Klapprad – wieso, weshalb, warum?

Published On: 18. Mai 2020Kategorien: Fahrrad Blog6 Kommentare

Seit ein paar Wochen sind wir stolze Besitzer von zwei Klapprädern, auch Falträder genannt. Wieso, weshalb und warum Klappräder für uns eine tolle Sache sind, welche Räder wir haben und was wir mit denen vorhaben, wollen wir kurz vorstellen.

Klapprad oder Faltrad

Hm, Falträder Klappräder zu nennen löst bei einigen Mitmenschen wohl Schnappatmung aus. Danke an Herbert für den Hinweis, dass manche Mitmenschen da wohl ein wenig bockig reagieren.

Offen gesagt, für uns ist das das Gleiche. Im Vorfeld dieses Beitrages hatten wir mal recherchiert, welcher Begriff wohl häufiger bei Google gesucht wird, schließlich wollen wir ja gefunden und gelesen werden. Und da war, liebe Faltrad-Menschen, der Begriff Klapprad meilenweit vorne.

Wir werden auch in Zukunft beiden Begriffe nutzen, denn solche Wortklaubereien sind uns einfach zu kindisch.

Wie kamen wir auf die Idee mit dem Klapprad?

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Thomas war früher ein begeisterter Radfahrer. Zweimal die Woche nach Venlo, nur so aus Spaß am Radfahren, bis zum Nürburgring und zurück, als Jugendlicher war das kein Problem. Sogar ein (Nachwuchs-)Radrennen ist er mal mitgefahren. Und dann kam der Führerschein und das Fahrrad versank in der Vergessenheit.

Da auch Melli früher gerne und viel mit dem Fahrrad unterwegs war, haben wir uns vor ein paar Jahren normale Räder gekauft. Genutzt haben wir die nur sehr selten. Wir wohnen hier auf einem „Berg“, also für Ruhrpott-Flachlandtiroler-Verhältnisse. Hier oben auf dem Plateau kann man ein paar Kilometer im Kreis fahren, das war es aber auch. Will man weiter weg fahren, muss man runter ins Flache. Das ist soweit kein Problem. Dumm ist nur, am Ende muss man wieder rauf auf den Hügel. Und das hat uns oft die Lust daran vermiest.

So sind unsere normalen Räder in den letzten Jahren gepflegt eingestaubt.

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Plötzlich war ein Klapprad in unserem Besitz

Durch ein Erbe sind wir nun in den Besitz einen Klapprades gekommen. Thomas war am Anfang sehr skeptisch, ob das denn was taugt. Aber nach ein paar Probefahrten kam dich sowas wie Begeisterung auf. Das ist stabil, selbst mit der nicht unwesentlichen Zuladung durch Thomas selber. Es hat eine vernünftige 7-Gang-Kettenschaltung und das Beste, das Rad passt zusammengeklappt locker in den Fiesta. Da ist dann sogar noch Platz für ein zweites Faltrad, wie die Teile auch gerne genannt werden.

Schnell war klar, wir brauchen ein zweites Klapprad. Das war zur Hochphase der Corona-Beschränkungen allerdings nicht ganz so einfach. Am Ende haben wir dann bei einem örtlichen Händler eine tolle Beratung bekommen, komplett telefonisch. Dort haben wir das Rad dann auch bestellt und konnten es wenige Tage später abholen. Das war dann ein wenig teurer, als es im Netz zu bestellen. Allerdings war es fahrbereit, getestet und die tolle Beratung sollte auch honoriert werden.

Bei der Abholung hatten wir das erste Klapprad schon im Kofferraum liegen. Und siehe da, auch das zweite Rad passte prima mit in den Fiesta. Für kommende Reisen mit dem Auto ist auch noch ausreichend Platz für Gepäck und, ganz wichtig, eine Kühltasche. Klar, die Rückbank muss umgeklappt sein, sonst geht das nicht. Aber da wir eh nur zu zweit durch die Gegend fahren passt das schon.

Welche Klappräder haben wir nun?

Thomas radelt auf einem Dahon Klapprad

Thomas radelt auf dem geerbten Dahon-Klapprad durch die Gegend. Dabei handelt es sich um das Dahon Sport, mit 7-Gang-Kettenschaltung. Unten haben wir das Nachfolgemodell mal zu Amazon verlinkt, nur für den Fall, dass ihr auf den Geschmack kommt.

Das Dahon Rad hat nur 20 Zoll große Reifen, dadurch lässt sich das Rad sehr kompakt zusammenfalten. Beim Fahren ist das teilweise ein wenig gewöhnungsbedürftig. Durch die kleinen Reifen ist das Rad auf losem Untergrund ein wenig schwammig zu fahren. Wenn man sich dran gewöhnt hat, geht es aber prima.

Das Zusammenfalten ist schnell, mit wenigen Handgriffen erledigt. Ebenso schnell geht der Aufbau, am Beginn einer Tour. Das Rad wiegt rund 14 Kilogramm, kann also einfach ins Auto geladen werden ohne große Anstrengungen.

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  • Faltbar
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Melli radelt auf einem Tern Klapprad

Für Melli haben wir das Tern Node D7 gekauft. Der große Unterschied zum Dahon-Rad sind die größeren Reifen. Mit 24 Zoll sind die für ein Faltrad sogar ungewöhnlich groß. Auseinandergeklappt sieht es fast wie ein normales Fahrrad aus.

Der Vorteil der großen Reifen ist beim Fahren zu spüren, das Rad fährt deutlich ruhiger als das Dahon mit den kleineren Reifen.

Allerdings nimmt das Rad zusammengeklappt deutlich mehr Platz weg. Ob wir zwei davon in den Fiesta bekommen würden? Hm, es wäre eng und vermutlich bei jeder Tour mit nerviger Fummelei beim Einladen verbunden. Mit rund 14 Kilo ist das Tern auch ein wenig schwerer als das Dahon Rad aber immer noch gut zu tragen.

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  • Optimal für Menschen die viel mit Bus und Bahn unterwegs sind
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  • Nabe HR: SHIMANO Nexus 7-Gang, LL

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Zubehör für die Klappräder

Natürlich musste auch ein wenig Zubehör für die Räder her. So haben wir nun zwei Lenkradtaschen, eine davon mit Fach für das Smartphone. Bei dem geerbten Rad fehlten zudem Licht und eine Klingel, beides haben wir inzwischen angebaut.

An dem Dahon Rad war auch noch ein Tacho installiert. Der war aber bedienungstechnisch ein wenig wirr, also haben wir den entsorgt. So ein Teil braucht auch heute keiner mehr, die App auf dem Smartphone liefert doch alle wichtigen Daten.

Apropos Apps, da haben wir in den letzten Wochen einige ausprobiert. Am Ende sind wir nun bei Komoot gelandet. Das wurde uns schon am Anfang empfohlen, trotzdem haben wir einige andere Apps getestet. Schlecht waren die alle nicht. Was uns am Ende von Komoot überzeugt hat, war die einfache Routenplanung. Viele tolle Strecken von Anderen findet man in vielen Systemen. Will man aber seine eigenen Routen vorab am Rechner planen, stoßen viele Programme an ihre Fähigkeiten. In Komoot geht das sehr einfach und intuitiv und nach dem Speichern hat man die geplante Route direkt auf dem Smartphone zur Navigation bereit stehen.

Irgendwie ist das eine tolle Sache. Als wir zuletzt „richtig“ geradelt sind, gab es noch nicht mal vernünftige Smartphone, geschweige denn Routenplanungs-Tools mit Navi-Funktion. Ja, es ist eine Zeit lang her.

Was machen wir nun mit den Klapprädern?

Am Wedau Stadion

Im Moment genießen wir es einfach, nach Feierabend oder am Wochenende irgendwo in die Natur zu fahren. Das schöne Wetter motiviert uns zusätzlich und oft suchen wir Stellen auf, wo es nicht ganz so voll ist. Also am Wochenende würden wir jetzt nicht unbedingt um den Baldeneysee fahren wollen, mal ganz abgesehen von Corona – das wäre uns auch in normalen Zeiten zu voll dort.

Wir entdecken aktuell unheimlich viele schöne Ecken hier im Ruhrpott und am Niederrhein. Natürlich kennen wir viele der Orte, aus alten Zeiten. Aber irgendwie haben wir es sonst im Alltagsstress und bei unserem Reiseprogramm gar nicht mehr dahin geschafft. Für uns ist das eine der positiven Seiten der Corrona-Krise, man lernt wieder zu schätzen, welche schöne Orte direkt vor der Haustür liegen.

Neue Kategorie Klapprad-Blog hier auf dem Blog

Da wir inzwischen auch die Fotokamera auf unseren Radtouren dabei haben und ein ausgewachsenes Mitteilungsbedürfnis (Blogger halt), werden wir über die schönsten Touren immer wieder mal auf dem Blog berichten.

Dabei gibt es dann schöne Fotos zu sehen, ein paar Bilder und Eindrücke von der Tour und natürlich eine kurze Beschreibung zum nachfahren. Das lässt sich mit Komoot ja sehr einfach verlinken.

Wer allerdings Touren mit 50, 70 oder 100 Kilometer erwartet, der wird eher enttäuscht werden. Wir mögen es halt ein wenig gemütlicher. 10, maximal 20 Kilometer, mit Fotopausen, Dampf-Stopps sind doch auch was, oder?

Mit dem Klapprad auf Reisen? Aber sicher!

Das Dahon Klapprad zusammengefaltet

Das Dahon Klapprad zusammengefaltet

Aktuell zeichnet es sich ab, dass wir vermehrt Urlaub mit dem Auto in Deutschland oder im europäischen Ausland machen werden. Und dabei werden uns die Klappräder auf jeden Fall begleiten. Die sind doch prima dazu geeignet, am Urlaubsort ein wenig rum zu radeln.

Wie oben schon geschrieben passt auch noch Gepäck in unseren Fiesta, wenn die beiden Räder eingeladen sind. Also stören die nicht weiter und werden uns auf jeden Fall begleiten. Im Herbst geht es wohl an die Nordsee, das wird dann die erste Reise mit den Rädern sein. Wir freuen uns schon drauf.

Das war unsere kurze Erklärung, warum wir uns für Klappräder entschieden haben. Habt ihr noch Fragen zu den Rädern oder andere Anmerkungen? Dann schreibt gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag.

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