Bloggen und Technik

Kriterien für die Auswahl eines WordPress Themes

Blogparade

Der Urlaub ist vorbei *seufz* und somit geht es auch weiter hier im Blog. Zum Restart möchte ich erst mal an einer Blogparade teilnehmen, welche vom Thema her toll hier in den Blog passt.

Ann-Bettina vom ABS-Textandmore Blog stellt einige Fragen in der Blogparade, in denen es um die Auswahl eines Themes geht und welche Kriterien einem dabei wichtig sind.

Was ist ein WordPress Theme

Einige Leser werden sich nun fragen, was ist eigentlich ein WordPress Theme. Nun, ganz einfach erklärt ist es ein Zusatzprogramm, welches die Optik des Blogs bestimmt. Es wird die Darstellung der Elemente festgelegt, die Lage auf dem Bildschirm, die Farben, die Schriftarten, die Darstellung der Bilder uns so weiter. Also alle Dinge, welche die Optik des Blogs betreffen.

Zur Auswahl stehen dabei unzählige Themes von genau so unzähligen Anbietern. Dabei gibt es eine Menge kostenloser Themes aber auch kostenpflichtige Angebote, auch Premium Themes genannt. Die Auswahl aus dieser Masse von Angeboten ist schon eine Herausforderung und nicht so ganz einfach. Daher macht es auf jeden Fall Sinn, sich vorher mal Gedanken zu machen, was erwartet man selber von einem Theme für seinen Blog.

Dabei sind die Anforderungen ebenso vielseitig, wie die Angebote. Jeder Blogbetreiber wird da eigene Ansprüche und Anforderungen für sein Projekt haben. Daher sind die folgenden Antworten auf Ann-Bettinas Fragen meine sehr persönliche Meinung. Wenn ihr selber ein Theme sucht, könnt ihr aber die hier gestellten Fragen als Grundlage für eine Entscheidung für euren Blog nehmen.

Nun aber zu den Fragen von Ann-Bettinas Blogparade:

Gibt es Funkionen, die für dich bei einem Blog unbedingt vorhanden sein müssen?

Ja, die gibt es. Ein Theme muss für mich unbedingt folgende Funktionen beinhalten:

  • Ordentliche Darstellung der Kommentare
  • Bei einem fotolastigen Blog gerne eine Slider Funktion
  • anpassbare, individuelle Menüs
  • eigene Auswahl der Schriftarten
  • Einbindung von Google Analytics oder anderen Analyse Codes
  • Responsives Design für mobile Geräte
  • freie Farbgestaltung des Themes
  • Headerbereich mit Seitenname/Logo
  • Social Media Funktionen

Natürlich kann man viele dieser Funktionen auch über Plugins realisieren oder die Darstellung per CSS anpassen. Nur, wenn das Theme diese Funktionen schon mit bringt, dann macht es das alles ein wenig einfacher.

Nachteilig wird das aber, wenn man vor hat, das Theme öfters mal zu wechseln. Dann ist wiederum die Lösung mit den Plugins der bessere Weg.

Legst du Wert auf eine bestimmte Seitenaufteilung?

Für mich darf ein Blog noch wie ein Blog aussehen – das habe ich jetzt  mal von Sylvi geklaut. Soll heißen, Inhalte in einer „Timeline“ als zentrales Element. Dazu einen Bereich für die Widgets an einer der beiden Seiten des Blogs. Ich hatte auch mal zwei Widget-Spalten im Einsatz. Leider geht das zu Lasten der Darstellungsbreite des eigentlichen Inhaltes, daher habe ich das wieder abgeschafft.

Wichtig ist für mich auch eine Menüleiste am oberen Rand des Blogs für eine gezielte Navigation und ein Footerbereich mit mehreren Spalten.

Die eingebundenen Bilder müssen über die komplette Breite des Inhaltsbereiches gehen. Gerade auf einem Fotoblog ist das wichtig, aber auch hier im Blog ist das für die Darstellung von Screenshots sehr wünschenswert.

Hast du dir Gedanken über die Farbgestaltung gemacht?

Ja, auf jeden Fall. Generell finde ich, einen hellen Blog mit dunkler Schrift optimal. Weiter bin ich ein Freund von blauen und grauen Farbtönen, was man auch in meinen beiden Blogs erkennen kann. Bei den von mir eingesetzten Themes kann man die Farbgestaltung vollständig im Adminbereich des Themes vornehmen, was ich als sehr angenehm empfinde. Manuelle Anpassungen an den CSS Dateien, welche die Optik bestimmen, habe ich in beiden Blogs nur sehr wenig vornehmen müssen.

Bei meinem alten Theme war die manuelle CSS-Datei mit der Zeit riesig groß geworden, da ich dort eigentlich alle Änderungen manuell vornehmen musste.

Warum verwendet du ein Hintergrundbild oder eben nicht?

Ich bin überhaupt kein Freund von Hintergrundbildern. So lange es sich dabei noch um ein dezentes Muster handelt, ist es ja noch ok. Wenn einem da aber eine Bildschirm füllende, schlecht auflösende Landschaft entgegen leuchtet dann mag ich das mal gar nicht leiden. Für mich lenkt das einfach zu sehr vom eigentlichen Inhalt des Blogs ab und zerstört meistens den optischen Gesamteindruck.

Hast du das Design so ausgewählt, dass es auch auf mobilen Geräten optimal dargestellt wird?

Ja, unbedingt. Viele Besucher meiner Blogs kommen über mobile Geräte. Also sehe ich das als Pflicht an, diesen Besuchern auch eine vernünftige Darstellung zu liefern. Am Anfang hatte ich noch ein „einfaches“ Theme im Einsatz und die responsive Darstellung für mobile Geräte über ein Plugin realisiert. Das war aber Murks, um es nett auszudrücken. Daher ist eine responsive Darstellung des Themes für mich heute ein Must-Have.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten oder Funktionen hättest du gerne für deinen Blog, die es heute bei deinem CMS noch nicht gibt?

Ich muß sagen, das ich mit beiden Blogs und deren Themes im Moment rundum zufrieden bin und keine offenen Wünsche habe. Allerdings habe ich lange gesucht und mit vielen Themes experimentiert bevor ich bei den jetzigen Darstellungen gelandet bin.

Wer wissen will, welche Themes ich einsetze, kann sich diese hier ansehen:

Und WordPress selber ist für mich das ideale System für einen Blog. Vermissen tue ich auch hier eigentlich keine Features.

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12 Kommentare

  • Hallo Thomas,
    schön, dass du bei meiner Blogparade mitgemacht hast.
    Deine Blogs zeichnen sich wirklich durch eine angenehme Farbgestaltung und gute Lesbarkeit aus. Das finde ich extrem wichtig. Schließlich möchte man seinen Lesern das Leben ja so angenehm wie möglich machen, damit sie wiederkommen 🙂
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

  • Hej Thomas,

    da sind wir ja ziemlich konform, was unsere Vorstellung vom Blogdesign angeht. 🙂 Zum Beispiel reicht mir auch eine Sidebar. Zeitweise hatte ich zusätzlich eine Footer-Sidebar eingebaut. Aber weil ich nach einer Umstrukturierung nicht mehr wusste, was ich darin anzeigen sollte, habe ich sie wieder entfernt.

    Super finde ich, dass Du den Namen des Templates dieses Blogs erwähnt hast und ich habe es mir schon ausführlich angeschaut. Gefällt mir supergut und ich hoffe, Du hast kein Problem damit, wenn ich es ebenfalls einsetze – natürlich mit anderer Farbgebung 😉

    Lieben Gruß
    Sylvi

    • Hi Sylvi,

      natürlich habe ich da überhaupt kein Problem damit. Ich kann dieses Theme nur empfehlen und die Gestaltungsmöglichkeiten sind so vielseitig, da wird kaum ein Blog aussehen wie ein anderer.

      LG Thomas

  • Hallo Thomas,
    ich finde dein Theme auch sehr gut und es ist nicht umsonst auch ein Premium Template.

    Für mich sind wichtig die Theme-Optionen, die nicht bei jedem freien Theme zur Verfügung stehen. Auch wäre interessant, wenn Artikel-Anleser und Thumbnails möglich sind.

    WordPress ist auch meiner Ansicht nach die beste Bloglösung und da kann man nichts falsch machen, wenn man sich dafür entschieden kann. Auch wenn ich CMS teste, muss ich immer mal wieder vergleichen und lande immer wieder bei WordPress als der CMS-Wahl.

  • Hallo Thomas,

    ich sehe das eigentlich im Großen und Ganzen genau so, nur mag ich durchaus ein paar mehr Farben was wohl mit meinem Hauptthema „Digitale Kunst“ zusammen hängt! Ich finde manche Blogs einfach zu farblos, dabei gibt es so viele Themes mit tollen Farbgestaltungen.
    Ich finde es auch nicht ganz so tragisch, das so die Ladezeiten eines Blogs etwas höher werden.

    Was ich nicht so gerne mag, sind die so genannten „Magazin-Styles“, denn sie passen zu den wenigsten Blogthemen und werden schnell unübersichtlich.

    Liebe Grüße

    fantasylife

  • Ich reihe mich mal mit ein. Bin bei der Farbgestaltung generell eher etwas „zurückhaltend“ Dein hier im Einsatz befindliches Theme ist echt Knorke. Ich denk, letztlich sollte man ruhig mal den ein oder andren €uro in die Hand nehmen und auf ordentlich gecodete Themes zurückgreifen. Wobei es sicher auch kostenlose Themes gibt, die ordentlich und sauber sind.
    HG Hans

    • Moin Hans,

      die gibt es zweifelsfrei, da bin ich mir sicher. Wobei das schon eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen ist. Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, das es auch bei den Pay-Themes einige gibt, die Schrott sind. Nur helfen einem hier bei die Bewertungen in den Shops schon ordentlich weiter. Und wenn man dann sieht, das der Ersteller des Themes auch noch regelmäßige Updates und Support bietet, dann ist man schon mal auf der sicheren Seite.

      LG Thomas

  • Gute Zusammenfassung!

    Ein kleiner Beitrag von meiner Seite wäre:

    Extrafunktionen wie Slider oder custom post types sollte unbedingt als Plugin verfügbar sein, da man sonst diese nicht mitnehmen, wenn man das Theme wechselt. Inhalt ist mir sehr wichtig und für meine WordPressprojekte achte ich immer darauf Kunden nicht an ein Theme zu binden, weil die Ansprüche an eine Seite wachsen und jeder andere Entwickler dazu in der Lage sein sollte, das Theme zu ändern.

    • Moin,

      Du hast Recht, wenn man beabsichtigt öfters das Theme zu wechseln, dann sind Plugins die bessere Lösung. Hatte ich ja auch oben so geschrieben. Bei Kundenprojekten würde ich auch einen anderen Weg gehen, aber hier geht es ja mehr um die Sichtweise des Hobbybloggers. Und da ist es doch prima, wenn das Theme bereits eine Menge Lösungen an Bord hat.

      LG Thomas

  • Hallo Thomas,

    vielen Dank für die Übersicht und die Tipps! Mein Blog-Design habe ich nun *grübel* bestimmt schon 6-Mal geändert und davon zweimal Geld ausgegeben für Schrott, weil ich das überhaupt nicht anpassen konnte. Auch wenn ich längst kein Profi bin, erwarte ich aber von einem Theme, dass das zumindest einigermaßen anpassen lässt und sich nicht komplett zerlegt, nur weil ich ein Häkchen irgendwo rausnehme.

    Ich hoffe, dass es okay war, dass ich mich nun an einem Deiner Themes versucht habe? Ich habe fast alles geändert und nun ist glaube ich nur noch eine minimale Ähnlichkeit da, aber die Icons will ich auch noch ändern (sobald ich herausgefunden habe, wo genau das geht und nicht wieder alles „kaputt“ mache ;-)).

    Ein Hindernis bei gekauften Themes ist für mich immer, dass das immer komplett in Englisch ist und ich dann mehr ausprobiere, was die Häkchen verursachen anstatt die Begriffe zu verstehen. Ich mag es auch nicht, wenn das Theme so wahnsinnig viele Funktionen hat, dass man eigentlich ein Handbuch dazu bräuchte. Aber ich habe meinen Blog ja auch nur als Hobby und da gibt es wie ich finde, gar nicht so viele Themes, die diesen Zweck erfüllen. Entweder ist es zu kompliziert für den Laien oder es hat viel zu viele Funktionen und Zusatzplugins, die man installieren soll, die man gar nicht braucht.

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Nabend,

      natürlich habe ich da kein Problem mit, deshalb habe ich die Themes ja auch verlinkt. Sieht übrigens toll aus bei Dir.

      Englische Tools, Plugins und Themes stören mich nicht, da komme ich gut mit zurecht.

      LG Thomas

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