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Indian Summer – Anreise

14. Oktober 2014|USA Nord-Osten|12 Kommentare
  • Airbus A330 von Aer Lingus

Wir sind jetzt in Boston angekommen, genauer gesagt in einem schönen, kleinen Vorort mit dem Namen Salem. Schön sah er zumindest im Reiseführer aus und aus dem Flieger vorhin. Als wir gerade angekommen sind, war es leider schon dunkel.

Der erste Tag ist natürlich immer durch die Anreise geprägt. Und für uns ging es mal wieder mit einer neuen Airline in die USA.

Aer Lingus – Licht und auch Schatten

Gebucht hatten wir bei Aer Lingus direkt, weil uns die Flugzeiten, der Preis und die Möglichkeit bereits in Dublin die Immigration in die USA zu machen sehr reizten. Nach dem Tag kann man sagen, schlecht war die Idee nicht, aber es gibt auch einige Schattenseiten.

Airbus A330 von Aer Lingus

Airbus A330 von Aer Lingus

Der Online-Checkin bei Aer Lingus funktioniert prima, die Bordkarten für beide heutige Flüge konnte ich gestern bereits zu Hause ausdrucken. Die Gepäckabgabe in Düsseldorf ging sehr schnell und freundlich über die Bühne und auch der Flug nach Dublin war völlig in Ordnung. OK, ich musste für meinen Kaffee an Bord 2,50 Euro zahlen, das hatte mich ein wenig verwundert. Aber leider wird so was auf innereuropäischen Strecken wohl so langsam zum Standard. Dafür war er aber auch lecker.

In Dublin ging es nach der Passkontrolle für Irland vor dem Airport zur letzten Zigarette vor dem langen USA-Flug. Wobei die Strecke von Dublin nach Boston ja überschaubar ist. Danach ging es durch eine gut organisierte Sicherheitskontrolle zurück in den Gatebereich. Dort wird man dann mit zahlreichen Schildern problemlos zu den USA Gates geführt. Die Besonderheit in Dublin und auch in Shannon ist, das die Immigration in die USA bereits hier auf europäischen Boden gemacht wird. Dazu wird das Handgepäck noch einmal durchleuchtet und dann kommt man zu den Officers der Homeland Security. Und das war das erste mal, das wir nicht warten mussten und direkt zum Officer durchgehen konnten. Dieser stellte die üblichen Fragen, nahm die Fingerabdrücke, Foto und schwups – 2 Minuten später war das Thema durch. Hier für ein ganz dickes Plus für die Idee über Dublin zu fliegen.

Unser Flieger war dann ein Airbus A330, wo wir in Reihe 33 eingezogen sind. Der Flieger machte von innen einen sehr gepflegten Eindruck, die Sitze waren mit einem guten Entertaimentsystem ausgestattet, welches auch viel Auswahl bot.

Landeanflug auf Boston

Landeanflug auf Boston

Leider konnte der Service mit dem tollen ersten Eindruck nicht mithalten. Auf einem 6-stündigen Flug habe ich sage und schreibe eine 150ml Dose Cola bekommen und zwei Kaffee. Das war es zum Thema Getränke. Es lag zusätzlich noch eine Karte aus, mit Dingen, die man an Bord zu trinken kaufen konnte. Nur, es kam keiner mehr vorbei und wenn man in die Küche ging waren dort die Vorhänge zugezogen. Gut, das wir vorsorglich noch 2 Flaschen Getränke am Airport gekauft hatten.

Beim Essen war es dann bei uns wirklich Licht und Schatten. Ich hatte mir eine Gericht mit Hähnchen vorbestellt. Aer Lingus bietet den kostenpflichtigen Service für 17 Euro in der Economy das Business Class Essen zu bekommen. Das hat sich gelohnt. Es war sehr lecker, sehr reichhaltig und völlig in Ordnung.

Für Melanie hatten wir ein paar Tage vor dem Flug ihr lactosefreies Essen vorbestellt. Da ist aber wohl mächtig was schief gelaufen, denn für sie war keines da. Immerhin war die Flugbegleiterin so nett und hat dann aus den zwei vorhandenen normalen Menüs ein passendes zusammen gestellt. Aber, so was darf nicht passieren! Ich stelle mir gerade einen Hardcore-Veganer vor, der dann nur die Auswahl zwischen Beef und Hähnchen hat.

Alles in allem waren wir nicht wirklich zufrieden. Das war auf einem Langstreckenflug mit Abstand der schlechteste Service, den wir bisher erlebt haben. Dabei war das Personal noch nicht mal unfreundlich aber irgendwie lief das auch alles nicht Rund in dem Flieger. Wir hatten manchmal den Eindruck, die sind alle neu im Geschäft und machen das zum ersten mal.

Ein Blick auf Boston

Ein Blick auf Boston

In Boston mussten wir dann noch rund 30 Minuten im Flieger warten, bis wir aussteigen konnten. Der Grund war… irgendein Spaten hat den Not-Aus-Schalter an der Gangway gedrückt und danach musste das ganze System der Fluggastbrücke neu gestartet werden. Dafür musste aber erst mal ein Mensch gefunden werden, der dazu in der Lage war. Naja, Hauptsache man war schon auf dem Mond.

Als wir dann endlich raus waren, ging es direkt zum Kofferband und dann raus vor die Tür. Klar, schnell eine smoken und dann mit dem Transferbus zur Mietwagenstation.

Hier teilte man uns dann mit, das unsere gebuchte Premium Limosine nicht verfügbar ist und man uns „leider“ ein Upgrade geben müsste. Ne, wat tu ich mich ärgern. Wir „müssen“ nun mit diesem Teil durch die Gegend fahren:

Unser Leihwagen GMC Acadia

Unser Leihwagen GMC Acadia

Ein GMC Acadia, passend zu dem Acadia Nationalpark wo wir in den nächsten Tagen hin fahren werden. Ein hübsches Teil, mit allem Schnickschnack. Fest eingebautes Navi, SAT-Radio, Rückfahrkamera und erst 8000 Meilen auf dem Buckel.

Damit sind wir dann auch schon die ersten 30 Meilen zu unserem Hotel in Salem gefahren. Jetzt gleich wird geschlafen, nach einem kleinen Imbiss von den güldenen Bögen und der ersten Flasche MtnDew. Morgen schauen wir uns dann Boston an, ich freu mich schon drauf.

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