Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu. Zeit für einen Jahresrückblick, der ein wenig anders ausfallen wird, wie in den Jahren zuvor. Es geht nicht nur um den Blog, es wird auch persönlicher, bis hin zu einem kleinen Seelen-Striptease.

Der Reisen Fotografie Blog

Zahlen sind nicht alles, aber…

Aber ganz ohne Zahlen und Statistiken fehlt uns auch was bei dem Hobby. Irgendwoher müssen wir ja einen Teil der Motivation bekommen, unsere Beiträge hier ins Netz zu stellen. Wobei das nur halb richtig ist. Wir würden das auch bei viel weniger Besuchern immer noch gerne machen. Aber irgendwie motivieren hohe Besucherzahlen noch ein wenig mehr. Andere Blogger verstehen vermutlich, was wir meinen.

Dazu kommt, dass das Experimentieren mit verschiedenen Dingen für uns zum Hobby Bloggen dazu gehört. Wie bekommt man die Seite schneller, was wirkt sich wie bei Google aus, wir kann man rechtliche Anforderungen (halbwegs) sauber umsetzen. All diese Dinge gehören für uns zum Hobby des Bloggens dazu.

Jetzt aber kurz zu den Zahlen. In 2018 hatten wir 488.455 Besucher auf dem Blog. Das hat uns zu dem irrwitzigem Ziel verleitet, in 2019 die 500.000-Marke zu knacken. Dieses große Ziel hatten wir dann bereits Ende September erreicht. Stand jetzt sind es rund 640.000 Besucher – und das Jahr hat ja noch ein paar Tage.

Der September war auch unser Besucherrekordmonat. Erstmals verirrten sich über 100.000 Leser innerhalb von 30 Tagen auf diesen Blog. OK, die Werte sind dann ab Oktober wieder eingebrochen, auf die Besucherzahlen zum Jahresbeginn. Das hat aber einerseits saisonale Gründe und ein Google-Update hat wohl viele Reiseblogger in den Keller gezogen. Und im Vergleich dazu jammern wir noch auf hohem Niveau.

Ein Ziel für das kommende Jahr setzen wir uns nicht. Wir haben in den letzten Monaten gelernt, dass es einfach nicht planbar ist. Die Abhängigkeit von Google ist dafür einfach zu groß und Änderungen am Such-Algorithmus sind weder vorhersehbar noch transparent. Wir nehmen was kommt und freuen uns einfach über jeden einzelnen Besucher auf dem Blog.

Änderungen am Blog

Im Laufe des Jahres haben wir einige Änderungen am Blog vorgenommen. Vieles spielte sich im Hintergrund ab. Wir haben sehr viel an der Geschwindigkeit optimiert und auf ein neues SEO-Tool gewechselt.

Andere Dinge betrafen die Optik. Da haben wir mehrfach mit verschiedenen Dingen herumgespielt und dieser Prozess ist auch noch zu Ende. Dafür experimentieren wir einfach zu gerne.

Die größte und aufregendste Maßnahme war sicherlich der Umzug zu einem neuen Provider. Und das nicht nur mit diesem Blog, sondern mit allen unseren Seiten und Mailpostfächern. Am Ende hat es dann aber ganz problemlos funktioniert, es sind keine Daten verloren gegangen, alle Seiten und Postfächer liefen wieder. Das müssen wir aber nicht jedes Jahr machen. Wir hoffen aber mal, dass wir beim neuen Provider langfristig ein schönes zu Hause für unsere Seiten gefunden haben.

Kooperationsanfragen (aus der Hölle)

Wir haben über das Jahr hinweg mal die ankommenden Kooperationsanfragen gesammelt. Und hier mal das Ergebnis:

Insgesamt sind 267 Kooperationsanfragen per Mail hier angekommen.

  • 234 wurden direkt in den Archivordner geschoben (damit wir die zählen können, sonst wären sie direkt im Müll gelandet).
  • 33 Anfragen haben wir beantwortet. Entweder haben wir direkt abgesagt oder erst nach der Klärung der Bedingungen.

Die 33 beantworteten Anfragen waren nett, informativ, sprachen uns mit den richtigen Namen an, ließen erkennen von wem sie kommen. Kurz, es waren höfliche, nette Anfragen, die man ernst nehmen konnte.

Und der Rest? Das waren Kooperationsanfragen aus der Hölle. Anders kann man die nicht betiteln.

Wir wurden darin teilweise mit falschem Namen angesprochen oder ganz ohne Namen. Ein großer Teil der Anfragen wollte, dass wir gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen (keine Werbekennzeichnung) oder gegen die Google-Richtlinien (DoFollow-Links). Dazu kamen Anfragen von Glücksspielanbietern, Erotik-Seiten und für andere windige Seiten, die wir sicherlich nicht verlinken wollen. Die allermeisten Anfragen kamen aber, ohne auch nur ein Wort darüber zu schreiben, was die eigentlich wollen.

Sehr beliebt sind auch Anfragen für Gastbeiträge auf unserem Blog. Ganz besonders schön sind diese Mails dann, wenn man die kaum lesen kann. Das Deutsch war dermaßen schlecht, wie wollen die einen Gastbeitrag schreiben? Und dann natürlich noch die ganzen Start-ups, die kein Budget für Werbung haben und uns mit Links von Ihren Seiten etwas gutes tun wollen. Jo, kann man versuchen, ist dann aber dumm. Mit Links kann keiner seine Miete bezahlen und Links von Seiten, die nur einen Bruchteil unserer Besucherzahlen haben, bringen uns genau Nichts.

Alles in Allem war bei den 267 Anfragen keine Einzige dabei, wo wir dachten, dass könnte ernsthaft was werden. Eigentlich alle hätten sich das Schreiben sparen können, wenn sie „auf dem wunderbaren Blog“ mal eine Sekunde in die PR-Infos geschaut hätten. Dann wäre denen selber klar geworden, das wird nichts.

Wir haben unsere PR-Seite nun dahingehend überarbeitet, dass wir klar formulieren, kein Interesse an Kooperationen zu haben. Das wird nur nichts bringen, denn die ganzen SEO- und Marketing-Droiden lesen die Seite eh nicht. Bisher hatten wir Kooperationen nicht generell ausgeschlossen aber die Hürden sehr hoch gesetzt. Offensichtlich zu hoch, für die meisten Firmen.

Berufliches

Beruflich war es ein sehr spannendes Jahr. Bei Thomas waren es einfach viele interessante und auch nervige Projekte. So hat ihn die Umstellung der kompletten Firmen-Telefonanlage auf Voice-over-IP vermutlich zwei Jahre seines Lebens gekostet. Erste graue Haare bekommen den Namen T-Online. Das ist jetzt aber erledigt und der neue Anbieter heißt eben nicht mehr T-Online. Denn mit soviel fachlicher Inkompetenz, gepaart mit kommunikativem Totalversagen, muss man sich in Zukunft nicht rumschlagen.

Bei Melanie gab es einen Jobwechsel. Nach vielen Jahren in einem Krankenhaus ging es einfach nicht mehr. Patienten werden nur noch als Kunden gesehen und Personal als Verschleissmaterial. Das ganze dann geleitet von irgendwelchen Schlipstägern mit BWL-Studium, die noch nie ein Krankenhaus von Innen gesehen haben. Nur Zahlen spielen bei denen eine Rolle. Die Bedürfnisse der Patienten oder des Personals, drauf geschissen. Hauptsache am Ende des Jahres stimmen die finanziellen Bilanzen.

Haben wir schon erwähnt, dass wir es für eine sehr dumme Idee halten, Krankenhäuser als private Wirtschaftsunternehmen zu führen? Die gehören in staatliche oder kommunale Hände und müssen ganz schnell wieder das Wohl der Patienten in den Vordergrund stellen.

Interessant war, dass nach Melanie noch einige Ihrer Kolleginnen und Kollegen aus dem gleichen Gründen dort geflüchtet sind. Auch Ärzte, welche dieses Geschäftsgebaren mit ihren moralischen Vorstellungen nicht mehr vereinbaren konnten. Aber die schlipsgeschädigte Leitung des Krankenhauses sieht das jetzt bestimmt als Chance (!!11!) und wird in drölfzehn Powerpoint-Folien eine tolle Zukunft vorhersagen.

Katzen

Mit einem Teil unserer 5 Katzen hatten wir dieses Jahr ein wenig Probleme.  Zu Beginn des Jahres mit unserer Maja, welche aus Stress überall in die Wohnung kackte. Wir haben dann einiges probiert, bis wir am Ende entschlossen eine andere Katze (temporär) abzugeben. Unsere kleine Claire war die Ursache für den Stress, dachten wir. Also ist sie für ein paar Tage zu lieben Nachbarinnen von uns gezogen. So richtig besser wurde es mit Maja danach aber nicht. Also haben wir Claire zurückgeholt und damit wurde es schlagartig besser – warum auch immer. Verstehe einer Katzen.

Im Sommer begann es wieder, dass Maja gelegentlich irgendwo in die Wohnung kackte. Und dann haben wir die Ursache gefunden. Sie wurde von den anderen Katzen auf dem Katzenklo gestört und gemobbt. Immer wenn sie auf das Klo ging, kam eine der anderen Katzen und hat sie da gestört. Inzwischen, nach ein wenig Übung, haben wir eine Lösung. Maja geht mit uns auf das Klo. Kaum zu glauben, aber das funktioniert. Wenn Sie in der Diele auf dem Schrank sitzt, vor dem Badezimmer, wissen wir, die Kleine muss mal. Wenn wir uns dann daneben stellen, geht sie auf das Klo und wir vertreiben dann die anderen Katzen (anfangs mit der Wasserpistole). Die haben inzwischen kapiert, dass sie Maja auf dem Klo in Ruhe lassen sollen und kümmern sich auch nicht mehr darum, wenn sie dann auch mal alleine geht. Das klappt inzwischen prima und Häufchen in der Wohnung kommen fast nicht mehr vor.

Ein anderes Sorgenkind ist unser Rocky. Der hat über unseren Urlaub hinweg über einen Kilo abgenommen. Das ist viel für eine Katze und hat uns natürlich Sorgen gemacht. Es folgen drölfzehn Arztbesuche, Blutwerte, Ultraschall-Untersuchungen und gefunden wurde „nur“ ein Vitamin-B12-Mangel. Dieser kann durchaus eine Erklärung für die Gewichtsabnahme sein. Also bekam er über sechs Wochen Vitamin-B12 gespritzt und das Gewicht stagniert seitdem – immerhin. Die Ursache für den Vitamin-Mangel ist aber nicht gefunden und unsere Tierärztin ist mittelmäßig ratlos. Aktuell beobachten wir sein Gewicht weiter. Sollte er das aktuelle Gewicht nun halten, dann wäre das in Ordnung. Es kann durchaus auch sein, dass aus unserem jungen Kater ein alter Kater geworden ist, das geht bei Katzen manchmal sehr schnell und schlagartig.

Denn abgesehen von dem Gewichtsverlust geht es ihm prima. Er frisst (wie ein Scheunendrescher), er spielt, er schmust – also alles wie immer.

Reisen

Das Reisejahr war für uns ein sehr abwechslungsreiches. Wir wollen das an dieser Stelle nicht noch einmal aufdröseln, das haben wir bereits im Reiserückblick für 2019 getan.

Diese Stelle eignet sich aber prima dafür, mal demütig dankbar zu sein. Dankbar dafür, dass wir in einer Zeit leben, wo solche Reisen möglich sind. Dankbar dafür, dass wir die Möglichkeit haben das Geld für diese Reisen zu verdienen. Denn ohne unsere Jobs wären solche kostenintensiven Reisen nicht machbar.

Ärgerlich ist es dann, wenn wir uns auch in diesem Jahr anhören durften, dass wir tollen Reise-Influencer doch alles geschenkt kriegen. Wisst Ihr was? Das ist riesiger Bullshit!

Erstens sind wir keine Influencer, von diesem Begriff distanzieren wir uns ganz heftig.

Zweitens, kaum ein Reiseblogger bekommt alle seine Reise gesponsert. Ein Großteil der deutschen Reisebloggerszene zahlt seine Reisen selber. Die haben aber mit diesen Instragram-Hype-Influencern auch nur wenig gemeinsam. Und diese Sternchen und Sterne von Instagram haben nichts, aber auch gar nichts, mit BloggerInnen im eigentlichen Sinn zu tun.

Natürlich –  einige BloggerInnen haben das „Glück“ zu Reisen eingeladen zu werden, andere bekommen bei Teilen ihrer Reise Unterstützung von Firmen. Aber geschenkt bekommen auch die nichts, gar nichts! Die müssen (!) dann im Gegenzug auch Leistung liefern. Da müssen Berichte geschrieben werden, da müssen Fotos gemacht werden, da müssen Recherchen betrieben werden. Für alle, die das noch nie selber gemacht haben und rummeckern – das ist Arbeit. Vielleicht mehr, als irgendein normaler Bürojob. Natürlich findet diese Arbeit oft in angenehmer Atmosphäre statt, keine Frage, aber es ist immer noch verdientes Geld.

Und weil wir genau darauf keine Lust haben, Beiträge schreiben zu müssen, Fotos liefern zu müssen, haben wir keine Lust auf solche Kooperationen. Wir sind durch unsere Jobs in der glücklichen Lage unsere Reisen selber bezahlen zu können. Und dann haben wir die Freiheit und können über unsere Reisen schreiben. Wann wir wollen, wo wir wollen und wenn wir keine Lust haben, dann lassen wir es eben.

Daher haben wir auch im abgelaufenen Jahr keinerlei Kooperation beim Reisen angenommen. Unter den 33 Anfragen, die nicht aus der Hölle kamen, waren zwei, drei interessante Reisekooperationen dabei. Aber nach dem Abwägen der Vorteile (Einnahmen) gegen die Nachteile (Muss-Aufwand) haben wir davon Abstand genommen.

Für das kommende Jahr hatten wir die Idee, mal ein Wohnmobil hier in Deutschland zu mieten. Hier wollten wir dann mal unsere Reichweite ausnutzen und versuchen, ein Wohnmobil gesponsert zu bekommen oder zumindest einen netten Rabatt zu bekommen. Vergesst es! Die Wohnmobil-Branche hat so einen Boom, da braucht es keinen mittelgroßen Blog, um Werbung dafür zu machen. Ein paar Prozent Rabatt haben wir angeboten bekommen, praktisch als Presserabatt. Mehr war nicht drinnen. Und am Ende sind wir sogar froh darüber. Es hätte uns am Ende doch genervt, die Reiseberichte als Werbung zu kennzeichnen.

Social Media

Bereits im letzten Jahresrückblick hatten wir uns über den Umgang in den Social Medias geäußert. Dazu kam auch unser Wunsch, dass man wieder vernünftig miteinander umgeht, eingeschränkt durch die Befürchtung, dass es eher noch schlimmer wird.

Leider ist genau das eingetreten, die Gräben zwischen den Menschen sind noch tiefer geworden. Es wird nur noch schwarz-weiß gesehen, einen Mittelweg, einen Kompromiss gibt es nicht mehr. Rechte gegen Linke, Klimaschützer gegen Klimawandel-Leugner, Tempolimit-Befürworter gegen Tempolimit-Gegner – und dann immer feste drauf hauen.

Und unsere Politiker gehen in den Social Medias auch nicht mit schlechtem Beispiel voran. Statt die eigenen Inhalte zu kommunizieren, wird lieber stundenlang auf politische Gegner eingehackt. Und nein, das gilt nicht nur für die Schwachmaten der AfD. Die Politiker aller Parteien schenken sich da nichts.

Wir haben uns noch zu Anfang des Jahres in viele politische Diskussionen eingelassen. Wir haben unsere Meinungen und Ansichten offen in Facebook und Co. kommuniziert. Irgendwann haben wir dann aber beschlossen, wir lassen die Finger davon.

Denn selbst innerhalb unserer gut gepflegten Freundesliste, wo sich Menschen versammeln, die eigentlich einen niveauvollen Umgang  miteinander bevorzugen, kam es zu Schlachten. Anders kann man das nicht nennen. Da ging es unter unseren Beiträgen teilweise ab, wie in den Kommentarspalten der Bild. Das wollten wir nicht mehr und haben dann die Notbremse gezogen. Wir äußern uns auf Facebook nicht mehr zu politischen Themen und wenn doch mal was raus muss, das sieht das nur noch ein sehr, sehr kleiner Personenkreis. Bei diesen sind wir absolut sicher, dass bei verschiedenen Ansichten normal diskutiert wird und keiner komplett eskaliert.

Trenne Dich von Menschen, die Dir nicht guttun

Es ist sicherlich nicht gut, in einer Filterblase zu leben. Thomas ist ja recht aktiv bei Twitter. Seine Blockierliste dort ist inzwischen auf über 8000 Einträge angewachsen, innerhalb von zwei Jahren. Das sind keine Menschen, die einfach nur eine andere Meinung haben. Nein, das sind Trolle, Reichsbürger, Menschen die bereits im ersten Retweet mit Beleidigungen um sich werfen, Porno-Accounts, Hetzer, Hass-Verbreiter, Fake-News-Verbreiter – also der untere Bodensatz der Twitter-Gemeinde. Und es kommen täglich neue Blocks dazu, gewisse Hashtags ziehen die an, wie die Fliegen. Und davon sind sicherlich eine Menge Fake-Accounts, die auch gewissen Gemeinsamkeiten aufweisen. Aber diese Auswertung wäre einen eigenen Artikel wert.

Anfangs war es noch „amüsant“ die Beiträge dieser Menschen zu lesen. Irgendwann war aber ein Punkt erreicht, da ging es einfach nicht mehr. Selbst bei einer gepflegten eigenen Timeline wurden über verschiedene Hashtags nur noch Hass und Hetze ausgeliefert. So eine gut gepflegte Blockliste erleichtert das Lesen dann doch enorm.

Aber auch abseits dieser Masse an Dumpfbacken haben wir uns im letzten Jahr von einigen Menschen (digital) getrennt. Für uns waren das richtige Energievampire. Durch ihr Verhalten im Netz haben diese uns sehr viel Energie gekostet. Unsinnige Diskussionen, unglaublich dumme Vorwürfe und Theorien über uns oder andere Menschen, die uns nahestehen. Das Alles war verschwendete Lebenszeit – im Nachhinein betrachtet. Leider sind wir, ganz besonders Thomas, viel zu oft über das Stöckchen gesprungen, welches hingehalten wurde.

Bei Thomas endete das zeitweise in schlaflosen Nächten, bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen und dann beim Arzt. Diese sinnlosen Diskussionen, diese völlig an den Haaren herbei interpretierten Aussagen und Vorwürfe, diese Sticheleien, dieses Unterschwellige konnte er nicht mehr verarbeiten. Die Auslösenden Mitmenschen hatten da offensichtlich kein Problem mit. Für die sitzt an der anderen Seite der Leitung kein Mensch, sondern irgendein gefühlloses Wesen. Da kann man immer feste drauf hauen, weiter provozieren, Öl ins Feuer gießen – Scheiß egal – die machen ja nichts falsch, sind nur offen und ehrlich (sic!). Dass dann im Gegenüber jemand mit zitternden Händen vor dem Rechner sitzt – scheiß drauf! Wer damit nicht umgehen kann, wird dann als schlichte oder sanftmütige Seele bezeichnet. Nein, man ist einfach nur ein Mensch, mit Gefühlen und Emotionen.

Daher haben wir unsere Freundeslisten spürbar durchgefegt. Dabei ging es, das muss betont werden, keineswegs darum, dass andere Meinungen vertreten wurden. Damit können wir Leben. Aber das Wie, die Art und Weise wollten wir uns von einigen Mitmenschen einfach nicht mehr antun. Und ja, es waren mehrere – bevor sich einer alleine angesprochen fühlt. Und sicherlich sind das nicht alles schlechte Menschen, im realen Leben vielleicht gar nicht. Aber online passt es einfach nicht. Und da man dort keine räumliche Distanz schaffen kann, man bewegt sich ja oft in der gleichen Bubble, hilft leider nur das technische Blocken.

Und siehe da – das Leben im Netz ist angenehmer geworden. Es wird immer noch diskutiert, es werden kontrovers Meinungen ausgetauscht aber immer mit Respekt und Niveau. Und am Ende kann man sich noch in die Augen sehen und zusammen ein virtuelles Bierchen trinken.

Soweit mal ein kleiner Seelen-Striptease.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Ein weiteres großes Thema in diesem Jahr war der Klimawandel und damit alles zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz.

Wir selber haben uns lange überlegt, ob wir diese Themen hier auf dem Blog behandeln sollen. Am Ende war klar, wir lassen es bleiben. Wir wären wenig glaubwürdig, wenn wir darüber schreiben würden. Denn wir sind weit davon entfernt, in dem Bereich Engelchen zu sein. Wie können wir also hingehen und anderen einen über Nachhaltigkeit zu erzählen und gleichzeitig für 10 Tage nach Namibia zu fliegen?

Natürlich haben wir unsere Meinung zu dem Thema. Wir befürchten sehr stark, dass das ganze Problem von der Menschheit vor die Wand gefahren wird. Daher haben wir einen Beitrag zum Thema Klimawandel geschrieben und damit ist das Theme für uns erstmal erledigt, hier auf dem Blog.

Natürlich achten wir im täglichen Leben darauf, unseren CO2-Abdruck ein wenig zu verringern. Kleinere Autos, bewussteres Einkaufen, keine Kurzstreckenflüge mehr – es sind viele kleine Dinge. Diese hängen wir aber nicht an die große Glocke, wir machen sie einfach. Und wenn das jeder machen würde, wäre die Welt schon zwei Schritte weiter.

Fazit – unterm Strich war es ein gutes Jahr

Auch wenn es hier und da Probleme gab, unterm Strich war es ein gutes Jahr, für uns persönlich. Alle unsere kleinen Problemchen sind doch Pillepalle im Vergleich zu dem, was sonst so in der Welt los ist. Kriege, Hunger, Geflüchtete, Klimakatastrophen, Mord- und Totschlag, Hass und Hetze.

Wir haben in diesem Jahr viel gelernt. So ist es keine Sekunde wert, sich mit Menschen auseinander zu setzen, die einen (wortwörtlich) krank machen. Ein Schnitt und Ruhe ist, der Körper dankt es einem.

Viel mehr Sorge macht uns weiter die Entwicklung in der Welt und auch in unserem Land. Wir hoffen weiter, dass die Menschen mal zur Besinnung kommen. Leider ist unsere Hoffnung daruf nur sehr gering.

Euch lieben LeserInnen unseres Blogs wünschen wir aber ein ruhiges Weihnachtsfest, einen guten Rutsch in ein neues Jahr. Wir wünschen Euch alles erdenklich Gute, ganz besonders viel Gesundheit. Wir verabschieden uns in eine kleine Blogpause. Es folgen in den nächsten Tagen noch zwei Beiträge über unsere Kreta-Reise und vielleicht ein liegengebliebener Zoo-Beitrag. Die sind so weit vorbereitet, es müssen nur noch die Fotos eingefügt werden. Im neuen Jahr geht es dann mit neuer Energie, neuen Reisen, Fotografie und Themen wieder los.

Vielen Dank für Deinen Besuch!

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