Bloggerszene

Instagram – ein persönliches Fazit zur Scheinwelt-Plattform

Instagram Scheinwelt

Och nö, nicht noch ein Instagram-Bashing-Beitrag. Jaja, ich weiß, die schiessen im Moment wie Pilze aus dem Boden. Da ich aber in verschiedenen Diskussionen rund um Instagram nicht immer den gleichen Roman schreiben will, wird es Zeit, meine Einstellung zu diesem *hüstel* Social Media mal niederzuschreiben. Das ganze mit einer gesunden Portion Selbstironie! Natürlich ist das alles maximal Subjektiv, besonders meine Tipps, welchen Profilen ich gerne folge.

„Nicht erfolgreich“ bei Instagram – das hat Gründe

Bunte Instagram Timeline - so wird das nichts
Bunte Instagram Timeline – so wird das nichts

Schaut man sich verschiedene „Ratgeber“ für einen erfolgreichen Instagram-Auftritt an, wird schnell klar, warum ich da „keinen Erfolg“ habe.

„Überlege bei jedem Foto, ob es zu dem Stil Deiner bisherigen Bilder passt.“

Bäm – schon verloren. Die Welt, in der ich Fotografiere, ist meistens bunt – mit ganz verschiedenen Farben. Manchmal ist sie auch grau, mal hell, mal dunkel. Und entsprechend sieht auch meine Timeline aus. Sie ist ein Streifzug durch meine fotografische Tätigkeit, mit allen Facetten und meinen Stilen, die durchaus variieren können

„Wähle einen simplen, cleanen Hintergrund mit weißen, hellen, pastellfarbenen Tönen.“

Ähm, ja, wie jetzt? Geht nicht! Soll ich demnächst eine Hintergrundszene im Zoo bei den Tieren aufbauen? Soll ich beim Sonnenaufgang an einem Tempel warten, bis der Himmel schön hell ist? Neee, finde ich doof, mach ich nicht!

„Wähle einen einheitlichen Filter!“

Das ist gut, das mache ich. Mein einheitlicher Filter ist der „gar-kein-Filter“. Den nutze ich konsequent auf allen meinen Bildern. Endlich mal einen Punkt, den ich befolge. Aber mal im ernst, diese ganzen Instagram-Filter sind doch übel, aus fotografischer Sicht. 

„Selfies sind das Salz in der Suppe!“

Da bin ich komplett raus. Ich mag keine Selfies und ich mag auch keine Profile bei Instagram, die sich als Reiseprofile präsentieren, man aber die schönen Ecken der Welt nicht sehen kann, weil konsequent einer im Weg rum steht. 

„Bleib bei einem Thema!“

Schon wieder dumm gelaufen. Ich behandle auf meinem Blog verschiedene Themen, auch mein Leben ist recht vielseitig und so sieht auch mein Profil bei Instagram aus. Reisebilder, gemischt mit Tierfotos und die Kaffeetasse vom Frühstück kann auch mal dazwischen rutschen. Tja, ich könnte dafür jetzt zwei oder mehr Instagram-Accounts führen, dazu fehlt mir aber die Lust und die Zeit.

Fazit: Ich bin definitiv nicht Instagram-Massen-Kompatibel. Mit so vielen nicht eingehaltenen Regeln wird das nichts mit einem „erfolgreichen“ Instagram Account. Ich habe aber keine Lust, mit meinem Profil in der Masse der einheitlich gestalteten Sternchen-Profile unterzugehen.

Aber: Was ist denn eigentlich erfolgreich bei Instagram? Ich habe, trotz der vielen stylistischen Vergehen, trotzdem Follower dort – dabei spielt die Zahl der Follower nur eine untergeordnete Rolle für mich. Diese Follower scheinen mir ehrlich zu folgen, weil sie meine Bilder mögen. Hm, eigentlich nicht schlecht oder? Dagegen folge ich fast ebenso vielen Profilen zurück. Nicht weil sie mir folgen, nicht weil ich bei verschiedenen der beknackten Follow-4-Follow-Runden mitgemacht habe. Nein, ich folge denen einfach, weil mir ihre Bilder gefallen.

Dabei sind das oft Profile, die selber kaum Follower haben. Denn gerade dort findet man viele tolle Fotografen, die wunderbare Fotos zeigen, die eben nicht dem Einheits-Brei bei Instagram und eine Welt zeigen, die es real gar nicht gibt. Dafür sehe ich, beim durchscrollen meiner Timeline, eine farbenfrohe, abwechslungsreiche Welt voller Bilder. Meine Timeline ist bunt, abwechslungsreich und beinhaltet oft richtige fotografische Perlen – und das ganz ohne Pastellfarben.

Vielleicht bin ich also doch erfolgreich bei Instagram, aber aus einer anderen Sicht gesehen. Weg vom Instagram-Mainstream, der so einheitlich wie langweilig ist. 

Instagram und die Follower

Warum nutzen Blogger Social Medias? Ich kann jetzt natürlich nur für mich sprechen und bei mir ist ganz klar der Fokus darauf gerichtet, Leser auf den eigenen Blog zu bekommen. Dummerweise bekomme ich von Instagram genau 0-5 Leser im Monat. Das Elend fängt ja schon damit an, dass man bei den Fotos dort keine Links setzen kann. Damit fällt Instagram als Besucherquelle für den Blog komplett raus.

Daher habe ich für mich entschlossen, Instagram als reine Fotoplattform zu nutzen. Ein Medium, wo ich meine Bilder zeigen kann, abseits vom Blog. Dabei sind wir dann Follower-Zahlen auch relativ egal. Das zeichnete sich monatelang dadurch aus, dass ich mir die Zahl der eigenen Follower nur angeschaut habe, wenn ich das Media-Kit für den Blog aktualisiert habe, denn Firmen stehen ungemein auf Instagram (warum auch immer).

Durch die Diskussionen in den letzten Wochen, habe ich aber mal so ein Tool auf dem Handy installiert, wo man das Verhalten der eigenen Follower ein wenig aufgeschlüsselt bekommt. Dieser Anfall von Neugierde brachte einige Erkenntnisse zum Mikrokosmos Instagram. Da wird gefolgt und entfolgt was das Zeug hält. 80 % aller neuen Follower entfolgen einen oft nur Stunden später. Mir ist klar, dass dahinter oft Robots stecken, dass die Instagramer das nicht alleine und zu Fuß machen. Daher bin ich auch ein großer Freund davon, dass Instagram gegen die verschiedenen Robot-Systeme vorgeht und diese sperrt. 

Ziel scheint es dabei zu sein, ein Profil zu bekommen, welches tausende von Followern hat und selber nur ein paar hundert anderen Accounts folgt. Das soll wohl suggerieren, dass das Profil wahnsinnig interessant ist, praktisch eine Berühmtheit, an der man nicht vorbei kommt. Man könnte auch unterstellen, dass sich die Instagramer selber einen Dreck um die Fotos anderer Menschen, ihrer Follower, kümmern – das würde ich aber nieeemals tun.

Davon ausgegangen, dass die Follower alle echt sind (nicht lachen, mein Glaube an das Gute im Menschen ist grenzenlos), erklärt das auch, warum ich mit 1000 Followern so dahin dümpel. Mein Profil ist nicht massentauglich bei Instagram, spricht offensichtlich keine große Zielgruppe an – und das ist gut so. 

Übrigens, diese K/H-Profile (tausende Follower (K), nur hunderten (H) aber selber folgen) machen rund 90% der Folgen-/Entfolgen-Vögel aus. Daher, ich folge da nicht mehr zurück, aus Prinzip. Selbst wenn mir die Bilder gefallen würden, was aber zu 99% nicht der Fall ist, weil Einheitsbrei… ihr wisst schon. 

Warum bin ich noch bei Instagram

Wenn man sich von dem Gedanken gelöst hat, Instagram als Social Media zu betrachten und die Hoffnung damit Leser auf den Blog zu bekommen, dann fängt es wieder an Spaß zu machen. Als reine Bilderplattform, mit seiner eigenen Blase an Profilen, denen man folgt weil einem die Bilder gefallen. Weiter haben ich mich schon lange davon verabschiedet, Erfolg über Follower-Zahlen zu definieren. Und nirgendwo trifft das mehr zu, als bei Instagram – was oft nur eine große Scheinwelt vermittelt. Nicht nur bei den zahlreichen gestellten Bildern und dem damit vermittelten Lebensgefühl, nein auch bei den Followerzahlen.

Mehrmals stand ich kurz davor, den Instagram-Account komplett zu löschen. Dieses Folgen-Entfolgen-Spiel geht mir auf die Nüsse. Der Algorithmus, der mir vorschreibt was ich wann zu sehen bekomme, gehört abgeschafft. Trotzdem bin ich noch da und stöbere am Abend gerne durch meine Timeline oder durch bestimmte Hashtags und finde da immer wieder schöne, wunderbare Fotos von tollen, meist unbekannten Menschen. 

Tipps für einen Instagram-Account, dem ich folgen würde

Jetzt werden einige Instagram-Profis und Ratgeber vermutlich Schnappatmung bekommen. Aber ich selber folge vielen Profilen, die folgende fürchterlichen Tipps erfüllen:

  • Zeige Bilder, wie sie Dir gefallen und nicht wie einige Instagram-Gurus es vorschreiben. Die Welt ist bunt, lebhaft, abwechslungsreich und besteht nicht aus Pastellfarben und überbelichteten Himmeln.
  • Zeige Motive, die Dir Spaß machen und Dir gefallen. Sind es verschiedene Themengebiete? Egal, trotzdem zeigen.
  • Du arbeitest gerne mit verschiedenen Fotostilen, mal schwarz-weiß, mal HDR, mal Sepia? Du magst Street-Fotografie ebenso wie Landschaftsfotografie? Zeige Deine Vielfalt, stehe dazu.
  • Zeige auch mal Dinge, die nicht schön sind.
  • Packe nicht auf jedes Foto Dein Gesicht. Ehrlich, das will niemand sehen!
  • Fotos, auf denen man Deinen Rücken sieht, sind ja auch so ein Renner. Aber, muss es auf wirklich jedem Foto sein? Irgendwann lutscht sich jeder Trend mal aus.
  • Es stört gar nicht, wenn Du selber vielen anderen Accounts folgst. Es zeigt mir, dass Du an der Community interessiert bist, dass Du auch gerne Fotos anderer ansiehst und Dein Profil nicht nur der Selbstdarstellung dient.
  • Genauso wenig ist eine geringe Followerzahl ein Hinweis auf schlechte Qualität der Bilder.

Generell folge ich nur Profilen, wo mir die Bilder gefallen. Natürlich schaue ich mir jedes Profil an, welches mir neu folgt. Wenn mir die Bilder dort gefallen, dann folge ich auch gerne zurück. Wenn die Fotos mir aber nicht zusagen, dann gibt es auch keinen Klick auf Follow. Genauso wenig erwarte ich das von den Menschen, denen ich folge. Folgt mir bitte nur, wenn Euch meine Bilder gefallen. Wenn nicht, dann lasst es bleiben, auch wenn ich euch folge.

Lesetipp: Etwas nüchterner hat sich Thomas, auf seinem Blog Indiskretion Ehrensache, mit dem Thema Instagram und Influenzer-Marketing befasst.

Jetzt weißt Du, wie und warum ich Instagram nutze. Jetzt interessiert mich Deine Meinung zu dieser Plattform? Hau in die Tasten und lass einen Kommentar hier, das würde mich sehr freuen.

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35 Kommentare

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  • Hallo THomas,
    Du hast so recht! Mir geht es auch mit anderen SocialMedia so. Instagram dümpelt so vor sich hin. Aber es gibt eben auch Leute, die ganz tolle Fotos teilen. Mir gehen die üblichen Frühstücks- und Abendessen-, Kaffee- oder Bier-Fotos ziemlich auf den Geist. Naja, werde wohl auch nie Tausend Followers bekommen, egal auf welcher Plattform.
    Eins will ich aber noch versuchen: Pinterest. Auch wenn mir nicht ganz klar ist, wo der Unterschied zu Instagram liegt.
    Ich folge dir übrigens gerne – auf allen meinen/deinen Kanälen. Deine Fotos sind einfach klasse. Und der Abwechslungsreichtum großartig.
    LG
    Ulrike

    • Hi Ulrike,

      Danke für die Blumen. Bei Dir folge ich auch gerne zurück, eben weil es kein Instagram-Einheitsbrei ist.

      Pinterest kann man mit Instagram gar nicht vergleichen. Pinterest sollte man sehen, wie Googel mit Bildern, also als Suchmaschine. Entsprechend sollten die Beschreibungen der Pins gut gewählt werden, damit sie über die passenden Keywords gefunden werden. Und mit einem Klick ist der potentielle Leser dann auf dem Blog, im dazugehörigen Beitrag. Bringt bei uns inzwischen sehr viele Besucher auf dem Blog.

      LG Thomas

  • Hallo Thomas
    Instagram ist für mich einfach eine Plattform für privat. Klar, an und zu auch Mal was für den Blog, aber alles quer Beet. So findest du bei mir meine Katzen, Essen, Mal ein Foto mit mir und Nasestreifen gg oder einfach von unterwegs wenn ich etwas schön finde. Dieses follow 4 follow und entfolgen nervt nur mehr. Genauso wie 1000 gefühlte gleiche Bilder die gepostet werden. Alle haben weiße Möbel, alle beim Fitness, alle essen irgendein Superfood, alle reisen ständig, und und. Ich mag es so wie du schreibst, weshalb ich auch ziemlich gleiche Followerzahlen habe, aber das juckt mich nicht. Toller Artikel, wie immer, auch wenn ich nicht immer kommentiere
    Liebe Grüße

    • Hi Tanja,

      das mit den weißen Möbeln ist mir auch schon aufgefallen. Dabei finde ich weiße Möbel maximal häßlich, vermutlich noch eine Allergie aus den 70er Jahren, da waren die ja auch mal total angesagt. Dazu kommt, dass unsere Wohnung nicht aussieht wie eine Wohnausstellung, sondern wie ein bewohntes, belebtes, gemütliches zu Hause.

      LG Thomas

  • Instagram ist bei mir so ein Auf und Ab. Wobei es im Moment ziemlich „Ab“ ist.
    Mir geht dieses follow unfollow so dermaßen auf den Sack, das ich aktuell komplett die Lust an dem Laden verloren habe.
    Als Traffic-Quelle für den Blog habe ich Instagram eh nie gesehen und bei meiner sozialen Inkompetenz war mir von vorneherein klar, dass ich niemals der Ober-Instagram-Macker werden würde.
    Für mich könnten die einfach zu machen, dann müsste ich mich auch nicht so sehr darüber wundern, warum Kooperationspartnern darauf so abfahren.

    Viele Grüße
    Marc

    • Hi Marc,

      wenn Instagram mal zu macht, wäre mir das auch relativ egal. Aber ich will den Aufschrei nicht erleben, der dann durch das Land zieht. Der ist ja jetzt schon unerträglich, wenn Instagram mal 5 Minuten nicht funktioniert. Da sieht man ja sofort auf allen Kanälen hyperventilierende Menschen.

      LG Thomas

  • Ja du hast leider total recht. Ich pflege mein Instagram Profil nur noch sporadisch, weil ich keinen Nutzen für meinen Blog sehe und mir die gehypten Follower Zahlen anderer auf die Nerven gehen. Weißt du was ich noch weniger verstehe als Instagram? Diese Instagram Stories. Was soll das?

    Lg und mach weiter so, Nina

    • Hi Nina,

      die Instagram-Stories sind doch der letzte Schrei. Unsagbar schlechte Videos, mit Dingen, die eigentlich keinen interessieren und deshalb werden die vom System nach x Stunden automatisch wieder gelöscht. So war das doch, oder? 🙂 Im Ernst, ich habe es auch noch nicht verstanden, ebenso wie Snapchat. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu alte für den ganzen Kram.

      LG Thomas

  • Just die Tage habe ich – vermutlich den gleichen – Artikel gelesen und ständig gedacht, nöööö…. dazu hab ich keine Lust. Schon mal gar nicht, wenn man genau sieht, dass das Foto total gestellt ist und nur auf möglichst viele Likes abzielt. Das ist doch totlangweilig. Am Besten noch das iphone oder ipad schön plaziert neben dem frisch rasierten, leicht gebräunten schlanken Frauenbein (ok, kann ich eh nicht mit dienen, gg) und dem Detox Getränk dazu.. ach weißte. Lass mal. Ich bin also ganz bei dir. Und finde selbst Profile, die auch ein wenig aus dem Leben zeigen, der Realität, viel spannender. Und damit meine ich nicht diese zur Zeit ebenfalls viel besungene „mehr Realität“ auf IG. Denn den Wäscheständer muss ich da auch nicht sehen. Das ist auch langweilig. Aber ich freue mich über die hübsche Blume am Wegesrand genauso wie über einen stimmungsvollen Sonnenuntergang, einen dramatischen Himmel oder ein tolles schwarz-weiß Foto eines Kirchturms.. usw. Ich hab noch nicht mal was gegen ein Selfie ab und an – wenn es nicht Überhand nimmt.
    Der Vorteil an so einer app ist natürlich definitiv: wir müssen ja nicht gucken. Und es gibt soviel Auswahl.. da ist für jeden was dabei und jeder findet seine Follower. Die einen eben mehr und die anderen weniger.
    Lg

    • Hi Heydee,

      ich habe mich gar nicht auf einen bestimmten Artikel bezogen. Meine Beispiele sind ein Querschnitt aus der ersten Google-Seite mit der Frage „Tipps für das perfekte Instagram Profil“. Aber die Aussagen, waren bei allen die gleichen. 🙂

      Ich sehe es auch so, jeder kann bei Instagram sein Publikum finden. Nur sollte man weg kommen, hohe Follower-Zahlen zu erwarten, wenn man nicht in den Einheits-Sumpf springt. Dann kann Instagram richtig Spaß machen.

      LG Thomas

  • Hallo Thomas,

    fast 1000 Follower – ich weiß gar nicht was du hast, ich glaube du bist zu erfolgsverwöhnt 😉 .

    Das mit dem Folgen und Entfolgen ist natürlich echt nervig. Auch total ätzend: alle führen das scheinbar perfekte Leben, sind immer hübsch gestylt, ständig auf Reisen, leben in Ausstellungswohnungen, sind immer gut drauf, von Freunden umgeben, jeden Tag im Restaurant…

    Davon abgesehen surfe ich aber trotzdem ganz gerne auf Instagram, schaue mir auch gerne immer die gleichen Gesichter und lese, was die Pseudo-Bekannten so treiben… ist für mich einfach ne Art zum Runterkommen nach einem langen Tag 😉 .

    Viele Grüße,
    Heike

    • Hi Heike,

      das kommt daher, dass ich immer und überall lese, dass Accounts unter 10.000 Follower nicht weiter beachtenswert sind. Das schlägt mir dann aufs schwache Gemüt. 🙂

      Wie gesagt, ich stöbere auch gerne bei Instagram. Aber halt mehr auf den kleineren Accounts, wo ich das finde, was ich suche.

      LG Thomas

  • Ich habe manchmal das Gefühl, es gibt nur zwei Wege zum Insta-Ruhm: Entweder mit sehr leichter Bekleidung (was aber wohl in unser beider Fall eher nicht mehr so gut funktioniert) oder durch Folgen-Entfolgen.

    Letzteres habe ich mal eine Woche lang probiert und es ist tatsächlich möglich, mit wenig Aufwand viele neue Follower zu generieren, die dann überraschend oft auch erhalten bleiben.

    Aus meiner Sicht liegt das Problem einerseits in der Funktionsweise von Instagram, die kleinen Profilen kaum eine andere Chance gibt, zu wachsen, andrerseits in der Fixiertheit der Agenturen auf diese Plattform.

    Trotzdem habe ich die Tipps der IG-Gurus nicht für falsch. Es ist sicherlich sinnvoll, bei den Bildern eine Art Marke zu bilden und unverwechselbar zu sein. Wenn ich mir ne Bob Dylan CD anhöre, will ich ja auch nicht, dass dort Tekkkno drauf ist.

    Vor allem aber stimme ich dem zu: „Selfies sind das Salz in der Suppe!“ Eine Suppe ist schnell versalzen, aber so ganz ohne schmeckt sie trotzdem nicht. Anders formuliert: Ich will schon hin und wieder den Inhaber eines Profils sehen, damit ich weiss, wem ich da folge. Mehr als jedes zehnte Bild sollte es aber nicht sein.

    • Hi Oli,

      na, dann werde ich gerne nicht berühmt bei Instagram – dieses Folgen und Entfolgen-Spiel werde ich definitiv nicht betreiben. Ich glaube aber auch, dass es funktioniert, sonst würden es nicht so viele machen.

      Und was den Stil angeht, meiner ist es halt, verschiedene Dinge fotografisch anders darzustellen. Und das ist mein Stil und dadurch ist mein Profil sehr wechselhaft. Da halte ich es aber einfach mit dem Satz, wem es nicht gefällt, der soll weg bleiben. 🙂

      Und Selfies mag ich immer noch nicht, genauso wenig wie diese unsäglichen Selfie-Stangen. Aber, hier bin ich ja tolerant, soll jeder machen wie er will. Ich muss es mir ja nicht anschauen.

      Und das mit der leichten Bekleidung, dass lasse ich wirklich lieber sein. Vielleicht mache ich es mal, wenn ich meinen Insta-Account doch mal löschen sollte. So als finales Bämm! Danach sind eh alle Follower weg, fluchtartig! 🙂

      LG Thomas

  • Servus Thomas,

    ich glaube, ich bin zu alt fürs Internet und den ganzen Social Medias.
    Twitter und Google+ lass ich mir noch gefallen.

    Ich krieg immer schon Nesselsucht, wenn ich von …….bloggerInnen lese, wie wichtig Instagram für den Blogerfolg ist.
    Für tolle Photos ist das sicher gut. Meine persönliche Timeline lässt mir da aber kaum Freiraum.

    b.t.w. Dieses: Folgst du mir, folg ich dir finde ich ziemlich uncool. Und bei manch Follower-Zahlen bin ich durchaus sehr skeptisch.

    HG Hans

    • Hallo Thomas,

      eigentlich habe ich mich bei Instagram deswegen registriert, weil es alle machen. Ich habe gelesen, dass die jüngere Generation von Facebook in Richtung Instagram abwandert. Und tatsächlich habe ich selber gemerkt, dass meine Ü-20-Nichten Facebook immer mehr den Rücken kehren, dafür ihre (meist) Selfies bei Instagram posten. Wären es nicht meine Nichten, hätte ich sie schon längst entfolgt. 😉 Reaktionen sind bei Instagram auch eher gleich 0. Ein paar treue Zuseher habe ich dort zwar, aber eine 1.000er Followerzahl ist bei mir eher utopisch. Ich glaube, wenn es nicht dieses hilfreiche Lightroom-Plugin gäbe, wären meine Postings dort recht spartanisch.

      Welcher Plattform ich schon seit Jahren die Treue halte ist Flickr. Mittlerweile habe ich mir sogar einen Pro-Account mit Statistik-Anzeige gegönnt – weil ich auch ein wenig neugierig bin. 😉
      Ich finde Flickr so herrlich unverpflichtend, die Bilder werden dort schön präsentiert und man kann auch je nach Bildgröße hineinzoomen, um Details näher zu betrachten. Naja und 1 TB Speicherplatz – auch bei kostenlosen Accounts – sind nicht zu verachten.
      Manchmal wünsche ich mir, dass mehr von meinen Fotofreunden bei Flickr und nicht nur bei 500px registriert sind. Ich glaube manchmal, dass 500px für viele Fotografen so eine Pestrigegeschichte zu sein scheint, mir gefielen damals allerdings die AGBs nicht, daher habe ich mich nie dort angemeldet.

      Jetzt bin ich aber ganz schön abgeschweift. ^_^ Also mal schau’n, ob ich Instagram dauerhaft und regelmäßig nutzen werde. Mit Pinterest konnte ich mich übrigens so gar nicht anfreunden.

      Lieben Gruß
      Sylvi

      • Oje, muss ich mir jetzt auch noch Flickr ansehen? :).

        Nach FB, Google+, Twitter, Pinterest und Instagram? Immer mehr soziale Medien machen uns – so fürchte ich – im real Life immer asozialer. Aber als Blogger fühle ich mich fast schon verpflichtet, mir viele dieser Dienste näher anzusehen. Und nach deinem begeisterten Post über Flickr denke ich nun ernsthaft nach, mir auch das einmal aus der Nähe anzusehen. Dabei wollte ich mich doch gerade eher digital entschlacken, als mir noch weitere Dienste aufzuhalsen 😉 .

        Have fun
        Horst

      • Moin Sylvi,

        Flickr ist toll und mein Account dümpelt so da rum. Ich habe mich am Ende auch entschieden, mehr Flickr als 500px zu nutzen. Dass ich da aber so wenig Bilder einstelle, ist einfach der fehlenden Zeit geschuldet. Generell ist die Plattform schon toll.

        LG Thomas

    • Moin Hans,

      das mit dem Blogerfolg und Instagram ist so eine Sache. Viele Firmen, die Kooperationen mit Bloggern eingehen, verlangen ein ordentliches Instagram-Profil. Dummerweise achten die meisten Firmen dabei nur auf die Followerzahlen. Werte wie Interaktionsrate usw. kommen bei der Betrachtung zu kurz. Daher der Glaube, Instagram ist für den Blogerfolg wichtig, wenn man mit dem Blog Profit machen will.

      Wir gehen da offen mit um, wir sind auch auch Kooperationen nicht (mehr) abgeneigt. Dabei kommunizieren wir aber ganz klar, wir sind ein Blog – keine Instagram-Sternchen. Firmen, die das erwarten, sind bei uns falsch. Und das Ganze hat dann zum Resultat, dass Du vollkommen zurecht bei den Followerzahlen skeptisch bist. 😉

      LG Thomas

  • Hallo Thomas,

    Na dann muss ich ja unbedingt mit Instagram anfangen. Ich verstehe es eh nicht, wozu man das haben „muss“. Und nachdem ich meine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken hauptsächlich rund um meinen Blog stricke, wäre diese Plattform ja wie gemalt für mich.
    Im Ernst: Ich habe den Hype um Instagram nie verstanden. Und dein Artikel bestätigt meine Skepsis. Ich glaube, ich hätte nix von Instagram. Ich mache ja nicht viel mit Fotos rum, wie du weißt. Und einen anderen Nutzen als das Herumzeigen von Fotos gleich welcher Art habe ich nicht gefunden.
    Aber wenn dir das gefällt, ist es ja in Ordnung. Wer weiß, vielleicht lege ich mir ja doch mal einen Account an und (ent)folge dir. 🙂

  • Servus Thomas !

    Ich mache es kurz: stimme dir praktisch in allem zu! Wirklich in allem! Den Artikel hätte ich auch schreiben können 😁.

    Auch ich nutze Instagram nur noch als Präsentationsplattform für meine Fotos. Und wenn mich wer fragt, auf welche Social Media Plattform ich am ehesten verzichten könnte – es würde Instagram treffen.

    Habe fun
    Horst

  • Hallo Thomas,

    Instagram ist bei mir irgendwie ein Hoch und Runter.. Mal entdecke ich Bilder, Bearbeitungsstile oder geile Fotolocations, die mich dazu motivieren selbst wieder häufiger die Kamera in die Hand zu nehmen. Manchmal nervt es mich auch, dass mir die Leute folgen und entfolgen.

    Aber mittlerweile sind mir die bot dominierten Netzwerke egal (Twitter, Instagram). Ich bekomm da eh kein Traffic drauf, hab kaum Sichtweite trotz einiger Follower und lasse die einfach laufen.

    Deswegen finde ich auch gut, dass du das Thema hier so gelassen und mit einer gesunden Portion Selbstironie angehst 🙂 Zornige Bashings erwecken auf mich meist eh nur den Eindruck des Neids ..

    Viele Grüße
    Christian

    • Moin Christian,

      richtig, neidisch bin ich nicht (worauf auch?). Daher, mit einer gewissen Portion Humor kann man sogar Instagram und den Hype darum ertragen. 🙂

      Ich habe in den letzten Wochen einige der zornigen Bashings gelesen. Und ich habe mir dazu immer die Profile der bashenden Damen und Herren bei Instagram angesehen. Komisch, fast alle hatten tausende von Followern und haben selber nur wenigen gefolgt. Also die typischen „ich will ein Instagram-Mega-Influenzer-sein“-Profile. Damit war die Glaubwürdigkeit des Bashings irgendwie nicht mehr gegeben.

      LG Thomas

      LG Thomas

  • Hey Thomas,

    da schreibst du mir mal wieder aus der Seele. Instagram ist bei mir Liebe und Hass zugleich 🙂
    Es ist immer wieder schön, normale Fotos dort zu sehen. Ich bin kein Fan von irgendwelchen großartigen Filtern, folge nur denen, dessen Bilder ich auch wirklich mag und Follow4follow ist für mich ein schwarzes Tuch. Wenn mir das auffällt, dass nach dem ich ebenfalls folge wieder entfolgt wird, kommt die Person auf meine Blacklist. Das geht für mich gar nicht und hat überhaupt nichts mit Social Media zu tun! Wer auf Followerzahlen achtet, sollte ebenfalls auf die Likes und Kommentare achten, da sieht es bei „ganz großen“ teilweise ganz gruselig aus. Aber alles aufregen bringt nicht, ich lasse mir den Spaß dadurch nicht vermiesen und mache da mein Ding.

    Vielen Dank für den tollen Artikel.

    Liebe Grüße,
    Tanja

  • Hey Thomas,

    mich nervt Instagram auch ganz schön, zumal die Likes meiner Bilder in letzter Zeit ganz schön zurückgegangen sind – keine Ahnung, was da intern gerade falsch läuft 😀

    Ich freue mich, dass ich oft wirklich tolle Fotos entdecke, dass meine Followerzahlen stetig wachsen (wenn auch seeehr, seeehr langsam) und dass sich tatsächlich so viele Leute meine Stories anschauen. Gleichzeitig ist es aber oft wirklich frustrierend, bei dieser Scheinwelt mitzumachen, denn auch ich bleibe lieber authentisch und im „wahren Leben“, statt so zu tun, als wäre immer alles rosarot – was ja offenbar der „Weg zum Erfolg“ wäre 😉

    Schöne Grüße,
    Caro

  • Komme gerade von Sabines Coolen Blogbeiträgen her. Deine Worte unterschreibe ich sofort. Das Einzige, was ich gerade verändere, ist tatsächlich eine Teilung in zwei Account zur Thememtrennung. Ansonsten bleibt es bunt.

  • Hallo Thomas
    Genialer Artikel mit dem du mir sooo aus der Seele schreibst. Ich lade zwar auch alle heiligen Zeiten ein Foto auf Instagram hoch, aber nur für private Zwecke. Ohne Filter und dieser „wundervollen gehypten weißen Scheinwelt“.
    Viele dieser Instagram Accounts sehen sich im Grunde total ähnlich. Alles weiß und klinisch und sehr stylisch. Mit dem nötigen Filter ins rechte Licht gesetzt. Absolut an der realen Welt vorbei.
    Und wer bitteschön sieht sich diese komischen Filmchen dazu auch noch an?
    Instagram = Mehrwert für meinen Blog?
    Mit Sicherheit nicht!
    Ganz liebe Grüße
    Nila

  • Hi Thomas,

    ich habe in meiner Bachelorarbeit u.a. ausführlich über Instagram für die Tourismusbranche geschrieben und in diesem Zusammenhang viele „Tipps und Tricks“-Beiträge und Videos gelesen bzw. angeschaut. YT ist voll davon. Am „besten“ hat mir der Tipp gefallen, dass man große Profile wie J. Bieber und co folgen und entfolgen, folgen und entfolgen soll, wann immer man Zeit hat, wenn man auf dem Bus wartet in der Kaffee/Schulpause etc. Für die Wissenschaft, also für meine Abschlussarbeit habe ich das tatsächlich mal ausprobiert. Es funktioniert. Es gibt Leute, die folgen automatisch allen Leute, die gerade diese großen Profile neu abonniert haben. Das geht mit dem Instagram Account oder Nat Geo Account auch super. Ich wollte es erst nicht glauben, aber es geht. Total abgefahren! Jetzt weiß ich nicht, ob das stimmt was das Insta-Sternchen meinte, dass alle Teenies denen folgen, die auch ihrem Idol folgen, oder ob die Bots sich solche Accounts gezielt raussuchen. Ich würde mal eher auf Variante 2 tippen.
    Keine Sorge, dadurch hab ich nicht meine Follower bekommen.
    Ich kommentiere viel bei anderen, die gleiche # wie ich verwenden und manche folgen mir dann aus Interesse. Ich folge mehr Profilen als ich Follower habe und ich nehme mir tatsächlich fast täglich Zeit und schaue mir meinen gesamten Stream an. Geht ja jetzt auch am Desktop.
    Eigentlich läuft Instagram bei mir gut, besser als Facebook – auch ohne diese komischen Instagram-Spielchen.
    Die Tipps über die du dich am Anfang „lustig“ gemacht hast, gelten glaube nur für Beauty und Fashion Profile. Ich mag auch keine Selfies von mir, aber die wenigen Selfies von mir gehen richtig gut auf Instagram – auch wieder sone komische Sache, meine Fotos von unterwegs sind viel besser.
    Das mit dem einheitlichen Stil bzw. Wiedererkennungswert macht Sinn – aber nicht bei Reiseblog-Profilen. Es sei denn du fliegst nur auf Inseln und machst nur Strandfotos. 😀
    Eine Autorin, die ich beruflich betreue hat so einen einheitlichen Stil. Sie fotografiert ein Buch, ein Stofftier und ihren Hund und hat richtig guten Zulauf. Ohne auf den Profilnamen zu schauen, weiß ich, dass es ihr Profil ist. Das geht aber nur bei bestimmten Profilarten. z.B der Typ, der jeden Tag dein Frühstück fotografiert – er hat sogar schon 2 Bücher über die Rezepte geschrieben.

    Ich habe eine für mich sehr hohe Interaktionsrate auf Instagram, aber auch kaum Klicks aufn Blog dadurch. Trafficquellen sind bei mir Google (1) und Facebook (2). Aber auf Facebook wird meine Reichweite zu sehr eingeschränkt, dass die Beiträge nicht so viele Leute wie bei Instagram sehen. Bei FB funktionieren # nicht so gut wie bei Instagram.
    Ich wurde auch schon bei Blogkooperationen abgelehnt, weil ich zu wenig Instragram Follower habe … dabei sollten gerade Marketingleute wissen, dass es nicht auf die Follower, sondern auf die Interaktionsrate ankommt. Solange Unternehmen Influencer mit (tw. gekauften/sehr vielen Follower) bevorzugen, solange wird Instagram noch so sein wie es aktuell ist.

    Am schlimmsten finde ich aber, dass junge Menschen Unsummen an Euro damit verdienen nur ein Foto von sich und einem Produkt zu posten. Das ist kein ökonom. Mehrwert, das ist keine Leistung für die Gesellschaft – da steht nicht mal ein Blogartikel dahinter. Was ist wenn Instagram von heute auf morgen beschließt die App einzustellen. Was machen die dann?

    LG Myri

    • Hi Myriam,

      Danke für Deine ausführlichen, tollen Kommentar, der mal ein paar Dinge fundiert erklärt, die ich selber nie berstanden habe. Jetzt verstehe ich einige Dinge ein wenig besser.

      Kooperations-„Partner“, die mich wegen zu geringer Instagram-Zahlen abgelehnt haben, hatte ich noch nicht. Zumindest hat das noch keiner kommuniziert. Wäre mir aber auch egal, wir würden dann eh nicht zusammen passen.

      Ich geh jetzt J. Bieber folgen/entfolgen/folgen/entfolgen… 😉

      Mit Nat Geo kann ich das nicht machen, denen folgenich lieber dauerhaft.

      LG Thomas