Fotoparade 2020

Fotoparade – Unsere schönsten Fotos 2020 – ohne Reisen

Kategorie: Fotoprojekte

Veröffentlicht: 1. Oktober 2020

Aktualisiert: 16. Oktober 2020

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Es wird mal wieder Zeit an der tollen Fotoparade vom Blog Erkunde die Welt teilzunehmen. Wir zeigen Euch unsere schönsten Fotos aus dem Jahr 2020, dieses Mal, zum ersten Mal seit bestehen dieses Blogs, ohne Fotos von unseren Reisen. Es gab dieses Jahr für uns keine richtige Reise. Aber schöne Fotos haben wir trotzdem gemacht.

Fotoparade im Zeichen von Corona

Dieses Jahr ist so ganz anders, nicht nur für uns, für die ganze Welt. Seit Jahresbeginn beherrscht die Corona-Krise die Welt. Der neue Virus hat zur Abschottung von vielen Ländern geführt, um die unkontrollierte Verbreitung des Virus einzudämmen. Reisen, für uns Deutsche immer eine Selbstverständlichkeit, war auf einmal unmöglich. Immer mehr Länder schlossen ihre Grenzen. Die deutschen Gesundheitsbehörden erklärten die ganze Welt, alle Länder zu Risikogebieten. Der Flugverkehr kam zum erliegen, die Tourismus-Industrie brach zusammen.

Im späten Frühjahr kamen dann die ersten Lockerungen. Innerhalb Europas durfte wieder gereist werden, auch zu touristischen Zwecken. Auch einige, wenige Länder außerhalb der EU öffneten ihre Grenzen für Touristen. Ob das am Ende eine kluge Idee war? Aus wirtschaftlicher Sicht, besonders aus Sicht der touristischen Regionen, war es sicherlich eine kleine Erleichterung. Aktuell gehen die Infektionszahlen in vielen Ländern wieder hoch, es werden neue Reisewarnungen ausgesprochen, es droht ein weiterer Tourismus-Lockdown im internationalen Bereich.

Uns selber hat es bei den Maßnahmen auch erwischt. Unser Griechenland-Urlaub im April, in der Hochphase der ersten Infektions-Welle, hat natürlich nicht stattgefunden.

Ebenso ist unser USA-Urlaub geplatzt, welcher gerade jetzt stattfinden sollte. Jetzt, wo wir diese Zeilen hier schreiben, wollten wir eigentlich in Las Vegas sitzen, das Death Valley erkunden, nach einem Start der Reise in New York. Und wir sind ehrlich, selbst wenn die Reisewarnung für die USA nicht geben würde, selbst wenn die USA aktuell Touristen ins Land lassen würde, wir wären nicht auf die Idee gekommen dahin zu reisen. Nicht wenn man sieht, wie dilettantisch dort mit der Pandemie umgegangen wird.

Urlaub zu Hause – und es war verdammt schön!

Am Ende waren wir dann gar nicht auf Reisen. In der aktuellen Situation hatten wir auch keine Lust, innerhalb Deutschlands oder der EU, irgendwo in einem Hotel zu übernachten. Wir haben uns, aus Gründen, relativ abgeschottet und inzwischen den schwarzen Gürtel in Social Distancing erworben, inklusive 4. Dan.

Das bedeutet aber keineswegs, das wir den ganzen Tag nur zu Hause sitzen. Ganz im Gegenteil. Zu Beginn der Corona-Krise haben wir gemerkt, dass nur im Homeoffice Arbeiten eine tolle Sache ist. Aber der Drang nach frischer Luft war groß. Also begannen wir regelmäßig, nach Feierabend, Spazieren zu gehen. Durch einen Todesfall in der Familie sind wir dann noch in den Besitz von einem Faltrad gekommen. Das war ganz spaßig damit zu fahren, also wurde schnell ein zweites Faltrad dazu gekauft und unsere täglichen Spaziergänge verwandelten sich in kleine Radtouren.

Im Mai haben wir dann zwei E-Bikes getestet. Dabei war schnell klar, so Teile müssen wir haben. Und Mitte Juni haben wir dann zugeschlagen, vor unserem ersten Urlaub. Zwei Pedelecs zogen hier ein und schnell wurden aus den kurzen Radtouren sehr lange und ausgiebige Radtouren.

Bringen wir es auf den Punkt: Corona hat unser Leben geändert, und zwar in vielen Dingen zum Positiven.

Klar, wir haben wenig bis gar keine Kontakte im realen Leben, was manchmal nicht so einfach ist. Familie, Freunde, alle gemeinsam leiden ein wenig darunter. Andererseits haben wir viele Kontakte über Video-Chats vertiefen können, mit Menschen, die weiter weg wohnen. Den Rest vermissen wir aber nicht so. Wir waren schon immer recht heimische Menschen, die gerne gemütlich zu Hause waren. Restaurant-, Kino-Besuche oder mal in Biergärten, Kneipen gehen – das haben wir nur sehr selten gemacht. Somit vermissen wir da nicht sooo viel und es fällt uns auch nicht schwer, weiter auf diese Dinge freiwillig zu verzichten.

Aber alles in Allem haben wir unsere Lebensqualität gesteigert. Durch unsere Spaziergänge und Radtouren sind wir mehr draußen unterwegs. Dazu haben wir unsere Heimat wieder lieben und schätzen gelernt. In den letzten Jahren stand bei uns das Reisen in alle möglichen Ecken der Welt im Vordergrund. Darüber haben wir vollkommen vergessen, wie schön es hier im Ruhrpott, Rheinland, Münsterland usw. ist. So haben wir die vielen tollen Orte, welche zur Route Industriekultur gehören, wie die Zeche Zollverein, vor der Corona-Krise noch nie besucht. Jetzt waren wir schon vier Mal in den letzten Wochen dort. Dreimal sind wir während einer Fahrrad-Tour da vorbei gekommen, einmal hat es uns zu einem Fotospaziergang dorthin gezogen.

Und auch in Sachen Natur hat der Ruhrpott eine Menge zu bieten. Der wunderschöne Baldeneysee, der Kemnader See oder das Ruhrtal sind wunderbare Orte um Ruhe und Natur zu genießen. So führen auch viele der tollen Radwege hier im Ruhrgebiet durch grüne Schneisen. Da merkt man oft gar nicht, dass man gerade durch eine Großstadt radelt.

Unsere schönsten Fotos für die Fotoparade 2020

Das Alles führt dazu, dass wir keine Reisefotos für die Fotoparade 2020 zeigen werden. Denn, es gab einfach keine richtige Reise, so mit Übernachtung und so. Es sind jetzt viele Fotos von Ausflügen, welche wir in der Region unternommen haben. Sei es mit dem Auto oder mit dem Fahrrad, wir waren sehr viel unterwegs.

Michael hat für die Fotoparade 2020 auch keine Vorgaben gemacht, keine Themen vorgegeben. Also toben wir uns ein wenig aus. Trotzdem haben wir uns selber sechs Themenfelder gesetzt, sonst würde das wohl ausufern.

Fotos von Mülheim Ruhr – unsere schöne Heimatstadt

Unsere Heimatstadt hat so viele schöne Ecken, wo man stundenlang mit der Kamera unterwegs sein kann. Das Ruhrufer, der Wasserbahnhof, die Stadthalle, Schloß Broich, das Saarner Kloster, nur ein paar Beispiele. Wir waren hier in diesem Jahr oft unterwegs, haben Spaziergänge oder kleine Radtouren gemacht und hatten natürlich die Kamera immer dabei,

Mülheim Innenstadt

Stadhalle Mülheim mit Schloßbrücke

Aussicht auf Mülheim Ruhr

Wasserbahnhof Mülheim

Night of Light - Blick über die Ruhr mit rotem Rathausturm

Fotos der Industrie-Kultur im Ruhrgebiet

Im Laufe des Sommers haben wir zahlreiche Industrie-Denkmäler hier im Ruhrgebiet besucht. Wir haben noch gar nicht alle Berichte darüber fertiggestellt, es schlummern noch gaaanz viele Fotos auf unserer Festplatte, die bearbeitet werden wollen. Wir haben uns alte Hochöfen, Zechen, Umspannwerke angesehen und dabei der Route Industriekultur gefolgt.

Förderanlage

 

Zeche Sterkrade

Hochofen

Kokerei

Nordsternpark

 

Umspannwerk

Tierfotos aus Wildparks und in der freien Natur

Unsere Zoobesuche haben wir auch stark zurückgefahren. Dort war und ist es uns, besonders an den Wochenenden, einfach zu voll. Trotzdem haben wir eine Menge Tierfotos gemacht. Wir haben einige Wildparks in der Region besucht, welche deutlich größer sind und die Menschen sich mehr Verteilen. Und auf unseren Radtouren haben wir eine Menge Wildlife-Fotos machen können.

Wölfe

Greifvögel

Ich bin klein, mein Herz ist rein.

 

Insektenfotos Spaziergang Bismarckturm

Tiere an der Ruhr - Mai 2020

 

Tiere an der Ruhr - Mai 2020

Fotos aus dem schönen Ruhrtal

Das schöne Ruhrtal ist wie ein Magnet für uns. Angefangen am Wasserbahnhof in Mülheim, über Mintard nach Kettwig, weiter bis Bochum und Witten führten uns unsere Wege. Meistens mit dem Rad, da es dort wunderbare Radwege gibt. Überall entlang der Strecke findet man tolle Landschaft, schöne Orte und hier und da auch ein wenig alte, sehenswerte Industrie.

Ruhrtalbrücke

Essen Steele - Ruhr

Wasserkraftwerk Horster Mühle

 

Baldeneysee Stauwehr

Wasserkraftwerk Kahlenberg

Blick von der Kassenbergbrücke Richtung Innenstadt

Fotos von Ausflügen in „ferne“ Regionen

Dreimal hat es uns in die Niederlande gezogen. Einmal haben wir einen Ein-Tages-Roadtrip durch das wunderschöne Friesland gemacht. Wir überlegen uns nun, irgendwann in den nächsten Jahren dort mal ein Boot zu mieten und über die vielen kleine Flüsse und Seen zu schippern. Ein weiterer Ausflug ins Naturschutzgebiet De Biesbosch hat uns schon auf das Wasser gebracht. Mit einem kleinen Boot haben wir die Gegend einen Tag lang erkunden. Und natürlich durfte auch der jährliche Ausflug zum Flughafen Amsterdam nicht fehlen um ein paar Flugzeuge zu fotografieren.

Einfahrt zur Doppelschleuse in Stavoren

Alte Schleuse in Hindeloopen

Spotten in Amsterdam

Spotten in Amsterdam

De Biesbosch

Fotos von den Radwegen im Ruhrgebiet

Wir sind ja über 30 Jahre lang nicht wirklich mit dem Fahrrad gefahren. Umso positiver überrascht waren wir, als wir dann gemerkt haben, welch Fortschritte die Infrastruktur hier im Ruhrgebiet gemacht hat. Ok, als Radfahrer im täglichen Straßenverkehrswahnsinn spielt man immer noch eine gefährlich untergeordnete Rolle. Auch wenn die Städte sich bemühen, neue Radwege und Fahrradstraßen zu erschliessen. Hier ist aber noch ein weiter Weg zu gehen um Radler gleichberechtigt als Teil des Verkehrskonzeptes zu sehen.

Aber abseits des Straßennetzes gibt es hier viele tolle Radwege, die fern ab des Autoverkehrs eigene Trassen für Radler sind. Angefangen beim wunderbaren Radschnellweg, welcher zwischen Mülheim und Essen fertiggestellt ist. Dieser soll noch bis Duisburg auf er einen Seite und bis nach Hamm auf der anderen Seite ausgebaut werden.

Dazu kommen dann viele Radwege, welche entlang der Flüsse und Kanäle laufen und die Bahntrassen-Radwege. Letztere führen auf alten, stillgelegten Bahntrassen kreuz und quer durch das Ruhrgebiet. Auf diesen ist es möglich, sehr viele Kilometer zurückzulegen, ohne Kontakt mit dem Autoverkehr zu bekommen.

Radschnellweg

Styrumer Brücke am Broicher Damm

Der Radweg in Essen Steele an der Ruhr

Viadukt über das Vogelsangbachtal

HOAG Radweg Endpunkt in Walsum

Springorius Trasse

Fazit – ein Jahr ohne Reisen – trotzdem schön

Ein Jahr ohne große Reise. Bis zu Beginn der Corona-Krise wäre das für uns undenkbar gewesen. Jetzt, wo wir über ein Jahr nicht mehr unterwegs waren, die letzte Reise war im September 2019 nach Namibia, müssen wir sagen, es geht auch ohne. Schön ist das nicht, aber es ist auch kein Weltuntergang. Wir denken, gerade wir Reiseblogger, die schon so viele Ecken von der Welt gesehen haben, sind die Letzten, die sich beschweren dürfen. Wir haben so viele Kunden im Reisebüro, deren Erste, hart zusammen gesparte Reise seit Jahren, in diesem Jahr geplatzt sind. Da können wir die Tränen verstehen, welche da teilweise geflossen sind.

Wie oben bereits beschrieben, wir haben das Beste aus der Situation gemacht. Ganz ehrlich, unsere USA-Reise vermissen wir nicht. Für das Geld, was uns diese Reise gekostet hätte, haben wir die E-Bikes und alles Zubehör gekauft. Wenn wir jetzt damit durch die Gegend fahren und die schönen Ecken hier neu entdecken und genießen, sind wir sogar ein wenig dankbar.

Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen. Zeiten, in denen das Reisen wieder normal wird. Für uns hat aber ein Umdenkprozess eingesetzt. Regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, eine Fernreise – das wird es wohl nicht mehr geben. Deutschland und die umliegenden Länder haben so viele schöne Ecken, die man auch ohne Flieger bequem erreichen kann. Das werden wohl in Zukunft unsere Reiseziele werden, zusammen mit unseren Rädern.

Alte Beiträge von uns zur Fotoparade

Wer ein wenig in unseren letzten Beiträgen zur Blogparade stöbern möchte, der sei herzlich eingeladen:

Das war unser außergewöhnliches Jahr 2020 in ein paar Bildern. Wir hoffen, der Beitrag hat Euch ein wenig gefallen. Über Kommentare würden wir uns sehr freuen. Wir war Euer Jahr, wie hat sich Euer Leben verändert?

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