Instagram – ein persönliches Fazit zur Scheinwelt-Plattform
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Thomas Jansen

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18. Juni 2018

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1770 words- 7.1 min read- 61 Kommentare-

Instagram – ein persönliches Fazit zur Scheinwelt-Plattform

Och nö, nicht noch ein Instagram-Bashing-Beitrag. Jaja, ich weiß, die schiessen im Moment wie Pilze aus dem Boden. Da ich aber in verschiedenen Diskussionen rund um Instagram nicht immer den gleichen Roman schreiben will, wird es Zeit, meine Einstellung zu diesem *hüstel* Social Media mal niederzuschreiben. Das ganze mit einer gesunden Portion Selbstironie! Natürlich ist das alles maximal Subjektiv, besonders meine Tipps, welchen Profilen ich gerne folge.

„Nicht erfolgreich“ bei Instagram – das hat Gründe

Bunte Instagram Timeline - so wird das nichts

Bunte Instagram Timeline – so wird das nichts

Schaut man sich verschiedene „Ratgeber“ für einen erfolgreichen Instagram-Auftritt an, wird schnell klar, warum ich da „keinen Erfolg“ habe.

„Überlege bei jedem Foto, ob es zu dem Stil Deiner bisherigen Bilder passt.“

Bäm – schon verloren. Die Welt, in der ich Fotografiere, ist meistens bunt – mit ganz verschiedenen Farben. Manchmal ist sie auch grau, mal hell, mal dunkel. Und entsprechend sieht auch meine Timeline aus. Sie ist ein Streifzug durch meine fotografische Tätigkeit, mit allen Facetten und meinen Stilen, die durchaus variieren können

„Wähle einen simplen, cleanen Hintergrund mit weißen, hellen, pastellfarbenen Tönen.“

Ähm, ja, wie jetzt? Geht nicht! Soll ich demnächst eine Hintergrundszene im Zoo bei den Tieren aufbauen? Soll ich beim Sonnenaufgang an einem Tempel warten, bis der Himmel schön hell ist? Neee, finde ich doof, mach ich nicht!

„Wähle einen einheitlichen Filter!“

Das ist gut, das mache ich. Mein einheitlicher Filter ist der „gar-kein-Filter“. Den nutze ich konsequent auf allen meinen Bildern. Endlich mal einen Punkt, den ich befolge. Aber mal im ernst, diese ganzen Instagram-Filter sind doch übel, aus fotografischer Sicht.

„Selfies sind das Salz in der Suppe!“

Da bin ich komplett raus. Ich mag keine Selfies und ich mag auch keine Profile bei Instagram, die sich als Reiseprofile präsentieren, man aber die schönen Ecken der Welt nicht sehen kann, weil konsequent einer im Weg rum steht.

„Bleib bei einem Thema!“

Schon wieder dumm gelaufen. Ich behandle auf meinem Blog verschiedene Themen, auch mein Leben ist recht vielseitig und so sieht auch mein Profil bei Instagram aus. Reisebilder, gemischt mit Tierfotos und die Kaffeetasse vom Frühstück kann auch mal dazwischen rutschen. Tja, ich könnte dafür jetzt zwei oder mehr Instagram-Accounts führen, dazu fehlt mir aber die Lust und die Zeit.

Fazit: Ich bin definitiv nicht Instagram-Massen-Kompatibel. Mit so vielen nicht eingehaltenen Regeln wird das nichts mit einem „erfolgreichen“ Instagram Account. Ich habe aber keine Lust, mit meinem Profil in der Masse der einheitlich gestalteten Sternchen-Profile unterzugehen.

Aber: Was ist denn eigentlich erfolgreich bei Instagram? Ich habe, trotz der vielen stylistischen Vergehen, trotzdem Follower dort – dabei spielt die Zahl der Follower nur eine untergeordnete Rolle für mich. Diese Follower scheinen mir ehrlich zu folgen, weil sie meine Bilder mögen. Hm, eigentlich nicht schlecht oder? Dagegen folge ich fast ebenso vielen Profilen zurück. Nicht weil sie mir folgen, nicht weil ich bei verschiedenen der beknackten Follow-4-Follow-Runden mitgemacht habe. Nein, ich folge denen einfach, weil mir ihre Bilder gefallen.

Dabei sind das oft Profile, die selber kaum Follower haben. Denn gerade dort findet man viele tolle Fotografen, die wunderbare Fotos zeigen, die eben nicht dem Einheits-Brei bei Instagram und eine Welt zeigen, die es real gar nicht gibt. Dafür sehe ich, beim durchscrollen meiner Timeline, eine farbenfrohe, abwechslungsreiche Welt voller Bilder. Meine Timeline ist bunt, abwechslungsreich und beinhaltet oft richtige fotografische Perlen – und das ganz ohne Pastellfarben.

Vielleicht bin ich also doch erfolgreich bei Instagram, aber aus einer anderen Sicht gesehen. Weg vom Instagram-Mainstream, der so einheitlich wie langweilig ist. 

Instagram und die Follower

Warum nutzen Blogger Social Medias? Ich kann jetzt natürlich nur für mich sprechen und bei mir ist ganz klar der Fokus darauf gerichtet, Leser auf den eigenen Blog zu bekommen. Dummerweise bekomme ich von Instagram genau 0-5 Leser im Monat. Das Elend fängt ja schon damit an, dass man bei den Fotos dort keine Links setzen kann. Damit fällt Instagram als Besucherquelle für den Blog komplett raus.

Daher habe ich für mich entschlossen, Instagram als reine Fotoplattform zu nutzen. Ein Medium, wo ich meine Bilder zeigen kann, abseits vom Blog. Dabei sind wir dann Follower-Zahlen auch relativ egal. Das zeichnete sich monatelang dadurch aus, dass ich mir die Zahl der eigenen Follower nur angeschaut habe, wenn ich das Media-Kit für den Blog aktualisiert habe, denn Firmen stehen ungemein auf Instagram (warum auch immer).

Durch die Diskussionen in den letzten Wochen, habe ich aber mal so ein Tool auf dem Handy installiert, wo man das Verhalten der eigenen Follower ein wenig aufgeschlüsselt bekommt. Dieser Anfall von Neugierde brachte einige Erkenntnisse zum Mikrokosmos Instagram. Da wird gefolgt und entfolgt was das Zeug hält. 80 % aller neuen Follower entfolgen einen oft nur Stunden später. Mir ist klar, dass dahinter oft Robots stecken, dass die Instagramer das nicht alleine und zu Fuß machen. Daher bin ich auch ein großer Freund davon, dass Instagram gegen die verschiedenen Robot-Systeme vorgeht und diese sperrt.

Ziel scheint es dabei zu sein, ein Profil zu bekommen, welches tausende von Followern hat und selber nur ein paar hundert anderen Accounts folgt. Das soll wohl suggerieren, dass das Profil wahnsinnig interessant ist, praktisch eine Berühmtheit, an der man nicht vorbei kommt. Man könnte auch unterstellen, dass sich die Instagramer selber einen Dreck um die Fotos anderer Menschen, ihrer Follower, kümmern – das würde ich aber nieeemals tun.

Davon ausgegangen, dass die Follower alle echt sind (nicht lachen, mein Glaube an das Gute im Menschen ist grenzenlos), erklärt das auch, warum ich mit 1000 Followern so dahin dümpel. Mein Profil ist nicht massentauglich bei Instagram, spricht offensichtlich keine große Zielgruppe an – und das ist gut so.

Übrigens, diese K/H-Profile (tausende Follower (K), nur hunderten (H) aber selber folgen) machen rund 90% der Folgen-/Entfolgen-Vögel aus. Daher, ich folge da nicht mehr zurück, aus Prinzip. Selbst wenn mir die Bilder gefallen würden, was aber zu 99% nicht der Fall ist, weil Einheitsbrei… ihr wisst schon.

Warum bin ich noch bei Instagram

Wenn man sich von dem Gedanken gelöst hat, Instagram als Social Media zu betrachten und die Hoffnung damit Leser auf den Blog zu bekommen, dann fängt es wieder an Spaß zu machen. Als reine Bilderplattform, mit seiner eigenen Blase an Profilen, denen man folgt weil einem die Bilder gefallen. Weiter haben ich mich schon lange davon verabschiedet, Erfolg über Follower-Zahlen zu definieren. Und nirgendwo trifft das mehr zu, als bei Instagram – was oft nur eine große Scheinwelt vermittelt. Nicht nur bei den zahlreichen gestellten Bildern und dem damit vermittelten Lebensgefühl, nein auch bei den Followerzahlen.

Mehrmals stand ich kurz davor, den Instagram-Account komplett zu löschen. Dieses Folgen-Entfolgen-Spiel geht mir auf die Nüsse. Der Algorithmus, der mir vorschreibt was ich wann zu sehen bekomme, gehört abgeschafft. Trotzdem bin ich noch da und stöbere am Abend gerne durch meine Timeline oder durch bestimmte Hashtags und finde da immer wieder schöne, wunderbare Fotos von tollen, meist unbekannten Menschen.

Tipps für einen Instagram-Account, dem ich folgen würde

Jetzt werden einige Instagram-Profis und Ratgeber vermutlich Schnappatmung bekommen. Aber ich selber folge vielen Profilen, die folgende fürchterlichen Tipps erfüllen:

  • Zeige Bilder, wie sie Dir gefallen und nicht wie einige Instagram-Gurus es vorschreiben. Die Welt ist bunt, lebhaft, abwechslungsreich und besteht nicht aus Pastellfarben und überbelichteten Himmeln.
  • Zeige Motive, die Dir Spaß machen und Dir gefallen. Sind es verschiedene Themengebiete? Egal, trotzdem zeigen.
  • Du arbeitest gerne mit verschiedenen Fotostilen, mal schwarz-weiß, mal HDR, mal Sepia? Du magst Street-Fotografie ebenso wie Landschaftsfotografie? Zeige Deine Vielfalt, stehe dazu.
  • Zeige auch mal Dinge, die nicht schön sind.
  • Packe nicht auf jedes Foto Dein Gesicht. Ehrlich, das will niemand sehen!
  • Fotos, auf denen man Deinen Rücken sieht, sind ja auch so ein Renner. Aber, muss es auf wirklich jedem Foto sein? Irgendwann lutscht sich jeder Trend mal aus.
  • Es stört gar nicht, wenn Du selber vielen anderen Accounts folgst. Es zeigt mir, dass Du an der Community interessiert bist, dass Du auch gerne Fotos anderer ansiehst und Dein Profil nicht nur der Selbstdarstellung dient.
  • Genauso wenig ist eine geringe Followerzahl ein Hinweis auf schlechte Qualität der Bilder.

Generell folge ich nur Profilen, wo mir die Bilder gefallen. Natürlich schaue ich mir jedes Profil an, welches mir neu folgt. Wenn mir die Bilder dort gefallen, dann folge ich auch gerne zurück. Wenn die Fotos mir aber nicht zusagen, dann gibt es auch keinen Klick auf Follow. Genauso wenig erwarte ich das von den Menschen, denen ich folge. Folgt mir bitte nur, wenn Euch meine Bilder gefallen. Wenn nicht, dann lasst es bleiben, auch wenn ich euch folge.

[Update 18.06.2018] 

Instagram Accout gelöscht

Die Bloggerin Vreni hat sich wegen Instagram eine einstweilige Verfügung eingefangen. Sie hat in ihren Beiträgen dort Marken markiert, obwohl das keine Werbung im eigentlichen Sinne war. Sie hat die Produkte selber gekauft und mit der Markierung nur ihrer Begeisterung Ausdruck verliehen.

Und in einem ersten Gerichtsurteil wurde diese einstweilige Verfügung nun bestätigt. Rechtskräftig ist das noch nicht, da Vreni in die nächste Instanz gehen will. Dafür mal ein dickes Danke, dass sie diesen weg geht, der für viele BloggerInnen richtungsweisend sein wird.

Ich selber habe aber inzwischen wenig Hoffnung, das nachfolgende Instanzen anders entscheiden werden. Man kann es auch knapp zusammenfasse: Alle bekloppt geworden!

Wenn ich jedes Produkt- oder Firmenerwähnung als Werbung markieren muss, wird doch die ganze Werbekennzeichnung ad absurdum geführt. Kein Mensch kann dann noch erkennen, was wirklich ein werblicher Artike ist und was einfach nur ein Test oder eine Empfehlung ist.

Ich hatte bei Instagram bei fasst allen Fotos die Kameras getaggt, mit denen die Fotos aufgenommen wurden. Somit tauchten überall die Hashtags Panasonic oder Sony auf. Und deswegen hätte ich da jetzt alle Beiträge als Werbung kennzeichnen müssen? Die können mich mal. Ich habe den ganzen, teuren Krempel aus eigener Tasche bezahlt, keinen Cent habe ich von den Firmen bekommen.

Also war jetzt einfach die logische Konsequenz, mein Konto dort zu löschen. Wie weiter oben zu lesen ist, hatte ich eh schon ein recht gespaltenes Verhältnis zu Instagram. Das war jetzt der Auslöser, um sich endlich von dieser Plattform zu trennen.

Jetzt weißt Du, wie und warum ich Instagram nicht mehr nutze. Jetzt interessiert mich Deine Meinung zu dieser Plattform? Hau in die Tasten und lass einen Kommentar hier, das würde mich sehr freuen.

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61 Kommentare
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15. Juni 2017 14:01

Hallo THomas,
Du hast so recht! Mir geht es auch mit anderen SocialMedia so. Instagram dümpelt so vor sich hin. Aber es gibt eben auch Leute, die ganz tolle Fotos teilen. Mir gehen die üblichen Frühstücks- und Abendessen-, Kaffee- oder Bier-Fotos ziemlich auf den Geist. Naja, werde wohl auch nie Tausend Followers bekommen, egal auf welcher Plattform.
Eins will ich aber noch versuchen: Pinterest. Auch wenn mir nicht ganz klar ist, wo der Unterschied zu Instagram liegt.
Ich folge dir übrigens gerne – auf allen meinen/deinen Kanälen. Deine Fotos sind einfach klasse. Und der Abwechslungsreichtum großartig.
LG
Ulrike

15. Juni 2017 14:25

Hallo Thomas
Instagram ist für mich einfach eine Plattform für privat. Klar, an und zu auch Mal was für den Blog, aber alles quer Beet. So findest du bei mir meine Katzen, Essen, Mal ein Foto mit mir und Nasestreifen gg oder einfach von unterwegs wenn ich etwas schön finde. Dieses follow 4 follow und entfolgen nervt nur mehr. Genauso wie 1000 gefühlte gleiche Bilder die gepostet werden. Alle haben weiße Möbel, alle beim Fitness, alle essen irgendein Superfood, alle reisen ständig, und und. Ich mag es so wie du schreibst, weshalb ich auch ziemlich gleiche Followerzahlen habe, aber das juckt mich nicht. Toller Artikel, wie immer, auch wenn ich nicht immer kommentiere
Liebe Grüße

15. Juni 2017 15:27

Instagram ist bei mir so ein Auf und Ab. Wobei es im Moment ziemlich „Ab“ ist.
Mir geht dieses follow unfollow so dermaßen auf den Sack, das ich aktuell komplett die Lust an dem Laden verloren habe.
Als Traffic-Quelle für den Blog habe ich Instagram eh nie gesehen und bei meiner sozialen Inkompetenz war mir von vorneherein klar, dass ich niemals der Ober-Instagram-Macker werden würde.
Für mich könnten die einfach zu machen, dann müsste ich mich auch nicht so sehr darüber wundern, warum Kooperationspartnern darauf so abfahren.

Viele Grüße
Marc

15. Juni 2017 15:27

Ja du hast leider total recht. Ich pflege mein Instagram Profil nur noch sporadisch, weil ich keinen Nutzen für meinen Blog sehe und mir die gehypten Follower Zahlen anderer auf die Nerven gehen. Weißt du was ich noch weniger verstehe als Instagram? Diese Instagram Stories. Was soll das?

Lg und mach weiter so, Nina

Haydee
15. Juni 2017 16:15

Just die Tage habe ich – vermutlich den gleichen – Artikel gelesen und ständig gedacht, nöööö…. dazu hab ich keine Lust. Schon mal gar nicht, wenn man genau sieht, dass das Foto total gestellt ist und nur auf möglichst viele Likes abzielt. Das ist doch totlangweilig. Am Besten noch das iphone oder ipad schön plaziert neben dem frisch rasierten, leicht gebräunten schlanken Frauenbein (ok, kann ich eh nicht mit dienen, gg) und dem Detox Getränk dazu.. ach weißte. Lass mal. Ich bin also ganz bei dir. Und finde selbst Profile, die auch ein wenig aus dem Leben zeigen, der Realität, viel spannender. Und damit meine ich nicht diese zur Zeit ebenfalls viel besungene „mehr Realität“ auf IG. Denn den Wäscheständer muss ich da auch nicht sehen. Das ist auch langweilig. Aber ich freue mich über die hübsche Blume am Wegesrand genauso wie über einen stimmungsvollen Sonnenuntergang, einen dramatischen Himmel oder ein tolles schwarz-weiß Foto eines Kirchturms.. usw. Ich hab noch nicht mal was gegen ein Selfie ab und an – wenn es nicht Überhand nimmt.
Der Vorteil an so einer app ist natürlich definitiv: wir müssen ja nicht gucken. Und es gibt soviel Auswahl.. da ist für jeden was dabei und jeder findet seine Follower. Die einen eben mehr und die anderen weniger.
Lg

15. Juni 2017 18:42

Hallo Thomas,

fast 1000 Follower – ich weiß gar nicht was du hast, ich glaube du bist zu erfolgsverwöhnt ;-) .

Das mit dem Folgen und Entfolgen ist natürlich echt nervig. Auch total ätzend: alle führen das scheinbar perfekte Leben, sind immer hübsch gestylt, ständig auf Reisen, leben in Ausstellungswohnungen, sind immer gut drauf, von Freunden umgeben, jeden Tag im Restaurant…

Davon abgesehen surfe ich aber trotzdem ganz gerne auf Instagram, schaue mir auch gerne immer die gleichen Gesichter und lese, was die Pseudo-Bekannten so treiben… ist für mich einfach ne Art zum Runterkommen nach einem langen Tag ;) .

Viele Grüße,
Heike

Oli
15. Juni 2017 18:46

Ich habe manchmal das Gefühl, es gibt nur zwei Wege zum Insta-Ruhm: Entweder mit sehr leichter Bekleidung (was aber wohl in unser beider Fall eher nicht mehr so gut funktioniert) oder durch Folgen-Entfolgen.

Letzteres habe ich mal eine Woche lang probiert und es ist tatsächlich möglich, mit wenig Aufwand viele neue Follower zu generieren, die dann überraschend oft auch erhalten bleiben.

Aus meiner Sicht liegt das Problem einerseits in der Funktionsweise von Instagram, die kleinen Profilen kaum eine andere Chance gibt, zu wachsen, andrerseits in der Fixiertheit der Agenturen auf diese Plattform.

Trotzdem habe ich die Tipps der IG-Gurus nicht für falsch. Es ist sicherlich sinnvoll, bei den Bildern eine Art Marke zu bilden und unverwechselbar zu sein. Wenn ich mir ne Bob Dylan CD anhöre, will ich ja auch nicht, dass dort Tekkkno drauf ist.

Vor allem aber stimme ich dem zu: „Selfies sind das Salz in der Suppe!“ Eine Suppe ist schnell versalzen, aber so ganz ohne schmeckt sie trotzdem nicht. Anders formuliert: Ich will schon hin und wieder den Inhaber eines Profils sehen, damit ich weiss, wem ich da folge. Mehr als jedes zehnte Bild sollte es aber nicht sein.

Oli
  Thomas Jansen
18. Juni 2018 20:33

Nun ist dein Account weg und wir haben dich doch nicht in knackigen Badehöschen gesehen… ;)

Hans
15. Juni 2017 19:42

Servus Thomas,

ich glaube, ich bin zu alt fürs Internet und den ganzen Social Medias.
Twitter und Google+ lass ich mir noch gefallen.

Ich krieg immer schon Nesselsucht, wenn ich von …….bloggerInnen lese, wie wichtig Instagram für den Blogerfolg ist.
Für tolle Photos ist das sicher gut. Meine persönliche Timeline lässt mir da aber kaum Freiraum.

b.t.w. Dieses: Folgst du mir, folg ich dir finde ich ziemlich uncool. Und bei manch Follower-Zahlen bin ich durchaus sehr skeptisch.

HG Hans

  Hans
16. Juni 2017 10:56

Hallo Thomas,

eigentlich habe ich mich bei Instagram deswegen registriert, weil es alle machen. Ich habe gelesen, dass die jüngere Generation von Facebook in Richtung Instagram abwandert. Und tatsächlich habe ich selber gemerkt, dass meine Ü-20-Nichten Facebook immer mehr den Rücken kehren, dafür ihre (meist) Selfies bei Instagram posten. Wären es nicht meine Nichten, hätte ich sie schon längst entfolgt. ;-) Reaktionen sind bei Instagram auch eher gleich 0. Ein paar treue Zuseher habe ich dort zwar, aber eine 1.000er Followerzahl ist bei mir eher utopisch. Ich glaube, wenn es nicht dieses hilfreiche Lightroom-Plugin gäbe, wären meine Postings dort recht spartanisch.

Welcher Plattform ich schon seit Jahren die Treue halte ist Flickr. Mittlerweile habe ich mir sogar einen Pro-Account mit Statistik-Anzeige gegönnt – weil ich auch ein wenig neugierig bin. ;-)
Ich finde Flickr so herrlich unverpflichtend, die Bilder werden dort schön präsentiert und man kann auch je nach Bildgröße hineinzoomen, um Details näher zu betrachten. Naja und 1 TB Speicherplatz – auch bei kostenlosen Accounts – sind nicht zu verachten.
Manchmal wünsche ich mir, dass mehr von meinen Fotofreunden bei Flickr und nicht nur bei 500px registriert sind. Ich glaube manchmal, dass 500px für viele Fotografen so eine Pestrigegeschichte zu sein scheint, mir gefielen damals allerdings die AGBs nicht, daher habe ich mich nie dort angemeldet.

Jetzt bin ich aber ganz schön abgeschweift. ^_^ Also mal schau’n, ob ich Instagram dauerhaft und regelmäßig nutzen werde. Mit Pinterest konnte ich mich übrigens so gar nicht anfreunden.

Lieben Gruß
Sylvi

  Sylvi
17. Juni 2017 9:15

Oje, muss ich mir jetzt auch noch Flickr ansehen? :).

Nach FB, Google+, Twitter, Pinterest und Instagram? Immer mehr soziale Medien machen uns – so fürchte ich – im real Life immer asozialer. Aber als Blogger fühle ich mich fast schon verpflichtet, mir viele dieser Dienste näher anzusehen. Und nach deinem begeisterten Post über Flickr denke ich nun ernsthaft nach, mir auch das einmal aus der Nähe anzusehen. Dabei wollte ich mich doch gerade eher digital entschlacken, als mir noch weitere Dienste aufzuhalsen ;-) .

Have fun
Horst

15. Juni 2017 23:31

Hallo Thomas,

Na dann muss ich ja unbedingt mit Instagram anfangen. Ich verstehe es eh nicht, wozu man das haben „muss“. Und nachdem ich meine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken hauptsächlich rund um meinen Blog stricke, wäre diese Plattform ja wie gemalt für mich.
Im Ernst: Ich habe den Hype um Instagram nie verstanden. Und dein Artikel bestätigt meine Skepsis. Ich glaube, ich hätte nix von Instagram. Ich mache ja nicht viel mit Fotos rum, wie du weißt. Und einen anderen Nutzen als das Herumzeigen von Fotos gleich welcher Art habe ich nicht gefunden.
Aber wenn dir das gefällt, ist es ja in Ordnung. Wer weiß, vielleicht lege ich mir ja doch mal einen Account an und (ent)folge dir. :-)

  Thomas Jansen
7. November 2018 13:13

So, eine lange Zeit isses her, dass ich was zu Instagram geschrieben habe.

Ich habe es versucht, wirklich. Ich habe einen Account bei Instagram, der NICHT mit Facebook verbunden ist. Und ich poste dort das eine oder andere Foto. ABER: Was soll ich dort? Also wird es Zeit, dass man mir entfolgt. :)

Grüße,
Henning

15. Juni 2017 23:44

Servus Thomas !

Ich mache es kurz: stimme dir praktisch in allem zu! Wirklich in allem! Den Artikel hätte ich auch schreiben können ?.

Auch ich nutze Instagram nur noch als Präsentationsplattform für meine Fotos. Und wenn mich wer fragt, auf welche Social Media Plattform ich am ehesten verzichten könnte – es würde Instagram treffen.

Habe fun
Horst

16. Juni 2017 11:19

Hallo Thomas,

Instagram ist bei mir irgendwie ein Hoch und Runter.. Mal entdecke ich Bilder, Bearbeitungsstile oder geile Fotolocations, die mich dazu motivieren selbst wieder häufiger die Kamera in die Hand zu nehmen. Manchmal nervt es mich auch, dass mir die Leute folgen und entfolgen.

Aber mittlerweile sind mir die bot dominierten Netzwerke egal (Twitter, Instagram). Ich bekomm da eh kein Traffic drauf, hab kaum Sichtweite trotz einiger Follower und lasse die einfach laufen.

Deswegen finde ich auch gut, dass du das Thema hier so gelassen und mit einer gesunden Portion Selbstironie angehst :-) Zornige Bashings erwecken auf mich meist eh nur den Eindruck des Neids ..

Viele Grüße
Christian

16. Juni 2017 21:18

Hey Thomas,

da schreibst du mir mal wieder aus der Seele. Instagram ist bei mir Liebe und Hass zugleich :)
Es ist immer wieder schön, normale Fotos dort zu sehen. Ich bin kein Fan von irgendwelchen großartigen Filtern, folge nur denen, dessen Bilder ich auch wirklich mag und Follow4follow ist für mich ein schwarzes Tuch. Wenn mir das auffällt, dass nach dem ich ebenfalls folge wieder entfolgt wird, kommt die Person auf meine Blacklist. Das geht für mich gar nicht und hat überhaupt nichts mit Social Media zu tun! Wer auf Followerzahlen achtet, sollte ebenfalls auf die Likes und Kommentare achten, da sieht es bei „ganz großen“ teilweise ganz gruselig aus. Aber alles aufregen bringt nicht, ich lasse mir den Spaß dadurch nicht vermiesen und mache da mein Ding.

Vielen Dank für den tollen Artikel.

Liebe Grüße,
Tanja

19. Juni 2017 17:03

Hey Thomas,

mich nervt Instagram auch ganz schön, zumal die Likes meiner Bilder in letzter Zeit ganz schön zurückgegangen sind – keine Ahnung, was da intern gerade falsch läuft :D

Ich freue mich, dass ich oft wirklich tolle Fotos entdecke, dass meine Followerzahlen stetig wachsen (wenn auch seeehr, seeehr langsam) und dass sich tatsächlich so viele Leute meine Stories anschauen. Gleichzeitig ist es aber oft wirklich frustrierend, bei dieser Scheinwelt mitzumachen, denn auch ich bleibe lieber authentisch und im „wahren Leben“, statt so zu tun, als wäre immer alles rosarot – was ja offenbar der „Weg zum Erfolg“ wäre ;)

Schöne Grüße,
Caro

21. Juni 2017 7:00

[…] präsentieren konnte. Spätestens seit der Übernahme durch Facebook ertrinkt Instagram im Kommerz. Thomas von Reisen-Fotografie schreibt ein Fazit über diese Community, dem ich nur beipflichten […]

21. Juni 2017 7:54

Komme gerade von Sabines Coolen Blogbeiträgen her. Deine Worte unterschreibe ich sofort. Das Einzige, was ich gerade verändere, ist tatsächlich eine Teilung in zwei Account zur Thememtrennung. Ansonsten bleibt es bunt.

Nila
22. Juni 2017 10:42

Hallo Thomas
Genialer Artikel mit dem du mir sooo aus der Seele schreibst. Ich lade zwar auch alle heiligen Zeiten ein Foto auf Instagram hoch, aber nur für private Zwecke. Ohne Filter und dieser „wundervollen gehypten weißen Scheinwelt“.
Viele dieser Instagram Accounts sehen sich im Grunde total ähnlich. Alles weiß und klinisch und sehr stylisch. Mit dem nötigen Filter ins rechte Licht gesetzt. Absolut an der realen Welt vorbei.
Und wer bitteschön sieht sich diese komischen Filmchen dazu auch noch an?
Instagram = Mehrwert für meinen Blog?
Mit Sicherheit nicht!
Ganz liebe Grüße
Nila

25. Juni 2017 13:33

Hi Thomas,

ich habe in meiner Bachelorarbeit u.a. ausführlich über Instagram für die Tourismusbranche geschrieben und in diesem Zusammenhang viele „Tipps und Tricks“-Beiträge und Videos gelesen bzw. angeschaut. YT ist voll davon. Am „besten“ hat mir der Tipp gefallen, dass man große Profile wie J. Bieber und co folgen und entfolgen, folgen und entfolgen soll, wann immer man Zeit hat, wenn man auf dem Bus wartet in der Kaffee/Schulpause etc. Für die Wissenschaft, also für meine Abschlussarbeit habe ich das tatsächlich mal ausprobiert. Es funktioniert. Es gibt Leute, die folgen automatisch allen Leute, die gerade diese großen Profile neu abonniert haben. Das geht mit dem Instagram Account oder Nat Geo Account auch super. Ich wollte es erst nicht glauben, aber es geht. Total abgefahren! Jetzt weiß ich nicht, ob das stimmt was das Insta-Sternchen meinte, dass alle Teenies denen folgen, die auch ihrem Idol folgen, oder ob die Bots sich solche Accounts gezielt raussuchen. Ich würde mal eher auf Variante 2 tippen.
Keine Sorge, dadurch hab ich nicht meine Follower bekommen.
Ich kommentiere viel bei anderen, die gleiche # wie ich verwenden und manche folgen mir dann aus Interesse. Ich folge mehr Profilen als ich Follower habe und ich nehme mir tatsächlich fast täglich Zeit und schaue mir meinen gesamten Stream an. Geht ja jetzt auch am Desktop.
Eigentlich läuft Instagram bei mir gut, besser als Facebook – auch ohne diese komischen Instagram-Spielchen.
Die Tipps über die du dich am Anfang „lustig“ gemacht hast, gelten glaube nur für Beauty und Fashion Profile. Ich mag auch keine Selfies von mir, aber die wenigen Selfies von mir gehen richtig gut auf Instagram – auch wieder sone komische Sache, meine Fotos von unterwegs sind viel besser.
Das mit dem einheitlichen Stil bzw. Wiedererkennungswert macht Sinn – aber nicht bei Reiseblog-Profilen. Es sei denn du fliegst nur auf Inseln und machst nur Strandfotos. :D
Eine Autorin, die ich beruflich betreue hat so einen einheitlichen Stil. Sie fotografiert ein Buch, ein Stofftier und ihren Hund und hat richtig guten Zulauf. Ohne auf den Profilnamen zu schauen, weiß ich, dass es ihr Profil ist. Das geht aber nur bei bestimmten Profilarten. z.B der Typ, der jeden Tag dein Frühstück fotografiert – er hat sogar schon 2 Bücher über die Rezepte geschrieben.

Ich habe eine für mich sehr hohe Interaktionsrate auf Instagram, aber auch kaum Klicks aufn Blog dadurch. Trafficquellen sind bei mir Google (1) und Facebook (2). Aber auf Facebook wird meine Reichweite zu sehr eingeschränkt, dass die Beiträge nicht so viele Leute wie bei Instagram sehen. Bei FB funktionieren # nicht so gut wie bei Instagram.
Ich wurde auch schon bei Blogkooperationen abgelehnt, weil ich zu wenig Instragram Follower habe … dabei sollten gerade Marketingleute wissen, dass es nicht auf die Follower, sondern auf die Interaktionsrate ankommt. Solange Unternehmen Influencer mit (tw. gekauften/sehr vielen Follower) bevorzugen, solange wird Instagram noch so sein wie es aktuell ist.

Am schlimmsten finde ich aber, dass junge Menschen Unsummen an Euro damit verdienen nur ein Foto von sich und einem Produkt zu posten. Das ist kein ökonom. Mehrwert, das ist keine Leistung für die Gesellschaft – da steht nicht mal ein Blogartikel dahinter. Was ist wenn Instagram von heute auf morgen beschließt die App einzustellen. Was machen die dann?

LG Myri

1. Juli 2017 19:42

[…] Instagram – ein persönliches Fazit zur Scheinwelt-Plattform […]

31. August 2017 10:03

Servus,

Du weißt gar nicht wie recht Du mit diesem Beitrag hast! Einen Erfolgstipp hätte ich aber vielleicht:

„Halte doch Dein entblößtes Hinterteil in Deine Fotos!“ ;-)

Aber im Ernst: Instagram ist eine Plattform für selbstverliebte Selbstdarsteller mit einem Hang zum Exhibitionismus.

Ansonsten halte ich es wie Du: Lieber nur einen ehrlivhen Follower als tausende Leichen, die nur das Ziel haben sein Mediakit aufzufetten.

Kulinarische Grüße
Franz

31. August 2017 16:47

Hallo Thomas,

toller Artikel. Bin erst seit Anfang des Jahres auf Instagram. Nachdem mein Blog und auch mein Instagram-Account mein Hobby sind, ist es mir egal, wie viele Follower ich habe. Ich sehe das wie du: Qualität geht vor Quantität.

Über die Stunden-Follower amüsiere ich mich :-). Die kann man ganz gut erkennen. Die meisten interessierten Follower liken erst einmal ein Bild, bevor sie mir folgen. Mache ich aus so. Wenn mit jemand folgt, der absolut nichts mit meinem Thema zu tun hat, wartet er wahrscheinlich nur einen Klick auf „folgen“.

Und von diesen „wie du mir – so ich dir“ Spielchen halte ich weder auf Instagram noch auf anderen Kanälen etwas. Warum soll ich eine Seite liken, die nicht zu mir passt??? Damit ich einen Follower bekomme, der sich sowieso nicht für mein Thema interessiert??? Oder damit meine Newsfeed mit Informationen gefüllt wird, die mich sowieso nicht interessieren???

Toll, dass das andere auch so sehen wie ich. Mit viel Humor macht Instagram trotzdem Spaß :-).

Liebe Grüße, Andrea

3. Dezember 2017 16:31

Sehr lustiger Beitrag, ich musste laut lachen :D
Ich habe jetzt Instagram schon seit glaube ich 4 Jahren, früher noch als privates Profil, als dann mein Blog kam, habe ich es komplett auf meinen Blog umgestellt. Ich habe auch gar keine Lust mehr, irgendwas privates da drauf zu teilen – wozu denn, gibt ja auch Facebook.
Anfangs ging auch Instagram bei mir sehr gut für meinen Blog, aber seit die pastellfarbenen und perfekt farblich angepassten Profile aus dem Boden schießen und ich einfach keine Lust habe, ständig irgendwem in den Allerwertesten zu kriechen, stagniert mein Profil. Naja, gibt schlimmeres – Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass ich einfach kein typisches „Instagirl“ bin und nie sein werde und poste nur noch sporadisch. Ich achte schon drauf dass meine Bilder ein bisschen zusammenpassen, weil mir mein eigenes Profil wirklich nicht gefällt, wenn dass so ein komplettes Kuddelmuddel ist, aber mehr mache ich auch schon nicht mehr.
Übrigens: Hast ja e coole Bilder und inzwischen ja schon über 100 Follower mehr :D
Lg Sabrina

12. Dezember 2017 0:15

Hi Thomas,

du sprichst mir soooo aus der Seele und ich habe mich bep**** vor Lachen! (Übrigens ist Insta ein Thema, das auch schon seit einem halben Jahr auf meiner to-do-Liste für den Blog steht – inzwischen ist es ja aber fast schon wieder ausgelutscht).

Ich scrolle bei Insta auch gerne durch meine Timeline, das macht mir schon Spaß. Aber dieser selten dämliche!!! Algo macht alles kaputt. Was schreibt Insta mir vor, was ich wann zu sehen habe? Eine einzige Katastrophe! Tolle Profile, denen ich folge, werden mir nicht angezeigt. Dafür sehe ich 10x die Fotos von User XX. Und ja, die immer gleichen Einheitsbiler mit den überbelichteten Himmeln, da wird mir ganz anders. Als Fotograf würde ich sagen: Thema verfehlt, setzen. Aber auf Insta gehen die Leute voll drauf ab.

Ich poste auch nur ausgewählte Bilder, aber wenn man meinen Stream anschaut, erkennt man auch, da passt nix zusammen (außer, dass es Landschaften sind). Als Blogger kann ich auf Insta aber (leider) auch nicht verzichten – wobei, 0 bis 5 Besucher im Monat? Bei mir sind es ein paar mehr, aber wenn man absolut betrachtet, sind es 0,x Prozent – lächerlich. Die Krux an der Sache ist, wie du sagst: Die Agenturen stehen unheimlich drauf. Wenn du irgendwo ankommst, fragt dich keiner, was du kannst oder wieviele Leser du auf dem Blg hast, nein, es wird gefragt, wiviele Follower du auf Insta hast. Ich würde diese App, so wie sie sich inzwischen entwickelt hat, am liebsten sofort löschen, reine Zeitverschwendung. Aber solange die Agenturen Insta-geil sind, lass ich es lieber.

An meinem Profil änder ich aber auch nix. Dann passt es halt net in die schöne Fake-Insta-Welt, mei.

Viele Grüße
Flo

P.S: Übrigens geht dein Insta-Link oben links im Blog net… Da kommt: „Entweder funktioniert der von dir angeklickte Link nicht oder die Seite wurde entfernt.“ – hast du dich scon befreit von der Insta-Krake?

9. Januar 2018 12:24

Hallo Ihr Beiden,
ich selbst hadere mit Instagram, da ich es persönlich eigentlich kaum nutze. Meine Fotos mache ich mit der Kamera und nicht mit dem Handy. Bisher hatte ich Probleme, diese Bilder vom PC aus auf Instagram hochzuladen. Habe jetzt ein Tool gefunden und probiere es einfach mal aus. Es wird mir kaum Leser bringen aber wenn Kooperationspartern unbedingt einen Instagramaccount wollen, fang ich halt mal an.

Auf unserer letzten Reise nach Nepal habe ich erlebt, dass eine Mitreisende bei der Frage nach einem Ausflug nach Bhaktapur erst einmal nach Bildern gesucht hat, um zu sehen, ob es sich lohnt. Mehr wollte sie dazu auch nicht wissen, Bilder reichten. Das ist beim Reisen nicht mein Anspruch aber ändern kann ich es nicht.

Liebe Grüße
Renate

18. Juni 2018 22:17

Hallo Thomas,
tja eigentlich ist in den vorherigen Kommentaren schon alles gesagt. Obwohl ich dir in allen Punkten Recht gebe finde ich es schade, dass du aufhörst. Nach deinem „Influenca-Bild“ aus den USA hatte ich schon gedacht man könnte vielleicht eine Gegenkampagne starten. Das Bild hat Jana und mich übrigens zu ganz vielen doofen Fotos inspiriert über die wir uns immer noch köstlich amüsieren.
Liebe Grüße und hoffentlich bis zum nächsten Stammtisch
Anja

19. Juni 2018 16:18

Lieber Thomas,

Instagram läuft bei meinem Social-Media Beiträgen am besten. Daher bleibe ich noch bei Instagram. Aber keine Ahnung, was alles unter Werbung fällt. Auch Destinationen? Sicherlich! Es wurde, so habe ich gehört, auch jemand abgemahnt, der einen Ort getaggt hat. Das wurde auch als Werbung ausgelegt. Was genau dahinter steckt, kann ich noch nicht sagen, Verbraucherschutz wird wohl nicht das Hauptargument sein.

Da ich auch 2 Firmen Accounts betreue, habe ich nun die Sorge, dass ich diese schließen muss, weil die Rechtssicherheit nicht gegeben ist. Klar ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, aber das hindert ja Anwälte und Wettbewerber nicht auch noch weitere abzumahnen, oder? Daher würde ich persönlich bzw. habe ich gleich Maßnahmen einleiten/eingeleitet, um wenigstens etwas beruhigter zu sein. Urteile können ja auch je nach Region zutreffen. Das war in Berlin, wenn uns jemand in Leipzig verklagt, können die Entscheidungen ganz anders ausfallen. In einem meiner früheren Jobs hatten wir eine Rechtsprechungsübersicht je nach Bundesland und haben danach entschieden, ob wir die Klage aufnehmen oder nicht.

LG Myriam

25. Juni 2018 14:20

Servus Thomas,

ich kann dir nur zustimmen! Ich bin mittlerweile auch kein großer Fan von Istagram, ganz speziell die neue Funktion, wo man Live-Videos drehen kann, die nach einer gewisse Zeit gelöscht werden. Ich habe mich daher auch von Instagram verabschiedet und folge lieber Blogs – da habe ich zumindest das Gefühl, dass sie familiär sind und man hat auch die Möglichkeit mit den anderen Menschen zu interagieren. Euch werde ich auf jeden Fall weiter „follown“ – finde eure Fotos einfach nur genial!

25. Juli 2018 18:04

Krass, Instagram gelöscht? Seid ihr jetzt überhaupt noch „Reiseblogger“ ;)

Thomas
5. November 2018 19:21

Hallo Thomas,
besten Dank für deinen erfrischenden Beitrag! Sehr sympathisch. Ich bekenne, auch bei Insta zu sein, dümpel aber immer noch mit einer Nachfolgerzahl um die durchschn. 75 Leute.

Mache die Beobachtung, daß Frauen weitaus erfolgreicher sind mit ihren Accounts als Männer. Kein Wunder, das schöne Geschlecht. Das schaut ‚Mann‘ gerne an. Daher dürften Selfies von Frauen weitaus erfolgreicher sein als die Selbstbildnisse der männlichen Horde. Aber ich hasse selbsteitle Darstellungen auch wie die Pest. Frage mich, wer sowas aufrichtig mag…

Liebe Grüße
Thomas

5. Dezember 2018 23:08

Puh, bei mir geht es auch gerade abwärts. Ich sortiere gerade jeden aus, der bei dem f4f Krempel ohne sich nur meine Fotos anzusehen beteiligt hat. Ich habe erst vor kurzem bemerkt, wie wenig f4f bringt. (war da auch ganz groß dabei…)
Ich nutze Instagram, da ich viele schöne Bilder dort sehe (auch der Einheitsbrei gefällt mir oft ?)
Ziel ist es doch den ein oder anderen Instagram Nutzer als echten Blog Leser zu bekommen.
Liebe Grüße