Bloggen und Technik

Brauche ich als Hobbyblogger ein Impressum?

Bloggen für Einsteiger

Vorab: Ich kann und darf hier keine Rechtsberatung geben. Dazu fehlt mir zum einem die Qualifikation, zum anderen ist es in Deutschland nicht erlaubt, Rechtsberatungen per Internet zu geben. Ich schreibe hier also nur meine Meinung zu dem Thema.

Weiter geht es hier nur um Blogs, die auf einem deutschen Server laufen und von einem deutschen Blogger betrieben werden. In anderen Ländern sieht das Thema teilweise ein wenig anders aus.

Wenn man das Netz nach dieser Frage durchsucht, dann findet man ein paar ganz eindeutige Hinweise zu dem Thema. Man braucht auf jeden Fall ein Impressum, wenn…

  • … der Blog kommerziell ist und zu einer Firma gehört.
  • … der Blog Einnahmen generiert. Hier reicht schon ein Werbebanner oder der Link zu einer (eigenen) kommerziellen Seite.
  • … wenn auf dem Text regelmäßig journalistisch-redaktionell gestaltete Texte erscheinen. (Macht ein Blogger nicht genau das?)
  • … die Öffentlichkeit Zielgruppe des Blogs ist.

Gerade der letzte Punkt ist hier interessant. Man kann argumentieren, das man nur für sich schreibe, für die eigenen Freunde und Verwandten. Der Blog steht aber trotzdem öffentlich im Netz, ist bestenfalls sogar bei Google zu finden. Hm, also doch öffentlich?

Natürlich könnte man den ganzen Blog und seine Inhalte mit einem Kennwort schützen, so wäre er natürlich nicht mehr öffentlich. Nur, wollen wir das? Ich denke eher nicht, oder?

Daher, ein Impressum sollte auf jedem Blog zu finden sein. Was spricht auch dagegen? Wenn ihr eine eigene Domain habt, sind eure Daten eh sichtbar. Spätesten bei eine Who.is Abfrage kommt man an die Daten, wenn ihr keine Domainprotection aktiviert habt. Dabei werden die persönlichen Daten bei einer Who.is Abfrage unterdrückt. Das wird von einigen Providern angeboten.

Was gehört in ein Impressum?

Auf jeden Fall der Name und die Adresse des Seitenbetreibers. Die Angabe eines Postfaches in nicht erlaubt. Dazu kommen dann die Mailadresse und eine Telefonnummer. Ob eine Faxnummer mit angegeben werden muss ist irgendwie nicht eindeutig geregelt und die Meinungen dazu sind sehr unterschiedlich.

Für Gewerbetreibende gibt es noch mehr Pflichtangaben, die in das Impressum gehören. Aber das soll ja hier nicht Thema sein.

Wo findet man eine Vorlage für ein Impressum?

Das ist recht einfach, da es mittlerweile mehrere Generatoren für ein vernünftiges Impressum gib. Für diese Seite hier habe ich den Impressum Generator bei e-Recht24.de genommen.

Datenschutzerklärung nicht vergessen!

Zusätzlich zum Impressum benötigt wirklich jede Seite eine Datenschutzerklärung. Diese muss auf einer eigenen Seite eingebunden werden und darf nicht einfach unter das Impressum gesetzt werden. Auch für die Datenschutzerklärung gibt es Generatoren, wo man sich die passende zusammen stellen kann:

Wenn ihr diese Punkte auf eurer Seite einbaut, dann seid ihr auf der sicheren Seite.

 

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8 Kommentare

  • PRIVAT meint “von außen nicht einsehbar, nicht zugänglich”, ergo passwortgeschützt. Alles, was man mitlesen kann, einsehen kann, braucht in D ein Impressum.

    Finde ich auch logisch und in Ordnung so, denn wie soll man jemanden habhaft werden wenn er z.B. gegen Urheberrechte verstößt u.ä. Da interessiert es nicht, ob jemand Privates bloggt oder geschäftsmäßig! Kann man trotzdem via WHOIS rauskriegen, klar.

    Aber „PRIVAT“ (mit der falschen Schlussfolgerung “ich brauche kein Impressum”) ist hier nicht das Gegenteil von “gewerblich/geschäftsmäßig” etwa, das ist aus den Köpfen vieler einfach nicht rauszukriegen!

    • Hallo Birgit,

      genau das ist ja mit dem Punkt gemeint:

      … die Öffentlichkeit Zielgruppe des Blogs ist.

      Jede öffentlich erreichbare Seite mit öffentlichen Beiträgen ist somit Impressumspflichtig. Daher hast Du absolut Recht!

      LG Thomas

  • Es ist immer wieder spannend, wenn Halbwissen als allgemein gültiges Recht diskutiert wird. Ich sehe das ganz oft bei Kleiderkreisel: „Du brauchst deine Adresse nicht angeben, ein Postfach tuts auch, die Post kommt ja an!“ oder „Ich schreib einfach ‚Adresse auf Anfrage‘, ich antworte ja immer ganz schnell dann.“.

    Auch die oft befürchteten „Stalker“, Exfreunde oder sonstigen Verrückten werden erwähnt – aber wie du in einem Beitrag schon schriebst: es kommt einfach nicht vor. Zumindest möchte ich behaupten, dass das vielleicht höchstens 1% der Blogger betrifft.

    Ich habe auch lange gezögert, da ein Teil meiner Familie meine Adresse nicht wissen soll habe mich dann aber dafür entschieden. Ich kann mich eben nicht einfach über das Gesetz stellen, weil ich Knatsch mit Mutti habe. Außerdem wollen Firmen für Kooperationen nicht erst unendlich Mails hin- und herschicken um zu erfahren wo ich wohne, sondern mir vielleicht einfach so etwas schicken oder eben Kontakt aufnehmen.

    Jetzt schreibst du, dass auch eine Telefonnummer wichtig sei. Ich habe in meinem Impressum meinen vollen Namen, die Anschrift und eine Kontakt-Mailadresse angegeben. Reicht das nicht auch aus?

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