Zuletzt aktualisiert am 26. November 2018 um 17:21

Über die Weihnachtsfeiertage hat es uns für 5 Tage nach Malta gezogen. Naja, abzüglich An- und Abreise blieben uns nur 3 volle Tage auf der kleinen Insel im Mittelmeer. Da es aber unser vierter Besuch auf Malta war, reichte uns das um ein paar schöne Ecken anzusehen und einfach mal ein paar Sonnenstrahlen zu geniessen. Zu einem Kurztrip gehört natürlich auch ein kurzer Reisebericht, den wir aber mit vielen Fotos bereichert haben. Denn nach 7-jähriger Malta-Pause haben wir uns schon einiges angesehen.

An- und Abreise nach Malta über Weihnachten

In der Nebensaison waren ab/bis Köln oder Düsseldorf leider keine Direktflüge nach Malta zu bekommen. Ab Frankfurt wäre es mit Lufthansa möglich gewesen, das aber auch zu einem stolzen Preis.

Also haben wir Flüge über München gebucht. Von Köln bis München und zurück ging es mit Lufthansa. Da gab es, wie immer, nichts zu meckern. Was soll auf dem 50-Minuten-Flug auch großartig passieren. Typisch Lufthansa gab es einen kleinen Snack und Getränke kostenlos. Die Sitze waren für uns Sitzriesen angenehm.

Und dann kam Air Malta

Das sah bei Air Malta ein klein wenig anders aus. Die Bestuhlung des Fliegers hat sich in den letzten sieben Jahren nicht verändert. Es war genau so eng, wie wir das in Erinnerung hatten. Neu ist allerdings, dass es nur noch eine Flasche Wasser und ein etwas fragwürdiges Baguette umsonst gibt. Alles andere kostet Geld. Nunja, irgendwie wollen die günstigen Flugpreise ja finanziert werden.

Finanziert werden die auch durch „pfiffige“ Mitarbeiter bei der Hotline. Dort wollten wir eigentlich Premium-Economy-Sitze reservieren, die auf der Air Malta Webseite angepriesen werden. Der Mann an der Hotline erklärte uns aber, dass der eingesetzte Flieger auf beiden Flügen diese Klasse noch nicht hat. Alternativ bot er uns Plätze mit mehr Beinfreiheit an. Ok, die haben wir dann genommen. Dumm nur, auch diese gab es in dem Flieger nicht, zumindest nicht in den reservierten Reihen – nur an den Notausgängen. Das waren ganz normale Plätze, die nur deshalb mehr kosteten, weil sie weiter vorne im Flieger waren. Das erklärte uns der wirklich nette Air Malta Mitarbeiter beim einchecken für den Rückflug. Ein „Update“ auf die Plätze am Notausgang wäre nur gegen die komplette Gebühr dafür möglich gewesen, nicht etwa für die Differenz zu den bereits bezahlten Plätzen. Da haben wir dann auch dankend abgelehnt.

Sagen wir es mal kurz und knapp: Das war keine servicetechnische Glanzleistung Air Malta. Das bleibt in Erinnerung, auch beim Verkauf von unseren Reisen.

Ein wenig entschädigt hat uns das Glück, dass auf allen 4 Teilstrecken der Platz zwischen uns leer geblieben ist. So konnte man die Beine bei Air Malta wenigstens ein wenig zur Seite ausstrecken.

Unser Hotel in Qawra

Seashells Hotel in Qawra

Als Hotel hatten wir das Seashells Resort at Suncrest in Qawra gebucht. Für Qawra hatten wir uns entschieden, weil die Lage im Nord-Osten von Malta für unsere Ausflugsziele sehr gut geeignet war. Mit dem Hotel haben wir auch nichts verkehrt gemacht. Wir hatten ein einfaches Doppelzimmer mit Meerblick, in der 6. Etage. Das Zimmer war nett und praktisch eingerichtet und natürlich sauber, was wir bei einem 4-Sterne-Haus auch erwarten.

Gebucht hatten wir das Zimmer nur mit Frühstück, da es in Qawra zahlreiche Restaurants gibt, wo man am Abend lecker essen kann. Am ersten Abend hatten wir aber  keine Lust mehr durch die Gegend zu latschen und haben das Abend-Buffet in Angriff genommen. Das Essen da war klasse, eine tolle Auswahl an leckeren Dingen. Nur hatte der Speisesaal den Charme einer Bahnhofshalle. Alleine die Geräuschkulisse war schon störend. Da könnte man mit akustischen Maßnahmen bestimmt noch einiges verbessern.

So nutzten wir das Restaurant anschliessend nur noch für das Frühstück, welches ebenfalls richtig gut und vielseitig war.

Malta National Aquarium

Malta National Aquarium

Neu für uns war das Malta National Aquarium. Dieses wurde erst 2013 eröffnet, also deutlich nach unserem letzten Besuch auf Malta.

Für unsere Zooberichte werden wir darüber noch einen ausführlichen Bericht schreiben. Soviel aber vorweg, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Das Aquarium ist sehr schön gestaltet, bietet viele tolle Aquarien und einige wenige Terrarien. Der Eintrittspreis von 13 EUR war durchaus angemessen. Groß ist das Aquarium aber nicht. Auch mit vielen Fotopausen waren wir nach knapp anderthalb Stunden einmal durch.

Zum Fotografieren ist das Aquarium nur bedingt geeignet. Da in den dunklen Gängen viel mit Multimedia-Elementen gespielt wird, spiegelt sich extrem viel in den Scheiben der Aquarien. Trotzdem ist das Aquarium einen Besuch wert.

Mdina – ein Pflichtbesuch

Ein Malta-Aufenthalt ohne die wunderschöne Festungsstadt Mdina zu besuchen wäre ein sträfliches Vergehen. Die engen Gassen sind einfach zu schön um dort nicht einen Nachmittag zu verbringen. Dazu kommt dann noch die wunderbare Aussicht über die Insel von der Festungsmauer.

Und natürlich ist ein Besuch in der Kathedrale St. Paul ebenso Pflichtprogramm. Dort haben wir dann zum ersten Mal die berühmte Krippe bestaunen können, welche in der Vorweihnachtszeit aufgebaut wird. Irgendwie fanden wir die kitschig-schön aber auf jeden Fall sehr liebevoll gestaltet. Nur, dass damals rund um den Stall so viel los war, das war uns auch neu.

Am Abend in Mellieha

Am Abend ging es nach Mellieha. Dort sollte laut einer Ankündigung am Abend ein Weihnachtsumzug stattfinden. Dumm nur, die Ankündigung, die wir im Netz gefunden haben, war nicht mehr so ganz aktuell. Nicht nur wir suchten den Umzug vergeblich, auch mehrere maltesische Familien liefen suchend umher. Ein Barbesitzer erklärte uns dann, dass die Beschreibung im Netz ein wenig irreführend sei. Der Umzug würde am 27.12. stattfinden – prima, da waren wir dann schon abgereist. 

Aber egal, wir haben uns einfach ein wenig in Mellieha umgesehen, sind bei unserem „Stamm-Italiener“ essen gegangen und haben immerhin ein schönes Nachtfoto vom weihnachtlichen Mellieha mitgebracht.

Mellieha bei Nacht

Ein Tag an der Küste von Gozo

Hafen von Gozo

Den zweiten Tag haben wir auf der kleinen Nachbarinsel Gozo verbracht. Dabei haben wir die Orte im Zentrum der Insel vermieden und sind einmal rund um die kleine Insel Gozo gefahren. An der Küste gibt es viele kleine sehenswerte Orte mit tollen Aussichten, die wir noch nicht kannten.

Gewohnt abenteuerlich waren dabei die Straßen entlang der Küste. Teilweise sind das nur noch Schotterpisten mit Schlaglöchern, wo Schafe drinnen grasen können. Trotzdem hat uns der Tag riesig Spaß gemacht und wir haben viele schöne Aussichtspunkte entlang der Küste gefunden und die Salzfelder entdeckt.

So ganz ohne Kirche geht es auch auf Gozo nicht. Auf dem Weg ist uns die Kappella ta‘ San Dimitri ins Auge gefallen, die kannten wir noch gar nicht. Also war ein Fotostopp dort natürlich Pflicht.

Azur Windows auf Gozo – es war einmal…

Und dann kamen wir am berühmten Azur Window an. Naja, es ist das Azur Window Memorial, denn das Window gibt es nicht mehr. Der Anblick ist einfach nur traurig.

Da war mal das Azur Window

Am 8. März 2017 ist das komplette Window bei einem starken Sturm eingestürzt. Bei unserem letzten Besuch 2010 sah das noch so aus:

Azure Window auf Gozo

Auf der Rückfahrt mit der Fähre nach Malta wurden wir noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang „auf hoher See“ belohnt.

Weihnachten auf Malta – am dritten Tag

Weihnachten auf Malta, am ersten Feiertag – am 25.12. – es ist fast alles geschlossen. Wir sind dann ein wenig durch Valetta gelaufen, wo aber ebenfalls alles zu war. Nicht nur die Geschäfte, auch die Museen, Festungen, Restaurants, Cafes und sogar die Kathedrale.

Also entschlossen wir uns, den Nachmittag nach Marsaxlokk zu fahren. Den wunderschönen kleinen Hafen mit den vielen bunten Fischerbooten kann man immer besichtigen. Zu unserer Freude waren dort aber alle Restaurants am Hafen geöffnet. So saßen wir dort lange in der Sonne, umgeben von vielen Einheimischen die ebenfalls in den kleinen Ort gekommen waren und genossen die Sonne und den leckeren Fisch.

Malta – immer wieder schön

Malta ist immer wieder eine Reise wert. Auch wenn es nur für einen Kurztrip ist, die Insel bietet so viel, dass wir bei jedem Besuch noch neue Dinge entdecken. Leider hatten wir nicht mehr Urlaubstage über, am Jahresende – halt ein Luxus-Reiseblogger-Problem. Es hat aber richtig gut getan, einfach mal 5 Tage ein wenig Sonne zu sehen, bei dem trüben Wetter hier zu Hause. Und wir haben es bewusst ruhig angehen lassen. Eigentlich wollten wir uns noch die tollen Weihnachtsbeleuchtungen in den Orten an den Abenden ansehen. Aber ganz ehrlich, nach dem Abendessen hatten wir einfach keine Lust mehr und haben es uns an der Hotelbar gemütlich gemacht.

Das war unser kleiner Reisebericht aus Malta. Wir hoffen, wie immer, dass er Euch ein wenig gefällt und unsere Fotos ein paar Eindrücke von den schönen Inseln rüber bringen.

Vielen Dank für Deinen Besuch!

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Wir sind es, Melanie und Thomas. Zwei Reisesüchtige in den besten Jahren, wie man das neuerdings so sagt, also das mit den Jahren. Wenn wir mal nicht reisen, verdienen wir unser Geld zum Reisen und fotografieren uns an den Wochenenden durch die nähere Umgebung. Dabei lieben wir Zoos oder andere Sehenswürdigkeiten rund um unseren schönen, geliebten Ruhrpott.

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