Fotografieren in Aquarien und Terrarien – Tipps und Tricks

---Fotografieren in Aquarien und Terrarien – Tipps und Tricks
  • Tipps zur Aquarien- und Terrarien-Fotografie

Fotografieren in Aquarien und Terrarien – Tipps und Tricks

Das Fotografieren in Aquarien und Terrarien gehört sicherlich zur anspruchsvollen Seite der Tier- und Zoofotografie. Wir möchten Euch gerne ein paar Tipps und Tricks dazu geben. Dabei möchten wir uns auf die Basics beschränken, die jeder Hobbyfotograf mit seinem Equipment umsetzen kann.

Die folgenden Tipps sollen besonders Einsteigern helfen, schöne Aufnahmen in Aquarien und Terrarien zu machen. Daher werden wir hier auch nur die nötigen Grundlagen erklären und kein exotisches, teures Equipment empfehlen.

Aquarien und Terrarien – Anspruchsvolle Bedingungen

Die Bedingungen für Aquarien- und Terrarien-Fotografie sind oft nicht einfach, um Vergleich zur normalen Zoofotografie. Die Tiere sind viel kleiner, was erstmal kein Problem ist. Aber sie befinden sich oft hinter Glas, im Wasser und die Lichtverhältnisse sind zum fotografieren anspruchsvoll. Sprich, es ist oft dunkel.

Dazu ist es in Aquarien. und Terrarienhäusern recht voll und somit eng vor den Scheiben, wo man die Tiere sehen kann. Hier gilt es als Fotograf Geduld zu haben, alle anderen Besucher haben auch das Recht die Tiere zu sehen. Oder man besucht die Einrichtungen nur an besuchsarmen Tagen unter der Woche.

Aquarien und Terrarien Fotos – Tipps und Tricks

All diese Bedingungen müssen entsprechend berücksichtigt werden, stellen aber am Ende kein Hindernis für schöne Fotos dar, wenn man ein paar Tipps und Tricks beachtet. 

Fotoausrüstung für die Aquarien- und Terrarien-Fotografie

Generell ist es mit jeder Fotokamera möglich, in Aquarien und Terrarien schöne Fotos zu machen. Wie immer ist die Kamera nur das Werkzeug des Fotografen. Da die Lichtbedingungen in den Tierhäusern oft nicht ideal sind, schadet es nicht, wenn die Kamera bzw. das Objektiv folgende Eigenschaften besitzt:

  • Lichtstarkes Objektiv: Je weiter die Blende geöffnet werden kann, desto besser ist es das wenige Licht vernünftig mit der Kamera einzufangen. Blendenwerte von f2,8 bis f5,6 sollten es schon sein.  
  • Rauscharmer Sensor: Trotz lichtstarker Optiken ist oft noch zu wenig Licht für vernünftige Belichtungszeiten vorhanden. An dieser Stelle wird es dann teuer. Hier benötigt man einen Sensor in der Kamera, der bei hohen ISO-Werten nicht so stark rauscht. Und diese hat man meistens nur in Spiegelreflex- oder hochwertigen Systemkameras mit mindestens APS-C-Sensorgröße. Noch besser sind Kameras mit Vollformat-Sensor.
  • Bildstabilisator: Wenn ihr aus der Hand fotografieren wollt, dann ist ein Bildstabilisator von Vorteil. Dabei ist es egal, ob der in der Kamera oder im Objektiv verbaut ist. Mit dem Stabilisator sind längere Belichtungszeiten möglich.
  • Geringe Naheinstellgrenze: Da die Tiere oft sehr nah vor der Kamera sitzen oder vorbei schwimmen ist eine geringe Naheinstellgrenze des Fokus notwendig. Die Naheinstellgrenze gibt an, wie weit ein Motiv mindestens von der Kamera entfernt sein muss, bis es fokussiert werden kann. Hier gilt einfach, je weniger, desto besser. Sehr kurze Naheinstellgrenzen haben ob Makro-Objektive. Nur sind diese oft auch sehr teuer – daher müssen die nicht unbedingt genutzt werden.
  • Schneller Fokus: Gerade wenn Tiere in Bewegung fotografiert werden wollen ist ein schneller Fokus, also das Scharfstellen auf das gewünschte Motiv, extrem wichtig. Wenn Eure Kamera das unterstützt, so aktiviert auch den kontinuierlichen Fokus. So bleibt der Fokus auch bei Bewegungen des Tieres da, wo er sein soll.

Wir selber nutzen in Aquarien und Terrarien meistens unsere Sony Alpha 7 II. Diese hat einen wunderbar rauscharmen Sensor, mit dem ISO-Werte bis 6400 machbar sind, ohne die Fotos unbrauchbar zu machen. 

Als Objektiv setzen wir das Sigma 24-105 f4 DG OS HSM Art ein. Die Naheinstellgrenze von 45cm könnte noch etwas besser sein, da arbeiten wir noch dran. Gelegentlich nehmen wir auch das Sony FE 70200 f4 G für Aufnahmen im Aquarien und Terrarien. Hier liegt aber die Naheinstellgrenze schon bei mindestens einem Meter, was oft viel zu viel ist.

Die fehlende Lichtstärke beider Objektive gleichen wir durch das wunderbare Rauschverhalten der Kamera aus. Wobei eine durchgängige Blende von f4 nicht sooo schlecht ist.

Wir haben aber auch mit unserer Bridgekamera, der Panasonic Lumix FZ1000, schon wunderbare Aufnahmen in verschiedenen Aquarien und Terrarien gemacht. Hierbei muss einem nur klar sein, dass durch das schlechtere Rauschverhalten der Kamera nicht alle Aufnahmen machbar sind.

Aber rennt nun nicht direkt in die Fotogeschäfte, versucht erstmal mit dem vorhandenen Equipment, mit den nachfolgenden Tipps Fotos zu machen. Wenn ihr dann merkt, das macht Euch Spaß und ihr kommt an die technischen Grenzen der Kamera – erst dann deckt Euch mit einer neuen Ausrüstung ein.

Stativ bei der Aquarien- und Terrarien-Fotografie

Eine große Hilfe kann ein Stativ sein oder zumindest ein Einbein. Damit könnt ihr noch längere Belichtungszeiten erzielen, was besonders bei ruhenden Tieren Sinn machen kann. 

Dummerweise ist in vielen Häusern die Benutzung von Stativen verboten. Und wenn es nicht verboten ist, dann ist es an besuchsstarken Tagen fast unmöglich vernünftig mit einem Stativ zu arbeiten. Irgendjemand stösst immer dagegen.

Wenn ihr an leeren Tagen in die Aquarien und Terrarien geht und Stative dort erlaubt sind, dann habt ihr natürlich gewonnen. Viele Einrichtungen bieten auch spezielle Abende für Fotografen an. Da sind Stative natürlich sinnvoll und gerne gesehen – man ist ja unter seinesgleichen.

Blitz bei der Aquarien- und Terrarien-Fotografie

Das Kapitel Blitz können wir schnell abhaken. Lasst die Finger davon. In den meisten Aquarien und Terrarien ist die Benutzung des Blitzes sowieso und zu recht verboten. Und was wollt ihr auch anblitzen? Die Scheibe – und das gibt wunderbare Reflexionen, die Euch das ganze Foto ruinieren.

Fotografieren durch Glas bei der Aquarien- und Terrarien-Fotografie

Viele Anfänger verzweifeln am Anfang daran, dass man immer durch Glas fotografieren muss. Dabei ist das eigentlich kein Problem, wenn man es richtig macht.

Das Problem beim Glas ist ja, dass es reflektiert – und da kann es noch so gut entspiegelt sein. Lampen im Hintergrund, andere Besucher, alles spiegelt sich in den Scheiben. Und je heller die Räumlichkeiten sind, desto schlimmer ist es. Daher freut euch schonmal, wenn ein Aquarium im Besucherraum sehr dunkel ist. Damit wirken nicht nur die Becken schöner, es erleichtert auch das Fotografieren.

Das Ziel ist nun, die Spiegelungen in der Scheibe nicht mit zu fotografieren. Und das geht mit einem simplen Trick. 

So nah wie möglich an die Scheibe

Setzt unbedingt die Gegenlichtblende auf das Objektiv. Und mit diesem geht ihr extrem nah an die Glasscheibe des Beckens heran. Dabei könnt ihr sogar die Glasscheibe berühren. Achtet aber darauf, nicht mit der Blende gegen die Scheibe zu klopfen, das mögen die Tiere gar nicht gerne.

Es gibt auch spezielle Gegenlichtblenden aus Gummi. die wirklich dicht mit der Scheibe abschliessen. Diese gibt es passend zu allen Objektivgrößen zu kaufen. Wir selber nutzen die nicht und haben die bisher auch nicht vermisst.

Wenn ihr nicht so nah an die Scheibe könnt, dann müsst ihr nach einem Standort suchen, wo möglichst keine Spiegelungen im Foto zu sehen sind.

Senkrecht durch die Scheibe fotografieren

Versucht die Kamera im 90°-Winkel zur Scheibe zu halten. So vermeidet Ihr, dass seitlich doch noch Licht eintreten kann und zu Spiegelungen führt. 

Bei der Aquarienfotografie verhindert ihr zusätzlich, dass die Tiere verzerrt werden. Bei einer schrägen Aufnahme wird das Licht durch die Scheibe und das Wasser in verschiedene Richtungen gebrochen. Das führt dann zu merkwürdig geformten Tieren auf den Fotos.

Bei Terrarien ist das nicht so schlimm, da kann bis zu einem gewissen Winkel durchaus die Kamera gekippt werden. Wie weit das geht, muss man einfach ausprobieren. Das hängt von der Qualität des Glases und der Dicke der Glasscheiben ab. Achtet aber beim „anwinkeln“ darauf, dass nicht wieder Spiegelungen ins Foto kommen.

Was tun bei verdreckten / zerkratzten Scheiben?

Auch hier ist der Trick, so nah wie möglich an die Scheibe zu gehen. Zusätzlich sollte die Blende der Kamera so weit wie möglich geöffnet werden (kleine Blendenzahl). Dadurch kann man die Verunreinigungen ausblenden, wenn das Motiv weit genug von der Scheibe entfernt ist. 

Das funktioniert natürlich nur bis zu einem gewissen Maß an Verunreinigung. Milchige oder vor Feuchtigkeit beschlagene Scheiben z.B. sind ein Grund, dort erst gar kein Foto zu machen. Das macht einfach keinen Sinn.

Passende Kleidung bei der Aquarien- und Terrarien-Fotografie

Wie jetzt? Passende Kleidung? Ja klar! Dabei ist es aber völlig egal ob ihr dicke, dünne, lange oder kurze Klamotten anhabt. Nur, dunkel sollte die Kleidung sein, ab besten ein tiefes Schwarz. Ohne Schriften, Muster oder anderen Dingen, die sich in den Scheiben spiegeln kann. Das ist genau der Grund, warum dunkle Kleidung eine gute Idee ist. Gerade in Räumen, wo ihr nicht sehr nah an die Scheiben heran könnt, schaltet ihr mit Eurer dunklen Kleidung schon mal eine störende Reflexion im Bild aus.

Richtiges Fokussieren bei der Aquarien- und Terrarien-Fotografie

Wie bei allen anderen Tierfotos sollte der Fokus auf die Augen des Tieres gesetzt werden. Durch die Nähe zu den Tieren, zusammen mit relativ großen Brennweiten, kommt es aber oft dazu, dass der Fokus schnell verrutscht. Dann ist die Nasenspitze scharf und die Augen unscharf. Da hilft nur viel Übung oder eine geschlossenere Blende (größere Blendenzahl), was aber wegen dem schlechten Licht oft nicht machbar oder sinnvoll ist. Einfach mehrere Fotos machen und hoffen, dass bei einer Aufnahme der Fokus auf den Augen sitzt. Auch hier hilft viel Übung.

Kameraeinstellungen bei der Aquarien- und Terrarien-Fotografie

Ein paar generelle Einstellungstipps für Einsteiger in die Aquarien- und Terrarien-Fotografie:

  • Nutzt die ISO-Automatik Eurer Kamera. Probiert mal aus, bis zu welchem ISO-Wert Eure Kamera brauchbare Fotos liefert. Auf diesen Wert begrenzt ihr dann den maximalen ISO-Wert bei der ISO-Automatik Eurer Kamera. Damit braucht ihr Euch um die Einstellung des ISO-Wertes beim fotografieren schon nicht mehr zu kümmern. 
  • Wenn ihr Tiere in Bewegung fotografiert, dann sollte die Belichtungszeit so kurz wir möglich sein. Wählt an Eurer Kamera dann die Zeitvorwahl (Modus S oder Tv). Dabei könnt ihr die Belichtungszeit vorgeben. Die Kamera wählt dann die passende Blende und die passende ISO-Einstellung aus. Bei schwimmenden Fischen oder sich bewegenden Schlangen solltet ihr am Anfang nicht unter 1/100 Sekunde gehen – nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Bei richtig gutem Licht geht ruhig bis 1/1000 Sekunde. Mit etwas Übung gehen aber auch längere Belichtungszeiten.
  • Bei nicht bewegten Tieren kann der Schwerpunkt mehr auf die Bildgestaltung liegen. Die Belichtungszeiten können hier ruhig etwas länger sein. Das bietet die Möglichkeit die Blende weiter zu schliessen (größere Blendenzahl), um mehr Tiefenschärfe ins Foto zu bringen.

Mit etwas (viel) Übung werdet ihr aber schnell die Automatiken abschalten und die Einstellungen manuell vornehmen wollen. Wenn die Erfahrung größer wird und der Umgang mit der Ausrüstung sicherer, dann macht es richtig Spaß für jede Situation seine eigenen Einstellungen zu wählen und mit verschiedenen Effekten durch unterschiedliche Einstellungen zu spielen.

Beispiele und Einstellungen für die Aquarien- und Terrarien-Fotografie

Wie so oft in der Fotografie gibt es nicht „die eine“ perfekte Einstellung für die Kamera bei der Aquarien- und Terrarienfotografie. Daher möchten wir Euch ein paar Motivbeispiele mit Bildern zeigen, wo wir die Kameraeinstellungen dazu geschrieben haben. Am Ende hängen die Einstellungen natürlich von der Situation vor Ort, das Licht, dem Objektiv und nicht zuletzt von Eurer Kamera ab.

Beispiel 1: Ruhige Schlange

Beispiel 1: Ruhige Schlange

Diese wunderschöne Kobra haben wir im Terrazoo Rheinberg fotografiert. Sie hat sich wunderbar in Pose gesetzt, vor dem Kleopatra-Kopf im Hintergrund. Das Objektiv war bei dieser Aufnahme an die Scheibe angelegt, da die Schlange weite genug hinten im Terrarium war.

Einstellungen zu dem Bild:

  • Kamera: Sony Alpha 7 II
  • Objektiv: Sony FE 70200 f4
  • Brennweite: 103mm
  • Blende: f8,0
  • Belichtungszeit: 1/30 Sekunde
  • ISO: 1600
Beipiel 2: Hai

Beipiel 2: Hai

Diesen Hai haben wir im riesigen Aquarium des Burger Zoos in Holland aufgenommen. Hier haben wir in paar Meter im Raum gestanden, also nicht direkt an der Scheibe. Dadurch dass der Besucherraum extrem dunkel ist, kommt es hier auf großen Bereichen der gigantischen Scheibe zu keinerlei Reflexionen. 

Einstellungen zu dem Bild:

  • Kamera: Sony Alpha 7 II
  • Objektiv: Sony FE 70200 f4
  • Brennweite: 91mm
  • Blende: f4,0
  • Belichtungszeit: 1/100 Sekunde
  • ISO: 1250
Klapperschlange mit dreckiger Scheibe

Beipiel 3: Klapperschlange mit dreckiger Scheibe

Diese Klapperschlange lag direkt hinter einer dreckigen Scheibe im Central Florida Zoo. Wenn die Tiere so nah an der Scheibe sitzen, ist es auch mit Offenblende nicht möglich, die Verschmutzungen auszublenden. Ihr seht die im unteren, rechten Drittel des Fotos. Die Aufnahme ist übrigens mit unserer Bridgekamera gemacht.

Einstellungen zu dem Bild:

  • Kamera: Panasonic Lumix FZ1000
  • Objektiv: integriert
  • Brennweite: 9,12mm (25mm Kleinbild)
  • Blende: f4,0
  • Belichtungszeit: 1/60 Sekunde
  • ISO: 640
Beispiel 4: Unscharfe Nasenspitze

Beispiel 4: Unscharfe Nasenspitze

Den Kollegen mit den langen Zähnen haben wir im Zoo Bochum erwischt. Hier sitzt die Schärfe nicht unbedingt dort, wo sie sitzen sollte. Die liegt irgendwo zwischen der Spitze der Schnauze und den Augen. Wenn wir das Foto nochmal machen können, würden wir die Blende weiter schliessen um eine größere Tiefenschärfe zu erreichen. 

Einstellungen zu dem Bild:

  • Kamera: Sony Alpha 7 II
  • Objektiv: Sony FE 70200 f4
  • Brennweite: 180mm
  • Blende: f8,0
  • Belichtungszeit: 1/125 Sekunde
  • ISO: 800
Beispiel 5: Kleiner vorbeischwimmender Fisch

Beispiel 5: Kleiner vorbeischwimmender Fisch

Bei solchen kleinen, vorbei schwimmenden Fischen haben wir den größten Ausschuss bei unseren Bildern. Oft sitzt der Fokus an der falschen Stelle oder der Fisch ist durch die Bewegung unscharf. Hier bei dem Foto, ebenfalls aus Bochum, passt es aber.

Einstellungen zu dem Bild:

  • Kamera: Sony Alpha 7 II
  • Objektiv: Sony FE 70200 f4
  • Brennweite: 159mm
  • Blende: f4,0
  • Belichtungszeit: 1/160 Sekunde
  • ISO: 200
Beispiel 6: Echse

Beispiel 6: Echse

Auch wenn es auf dem Foto nicht so wirkt, die Echse auf dem Foto saß in einem recht dunklen Terrarium, unter einem Blätterdach. Daher musste hier die Belichtung, selbst bei hoher ISO, recht lang sein. Dass das Bild nun so „hell“ ist, ist ein Ergebnis der Nachbearbeitung in Lightroom. Das Foto ist aber auch ein Beweis dafür, dass man auch mit Kit-Objektiven – also eher aus der unteren Preisklasse – wunderbare Fotos machen kann.

Einstellungen zu dem Bild:

  • Kamera: Sony Alpha 7 II
  • Objektiv: Sony FE 28-40 f3,5-5,6 OSS
  • Brennweite: 70mm
  • Blende: f5,6
  • Belichtungszeit: 1/60 Sekunde
  • ISO: 1600
Beispiel 8: Qualle

Beispiel 8: Qualle

Quallen sind wunderbare Tiere. So beschaulich, wie sie durchs Wasser gleiten. Beim fotografieren merkt man dann aber, wie ungleichmäßig sie sich bewegen, plötzlich schneller oder langsamer werden, die Richtung ändern oder Teile der Tentakel sich schnell bewegen. Es ist wirklich nicht einfach, die ordentlich auf ein Foto zu bekommen. Dazu kommt, dass sie oft in recht dunklen Becken leben. Die wunderschöne Qualle ist uns im Atlanta-Aquarium vor die Linse gekommen.

Einstellungen zu dem Bild:

  • Kamera: Sony Alpha 6000
  • Objektiv: Sony SWL 18-105 f4 G OSS
  • Brennweite: 65mm (97,5mm Kleinbild)
  • Blende: f4
  • Belichtungszeit: 1/25 Sekunde
  • ISO: 800

Zusammenfassung Aquarien- und Terrarien-Fotografie

An den obigen Beispielen seht ihr, es gibt nicht die eine richtige Einstellung. Jedes Aquariumbecken, jedes Terrarium, jedes Tier braucht andere Einstellungen an der Kamera. Die Tiere sind groß oder klein, es ist hell oder dunkel, die Tiere sind ganz ruhig oder flitzen durch die Gegend.

Zusammengefasst kann man aber sagen, dass eine Kamera mit manuellen Einstellmöglichkeiten eine sehr gute Idee ist. Wenn diese dann noch eine lichtstarke Optik hat, einen schnellen Autofokus, Euch nah an die Tiere heran lässt (Naheinstellgrenze) und einen möglichst rauscharmen Sensor, dann seid ihr für Fotos im Aquarium oder Terrarium gut aufgestellt.

Probiert aber erstmal die normalen Tipps aus. Nah an die Scheiben gehen, Reflexionen im Foto vermeiden (denkt an die dunkle Kleidung), kurze Belichtungszeiten bei bewegten Tieren. Mit diesen einfachen Tipps seid ihr auch mit einer einfachen Kamera schon bereit für gute Fotos.

Habt ihr noch Fragen? Haben wir was vergessen oder habt ihr noch weitere Tipps? Dann freuen wir uns riesig über Kommentare von Euch, hier unter dem Beitrag.

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12 Kommentare

  1. Marek 29. November 2017 um 11:28 Uhr - Antworten

    Hi, im Beispiel 3 hast du Fokus nachträglich auf Kopf manuell korrigiert ? Oder AF hat automatisch Kopf übernommen?

    LG Marek

    • Thomas Jansen 29. November 2017 um 17:54 Uhr - Antworten

      Hi Marek,

      automatisch ist da nichts, ich wähle den Fokus immer manuell an die Stelle, wo ich den haben möchte.

      LG Thomas

  2. Marek 29. November 2017 um 18:53 Uhr - Antworten

    Hi, oki… FZ1000 kann AF setzen und manuell nachjustieren. Quasi an Stelle wo man scharf plant. So dachte ich mir..

    LG aus Berlin

    • Thomas Jansen 29. November 2017 um 18:55 Uhr - Antworten

      Hi Marekm

      genau. Ich gehe auf einen einzelnen Fokuspunkt und den kann ich an die Stelle verschieben, wo ich den haben möchte.

      LG Thomas

      • Marek 30. November 2017 um 18:01 Uhr

        Hi Thomas,
        alles klärchen.. Benutzt du noch die FZ300 ab und zu ? Ist sie bei Tageslicht noch zu gebrauchen ?
        Plane demnächst so etwa wie FZ1000, auch mehr zum Filmen. Mein D70- Spiegel und Kram geht auf die Jahre..und kann nicht filmen.

        LG Marek

      • Thomas Jansen 30. November 2017 um 19:24 Uhr

        Hi Marek,

        die FZ300 habe ich abgegeben, als ich mir die FZ1000 gekauft habe. Gerade bei Tageslicht ist die FZ300 aber einer sehr gute Kamera.

        LG Thomas

  3. Marek 30. November 2017 um 19:39 Uhr - Antworten

    Hi Thomas,
    ..schwimme gerade zwischen Sony RX10 und genau FZ1000. Bei Sony habe kein 4K (kann ich verschmerzen) , aber durchgehend Blende 2,8 und wasserdicht.
    Fz1000 bietet mir mehr zoom… und ist Preiswert. Kann leider die Stabilisatoren nicht vergleichen. Weißt du da vielleicht mehr ?

    LG Marek

    • Thomas Jansen 1. Dezember 2017 um 8:02 Uhr - Antworten

      Hallo Marek,

      zu den Sony RX 10 kann ich nichts sagen, da ich mit der keine Erfahrungen habe.

      LG Thomas

  4. xemel.ch 4. Dezember 2017 um 14:59 Uhr - Antworten

    Sehr schöner und hilfreicher Blog-Post – da ich selber gerne fotografiere sage ich nur: besten Dank dafür! 🙂

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Marc

  5. Rudolf Wagner 5. Dezember 2017 um 21:09 Uhr - Antworten

    Danke für die vielen neuen Tips. Hatte selbst das Problem, dass ich oft mit dem Objektiv an die Glasscheibe gekommen bin. Dabei haben sich meine Diskusfische total erschreckt. Habe mir jetzt eine Gegenlichtblende aus Gummi bei Amazon bestellt, damit das nicht mehr passiert ;). Hatte auch ständig das Problem mit den Reflektionen am Aquarium. Dabei sah man auch die weiße Aufschrift der Kamera in der Scheibe. Ich habe das Problem einfach mit einem Stück schwarzen Gaffa Tape gelöst.

    Schöne Grüße,
    Rudi

    • Thomas Jansen 6. Dezember 2017 um 13:57 Uhr - Antworten

      Hi Rudolf,

      der Tipp die Beschriftung am Objektiv abzukleben ist klasse. So lernt man immer noch dazu!

      LG Thomas

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Hier schreiben Melanie und Thomas – zwei reisesüchtige Menschen aus dem Ruhrpott. Mehr Informationen findet Ihr auf der Über uns Seite.

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