Zuletzt aktualisiert am 26. November 2018 um 18:37

Wenn man einen eigenen Blog betreibt will man wissen, wie viele Besucher diesen Blog lesen, wann sie den Blog besuchen, welche Seiten rufen sie dabei auf, wie haben sie den Blog gefunden, welche Suchbegriffe haben sie bei Google eingegeben und noch viele andere Dinge.

In diesem Beitrag zeige ich euch, wie man ein Konto bei Google Analytics erstellt und welche Möglichkeiten man hat Google Analytics in WordPress einzubinden. Ihr findet ein paar Hinweise, wie man Google Analytics rechtssicher betreiben kann und welche Alternativen man zu Google Analytics nutzen kann.

Konto bei Google Analytics anlegen

Um Google Anlaytics in WordPress nutzen zu können, benötigt ihr natürlich ein Konto bei Analytics. Ruft dazu einfach die Startseite von Google Analytics auf.

Google Analytics Startseite

Google Analytics Startseite

Solltet ihr bereits ein Google Konto besitzen weil ihr bereits Goolge+ oder Google Mail benutzt, so könnt ihr euch mit dem Konto bei Analytics anmelden. Solltet ihr noch kein Konto besitzen, dann legt euch über den Button „Konto erstellen“ ein neues Konto bei Google an.

Nach der Anmeldung kommt ihr auf die Member Startseite von Analytics. Diese ist am Anfang noch recht leer, wenn da mal einige Blogs oder Webseiten eingetragen sind, dann füllt sich die Übersicht so langsam.

Übersicht der Konten in Google Analytics

Übersicht der Konten in Google Analytics

Ihr seht in meinem Beispiel, das dort bereits 5 Konten existieren. Das sind meine beiden Blogs und drei weitere Seiten. Ich lege dort nun ein weiteres Konto für den Demo-Blog an, welchen ich im Hintergrund laufen habe, um euch Dinge hier zu zeigen. Das ist auch der Weg, den ihr gehen müsst um eure erste Seite bei Google Analytics einzurichten.

Um die Einrichtung zu starten, klickt oben im oberen Menü auf „Verwalten“.

Neues Konto erstellen

Neues Konto erstellen

Nun öffnet sich der Dialog, wo ihr die Daten eures Blogs eingeben könnt:

Daten des Blogs eingeben Teil 1

Daten des Blogs eingeben Teil 1

Oben wählt ihr „Website“ als Typ aus. Unter Kontoname gebt einen beliebigen Namen für das Konto ein. Unter Name der Website kommt selbstverständlich der Name Eures Blogs hinein, und bei der Website-URL die komplette Adresse des Blogs, inklusive „http://“. Unter Branche könnt ihr noch einen passen Eintrag aus der Liste wählen.

Im unteren Teil der Seite gebt ihr noch die Zeitzone eures Blogs ein.

Bei den Datenfreigabeeinstellungen könnt ihr der Nutzung eurer Daten für verschiedene Dienste und Produkte freigeben. Ich habe diese Einstellungen für den Demoblog alle deaktiviert. Lest euch die Punkte durch und überlegt, ob die diese benötigt oder nicht. Die Einstellungen lassen sich aber auch im Nachhinein noch verändern.

Eingaben abschließen und Tracking-ID anfordern

Eingaben abschließen und Tracking-ID anfordern

Ihr habt somit bereits alle erforderlichen Angaben gemacht, also könnt ihr nun durch einen Klick auf „Tracking-ID abrufen“ die Eingabe beenden.

Im folgenden Dialog müsst ihr den Analytics-Nutzungsbestimmungen zustimmen.

Google Analytics Bedingungen

Google Analytics Bedingungen

Durchlesen und dann unten auf „Ich stimme zu“ klickern.

Nun kommt ihr auf die Seite mit eurem Tracking Code.

Tracking Code und -ID

Tracking Code und -ID

Oben seht ihr eure Tracking ID, in diesem Falle „UA-55305325-1“. Diese kann ich hier ruhig zeigen, dieser Wert ist nicht geheim. Er taucht später sowieso in dem Quelltext aller eurer Seiten auf.

Im unteren Bereich findet Ihr den Tracking Code. Dieses Script muss nun auf jeder eurer Blogseiten im Header- oder Footerbereich des Quelltextes eingebunden werden. Wie das funktioniert, zeige ich euch jetzt.

Erweiterung des Codes – Rechtssicherheit

Um den Code in Deutschland einsetzen zu dürfen, empfiehlt es sich, diesen um eine Zeile zu ergänzen. Schauen wir uns den Code mal an:

<script>
(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
})(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga');

ga('create', 'UA-XXXXXXXX-X', 'auto');
ga('send', 'pageview');

</script>

Fügt nun zwischen den beiden unteren Zeilen „ga(‚create…“ und „ga(’send…“ folgende Zeile ein:

ga('set', 'anonymizeIp', true);

Fertig sieht der Code dann so aus:

<script>
(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
})(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga');

ga('create', 'UA-XXXXXXXX-X', 'auto');
ga('set', 'anonymizeIp', true);
ga('send', 'pageview');

</script>

Damit ist sichergestellt, das IP-Adressen nur noch anonymisiert an Google übertragen werden.

Natürlich müsst ihr trotzdem in euren Datenschutzhinweisen einen Hinweis darauf geben, das ihr die Besucherdaten mit Google Analytics erfasst. Wie das geht, und weitere Tipps zum rechtssicheren Betreiben von Google Analytics findet ihr auf der Seite von Rechtswanwalt Schwenke.

Google Analytics in WordPress einbinden

Um den Tracking Code in WordPress einzubinden, gibt es drei verschiedenen Möglichkeiten:

  • Einbindung per Plugin
  • Einbindung per Optionen im Theme
  • Manuelle Einbindung in der header.php oder footer.php Datei

Einbindung per Plugin

Es gibt verschiedene Plugins, um den Tracking Code in die Seiten des Blogs einzubinden. Eines davon ist das Plugin „Google Analytics Dashboard for WP„. Damit werden unter anderem die Statistiken eurer Seite auf dem Dashboard im Adminbereich angezeigt und man kann über dieses Plugin auch den Tracking Code in die Seiten einbinden lassen.

Installiert dazu das Plugin in eurem Blog und aktiviert es. Danach erscheint im Adminbereich, links im Menü ein neuer Punkt mit dem Namen „Google Analytics“. Wenn ihr dort drauf klickt kommt ihr auf einen Startbildschirm, wo ihr aufgefordert werdet, das Plugin bei Google zu autorisieren.

Plugin Google Analytics

Plugin Google Analytics

Klickt dazu auf den Button „Plugin autorisieren“ und ihr kommt auf die nächste Seite.

Google Analytics Zugriffscode

Google Analytics Zugriffscode

Den Code erhaltet ihr, wenn ihr oben auf den Link „Erhalte den Zugriffscode“ klickt. Es öffnet sich dann ein Fenster, wo ihr dem Plugin den Zugriff auf das Google Analytics Konto gestattet. Kopiert diesen Code von der Google Seite hier in die Zeile Zugriffscode und beendet die Eingabe durch einen Klick auf „Zugriffscode speichern“.

Konto bei Google Analytics auswählen

Konto bei Google Analytics auswählen

Ihr kommt nun auf die Allgemeinen Einstellungen des Plugins. Wenn ihr mehrere Google Analytics Konten besitzt, so müsst ihr hier unter Wähle die Domain aus, das richtige Konto auswählen. Wenn ihr das gemacht habt, dann könnt ihr links im Menü auf Google Analytics – Tracking Code klicken.

 

Tracking Code einbinden

Tracking Code einbinden

In diesem Dialog könnt ihr nun bei Tracking Optionen das Tracking aktivieren. Bei Tracking Typ sollte die Universelle Analyse eingestellt sein, die alte klassische Analyse wird von Google bald nicht mehr unterstützt und euer neu eingerichtetes Konto unterstützt nur die neue Methode. Aktiviert zusätzlich den Schalter, um die anonymisierte Übertragung der IP-Adressen zu gewährleisten. Das Plugin macht damit das gleiche, wie bei der manuellen Bearbeitung des Tracking Codes oben gezeigt, es fügt den Befehl für die anonymisierte Übertragung dem Code hinzu.

Die restlichen Einstellungen könnt ihr erst mal im Standard belassen. Im unteren Bereich der Seite findet ihr noch einen Bereich „Exkludiere Tracking“. Hier könnt ihr noch einstellen, das eure Besuche auf der Seite nicht gezählt werden, wenn ihr in WordPress angemeldet seid und die Seite dann besucht.

Einbindung per Optionen im Theme

Manche Designs, also Themes, bieten euch die Möglichkeit den Tracking Code in den Optionen einzugeben. Da müsst ihr mal forschen, ob ihr so eine Stelle in den Optionen oder Einstellungen des Themes findet. Das Thema auf meinem Demoblog bietet diese Möglichkeit nicht, wohl aber das Theme auf meinem Reise-Fotografie Blog.

Eingabe des Tracking Codes in den Theme Optionen

Eingabe des Tracking Codes in den Theme Optionen

Hier wird mir explizit ein Bereich angeboten, wo ich den Tracking Code eingeben kann. Es kann aber auch sein, dass da nur was von „Scripte Footer“, „Scripte Header“, „Additional Scripts“ steht. Auch dort könnt ihr dann den Tracking Code eintragen. Andere Themes fragen nur die UA-XXXXXXXX-X Nummer ab und generieren dann den Code automatisch, wenn der Wert eingegeben ist.

Manuelle Einbindung in der header.php oder footer.php Datei

Wenn ihr kein Plugin für die Einbindung nutzen wollt oder könnt und euer Theme keine Möglichkeit bietet, dann müsst ihr den Code manuell in die Header.php oder die Footer.php eures Themes einbinden. Ich empfehle den Footer zu nehmen, da dann die Daten erst am Ende des Seitenaufbaus zu Google Analytics geschickt werden.

Google Analytics Code manuell einfügen

Google Analytics Code manuell einfügen

Zum manuellen Einfügen wählt im linken Menü den Punkt Design-Editor aus. Auf der folgenden Seite wählt ihr aus der rechten Spalte die Datei „footer.php“ aus, diese erscheint dann im Editor Fenster. Scrollt in diesem Fenster nach ganz unten und und gebt vor „/body“ den Tracking Code ein. Klickt dann auf Datei aktualisieren und das war es schon. Der Code taucht nun im Quelltext von allen euren Blogseiten auf.

Eine Variante nutzen

Entscheidet euch für eine der genannten Varianten. Man sieht immer wieder Seiten im Netz, die mehrfach die Daten zu Google Analytics übertragen, weil sie das Tracking per Plugin und per Theme parallel aktiviert haben. Um das zu kontrollieren, öffnet mal den Quelltext eurer Seite im Browser und sucht nach eurer Tracking-ID. Diese sollte nur einmal in dem Quelltext erscheinen. Wenn sie da mehrfach auftaucht, dann trackt ihr doppelt. Und nein, die Statistik wird die Besuche dann nicht doppelt zählen (schön wär es ja manchmal).

Muss es Google Analytics sein?

Es gibt natürlich auch Alternativen zu Google Analytics. Da gibt es zum Beispiel Piwik, ein sehr mächtiges Tool, was mindestens genau so viel kann, wie Google Analytics. Dieses könnt ihr selber auf eurem Webserver betreiben oder auch in einer gehosteten Form nutzen. Die Einbindung des Tracking Codes erfolgt dann genau so, wie der Code von Google Analytics.

Wenn ihr das Plugin Jetpack installiert habt, dann könnt ihr auch die WordPress eigene Statistikfunktionen nutzen. Sie bietet aber nicht so viele Möglichkeiten. Aber um eine Übersicht über die Besucher zu haben und zu wissen, welche Seite die beliebteste ist, reicht das völlig aus.

Es gibt auch Plugins, die Statistiken direkt im Blog intern erzeugen und anzeigen. Diese bieten auch eine Menge an Möglichkeiten, haben aber einen ganz entscheidenden Nachteil. Sie nutzen für die Daten die Datenbank des Blogs, und bei der Erhebung der Statistiken fallen eine Menge Daten an. Die „müllen“ euch nach und nach die Datenbank zu. Zwar bieten die Plugins Automatismen, das man z.B. nur die Daten der letzten drei Monate speichert. Was ist dann aber, wenn ich mal einen Vergleich über Jahre machen möchte um die Entwicklung der Seite zu beurteilen? Also, diese Möglichkeit würde ich nicht empfehlen.

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