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Angst vor Afrika? Ja! Ich hatte arge Bedenken, vor einem Urlaub in Afrika und wollte Thomas schon alleine losschicken. Aber nach vielen Gesprächen, vielen gelesenen Artikel im Netz und Büchern, endete es in einem gemeinsamen Traumurlaub. 

Angst vor Afrika – Wie alles begann

Vor zwei Jahren kam Thomas mit der Idee nach Hause, „Ich will nach Afrika, Tiere fotografieren.“

Jo, sagte ich, kannst du machen, aber ohne mich!

Also setzten wir uns an den Rechner und hatten zwei Ziele im Auge, den Krüger Nationalpark und den Etosha Nationalpark.

Wir wogen das Für und Wider ab und verglichen Preise und Fahrtstrecken und Entfernungen. Letztendlich, nach Lesen vieler anderer Berichte über Afrika, sollte es Namibia werden. Der Plan war nach Windhoek zu fliegen, von da aus mit dem Mietwagen zum Etosha, dort ein paar Tage bleiben und wieder zurück. Mai und Juli standen zur Auswahl.

Prima, schönes Wetter, hoffentlich auch hier in Deutschland, dann könnte ich mir ein paar schöne Tage allein machen.

Eigentlich war Alles klar, dann fingen wir an andere Menschen zu fragen, die schon in Namibia waren und die sagten alle zu mir: „Wieso alleine, warum das denn?“.

Meine Ängste, Vorurteile und Bedenken

Schlangen, Spinnen, Malaria, keine richtigen Toiletten und das bei meiner Reizblase und das Essen. Die Kriminalität.

Ängste, teilweise sicherlich auch nur Vorurteile, die alle kamen wir beim Thema Afrika immer wieder in den Kopf.

Das mit der Reizblase ist auf Reisen immer ein Problem. Es gibt Tage, wo ich alle dreißig Minuten rennen muss. Und ich muss dann wirklich, da gibt es dann kein warten. An anderen Tagen geht es auch mal über Stunden gut. Leider ist das nicht planbar.

Dazu kommen ein paar Lebensmittelunverträglichkeiten, dann würde noch mehr Toilettenprobleme dazu kommen.

Und damit nach Afrika, in den Busch, mit wilden Tieren um mich rum?

Erfahrungen sammeln

Mit meiner Aussage Thomas solle alleine fahren, hatte ich was hervorgerufen. Ständig kamen Links zu Reiseberichten und Bilder. Schau mal wie schön, das Essen ist super und für die Toiletten gibt es auch eine Lösung.

Ganz langsam fing ich an zu zweifeln. Also wieder an den Rechner, lesen und lernen.

Toilette ist ganz einfach, wir nehmen ein kleines Allrad Wohnmobil mit Toilette. OK, aber wir fliegen in der Ferienzeit im Sommer, ist zwar teurer aber malariafrei, weil in Namibia ist dann Winter, staubtrocken. Kein Wasser -> keine Mücken -> kein Malaria.

Und mit dem Essen das sagst du bei jedem neuen Land, gibt doch da viel Gegrilltes und in Thailand war es ja dann auch kein Problem, ganz im Gegenteil.

Die zweite Planung, gemeinsam

Als erstes Flüge suchen, da haben wir uns dann für KLM ab Amsterdam entschieden, weil die mit einer Zwischenlandung in Luanda direkt fliegen und Thomas bei Umsteigeflügen immer Angst hat, das ein Koffer nicht ankommt. Zudem passten die Zeiten ganz gut und der Preis war auch in Ordnung.

Übernahme des Wohnmobils und eine Übernachtung in Windhoek, schon mit der Einschränkung meinerseits, essen, übernachten und weg, da herrscht viel Kriminalität und zu sehen gibt es auch nicht viel.

Dann weiter zur Cheetah Farm, mein Traum, kuscheln mit zahmen Geparden.

Weiter zum Etosha, fünf Tage bleiben und über Grootfontain und am Waterberg vorbei zurück nach Windhoek.

Genauso haben wir es dann gebucht.

Kurz vorm Urlaub sagte Jemand zu Thomas, was wollen Sie in Windhoek, da gibt es eine Kirche und fertig.

Also wieder umgeplant, Übernahme des Wohnmobils, eine Stunde fahren und auf einer Lodge übernachten, außerhalb von Windhoek.

Die Vorbereitung

Wieder fing ich an ganze Bücher zu lesen. Mückendichte Wanderhosen kaufen, Skianzug mitnehmen für Nachtsafaris, Malariaprophylaxe und eine ganze Tasche voller Medikamente, man ist ja im Nirwana und einen Schlafsack, weil es nachts so kalt wird.

Also bestanden die letzten Wochen vor dem Urlaub aus Preisen vergleichen und Einkaufen und natürlich den dritten Koffer dazu buchen, wenn schon, dann richtig.

Dann ging es los nach Namibia

Die Anreise

An einem Sonntag im Juli war es dann soweit, drei Reisetaschen in unser Auto und ab nach Amsterdam. Dort hatten wir uns in eine Lounge eingebucht, weil der Flieger erst um 23 Uhr startete und man ja vorher was Essen will.

Da ging es schon los, „Wir haben hier keine Buchung von Ihnen“. Ich also die Buchungsbestätigung mit Bezahlung vorgelegt. Ja, schön, aber bei uns sind sie nicht registriert, haben also keinen Pass vom Loungebetreiber, sie kommen nicht rein. Nachdem ich dem freundlichen Herrn noch etwas über schlechten Service erzählt habe, sind wir gegangen. Es gibt ja genug Restaurants im Flughafen Amsterdam. Ja, aber nicht sonntags um die Uhrzeit. Die machen alle um 21 Uhr zu. Es gab dann ein trockenes Croissant und eine Cola und warten auf Boarding.

Im Flieger gab es dann ein Abendessen, viele Filme zur Auswahl und, dank der Economy plus, die wir gebucht hatten, auch ein paar Stunden Schlaf bis zur Zwischenlandung in Luanda.

Das war eine sehr lustige Erfahrung. Es stiegen Passagiere aus, die Crew wechselte, das Flugzeug wurde getankt, die Toiletten gereinigt und Essen nachgefüllt. Das Ganze dauerte anderthalb Stunden, man durfte aufstehen, rumlaufen und auch an der offenen Tür mal rausschauen.

Dann ging es weiter nach Windhoek, wieder Essen und zwei Stunden später waren wir angekommen.

Flughafen Windhoek und Übernahme des Wohnmobils

Nachdem wir unsere Reisetaschen hatten und kontrolliert wurden ging es in die Ankunftshalle. Was für ein kleiner übersichtlicher Flughafen und völlig überfüllt.

Als Erstes brauchten wir eine Telefonkarte für die Handys, Thomas sagte vorher noch, der blaue Anbieter, nicht der Andere. Bei der Hektik und dem Gewusel ging das natürlich völlig unter und wir standen bei dem Anbieter, wo wir nicht hin wollten. Ich ging dann in der Zeit zum Geldautomaten und stellte mich in die Schlange, um Bargeld zu holen. Erste Überraschung 2000 NAD, mehr ging nicht, die Hälfte ging schon für die Telefonkarten drauf. Danach dann weiter zum Schalter von Britz. Der Herr war dann sehr nett, warten sie hier, ich rufe an, dass sie da sind, sie werden abgeholt. Sind zwar nur 500m zu Fuß, aber mit drei Reisetaschen und zwei Rücksäcken lieber nicht. Nach zehn Minuten war der Fahrer auch schon da und fuhr mit uns zu Britz, damit wir unser Wohnmobil bekommen.

Das Wohnmobil

Auch da hatten wir nichts Gutes gelesen, einfache Fahrzeuge, unfreundliche Angestellte und stundenlange Wartezeit. Aber nach dem Chaos am Flughafen war es die erste angenehme Erfahrung. Es ging zwar auch etwas unstrukturiert zu, aber es waren alle sehr nett, es gab Kaffee und saubere Toiletten, vielleicht bin ich doch nicht am Ende der Welt gelandet.

Dann kam die Einweisung in unser Wohnmobil, süßes kleines Teil, na ja Toilette, Kühlbox und Ablageraum für unser Gepäck, mehr wollten wir ja nicht. Der Tank war voll. Also ging es zeitig los, viel früher als gedacht.

Immanuel Wilderness Lodge

Erstmal raus aus Windhoek und als ich am Straßenrand bei der Ausfahrt aus der Stadt die Wellblechhütten sah und die Leute, die am Straßenrand rumstanden fühlte ich mich bestätigt. Raus hier.

Immanuel Wilderness Lodge

Gegen 16 Uhr kamen wir an der Lodge an und wurden auf Deutsch begrüßt, die Inhaber sind Deutsche und der Inhaber Koch. „Wollt ihr heute Abend bei uns Essen, habt ihr Allergien?“, ich war angenehm überrascht. „Ich bin heute Abend leider selber nicht da, aber ein Freund kocht, der auch schon für den Präsidenten gekocht hat.“ Ok, dann gerne.

Dann kam ein Kofferträger und brachte unser Gepäck ins Zimmer, ein sehr schöner kleiner Bungalow mit Terrasse zum Sitzen. Der Kofferträger erzählte dann, um 17 Uhr füttere er die Tiere, wenn wir schauen wollten. Natürlich wollten wir, also am Pool einen Kaffee getrunken und um 17 Uhr die ersten Tierfotos gemacht. Springböcke und Vögel und das gefährlichste Tier der Lodge, der Haushund. Fünf Katzen gibt es auch noch, ich fühlte mich wie zu Hause. Das Essen war sensationell, aber der Oryx war dann doch nicht mein Geschmack.

Am nächsten Morgen ging es nach einem sehr guten Frühstück weiter zu meinen Geparden.

Cheetah Farm

Auf dem Weg dorthin hielten wir an einem Einkaufszentrum, das uns in der Lodge empfohlen wurde, um Getränke zu kaufen und Geld zu holen. Dort lungerten einige Einheimische rum und warteten auf die Touristen. Thomas blieb beim Auto und ich ging in Sichtweite in den Supermarkt und Geld holen. In der Zwischenzeit war Thomas angesprochen worden und hatte sich afrikanische Kastanien mit unserem Namen aufquatschen lassen, natürlich sensationell günstig, wie in jedem Land auf der Straße.  Dann ging es zügig weiter Richtung Cheetah Farm, mit Unterbrechung um die Toilette im Wohnmobil einzuweihen, weil auf den Straßen war Nichts, keine Tankstelle und die Raststätten bestanden aus einem Tisch und Bänken.

Angst vor Afrika - so sah es vor Ort aus.

Kurz vor 16 Uhr kamen wir an, was genau passte, denn um 16 Uhr beginnt dort die Führung zu den Cheetahs. Es waren schon andere Besucher versammelt und um Punkt 16 Uhr ging die Familie mit uns auf das Famgelände. Drei zahme Cheetahs, die nicht mehr ausgewildert werden können, wegen Verletzung oder weil sie so alt sind und ein Hund. Ich sage euch, die schnurren genauso wie unsere Katzen, nur lauter und verhalten sich auch so. Man konnte sie streicheln, natürlich nur wenn sie wollten, es sind halt Katzen. Nachdem die Cheetahs und der Hund dann gefüttert waren ging es weiter. Rein ins Auto und in Kolonne zu einem riesigen eingezäunten Gebiet, wo wir auf zwei offene Ladeflächen verteilt wurden und losfuhren. Elf wilde Cheetahs, die von anderen Farmen abgegeben wurden lebten dort. Ein Traum, wie die Tiere auf einmal aus den Büschen von allen Seiten kamen. Auch sie werden zugefüttert, jagen aber auch selbst, da hieß es nur Fotos machen, das waren keine Schmusekatzen.

Danach fuhren dann Einige weg und der Rest, so wie wir auch, zur Lodge zum Übernachten. Alle anderen Gäste haben auf dem Campingplatz übernachtet, wir hatten uns einen Bungalow gegönnt. Keine Steckdosen, nur LED Licht, kein Wlan, kein Netz. Natur pur. Abendessen hat die Familie dann selber gemacht und wir haben lecker einheimisch gegessen. Dann bekamen wir eine LED Laterne in die Hand für den kurzen Weg zurück zum Bungalow, es war stockdüster. Es war schon ein komisches Gefühl, hier sind wir nun, mitten in Afrika, ohne Telefon und Internet, ohne Strom, es ist stockdüster, still und die nächsten Urlauber ein paar hundert Meter weg. Mein Schlafsack kam dann auch zum Einsatz, es war richtig kalt. Am nächsten Morgen gab es ein gutes Frühstück und die Fahrt ging weiter zum Etosha Nationalpark.

Etosha Nationalpark

An der Einfahrt mussten wir einen Zettel ausfüllen und mitnehmen, um unseren Permit für die fünf Tage im ersten Camp zu bezahlen. Angekommen im Okaukuejo Camp haben wir unseren Eintritt bezahlt. Das Zimmer gab es erst um 14 Uhr, also los, Tiere schauen und unterwegs nicht aussteigen.

Nach kurzer Fahrt, wo hinter der ersten Kurve eine Giraffe stand wussten wir, warum man langsam fahren soll und nicht aussteigen darf. Uns standen die Münder offen, keine Zäune, nur Schotterwege und überall Tiere und die bange Frage, was ist wenn ich auf Toilette muss. Es gibt Haltepunkte mit Toiletten, aber wirklich sehr wenige. Am ersten Restcamp war ich dann froh über die Entscheidung, mit dem eigenen Wohnmobil und der eigenen Toilette. Die Toiletten auf dem Rastplatz waren direkt mal außer Betrieb, nur noch Ruinen.

Später ging es zurück zum Camp. Dort bezogen wir unseren Bungalow, ein kostenloses Upgrade, packten unsere Sachen in die Wohnung und fotografierten ein paar schöne Vögel auf der Wiese bis ein Angestellter ankam. „Ich habe ihre Kameras gesehen, am Wasserloch sind Elefanten angekommen, das wollen Sie bestimmt fotografieren.“

Mit leuchtenden Augen und zwei Kameras im Anschlag ging es zum Wasserloch. Was für ein Traum, Elefanten, Nashörner und viele weitere Tiere. Am Abend ging es dann zum Essen, ich hoffte ja, so wie die ersten zwei Abende. Na ja, das war dann nicht ganz so. Bahnhofshallen Atmosphäre, Fleisch, Reis, Gemüse, Ende – vier Schalen standen auf dem Buffet. Na ja, abnehmen im Urlaub schadet ja nicht, so hatte ich es mir vorgestellt und wurde uns auch das Okaukuejo Camp vorher gesagt.

Nach einer Nacht im Bungalow, natürlich mit Moskitonetz, egal ob Mücken da sind (Thomas amüsierte sich köstlich) ging es dann am nächsten Morgen weiter zum Halali Camp. Das Frühstück erwähne ich mal nicht. Im Supermarkt gab es Getränke und Plätzchen.

Etosha

Auf dem Weg zum Halali nahmen wir jedes Wasserloch mit und bekamen den ersten kleinen Streit. Ich musste auf Toilette und das nächste Restcamp ein paar Kilometer zurück, aber man durfte ja nicht aussteigen. Also zum Restcamp, kaputtes Einfahrtstor, kein kompletter Zaun, so viel zum Thema Sicherheit. Also einigten wir uns, wenn es dringend ist am Wasserloch kurz nach hinten sprinten, ohne das es die umstehenden Menschen mitbekommen. Dafür haben wir ja das Wohnmobil, aber es wurde nicht nötig, den ganzen restlichen Urlaub nicht. 

Weiter Tiere fotografieren und dann zum Halali Camp. Dort bekamen wir unser Doppelzimmer, einfach, aber sauber und zum Sonnenuntergang zum Wasserloch, nur leider ohne Tiere. Es war auch bei Weitem nicht so schön, wie das Wasserloch im ersten Camp. Das Abendessen war dann die Wiederholung vom ersten Camp, also fünf Tage Gemüse und Kartoffeln.

Am nächsten Morgen ging es weiter zum Namutoni Camp. Unterwegs gab es nicht nur Tiere und Wasserlöcher, wir sind auch zum „See“ gefahren, wo man aussteigen durfte und ich habe mich tatsächlich getraut, mittlerweile wusste ich ja, Schlangen und Spinnen sind dank der Jahreszeit rar.

Im Namutoni Camp hatten wir dann ein Zimmer mit sensationellem Bad, endlich mal versuchen den Sand aus allen Poren zu kriegen und das Wasserloch war nur ein paar Meter entfernt. Im Camp liefen dann Zebramangusten rum, die kenne ich sonst nur aus dem Duisburger Zoo. Aber auch an diesem Wasserloch hatten wir nicht viel Glück, bis auf einen Kauz im Dunkeln. Nach zwei Nächten, dem üblichen Essen und der Besichtigung des Forts ging es dann weiter Richtung Grootfontain, vorbei am Waterberg.

Waterberg

Tore auf den Landstraßen in Namibia

Unterwegs immer dasselbe Bild. Trockenes Gras, sonst nichts. Nur das wir diesmal querfeldein gefahren, also eine ganz normale namibische Landstraße und mussten daher immer Gatter öffnen, um von einer Farm auf die nächste zu kommen. Gut, dass Thomas das vorher gelesen hatte, sonst hätten wir wahrscheinlich ziemlich dumm geguckt. Also habe ich dann mal Frühsport gemacht, raus aus dem Auto und Gatter auf, Gatter zu und wieder rein ins Auto. Ein paar Städte durchfuhren wir auch, aber außer Schulen und Tankstellen und ein paar Läden gab es dort nichts und aussteigen wollte ich da auch nicht.

Am Waterberg besuchten wir den Friedhof, wo die Deutschen aus der Schlacht in der Kolonialzeit von 1904 beerdigt sind, ist ja schließlich deutsche Geschichte.

Grootfontain 

In Grootfontain suchten wir dann unser Guesthouse, das HH 820. Der Inhaber ist ein deutscher Einwanderer, in der vierten Generation in Namibia. Das Haus super süß, mit netter Terrasse und vier Hunden. Leider hatten wir vorher nicht gesagt, dass wir essen wollten. Der Inhaber ist Koch und hat eine eigene Vieh-Farm. Hätten wir zwei Nächte gehabt, hätten wir die Farm mit besuchen dürfen.

Alles war eingezäunt und ich fragte natürlich direkt, ob das nötig ist. Ja sagte er, es würde sonst alles geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist. Gegenüber war noch ein Hotel mit Restaurant, was er uns dann zum Essen empfohlen hat. Ich habe dann Schnitzel gegessen, ich möchte gar nicht wissen von welchem Tier, so große Schnitzel habe ich noch nie gesehen. Aber lecker!

Am nächsten Morgen, nach einem liebevoll zubereitetem Frühstück und einem Hund im Bett ging es dann weiter, mit Halt beim Supermarkt. Wieder Bettler, aber man bekam Alles, was man brauchte und beim Geld abholen fühlte ich mich sicher, weil dort Polizei anwesend war. Und Thomas hat auch keinen Unsinn mehr gekauft.

Weiter ging es dann zur letzten Lodge für zwei Nächte mit Nashörnern.

Otjiwa Safari Lodge

Angekommen an der Lodge gab es erst mal Kaffee und wir schauten, was die an Safaris anbieten. Eine zwei Stunden Autosafari, aber ohne Toiletten, also schickte ich Thomas alleine los und setzte mich auf unsere Veranda, direkt am Wasserloch. Dies erwies sich als kluger Schachzug, er fotografierte Rhinos, ich den Sonnenuntergang und Vögel. Das Abendessen war dann schon etwas gehobener, aber zunehmen würde ich da auch nicht. Dafür gab es am Restaurant ein künstliches Wasserloch, das abends gut besucht war.

Safari im Busch

Am nächsten Morgen machten wir dann eine Safari zu zweit und zu Fuß mit Guide! Wenn ich dann mal muss, geh ich halt in den Busch, ist ja Jemand dabei, der Ahnung hat. Eingepackt in meinen Skianzug ging es vor Sonnenaufgang los und es war bitterkalt. Das erste Stück fuhren wir mit dem Auto und dann ging es zu Fuß weiter querfeldein.

Unser Guide zeigte uns dann Fährten von Tieren und auf einmal sahen wir Nashörner. „Wir gehen jetzt da hinten zum Termitenhügel, Nashörner sehen nämlich schlecht, die können uns nur hören und riechen.“ Äh, die gehen aber in dieselbe Richtung wie wir. Ja – zur Futterstelle. Auch hier musste wegen der Trockenheit zugefüttert werden. Thomas kam aus dem Staunen nicht mehr raus, da stand ich nun, dreißig Meter vor mir neun Nashörner, mitten in Afrika, und machte Fotos.

Rinos fotografieren

Nach einer weiteren Nacht ging es dann zurück nach Windhoek.

Abgeben des Wohnmobils und ab zum Flughafen, außer Muffins gab es da aber nicht viel zu Essen, also Dutyfree einkaufen und dann aufs Boarding warten. Zu Fuß zum Flieger, das hatte ich das letzte Mal vor zwanzig Jahren und mit bekanntem Zwischenstopp und Crewwechsel zurück nach Amsterdam.

Links zu Blogs und Beiträgen, die mir sehr viel Lust auf Namibia gemacht haben

Fazit – keine Angst haben – machen!

Ich habe meine Ängste überwunden und ja wir fliegen wieder nach Namibia. Allerdings ohne viele Änderungen. Wir wollen Tiere gucken. Die Lodges im Etosha werden wir überdenken, eine Toilette muss auch wieder dabei sein und viele Plätzchen aus dem Supermarkt. Ich habe es nicht bereut und bin auch ein wenig stolz auf mich. Einige Vorurteile sah ich bestätigt, andere nicht. Ich kann nur jedem sagen, traut Euch, es lohnt sich.

Essenstechnisch kam ich in Asien besser zurecht. Aber verhungert bin ich nicht und Thomas hatte Spaß, der isst ja alles, was nicht vom Grill kommt und vorher nicht schnell genug flüchten konnte. In den Städten und Dörfern habe ich mich auch nicht so wohlgefühlt, wie in Asien, speziell in Thailand. Das sind aber vermutlich vollkommen unbegründete Schranken im Kopf, pure Vorurteile. Denn die Einheimischen, mit denen wir Kontakt hatten, waren aller sehr nett und hilfsbereit.

Diese großen Tiere in freier Natur zu sehen ist ein einmaliges Erlebnis und ich bin froh, das ich dabei war. Denn alleine dafür hat sich die Reise gelohnt.

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