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Wie wir zu dem Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel stehen? Das fassen wir hier mal kurz zusammen. Dabei werden wir für diesen Beitrag bestimmt Haue bekommen. Denn ja, wir sind für Nachhaltigkeit, finden Bewegungen wie Fridays for Future klasse, glauben aber zeitgleich, dass all die Bemühungen nur wenig bringen werden – wir sind da komplett ernüchtert. Wenn wir uns hier irren, dann tun wir das aber gerne. Die Zukunft wird es zeigen.

Klimawandel ist Real!

Machen wir uns nichts vor, der Klimawandel ist real. Das bestätigt ein sehr großer Teil der namhaften Wissenschaftler aus dem Bereich. (https://www.scientists4future.org/)

Es gibt nicht wenige Leugner des Klimawandels, meist im Umfeld der YouTube-Professoren oder der Aluhut-Fraktion. Andere zweifeln daran, dass der Klimawandel von Menschen gemacht ist. Sie behaupten, die Änderung des Klimas wäre ein ganz natürlicher Vorgang, wie er in den Millionen Jahren der Erdgeschichte schon öfters vorgekommen ist. Nun, auch hier sagen die renommierten Wissenschaftler etwas anderes.

Nun, wem soll man nun glauben? Wir neigen dazu, Menschen, die offensichtlich nur an der YouTube-Universität studiert haben oder irgendwelchen Verschwörungstheorien raushauen, eher skeptisch gegenüberzustehen. Wir sind ebenso skeptisch, wenn bei den Zweifeln ganz offen wirtschaftliche Interessen zu erkennen sind. Klar, keiner möchte gerne sein Geschäft durch die Maßnahmen gegen einen Klimawandel verlieren. Wir haben da sogar irgendwo Verständnis für, nur den teilweise hanebüchenen Unsinn glauben wir trotzdem nicht.

Wir vertrauen eher den Fachleuten, die wissenschaftlich arbeiten, ihre arbeiten in glaubhaften Wissenschaftsmagazinen veröffentlichen und die so richtig altmodisch ein Thema studiert haben. Spießig – aber vermutlich auch vernünftig. Wenn wir aber so durch die Kommentarspalten in den Medien oder den Social Medias scrollen, dann sind wir mit unserer spießigen Einstellung wohl in der Minderheit.

Denn leider bekommt man dort den Eindruck, dass die laute Mehrheit, nicht an einem (menschengemachten) Klimawandel glaubt. Entweder wird der ganze Klimawandel als Unsinn abgetan oder nur als ganz natürliches Phänomen angesehen. Da wird oft eher dem YouTube-Video-Macher geglaubt, der mit Halbwahrheiten und unbelegten Fakten, irgendwelchen Unsinn verbreitet oder anderen Zweiflern, die teilweise sehr populistisch formulieren. Und warum? Weil es einfacher ist, diesen oft recht einfachen gehaltenen Inhalten geistig zu folgen und weil es gut ins eigene Süppchen passt. So hat man ja einen Vorwand, selber nichts verändern zu müssen, weil das mit dem Klima, ist doch alles nur Klimahysterie. Übrigens, Klimahysterie – ein fürchterliches Wort!

Greta, die Jugend und die Politik

Ja, wir finden Greta Thunberg und ihre Bewegung Fridays for Future klasse. Aber nicht nur wegen des Klima-Themas. Wir finden es toll, dass durch diese Bewegung die jungen Menschen auf der ganzen Welt anfangen sich für Politik zu interessieren. Denn diese jungen Menschen sind die WählerInnen von Morgen. Diese Tatsache sollte einigen eingefahrenen politischen Strukturen sehr viel Angst machen oder zumindest Respekt einflössen. Denn nur weiter viel BlaBla liefern, ohne konkrete Maßnahmen, das wird in naher Zukunft nicht mehr funktionieren.

Was die klimatechnischen Forderungen von Fridays for Future angeht, da kann man bestimmt drüber streiten. Einige Ziele sind sicherlich realisierbar, andere dagegen wohl nur mit vielen Kompromissen. Aber, es sind Grundlagen für eine Diskussion, über die kann man streiten, nachdenken und vielleicht am Ende was Vernünftiges draus machen. Allerdings muss man sich dann auch mal ernsthaft (!) damit beschäftigen. Ernsthaft ist aber kein Klimagipfel, der sich alle paar Monate mal trifft und dann nach 3 Stunden ohne Ergebnis wieder auseinander geht, bis zum nächsten Treffen, in mehreren Monaten.

Leider ist unsere Politik im Moment viel zu sehr damit beschäftigt, sich selber zu erhalten, ihre Pöstchen zu sichern, irgendwelchen Minderheiten-Meinungen hinterherzulaufen und natürlich den Lobbyverbänden zu dienen, als dass sie sich ernsthaft und glaubhaft mit dem Thema Klimawandel beschäftigt. Das gilt für unsere Regierungskoalition ebenso, wir für viele der kleineren Parteien aus der Opposition.

Wir und die Nachhaltigkeit

Warum schreiben wir auf dem Blog so wenig über das Thema Nachhaltigkeit?

Nun, ganz einfach, weil wir weit davon entfernt sind, anderen Menschen ein nachhaltiges Leben erklären zu wollen oder als Vorbilder dienen zu können. Wir haben immer noch eine miserable CO2-Bilanz in unserem Leben.

Ja, wir bemühen uns, mit dem berühmten Weg der kleinen Schritte. Wir kaufen bewusster ein, essen auch mal was Anderes wie Fleisch, haben kleinere Autos gekauft, sparen wo es geht Strom und andere Ressourcen. Auch überlegen wir in Zukunft auf die ein oder andere Reise mit dem Flugzeug zu verzichten und uns lieber ein Wohnmobil zu kaufen. Wobei so ein Wohnmobil sicherlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist, das wissen wir selber.

Das Alles in Summe ist sicherlich nicht verkehrt. Aber trotzdem fühlen wir uns meilenweit davon entfernt uns hier hinzustellen und einen über Nachhaltiges Leben zu schreiben. Womöglich noch mit erhobenen Zeigefinger. Sorry, damit würden wir uns lächerlich machen. Da gibt es andere BloggerInnen, die wirklich vorbildlich leben und daher berechtigterweise Tipps geben und darüber schreiben.

Wir versuchen aber im Blog auch Kleinigkeiten einzubauen. So haben wir jetzt alle unsere Zootipps mit Hinweisen versehen, wie die einzelnen Zoos mit öffentlichen Verkehrsmittel erreicht werden können. Das haben wir als Tipp/Hinweis über unsere aktuelle Leserumfrage bekommen und direkt begeistert umgesetzt.

Allerdings sind wir sehr skeptisch, was die Entwicklung in Sachen Klima angeht. Wir befürchten, der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten. Auch wenn wir alle uns bemühen, alle plötzlich nachhaltig leben, solange es kein weltweites Umdenken gibt, bringt das Alles nichts! Alles was wir als einzelne Menschen, als Gemeinschaften wie Blogger, als Länder oder auch einzelne Kontinente machen – ist alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Alle müssten an einem Strang ziehen – die ganze Welt

Uns ist klar, für die nachfolgenden Worte wird es kräftig auf die Mütze geben. Aber, uns brennt das auf den Nägeln. Wenn wir am Ende damit Unrecht haben, dann können wir damit gut leben.

Was müsste denn passieren, damit der Klimawandel noch gestoppt werden kann? Folgende Maßnahmen wären global nötig:

  • CO2-lastige Energieversorgung abschaffen (Kohle, etc.)
  • Alternative Verkehrskonzepte schaffen (Weg vom Individualverkehr mit Verbrenner, ob E-Autos so toll sind, ist noch ein ganz anderes Thema.)
  • Viel weniger Flüge, besonders auf Kurz- und Mittelstrecken wo ein alternatives Konzept greifen könnte
  • Fleischkonsum drastisch reduzieren
  • C02-lastige Produkte genauer gesagt deren Produktion einstellen oder stark reduzieren.
  • Massive Aufforstung um mehr Bäume zum CO2-Abbau zu haben
  • und noch viel mehr Maßnahmen, kleine und große

Hier müssen also viele Maßnahmen getroffen werden, die für die Betroffenen – also uns normalen Menschen – teilweise unbequem und schlimmstenfalls auch noch teuer sind. Ohne Einschnitte in das Leben des einzelnen wird das alles nicht umsetzbar sein.

Noch schwieriger ist es aber, dass Alles muss global geschehen, in allen Ländern der Erde. Wenn nur ein Land das durchzieht oder auch nur ein Kontinent, es reicht nicht. Ja, man zeigt sich dann vorbildlich, bekommt bestimmt viel Lob, geht aber am Ende genauso unter oder verbrennt unter dem Klimawandel.

So, und nun stellen wir uns mal vor, alle Länder Europas sollen bei dem Thema an einem Strang ziehen. Also auch die Länder, wo die Regierungsparteien den Klimawandel zumindest anzweifeln? Guter Witz, oder? Und stellen wir uns vor, die ganze Welt würde bei den Maßnahmen an einem Strang ziehen. Über alle Kulturen, Religionen, Ethnien, Staatsformen hinweg. Jaja, hört auf zu lachen. Noch ein Witz? Alle Menschen, alle Konzerne und Unternehmen, alle Politiker streben das gleiche Ziel an. Ihr merkt vermutlich, worauf wir hinaus wollen?

Es ist doch schon innerhalb unseres Landes nicht möglich eine einheitliche Linie umzusetzen oder auch nur auf den Weg zu bringen. Da wird jahrelang geredet, diskutiert, geplant, verzögert, infrage gestellt, wieder mal neu bewertet und dann passiert eher nichts bis wenig. Wie soll das auf der ganzen Welt funktionieren? Auch europäisch sehen wir keinen Weg, einen gemeinsamen Konsens zu finden.

Zu den Anforderungen, an eine globale Umweltpolitik, gibt es einen schönen Artikel bei N-TV: https://www.n-tv.de/politik/Worauf-es-bei-der-Klimapolitik-ankommt-article21264190.html

Das Thema Klimawandel in den Medien und Social Medias

Wenn man zu dem Thema in die Social Medias oder die Kommentarspalten schaut, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Dort lernt man schnell, dass wir selbst innerhalb Deutschlands keinen Konsens in dem Thema haben. Wie soll das dann weltweit funktionieren?

Man findet bei dem Thema eine sehr große Zahl, oft sogar die Mehrheit, Kommentare, welche den Klimawandel leugnen. Zumindest wird abgestritten, dass die Menschheit dafür verantwortlich ist. Gegen solch eine Meinung spricht erst mal nichts, das ist Grundlage für eine Debatte.

Aber die Art und Weise dort ist grauenhaft. Da ist dieses dämliche „Klimahysterie“ noch der harmloseste Ausdruck. Es herrscht inzwischen ein Ton, wie bei der Rechts/Links Debatte, fürchterlich.

Dabei sind das nicht nur „alte, weiße Männer“ die bei dem Thema am Rad drehen. Das geht irgendwie durch alle Schichten der Gesellschaft. Dabei fragen wir uns, wovor haben die Menschen eigentlich Angst, dass die so eskalieren und auf die Klimaaktivisten los gehen? Ist eine umweltfreundliche Politik so beängstigend? Was haben die zu verlieren, außer ein wenig Komfort, Bequemlichkeit und Luxus, wenn auf gewissen Dinge in Zukunft verzichtet werden müsste.

Und selbst wenn es wirklich so wäre, dass der Klimawandel nicht komplett von den Menschen erzeugt ist. Was wäre so schlimm daran, wenn man diesen „natürlichen“ Klimawandel durch die geforderten Maßnahmen verlangsamen könnte?

Diese lauten und oft in der Mehrheit vorhandenen Reaktionen, die sich gegen den Klimawandel richten, lassen uns zusätzlich daran zweifeln, dass sich irgendwas zum Guten bewegen wird. Wir gewinnen immer mehr den Eindruck, den meisten Menschen ist es egal oder sie glauben einfach nicht dran. Und somit werden die auch nichts an ihrem Verhalten verändern, auch keine Kleinigkeiten.

Dabei fragen wir uns, was haben die Skeptiker eigentlich für ein Problem? Jetzt stellen wir uns mal vor, in 20 Jahren entdeckt die Wissenschaft, der Klimawandel war doch nicht menschengemacht, also rein theoretisch. Dann hätten wir saubere Luft, saubere Städte, saubere Meere, nachhaltige Verkehrskonzepte, umweltschonende Technologien und noch viele andere Dinge ganz umsonst eingeführt? Das wäre natürlich richtig ärgerlich!

Es muss erst richtig knallen – sonst passiert nichts

Daher orakeln wir mal. Die ganzen Hitzerekorde, die vermehrten Unwetter, die schmelzenden Gletscher und Permafrostböden, die geringer werdenden Eismassen an den Polen – all das ist nicht dramatisch genug. Es braucht den großen Knall, eine Katastrophe riesigen Ausmaßes, damit ein globales Umdenken stattfindet. Da muss erst halb Holland im Meer versinken, ein Badeurlaub am Strand in NRW möglich sein, ein Waldbrand mit der Fläche eines Bundeslandes lodern oder der Golfstrom abreißen und Europa dann unter einer Eisdecke verschwinden.

Sprich, der Leidensdruck durch die Klimaveränderung muss noch größer werden.

Erst dann werden alle kommen und einheitlich fordern „Jetzt müssen wir aber was ändern“. Nur, dann ist es zu spät. Einige Wissenschaftler behaupten ja heute schon, dass der Punkt des No Return bereits jetzt überschritten ist und mit dem Tauen der Permafrostböden eine Eigendynamik in die Entwicklung kommt, die nicht mehr aufzuhalten ist.

Bitte versteht uns nicht falsch

Nicht falsch verstehen, jede individuelle Bemühung den Klimawandel zu stoppen sollte unterstützt werden. Jede Maßnahme, die das Klima retten könnte, sollte umgehend umgesetzt werden. Gerade hier in Deutschland, wo wir einen der höchsten CO2-Verbräuche pro Kopf haben.

Wenn aber keine großen, globalen Maßnahmen getroffen werden, sind das alles Tröpfchen auf den heißen Stein. Solange das Unwort Klimahysterie durch die Gegend geistert, auch in führenden Positionen verschiedener Staaten oder großer Parteien, werden diese globalen Maßnahmen nicht kommen. Da helfen auch keine internationalen Klimakonferenzen und Klimaprotokolle, die dann später wieder zerredet oder einfach ignoriert werden.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ganz besonders angenehme Gewohnheiten werden nicht freiwillig abgelegt (wir klammern uns da ausdrücklich nicht aus). Ohne „Zwang“ von Oben wird sich nicht viel verändern.

Um das zu erkennen, reicht auch ein Blick in die Kommentarspalten der verschiedenen Medien, wenn es um das Thema Klimawandel geht. Wir hatten das oben ja schon angedeutet. Stellen wir uns nun vor, die Regierung würde mit drastischen Mitteln durchgreifen, auch mal Dinge verbieten oder streng regulieren. Die Leugner würden in großer Zahl auf die Barrikaden gehen.

Und hier bekommen wir wieder die Kurve zu uns, unserem Blog und das Thema Nachhaltigkeit. Ohne Zwang werden wir auf einige Dinge nicht verzichten. Sei es der Genuss des individuellen Reisens mit dem Auto, dem Verzehr von Fleisch und einigen anderen Dingen. So lange das nicht verboten ist, werden wir es weiter tun. Wir schränken es zwar ein, verzichten aber nicht komplett. Und das gar nicht mal, weil es keine Alternativen gibt, oft aus purer Bequemlichkeit.

Und dazu stehen wir auch, wieder mal öffentlich und werden dafür jetzt vermutlich Haue bekommen. Aber tief in uns drinnen denken wir dann, irgendwo sind wir doch alle gleich. Die große Mehrheit tickt doch genau so. Alle warten auf die großen Signale der Politik, dass es nun endlich los geht mit dem Retten der Welt. Solange das aber nicht kommt, wird mal eben mit dem Auto das nächste Steak gekauft. Nur trauen es sich viele inzwischen gar nicht mehr auszusprechen.

Dabei haben wir für jeden Menschen Verständnis, der auf das große globale Signal von ganz oben wartet. Was nutzt es denn, wenn man auf seine einzige Urlaubsreise mit dem Flugzeug im Jahr verzichtet und parallel weiter CO2 aus Kohlekraftwerken in den Himmel gepustet werden? Was nutzt es denn, wenn ich kein Fleisch mehr esse und gleichzeitig große internationale Burgerbuden immer mehr Filialen eröffnen wo sicherlich kein CO2-neutral produziertes Fleisch verkauft wird. Das sind nur wenige Beispiele, womit man den Unmut der großen Masse bei dem Thema erklären kann.

Und warum unternimmt die Politik nichts? Nun, dazu haben wir bei Twitter einen Kommentar gelesen, der das ganz nett beschreibt:

Weil sich die Politik nicht traut, sich von der Illusion zu verabschieden, dass es einen Ausweg aus der Klimakatastrophe mit marktwirtschaftlichen Mitteln gibt. Weil die Politik Angst hat, den Bürgern diese Illusion, die ihnen zu lange eingeredet wurde, zu nehmen.

Leider haben wir den Text kopiert aber vergessen den Urheber zu notieren. Wir hoffen, der Verfasser verzeiht es uns, dass wir ihn ungenannt zitieren.

Bei all dem Gerede der weltweiten Spitzenpolitiker auf den Klimagipfeln, müsste doch schon eine Besserung der CO2-Werte erreicht sein oder zumindest ein verlangsamter Anstieg. Dem ist aber nicht so, auch 2018 sind die Werte weiter gestiegen (https://www.co2online.de/klima-schuetzen/klimawandel/was-ist-co2/). Natürlich hat es sich in einzelnen Ländern, auch hier in Deutschland verbessert (https://de.statista.com/infografik/2111/ausstoss-in-deutschland-in-millionen-tonnen-co2-aequivalente/), im Gegenzug haben aber andere Länder fleißig zugelegt. Und die riesigen Mengen CO2, die bei den riesigen Bränden in Alaska und Sibirien, also Folge der früheren Wärmeperioden dort, kommen nun noch obendrauf. Damit sind wir beim Thema, Point of No Return, wenn die Natur den CO2-Anstieg auch noch verstärkt.

Dies soll kein Aufruf sein, sich nicht um den Klimaschutz zu kümmern

Alles, was jeder Einzelne von uns macht, ist wichtig. Es kann ein ganz winziges Mosaiksteinchen auf dem Weg zu einer besseren Welt sein. Gar nichts zu machen, ist auch nicht der richtige Weg. Nach uns die Sintflut (im wahrsten Sinne des Wortes) kann es ja auch nicht sein. Daher gebt alles, aber auch an anderer Stelle.

Am 20.09.2019 finden weltweit riesige Demos der Friday for Future Bewegung statt.

Dazu sind ausdrücklich nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern alle Menschen dieser Welt aufgefordert mitzudemonstrieren. Geht zusammen mit den jungen Menschen auf die Straße, zeigt der Industrie, der Politik, allen anderen Menschen wie wichtig das Thema ist und das es Zeit wird für globale Maßnahmen. Vielleicht ist das eine der letzten Möglichkeiten den politischen Spitzen der Welt zu zeigen, wie wichtig den Menschen das Klima ist und das jetzt endlich gehandelt werden muss. Und das ist keine Klimahysterie, das ist gesunder Menschenverstand, bei Not auf die Ursachen hinzuweisen.

Und ja, jeder darf sich für das Thema Klimaschutz einsetzen. Auch Menschen, die schon viel geflogen sind, die vielleicht nicht als Veganer leben, die viel Auto fahren. Auch all diese Menschen haben ein Recht darauf für ein besseres Klima zu kämpfen und ihren Lebensstil zu ändern. Und wenn es nur kleine Schritte sind. Und auch ja, bevor uns das auch unter die Nase gehalten wird, wir fliegen trotzdem in den Urlaub, da es auf Langstrecke keine Alternative gibt. Aber dafür gibt es inzwischen tolle Sachen, wie AtmosFair, wo man seinen CO2-Verbrauch für den Flug ausgleichen kann.

Fazit – nur alle zusammen, auf der ganzen Welt, können wir was verändern

Je öfter wir uns den Text hier durchlesen, desto verwirrter sind wir selber.

Einerseits sind wir dafür, jeden kleinen Schritt für die Rettung des Klimas zu feiern. Sei es nur das einmalig stehen gelassene Auto bis hin zu den Menschen, die eine wirklich vorbildliche CO2-Bilanz aufweisen und somit auf viele (angenehme) Dinge verzichten.

Andererseits sind wir sehr sehr skeptisch, dass all diese Maßnahmen reichen werden. Es fehlt einfach die globale Linie, die politische Linie und auch der nötige „Druck“ von oben, um die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen. Und ja, bevor der Vorwurf in den Kommentaren kommt, auch wir könnten diesen Druck in manchen Lebensbereichen vertragen.

Am Ende sehen wir schwarz. Wir glauben nicht, dass der Klimawandel noch gestoppt werden kann. Dafür ist einfach nicht mehr genug Zeit. Sollten wir damit Unrecht haben – dann soll es so sein und wir freuen uns darüber.

Das Klimapaket der GroKo ist da

Update 21.09.2019: Jetzt ist es da, das Klimapaket. Unsere GroKo hat es gestern verabschiedet. Nun ja, Bundeskanzlerin Merkel sagt sinngemäß, das sei alles, was politisch machbar sei. Gleichzeitig dazu gingen in Deutschland rund 1,4 Millionen Menschen auf die Straße, gegen den Klimawandel.

Dieses beschlossene Klimapaket ist ein Schlag ins Gesicht der Demonstranten, der Menschen, die sich Sorgen um die Zukunft machen. Eine Bepreisung von 10 EUR pro Tonne, zum Einstieg in die Maßnahmen, ist schlichtweg gesagt ein Witz.

Bahnfahren soll billiger werden, durch eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7%. So weit, so wenig. Der Ausbau soll mit 1 Milliarde EUR bis 2030 (!) gefördert werden. Wie niedlich ist das denn? Beim fliegen soll die Flugverkehrssteuer erhöht werden, das ist positiv. Allerdings gibt es das Kerosin wohl immer noch günstiger, davon steht in dem Papier nichts. Also wird das Fliegen munter weiter subventioniert.

Der Knaller ist aber die Erhöhung der Pendlerpauschale. Statt den Leuten Anreize zu schaffen, auf den ÖPNV auszuweichen, werden sie noch dafür belohnt, das Auto zu nutzen. Und bevor jetzt einer Schnappatmung bekommt, wir sind selber betroffen. Wir pendeln jeden Tag, in Summe beide zusammen, 110 Kilometer. Das Geld hätte man besser einsparen können oder in einen weiteren Ausbau der Bahn, hin zu einer attraktiven Alternative stecken können.

Kurzum: Das taugt nichts. Immerhin hat man zugegeben, die Klimaziele für 2020 grandios zu verfehlen. Aber 2030 soll es dann werden, ganz bestimmt, wirklich – wir fangen nur etwas später damit an.

Dieses Klimapaket befeuert aber unsere eigenen Bedenken, die wir oben geschrieben haben. Wenn selbst innerhalb eines Landes nur so ein Klimapaket „politisch machbar“ ist, wie erbärmlich soll dann eine globale Lösung aussehen?

Lesetipps zum Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit

Die nachfolgend verlinkten Artikel müssen nicht zwingend unsere Meinung zu dem Thema vertreten. Sie sind aber auf jeden Fall lesenswert und bieten vielleicht noch andere Blickwinkel auf das Thema.

Angeregt durch diesen Artikel hier, hat Horst von Austria-Insiderinfo einen wunderbaren Beitrag zu dem Thema verfasst.

Auch im Stern ist gerade ein Artikel erschienen, der in die Richtung geht, die wir meinen.

Auch hier freuen wir uns über sachliche Kommentare zu dem Thema. Sollten wir nicht sofort antworten, dann liegt es daran, dass wir verreist sind. Wir bitten aber zu diesem Thema ausdrücklich um sachliche Kommentare. Wir wissen, das Thema polarisiert extrem. Aber auf unserem Blog lassen wir keine Hasskommentare, rechte Ideen, Aluhut-Theorien oder andere Pöbeleien zu.

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