Komoot oder Strava

Komoot oder Strava – welche Software nutzen wir?

Kategorie: E-Bike Blog

Veröffentlicht: 24. September 2020

Aktualisiert: 23. Oktober 2020

Kommentare: 3 Comments

Autor: Thomas Jansen

Seit wir mit den E-Bikes unterwegs sind, schauen wir uns auch einige Apps und Plattformen an, wo man mit anderen Fahrrad-Fahrern in Kontakt kommt. Dabei stolpert man zwangsläufig über die großen Portale von Strava und Komoot. Wir haben beide Programme nun ein paar Wochen getestet und sind zu dem Schluss gekommen, dass Komoot eher unsere Plattform ist.

Strava – eher etwas für den sportlichen Wettkampf

Strava

Strava war die erste App, welche wir beim Radeln genutzt haben um unsere Stecken aufzuzeichnen. Der Routenplaner war nie so unser Ding, zumindest zu unserem Start dort nicht. Inzwischen ist der aber deutlich besser geworden.

Schnell wurde uns aber klar, Strava ist nicht genau das was wir suchen. Es ist eine tolle Plattform und Software, um in einem sportlichen Vergleich zu kommen. Es gibt virtuelle Clubs denen man beitreten kann, es gibt Herausforderungen, Auszeichnungen, Segmente auf den Strecken, wo man mit anderen Radlern in den Wettkampf treten kann. Auch das Erstellen von Trainingsplänen gehört bei der Bezahlversion zum Umfang von Strava.

Auch die Auswertungen sind sehr auf sportliche Ergebnisse ausgelegt.

Diese Dinge können durchaus motivieren. Meldet man sich zu einer Herausforderung an, wo zum Beispiel 500 Kilometer in vier Wochen gefahren werden sollen, dann will man die auch erreichen. Nur, irgendwie ist das nichts für uns Genussradler.

Zumal es bei den Herausforderungen, welche meist von Firmen veranstaltet werden, auch nur um plumpe Werbeaktionen geht. Eine hatten wir abgeschlossen und zur Belohnung gab es einen Einkaufsgutschein von einer Firma, welche Radler-Klamotten herstellt. 50 EUR, aber nur auf bestimmte Produkte und bei einem Mindestbestellwert von 200 EUR. Und natürlich bekommt man den Gutschein nur, wenn man artig den Newsletter bestellt. Nee, so was brauchen wir nicht.

Dazu empfinde ich Strava als wenig E-Bike-freundlich. Viele Herausforderungen können als E-Biker gar nicht angetreten werden. Auch die Segmente auf den Strecken sind für E-Biker nicht gedacht bzw. es gibt nur sehr wenige Segmente für E-Biker. Und „schummelt“ man ein wenig und fährt ein Segment mit dem E-Bike und trägt sein Ergebnis da ein, sind die normalen Radler sauer, weil der E-Biker da alle Ergebnisse pulverisiert. Und damit haben die ja auch nicht unrecht.

Am Ende sind wir noch bei Strava, weil wir dort eine kleine Gruppe von drei Leuten sind, welche sich aus alten Zeiten kennen. Wir drei haben einen kleinen Club, wo wir mit viel Spaß und wenig Ernst gegeneinander antreten.

Darüber hinaus eine „Community“ aufzubauen ist auch schwierig. Ich habe über Strava keine neuen Kontakte gefunden oder kennengelernt, mit denen man sich austauschen kann.

Alles in Allem, Strava ist nett, für uns aber nicht die perfekte Lösung. Wir laden dort nur noch die GPS-Tracks unserer Touren rauf, für den kleinen Wettkampf in der Gruppe. Sonst nutzen wir die Plattform eigentlich nicht weiter.

Wer uns, bzw. Thomas, trotzdem bei Strava folgen möchte, findet ihn unter diesem Link.

Komoot – mehr eine Community

Kommoot

Komoot hat dagegen einen eindeutigen Community-Charakter. Man findet recht schnell Kontakt zu anderen Radlern.

Bei Kommot geht es darum, seine gefahrenen Strecken zu präsentieren. Und genau darüber findet man auch schnell gleichgesinnte Menschen, Radler aus der heimischen Region und es findet auch ein Austausch über die Kommentare zu den Strecken statt.

Routenplaner und Navigation

Komoot RoutenplanerKernstück der Software ist, für uns, der Routenplaner. Der ist wirklich klasse und es macht riesig Spaß, seine eigenen Touren damit zu planen. Zumindest am Desktop-Rechner ist das so. Unterwegs am iPhone finden wir die Bedienung ein wenig frickelig, daher lassen wir das bleiben.

Der Routenplaner bietet verschiedene Karten als Hintergrund an, gibt Informationen zum Höhenprofil der Strecke, zur Beschaffenheit der Wege und zusätzliche Tipps und Hinweise.

Während der Planung sieht man auch Hinweise und Highlights an der Strecke, welche von anderen Usern eingetragen wurden. So haben wir schon einige „versteckte“ sehenswerte Orte entdeckt, an denen wir sonst wohl vorbei geradelt wären.

Die geplanten Routen lassen sich dann über das iPhone abrufen und die Komoot-App dient dann als Navi. Gleichzeitig wird die Strecke aufgezeichnet und die GPS-Tracks können exportiert werden. Diese brauchen wir dann, um die Karten der Routen hier auf dem Blog zu zeigen.

Präsentieren der eigenen Routen

Nach Abschluss einer Tour können dann noch Fotos hinzugefügt werden, welche auch auf der Route platziert werden können. Wenn die Fotos GPS-Infos enthalten passiert das sogar automatisch.

An dieser Stelle setzt die einzige kleine Kritik an. Leider gibt es kein Beschreibungs-Feld für die Route, wo man einen erklärenden Text einfügen kann. Das muss in den Kommentaren erfolgen. Schade, hier wäre noch Verbesserungsbedarf.

Die gefahrenen Routen können dann veröffentlicht werden. Besondere Strecken können zudem (bei der kostenpflichtigen Variante) in sogenannten Collections zusammengefasst werden.

Premium oder kostenlos?

Ja, wir nutzen jetzt die kostenpflichtige Premium-Version von Komoot. Mit der Bezahl-Version können Collections erstellt werden, Mehrtagestouren (das könnte mal interessant werden), das Wetter auf der Tour wird angezeigt (naja) und es gibt im Planer sporspezifische Karten (das ist toll). Weiter ist im Premium-Account noch eine Fahrrad-Versicherung im ersten Jahr inklusive.

Wir haben die Premium-Version aber gar nichtmal wegen der zusätzlichen Funktionen abonniert. Wir sind aber Menschen, die für gute Leistung gerne ein paar Euro bezahlen. Und die Macher von Komoot haben eine tolle Plattform ins Leben gerufen, das soll auch belohnt werden.

Komoot lässt sich aber auch in der kostenlosen Variante prima und ohne große Einschränkungen nutzen.

Community und Inspirationsquelle

Wir haben in kurzer Zeit dort einige nette, virtuelle Kontakte geknüpft. Nicht nur zu Menschen, die wir sowieso schon kennen, nein – auch völlig fremde folgen und kommentieren unsere Strecken.

Über die „Timeline“ von Komoot findet man zudem sehr viele neue Anregungen für künftige Touren. Dabei ist es sehr praktisch, dass man Touren von anderen Radlern in seinen eigenen geplanten Touren speichern und anpassen kann. Das hat aber auch einen Nachteil. Die Liste  mit den geplanten Routen wird immer länger. ;-)

Für uns die richtige Software

Für uns ist Komoot genau die richtige Software. Routen planen, Navigieren, Austausch mit Gleichgesinnten, Inspirationen für neue Touren finden. All das in einem Paket, perfekt.

Sollten wir Komoot unterwegs mal nicht nutzen, weil wir die Kettwig-Runde zum drölften Mal fahren, können wir trotzdem die GPS-Daten aus einem anderen Tracker hochladen um unser „Tagebuch“ bei Komoot vollständig zu haben.

Achso, wer uns folgen will, der findet Thomas bei Komoot unter folgendem Link: https://www.komoot.de/user/1196245704318

Fazit – zwei Systeme, zwei Zielgruppen

Am Ende muss man sagen, beide Systeme sind toll. Aber, sie sprechen komplett unterschiedliche Zielgruppen an. Der Sportler, der den Vergleich mit anderen und den Wettkampf sucht, ist bei Strava sicher besser aufgehoben.

Komoot dient eher zum Austausch in einer Community und zur Inspiration bei der Routenplanung. Hier werden zwar auch irgendwo die gefahrenen Kilometer angezeigt, aber einen Wettkampf sucht man hier vergebens.

Wie sind Eure Erfahrungen, welche Software oder welches Portal setzt ihr ein? Wir sind für weitere Tipps immer dankbar.

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