Kreta - Gonia und Aptera

Kreta – Kloster Gonia – Ruinen von Aptera

Kategorie: Reiseziele Europa

Veröffentlicht: 22. Dezember 2019

Aktualisiert: 5. Mai 2020

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Der zweite Tag auf Kreta war etwas ruhiger. Eigentlich wollten wir uns die Stadt Chania anschauen. Dort war aber, aufgrund eines Festes, die Hölle los. Zu viele Menschen für uns. Also sind wir zum Kloster Gonia gefahren und danach haben wir uns die Ausgrabungen in Aptera angesehen.

Chania – Achne, lieber doch nicht.

Chania war das Ziel der ersten Etappe an diesem Tag. In der zweitgrößten Stadt Kretas wollten wir uns die Altstadt und den malerischen venezianischen Hafen anschauen. Dort angekommen waren wir dann aber von den Menschenmassen erschlagen. Alle strömten zu einem Umzug durch die Stadt, Straßen waren gesperrt, Parkplätze waren eine Illusion.

Einerseits hätte es uns schon gereizt, so einen Umzug mal zu sehen. Aber da waren definitiv zu viele Menschen für uns unterwegs. Ab und zu ist das mal ganz nett aber irgendwie stand uns an dem Tag der Sinn nicht danach.

Also sind wir wieder raus aus dem Ort und weiter nach Westen gefahren.

Das Kloster Gonia

Oberhalb des kleinen Fischerörtchens Kolymbari sind wir dann zum Kloster Gonia gekommen.

Dieses Kloster ist nicht so berühmt und so groß wie das Kloster Arkadi, welches wir am Vortag gesehen hatten. Allerdings war ein Besuch nicht weniger lohnenswert.

Angekommen am Kloster erwartete uns von außen einfach nur eine recht schmucklose Mauer, mit ein paar Fenstern drinnen. Am Eingang waren wir dann verunsichert, ob wir das Kloster besichtigen können. Denn im Innenbereich sahen wir sehr viele festlich gekleidete Menschen rumlaufen. Offensichtlich stand eine Hochzeitsfeier an. Der nette Mann am Eingang winkte uns aber zu sich. Das Kloster war für Besucher weiter geöffnet, die Trauungszeremonie sollte erst eine Stunde später stattfinden. Und dann wäre auch nur die Kirche nicht mehr zugänglich.

Also Eintritt bezahlt und rein in das schöne Kloster.

Kloster Gonia Gang

Die zentrale Kirche des Klosters war von innen sehr gepflegt und wunderschön restauriert. Leider durfte man in der Kirche keine Fotos machen, das hätten wir Euch gerne gezeigt. Ausnahmen scheinen aber Hochzeiten zu sein. Rund um den Altar waren zahlreiche Studiolampen aufgebaut, um die Zeremonie auf Video und Foto festzuhalten.

Rund um die Kirche konnte man sich weitere Bereiche des Klosters anschauen. Früher war das übrigens ein Festungskloster, das erklärt die etwas abweisende Optik von außen.

Ein Highlight ist auf jeden Fall die kleine Terrasse auf der Rückseite der Kirche. Von hier aus hatten wir einen wunderbaren Blick auf das Meer und auf das kleine Örtchen Kolymbari. Alleine für diesen Moment hat es sich gelohnt dorthin gefahren zu sein. Ganz alleine dazusitzen und die Aussicht genießen.

In einem der Gebäude ging es dann in das Untergeschoss, in das Museum des Klosters. Und da waren wir dann doch sehr überrascht. Mit so einem modern gestalteten Museum hätten wir in den Gemäuern nicht gerechnet. Es gab dort einiges zu sehen. Viele Gemälde, Gewänder, Bücher, Ikonen und sogar Waffen. Diese stammen aus der Zeit, wo das Kloster auch eine Festung war.

Nach einer guten Stunde hatten wir alles gesehen und es kamen auch immer mehr Hochzeitsgäste zu der anstehenden Feier. Also haben wir uns wieder auf den Weg gemacht.

Kloster Gonia
Kloster Gonia
Kloster Gonia
Kloster Gonia

Informationen zum Kloster Gonia

Gebaut wurde das Kloster im 13. Jahrhundert. Seinerzeit wurde es dem heiligen Georg gewidmet. Heute ist das orthodoxe Kloster der Himmelfahrt der heiligen Jungfrau gewidmet. Mehrfach wurde das Kloster in seiner Geschichte angegriffen und teilweise zerstört. Zuletzt im zweien Weltkrieg durch die Bomben der deutschen Luftwaffe.

Kloster Gonia
Kloster Gonia
Kloster Gonia Museum

Pause in Kolymbari

Nach dem Kloster Gonia ging es für uns erstmal in das kleine Fischerörtchen Kolymbari. Entlang des Hafens und einer kleinen Promenade findet man dort eine Menge an kleinen Tavernen. Da wir am Vortag schon Fisch gegessen hatten, haben wir uns an diesem Tag von einer Gyros-Werbung verlocken lassen. Die Speisekarte haben wir dann mal Speisekarte sein lassen. Der Wirt schlug uns vor, uns eine Platte mit einer kleinen Auswahl zusammenzustellen. Jo, sagen wir mal, das war gut, viel zu viel und saulecker.

Essen in Kolymbari

Ausgrabungen von Aptera

Nach dem kleinen Mittagsmahl fuhren wir in Richtung Osten zurück aber ein wenig weg von der Küste. Ziel waren die Ausgrabungen von Aptera.

Das riesige Ruinenfeld von Aptera liegt auf einem Plateau in 150 Metern Höhe, in der Nähe des Dorfes Megala Chorafia. Dort angekommen dachten wir erst, es sei geschlossen. Aber nein, es war geöffnet, wir waren nur die einzigen Besucher an dem Nachmittag.

Eintritt mussten wir keinen bezahlen. Aufgrund des Feiertages war der Eintritt frei. Also nichts wie rein in die alten Ruinen.

Und wir müssen sagen, das war schon beeindruckend und hat uns besser gefallen wie die Ruinen von Knossos, die wir später auf der Reise besucht haben. Einerseits waren viel weniger Menschen in Aptera und man konnte sich frei in den Ruinen bewegen.

Und zu sehen gibt es in Aptera eine Menge. Die Überreste einiger Tempel, Teile einer Festungsmauer, eine riesige Zisterne mehrere Häuser, ein recht gut erhaltenes / restauriertes Kloster und ein Amphitheater.

Insgesamt sind wir gute zwei Stunden in den Ruinen rumgelaufen und haben natürlich auch ein paar schöne Fotos mitgebracht.

Aptera
Aptera
Aptera
Aptera
Aptera

Informationen zur Aptera Ausgrabung

Die Ausgrabungsstätte Aptera liegt rund 13 Kilometer östlich von Chania auf einem Plateau.

Diese Hochfläche war seit der Bronzezeit besiedelt. Die Geschichte der alten Stadt Aptera, unter diesem Namen, kann bis in das 17. Jahrhundert vor Christus nachverfolgt werden. Erste Ausgrabungen in dem Gebiet gab es bereits im 18. Jahrhundert. Seitdem wurde die Ausgrabungsfläche immer größer und immer mehr alte Ruinen wurden freigelegt.

Mehr Informationen zu Aptera findet Ihr auch auf der Homepage der Ancient City of Aptera in englischer Sprache.

Aptera
Aptera
Aptera
Aptera
Aptera
Aptera
Aptera

Den Tag bei gutem Essen ausklingen lassen

Den schönen Tag auf Kreta haben wir dann am Abend im Hotel ausklingen lassen. Ein gutes Essen gehörte natürlich noch dazu und einen leckeren Nachtisch-Kaffee am abendlich beleuchteten Pool. Wir haben wieder viel gesehen und den Tag, mit dem schönen Wetter, sehr genossen.

Wir hoffen, der kleine Reisebericht hat Euch ein wenig gefallen. Kommentare sind natürlich sehr gerne gesehen. Ansonsten gilt wie immer, teilen, liken, kommentieren – das ist unser Lohn.

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