ist die Drittel-Regel bzw. der goldene Schnitt, bei der Bildgestaltung. Setzt Motive auf diese Drittellinien oder deren Kreuzungspunkte. Das obige Bild ist so aufgebaut. Die Wasserlinie liegt auf der oberen Drittellinie, die roten Boote auf dem linken, oberen Kreuzungspunkt. Wenn das Bild nun mittig aufgenommen wäre, dann hätte es viel mehr (langweiligen) blauen Himmel am oberen Rand und die Steine im Vordergrund würden verschwinden – damit wäre unten nur noch (langweiliges) Wasser zu sehen.

Bildaufbau – Mittige Bilder

Fotografie Einsteiger:Tiger Mittig fotografier - hier passt das.
Tiger Mittig

Nichts ist aber schöner, als Regeln zu brechen, wenn man diese kennt. Es gibt durchaus sinnvolle Gründe für mittige Bilder. So können damit wunderbar symetrische Motive dargestellt werden oder formatfüllende Portraits. Wobei, bei dem Foto oben liegen die colorierten Augen doch wieder auf der oberen Drittellinie.

Was wir sagen wollen, brecht auch mal die Regeln – seid kreativ – nur nicht langweilig.

Natürlich haben wir auch zum Thema Bildgestaltung (auf Reisen) und bei der eigentlich nüchternen Flugzeugfotografie weitere Beiträge zum Thema Bildaufbau hier auf dem Blog.

Fotobearbeitung Grundlagen

Fotografie Einsteiger:  Fotobearbeitung

Ganz ohne Fotobearbeitung geht es heute nicht, auch nicht für Fotografie Einsteiger. Diese ist weniger nötig, wenn ihr im jpg-Modus arbeiten, deutlich größer, wenn ihr mit RAW-Dateien fotografiert. So sehr ins Detail wollen wir an dieser Stelle garnicht gehen. Aber ein paar Grundlagen, sollte jeder beherrschen, der sich ambitioniert mit der Fotografie beschäftigen möchte.

Bilder importieren und sichern

Wenn ihr von einer Fototour nach Hause kommt, sollte der erste Schritt das kopieren der Fotos auf den Rechner sein. Schafft Euch dafür eine Struktur, wo ihr die Fotos sinnvoll ablegen könnt. Das können Verzeichnisse sein oder ihr nutzt Verwaltungsprogramme wie ACDSee oder Lightroom. Wichtig ist, dass ihr Eure Fotos auch in zwei Jahren noch wiederfinden könnt.

Die Fotos sollten zusätzlich auf externen Datenträgern gesichert werden um sie vor Verlust zu schützen. Ein Rechner bzw. eine Festplatte halten nicht ewig. Wir betreiben ein recht aufwändiges Sicherungskonzept (nicht nur wegen der Fotos). Vielleicht könnt ihr dort auch den ein oder anderen Tipp für Euch finden.

Bilder aussortieren und auswählen

Der zweite Schritt sollte die Auswahl der Fotos sein, die ihr weiter bearbeiten möchtet und der Welt zeigen wollt. Glaubt uns, keiner will alle 2386 Fotos von Eurer Reise sehen. Sortiert alle mißlungenen Bilder aus (löschen tut garnicht weh). Wählt dann einzelne tolle Bilder aus und diese zeigt ihr dann der Welt. Die Betrachter erfreuen sich lieber an 10 tollen Bildern als an 200 mittelmäßigen, langweiligen, Allerweltsfotos.

Auch dazu haben wir einen etwas detaillierteren Beitrag geschrieben, wie ihr Fotos präsentieren könnt, ohne die Betrachter in die Flucht zu schlagen.

Bilder begradigen

Uns selber gelingt es nicht, gerade Fotos zu machen. Trotz Hilfslinien im Sucher und sogar einer Wasserwaage im Sucher einer unserer Kameras. Es bringt alles nichts, die Bilder sind schief. Da ist auch gar nicht schlimm, denn das kann man in der Fotobearbeitung mit zwei Klicks korrigieren. Diese, wirklich minimale Bildbearbeitung, solltet ihr auf jeden Fall vornehmen, auch wenn ihr sonst keine Lust zur Fotobearbeitung habt. Wir sehen so viele schiefe Bilder im Netz, wo das Wasser rechts oder Links aus dem Strandfoto läuft – das muss nicht sein. 

Bilder zuschneiden – Proportionen

Eine Frage die wir häufig gestellt bekommen ist, welche Proportionen sollte ein Foto haben? Nun, die Antwort darauf ist, wie so oft im Leben, ein entschiedenes „Kommt drauf an“ und „es ist Geschmacksache“.

Generell solltet Ihr im 4:3-Format fotografieren. Einige Kameras bieten die Möglichkeit auch 16:9 oder 1:1 Fotos zu machen. Davon würden wir abraten, ihr verschwendet damit Bildinformationen, die ihr später noch brauchen könntet. Die Kamera verändert ja nicht ihr Bildformat – sie schneidet einfach alle Bereiche ab, die in dem Sonderformat nicht gebraucht werden. Die Informationen sind also verschwunden.

Daher, nutzt die volle Auflösung der Kamera, im Standardformat und macht den Bildschnitt später am Rechner. Hier könnt ihr dann den Bildschnitt frei wählen.

Wir selber nutzen meistens das bewährte 4:3-Format für unsere Urlaubsbilder. Bei Landschaftsaufnahmen wählen wir aber auch gerne mal ein 16:9 oder 16:10 Format – um den Weitwinkel-Effekt zu unterstützen. Bei Tieraufnahmen stehen wir total auf das 1:1 Format und nutzen das dort sehr oft.

Experimentiert einfach selber mal ein wenig rum. Macht euch von einem Foto Kopien und schneidet das Bild dann in verschiedene Formate zurecht. Richtig ist dann das Format, was Euch (!) am besten gefällt. Das gilt übrigens für alle Bearbeitungen. Ihr entscheidet, wie ihr Eure Fotos gerne hättet und wenn sie Euch gefallen, dann ist es ein perfektes Foto.

Belichtungen korrigieren

Etwas weiter in der Bearbeitung geht die Korrektur der Belichtung. Ihr könnt dabei dunkle Stellen aufhellen, helle Stellen abdunkeln, Kontraste erhöhen, die Farbsättigung anpassen – alles mit wenigen Mausklicks. Auch hier sind der Fantasie und der Kreativität keine Grenzen gesetzt. 

Dieser Arbeitsschritt ist unbedingt erforderlich, wenn ihr mit RAW-Dateien arbeitet. Die Fotos sind nach der Umwandlung meistens ein wenig kontrastarm und flau in den Farben.

Nachschärfen

Der letzte Schritt einer Bearbeitung sollte immer das Schärfen der Bilder sein. Dies sollte aber nur dezent geschehen – überschärfte Fotos sehen gruselig aus.

Fotos exportieren (speichern) für verschiedene Anwendungen

Bedenkt bei der Arbeit mit jpg-Dateien, dass bei jeder Speicherung der Fotos durch die Komprimierung ein wenig Qualität verloren geht. Bearbeitet also das Original in Eurer Bearbeitungssoftware und speichert es einmal als bearbeitete Version ab. Wenn ihr nun Fotos für verschiedene Zwecke benötigt, so nehmt diese bearbeitete Version als Grundlage und speichert z.B. die Version für Facebook als neue Datei einmal ab.

Solltet ihr z.B. mit Lightroom arbeiten, ist das ein wenig entspannter. Die Bearbeitungen werden nicht im Originalbild direkt gespeichert, sondern als Zusatzinformation zu der Fotodatei. Somit bleibt die Ursprungsdatei erhalten und die Änderungen können verlustfrei auch wieder rückgängig gemacht werden.

Für verschiedene Anwendungen benötigt ihr verschiedene Bildgrößen. Hier mal ein paar Beispiele, die wir nutzen:

  • Facebook und Instagram: jpg – Querformat oder Quadrat – 2048 Pixel Breite bei 80% Qualität
  • Pinterest: png – Hochformat im Verhältnis 1:2 oder 1:3 (höher macht aber auch nichts), bei 564 Pixeln Breite
  • Blog: jpg – Querformat oder Quadrat 1000 Pixel Breite bei 60% Qualität
  • Flickr und 500px: jpg – Format frei – 1600 Pixel Breite bei 80% Qualität

Alle Fotos werden bei mit einer Auflösung von 72dpi gespeichert, was für eine Darstellung am Monitor vollkommen ausreicht. Höhere dpi-Zahlen werden nur für den Druck benötigt.

Unsere Workflows und Tipps für die Fotobearbeitung

Verschiedene Zwecke benötigen halt unterschiedliche Bearbeitungen. Ein paar unserer Workflows haben wir in eigenen Artikeln zusammen gefasst. Schaut dort gerne mal vorbei.

Zusätzlich haben wir noch ein paar Beiträge mit Tipps rund um die Bildbearbeitung in Lightroom geschrieben:

Buchtipps für Fotografie Einsteiger:

Am Ende möchten wir Euch noch ein paar Buchtipps geben, die uns selber auch sehr geholfen haben, als wir angefangen haben uns intensiver mit der Fotografie zu beschäftigen:

Fazit: Fotografie Einsteiger – Fotografiert los, experimentiert und habt Spaß dabei!

All diese Informationen werden Euch nun vermutlich ein wenig erschlagen. Lasst Euch dadurch aber nicht entmutigen. Geht die einzelnen Punkte Schritt für Schritt durch, experimentiert mit verschiedenen Einstellungen rum, erfreut Euch an gelungenen Fotos, lacht über mißlungene Aufnahmen. Besonders der letzte Punkt wird auch nach Jahren noch in Fleisch und Blut übergegangen sein, denn das mit den mißlungenen Bildern hört niemals auf, es wird nur weniger.

Bei all dem habt Spaß an der Fotografie, dann kommt das mit der ganzen Technik ganz von alleine. 

Habt ihr jetzt  noch Fragen oder Anregungen zu dem Thema? Auch Vorschläge für weitere Beiträge werden gerne angenommen. Lasst uns doch einfach einen Kommentar hier.

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11 Kommentare

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  • Hi ihr zwei,
    wow – das ist ja wirklich ein „Giga-Beitrag“ 🙂 Vielen vielen Dank für den tollen Artikel. Ich hab mich vor allem in den letzten Monaten sehr verstärkt mit meiner Kamera beschäftigt, aber von 0 auf 100 dauert einfach… Dein Beitrag zeigt mir, dass ich eine Menge schon gelernt und verstanden habe, aber eben auch, dass ich noch viele Baustellen habe 🙂 Das merke ich nun auch an den ganzen Tabs, die ich während des Lesens geöffnet habe 🙂

    Wünsche euch ein schönes Wochenende.
    Lieben Gruß
    Saskia

  • Servus ihr zwei,

    mal im ernst…..habt ihr schon mal überlegt ein kleines Buch zu schreiben? Ich meine das nicht ironisch! Als ich mir 2002 meine erste digitale Kamera zulegte wäre ich um solche Tips dankbar gewesen. Da hätte ich mir das ein oder andere Lehrgeld erspart!

    Grüße aus MUC
    Rainer

    • Hi Rainer,

      ja, die Idee spukt im Kopf rum. Aber es ist noch mal was anderes, ob man einen (langen) Artikel schreibt oder ein Buch. Es fehlt einfach die Zeit. Hm, mal schauen…

      LG Thomas

  • Ich musste gleich mal schauen bei der Diskussion eben: Ein toller Artikel, auf den ich sehr gerne verweise, wenn mich mal wieder jemand etwas zu Grundlagen fragt: schön einfach geschrieben und in verdaulichen Häppchen.
    Und das Mitgezogene Bild vom Geparden, bei dem die Bewegungsunschärfe da ist, finde ich der Knaller, super schön.
    Viele Grüße
    /Inka

    • Hi Inka,

      na, wenigsten eine Besucherin, wo ich weiß wo sie herkommt. 🙂

      Das Gepard-Bild ist wirklich ganz gut gelungen, scharf am Kopf, unscharf wo es sein daef/soll. Allerdings war die Ausschussquote bei der Szene gruslig hoch.

      LG Thomas

  • Hey Thomas,

    wow, das nenne ich mal toll zusammengefasst!

    Nachdem ich bisher mit meiner Samsung Systemkamera immer nur mit dem Smart-Modus durchs Leben spaziert bin, habe ich mich mittlerweile auch mal hin und wieder ein bisschen mit den Basics beschäftigt.

    Ehrlich gesagt merke ich aber einfach immer wieder, dass ich doch mehr die Schreiberin als die Fotografin bin – ich glaube, meine Fotos sind nicht schlecht und unterstützen meine Texte ganz gut. Aber iiirgendwie fehlt mir die Motivation, das Fotografieren auch noch „richtig“ zu lernen. Auch wenn ich dann bei so geilen Bildern wie deinen schon immer denke „Mhhhh, jaaaaa, vielleicht sollte ich doch…?“.

    Schöne Grüße,
    Caro

    • Hi Caro,

      Deine Fotos sind ja nun wirklich sehr schön – also keinen Kopf machen. Fotografiere so, wie es Dir Spaß macht und Du mit den Ergebnissen zufrieden bist. Dann bist Du auf dem richtigen Weg. Vielleicht einfach, an einem grauen, verregneten Herbsttag, mal mit der Kamera und den verschiedenen Einstellungen rum spielen. So habe ich seinerzeit auch die Lust auf mehr geweckt.

      LG Thomas