Kreta – Kloster Gonia – Ruinen von Aptera

Kreta – Kloster Gonia – Ruinen von Aptera

Veröffentlicht: 22. Dezember 2019

1185 Worte- 4.7 Minuten Lesezeit- 0 Kommentare-
Kreta - Gonia und Aptera

Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 22. Dezember 2019

Aktualisiert: 15. Januar 2021

0 Kommentare

1185 Worte- 4.7 Minuten Lesezeit- 0 Kommentare-

Der zweite Tag auf Kreta war etwas ruhiger. Eigentlich wollten wir uns die Stadt Chania anschauen. Dort war aber, aufgrund eines Festes, die Hölle los. Zu viele Menschen für uns. Also sind wir zum Kloster Gonia gefahren und danach haben wir uns die Ausgrabungen in Aptera angesehen.

Chania – Achne, lieber doch nicht.

Chania war das Ziel der ersten Etappe an diesem Tag. In der zweitgrößten Stadt Kretas wollten wir uns die Altstadt und den malerischen venezianischen Hafen anschauen. Dort angekommen waren wir dann aber von den Menschenmassen erschlagen. Alle strömten zu einem Umzug durch die Stadt, Straßen waren gesperrt, Parkplätze waren eine Illusion.

Einerseits hätte es uns schon gereizt, so einen Umzug mal zu sehen. Aber da waren definitiv zu viele Menschen für uns unterwegs. Ab und zu ist das mal ganz nett aber irgendwie stand uns an dem Tag der Sinn nicht danach.

Also sind wir wieder raus aus dem Ort und weiter nach Westen gefahren.

Das Kloster Gonia

Oberhalb des kleinen Fischerörtchens Kolymbari sind wir dann zum Kloster Gonia gekommen.

Dieses Kloster ist nicht so berühmt und so groß wie das Kloster Arkadi, welches wir am Vortag gesehen hatten. Allerdings war ein Besuch nicht weniger lohnenswert.

Angekommen am Kloster erwartete uns von außen einfach nur eine recht schmucklose Mauer, mit ein paar Fenstern drinnen. Am Eingang waren wir dann verunsichert, ob wir das Kloster besichtigen können. Denn im Innenbereich sahen wir sehr viele festlich gekleidete Menschen rumlaufen. Offensichtlich stand eine Hochzeitsfeier an. Der nette Mann am Eingang winkte uns aber zu sich. Das Kloster war für Besucher weiter geöffnet, die Trauungszeremonie sollte erst eine Stunde später stattfinden. Und dann wäre auch nur die Kirche nicht mehr zugänglich.

Also Eintritt bezahlt und rein in das schöne Kloster.

Kloster Gonia Gang

Die zentrale Kirche des Klosters war von innen sehr gepflegt und wunderschön restauriert. Leider durfte man in der Kirche keine Fotos machen, das hätten wir Euch gerne gezeigt. Ausnahmen scheinen aber Hochzeiten zu sein. Rund um den Altar waren zahlreiche Studiolampen aufgebaut, um die Zeremonie auf Video und Foto festzuhalten.

Rund um die Kirche konnte man sich weitere Bereiche des Klosters anschauen. Früher war das übrigens ein Festungskloster, das erklärt die etwas abweisende Optik von außen.

Ein Highlight ist auf jeden Fall die kleine Terrasse auf der Rückseite der Kirche. Von hier aus hatten wir einen wunderbaren Blick auf das Meer und auf das kleine Örtchen Kolymbari. Alleine für diesen Moment hat es sich gelohnt dorthin gefahren zu sein. Ganz alleine dazusitzen und die Aussicht genießen.

In einem der Gebäude ging es dann in das Untergeschoss, in das Museum des Klosters. Und da waren wir dann doch sehr überrascht. Mit so einem modern gestalteten Museum hätten wir in den Gemäuern nicht gerechnet. Es gab dort einiges zu sehen. Viele Gemälde, Gewänder, Bücher, Ikonen und sogar Waffen. Diese stammen aus der Zeit, wo das Kloster auch eine Festung war.

Nach einer guten Stunde hatten wir alles gesehen und es kamen auch immer mehr Hochzeitsgäste zu der anstehenden Feier. Also haben wir uns wieder auf den Weg gemacht.

Kloster Gonia
Kloster Gonia
Kloster Gonia
Kloster Gonia

Informationen zum Kloster Gonia

Gebaut wurde das Kloster im 13. Jahrhundert. Seinerzeit wurde es dem heiligen Georg gewidmet. Heute ist das orthodoxe Kloster der Himmelfahrt der heiligen Jungfrau gewidmet. Mehrfach wurde das Kloster in seiner Geschichte angegriffen und teilweise zerstört. Zuletzt im zweien Weltkrieg durch die Bomben der deutschen Luftwaffe.

Kloster Gonia
Kloster Gonia