Gloomhaven – Spielbericht über unseren Einstieg

Gloomhaven – Spielbericht über unseren Einstieg

Veröffentlicht: 21. März 2021

2177 Worte- 8.8 Minuten Lesezeit- 0 Kommentare-
Gloomhaven

Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 21. März 2021

Aktualisiert: 04. Mai 2021

0 Kommentare

2177 Worte- 8.8 Minuten Lesezeit- 0 Kommentare-

Aktuell spielen wir mehrmals die Woche den Dungeon Crawler Gloomhaven. In diesem Rollenspiel, welches sich durch verschiedene Legacy-Elemente ständig verändert, bekämpft man mit seinen Helden viele Monster, Geister und andere fantasievolle Gegner. Dabei spielen die Spieler zusammen, kooperieren und sprechen sich ab, um zu einem Erfolg zu kommen.

Wir wollen nicht nur das Spiel selber ein wenig beschreiben, sondern auch unseren Einstieg in Gloomhaven. Denn neben der Materialfülle sind auch die Regeln recht umfangreich. Da den richtigen Einstieg zu finden, ist uns am Anfang ein wenig schwer gefallen. Wir wollen dabei gar nicht auf Details der Regeln eingehen, das würden den Rahmen hier komplett sprengen.

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Gloomhaven – fast 10 Kilo Spielepower

Aus verschiedenen Berichten wussten wir ja, was da per Paket auf dem Weg zu uns ist. Trotzdem war es schon beeindruckend einen Spielkarton in den Händen zu halten, der fast 10 Kilogramm wiegt. Nach dem Öffnen der Packung war diese bis zum oberen Rand mit Material gefüllt, wovon vielen erst mal ausgestanzt und sortiert werden wollte. Damit waren wir schon über eine Stunde beschäftigt.

Neben zahlreichen Puzzle-Teilen, welche später die Dungeons bilden werden, gibt es einen Haufen böser Kreaturen, Landschaftskarten, Spielemarker, Fallen, Geländemarker und viele weitere kleine Spielbausteine. An dieser Stelle in Tipp. Wenn Ihr Gloomhaven spielen wollt, besorgt Euch vorab ein paar Boxen, in denen ihr das Spielmaterial sortieren und aufbewahren könnt. Ihr werdet sonst schnell den Überblick verlieren und viel mit Suchen beschäftigt sein.

Gloomhaven - Material
Monster
Marker, Münzen, Hindernisse, usw.

Dann gibt es noch Spielkarten, viele Spielkarten, einen riesigen Berg an Spielkarten. Diese beinhalten die Monster-Aktionen, Monster-Eigenschaften, Ausrüstungen, Kampf-Karten, Ereigniskarten und noch viel mehr.

Neben den offenen Spielelementen gibt es noch Umschläge und Boxen, welche zum Teil mit einem Siegel-Symbol versehen sind. Diese versiegelten Elemente dürfen erst im Laufe des Spiels geöffnet werden, wenn man darauf hingewiesen wird. Vorher sind diese Geheim und Tabu.

Unter anderem findet man dort die Charaktere für die Spieler.

Spoiler Hinweis

Wir werden in diesem Beitrag nicht Spoilern. Wir zeigen Euch nur Dinge, welche nach dem Öffnen der Spielverpackung von Gloomhaven sichtbar sind. Wir werden auch nicht auf Details des Spielverlaufes eingehen oder Dinge verraten, die sich in den einzelnen Dungeons passieren werden. Auf keinen Fall wollen wir kommenden Gloomhaven-Spielern den Spaß und die Spannung rauben.

Worum geht es eigentlich in Gloomhaven

Ihr startet in der Stadt Gloomhaven mit euren neu erstellten Helden. In der Stadt könnt Ihr Euch mit Ausrüstung versorgen und von dort das erste Abenteuer starten. Das findet, meistens, außerhalb der Stadt statt. Dort müsst Ihr an verschiedenen gefährlichen Orten, den Dungeons, Aufgaben lösen. Manchmal einfach alle Monster dort beseitigen, manchmal müsst Ihr aber auch Gegenstände finden oder Aktionen auslösen.

Die beiliegende Spielkarte zeigt Euch dabei die Landschaft, rund um den Ort von Gloomhaven. Dort sind zu Beginn einfach nur viele Zahlen zu sehen. Das sind die Orte der Dungeons, die ihr nach und nach in Eurer Kampagne freispielen könnt. Wenn dies geschehen ist, werden Aufkleber auf die Karte geklebt, damit Ihr erkennen könnt, wo ihr noch hingehen könnt oder sollt.

Zu Beginn des Spiels geht es natürlich in ein einziges Dungeon. Dahinter nimmt dann auch die Begleitgeschichte Ihren Lauf. Und hier kommen oft verschiedene Handlungsstränge ins Spiel. Ihr könnt Euch nun entscheiden, wie die Geschichte weitergeht oder auf welche Seite Ihr Euch schlagt. Im Spiel gibt es insgesamt 95 (!) Dungeons. Diese werdet Ihr aber nicht alle kennenlernen. Einige Dungeons bleiben Euch, aufgrund verschiedener Entwicklungen, verschlossen. Aber keine Bange, es bleiben noch genug übrigen um für eine Menge Spielspaß und viele Spielstunden zu sorgen.

Eure Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Sie steigen mit ihren Leveln auf, bekommen neue Fertigkeiten und können ihre Ausrüstung verbessern. Eure Gruppe kann zudem noch Ansehen in der Stadt gewinnen (oder auch verlieren) und damit weitere Vorteile bekommen.

Aber, und jetzt wird es interessant, Eure Helden sind nicht ewig bei Euch. Jeder Held bekommt eine Lebensaufgabe. Wenn diese erfüllt ist, geht der Held in den wohlverdienten Ruhestand. Ihr habt dann Zugriff auf einen neuen Charakter, aus den zu Spielbeginn versiegelten Boxen. Dieser muss dann aber nicht neu hoch gelevelt werden, sondern erbt einige Fähigkeiten und Eigenschaften des Vorgängers. Ihr könnt aber auch einen ganz anderen, bereit freigespielten Charakter nutzen.

Durch das ganze Spiel führt Euch ein Story-Book, zusammen mit verschiedenen Ereigniskarten. Dieses Story-Book enthält den Aufbau und die Beschreibungen von allen 95 Dungeons und den Inhalt der vielen Schatztruhen im Spiel.

Unser Einstieg in Gloomhaven

Wir möchten Euch an dieser Stelle beschreiben, wie wir den Einstieg in Gloomhaven geschafft haben. Natürlich haben wir vorab die Spielanleitung gelesen. Damit waren wir aber leicht, naja, überfordert. Man bekommt so viele Informationen, die man oft nur schwer zuordnen kann, weil einem noch Kenntnisse der Spielmechanik und des Ablaufes fehlen. Aber der Reihe nach.

Auswahl der Charaktere

Ganz wichtig ist zu Beginn sicherlich eine gute Charakterwahl. Mit zwei Fernkämpfern, oder nur Heilern, wird es vermutlich schwierig die Aufgaben zu lösen. Wobei das jetzt eine gewagte, theoretische Aussage ist, probiert haben wir es nicht.

Zu Beginn Eurer Kampangne in Gloomhaven gibt es sechs verschiedene Charaktere, aus denen Ihr Euch einen auswählen könnt:

  • Barbar
  • Tüftler
  • Spruchweberin
  • Schurkin
  • Felsenherz
  • Gedankendiebin

Jeder Charakter hat seine Stärken und natürlich auch seine Schwächen. Wir haben uns dafür entschieden, mit dem Barbar und der Schurkin zu beginnen. Der Barbar ist ein Charakter mit großer Stärke, ein HauDrauf für die erste Reihe, der auch eine Menge einstecken kann. Melli hat sich für die Schurkin entschieden, welche oft sehr schnell und geschickt ist und einige besondere Fähigkeiten mitbringt, beispielsweise das Entschärfen von Fallen.

Barbar

Barbar von Thomas

Unser erstes Abenteuer

Nach der Auswahl der Charaktere, welche wir auch später nicht bereut haben, ging es erst mal in den Shop von Gloomhaven, die ersten Ausrüstungs-Gegenstände vom Startkapital kaufen. Und wir haben direkt die erste Stadtaufgabe gelöst. Das sind Ereignisse, wo man sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden kann. Je nach Entscheidung gibt es eine Belohnung oder auch mal ein negatives Resultat. Diese Stadtereignisse kann man spielen, wenn man gerade im Ort ist. Die bringen meist positive Ergebnisse.

Im Gegensatz dazu gibt es noch die Wegereignisse, welche man spielen muss (!), wenn man zu einem Dungeon außerhalb der Stadt reist. Dummerweise sind hier die Ergebnisse öfters mal negativ, sodass man mit einem Handycap ins nächste Abenteuer startet.

Aber wie das erste Abenteuer angehen? Was machen wir da eigentlich, wie bewegen und verhalten sich die Monster? Was hat es mit den ganzen Karten auf sich?

Jeder Charakter hat Fertigkeiten, welche auf Karten zu finden sind. Von diesen Karten darf der Held eine bestimmte Anzahl mit ins Abenteuer nehmen. Hier muss man vor dem Abenteuer übernehmen, welche Karten man dafür auswählt. Zu Beginn ist das einfach, da man nur so viele Karten hat, wie man mitnehmen darf. Aber spätestens mit Level 2 beginnt die Qual der Wahl.

An dieser Stelle gibt es ein wenig Kritik von uns. Die Anleitung zum Spiel ist gut und umfangreich. Es werden wirklich viele Dinge sehr verständlich erklärt. Uns fehlte aber irgendwie ein Einstiegsspiel, eine Unterstützung wo einfach der Spielablauf erklärt wird. Natürlich ist das alles in der Anleitung zu finden, aber über das ganze Heft verteilt.

Hier sind wir aber bei Youtube fündig geworden. Auf dem Kanal Genus-Solo Brettspiele gibt es eine Regel-Erklärung und Playthrough auf Deutsch für die ersten beiden Dungeons. Das Teil besteht aus 7 Teilen, wovon jedes rund 40 Minuten dauert. Ja, das ist eine Menge Zeit, die aber gut angelegt ist. Es reicht auch, wenn sich einer das anschaut und so die vielen Dinge im Spiel versteht um das später an seine Mitspieler weiterzugeben.

Uns haben diese Videos sehr geholfen und wir haben danach einen guten Einstieg ins Spiel gehabt. Natürlich muss man noch regelmäßig in die Anleitung schauen, um die vielen Symbole und Aktionen im Detail noch mal nachzuschauen. Das legt sich aber mit der Zeit, irgendwann hat man die Sachen dann drauf.

Eine weitere Hilfe, nicht nur für den Einstieg, ist die offizielle FAQ zu Gloomhaven. In dieser findet man sehr viele Zusatzerklärungen, auch im späteren Spielverlauf.

Kein Spiel für „mal eben, zwischendurch“

Nachdem wir diesen Einstieg geschafft hatten, läuft es nun rund in dem Spiel. Und es macht riesig Spaß.

Wir spielen zwei- bis dreimal die Woche ein Dungeon und haben ungebrochen Spaß an dem Spiel. Aber, das muss jedem bewusst sein, das ist kein Spiel für zwischendurch. Mal eben an den Spieltisch gehen, die Packung aufmachen und eine Runde spielen, das funktioniert nicht.

Vor jedem Spiel muss man zuerst überlegen, wo man in der Story weitermachen will. Will man der Story direkt folgen, einen anderen Weg einschlagen oder eine der Nebenaufgaben erfüllen, welche man immer wieder findet. Dort gibt es oft ganz besonders tolle Dinge zu finden, wenn man sie löst.

Hat man diese Entscheidung gefällt, muss das Spielfeld aufgebaut werden, die im Dungeon vorhandenen Monster aus dem Vorrat suchen, die dazu passenden Monsterkarten und Monster-Charakterkarten und eventuell vorhandene Hindernisse in den Dungeons. Damit ist man vor Spielstart von 15-20 Minuten beschäftigt.

Der Kampf im Dungeon kann dann auch dauern, je nach Größe und Anzahl der Monster. Wir haben schon Dungeons in 30 Minuten geschafft, an anderen haben wir über eine Stunde gesessen.

Nach dem Erfolg (oder Mißerfolg) müssen viele Dinge notiert werden. Persönliche Fortschritte, gefundene Gegenstände oder Gold, erledigte Aufgaben und Kampagnen, neu freigeschaltete Orte müssen markiert werden. Am Ende muss natürlich das Spielmaterial wieder weg sortiert werden. Auch damit ist man nochmals 15-20 Minuten beschäftigt.

Am Ende braucht man für eine Runde Gloomhaven mindestens eine Stunde, wir planen sogar immer zwei Stunden ein.

Gloomhaven – Schwierigkeitsgrad

Wenn man die Regeln einmal verstanden hat, ist Gloomhaven zwar anspruchsvoll aber nicht sehr schwierig. Zumal man mit seinen Mitspielern zusammen spielt und gegenseitig jederzeit helfen kann.

Die Aufgaben in den Dungeons sind alle lösbar, zumindest die, auf die wir bisher getroffen sind. Sollte eine Aufgabe mal zu schwer sein, ist es möglich, das Abenteuer auf einem niedrigeren Level zu spielen. Allerdings wirkt sich das auf den eigenen Fortschritt aus, weil es am Ende weniger Erfahrungspunkte und Gold gibt.

Die Charaktere können übrigens im Spiel nicht sterben. Schlimmstenfalls ist ein Held in einem Abenteuer „erschöpft“. Er kann dann nicht mehr eingreifen, die anderen Spieler müssen ohne ihn weitermachen. Am Ende erholt sich der Charakter aber und bekommt auch seinen Anteil am Erfolg des Abenteuers. Uns ist das selber schon passiert, dass Melanie mit ihrer Schurkin das Ende des Abenteuers nicht erreicht hat, weil sie einfach weniger Trefferpunkte und Fähigkeitskarten hat, wie Thomas Barbar. Das war aber kein Problem, die bereits angeschlagenen Monster konnte der Barbar dann alleine zur Strecke bringen und das Abenteuer dann erfolgreich abschliessen.

Wichtig bei diesem Spiel ist es, dass die Mitspieler gut miteinander kommunizieren, zusammen eine Taktik überlegen, zusammen immer wieder auf neue Situationen reagieren. Dazu kann es tatsächlich auch mal gehören, einen Mitspieler zu opfern, sodass er erschöpft ausscheidet. Gerade am Ende eines Abenteuers, wenn man im Endkampf mit einem Boss ist, kann das sinnvoll sein, wenn der Mitspieler damit vielleicht seine letzte überragende Fähigkeit einsetzt.

Sollte man ein Abenteuer verlieren, ist das auch kein Beinbruch. Die gesammelten Erfahrungspunkte bleiben auch dann erhalten. Also kann man das Abenteuer noch mal versuchen, vielleicht mit einer anderen Taktik.

Zusammenfassend gesagt, ja, Gloomhaven ist schon anspruchsvoll aber nicht zu schwer.

Pandemic Legacy Box

Informationen zum Spiel

Unser Fazit zu Gloomhaven

Uns macht das Spiel riesig Spaß. Allerdings spielen wir es nur, wenn wir wirklich Zeit dazu haben. Mal eben, zwischen Feierabend und Tagesschau, das macht keinen Sinn. Die Abenteuer finden wir Anspruchsvoll aber nicht unslösbar, was uns eine Menge Spielspaß beschert. Zusammen tüfteln und bei falschen Entscheidungen auch mal zu verlieren, das gehört für uns dazu.

Ja, das Spiel ist kostenintensiv, keine Frage. Man bekommt aber auch eine Menge Material geliefert und, was noch wichtiger ist, viele, sehr viele Spielstunden. Wir haben jetzt schon so viele Spielstunden gesammelt, wie bei vielen anderen Spielen zusammen genommen, welche dann in Summe auf den gleichen Preis kommen würden.

Wer Spaß an Rollenspielen, Dungeons, Monster und kooperatives Kämpfen hat, der macht mit dem Spiel bestimmt nicht viel verkehrt.

An dieser Stelle noch der Hinweis, dass wir uns das Spiel selber gekauft haben und in keinem Kontakt zum Verlag des Spiels stehen.

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