Zuletzt aktualisiert am 3. Dezember 2018 um 9:54

Wir alle kennen sie, die schönsten Fotospots der Welt. Traumhafte Aufnahmen, wunderschöne Motive, romantisch ruhige Eindrücke. Oft sieht die Realität dann aber ein wenig anders aus. So hatten wir uns auf dieses berühmte Sonnenaufgangsfoto am Angkor Wat gefreut, dachten wir stehen da allein, mit 2 oder 3 anderen Fotografen, an diesem kleinen See. Nun, es war ein klein wenig anders, als wir uns das vorgestellt haben. Seht einfach selber, wie die Realität an einigen Fotospots aussieht.

Great Smoky Mountains Nationalpark – Sonnenaufgang am Cades Cove

Great Smoky Mountains Sonnenaufgang - Cades Cove

Wer in den Great Smoky Mountains National Park fährt, sollte sich den Sonnenaufgang im Cades Cove auf keinen Fall entgehen lassen. Auf einem 18 Kilometer langen Rundweg geht es durch das Tal und man findet viele wundervolle Stellen zum fotografieren. In den frühen Morgenstunden bildet sich dort oft die berühmten Nebelfelder, die dem National Park seinen Namen geben. Dazu bekommt  man noch viele Tiere vor die Linse, die sich am frühen Morgen auf den Wiesen satt futtern.

Die Realität sieht dann so aus, dass sich rund 30 Minuten vor dem Sonnenaufgang ein Stau vor der Einfahrt zum Cades Cove bildet, bis die Ranger den Rundweg öffnen.

Great Smoky Mountains Sonnenaufgang - Cades Cove Realität

Nach der Öffnung schiebt sich dann eine Blechlawine über den Rundweg. Dabei kann man die ein oder andere kreative Art beobachten, wie die Besucher die morgendliche Stimmung genießen. Zum Glück verteilt sich die Masse der Autos relativ schnell, aufgrund der Länge des Rundweges. Trotzdem waren wir ein wenig erschrocken, ob der Massen, die sich da am frühen Morgen versammelten.

Great Smoky Mountains Nationalpark – Sonnenuntergang am Clingmans Cove

Great Smoky Mountains Sonnenuntergang - Clingmans Cove

Von den Rangern bekamen wir den Tipp, zum Sonnenuntergang rauf auf den Clingmans Cove zu fahren. Und diesen Tipp haben sie nicht nur uns gegeben. Pünktlich zum  Sonnenuntergang versammelten sich da oben ganze Heerscharen von Fotografen. Massen an Stativen wurden aufgebaut, zahlreiche Drohnen starteten in den abendlichen Himmel – das ist übrigens inzwischen verboten.

Great Smoky Mountains Sonnenuntergang - Clingmans Cove Realität

Es war am Clingmans Cove sicherlich nicht überfüllt, noch störten uns die vielen anderen Fotografen dort. Wer aber einen romantischen Sonnenuntergang, ganz romantisch alleine genießen möchte, der ist dort sicherlich am falschen Platz.

Ta Prohm – auch Tomb Raider Tempel genannt

Ta Prom Tempel in Kambodscha

Der Ta Prom Tempel in Kambodscha ist durch den Tomb Raider Film so richtig berühmt geworden. Im Gegensatz zu vielen anderen Tempeln im riesigen Angkor Park wurden hier Bäume, welche die Ruinen bewachsen, nicht entfernt. Somit bekommen die Besucher einen wunderbaren Eindruck davon, wie sich die Natur die Ruinen im Laufe der Jahrhunderte zurückholte.

Ta Prom Tempel in Kambodscha Realität

Es ist allerdings eine Kunst, die sehr viel Geduld fordert, dort ein Foto ohne Menschen zu machen. Am besten versucht man, den passenden Augenblick zwischen zwei riesigen Besuchergruppen abzupassen oder man beschränkt sich auf Detailaufnahmen. 

Sonnenaufgang am Angkor Wat

Sonnenaufgang am Angkor Wat

Wer kennt dieses Motiv nicht? Die wunderbare Tempelkulisse des Angkor Wat vor dem bunten Himmel des Sonnenaufgangs. Das Ganze auch noch wunderbar in dem kleinen See davor gespiegelt. Natürlich hatten wir diese Aufnahme vor unserer Reise schon mehrfach gesehen und es war klar, die wollen wir auch machen.

Uns war auch klar, dass wir da sicherlich nicht einsam und alleine sein würden. Aber was uns da erwartete hat dann doch alles übertroffen. 

Wir hätten schon stutzig werden müssen, als unser TukTuk-Fahrer sagte, wenn wir vorne am See stehen wollen, müssen wir anderthalb Stunden vor Sonnenaufgang dort sein und er uns um 4:30 Uhr am Hotel abholen würde.

Nun, es zeigte sich, die Idee war gut. Also wir gegen 5:30 an dem kleinen See ankamen, haben wir soeben noch einen Platz in der ersten Reihe bekommen. 

Sonnenaufgang am Angkor Wat Realität

Als die Sonne dann aufging standen mehrere hundert Menschen rund um den See um dieses wundervolle Schauspiel zu sehen. Auf dem Foto oben sehr ihr nur einen Bruchteil der Menschen, die in 10er-Reihen hinter und neben uns standen. Aber sagen wir es mal so, das Motiv ist auch wirklich ein Knaller.

Kein Gejammer und keine Verurteilung der Massen

Wir wollen mit diesem Beitrag nicht jammern und schon gar nicht die Massen an Besuchern an den Orten verurteilen. Wie kämen wir auch dazu, wir waren ja selber da und ein Teil der Masse. Irgendwie ist es ja auch schön, dass so viele Menschen die Möglichkeit haben zu reisen und diese wunderbaren Orte selber zu sehen. Inwieweit das aber für die Zukunft dieser schönen Orte förderlich ist, lassen wir mal offen – das ist ein ganz anderes Thema.

Nur sollte man sich nicht der Illusion hingeben, an diesen Top-Fotospots auf der Welt alleine zu sein. Diese Zeiten sind vermutlich unwiderruflich vorbei. 

Mit diesem Beitrag nehmen wir übrigens an der Blogparade von Biggi und Flo teil, die sie auf ihrem Blog Phototravellers gestartet haben. Wer mehr über die beiden erfahren möchte, findet hier auch ein Interview mit den beiden.

Weitere Beiträge zur Blogparade von Biggi und Flo:

Kennt ihr auch solche Fotospots auf der Welt, mit berühmten Motiven die total romantisch und einsam wirken und die Realität dann ein wenig anders aussieht? Dann lasst doch einfach einen Kommentar hier oder nehmt an der Blogparade von Biggi und Flo teil.

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Wir sind es, Melanie und Thomas. Zwei Reisesüchtige in den besten Jahren, wie man das neuerdings so sagt, also das mit den Jahren. Wenn wir mal nicht reisen, verdienen wir unser Geld zum Reisen und fotografieren uns an den Wochenenden durch die nähere Umgebung. Dabei lieben wir Zoos oder andere Sehenswürdigkeiten rund um unseren schönen, geliebten Ruhrpott.

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