Meinung zur aktuellen Corona-Lage

Meinung zur aktuellen Corona-Lage

Veröffentlicht: 09. April 2021

6432 Worte- 25.7 Minuten Lesezeit- 5 Kommentare-
Corona Meinung März 21

Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 09. April 2021

Aktualisiert: 15. April 2021

5 Kommentare

6432 Worte- 25.7 Minuten Lesezeit- 5 Kommentare-

Eigentlich wollen wir zur Corona-Lage keinen eigenen Beitrag mehr machen. Aber die Entwicklungen der letzten Tage und Wochen sind so, dass wir mal darüber schreiben müssen, sonst platzen wir. Es muss einfach mal raus.

Vorab ein Hinweis, wer hier Corona-Leugnung, generelles Maßnahmen-Bashing oder „Aber die Wirtschaft“ erhofft, der ist hier falsch. Und nein, der Beitrag ist auch nicht journalistisch sachlich und ausgewogen. Das ist aber generell nicht unser Anspruch, wir sind noch nicht mal Journalisten.

Und da unser Thread bei Twitter zu dem Thema so gut angekommen ist, wollen wir das hier noch ein wenig ausführlicher schreiben.

Wir sind (waren) Unterstützer von allen möglichen Maßnahmen

Ja, wir haben in den letzten Monaten alle möglichen Maßnahmen mitgetragen. Oft schweigend, oft auch in endlosen Diskussionen im Netz. Wir durften uns deswegen als Schlafschafe, Systemlinge, Merkel-Jünger bezeichnen lassen. Wir haben Beleidigungen eingesteckt und Drohungen bekommen. Oft haben wir dabei auch Maßnahmen verteidigt, die wir selber wenig überzeugend oder logisch fanden.

Dabei mussten wir uns nicht nur mit dem intellektuellen Rand der Gesellschaft auseinandersetzen, nein auch „Freundschaften“ sind darüber zerbrochen. Wobei Freundschaften hier mit Absicht in Anführungszeichen steht.

All das haben wir mehr oder weniger hingenommen, weil wir von vielen Maßnahmen überzeugt waren. Das sind wir auch jetzt noch. Masken, Abstand, Reduzierung sozialer Kontakte auf ein absolutes Minimum, all das sehen wir als sinnvolle Maßnahmen an. Wir sehen auch ein, dass es ohne Lockdown-Maßnahmen nicht geht. Das Projekt Eigenverantwortung ist in diesem Land, im letzten Jahr, mehrfach krachend gescheitert.

Selber leben wir seit März letzten Jahres mehr oder weniger in Selbstisolation, da beide Risikogruppe 2. Thomas macht  nur Homeoffice, Melli hat ihren Job verloren (weil der Umsatz durch Corona nicht mehr passte). Trotzdem halten wir uns noch für sehr privilegiert. Wir haben keine finanziellen Sorgen, wir führen weiter ein freies Leben, trotz der zahlreichen Beschränkungen. Wir kommen viel mehr an die frische Luft und sind sportlicher, als wir es vor Corona jemals waren.

Ja, wir vermissen auch viele Dinge. Treffen mit Freunden und Bekannten, einfach mal gemütlich irgendwo Essen gehen, vom Reisen wollen wir gar nicht reden. Aber, wir erkennen auch den Sinn hinter den Maßnahmen, zumindest hinter den meisten.

Mittlerweile fühlen wir uns aber von der Politik, vorsichtig gesagt, ein wenig verschaukelt und alleine gelassen.

Und die Politik? Sie eiert von einer MPK zur Nächsten

Politiker dürfen Fehler machen. Das gilt ganz besonders in einer Situation, wie der Pandemie, die für alle neu ist. Dafür gibt es nun mal kein Kapitel im Buch „Politik für Einsteiger“, in dem der eine, richtige Weg erklärt wird. Das war von Anfang an unser Standpunkt.

Nur, mittlerweile dauert die Politik ein Jahr an. Es werden weiter Fehler gemacht. Dummerweise oft die Gleichen. An dieser Stelle hört unser Verständnis dann auf und man frag sich schon, ob hier und da eine ausgeprägte Lernresistenz vorhanden ist. Hat die Politik mit ihrer zögerlichen Haltung bereits die 2. Welle verstärkt (Stichwort Lockdown-Light), verschlimmern sie nun die 3. Welle, wo sie trotz steigender Zahlen Lockerungen beschließen und Notbremsen dann nicht gezogen werden.

So eiert man von einer Ministerpräsidenten-Konferenz zur nächsten. Im Vorfeld wird jedes Mal betont, wie wichtig eine einheitliche Regelung in ganz Deutschland wäre. So weit, so schlecht. Denn spätestens am Tag nach der Konferenz fangen die ersten Landesfürst:innen an, die Regeln für ihr Bundesland ganz anders auszulegen, umzubiegen oder aufzuweichen.

Am Ende passiert es, dass wir trotz einer Runde, in der Entscheidungen gefällt werden, einen Flickenteppich an Maßnahmen und Einschränkungen haben, die kein normaler Mensch mehr nachvollziehen kann. Und das geht seit Tag 1 der Pandemie so und vermutlich wird sich das bis zu einem (hoffentlich kommenden) Ende der Pandemie wohl nicht ändern.

Noch ein paar Beispiele? Gerne.

Beispiel: Inzidenzzahlen

Lange Zeit galt eine Inzidenz von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner als kritische Marke, ab der Maßnahmen verschärft werden sollten. Ok, daran hatte man sich gewöhnt. Leider auch an die Tatsache, dass bei einer Inzidenz von 50 dann doch nicht gehandelt wurde, sondern man erst mal „die Lage beurteilt und lokal bewertet“ hat. So lange die Pandemie auf Cluster beschränkt war, war das aber tatsächlich sinnvoll. Wenn in einer Fleischfabrik ein Hotspot war, musste vielleicht nicht der ganze Landkreis in einen Lockdown geschickt werden.

Nur haben wir inzwischen ein Infektions-Geschehen in der Breite der Bevölkerung. Lokale HotSpots sind zur Ausnahme geworden.

Vor Weihnachten gab es dann diesen Soft-Light-Mini-Lockdown, um allen ein „geselliges“ Weihnachtsfest zu ermöglichen. Nunja, das Ergebnis kennen wir, es ist genial gescheitert. Es folgte dann ein strengerer Lockdown, mit dem Ziel eine Inzidenz von 35 zu erreichen.

Das ließ wirklich hoffen, das wir auf einem richtigen Weg sind, wenn Zero-Covid schon nicht infrage kam. Die Inzidenzen so weit drücken, dass Öffnungen mit Einschränkungen wieder möglich sind.  Tja, und dann? Dann verbreitete sich parallel zum guten, alten Virus munter die britische Mutante in der Bevölkerung. Und das erschreckend schnell und in der Breite.

Und dann kam die nächste Ministerpräsidenten-Konferenz. Medial wurde diese fast ausschließlich von Fragen begleitet, welche Öffnungen denn nun kommen würden. Hm, Ziel 35, davon waren wir weit entfernt, warum also Öffnungen. So dachte der normal denkende Mensch.

Und dann wurde dieser Stufenplan auf einer Powerpoint-Folie veröffentlicht. Auf einmal waren auch Inzidenzen von 50-100 wieder gar nicht so schlimm. Wieso bitte hatte die Bevölkerung in den Wochen zuvor auf 35 hin gearbeitet, auf vieles Verzichtet und die Wirtschaft weiter gelitten, wenn auf einmal 50 bis 100 ganz dufte Ziele sind?

Natürlich wurde auch eine Notbremse eingebaur. Ab 100 sollten die Maßnahmen von Anfang März wieder greifen. Und was passiert? Das eine Bundesland erhöht das mal eben auf 200, das nächste will bei 100 erstmal die Lage beurteilen, andere setzen die Notbremse komplett aus.

Sorry, an dieser Stelle platzt uns der Kragen. Alle, wirklich alle leben mit den Einschränkungen, die große Masse nimmt diese als gegeben und sinnvoll hin. Und die Damen und Herren in der Politik würfeln bei jeder MPK neue Werte aus, die dann jedes Land noch nach Gutsherrenart auslegen kann. Das kann man doch keinem mehr vermitteln. Und schon gibt es neue Debatten, eine neue MPK soll schnell kommen, derweil sich die Mutante exponentiell darüber erfreut.

Aber wer weiß, vielleicht wird der Inzidenzwert ja auch ganz abgeschafft, wie heute in der Blöd gefordert wurde (nein, diese Quelle verlinken wir nicht!). Angeführt unter anderem von einem bekannten HIV-Forscher, welche mit rund 100% seiner Prognosen so richtig daneben gelegen hat. Vielleicht solle man exakt das Gegenteil von dem tun, was dieser Mitbürger vorschlägt. Vielleicht geht er dann wieder in den Keller, in sein Labor, und macht sich nicht weiter in jeder Talk-Show zum Kasper.

Reisen, Restaurants, Hotels – eine Farce

Noch ein Beispiel? Gerne. Thema Reisen. Seit Wochen, Monaten sind touristische Reisen innerhalb Deutschlands verboten. Ob das Sinn macht, ist ein anderes Thema. Persönlich glauben wir, dass normales Reisen weniger Infektionstreiber ist, als jeden Tag mit dem ÖPNV ins nächste Großraumbüro zu fahren. Das ist aber nur eine unwissenschaftliche, persönliche Einschätzung.

Dann aber Reisen ins Ausland nicht zu untersagen, ist doch ein Witz in Tüten. Da wundert man sich nicht mehr, dass die Hoteliers hier im Lande auf die Barrikaden gehen.

Nochmal, es geht uns nicht um ein generelles Reiseverbot. Was aber an einer Reise nach Mallorca (schön alle zusammen in ein Flugzeug) weniger riskant sein soll, als eine Woche im Ferienhaus im Sauerland (bei eigener Anreise), das muss uns mal jemand erklären.

Dabei ist es auf Mallorca gerade sehr entspannt. Restaurants schließen um 17 Uhr, Ausgangssperren, Maskenpflicht überall, jetzt sind auch die Innenräume von Restaurants wieder geschlossen, weil, oh Wunder, die Zahlen dort schon wieder steigen. Da kommt doch Urlaubsstimmung auf. Aber Hauptsache, Dieter und Renate aus Bottrop-Süd kommen mal raus.

Schulen – ein Trauerspiel

Thema Schulen. Nach und nach öffnen die Schulen in allen Bundesländern, ebenso die KiTas. Und schon explodieren in den Zahlen die Infektionszahlen in den Altersgruppen von 0 bis 16 Jahren. Es ist ja auch nicht so, dass zahlreiche Wissenschaftler darauf hingewiesen hatten, dass gerade die Mutanten sich wunderbar in den jüngeren Jahrgängen verbreiten.

Und was machen die Länder? Genau, nichts. Nein, nicht Nichts. Sie verbieten es Städten sogar, die oben genannte Notbremse zu ziehen und die Schulen wieder zu schließen. Hier in NRW sind das konkret Düren, Dortmund, Duisburg.

Auch in Hessen gibt es Widerstand gegen die Schulöffnungen. So sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen Maike Wiedwald: „Es wäre in Anbetracht der Infektionszahlen aber sinnvoller, die zwei Wochen vor Ostern dazu zu nutzen, ein gutes und durchdachtes Konzept für den Wechselunterricht nach Ostern für alle Schülerinnen und Schüler zu entwickeln“. (Quelle)

So weit, so gut, der Widerstand ist berechtigt. Was uns aber fassungslos zurücklässt ist die Aussage, dass man in der Zeit ein Konzept entwickeln könnte. Ja, nach einem Jahr Pandemie wäre das wirklich mal an der Zeit. Denn das bisher tollste Konzept lautet ja immer noch „Lüften“. Masken gibt es nur für Lehrer, in geringen Stückzahlen. Die große Test-Strategie in den Schulen läuft, sagen wir mal vorsichtig, schleppend an. Über Luftreiniger, flächendeckend eingesetzt, können wir nicht schreiben, ohne einen Lachkrampf zu bekommen.

Wenn man die Reaktionen, die an Ignoranz und Abgehobenheit von beispielsweise Herrn Laschet oder Herrn Laumann zu geplanten Schulschließungen hier in NRW sieht, wird der Eindruck verstärkt, dass es denen nur noch um ihre eigenen (Wahlkampf-)Ziele geht. Schön aber, dass neueste Umfragen zeigen, der Schuss geht nach hinten los. Die CD/SU ist erstmal seit ewigen Zeiten unter 30% gefallen.

Die Politik verliert ihre Unterstützung der vernünftigen Masse

Mit all diesen Beispielen, und wir haben noch gar nicht übers Impfen geschrieben oder über den Filz bei der Maskenbeschaffung und die Pöstchen-Schiebereien, ist die Politik dabei, die Unterstützung der vernünftigen Mehrheit zu verlieren. Dieses Hickhack bei den Inzidenzwerten, dieses komplette ignorieren von selbst vorgegebenen Notbremsen, dieser Flickenteppich an Landes-Regelungen, die komplette Ignoranz von wissenschaftlichen Fakten und Statistiken und alles bei wieder massiv steigenden Zahlen, das verschreckt auch den letzten Verteidiger der bisherigen Maßnahmen.

Auch in unserem persönlichen Umfeld beobachten wir zunehmend Unmut. Nicht über die teilweise getroffenen Maßnahmen, sondern über die Stümperei beim Umgang mit der Pandemie. Diesem ständigen Hin und Her, Auf und Zu, statt einfach mal ein Ziel konsequent und für alle durchzusetzen. Menschen, die bisher alles klaglos und schweigend mitgetragen haben, die sich vernünftig und empathisch verhalten, wenden sich erschrocken von der Politik ab.

Nicht das wir uns falsch verstehen. Wir rufen nicht dazu auf, jetzt auf alle Maßnahmen zu verzichten. Ganz im Gegenteil. Vielmehr sollten wir der Politik ein klares „Es reicht jetzt“ entgegen stellen. Macht endlich Schluss mit diesem Flickenteppich, wo jeder Landesobere macht was er will. Macht einmal ein vernünftiges Konzept, mit klaren, fest definierten und verbindlichen Regeln. Gebt den Menschen damit Ziele, an deren Ende risikofreie Lockerungen stehen. Und dann zieht diese auch durch und ändert die nicht nach der nächsten Konferenz wieder. So holt ihr die Menschen wieder ab, eine kleine Gruppe Querdenker mal außen vor, doch die erreicht eh keiner mehr.

Lasst Euch bitte von Fachleuten beraten. Und nein, fachfremde HIV-Forscher, die eine geile Agentur nutzen und fast zu 100% mit allen Prognosen daneben liegen, sind hier nicht gemeint. Und Mister Ich-fahre-alle-Projekte-vor-die-Wand Scheuer zum Leiter eine Task-Force zu machen, ist auch nur mittelmäßig vertrauensbildend.

Achso, noch ein Punkt. Versucht es mal mit der Wahrheit.

Zitate von Laschet: „Die Notbremse gilt, aber…“, „Maßnahmen in den Schulen funktionieren…“, gestern Abend bei Maischberger „Den Leuten waren die Maßnahmen zu streng und jetzt sehen sie wieder wie die Zahlen steigen. Vielleicht bewerten sie es dann wieder anders.“. Lieber Armin Laschet, alte Socke, bleiben Sie bei der Wahrheit und dann erklären Sie uns bitte noch, wer „die Leute“ sind. Danke! Und wieso schieben Sie die Schuld, für Ihr politisches Handen, nun anderen Menschen in die Schuhe? Wer hat denn auf die laute Minderheit gehört und nicht die Stimmung in der leider viel zu leisen Mehrheit zur Kenntnis genommen? Das waren wohl kaum „die Leute“.

Wenn das nicht einfach nur gelogen ist, dann zeigt es, dass Herr Laschet komplett den Bezug zu den normalen Menschen verloren hat oder er mit der ganzen Situation komplett überfordert ist.

Lichtblicke, überall, auch in der Politik

Dagegen gibt es auch andere Politiker. Nehmen wir Herrn Lauterbach. Ok, der ist manchmal anstrengend, aber offensichtlich noch nicht anstrengend genug um an richtiger Stelle Gehör zu bekommen. Das Dumme an Lauterbach ist, er ist vom Fach und sehr viele seiner Prognosen sind (leider) eingetreten. Warum so ein Mann nicht mehr Entscheidungsgewalt bekommt, ist wohl eines der Rätsel in der Politik.

Auch viele Kommunal-Politiker fangen an, offen gegen die Maßnahmen und Regeln aus den Landeshauptstädten aufzubegehren. Engagierte Bürgermeister und andere Lokalpolitiker, denen die Gesundheit ihrer Bürger noch am Herzen liegt.

Dann gibt es die Menschen in den Impf- und Testzentren, in Gesundheitswesen, in lokalen Krisenstäben, die sich tagtäglich den Allerwertesten aufreißen, sich selber und auch ihre Familien in Gefahr bringen. Die nicht aufgeben, obwohl denen die Politik und die Leerdenker immer wieder in die Karre fahren. Da kann man nicht genug den Hut vor ziehen. Wie frustrierend muss es für diese Menschen sein, dem politischen Treiben zuzusehen?

Impft, was das Zeug hergibt

Und kommt mit dem Impfen in die Pötte. Hier draußen, in der echten Welt, warten Abermillionen Menschen sehnsüchtig auf ein normales Leben. Und das wird es nur mit einer breiten Impfabdeckung geben.

Und nein, der AstraZeneca-Impfstoff ist nicht aus dem Spiel. Zumindest in unserem Umfeld würden viele Menschen binnen Minuten mit hochgekrempeltem Ärmel beim Arzt sitzen, wenn sie jetzt ein Angebot zur Impfung mit AZ bekommen würden. Mal abgesehen von der schreienden Minderheit der Impfgegner sind die meisten Menschen so vernünftig und können eine Risikoabschätzung vornehmen. Und das jedes Medikament, jede Impfung, auch Nebenwirkungen haben kann, hat auch schon jeder verstanden, der mal einen Beipackzettel durchgelesen hat.

Wir, also wir beiden hier, sind gerne bereit noch ein paar Wochen oder Monate mit Einschränkungen zu leben. Aber wir wollen endlich konkrete Ziele sehen, Erfolge bei den Impfungen, Maßnahmen, die nachvollziehbar sind und nicht offensichtlich willkürlich in den Raum geworfen werden. Dann machen wir das auch weiter mit, ohne zu murren, zu unserem Schutz und zum Schutz unserer Mitmenschen.

Nachtrag 23.03.2021 zur letzten Ministerpräsidenten-Konferenz

So, nun ist sie zu Ende, die nächste Ministerpräsidenten Konferenz. Mehr als 12 Stunden hat man getagt, mit Unterbrechungen. Man hat gestritten, allerdings nicht über Teststrategien oder über schnellere Impfungen. Nein, darüber wurde nur kurz gesprochen, hart umkämpft war dagegen das Thema Reisen. Mitten in einer Pandemie, bei verstärkt auftretenden Mutanten, nee, ist klar.

Am Ende haben die 12 Stunden lang durch die Gegend gegipfelt, mit dem Ergebnis, dass für einen Tag alle Geschäfte schließen müssen, am Gründonnerstag. Karsamstag dürfen die Lebensmittelläden ja wieder öffnen. Dazu gab es ein paar Solls, Selbstverpflichtungen und Bitten. Aber der Reihe nach:

Der „Lockdown“ ist bin Mitte April verlängert. Über Ostern soll es nun sogar einen richtigen Lockdown geben. Alles, wirklich alles bleibt geschlossen, außer Lebensmittelläden (Augenroll). Zusätzlich zu den Feiertagen soll das am 01. und 03. April gelten, also Gründonnerstag und der Samstag. Guter Ansatz, nur viel zu spät und viel zu kurz. So einen Lockdown mal 3-4 Wochen durchziehen, das wäre eine Maßnahme um auf eine bessere Ausgangssituation zu kommen.

Ansonsten das Übliche. Testen „soll“ eine zentrale Bedeutung bekommen. Arbeitgeber „sollen“ das Homeoffice ermöglichen, Bürger „sollen“ auf das Reisen verzichten, man „erwartet“ einen Test durch die Fluggesellschaften, Airlines „sollen“ Flugangebote nicht ausweiten. Merkt ihr was? Da wird auf Eigenverantwortung von Unternehmen und Menschen gesetzt. Ein Konzept, welches in den letzten Monaten mehrfach krachend gescheitert ist. Achja, die Lage auf Mallorca soll beobachtet werden, ganz wichtig, beobachtet. Zumal sich dort aktuell die brasilianische Mutation P1 ausbreitet – aber erst mal in Ruhe beobachten. Also darf weiter nach Mallorca gereist werden, ins abgelegene Ferienhaus im Wald darf man aber nicht fahren.

Zum Ausgleich gibt es aber vielleicht über die Feiertage eine Corona-Demo, damit man mal vor die Tür kommt. Zwar ungenehmigt, trotzdem freundlich abgesichert durch die Polizei (die dann völlig überrascht ist), man will ja mal unter Menschen kommen.

Weiter heißt es, „Die beim vorhergehenden Treffen vereinbarte Notbremse für alle Öffnungsschritte wird konsequent umgesetzt“. So, interessant. Mal schauen, wie die Landesoberen das sehen, genau so wie die anderen, oben genannten Punkte und wann sie anfangen, ihre eigenen Auslegungen zu treffen. Vielleicht passiert das heute schon.

Wieder einmal kann man teilweise nur den Kopf schütteln. Dieser harte Lockddown über 6 Ostertage ist sicherlich eine hervorragende Idee. Nur, wie sollen Eltern ihren Kindern erklären, dass sie Oma über Ostern vernünftigerweise nicht sehen darf, wenn das Kind dann antwortet „Ähm, wir sind gerade auf dem Weg zur Schule“. Zumal am Samstag, also da wo alles zu sein sollte, Lebensmittelgeschäfte wohl öffnen dürfen. Na, was passiert da wohl? Lassen wir uns mal überraschen, welche Auswirkungen die Massen-Rudel-Einkäufe dann haben werden. Ich will man so sagen, ich halte die Idee für mittelmäßig bescheuert. Es wäre auch mal 5 Tage ganz ohne Einkaufen gegangen.

Überhaupt, so ein Lockdown, nicht über 5 Tage mit Einkaufs-Unterbrechung, sondern von morgen bis Mitte April, wäre ein Wellenbrecher gewesen. Diese 5-Tage-Mini-Lockdown wird wohl wie ein kleiner Kieselstein von der Welle weggeschwemmt werden.

Ob sie weiter über Maßnahmen gesprochen haben, welche von der seriösen Wissenschaft (Virologen, Epidemiologen, Intensivmediziner) empfohlen werden, fragt Ihr Euch? Muhaha, guter Witz, natürlich nicht. In diesem Punkt ist die Konferenz irgendwann im Herbst letzten Jahres falsch abgebogen und findet den Weg auch nicht wieder zurück.

Neues zum Thema Impfungen? Nein, warum auch? Es musste doch stundenlang über Thema Reisen in Pandemiezeiten gesprochen werden. Prioritäten, so wichtig!

Nachtrag 24.03.2021 – achne, jetzt doch nicht

Gerade flattert hier die Meldung rein (hier auch), dass in einer eilig einberufenen, weiteren Ministerpräsidentenkonferenz der Ruhetags-Lockdown über Ostern zurückgezogen wird.

Ok, die Idee war nicht ausgereift, und was ein Tag (der Samstag zählt nicht wirklich) bringen soll, hat sich auch keinem erschlossen. Aber das jetzt?

Sorry, wenn wir jetzt kurz die Contenance verliere:

Habt Ihr jetzt komplett die Nerven verloren? Wisst Ihr eigentlich, wie lächerlich Ihr euch präsentiert? Habt Ihr eine ansatzweise Ahnung davon, was so ein Handeln mit den Menschen im Land anstellt? Ist Euch klar, dass ihr damit auch den letzten vernünftigen Menschen verliert?

Kurz: Habt Ihr Lack gesoffen?

So, dass musste mal raus. Diese Posse ist anders nicht mehr zu ertragen! Was machen die da? Stümperei und Hilflosigkeit sind noch die mildesten Ausdrücke, die uns einfallen. Wann verdammt noch mal holen die sich Fachleute dazu und hören darauf, was die denen sagen? Wir haben mit die besten Wissenschaftler hier im Land. Und was passiert, von denen hört man Dinge, die man lieber nicht hören will. Kleines Beispiel? „Virologin Ciesek hat von Politik die Nase voll“ – Quelle. Und sie ist nur eine, Drosten, Lauterbach, Eckerle und Co. –  die alle müssen doch täglich das Gefühl haben, in einem komplett falschen Film zu leben.

Liebe Politiker, holt diese Wissenschaftler endlich in die Runden, hört ihnen zu, versteht was sie Euch sagen und handelt dann entsprechend.

Da dies nicht passieren wird, nehmen wir das Heft jetzt selbst in die Hand – also noch mehr als bisher schon. Wir schotten uns weiter ab und geben dabei die Hoffnung auf sinnvolle Maßnahmen seitens der Politik auf. Wir akzeptieren es, dass es noch wochen- oder monatelang so weitergehen wird. Ohne Ziele, ohne Koordination, chaotisch. Und das in allen Bereichen. Beim Impfen, bei der Teststrategie, Schulen, Umgang mit nicht genehmigten Super-Spreader-Events (Corona-Demos), eigentlich bei Allem in den letzten Wochen.

Noch ein konkretes Beispiel? Gerne.

Da stellt sich heute (24.03.21) ein Armin Laschet in den NRW-Landtag und erzählt, man habe auf den Frühling gehofft, dass dadurch die Zahlen runter gehen, wegen höherer Temperaturen und Sonneneinstrahlung. Und jetzt sei es gar nicht so eingetreten, das sei nervig.

Lasst den mal kurz sacken.

Es gibt beim aktuellen Corona-Virus keinen starken, spürbaren saisonalen Effekt. Die Erkenntnis ist aber nicht neu, die ist aus dem Frühjahr 2020. Schon gar nicht würde so ein Effekt ausreichen, um die aufkommende dritte Welle zu brechen, auch Dank der Mutation und trotz parallel laufender Impfungen. Das predigen gewissen Fachvirologen seit Monaten. Und auch die Logik spricht dagegen, die aber anscheinend einigen Politikern komplett abgeht. Wo tobt das Virus aktuell besonders heftig? Brasilien. Und was ist da? Sommer!

Lieber Armin Laschet. Die Erkenntnis selber ist nicht nervig. Nervig ist es nur, Politiker an entscheidenden Stellen zu haben, die auf so ein wissenschaftlich negiertes Wunder zu hoffen!

Wir akzeptieren, dass der Föderalismus, den wir eigentlich sehr schätzen, mit der Krise überfordert ist. Dabei muss das nicht unbedingt am System liegen, auf jeden Fall aber an den beteiligten Personen, welche ihre persönlichen Ziele, Lobby-Interessen und Ansichten deutlich über wissenschaftliche Erkenntnisse zu einer Pandemie stellen. Hier wünschen wir uns einen Krisenstab, mit bundesweiter Weisungsbefugnis, welcher von Fachkräften aus Wissenschaft und Wirtschaft besetzt ist, der kompetent, parteiunabhängig und lösungsorientiert arbeitet.

Uns bleibt nur zu hoffen, irgendwann einmal die Impfung zu bekommen und danach zumindest die Angst vor einem schweren Verlauf der Krankheit beseitigt zu haben. Das ist der Moment, wo wir wieder ein klein wenig mehr Lebensqualität bekommen werden. Und dabei geht es uns noch gut, wir haben immerhin noch einen Job, von zweien, besser als viele andere im Land.

Denn nachdem die Osterruhe vom Tisch ist, bleibt von der letzten MPK nicht mehr viel an Maßnahmen, welche beschlossen wurden. Eigentlich, ähm, nichts. Es läuft also weiter, währenddessen die Zahlen immer weiter steigen. Die nächste MPK ist am 12. April. Das lässt uns jetzt ein wenig ratlos zurück, was passiert jetzt? Laufen lassen?

Die nächste Wahl kommt bestimmt. Genaugenommen im September. Aktuell wüssten wir aber nicht, wo wir das Kreuzchen machen könnten. Vielleicht wäre die Tierschutzpartei eine sinnvolle Alternative. Schlimmer und unfähiger wie jetzt, kann es kaum noch werden.

Nachtrag 06.04.2021 – Kommt jetzt der Brückenlockdown?

Der Laschet Armin hat nachgedacht, über Ostern, zwischen dem Eiersuchen. Die Ankündigung hat bei vielen Menschen Angst und Schrecken ausgelöst, bei anderen zu Lachanfällen geführt. Und gestern, am Ostermontag kam dann das Ergebnis des Nachdenkens an die Öffentlichkeit. Medienwirksam im Aachener Impfzentrum trat der Armin vor die Kameras. Ok, dass teilweise das Impfen deswegen unterbrochen werden musste, damit der Armin noch ein Interview geben konnte, ist eine Randnotiz. Diese zeigt aber seine Prioritäten, denn oft sind es die Kleinigkeiten.

Aber, wir schweifen ab. Armin Laschet, In-seinen-eigenenen-feuchten-Träumen-Bundeskanzler, präsentierte das Ergebnis seines Denkmarathons.

Der Brückenlockdown!

Die ersten Kurzmeldungen sprachen von einem befristeten, harten Lockdown, um die Zahlen nach unten zu schrauben. Das las sich gar nicht so schlecht, erste Reaktionen gingen in Richtung „Oh, und das vom Laschet“. Wenn man sich aber mal etwas genauer mit seinem Vorschlag beschäftigt, dann ist doch wieder nur der übliche, weichgespülte, halbgare Mist.

  • Der Brückenlockdown soll 2-3 Wochen dauern, bis „20, 30, 40% der Bevölkerung geimpft sind“.

2-3 Wochen? Bis 20 oder 30 oder 40% geimpft sind? Was denn nun? 20, 30, 40% – oder darf es auch ein wenig mehr sein? Und das in 2-3 Wochen? In welchem Impfparadies lebt der Armin?

  • „Systematisches Testen vor dem Besuch von Einrichtungen und eine bessere digitale Kontaktnachverfolgung erlaubten schon bald, wieder mehr Lockerungen zuzulassen.“

Wieso Besuch von Einrichtungen? Wieso schon wieder Lockerungen ins Spiel bringen? Erst mal Lockdown, bitte, komplett und keine Ausnahmen für „Einrichtungen“.

  • „Das muss diese drei Wochen vorbereitet werden und dann kann man hineingehen in diese neue Zeit, in der man behutsam wieder öffnen kann.“

Ne klar, es war über ein Jahr lang Zeit, solche Dinge zu planen und vorzubereiten. Und jetzt soll das in 2-3 Wochen alles mal eben erledigt werden? Aus #Laschetdenkt könnte man auch ‚Laschetträumt machen. Ok, vielleicht kommt nach „Lüften“ dann „Durchzug“ als großer Plan dabei raus.

  • „Und mein Vorschlag war, einfach noch mal mit einer Kraftanstrengung sie unter hundert zu bringen, sehr bald runterzubringen“

Unter 100? Wirklich? Welch heroisches Ziel. Sag mal Armin, geht es noch? Unter 10 wäre toll gewesen, von uns aus auch unter 50, was mal Maßstab war, aber unter 100 und dann die Schotten wieder auf machen. Tolle Idee, dann nenn den Lockdown doch lieber Jojo-Lockdown. Wie lange soll dass denn noch so weitergehen?

  • Zudem müsse man sich auf das Notwendige bei Kitas- und Schulen fokussieren

Armin, definiere bitte „das Notwendige“. Schwammiger kann man nicht ausdrücken, dass die weiter offen sein sollen und somit Kinder, Lehrer und Eltern weiter durchseucht werden. Ja, das soll mit einer Teststrategie passieren. Dafür müssen die Tests aber auch mal vorhanden sein, Du Schnelldenker.

  • „Es sind immer noch viel zu viele Menschen in Bewegung zum Arbeitsplatz“ – es müsse mehr für das Homeoffice getan werden.

Ja, Armin, das predigen Fachleute seit Monaten. Aber mit „getan werden“, wird sich in der Wirtschaft nichts ändern. Bei vielen Arbeitgebern wird hier ohne Pflicht nichts passieren. Dummerweise ist eine solche Pflicht nicht Bestandteil von Laschets Überlegungen.

  • Es müsse zudem bei der Schließung der Gastronomie bleiben, außerdem müsse es im gesamten Freizeitbereich nochmals eine Reduzierung geben.

Wie Bitte? Noch mehr Einschränkungen im Freizeitbereich? Was sollen wir noch machen? Unsere Spielesammlung verbrennen und unsere wenigen Radtouren, bevorzugt zu wenig frequentierten Zielen und Zeiten, auch noch einstellen? Welche anderen Freizeitaktivitäten meint der? Und damit stößt er wohl bei der großen Masse von Vernünftigen Menschen auf Granit. Welche, sorry, verdammte Freizeitaktivität soll noch eingestellt werden? Statt endlich mal die Schulen, Kitas und nicht systemrelevante Firmen für ein paar Wochen zuzumachen, soll wieder mal der normale Bürger noch mehr verzichten. Sorry, da platzt uns der Hals. Vielleicht fängt man mal damit an, bei Superspreader-Events wie irgendwelche dummdämlichen Demos die Hygieneauflagen durchzusetzen. Oder mal darüber, Achtung Wortspiel, Nachdenken *hihi* wo sich denn aktuell noch viele Menschen treffen. Warum fallen normalen Menschen dann Ort ein, wie Schulen, Kitas, Büros, ÖPNV (weil irgendwie müssen die ja zu den Orten kommen). Da treffen sich die Menschen und das hat wenig mit Freizeitaktivitäten zu tun, Herr Armin-Schnelldenker! So lange diese Bereiche offen bleiben, ist das allenfalls ein Lückenlockdown, Teil 238.

Dass Laschet dazu plädiert, die nächste Ministerpräsidenten-Konferenz als Präsenzveranstaltung durchzuführen zeigt zusätzlich, dass er nichts verstanden hat, gar nichts. Aber seine Kolleginnen und Kollegen reagieren auch schon wieder so, wie man es kennt. Saarland startet heute den Menschenversuch, der neuerdings Modellversuch heißt. Müller aus Berlin will die MPK nicht vorziehen, warum denn auch, wir haben doch Zeit. Scheiß auf ein paar Tausend zusätzliche Infektionen, die paar Toten und LongCovid-Fälle zusätzlich. Da braucht man bei steigenden Zahlen doch wirklich nicht hetzen. FDP-Kubicki gibt mal wieder anderen die Schuld, egal um was es geht, wenn er sich nicht gerade in einer Talk-Show über eine Fachfrau lustig macht. Und so weiter und so fort – Kindergarten zu sagen, wäre eine Beleidigung für die Kinder.

Heute, am Dienstag, sagte Laschet dann im Morgenmagazin: „Wir haben viel über die Pandemie gelernt.“ Stimmt, Armin, zum Beispiel, wen wir nicht als Bundeskanzler haben wollen. Achja, und er sagte noch: „Wir haben das Glück, dass die Zahlen sinken. Wir wissen aber nicht, ob es am Meldeverzug über Ostern liegt…“. Ach, Armin, denk mal drüber nach.

Übrigens, wem das hier noch alle zu sachlich und ausgewogen ist, dem empfehlen wir dringend das neueste Video von Rezo. Er nutzt nicht unbedingt unsere Sprache, spricht und aber inhaltlich aus dem Herzen: https://youtu.be/o3ksvjoTsgY

Nachtrag 09.04.2021 – Kapitulation der Ministerpräsidentenkonferenz

Nun, das mit dem Laschet-Brückenlockdown, das wird nun nichts. Auch sein Vorschlag, die Ministerpräsidenten-Konferenz vorzuziehen, ist vom Tisch. Ok, irgendwas nicht machen, was Onkel Armin vorschlägt, ist generell nicht der falsche Weg. Allerdings hat man nun beschlossen, die nächste MPK komplett ausfallen zu lassen. Das ist somit die komplette Kapitulation vor dem dilettantischen Verhalten dieser Runde. Und ja, das meinen wir Parteiübergreifend.

Ab und zu liest man aktuell den Einwand, man solle nicht pauschal alle Politiker in einen Topf werden. Nunja, sagen wir es so, wir machen es nicht. Außer diejenigen im politischen Lager, welche für die Coronamaßnahmen auf Bundes- und Länderebene zuständig sind. Die können alle in einen Topf, die tun sich nichts. Ausgenommen sind vielleicht einige Lokalpolitiker, die immer noch einen tollen Job machen. Wenn die aber bei steigenden Inzidenzen damit anfangen Modellprojekte mit Öffnungen zu starten (manche sagen Menschenversuche dazu) – Zack – Topf. Es gibt aber auf lokaler Ebene auch viele Politiker, die einen fantastischen Job machen und ebenso wie wir inzwischen ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln haben.

Ok, zurück zum Thema. Brückelockdown gibbet nicht, MPK fällt aus. Und nun?

Jetzt soll das Infektionsschutzgesetz nachgeschärft werden, um bundesweit einheitliche Regelungen zur „Notbremse“ (auch so ein Unwort des Jahres) festzulegen. Gut, sagen wir mal so, eine bundeseinheitliche Vorgaben für so eine Krise ist keine ganz schlechte Idee. Damit kann man denn wissenschaftsignoranten Teil der Landesfürst:innen vielleicht mal ein wenig ausbremsen. Allerdings droht hier auch schon wieder ein Wischi-Waschi formuliert zu werden.

Unterhalb einer Inzidenz von 100 sollen die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz fortbestehen. Auf gut Deutsch, jedes Bundesland kann mehr oder weniger machen, was es will. Bei Inzidenzen über 100 soll es einheitliche Vorgaben vom Bund geben, die dann für die Länder verbindlich sind. Wie die aussehen werden? Tja, lassen wir uns mal überraschen. Eine Regel soll wohl sein, dass Schulen ab einer Inzidenz von 200 in den Distanzunterricht gehen müssen. Nein, das ist kein Tippfehler, 200 ist schon richtig, in Worten: Zweihundert.

So, nun soll also das Infektionsschutzgesetz nach“geschärft“ werden. Das muss geschrieben, rechtlich geprüft werden. Dann muss der Bundestag zustimmen und gegebenenfalls noch der Bundesrat. Gehen wir mal von einem schnellen Ablauf aus, dauert der ganze Vorgang 1-2 Wochen. So lange passiert dann nicht, genau nichts. Laschet träumt derweil von Brücken – die er auch einfach in NRW anordnen könnte – oder hofft weiter auf die Kraft der Sonne. Andere bewerben sich als Menschenversuchs – ähm – Modellregionen und machen Lockerungspläne. Derweil steigen die Infektionszahlen und ganz besonders die Belegung der Intensivstationen stetig an. Und das mit im Schnitt jüngeren Menschen als bei der 1. oder 2. Welle.

Dazu gibt es Hilferufe aus der Medizin. Teilweise klingen die verzweifelt, so zum Beispiel die der Intensivmediziner. Und auch die Berichte von echten Ärztinnen und Pflegekräften, zeigen deutlich, in welche Situation wir hinein steuern.

Und dann liest man an anderer Stelle Dinge wie „Die Kurven der Intensivbelegung sind langweilig“ oder „Panikmache“. Ganz klare Ansage, wer uns so kommt, fliegt in Zukunft nicht nur von der Freundesliste, der wird auch blockiert. Denn das ist keine Panikmache, das sind gestandene Intensiv- und Notfallmediziner, welche vor den Folgen der aktuellen Strategie (wenn man die so nennen kann) warnen. Und hinter jeder „langweiligen“ Linie in den Diagrammen verstecken sich Menschenleben. Und die werden aktuell immer jünger.

Achso, und da Herr Streeck sich auch wieder geäußert hat. Generell haben die letzten Monate gezeigt, dass es sehr sinnvoll ist, genau das Gegenteil von dem zu tun, was der Herr Professor sagt. Er hat sich gegen einen härteren Lockdown ausgesprochen und gegen Ausgangssperren. Damit können wir davon ausgehen, dass die Lage noch viel schlechter ist, als sie scheint. Ein Grund mehr zu handeln. Er war übrigens 5 Tage nicht in den Medien. Entweder hat er mit Armin-the-Laschet zusammen nachgedacht oder sich mal darüber informiert, wie denn Masern übertragen werden. Dann macht er sich in der nächsten Talkshow nicht mehr komplett lächerlich, wenn er in dem Zusammenhang von einer Schmierinfektion spricht, der Herr Super-Virologie-Professor.

An dieser Stelle ziehen wir übrigens den Hut vor Herrn Lauterbach, für seinen Auftritt und diesen Dialog gestern bei Lanz.

  • Lauterbach: „Ich kenne jetzt keinen Wissentschaftler, bis auf einen, der die Hoffnung (von Laschet bzgl. Auswirkung des Wetters) teilte.“
  • Lanz: „Kennen Sie den Namen?“
  • Lauterbach: „Fällt mir jetzt nicht ein.“

Das war ganz großes Kino. Aber zurück zu Streeck. Dieser ist ja im Expertenrat NRW, welcher die Landesregierung rund um die Corona-Krise berät. Er ist dort der einzige „Virologe“ in der Runde. Der Rest sind Wirtschaftsvertreter und andere Lobbyisten. Ein lebendes Musterexemplar davon ist ein gewisser Herr Michael Hüther, seines Zeichens Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, der sich nicht zu blöde ist, Corona bei Twitter immer noch mit der Grippe zu vergleichen.

So, mal schauen, wie es in den nächsten Tagen weitergeht. Wir befürchten, das wird hier ein Fortsetzungs-Rant, eine Art endlose Geschichte. Wir befürchten, der kommende Entwurf der Gesetzesänderung wird die ein oder andere neue Zeile in diesem Beitrag erforderlich machen.

Nachtrag 13.04.2021 – Die Bundesnotbremse ist da – naja, das Bremschen

Nun kommt sie also, die Bundesnotbremse. Offiziell als Entwurf zum „Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“. Und wie zu erwarten, ist es allenfalls der Versuch einer einheitlichen Bremse.

Generell mal was zum Begriff Bundesnotbremse. Notbremsen werden immer dann eingesetzt, wenn vorher irgendwas richtig schief gelaufen ist und die normalen Bremsen nicht mehr ausreichen, Ok, das passt soweit. Wenn dann allerdings die Notbremse auch nur ein vermurkstes System ist, was nicht den gewünschten Effekt erzielt, dann Gute Nacht.

Was steht denn nun drinnen, im Entwurf, zum Schutz der Bevölkerung?

  • Harter, regionaler Lockdown bei Überschreiten des Schwellenwerts von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen.
  • Private Zusammenkünfte nur noch 1 Haushalt und eine weitere Person.
  • Sport nur noch zu zwei oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt.
  • Alle Geschäfte müssen schließen, außer: Lebensmittel, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Buchhandlungen und (warum auch immer) Gartenmärkte.
  • Kulturelle Einrichtungen wie Kinos, Theater, Museen usw., müssen schließen
  • Gastronomie muss weiter geschlossen bleiben, Abholung und Lieferung ist erlaubt.
  • Körpernahe Dienstleistungen sind untersagt. Ausnahmen: Medizinisch, therapeutisch, pflegerisch, seelsorgerisch notwendig und natürlich Friseure.
  • Übernachtungen zu touristischen Zwecken bleiben verboten (Malle ist aber in Ordnung).

Merkt Ihr was? Kleine Unternehmen, normale Menschen haben mal wieder einige Einschränkungen hinzunehmen. Das geht so weit in Ordnung, wir leisten ja alle unseren Teil. Für die große vernünftige Masse ändert sich auch gar nicht so viel, das ist ja alles nicht neu. Trotzdem, eine richtige Notbremse, als Bremse, würde anders aussehen.

Aber so Dinge wie Homeoffice-Pflicht, wie sie mal im ersten Entwurf stand, oder eine Testpflicht für Unternehmen? Die sucht man vergeblich in dem Entwurf. Die Testpflicht wurde durch eine Angebotspflicht ersetzt, welchen als eigenständiges Verfahren nun eingeführt werden soll.

Und dann gibt es noch das:

  • Ausgangssperren zwischen 21 und 05 Uhr, bei Inzidenzen über 100.

Sagen wir mal so. Wir wären gar keine Gegner einer Ausgangssperre. Wenn sie Bestandteil eines guten, umfassenden Gesamtpaketes wären. In diesem Fall aber wird mal wieder den kleinen Bürgern noch mehr das Leben eingeschränkt, während Firmen, Industrie und andere Bereiche weiter machen können wir bisher. Das kann man doch keinem mehr vermitteln. Kein Wunder, dass so langsam die letzten Vernünftigen auf die Barrikaden gehen und sich von der Regierung und den Parteien abwenden – ohne dabei aber hinter irgendwelchen Klangschalen-Trommer*innen den Bundestag stürmen zu wollen.

Ob das ganze Thema Ausgangssperren, in dieser Form, einer rechtlichen Prüfung standhalten wird, darf wohl auch angezweifelt werden. Lokale Ausgangssperren, die es in Deutschland ja bereits gab, wurden teilweise von Gerichten wieder gekippt. Grund war oft die fehlende Verhältnismäßigkeit. Solche Urteile sind auch nachzuvollziehen, wenn eine Ausgangssperre in den Nachtstunden verhängt werden, tagsüber aber die Menschen mit dem ÖPNV zur Arbeit im Großraumbüro geschickt werden.

  • Schulen und Kitas dürfen nur bei Inzidenz unter 200 offen bleiben. Selbst dann dürfen Schüler nur am Unterricht teilnehmen, wenn sie sich zweimal pro Woche testen. Auch das Lehrpersonal muss sich testen.

Ja, wirklich 200. Und nicht in der betroffenen Altersgruppe, nein, auf die gesamte Bevölkerung bezogen. Sollten also in den Altersgruppen der Schüler*innen Inzidenzen weit über 300 oder 400 herrschen, bleiben die Schulen offen, bei in der entsprechenden Stadt die Gesamtinzidenz bei 199,8 liegt.

Am aller“schönsten“ ist aber die Regelung, wann diese „Notbremse“ gelten soll:

  • Wenn der Inzidenzwert von 100 fünf Tage lang wieder unterschritten wird, können die Maßnahmen am übernächsten Tag entfallen. Liegt er drei Tage lang darüber, treten sie ab dem übernächsten Tag wieder in Kraft.

Tadaaaa! Willkommen im Endlos-Jojo-Lockdown. So können wir das Spielchen jetzt noch monatelang weiter spielen.

Das ganze „Konstrukt“ ist dermaßen sinnlos und am Ziel die Belastung des Gesundheitswesens zu reduzieren vorbei, da bekommt man wieder ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln. Und der Wirtschaft, gerade den kleinen betroffenen Unternehmen, den Restaurantbetreibern und Kulturschaffenden bringt diese Notbremse-für-Arme genau nichts. Keine Sicherheiten, keine Ziele und schon gar keine Perspektiven.

Ja, wir würden einen harten, richtigen Lockdown, so einmal mit Alles sehr begrüßen. Über 3-5 Wochen die Inzidenzen mal so richtig runter bringen. Dafür werden wir natürlich als Lockdown-Fanatiker beschimpft. Bevorzugt von Menschen, welche keinen Lockdown mehr wollen. Die kapieren nur eines nicht. Auch wir haben die Nase gestrichen voll von diesem Endlos-Mini-Light-Lockdown. Halbwegs intelligente Menschen sehen aber, dass ein richtiger Lockdown ein Weg aus diesem Dilemma wäre. Mit einem klaren Ziel, parallel alles impfen, was nicht bei 3 auf dem Baum ist, und dann mit guten Konzepten wieder öffnen. Portugal ist dafür übrigens ein tolles Beispiel – und es ist keine Inseln, bevor hier wieder einer reflexartig zuschnappen will.

Bleibt Gesund, schützt Euch und Eure Mitmenschen, denn die Politik tut es nicht.

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Kommentare zu diesem Beitrag

5 Kommentare

  1. Erwin Brandl 19. März 2021 um 10:40 - Antworten

    Also ich nehme mal Stellung zu den letzten 4 Punkten.
    Fange mal an mit „die Politik….“: Leider ist das komplett wahr. Wenn ich an den Gesundheitsminister und an den Verkehrsminister denke, kommt mir unweigerlich der Hollywood-Film „Dumm und Dümmer“ ins Gedächtnis.
    Dieser Flickenteppich ist unglaublich. Aber ich denke die Wähler für die Bundestagswahlen im Herbst werden das richtige tun. Ich übrigens auch. Keiner von den etablierten Parteien erhält meine Stimme. Allerdings auch n i c h t die AfD. die schon gleich gar nicht.
    „Ach so noch ein …..“: Euer Laschet (NRW) kommt mir manchmal vor wie ein Pfarrer. Schön reden, aber nix vernünftiges passiert. Ich lebe im Reich von „Markus I“. Scheinbar, tut er genau das Richtige. Kann man nur hoffen. Aber eigentlich ist er auch nur ein Populist. Dem geht es hauptsächlich nur um seine eigene Person. Wenn er nur laut genug gerufen wird macht er den Kanzler.
    Und Laschet – nomen est omen – ich kann mir den nur sehr schwer als Kanzler vorstellen. Aber wer dann???
    „Lichtblicke, …..“: ja, der Lauterbach, der Ruhe Madsen und der Palmer. Fallen mir da ein. Aber sonst …….. ???
    „Impft, was …..“: aber ja. Und bitte, bitte, bitte – mehr gescheite Aufklärung für die Menschen!!!!! Die leute wollen mitgenommen werden. Denke, das ich da nicht der einzige bin!!!!!

    Das sind meine Gedanken aus dem Homeoffice.

    Servus und schönen Tag
    Erwin, aus München

  2. Marie Schade 21. März 2021 um 9:35 - Antworten

    Das ist ein sehr detaillierter und gründlich überdachter Beitrag, der mit vielen Fakten belegt ist. Du sprichst mir mit jedem Wort aus dem Herzen. Die leise Mehrheit, die bisher so vieles in der Hoffnung auf Besserung mehr oder weniger klaglos hingenommen hat, beginnt immer wütender zu werden, und das mit Grund. Das kann zu einem gefährlichen Sprengsatz werden. LG Marie

  3. Astrid 23. März 2021 um 18:06 - Antworten

    Ich lese ja immer wieder eure Berichte, vor allem aber die Fotoseiten.

    Noch nie habe ich geantwortet, aber jetzt muss es sein. Vielen Dank für euren Bericht, unterschreibe ich zu 100 %.

    Ich komme aus Österreich, Wien und kann euch nur sagen, hier ist es um nichts besser, nur dass wir inzwischen glaube ich bei einer Inzidenz von 300 liegen. Auch wir haben mittlerweile unerträgliche viele Pressekonferenzen, wo unser Hr Bundeskanzler sich immer wieder im besten Licht darzustellen versucht, jetzt sind wir immerhin Testweltmeister und tragen alle FFP 2 Masken, ja von denen gibt es wirklich genug, auch das Testangebot ist an jeder Ecke vorhanden. Und ja, auch die Kinder in der Schule werden zweimal wöchentlich getestet( wieweit ist es mir der Verlässlichkeit dieser Tests her ist, kann ich nicht beantworten).
    Trotzdem, unsere Zahlen steigen massiv und gestern hatten wir auch wieder sowas wie eure MPK, Fazit: wir warten einmal ab, wir reagieren nur lokal ab 400, aber da wehren sich dann auch wieder die lLokalpolitiker, unglaublich, was man da an Dummheit hört.

    Tirol und Ischgl ist ja sicher auch bei euch hinlänglich bekannt, fremdschämen ist angesagt.

    Ich verfolge eure Diskussionen im deutschen Fernsehen sehr, sehr oft, und kann mich auch nur wundern, dass man so gar nichts dazulernt. Es ist zwar kein Trost, aber ihr seid mit dem Chaos nicht alleine, könnte man alles 1:1 auf Österreich umlegen.
    Aber wir haben halt den besten aller Kanzler, der es auch mit der EU aufnimmt, es wird gelogen, was das Zeug hält.

    Ganz ehrlich, ich werde Frau Merkel vermissen, umso mehr, wenn ich mir die potentiellen Nachfolger ansehe.

    Ich könnte noch viel schreiben.

    Bleibt gesund, liebe Grüße nach Deutschland und hoffen wir einmal, dass auch wir irgendwann eine Impfung bekommen .

    Danke für euere Mühe, ich liebe eure Seite!

    Astrid

  4. Simone 6. April 2021 um 12:39 - Antworten

    Lieber Thomas, an dieser Stelle muss es mal gesagt werden: Danke für diesen großartigen Beitrag. Worüber ich mich schon lange, und in diesen “laschen” Tagen umso mehr, aufrege, schon lange keinen Bock mehr auf Talkshows oder Nachrichten mit O-Tönen von sogenannten Politikern habe, tust du dir an, solche Quellen zu lesen und schauen, und fasst die Situation so großartig pointiert zusammen. So gut, dass ich trotz heulendem Elend über diese unfähige Krisen-Politik herzhaft und befreiend über deine Beschreibungen wie “Ich-fahre-alle-Projekte-vor-die-Wand Scheuer” oder “Laschet, In-seinen-eigenenen-feuchten-Träumen-Bundeskanzler” lachen musste (durfte). Auch ohne Journalismus-Karriere attestiere ich dir ein 1+ mit Sternchen für diesen Beitrag. 👍🏻

  5. Astrid 10. April 2021 um 15:27 - Antworten

    wieder danke, ihr sprecht mir aus dem Herzen. Und täglich bin ich aufs Neue verwundert über die Aussagen eurer Politiker bez. Testen, Öffnungen usw. Schaut denn niemand ins Nachbarland, sprich zu uns nach Österreich???? Diese Diskussionen bez. Testung hatten wir vor Wochen, wir testen wie verrückt, alles ist zu haben, Teststation an jeder Ecke, PCR Gurgeltests für zuhause, alles in Massen und frei erhältlich. Und das Fazit: seit 2 Wochen sog. harter Lockdown in Wien, Schule zu, Geschäfte zu, die Zahlen sinken kaum, heute haben wir gerade wieder die sog. „Mutter der Demonstrationen“ in Wien, auch immer mit starker deutscher Beteiligung. Testen würde wohl vielleicht nur nützen, wenn die Zahlen niedrig sind, so bringt es offensichtlich nichts.
    Und ja eine Modellregion haben wir auch, Zahlen über 100 und vieles offen, in den letzten 2 Wochen, seit der „Versuch“ startete, Verdoppelung der Zahlen, obwohl überall Testpflicht. Also auch kein zielführender Weg.

    Ja, ich schotte mich auch weiter ab, nehme das zur Kenntnis und ärgere mich trotzdem täglich neu über diese Unfähigkeit.

    Danke für die tolle Zusammenfassung !
    Lg aus Wien

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