Katzen Fotoshooting

Heimisches Katzen Fotoshooting

Kategorie: Haustiere

Veröffentlicht: 9. Februar 2020

Aktualisiert: 5. Mai 2020

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Winter, na ja eher so ein Spätherbst mit 12 Grad und Regen. Eigentlich wollten wir letztes Wochenende das Wetter für einen Besuch im Terrazoo nutzen. Als wir dort ankamen, stellten wir fest, diese Idee hatten die anderen drölfhunderzweiunddreizig Menschen auch. Da sind wir lieber nach Hause gefahren und haben mal wieder ein heimisches Katzen Fotoshooting gemacht.

Wir wollen aber nicht nur Fotos zeigen, sondern auch ein wenig über so ein Katzen-Shooting erzählen. Wie machen wir das, welche Kamera setzen wir ein, wie arbeiten wir mit den Katzen.

Heimisches Katzen Fotoshooting

Bevor wir die Fotos zeigen, möchten wir Euch mal kurz erklären, wie wir so ein Shooting machen. Dabei ist es egal, ob das bei uns zu Hause abläuft oder bei Menschen, die ihre Tiere von uns fotografieren lassen wollen.

Ausrüstung und Licht

Erst mal vorab, weil die Frage sonst sowieso immer kommt, die eingesetzte Ausrüstung bei dem Shooting:

  • Sony Alpha 7 II
  • Sony SEL-90M28G Makro Objektiv
  • Neewer LED Lampe

Details zu den ausgewählten Bausteinen findet ihr in unserer Fotoausrüstung.

Warum diese Konfiguration? Ein Problem bei einem Katzen Shooting zu Hause ist das fehlende Licht. Das gilt ganz besonders an einem bewölktem, regnerischen Tag, wo kaum Licht durch die Fenster kommt. Wir bauen keine Studiolampen oder Baustrahler für so ein Shooting auf. Es sind einfach die Deckenlampen eingeschaltet. Die machen aber eher ein gemütliches Licht, was zum fotografieren nur so mittelprächtig ausreicht.

Die Sony Alpha 7 II erlaubt es uns mit der ISO auf Werte bis zu 6.400 zu gehen, ohne das das Rauschen extrem stört. Oben auf der Kamera saß die Neewer LED Lampe. Diese bringt auf etwa zwei Meter doch ordentlich Licht in die Szene vor der Kamera.

Das 90mm Makro Objektiv ist für zwei Dinge wirklich toll. Einerseits ist es eine tolle Linse für Porträt-Aufnahmen. Andererseits kann man mit ihr auch mal kleine Details sehr formatfüllend einfangen. Ein Auge, eine Pfote, ja sogar einzelne Krallen. Dafür muss man aber recht nah an das Tier heran, das klappt bei unseren eigenen Katzen nicht bei allen und bei fremden schon gar nicht. Daher nutzen wir verschiedene Linsen, wenn wir Tiere in heimischer Umgebung fotografieren. Nebenbei hat das 90mm von Sony noch einen sehr schnellen Fokus und ist halt Lichtstark.

Bei fremden Katzen arbeiten wir meistens mit Teleobjektiven. Denn oft ist das Vertrauen zu uns noch nicht so groß, dass wir so nah an die Tiere ran können zum fotografieren, wie bei den eigenen Katzen. Das muss man einfach akzeptieren und lieber mit längeren Brennweiten arbeiten.

Generell gelten bei Katzen-Shootings die Tipps für Zoo- oder Tierfotos. Fokus möglichst immer auf die Augen, die richtigen Kameraeinstellungen und los. Allerdings bieten Shootings mit heimischen Katzen noch ein paar Besonderheiten.

„Arbeiten“ mit den Katzen beim Shooting

Mal abgesehen von den Anforderungen an die Technik ist das Arbeiten mit den Katzen noch vieeeel spannender.

Wir machen (selten) Aufnahmen vor einem perfektem, gestylten Hintergrund. Wir haben bisher nur wenige Fotos gemacht, auf einer platzierten Decke oder einem sonst wie gestyltem Background. Lieber fotografieren wir die Katzen in ihrer „natürlichen“ Umgebung, ihrem zu Hause.

Das ist auch für die Tiere einfacher, ganz besonders bei Katzen. Erkläre mal einer Katze, die soll sich jetzt auf diese Decke legen, dort bleiben, dort posen oder spielen. Hallo? Es sind Katzen. Bei unseren eigenen Katzen kriegen wir das vielleicht noch hin, zumindest bei zwei von unseren Lieben. Die anderen Drei würden uns für komplett verrückt halten.

Bei fremden Katzen kannst Du das oft ganz vergessen, bis auf wenige Aufnahmen. Da rennt ein fremder Mensch durch die Wohnung, der arbeitet mit Licht und einem komischen Apparat in der Hand. Da sind die meistens eh unruhig, selbst wenn man vorab einige Zeit damit verbracht hat, das Vertrauen der Tiere zu bekommen. Aber sich dann irgendwo, auf Wunsch, platzieren und hübsch aussehen? Geh weg, fauch!

Mit ein paar Tricks geht es aber auch mit fremden Katzen. Da kommen dann Leckerchen, Spielzeug oder ein Laserpointer ins Spiel. Und natürlich viel Geduld, die sollte man aber generell bei Tierfotos mitbringen.

Achja, noch eine Sache. Ein guter Tipp bei der Tierfotografie ist es, die Tiere auf Augenhöhe zu fotografieren. Das bedeutet, dass ihr sehr lange auf dem Boden rum kriecht bei so einen Shooting.

Charakter der Katzen beachten und akzeptieren

Ganz wichtig finden wir es, den Charakter jeder einzelnen Katze zu akzeptieren. Es gibt halt Katzen, die wollen nicht fotografiert werden. Klar, die wissen nicht, was das eigentlich ist. Aber die haben Angst vor dem Kasten, der sich immer in ihre Richtung wendet und dem Menschen dahinter, der ständig redet und macht und tut. Dann ist das halt so. Wir haben aus diesem Grunde kaum Fotos von unserer Maja. Wenn wir mit der Kamera ankommen, verschwindet die schnell unters Bett oder unters Sofa. Und das akzeptieren wir. Niemals würden wir sie mit der Kamera an ihren Rückzugsorten belästigen. Dann gibt es eben kein Foto.

Unsere anderen vier Katzen bieten dagegen viele Fotomöglichkeiten, die wir gleich unten bei den Fotos auch mal ein wenig beschreiben werden.

So machen wir das auch, wenn wir Katzen von Freunden, Bekannten oder anderen Menschen fotografieren. Wichtig ist es, wenn man sowas macht, vorher keine Versprechungen für irgendwelche besonderen Motive oder Bilder zu geben. Hingehen, das Vertrauen der Katzen gewinnen und sich überraschen lassen, was am Ende für Fotos rauskommen. Wichtig ist, für die Katzen soll es ein Spiel sein, kein Zwang.

Bearbeitung der Fotos

Bei der Bearbeitung der Fotos kann man sich gehen lassen, einfach kreativ sein. Wir bearbeiten auch bei Katzen-Fotos die Bilder meistens nur in Lightroom. Dabei werden die Standard-Entwicklungen für das Licht (Weißabgleich, Weiß- und Schwarzpunkt, Lichter und Tiefen) vorgenommen. Dazu ein wenig mehr Farbdynamik und Struktur ins Bild gebracht. Das aber nur in sehr kleinen Dosen sonst wirkt es schnell unnatürlich.

Den Hintergrund haben wir teilweise ein wenig abgedunkelt. Den hat man, ohne gestyltem Hintergrund, nun mal mit auf den Bildern aber eigentlich will ihn keiner sehen. Allerdings schwärzen wir den Hintergrund nicht, das finden wir oft sehr unnatürlich, wenn es nicht perfekt gemacht ist.

Bei schwarzen Katzen ist es oft noch ein wenig kniffeliger, auch bei der Bearbeitung. Daher haben wir einen eigenen Beitrag über das Fotografieren von schwarzen Katzen geschrieben. Dort findet Ihr ein paar Tipps und Tricks zu dem Thema.

Fotos vom heimischen Shooting

Für die nachfolgenden Fotos haben wir ungefähr 2 Stunden gebraucht. Dabei sind knapp 500 Fotos entstanden (Serienbilder – daher so viele). Am Ende waren es dann rund 45 Fotos, die wirklich klasse und brauchbar waren. Davon haben wir dann 26 für diesen Bericht ausgewählt und bearbeitet.

Das ist eine normale Quote bei so einem Shooting. Die restlichen Bilder sind nicht unbedingt unbrauchbar, zeigen aber durch die Serienaufnahme halt immer das gleiche Bild, wenn Kätzchen sich mal wieder nicht bewegt hat.

Trotzdem macht die Serienaufnahme Sinn. Denn ohne diese gäbe es keine Fotos von gähnenden Katzen, von Katzen beim spielen mit verwischter Pfote oder dem sauberlecken der Nase nicht. Diesen Moment würde man ohne Serienaufnahme nur mit viel Glück auf die Speicherkarte bekommen.

So, nun aber zu den Bildern. Wir zeigen Euch nacheinander unsere Katzen, die Fotos von jeder einzelnen und erzählen ein wenig über die Charaktereigenschaft jeder der Katzen beim fotografieren.

Rocky – der Grumpy unter unseren Katzen

Grumpy, mürrisch, das trifft auf Rocky zu. Er ist ein herzensguter Kater aber wenn ihn was nervt, dann teilt er das mit.

Fotografieren lässt er geduldig zu, bewegt sich dabei aber am liebsten keinen Millimeter. Sich spielend vor der Kamera zum Clown machen, das ist nicht sein Ding. Nach ein paar Fotos, so nach 10-15 Minuten, geht es ihm dann auf die Nerven. Bei ihm hört man das, er fängt dann an zu grummeln und zu quäcken, dann lässt man ihn besser in Ruhe.

Grumpy Rocky
Nasenpflege
Rocky Pfote

Jimmy – der schwarze Brite

Jimmy ist immer in der Nähe, wenn wir Fotos machen. Der kleine Ingenieur ist dabei meist sehr interessiert an der Technik und versucht auch mal vorne in die Linse rein zu krabbeln.

Spielen ist nicht immer so sein Ding, zumindest nicht, wenn er soll. „Ich kann nicht auf Kommando“ könnte dabei sein Spruch sein. Da er beim fotografieren aber immer um einen herum wuselt, ergibt sich immer die Gelegenheit für ein Foto. Ab und zu erwischt man ihn doch beim spielen, wenn er denkt, dass ihn gerade keiner beobachtet. Sein Charakterkopf mit den tollen Augen ist auch jedes einzelne Foto wert.

Wenn er dann mal keine Lust hat, zieht er sich halt zurück.

Jimmy
Jimmy
Jimmy kann auch Grumpy
Jimmy beim spielen erwischt
Jimmy - diese Augen

Claire – das Fotomodell

Claire ist das geborene Fotomodell. Ist eine Kamera in der Nähe macht sie das, was sie auch sonst perfekt beherrscht. Irgendwo sitzen und gut aussehen.

Sie lässt sich ja generell durch nichts stören. Egal ob Besuch kommt, ein Handwerker hier rum wuselt, draußen ein Sturm tobt oder Feuerwerksraketen durch die Luft fliegen. Claire ist komplett tiefenentspannt oder sogar neugierig. Silvester sitzt sie am Fenster und schaut sich das Feuerwerk an, derweil unsere anderen Katzen eher aufgeregt bis panisch sind.

So juckt es sie auch nicht, wenn wir mit den Kameras durch die Wohnung rennen. Sie macht einfach das, was sie immer macht. Völlig relaxen und ihr Ding.

Claire Portät
Claire als Grumpy Cat
Claire
Claire am Fenster
Claire Fellpflege

Jerry – der Clown

Jerry ist unser Fotoclown. Sobald wir mit einer Kamera in der Wohnung unterwegs sind, ist für ihn Showtime.

Dabei ist er ein gutes Beispiel für Fotoshootings mit Fremden. Wenn hier ein fremder Mensch mit Kamera durch die Wohnung laufen würde, würde er unseren Jerry wohl die ersten Stunde nicht zu Gesicht bekommen. Jerry macht zwar gerne auf dicke Hose, ist aber weit davon entfernt ein Held zu sein.

Und wer glaubt, hier wäre auch nur ein Foto vorher so geplant gewesen – vergesst es. Außer die Fotos in der Raschelrolle war nichts geplant. Hier und da schmust er mit dem Spielzeug, schön. Aber eigentlich hatten wir ihm das zum Spielen hingeworfen. *seufz*

Trotzdem ist der kleine Clown immer für schöne Fotos zu haben. Daher haben wir auch die meisten Fotos an dem Tag von Jerry gemacht. Denn wehe, man hat ihn nicht beachtet und fotografiert, dann war er auch nicht zufrieden.

Jerry Porträt
Jerry hat durst
Jerry
Oh, eine Pfote
Jerry Grumpy
Spannung
Was hat er im Blick?
Spielen in der Raschalrolle
Spielen mit dem Ball
Entspannen mit der Maus
Völlig erledigt

Das waren die Fotos von unserem letzten Katzen-Shooting. Wir hoffen, die haben Euch ein wenig gefallen. Anregungen, Fragen und andere Dinge könnt ihr sehr gerne als Kommentar hier unter dem Beitrag schreiben.

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